#21

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 05.01.2010 12:27
von TOMMI | 1.988 Beiträge

Zitat von Trabi-xy
hallo bin neu im Forum und hab auch gleich eine ganz wichtige frage :)


wie wurde man benachrichtig? Per Telefon oder per Brief?



Also ich glaube, diese Frage beantwortet sich von selbst.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#22

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 05.01.2010 12:28
von Affi976 (gelöscht)
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@Icke,
der war gut.
Genauso isses!!!
VG Affi


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#23

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 05.01.2010 12:39
von Rhönräuber | 197 Beiträge

Zitat von Jens
Nun, Rainer auf deine Frage antworte ich jetzt nicht, ich stelle nur mal die Frage:
Wie nennt man denn die Arbeiter, die aus ihrem VEB-Betrieb Material mitnahmen und damit nebenbei gutes Geld durch Weiterverkauf bzw. private Arbeit bekamen? Das war doch nicht etwa korrupt...
----------------------------------------------------------------------------------------------

Nein sie waren alle nicht korrupt,

Honnecker hatte schon auf den 8. Parteittag gesagt,
---Aus unseren sozialistischen Betrieben ist noch viel mehr rauszuholen-----



Deswegen hiess das ja auch Sozialistische Umlagerrung -
und nicht gestohlen


Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.
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#24

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 05.01.2010 12:41
von Corres | 271 Beiträge

Hallo Berliner,
der Zeitungsartikel entsprach der Realität.

Im Jahr 1974 kaufte ich mir einen gebrauchten Trabant 601.
Damals war ich bei der NVA und meine Frau mit 2 Töchtern wohnte
60 km vom Standort Spremberg entfernt. Zeit zur suche eines PKW hatte ich damals nicht
und mir kam die Idee zur Anzeigenannahmestelle einer Lokalzeitung zu gehen,
dort der Anzeigendame mein Problem zu schildern. Nach inoffizieller
Übergabe von 50.- M versprach sie mir, dass, wenn eine Anzeige aufgegeben wird zum Verkauf
eines Trabant, sie diese nicht weiterleten würde zur Bearbeitung/Druck,
sondern sie zurückhält, bis ich wieder im Laden erscheine. Zwei Mal die Woche wollte ich
dort nachfragen und siehe da - nach meinem 4. Besuch gab sie mir freudestrahlend eine
Adresse des Auto-Verkäufers. Nochmals wechselte ein Fuffi den Besitzer als Dankeschön.
Sofort fuhr ich nach Hoyerswerda zur angegebenen Anschrift
und hatte Glück, denn der gute Mann war anwesend. Er wunderte sich, dass ich als Käufer schon vor der Tür stand, denn er hätte erst am Vortag die Anzeige aufgegeben.
Wir fuhren zur Garage - und dort stand er - ein himmelblauer Trabant 601, 3 Jahre alt und 16.500 km auf dem Tacho. Neupreis war 8.050 M - ich bekam ihn für 9.000 M.
Dieser Verkäufer bekam auf die Auto-Bestellung seiner Ehefrau einen neuen Trabant geliefert
und musste deshalb seinen bisherigen Trabbi nun verkaufen.

In den späteren Jahren musste man schon 3.000 bis 5.000 M auf den Neupreis eines Trabbi drauflegen,
egal in welchem Alter das Fahrzeug war - jedoch gekauft wurde immer.
So war es damals in der größten DDR der Welt.


Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#25

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 05.01.2010 15:01
von Trabi-xy (gelöscht)
avatar

Zitat von Affi976
@Icke,
der war gut.
Genauso 2isses!!!
VG Affi



Tut mir leid das ich nie gelernt habe, dass in der ddr fast keine Telefone vorhanden waren. Oder ich hab an dem Tag gefehlt als wir ausführlich über das Telefon in der DDR gesprochen haben.

Ich danke nochmal an allen( die was produktives bei getragen haben ;) )


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#26

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 05.01.2010 15:14
von SanGefr | 218 Beiträge

Hallo Trabi-xy
Du hast Dich erst gestern hier neu registriert. Ich möchte mal ein ganz liebes und nettes HALLO sagen.
Wir freuen uns,dass es auch ein 15 jähriger Schüler "wagt", Interesse an diesem Forum zu zeigen und sich hier anmeldet. Sei also in unserer Mitte ganz herzlich willkommen. Vielleicht schreibst Du uns einige wenige Zeilen zu Deiner Person, Alter kennen wir ja bereits, wo, aus NRW, Du herkommst usw usf.


zuletzt bearbeitet 05.01.2010 15:18 | nach oben springen

#27

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 05.01.2010 18:29
von EK76/1 | 84 Beiträge

Es gibt da eine Geschichte aus Wernigerode.
Wie soll man es jetzt nennen?. Auslieferungshaus für PKW?, ich weiss es nicht. Jedenfalls soll dort ein Ehepaar nach dem Liefertermin ihres Trabis nachgefragt haben. Zur Überprüfung gaben sie die Anmeldepapiere des Fahrzeuges dem Verkäufer. Leider hatten sie vergessen 100Mark, die eigentlich für einen Einkauf gedacht waren, aus den Papieren zu nehmen.
Beim Einkauf gab es eine böse Überraschung: das Geld war weg.
Aber nach 2Wochen kam ein Brief mit der Abholerlaubniss für den Trabi!
Auch wenn diese Geschichte nicht wahr sein sollte, mit PKW und Ersatzteilen sind auch damals schon viele reich geworden.
Viele Grüsse



Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#28

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 05.01.2010 18:50
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Trabi-xy, also ganz so schlimm war es nicht mit dem Telefon in der DDR, und ich denke mal, das in jedem größeren Haus, beziehe dies aber auf die Großstadt Leipzig mindestens ein Mieter...meistens Genosse oder in dieser Höhe angebunden, ein Telefon hatte.
Aber dazu wieder eine schöne Geschichte, weil das heute so einfach ist, Handy raus, auch wenn ich auf Toilette sitze und los gehts....
1978, zu meiner Wehrdienstzeit in der Nähe von Boizenburg, Meck-Pom, da blieb mir die Post im Ort, also Fahrzeug versteckt wenn ich alleine auf Strecke war und rein in die Post....Ferngespräch angemeldet bei einer freundlichen Frau am Schalter....Sie sagte" Zelle4 in der Post, also rein in Zelle 4 und gewartet.
Der Angerufene war ein Professor bei uns im Haus, also seine Tochter im Laufschritt runter in Hochparterre zu meiner Frau und Frau und Kind auf dem Arm im Laufschritt zurück in den 3.Stock.
Deswegen, mein junger Freund gab es nur schlanke Frauen in der DDR.
Wie einfach das heute ist, so schön unkompliziert?
Nur ein Unterschied zu damals war, heute kostet das viel Geld, öffendliche Telefonate. Damals, ich denke es war ein Witz, mit der eigenen Frau dann eine gute viertel Stunde zu telefonieren.
Da war dann der Druck wieder weg, der Trennungsdruck und die kommende Woche sah gleich viel freundlicher aus.
Aber du bist ja noch jung und wenn du Lust hast, melde dich für irgendein Land, das unser schönes Deutschland gerade befrieden will. Schaff dir eine Freundin an, kurz vor deinem Einsatz und dann kannst du die Worte im Text weiter oben hautnah am eigenen Leib erleben.
Denn nur selbst Erlebtes macht dich reif, öffnet deinen Horizont.
In dem Sinne, bleib mal hier im Forum.

R-M-R


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#29

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 05.01.2010 19:18
von Focking | 178 Beiträge

@R-M-R,
geben und nehmen,
wie wahr,wie wahr,im wahrsten Sinne des Wortes ist uns heute abhanden gekommen.
Daran habe ich ganz schön zu knappern,bin auch zu alt mich daran zu gewöhnen,will
ich auch nicht.Ist meiner Lebenseinstellung zu wider.

Gruß aus der Lausitz

Werner



zuletzt bearbeitet 05.01.2010 19:19 | nach oben springen

#30

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 05.01.2010 19:38
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Das stimmt, Werner, das Leben ist ein Karusell geworden, so in Etwa hatte ich es schon einmal geschrieben.
Der am Schalter, der das Geld kassiert, der ist eingeschlafen und das Ding dreht immer schneller und schneller und ...Bums, fliegt der Erste, bums, der Zweite in hohem Bogen und der traurige Rest hält sich krampfhaft fest, um nicht ebenfalls....den Abflug zu machen.
Ist das die Erfüllung, die Freiheit, das Leben?
Also besser nicht aufs Karusell, aber wie stellt man das am Besten an?
Brauchst mir nicht zu antworten, Werner, ich kenne die Antwort auch nicht.

R-M-R


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#31

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 05.01.2010 19:45
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Ach Werner
was der Rainer schreibt,meinst das hat es bei uns damals nicht gegeben,wir haben dazu
oft gesagt:Eine Hand wäscht die andere.
Genau so lief das beim Nachtbar
Was der nicht hat,habe ich.
Was ich nicht hab,hat der.
Was der nicht weiss,weiss ich
Was ich nicht weiss, weiss der.
usw



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#32

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 02.06.2015 01:17
von Sperrbrecher | 1.657 Beiträge

Zitat von Gast im Beitrag #28
Hallo Trabi-xy, also ganz so schlimm war es nicht mit dem Telefon in der DDR, und ich denke mal, das in jedem größeren Haus, beziehe dies aber auf die Großstadt Leipzig mindestens ein Mieter...meistens Genosse oder in dieser Höhe angebunden, ein Telefon hatte.

In unserer Siedlung von etwa 100 Reihenhäusern, immerhin in der Bezirkshauptstadt Dresden, gab es 1 (ein) Telefon. das befand sich im Haus eines Stasi-Mitarbeiters. Die nächste Telefonzelle war etwa 800 Meter entfernt, war aber meistens nicht funktionsfähig.


Wie war die allgemeine Stimmung in der DDR ? Sie hielt sich in Grenzen !


Ostlandritter und Harzwanderer haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#33

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 31.08.2015 07:54
von Beethoven | 137 Beiträge

Ich habe meinen Trabi auch mit erreichen des 18. Lebensjahres bestellt und bekam ihn 14 Jahre später. Heute kaum mehr vorstellbar.

Trennung

Wir waren im letzten Studienjahr an der MAK, da besuchte uns, in einer Parteiversammlung, der damalige Sekretär für Wirtschaft, des Bezirkes Dresden. Nach dem er uns alles erzählt hatte, was zu erzählen war, gab er uns einige Fragen frei.

Ein Major der Volkspolizei, der in Dresden an der Offiziershochschule des MdI gedient hatte, stellte dem Sekretär folgende Frage:

"Genosse ... ich habe einen Trabant bestellt mit 18 Jahren und habe die laufende Nr. ... . Heute, nach 15 Jahren wird die Nr. ... ausgeliefert.
Wenn es ordentlich zu geht, werde ich noch 22 Jahre auf meinen Trabi warten müssen. Wie kann das sein? "

Absolute Stille im Saal. Selbst der Sekretär für Wirtschaft war geplättet.
Mit solch einer Frage hat er nicht gerechnet. Beantworten konnte er diese auch nicht.

In diesem Sinne - was lange dauert, wird nicht immer gut.


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#34

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 31.08.2015 07:57
von Alfred | 6.849 Beiträge

Da hat der Major aber übertrieben.

Die Wartezeiten waren zwar lang, aber so lang wie von ihm angedeutet nun auch nicht.


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#35

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 31.08.2015 08:40
von andyman | 1.880 Beiträge

Meine eigene Wartezeit auf einen Trabbi in Standartausführung betrug in Berlin von okt.76-März 90 also 13,5 Jahre ohne beziehungen.Dabei gab es Gerüchte das es auserhalb von Berlin länger dauerte.
Lgandyman


Gruß aus Südschweden
Was nützt alles Hasten und Jagen,auch du bist nur ein Tropfen im Meer der Unendlichkeit. Confuzius
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#36

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 31.08.2015 09:02
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Weil´s i.d.R. weit über 10 Jahre gedauert hat, haben sich für den Enkel schon mal Oma und Opa angemeldet. Wir hatten die fällige Anmeldung meiner Eltern übernommen, sodaß ich mit etwa 23 Jahren einen Trabi hatte und zwar ein Kombi, hellgrau. Sonderfarben, gar noch bananengrün, dauerten noch länger. Es konnte vorkommen, daß man mit der Auslieferung dran war, aber nicht die bestellte Farbe vorhanden war. Was blieb einem anders übrig: Entweder eine ungeliebte Farbe nehmen oder noch ein Jahr Wartezeit dranhängen. Zum Glück war mir die Farbe so ziemlich egal. Wichtig war für mich, trocken mit größerer Last schnell von A nach B zu kommen, also reines Mittel zum Zweck und schon gar nicht ein Statussymbol. War auch nicht so wichtig, ob er ein paar Schrammen abbekam. Rollen mußte er, betriebs- und verkehrssicher sein, mehr nicht. Und übernachten konnte ich im Kombi auch ganz bequem, wenn ich eine Mehrtagesexkursion unternehm. Vordersitze umgedreht, Rückbank flach und schon passte eine Luftmatratze rein. Zwei 200 l Rollreifenfässer transportiert, eine große gusseisene Badewanne, das ging alles.



zuletzt bearbeitet 31.08.2015 09:06 | nach oben springen

#37

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 31.08.2015 09:51
von Schakal | 271 Beiträge

Mussten die Mitarbeiter von "Sachsenring" eigentlich auch 10 Jahre warten oder hatten die da so eine Art Mitarbeiterbonus?
Stelle es mir unbehaglich vor, jeden Tag Trabbis zusammenzuschrauben und dann ein Jahrzehnt auf den eigenen warten zu müssen.


--- Ex oriente lux.---
zuletzt bearbeitet 31.08.2015 09:52 | nach oben springen

#38

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 31.08.2015 10:23
von GKUS64 | 1.611 Beiträge

Meinen ersten Trabbi habe ich mir 1972 erkämpft. Mit Hilfe meiner Eltern hatte ich ca. 10000,- MdN
zusammengekratzt, jedoch meine Anmeldung von 1962 war noch nicht an der Reihe. Ich ging also auf Suche nach einem Gebrauchten, ein einigermaßen erhaltener Gebrauchter kostete ja oft mehr als ein Neuer (Angebot und Nachfrage regelten auch damals in der DDR schon die Preise!). In DD wurde ich leider nicht fündig, meine Schwiegermutter in Bernburg hatte ich auch um Mithilfe bei der Beschaffung gebeten. Sie hatte mehr Glück als ich, mit 9000,-MdN hatte sie auf eine Annonce das höchste Angebot abgegeben! Es war ein 8 Jahre alter Trabbi, jedoch nach einem Unfall mit neuer Karosse ausgestattet! Meine Freude war grenzenlos (ja von der Grenze war ich auch schon 7 Jahre weg!). Den musste ich dann nur ein knappes Jahr bis zum Erhalt eines neuen Trabbis (nach Anmeldung von 1962) fahren. Den Neuen bin ich dann nur 4 Jahre gefahren denn ich hatte ja auch die ganze Familie in das Anmeldesystem eingebunden.
Meinen letzten Trabbi habe ich dann leider 1990 für 125,- DM verschrotten lassen. Ich wollte ihn verschenken, keiner wollte ihn mehr, ich muss aber dazu sagen, er hatte einen Kupplungsschaden und die Reparatur sollte 300,- DM kosten!

Ja wie die Zeit vergeht!

MfG

GKUS64


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#39

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 31.08.2015 15:35
von Lutze | 8.039 Beiträge

Zitat von Schakal im Beitrag #37
Mussten die Mitarbeiter von "Sachsenring" eigentlich auch 10 Jahre warten oder hatten die da so eine Art Mitarbeiterbonus?
Stelle es mir unbehaglich vor, jeden Tag Trabbis zusammenzuschrauben und dann ein Jahrzehnt auf den eigenen warten zu müssen.

Die Sachsenring-Mitarbeiter mußten genauso wie alle anderen auf ihren Trabbi warten,
es war aber möglich,wer einen Verbesserungs-Vorschlag einreichte,und dieser war von
großen Nutzen,bekam seinen Trabbi sofort,unser Lehrmeister erzählte mal darüber das es
einer mal geschafft hatte,
zum anderen lag die immer längere Wartezeit unter anderen an den GENEX-Fahrzeugen,
das waren nicht wenige,bei der Montage konnten wir es an einen X-Stempel an der Spritzwand
im Motorraum erkennen,außer den Kübel-Trabbi
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
Schakal hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#40

RE: Wie war das mit dem Empfang eines Kraftfahrzeuges ?

in Leben in der DDR 31.08.2015 16:52
von DoreHolm | 7.703 Beiträge

Zwischendurch wurde bei einer Kontrolle mal festgestellt, daß die ganze Trägergruppe meines Trabis fast duchgerostet war. Ich durfte noch bis nach Hause fahren. Dieses Schrottauto hat meine Trabi-Werkstatt für wimre 3.000,- Mark übernommen und neu aufgebaut. Für Altbundesdeutsche völlig undenkbar: Allein für die nackte Zulassung, ohne ein Teil, wurden bis zu 4.000,- Mark hingelegt. Auf der Suche nach einem Gebrauchten erstand ich einen für 8.000,-Mark. Leider kein Kombi, sondern nur eine Limosine. Den fuhr ich etwa ein Jahr lang etwa 20.000 km, dann war meine Anmeldung ohnehin fällig. Den Alten habe ich dann für 7.000,- Mark weiterverkauft. Den Neuen habe ich dann natürlich hohlraumkonserviert. Dafür wurde das Elaskon i.d.R. verwendet. Ich hatte was Besseres. Zu was arbeitet man sonst in einer Kleberbude im Labor und kann die Entwicklungsgeräte auch mal privat nutzen. Wir stellten damals den Dichtkitt für die Thermofenster her. Dauerelastisch, Garantiezeit 30 Jahre, äußerst gute Haftung auf fast allen Materialien (außer Silicon und Teflon). Einige Stücke Labormuster das Kittes löste ich im Laborrührwerk in Lösungsmittel (Testbenzin/Toluol) auf. Dann auf den Schlossereihof, innen alles ausgebaut, sämtliche Löcher in der Trägergruppe zugestöpselt und dann die schwarze stinkende Brühe reinlaufen lassen bis nichts mehr reinging. Dann Stöpsel raus und den Rest abgelassen. 30 Jahre Garantie ? "Trabi, willst du ewig leben ?" Mit dieser Brühe habe ich übrigens auch den Keller meiner Datsche außen abgedichtet und vor einigen Jahren unsere undichte Zisterne innen vorgestrichen, damit die Bitumenschweißbahn richtig drauf klebt.
Mit meinem Letzten hätte es nicht besser laufen können. Er war erst einige Jahre alt, als die Wende kam. Ich weiß nicht, ob es noch vor der Währungsunion war oder kurz danach, jedenfalls hatte ich was Schweres geladen. Auf der Heimfahrt mußte ich die Gleise einer Industriebahn auf der B 4 in Straußfurt(Thür) überqueren. Das Pflaster waren damals diese glatten Schlackesteine und es war nass. Normalerweise nehme ich dort bei diesen kleinen Hopsern (Trabantfedern/Trabanfahrer sind die Härtesten !) nicht den Fuß vom Gas. Vor mir einer mit einer alten West-Printe. Mann, der blieb fast auf den Schinen stehen, könnte ja was kaputtgehen an dem schönen Westauto. Na, wie es so kam, die Last im Trabi schob, es war rutschig und so saß ich ihm hinten drauf. Hat der geschimpft ! Mein Radkasten hatte sich etwas verbogen. Etwas zurückgebogen und ich konnte gerade noch die restlichen 30 km bis nach Hause schaffen. Die Versicherung zahlte mir jedenfalls 1.600,- Mark (oder waren es DM, ich weiß es nicht). Dafür habe ich mir ganz kurze Zeit später einen Wartburg gekauft, der an einer Tanke stand und ein Schild zum Verkaufen drin hatte. 600,-Mark wollte der Besitzer haben. Wir sind uns gleich handelseinig geworden. Kurze Teit später riss mir der Antrieb, also noch mal 350,- M reingesteckt und dann bin ich etwa 20.000 km gefahren, bis ich ihn für eine symbolische DM an einen jungen Mann verkaufte, da ich mir das größte Westauto gekauft hatte, was man damals kriegen konnte (SEAT Marbella, wimre 35 PS). Später hatte ich noch etwas Verwaltungsärger, weil der Käufer den Besitzerwechsel nicht gemeldet hatte und damit verkehrsauffällig geworden war. Ich konnte das aber aufklären und hatte dann meine Ruhe.



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