#21

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 12.01.2010 13:47
von Corres | 271 Beiträge

Ich hoffe mal, dass diese Zeitung eine ordentlich große Auflage hat und sie auf grund des
abenteuerlichen Artikels einen Superumsatz gemacht hat - ungeachtet dessen , dass dieser Herr Heide
sich dadurch völlig zum Affen hat machen lassen.
Geld regiert die Welt. Hoffentlich ist auch bissel davon
beim Herrn Heide hängengeblieben.


Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


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#22

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 12.01.2010 17:37
von ABV | 4.204 Beiträge

Mutig war die Aktion auf jeden Fall. Sie war aber auch sinnlos, weil sie, außer einer Haftstrafe in Schwedt, nichts gebracht hätte.

Gruß an alle
Uwe
http://www.Oderbruchfotograf.de


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#23

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 12.01.2010 17:56
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von CaptnDelta
Allerdings muss man sagen das auch der Spiegel/SPON in den letzten 20 Jahren qualitaetsmaessig gewaltig abgebaut hat, wenn man hanebuechene Stories wie diese zu lesen kriegt (und die ist tatsaechlich auf SPON).


Zitat von AOL News
Women Hold Signs Admitting Theft

Fifty-six-year-old Evelyn Border and 35-year-old Tina Griekspoor stood outside the court for 4 1/2 hours Tuesday. They held signs that read: "I stole from a 9-year-old girl on her birthday! Don't steal or this could happen to you!"
Because the women agreed to hold the signs, Bedford County District Attorney Bill Higgins says he'll ask for probation instead of jail when they plead guilty to the theft.
Higgins says they swiped a gift card that the girl set on a shelf while a Walmart employee helped her.
The girl's mother planned to drive by the courthouse to teach her daughter the importance of obeying the law.



Zitat von Uebersetzung
Frauen halten Schilder, die ihren Diebstahl zugeben

sechsundfuenfzig-jaehrige Evelyn Border und 35-jaehrige Tina Griekspoor standen am Dienstag fuer 4 1/2 Stunden vor dem Gerichstgebaeude. Sie hielten Schilder auf denen stand: "Ich beklaute ein 9-jaehriges Maedchen an ihrem Gebursttag! Wenn Du stehlst, kann Dir auch dasselbe passieren!"
Weil die Frauen damit einverstanden waren die Schilder zu halten, hat sich Bedford County Staatsanwalt Bill Higgins bereit erklaert, Bewahrung zu beantragen, wenn die zwei sich vor Gericht auf schuldig plaedieren.
Higgins belegt die Frauen stahlen eine Geschenkskarte, dass das Maedchen auf ein Regal legte, waehrend ihr ein Walmart-Angestellte half.
Die Mutter des Maedchens hat vor am Gerichstgebaeude vorbeizufahren, um dem Maedchen die Wichtigkeit der Gesetzestreue zu zeigen.



Quelle: http://news.aol.com/article/evelyn-borde...ter-tina/750757

Damit ist mein Plan am Wochenend ein Maedchen zu beklauen wohl pfutsch...

Berliner


zuletzt bearbeitet 12.01.2010 18:18 | nach oben springen

#24

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 17.01.2010 18:13
von Weichmolch (gelöscht)
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Echtes Heldentum!

Vor einigen Tagen wurde, natürlich unter Einsatz von Nacht und Nebel, durch zwei Offiziere der NVA in einer (mindestens) konspirativen Wohnung ein 500kg Tresor nach 20 Jahren zwangsweise geöffnet. Fabrikat des Tresors war ausdrücklich nicht Franz-Jäger-Berlin. Der Plan funktionierte.

Nach fast 20 Jahren konnte einer der letzten Geheimnisträger der bewaffneten Organe der DDR nunmehr befreit werden. Der muss so geheim gewesen sein, dass er nur im Tresor schlafen durfte. Muss aber vergessen worden sein.

Wir kamen etwas zu spät.

Der Weichmolch

Angefügte Bilder:
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#25

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 17.01.2010 18:21
von mannomann14 | 625 Beiträge

Bei uns in der Schule war er auch anwesend da hatte er den Namen " Herbert"
mannomann


Etwas über mich zu schreiben, um sich dann daraus ein Bild von mir machen zu können , wäre ungefähr so, wie der Versuch Architektur zu tanzen...
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#26

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 17.01.2010 18:27
von Affi976 (gelöscht)
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ausdrücklich nicht Franz-Jäger-Berlin.

@Weichmolch,
kein Wunder das ihr den aufbekommen habt, Egon hat`s ja schliesslich auch immer geschafft.
Hat er denn wenigstens noch die "Hundemarke" zur Identifizierung umgehabt????
VG Affi


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#27

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 17.01.2010 18:32
von Weichmolch (gelöscht)
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@Affi976

Nein - keine Hundemarke. Ein Grund mehr, den Militärkollegen, wegen Verstoß gegen die DV 010/0/003 Innendienstvorschrift, zu bestrafen.
Jedoch kann er zum 1.März 2010 belobigt werden mit: Streichung einer Strafe. Grund: Konsequente, aufopferungsvolle Einhaltung der DV 010/0/009. Das geht natürlich nur posthum.

Der Weichmolch


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#28

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 17.01.2010 19:13
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Corres
Ich hoffe mal, dass diese Zeitung eine ordentlich große Auflage hat und sie auf grund des
abenteuerlichen Artikels einen Superumsatz gemacht hat - ungeachtet dessen , dass dieser Herr Heide
sich dadurch völlig zum Affen hat machen lassen.
Geld regiert die Welt. Hoffentlich ist auch bissel davon
beim Herrn Heide hängengeblieben.



Und Glück hatten er und seine Kollegen auch. Im Falle des Falles hätte er mit seiner Aktion allenfalls ein paar Verletzte, somit Wehrlose, umgebracht oder schwer geschädigt, weil er vielleicht nur verhindert hätte, dass ihnen rechtzeitig Hilfe zugekommen wäre.
Ein Held?


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#29

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 09.01.2012 10:14
von eisenringtheo | 9.188 Beiträge

Keine Ahnung von "Befehlsketten. Ich frage mich, ob es sinnvoll ist, die Befehlskette in ein Spital zu sabotieren. Falls es zu vielen Verletzten gekommen wäre, könnte es ja sein, dass das Spital gar nicht darauf vorbereitet gewesen wäre und es so mehr Tote gegeben hätte. Sabotage und Anschläge auf Schulen, Spitäler und andere Orte mit vielen Personen, wird Angst und Schrecken in der Bevölkerung auslösen und sind deshalb ein beliebtes Ziel von Terrroristen.

Theo


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#30

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 09.01.2012 12:42
von EK82I | 869 Beiträge

Wie kann man so einen Gestrichen - denk auch Du an die Regeln des Forums; Weichmolch "Helden"nennen.Ein Krankenhaus zu sabotieren, mit Patienten und Pflegepersonal,bleibt ein Verbrechen.Der "Feine Herr" hätte ja die Freunde (CA) ärgern können, die es ja auch reichlich gab, in und um Bad Saarow,einschliesslich deren Kureinrichtung damals.
Ich hab dort auch damals das Licht der Welt erblickt,wie viele andere auch.So was zu stören,abartig!
Das Klinikum ist nach etlichen Jahren der Sanierung und Trägerwechseln endlich fertiggestellt worden im letzten Jahr. Leider gibt es hier auch den Mangel an Pflegepersonal,aber das Problem ist ja kein regionales.


zuletzt bearbeitet 09.01.2012 14:40 | nach oben springen

#31

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 09.01.2012 13:53
von damals wars | 12.213 Beiträge

"Immerhin ging es hier um Geheimnisverrat in Tateinheit mit Sabotage - dafür wurde eine Freiheitsstrafe von bis zu acht Jahren angesetzt."

Wem wollte er denn was verraten?


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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#32

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 09.01.2012 14:28
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von damals wars
Wem wollte er denn was verraten?



Tja, da ist die Logik der Jurisprudenzler mal wieder NICHT eine Allgemeinverständliche. Na sich selbst hatte er dieses Geheimniss verraten. Wenn er diese Umschläge nicht geöffnet hätte, um Kenntniss der geheimen Codes zu erlangen, hätte man versuchen können es nur auf Sabotage abzubiegen.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#33

RE: Vorstellung sektor

in Presse Artikel Grenze 10.01.2012 01:49
von sektor | 54 Beiträge

So, nun habe ich die vielen Wortmeldungen tagsüber mir ab und zu mal angeschaut, ich muß nebenbei auch noch arbeiten, kommt jetzt die Zeit einige Erklärungen zu liefern.
Bemerkenswert ist die Diskrepanz in den einzelnen Wortmeldungen /öffentlich/nicht öffentlich. Aber im Prinzip habe ich mich über jeden Beitrag gefreut.
Die größte Unsicherheit besteht wohl darin, dass die meisten der Wortmelder die politische Lage an der MMA in den 80er Jahren nicht kannten und daher auch keine umfassenden Schlussfolgerungen und Wertungen treffen können. Deshalb will ich hier anfangen und mehr dazu sagen.
Als ich 1984 meinen Dienst an der MMA begann, merkte ich schnell, dass hier militärische Gepflogenheiten anders gelebt wurden, als in anderen regulären Einheiten. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon 11 Jahre gedient und konnte Vergleiche ziehen. Die MMA war mit so vielen Sonderfunktionen ausgestattet, einem Universitätsklinikum gleichgestellt und durch den überregionalen Wirkungskreis bis hin in den zivilen Bereich weithin bekannt und geachtet. Und was für eine NVA-Dienststelle sehr ungewöhnlich war: die große Wertschätzung für die wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Militärmedizin in Westeuropa. Maßgeblich beeinflusst und gestaltet hat dies alles der langjährige Chef der MMA GL Prof.Dr.sc. H.-R. Gestewitz. Eines seiner großen Verdienste war, die Gratwanderungen zwischen politischen Vorgaben, wirtschaftlichen Möglichkeiten, und wissenschaftlichen Ansprüchen zu vereinen. Aufgrund des interdisziplinären Charakters der Dienststelle gab es mehr Generäle, Oberste und Generalsplanstellen als beim Chef Med. im MfNV. Einige waren international vernetzt, etwa in der westlich geprägten Internationalen Gesellschaft für Militärmedizin. Mein Vorgesetzter Oberst Prof. Kalthoff war der Ständige Vertreter der DDR in dieser Gesellschaft und regelmäßig weltweit unterwegs.
Nicht wenige Militärärzte hielten sich aufgrund ihrer Leistungen allerdings auch, sagen wir es deutlich, für was Besseres. Das äußerte sich darin, dass sie sich in erster Linie als Ärzte fühlten und erst dann eventuell als Militär, die Uniform nur wenn unbedingt nötig trugen, die Vorteile in der beruflichen Entwicklung aber sonst gern in Anspruch nahmen. Dieser Personenkreis machte aber auch von einer größeren politischen Meinungsfreiheit rigoros Gebrauch. So hatten die personell stark vertretene Politabteilung sowie die Verwaltung 2000 oft größte Mühe die politischen Vorgaben und Leitlinien durchzusetzen. Da wurde schon mal die Anwesenheit der Sowjetarmee in Afghanistan als unrechtmäßig angesprochen, die Wahlen in der DDR als Farce bezeichnet und frisierte Krankenstatistiken des Gesundheitsministeriums als Lügenwerk enttarnt. Also reichlich zu tun für die „zuständigen Organe“. Kurzum, die zunehmende Unzufriedenheit in der Bevölkerung wurde hier deutlich verstärkt statt gedämpft sichtbar. Das MfS versuchte mit immer größeren Einsatz von IMs gegen zu steuern, was glücklicherweise nur sehr bedingt gelang.
Durch meine Biografie (Kindheit in BRD und DDR, Verwandte 1. Grades) spürte ich die besondere Beobachtung der „Organe“ oft. Richtig zur Sache ging es, als das ZDF (Michael Schmitz) 1987 während des Besuchs der Bauausstellung der DDR in Berlin versuchte mit mir ein Interview zu führen und dann der Versuch auch noch in „Kennzeichen D“ wenig später gesendet wurde.
Gleichzeitig wuchs in mir aber auch das Bestreben, gegen das politische System für den Fall der Fälle tätig zu werden. Aus heutiger Sicht waren der absolut unprofessionelle Umgang mit dem Regimekritiker Robert Havemann Ende der 70er Jahre, die Rede des Bundespräsidenten R.v. Weizsäcker zum Jahrestag der Befreiung 1985 und der Umgang mit den Demonstranten unter dem Slogan „Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden“ Schlüsselerlebnisse für meine weiteren Vorhaben.
Die politischen Unruhen in der DDR liefen im Sommer 1989 wie allseits bekannt auf einen Kulminationspunkt zu. Hardliner saßen überall noch fest im Sattel und die Möglichkeit einer chinesischen Lösung in der DDR war nicht ganz auszuschließen. Ich wollte unter allen Umständen das mir in meinem Bereich Mögliche tun und Gewaltanwendung unter Mitwirkung der NVA gegen die eigene Bevölkerung (dazu zählte für mich zu diesem Zeitpunkt die Bevölkerung in Ost UND West) vermeiden.
So trieb ich die Vorbereitung zur Durchführung der „Operation Sperrfeuer“ in dieser Zeit unter strengster Geheimhaltung voran. Die Geheimhaltung war, wie sich später herausstellte, auch bitter nötig; im engsten Familienkreis gab es mindestens zwei IMs. Würde es das MfS heute noch geben, wären sie vielleicht „Schläfer“ geworden, tickende Zeitbomben.
Das Hauptziel war, den Widerstand an der MMA zu formieren. Im Rahmen einer Mobilmachung (hier Herstellung Volle Gefechtsbereitschaft – verdeckte MM oder Gefechtsbereitschaft bei Kriegsgefahr – offene MM) fahren nicht etwa (wie hier und da etwas hemdsärmelig angenommen) kleine Sankras aus der MMA um medizinische Hilfe zu leisten, sondern das mittlere und höhere medizinische Personal würde dann in großem Umfang zur Bildung und Betrieb von mobilen Militärlazaretten abkommandiert werden.
Diese Lazarette sind üblicherweise den kämpfenden Truppen beigeordnet. Wenn das medizinische Personal sich aber bedingt und eingeschränkt sich nicht vor „politischen Karren“ spannen lässt, wird die kämpfende Truppe ebenfalls grundsätzliche Fragen stellen.
Die Entwendung der höchsten Alarmierungsdokumente (deren Echtheit zweifelsfrei feststeht) sollte die Alarmierung behindern. Unter Zuhilfenahme westlicher Medien sollte zum geeigneten Zeitpunkt die Ablehnung von Teilen der Streitkräfte gegenüber der Politik der Partei-und Staatsführung vor aller Welt deutlich gemacht werden (ggf. durch Veröffentlichung der GVS-Dokumente).
Die Chancen, das sowieso aufmüpfige medizinische Personal dafür zumindest teilweise zu gewinnen, standen gut.

Der eigentliche Vorgang der Neutralisierung der Dokumente wurde durch mich als GOpD während eines 24h-Dienstes vollzogen. Dabei kam es zu keinerlei Siegelbruch des Siegels und der doppelten Siegelschnur der äußeren Umschläge, die inneren Umschläge wurden komplett entnommen und durch Dummies mit annähernd gleichem Gewicht ersetzt. Da der GOpD für die vollständige Übergabe der unbeschädigten GVS-Unterlagen bei Dienstübergabe zuständig ist, wusste ich demzufolge genau, wie dies ohne Vorkommnisse zu organisieren war. Der Verlust der Dokumente stellte ein Vorkommnis der Meldehöhe 1 dar, also an Minister. Das Fehlen der Dokumente wurde bis zum Ende der NVA nicht bemerkt.
Mit der friedlichen Revolution und der Grenzöffnung, die letztlich in der deutschen Einheit mündete sah ich meine Aufgabe, die ohnehin nur vorbeugenden Charakter hatte, als erfüllt an.
Ich habe bis zum heutigen Tag ganz bewusst daraus keinerlei politischen, wirtschaftlichen oder finanziellen Vorteil gezogen, obwohl von Seiten der Bundeswehr mir Derartiges rückwirkend empfohlen wurde. Ich gebe zu, dass ich den (kurzen) Zeiten, in denen ich arbeitssuchend war, überlegte, ob ich hier einen Fehler gemacht habe. Gemessen an der Selbstbedienungsmentalität mancher Politiker wäre ich heute gar nicht aufgefallen.
Die Tätigkeit in der freien Wirtschaft bevorzugte ich schließlich und bereue dies bis heute nicht.
Beste Grüße in die Nacht
sektor


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#34

RE: Vorstellung sektor

in Presse Artikel Grenze 10.01.2012 07:05
von GeMi | 556 Beiträge

Zitat von Feliks D.



Sollte ich jemals diesen meinen feierlichen Fahneneid verletzen, so möge mich die harte Strafe des Gesetzes unserer Republik und die Verachtung des werktätigen Volkes treffen.

Solltest Du ja schon einmal gehört haben?



Guten Morgen,

Die Verachtung des werktätigen Volkes hat im Jahres 1989 eine ganz andere Richtung genommen.
Wenn irgendwann das Maß voll ist, dann würde auch ich einen Fahneneid brechen.
Fahneneide haben so was von Heldentum bis zum bitteren Tod. In allen Armeen werden und wurden Fahneneide geschworen - egal mit welchem Anspruch sie antreten.
Fahneneide haben auch ein Verfallsdatum!!!


Sind deshalb


Die Menschheit besteht aus einigen wenigen Vorläufern, sehr vielen Mitläufern und einer unübersehbaren Zahl von Nachläufern.

Jean Cocteau
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#35

RE: Vorstellung sektor

in Presse Artikel Grenze 10.01.2012 09:00
von EK82I | 869 Beiträge

Ist das Dein Ernst,was Du da schreibst? Wiederstand organisieren in einer Klinik,wo Menschen geboren wurden,Leben gerettet wurde und sehr vielen Menschen geholfen wurde?
Wolltest Du,dass der Klinikablauf im Falle der Mobilmachung zusammenbricht,dazu gehört ja wohl das Innenleben in allen Bereichen?Hast Du eigentlich auch mal an den Krankenbetten gestanden?
Schreib doch mal was zum Alltag im Krankenhaus und wie das da so ablief,mit den militärischen Patienten,die ja die masse ausmachten!Sollten alle das ausbaden,was da hätte passieren können,in einem ausbrechenden chaos!
Dafür fehlt mir mein Verständniss,auch heute noch!!!
Wenn Du darauf stolz bist,Dein Ding.Ich sehe das absolut anders.Dass diese Klinik heute noch arbeiten kann,ist nicht Dein verdienst.


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#36

RE: Vorstellung sektor

in Presse Artikel Grenze 10.01.2012 09:21
von eisenringtheo | 9.188 Beiträge

Zitat von sektor
(...).
Das Hauptziel war, den Widerstand an der MMA zu formieren. Im Rahmen einer Mobilmachung (hier Herstellung Volle Gefechtsbereitschaft – verdeckte MM oder Gefechtsbereitschaft bei Kriegsgefahr – offene MM) fahren nicht etwa (wie hier und da etwas hemdsärmelig angenommen) kleine Sankras aus der MMA um medizinische Hilfe zu leisten, sondern das mittlere und höhere medizinische Personal würde dann in großem Umfang zur Bildung und Betrieb von mobilen Militärlazaretten abkommandiert werden.
Diese Lazarette sind üblicherweise den kämpfenden Truppen beigeordnet.



Ziel der Alarmierung war, die Truppe in Gefechtsbereitschaft zu versetzen, um dann innere Unruhen abzuwehren. Verzögert man diese, kann das zur Folge haben, dass auch der Einsatz verzögert oder infolge der zeitlichen Abwicklung obsolet oder aufgehoben wird (Stichwort "Schabowski"). Ich nehme mal, das war die Absicht des Threadstarters. Die Gretchenfrage ist natürlich: Öffnet der Berechtigte seinen Umschlag und findet nichts darin, wird er wohl gemäss einem grundsätzlichen Befehl für solche Fälle Kontakt mit einer zuständigen vorgesetzten Stelle aufnehmen und alsbald steht ein Kurier der NVA mit dem versiegelten Befehl beim Pförtner. Und so wird der "Fall" leicht verspätet ausgelöst... Und gleichzeitig wird die Polizei bei Ärzten, Pflegern usw. Befragungen durchführen.
Theo


zuletzt bearbeitet 10.01.2012 09:22 | nach oben springen

#37

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 10.01.2012 09:40
von 94 | 10.792 Beiträge

Nachdem es nun doch Antworten gibt (*freu*) gleich mal 'ne Frage. Unabhängig jetzt, ob dieser Sabotageakt nun sinnlos oder -voll, ob nun Heldentum, Verrat oder nur schlichte Blödheit die passende Wertung dafür ist ...

Wieso hast Du @sector nur leere Umschläge als Ersatz benutzt und nicht einfach ein Phantasie-Codewort eingefügt? Ich kenne jetzt die Alarmpläne der NVA nicht sooo genau, aber leere Umschläge dürften nicht für halbsoviel Verwirrung gesorgt haben, wie falsche Credentials?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#38

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 10.01.2012 10:09
von Matthias23 | 21 Beiträge

@94 !
Ohne die Aktion in irgendeiner Form zu werten, zu Deiner Frage :

Wo soll er den die Vordrucke für die Code- Wörter hernehmen ????

MfG Matthias23


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#39

RE: Michael Heide:Der Saboteur von Bad Saarow

in Presse Artikel Grenze 10.01.2012 11:36
von GZB1 | 3.287 Beiträge

Nun im E-Fall wäre das auch im weitesten Sinne Wehrkraftzersetzung gewesen, wenn die kämpfende Truppe im Verletzungsfall hätte annehmen müssen nicht oder nur unzureichend medizinisch versorgt zu werden, wenn das med. Personal nicht in den Feldlazaretten eingetroffen wäre. Nun ist die Frage, ob bei inneren Unruhen in der DDR dieser große E-Fall mit Feldlazaretten überhaupt ausgerufen worden wäre (reine Spekulation) oder ob die stationären örtlichen Krankenhäuser sowie Medpunkte und festen Lazaretteinrichtungen die med. Versorgung wie bisher, dann mit verstärktem Personal, geleistet hätten?


zuletzt bearbeitet 10.01.2012 22:45 | nach oben springen

#40

RE: Vorstellung sektor

in Presse Artikel Grenze 10.01.2012 11:50
von GZB1 | 3.287 Beiträge

@sektor

Zitat
"...Das Hauptziel war, den Widerstand an der MMA zu formieren..."



Bei deiner absoluten Geheimhaltung in der Sache warst du also die Widerstandsformation, oder gab es Mitstreiter?


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