#141

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 26.07.2013 19:44
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

18.50 Uhr kommt immer das Sandmännchen und erzählt als Abendgruß eine Geschichte.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#142

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 26.07.2013 19:45
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

In einer Diskussion gehört es sich grundsätzlich nicht, die Aussagen der Anderen herabzusetzen. Auch wenn es Euch schwerfällt. Fragt lieber nach oder schreibt, was genau Euch ungereimt vorkommt. Gilt für die letzten beiden Postings.


sektor hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.07.2013 19:46 | nach oben springen

#143

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 26.07.2013 19:57
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Harzwanderer im Beitrag #142
In einer Diskussion gehört es sich grundsätzlich nicht, die Aussagen der Anderen herabzusetzen. Auch wenn es Euch schwerfällt. Fragt lieber nach oder schreibt, was genau Euch ungereimt vorkommt. Gilt für die letzten beiden Postings.


Dann lese mal von Anfang an und du wirst verstehen


94, Kurt, Feliks D. und eisenringtheo haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#144

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 26.07.2013 20:05
von Harzwanderer | 2.923 Beiträge

Nein, verstehe ich nicht. Das ist eine Stilfrage, wie man miteinander umgeht. Der Zweck heiligt die Mittel nicht. Gegenseitigen Respekt darf man ständig erwarten.


sektor hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 26.07.2013 20:06 | nach oben springen

#145

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 26.07.2013 21:10
von 94 | 10.792 Beiträge

Da haste natürlich vollkommen recht, auch wenn es einigen Forumsern (Kofferwort aus Forum User und Rumsen) eine solche Sichtweise befremdlich erscheint. Nur ist es irgendwie schwer in ein respektvolles Gespräch zu kommen, wenn einige Fragen (oder Fragen von Einigen ?) konsequent ingnoriert werden.

N8


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 26.07.2013 21:13 | nach oben springen

#146

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 26.07.2013 21:59
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Vieles ist geheim und bleibt geheim! So ist das eben...
Aber seine Betonkunst gefällt mir.
http://www.vision2.org/
Theo


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#147

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 28.07.2013 15:40
von EK82I | 869 Beiträge

Sektor,es gibt immer noch Menschen die das verurteilen,was Du geplant hast. Zum anderen,was soll heute noch geheim daran sein,an dem was Du gemacht hast oder auch nicht.Es bleibt dabei,sich an solcher Einrichtung zu vergehen,abartig.
MMA Bad Saarow , Geburtsort sehr vieler Mitmenschen und auch Ort,wo Leben gerettet wurde.


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#148

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 29.07.2013 21:01
von sektor | 54 Beiträge

Zitat von EK82I im Beitrag #147
Sektor,es gibt immer noch Menschen die das verurteilen,was Du geplant hast. Zum anderen,was soll heute noch geheim daran sein,an dem was Du gemacht hast oder auch nicht.Es bleibt dabei,sich an solcher Einrichtung zu vergehen,abartig.
MMA Bad Saarow , Geburtsort sehr vieler Mitmenschen und auch Ort,wo Leben gerettet wurde.


EK82I, ich halte dir mal zugute, dass du die MMA nicht wirklich von innen kanntest, d.h. ich meine nicht die Gebäude, sondern die Menschen, deren Ansichten und Leistungen, einfach der Geist der dort herrschte – nämlich ein ganzes Stück weit weg von der politisch verordneten Linientreue! Diese Nähe zum Personal bekommt ein Patient oder Gast nicht innerhalb von 4 Wochen vermittelt. Aufgrund der großen militärmedizinischen Leistungen nahm sich das Personal aber auch der Recht heraus, nicht jedes Gelabber der ZK der SED zu beklatschen.


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#149

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 29.07.2013 21:04
von sektor | 54 Beiträge

Herzlichen Dank für alle Wortmeldungen. Erwartungsgemäß verhält sich ein Teil der Schreiber nach dem Motto „es kann nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf“. Geht es doch im Kern darum, zu belegen, dass es auch innerhalb der NVA einen politischen Widerstand gab, der es zudem vorzog nicht wegzulaufen, sondern die politischen Verhältnisse im Land zu ändern. Und das möglichst friedlich. Mancher Militärarzt sollte und wollte weiter tätig sein, aber eben unter einem anderen politischen Vorzeichen. Hätte er sich dahingehend öffentlich geäußert, stand seine Approbation insgesamt zur Disposition. So war das eben in einer Diktatur. Es bedurfte also verdeckter Aktionen in einem bis an die Zähne bewaffneten Überwachungsstaat. Die von mir durchgeführte Aktion war aber sicher nur ein kleiner Mosaikstein. Wurde jemand enttarnt, musste derjenige oft einen sehr hohen Preis bezahlen, manche mit ihrem Leben. Wiederum andere Militärärzte wählten den Weg über die Botschaften der BRD im Ausland, ließen ihre Klinik samt Patienten zurück – ich fand diese Variante schon damals für keine gute Idee, zumal sie ja keine generelle Lösung beinhaltete.
Komplett vom Westen (also von außen) gesteuerte Aktionen stellten auch keine Lösung dar, weil dann sofort die „westliche Hetz-und Wühltätigkeit“ als Ursache festgestanden hätte.
Genau diese Aktionen von innen tun hier einigen Forum Mitgliedern aus anfangs genannten Gründen weh und fühlen sich eventuell in ihrer Ex-DDR-NVA-MfS-Geschichtsbetrachtungsruhe gestört. Und jetzt kommt so einer wie ich daher und behauptet, die VS- und GVS-Dokumente beim OvD seien trotz zig Sicherungen manipulierbar gewesen und auch tatsächlich verändert oder unbemerkt dem Dienstbetrieb entzogen worden. Da stehen Einigen die Haare zu Berge – fast schon verständlich!

Ganz kleine Brötchen backen sollte „94“, der sein Informationsbedürfnis wieder mal nicht ausreichend gestillt sieht. Im Januar 2012 hatte ich 94 angeboten, ev. Unklarheiten zu beseitigen.
Alleine schon das Angebot zu unterbreiten, hat 94 damals in seiner bekannt schnoddrigen Art als Belästigung scharf zurückgewiesen. Entweder weiß er selbst nicht mehr, was er schreibt oder er will einfach nur sich mit jemanden streiten… suche er sich einen anderen.


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#150

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 29.07.2013 21:08
von exgakl | 7.236 Beiträge

Zitat von sektor im Beitrag #149
Herzlichen Dank für alle Wortmeldungen. Erwartungsgemäß verhält sich ein Teil der Schreiber nach dem Motto „es kann nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf“. Geht es doch im Kern darum, zu belegen, dass es auch innerhalb der NVA einen politischen Widerstand gab, der es zudem vorzog nicht wegzulaufen, sondern die politischen Verhältnisse im Land zu ändern. Und das möglichst friedlich. Mancher Militärarzt sollte und wollte weiter tätig sein, aber eben unter einem anderen politischen Vorzeichen. Hätte er sich dahingehend öffentlich geäußert, stand seine Approbation insgesamt zur Disposition. So war das eben in einer Diktatur. Es bedurfte also verdeckter Aktionen in einem bis an die Zähne bewaffneten Überwachungsstaat. Die von mir durchgeführte Aktion war aber sicher nur ein kleiner Mosaikstein. Wurde jemand enttarnt, musste derjenige oft einen sehr hohen Preis bezahlen, manche mit ihrem Leben. Wiederum andere Militärärzte wählten den Weg über die Botschaften der BRD im Ausland, ließen ihre Klinik samt Patienten zurück – ich fand diese Variante schon damals für keine gute Idee, zumal sie ja keine generelle Lösung beinhaltete.
Komplett vom Westen (also von außen) gesteuerte Aktionen stellten auch keine Lösung dar, weil dann sofort die „westliche Hetz-und Wühltätigkeit“ als Ursache festgestanden hätte.
Genau diese Aktionen von innen tun hier einigen Forum Mitgliedern aus anfangs genannten Gründen weh und fühlen sich eventuell in ihrer Ex-DDR-NVA-MfS-Geschichtsbetrachtungsruhe gestört. Und jetzt kommt so einer wie ich daher und behauptet, die VS- und GVS-Dokumente beim OvD seien trotz zig Sicherungen manipulierbar gewesen und auch tatsächlich verändert oder unbemerkt dem Dienstbetrieb entzogen worden. Da stehen Einigen die Haare zu Berge – fast schon verständlich!

Ganz kleine Brötchen backen sollte „94“, der sein Informationsbedürfnis wieder mal nicht ausreichend gestillt sieht. Im Januar 2012 hatte ich 94 angeboten, ev. Unklarheiten zu beseitigen.
Alleine schon das Angebot zu unterbreiten, hat 94 damals in seiner bekannt schnoddrigen Art als Belästigung scharf zurückgewiesen. Entweder weiß er selbst nicht mehr, was er schreibt oder er will einfach nur sich mit jemanden streiten… suche er sich einen anderen.



ah ja.....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#151

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 29.07.2013 21:47
von 94 | 10.792 Beiträge

Also da haben wir uns wohl mistverstanden, ich und ein Informationsangebot zurückweisen?
Na dann jetzt rann an die Tasten, die Fragen sind noch bekannt? Nicht mehr so ganz?

Nun denn (gschwind aus dem Stegreif) nochema:
Frage 1: Das Ziel der 'Operation' war die Erkennung einer gedeckt ausgelösten Stufe?
Frage 2: Wieso wurden dann keine verfälschten Credentials eingeschmuggelt?
Frage 3: Um wieviele Minuten wäre der reguläre Ablauf 'verzögert' gewesen?

Diese Fragen sollten doch einfach zu beantworten sein, die erste sogar binär. Für die Nutzer, welche jetzt keinen Bock auf ellenlanges rumblättern haben, hier mal Anmerkungen aus meiner Sicht.

Zu Frage 2, nach Ihrer Aussage war der Vorgang mehrfach ohne irgendwelche Spuren durchführbar. Das glaube ich gern, nur mir erschließt sich dann nicht, wieso dieser Skill nicht auch ausgebeutet wurde. Schritt 1, Orginaldokumente anschauen und wieder verschließen. Schritt 2 verfälschte Duplikate herstellen. Schritt 3 diese gegen die Orginale austauschen. Okee, ich hätte im jugendlichen Leichtsinn vielleicht einem 4. Schritt nicht wiederstehen können, die Orginalcodes als öffentlich zugängliches Altpapier entsorgen.
Oder ums anders zu sagen, ein Fähnrich bringt jede Flasche Bier einzeln ans Lagerfeuer, wenn er einen ausgibt. Der Ulu stellt den Kasten in die Mitte.
(das war jetzt wieder schnodderig Belästigung? Nö? Vorsichthalber doch mal *tschuldschung* und weiter im Text ...)
Zur Frage 3: NICHT an Sie, @sector! Das würde ich gerne jetztmal andere Wissende fragen:
Wieviel der eigemotteten Technik wäre den überhaupt 'E.b.' gewesen, 30%?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#152

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 30.07.2013 08:15
von Grenzgänger (gelöscht)
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Zitat von sektor im Beitrag #149
....Mancher Militärarzt sollte und wollte weiter tätig sein, aber eben unter einem anderen politischen Vorzeichen. Hätte er sich dahingehend öffentlich geäußert, stand seine Approbation insgesamt zur Disposition. So war das eben in einer Diktatur. Es bedurfte also verdeckter Aktionen in einem bis an die Zähne bewaffneten Überwachungsstaat. Die von mir durchgeführte Aktion war aber sicher nur ein kleiner Mosaikstein. Wurde jemand enttarnt, musste derjenige oft einen sehr hohen Preis bezahlen, manche mit ihrem Leben. Wiederum andere Militärärzte wählten den Weg über die Botschaften der BRD im Ausland, ließen ihre Klinik samt Patienten zurück – ich fand diese Variante schon damals für keine gute Idee, zumal sie ja keine generelle Lösung beinhaltete.
.....



Hallo sektor

..wenn ich es richtig in Erinnerung habe, warst du selbst ja kein Arzt, sondern Leiter Nachrichten (das soll in keiner Weise abwertend sein- soll nur die Position im Spiel klären):
Wenn ich es also richtig deute, hast du deine Aktion also für die Militärärzte von Bad Saarow und deren weitere Tätigkeit unter anderem politischen Vorzeichen geplant und durchgeführt, damit von diesen Ärzten nicht oft ein sehr hoher Preis bezahlt werden musste, manchmal sogar mit dem Leben.

Diese Ärzte müssen dir doch heute noch und bis an ihr Lebensende dankbar sein, oder?

Die sich feige über die Botschaften davongemacht haben und ihre Patienten im Stich gelassen haben werden natürlich keine Dankbarkeit für die "Operation Sperrfeuer" empfinden...

Siggi


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#153

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 30.07.2013 08:30
von EK82I | 869 Beiträge

Sektor,dann fragen wir doch ganz einfach mal einige der damaligen Ärzte.Es gibt diese ja noch,verstreut in deutschen Landen,auch hier in der Umgebung.Noch besser,stell Dich doch mal in der heutigen Klinik in einer "Sonntagsvorlesung" zum Thema "Held von Bad Saarow" vor. Schreib doch mal,was Du als "Wachsoldat" getrieben hast.Hast Du auch in der Wache als uniformierter Pförtner gesessen und die Ausweise der Besucher eingesammelt?Mittlerweile gibt es ja von den Örtlichkeiten nichts mehr,die das Drumherum um die Klinik darstellten.Auch die Zeit der "Geheimnissträger" sollten doch lange vorbei sein.


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#154

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 30.07.2013 20:38
von sektor | 54 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #151
Also da haben wir uns wohl mistverstanden, ich und ein Informationsangebot zurückweisen?
Na dann jetzt rann an die Tasten, die Fragen sind noch bekannt? Nicht mehr so ganz?

Nun denn (gschwind aus dem Stegreif) nochema:
Frage 1: Das Ziel der 'Operation' war die Erkennung einer gedeckt ausgelösten Stufe?
Frage 2: Wieso wurden dann keine verfälschten Credentials eingeschmuggelt?
Frage 3: Um wieviele Minuten wäre der reguläre Ablauf 'verzögert' gewesen?

Diese Fragen sollten doch einfach zu beantworten sein, die erste sogar binär. Für die Nutzer, welche jetzt keinen Bock auf ellenlanges rumblättern haben, hier mal Anmerkungen aus meiner Sicht.

Zu Frage 2, nach Ihrer Aussage war der Vorgang mehrfach ohne irgendwelche Spuren durchführbar. Das glaube ich gern, nur mir erschließt sich dann nicht, wieso dieser Skill nicht auch ausgebeutet wurde. Schritt 1, Orginaldokumente anschauen und wieder verschließen. Schritt 2 verfälschte Duplikate herstellen. Schritt 3 diese gegen die Orginale austauschen. Okee, ich hätte im jugendlichen Leichtsinn vielleicht einem 4. Schritt nicht wiederstehen können, die Orginalcodes als öffentlich zugängliches Altpapier entsorgen.
Oder ums anders zu sagen, ein Fähnrich bringt jede Flasche Bier einzeln ans Lagerfeuer, wenn er einen ausgibt. Der Ulu stellt den Kasten in die Mitte.
(das war jetzt wieder schnodderig Belästigung? Nö? Vorsichthalber doch mal *tschuldschung* und weiter im Text ...)
Zur Frage 3: NICHT an Sie, @sector! Das würde ich gerne jetztmal andere Wissende fragen:
Wieviel der eigemotteten Technik wäre den überhaupt 'E.b.' gewesen, 30%?


Naja, 94, ich hab die Mail vom Januar 2012 noch gespeichert, aber Schwamm drüber.

Zur 1. Frage: Die Operation hatte zum Ziel (im Falle eines Falles) den Widerstand an der MMA zu bündeln und ggf. zu einen. Dafür bestanden gute Voraussetzungen. Zum Personal gehörten etliche Reisekader, die auch ins NSW (nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet) teilweise sogar regelmäßige, dienstliche Reisen absolvierten. Das waren Dienstgrade von Oberstleutnant/Fregattenkapitän, Oberst/Kapitän zur See bis Generalmajor, Generalleutnant (Konter-und Vizeadmirale gab es nicht). Diese NVA-Angehörigen waren teils international geachtete Militärmediziner, also gut vernetzt, was für einen NVA-Offizier sehr ungewöhnlich war. Dadurch waren sie nicht leicht, und schon garnicht lautlos austauschbar. Manche witzelten mehr oder weniger verdeckt über Sinn und Nutzen der Politabteilung und Verwaltung 2000 (MfS) – das war aber dann schon grenzwertig…

Zur 2. Frage: Das war damals nicht das Ziel. Die Alarmierung sollte verzögert werden. Ähnliche Operationen in einer Panzerdivision sahen möglicherweise ganz anders, beispielsweise die Dislozierungsräume verändern etc. In der MMA wurden die inneren Umschläge durch Dummys ersetzt, sodass der befugte Öffner des äußeren Umschlags nicht wusste, was er nun tun soll (erst mal). Der Aufwand, der betrieben werden musste, Totalfälschungen einzufügen, stellte sich im verfügbaren Zeitfenster als zu gefährlich und unverhältnismäßig heraus – Eigensicherung hatte absoluten Vorrang.

Zur 3. Frage: Schätzungsweise bis zu 24 h. Das war aber abhängig von vielen Faktoren: wie z. Bsp. Tageszeit, Wochentag, Feiertag, verdeckte oder offene Alarmierung etc. Vor allem aber lageabhängig (politischer Trend)! Denn zwischen dem Auslösen eine der höheren Stufen der Gefechtsbereitschaft und dem Vollzug ist ein Unterschied.

Auch wenn ich zum E.B. – Prozentsatz NICHT gefragt worden bin: mir gefallen die 30% vor allem wenn man die Menschen mit einbezieht… stell dir vor es ist Krieg und (fast) keiner geht hin!


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#155

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 30.07.2013 20:50
von sektor | 54 Beiträge

Zitat von EK82I im Beitrag #153
Sektor,dann fragen wir doch ganz einfach mal einige der damaligen Ärzte.Es gibt diese ja noch,verstreut in deutschen Landen,auch hier in der Umgebung.Noch besser,stell Dich doch mal in der heutigen Klinik in einer "Sonntagsvorlesung" zum Thema "Held von Bad Saarow" vor. Schreib doch mal,was Du als "Wachsoldat" getrieben hast.Hast Du auch in der Wache als uniformierter Pförtner gesessen und die Ausweise der Besucher eingesammelt?Mittlerweile gibt es ja von den Örtlichkeiten nichts mehr,die das Drumherum um die Klinik darstellten.Auch die Zeit der "Geheimnissträger" sollten doch lange vorbei sein.


Wenn nichts weiter übrig bleibt, gibt es noch die Verunglimpfungen und Diffamierungen gepaart mit Unwissen deinerseits - super Niveau von dir. Sonst wüsstest u.a. nämlich, dass in der Wache in den letzten fünfzehn Jahren bis 1990 gar keine Armeeangehörigen mehr gesessen haben - nur noch ZB. Aber dir kommt es wohl sowieso nicht auf die Wahrheit an....


zuletzt bearbeitet 30.07.2013 21:22 | nach oben springen

#156

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 30.07.2013 20:58
von sektor | 54 Beiträge

Zitat von Grenzgänger im Beitrag #152
Zitat von sektor im Beitrag #149
....Mancher Militärarzt sollte und wollte weiter tätig sein, aber eben unter einem anderen politischen Vorzeichen. Hätte er sich dahingehend öffentlich geäußert, stand seine Approbation insgesamt zur Disposition. So war das eben in einer Diktatur. Es bedurfte also verdeckter Aktionen in einem bis an die Zähne bewaffneten Überwachungsstaat. Die von mir durchgeführte Aktion war aber sicher nur ein kleiner Mosaikstein. Wurde jemand enttarnt, musste derjenige oft einen sehr hohen Preis bezahlen, manche mit ihrem Leben. Wiederum andere Militärärzte wählten den Weg über die Botschaften der BRD im Ausland, ließen ihre Klinik samt Patienten zurück – ich fand diese Variante schon damals für keine gute Idee, zumal sie ja keine generelle Lösung beinhaltete.
.....



Hallo sektor

..wenn ich es richtig in Erinnerung habe, warst du selbst ja kein Arzt, sondern Leiter Nachrichten (das soll in keiner Weise abwertend sein- soll nur die Position im Spiel klären):
Wenn ich es also richtig deute, hast du deine Aktion also für die Militärärzte von Bad Saarow und deren weitere Tätigkeit unter anderem politischen Vorzeichen geplant und durchgeführt, damit von diesen Ärzten nicht oft ein sehr hoher Preis bezahlt werden musste, manchmal sogar mit dem Leben.

Diese Ärzte müssen dir doch heute noch und bis an ihr Lebensende dankbar sein, oder?

Die sich feige über die Botschaften davongemacht haben und ihre Patienten im Stich gelassen haben werden natürlich keine Dankbarkeit für die "Operation Sperrfeuer" empfinden...

Siggi


Ich war nicht Leiter Nachrichten, zumindest nicht in der MMA. Wenn das irgendwo steht, ist das falsch.
Ich war im Stellvertreterbereich Ausbildung, u.a. für die technische Sicherstellung zuständig gewesen und dort Leiter des Fachdienstes Ausbildung // heute würde man sagen Sachgebietsleiter. In dieser Eigenschaft hatte ich sehr engen Kontakt mit den für mein Vorhaben wichtigen Personenkreis.


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#157

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 30.07.2013 21:06
von 94 | 10.792 Beiträge

Na ich weiß ja nicht welches Ansinnen Sie hierherführt, aber so bissel 'Wahrheit' iss ja nun schonemal angebracht. Auch wenn Sie sich diese ä bissel zurechtebiegen, na wer's braucht ...

Die Mail vom 13.1. des vergangen Jahres erlaube ich mir mal in Gänze hier einzustellen, also mal so wegen der Wahrheit. Diese ist übrigens IMMER individuell, im Gegensatz zur Wirklichkeit, aber das wird mir jetzt zu pfülosofisch. Also in diesem Thread. Und achso, zu dem P.S. falls es Ihnen entgangen sei, ich habe mich auch wieder eingeklinkt, trotzdem ich mir keinen grundlegenden Erkenntniszugewinn erhoffe. Achso, die PN ...

Zitat von 94 13.01.2012 22:09
Was haben wir jetzt an meinem erwähnten Beitrag NICHT verstanden? Also nochmal im Klartext das P.S.:
Ich hab mich übrigens schon aus dieser Posse ausgeklinkt *nicht_grins*

Ansonsten war mein Hinweis heute früh ernst gemeint. Dieses 'Rumgeeiere' ist Deiner Reputation nicht gerade förderlich. Und das JEDES Sicherheitssystem angreifbar und letztendlich auch überwindbar ist dürfte auch Dir nichts Neues sein, wenn ich mir Deinen beruflichen Werdegang so betrachte.
Für äußerst schwachsinnig allerdings halte ich http://de.wikipedia.org/wiki/Security_through_obscurity, wieder ein Punkt, der Deine Reputation bei mir zumindest nicht steigert. Etwas übel nehme ich Dir diese Nachricht an mich!
Na ich rechne es mal zu Deinen Gunsten, das Du Dich mit diesem Forum außer Deiner Heldentat kaum auseinandergesetzt hast. Sonst würdest Du wissen, WIE allergisch auf auf einen Medienbruch reagiere/reagieren kann!
Zum Ausgleich denke ich in dem nächsten Post, welchen ich heut veröffentliche an Dich *zufrieden_grins*

P.S. Wie war den eigentlich der Ruf der Dentisten in Bad Saarow?


Bezug nahm ich auf #95, kursive Schrift nutze ich (wie unter Akademikern, aber nicht nur dort üblich) zum Kennzeichnen von Zitaten.
Der erwähnte Hinweis war der Beitrag #122

P.S. Zur zweiten Frage, kann es sein, das Du von Alarmplänen KEINE Ahnung hattest/hast?
Beim Vorfinden eines leeren Zettels war doch klar, das manipuliert wurde. Also sofort 'Plan B' ums mal für die Allgemeinheit verständlich zu benennen. Mit verfälschten Crendentials hätteste Dein 'Ziel', wenn überhaupt es dazu gekommen wäre, zumindest vom Ansatz her erreicht.
Und was für eine 'Eigensicherung', war der Vorgang etwa doch nicht mehrfach wiederholbar?

Übrigens, die Bezeichnung E.b. im Zusammenhang mit Menschen, PFUI DEIBEL! ums mal mit dem Wosch zu sagen.

N8


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


zuletzt bearbeitet 30.07.2013 21:23 | nach oben springen

#158

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 30.07.2013 21:48
von sektor | 54 Beiträge

94, was bist du doch für ein Witzbold: als ob er OvD sofort entscheiden konnte "Plan B" - da lachen ja die Hühner, vielleicht noch der Reihe nach alle 20-30 Umschläge öffnen, ob in einem vielleicht mal was Gescheites drinsteht - passt zwar nicht zur Situation, aber man (OvD) ist ja neugierig! Du machst dich gerade gewaltig zum Kasper.
Ein Vorschlag: Lassen wir es einfach, ich habe keine Lust mehr deinen, teils konfusen Ergüssen zu folgen, sonst fange ich noch an, dir Rechtschreibunterricht zu geben, du Or_ginal.


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#159

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 30.07.2013 22:02
von eisenringtheo | 9.171 Beiträge

Zitat von sektor im Beitrag #154
(..)
Zur 1. Frage: Die Operation hatte zum Ziel (im Falle eines Falles) den Widerstand an der MMA zu bündeln und ggf. zu einen. Dafür bestanden gute Voraussetzungen. Zum Personal gehörten etliche Reisekader, die auch ins NSW (nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet) teilweise sogar regelmäßige, dienstliche Reisen absolvierten. Das waren Dienstgrade von Oberstleutnant/Fregattenkapitän, Oberst/Kapitän zur See bis Generalmajor, Generalleutnant (Konter-und Vizeadmirale gab es nicht). Diese NVA-Angehörigen waren teils international geachtete Militärmediziner, also gut vernetzt, was für einen NVA-Offizier sehr ungewöhnlich war. Dadurch waren sie nicht leicht, und schon garnicht lautlos austauschbar. Manche witzelten mehr oder weniger verdeckt über Sinn und Nutzen der Politabteilung und Verwaltung 2000 (MfS) – das war aber dann schon grenzwertig…
(...)




Wie sollte das im E-Falle bewerkstelligt werden? Ich habe das bisher so verstanden, dass niemand in den Plan eingeweiht worden ist. Im Zeitalter von Telefon und Fernschreiber schätze ich das Zeitfenster vom Öffnen des versiegelten Umschlages über die Verwirrung bis zur Einleitung des "richtigen" Planes als äusserst kurz ein, um den Widerstand einzuleiten und die potentiellen Militärärzte zur Mitwirkung und zur Meuterei zu überzeugen. Hinzu kommt, dass Sanitätspersonal traditionell eher nicht zur Meuterei neigt. Das hat weniger mit besonderer Systemtreue zu tun, sondern weil diese Personengruppe den Sinn ihrer Tätigkeit weniger darin sieht, einen Feind zu besiegen, sondern Leben zu retten.
Theo


Mike59 und SCORN haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#160

RE: Der Held von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 31.07.2013 08:13
von Grenzgänger (gelöscht)
avatar

[quote=sektor|

Ich war nicht Leiter Nachrichten, zumindest nicht in der MMA. Wenn das irgendwo steht, ist das falsch.
Ich war im Stellvertreterbereich Ausbildung, u.a. für die technische Sicherstellung zuständig gewesen und dort Leiter des Fachdienstes Ausbildung // heute würde man sagen Sachgebietsleiter. In dieser Eigenschaft hatte ich sehr engen Kontakt mit den für mein Vorhaben wichtigen Personenkreis
.[
/quote]

hallo sektor,
ich habe nochmal nachgelesen, weil ich mir ganz sicher war bezüglich des Leiter Nachrichten.. im SPON- Beitrag musste ich mich überzeugen lassen, dass du deine Kenntnisse über die Alarmierungsabläufe in einer anderen Dienststelle gewonnen hast.. (siehe Teil 2 des Zitates unten)
deine Feststellung ist also richtig..

Den ersten Teil des SPON- Beitrags- Zitates habe ich gleich mitkopiert, weil du zuletzt in deiner Antwort an 94 davon geschrieben hast, dass "Ähnliche Operationen in einer Panzerdivision sahen möglicherweise ganz anders, beispielsweise die Dislozierungsräume verändern etc"- sozusagen um die Truppe erstmal ins Leere laufen zu lassen, ja ?
Du lässt ja dort im SPON selbst schreiben: "festgelegte Bereitstellungsräume"...

Für die Panzertruppe kann ich nicht sprechen- aber für das MSR 16 in Frankenhausen (ich bin aber überzeugt, dass das in der gesamten NVA so war !)
Die Wechselkonzentrierungsräume waren festgelegt- dort hatte jedes Fahrzeug, jeder Mann seinen Platz ! Das Beziehen wurde trainiert- manchmal nur zu Fuss (um Sprit zu sparen)- aber jeder wusste, wo er zu stehen hatte- metergenau !

Und einer deiner Gedanken jetzt ist also, getürkte Unterlagen mit einem "anderen Wechselkonzentrierungsraum", den du dir erstmal ausgedacht hättest, in den Umschlag zu stecken?
Also, der K-MSR öffnet seinen Umschlag und liest sinngemäß: "Das Regiment bezieht heute mal nicht den WKR um Heldrungen- so wie gelernt, sondern fährt erstmal mit voller Kapelle in die Dübener Heide und stellt sich dort erstmal am Waldrand auf. Weitere Befehle abwarten"

Aber die Gedanken sind ja frei...



Zitat
......Einheiten der DDR-"Sicherheitsorgane", zu denen die NVA auch gehörte, würden wohl bald für den Einsatz in festgelegten Bereitstellungsräume zusammengezogen
....
....
....
Es gab da einen Ansatzpunkt. Bevor ich als Fähnrich nach Bad Saarow kam, war ich einige Zeit Leiter Nachrichten in einer anderen Dienststelle gewesen. Daher kannte ich die Abläufe im Alarmierungsfall - und wusste genau, wie die Nachrichtenkette für diesen Fall unterbrochen werden konnte.




Siggi


sektor hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 31.07.2013 08:16 | nach oben springen



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