#1

Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 16:41
von Luchs (gelöscht)
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Ich habe mir gerade das von Augenzeuge eingestellte Video angesehen:

Zitat von Augenzeuge
...




Ich hatte mich damals schon gefragt, ob die DDR Wort hält und die Flüchtlinge, die durch die DDR ausreisen musssten, auch ausreisen lässt.

Was wäre passiert, wenn die DDR nicht Wort gehalten hätte?
Viele Grüße
Micha


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#2

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 16:58
von Augenzeuge (gelöscht)
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[quote="Luchs"]Hey, Micha, das ist aber mein Video.....

Ich hatte mich damals schon gefragt, ob die DDR Wort hält und die Flüchtlinge, die durch die DDR ausreisen musssten, auch ausreisen lässt.


Nun, das hätte nicht passieren können, der russ. Aussenminister hatte sein Wort gegeben. Hieran erkennt man, wer die wirkliche Macht hatte. Die DDR hätte sich ansonsten gegen die UDSSR gestellt, unmöglich.

Gruss, Jörg


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#3

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 17:02
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo luchs und augenzeuge. das gleiche wollte ich auch sagen. da wäre aber noch eine frage. warum mußte die ausreise überhabt über ddr gebiet gehen. hatte die ddr gehofft die menschen überlegen es sich noch anders. lg glasi



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#4

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 17:20
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo glasi,

da ging es meines Erachtens nur noch um die Wahrung der (Schein)Souveränität.
Es sollte so aussehen,dass die humane DDR das Zepter des Handelns in der Hand hält und aus großer Humanität heraus die Menschen gehen lässt.
Da gabs glaube ich auch ne Sendung der AK hier im Netz.

Gruß ek40


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#5

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 17:22
von Augenzeuge (gelöscht)
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Nee, glasi, das war wohl Honeckers Entscheidung. Hiermit sollte die eigene Souveränität dargestellt werden. So nach dem Motto, wir bestimmen, wer, wann und wo uns verlassen darf....

Ich bin mir sogar sicher, dass man das Problem der nun möglichen Ausschreitungen in den Bahnhöfen nur unzureichend erkannt hat bzw. Honi sich gegen seine Berater durchgesetzt hat......
Honi dachte wohl, nun sind alle weg, die weg wollen......


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#6

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 17:31
von X-X-X (gelöscht)
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Im Jahre 1978 baten sieben russsiche Staatsbuerger die US-Regierung um Asyl. Die 'Siberian 7', wie sie spaeter genannt wureden, hielten sich bis 1983 in der Botschaft auf, da die sowjetische regierung ihre Ausreise nicht genehmigte. Fuenf Jahre Verhandlungen! Spaeter lebten sie, wenn ich mich rightig erinnere, in Israel.

Jens


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#7

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 17:42
von Luchs (gelöscht)
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Zitat von Augenzeuge
Hey, Micha, das ist aber mein Video.....


Hatte ich auch geschrieben. Guck mal ganz oben steht:

Zitat von Luchs
Ich habe mir gerade das von Augenzeuge eingestellte Video angesehen:...


Meine Frage zielte aber eigentlich dahin, was passiert wäre, wenn die Botschaftsflüchtlinge in der DDR an der Ausreise gehindert worden wären.
Viele Grüße
Micha


zuletzt bearbeitet 04.01.2010 17:44 | nach oben springen

#8

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 18:15
von manudave (gelöscht)
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Als einer von denen, die damals in der Botschaft waren, kann ich euch sagen, dass sich wohl alle die Frage stellten:

"Was passiert wenn...?" - und einige sind auch wirklich in der Botschaft geblieben - sind aus Angst eben nicht mitgefahren.

Was keiner nach Genschers berühmten Satz gezeigt hat, war die große Unsicherheit der Menschen, nachdem bekannt wurde, dass es über DDR-Gebiet geht.
Allzu viele hatten schon andere grausame Sachen in der Diktatur erlebt und trauten denen alles zu.
Genscher hat das mal in einem Gespräch mit mir runtergespielt - da ist mir innerlich fast die Hutschnurr hochgegangen. ER hatte ja nichts zu befürchten...


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#9

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 22:11
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von KID
Die 'Siberian 7', wie sie spaeter genannt wureden, hielten sich bis 1983 in der Botschaft auf, da die sowjetische regierung ihre Ausreise nicht genehmigte. Fuenf Jahre Verhandlungen!


Hallo Jens,

das ist eine interessante Geschichte. Ein Russe im Bademantel latscht durch den Corridor der US-Botschaft am Personal vorbei auf dem Weg zur Toilette. "Hey, das Shampoo ist alle..."

Das muss ein Ding gewesen sein...

Berliner


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#10

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 22:19
von Augenzeuge (gelöscht)
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#11

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 22:27
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Entschuldige, Berliner," aber wäre, hätte, es könnte sein?" Was soll das bringen?
Ich vergleiche das immer mit jungen Leuten von heute. Sie lernen sich kennen, da ist alles noch Friede, Freude, Eierkuchen.
Dann die erste Krise: "Hätten wir uns bloß nicht...kennengelernt.
Pläne für die Zukunft:" Es könnte, nein, es geht bestimmt schief"
Weiter, was wäre wenn?
Was wäre, wenn sie, er morgen einen Anderen...?
Was wäre, wenn ich morgen tot bin?
Was wäre, wenn meine Geliebte mir den Laufpass gibt?
Was wäre, wenn wir keine Kinder...?
Was wäre, wenn wir zehn Kinder...?
Und so zieht sich das wie ein roter Faden durch die Gesellschaft.

R-M-R


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#12

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 22:39
von Thunderhorse | 4.024 Beiträge

Zitat von manudave
Als einer von denen, die damals in der Botschaft waren, kann ich euch sagen, dass sich wohl alle die Frage stellten:
"Was passiert wenn...?" - und einige sind auch wirklich in der Botschaft geblieben - sind aus Angst eben nicht mitgefahren.
Was keiner nach Genschers berühmten Satz gezeigt hat, war die große Unsicherheit der Menschen, nachdem bekannt wurde, dass es über DDR-Gebiet geht.
Allzu viele hatten schon andere grausame Sachen in der Diktatur erlebt und trauten denen alles zu.
Genscher hat das mal in einem Gespräch mit mir runtergespielt - da ist mir innerlich fast die Hutschnurr hochgegangen. ER hatte ja nichts zu befürchten...



Und ER hat gewußt wovon er spricht/gesprochen hat.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#13

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 22:42
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Thunderhorse

Und ER hat gewußt wovon er spricht/gesprochen hat.



Ach Thunderhorse....du wolltest doch sicher noch etwas mehr schreiben....
Sonst weiß keiner was genau gemeint ist......

Gruss, AZ


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#14

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 22:55
von Thunderhorse | 4.024 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
[quote="Luchs"]Hey, Micha, das ist aber mein Video.....
Ich hatte mich damals schon gefragt, ob die DDR Wort hält und die Flüchtlinge, die durch die DDR ausreisen musssten, auch ausreisen lässt.
Nun, das hätte nicht passieren können, der russ. Aussenminister hatte sein Wort gegeben. Hieran erkennt man, wer die wirkliche Macht hatte. Die DDR hätte sich ansonsten gegen die UDSSR gestellt, unmöglich.
Gruss, Jörg



Wo kann man nachlesen, das Schewardnadse sein Wort gegeben hat?

Verhandlungen über die Ausreise liefen bereits im Vorfeld durch Seiters.
Ferner führte Genscher Gespräche anläßlich der UN-Vollversammlung in New York.

Die DDR-Regierung (Politbüro) traf am 29. September 1989, auch auf Druck aus Prag und Warschau, die Entscheidung dass die Ausreise der in den Botschaften der BRD in Warschau und Prag befindlichen DDR-Bürger mit Zügen der RB über das Territorium der DDR in die Bundesrepublik erfolgt.
Die Bundesregierung wurde am 30. September 1989 durch H. Neubauer (ständiger Vertreter der DDR), in einem Gespräch (Teilnehmer waren unter anderem; Genscher, Seiters, Teltschik, Sudhoff und Prießnitz).


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#15

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 23:24
von Augenzeuge (gelöscht)
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Na Thunderhorse, dann will ich dir mal helfen.

Bis zum 28.9. gab es nur die normalen Angebote der DDR, Rückkehr in DDR, Antragstellung.
Die Gespräche mit Fischer in New York verliefen bis dahin ohne weitere Ergebnisse. Am Ende dieses Tages wandte sich Genscher an Schewardnadse. Er bot weitere Hilfe an.
Am 29.9. rief Schewardnadse an. Er könnte helfen, wenn Genscher zu ihm komme. Genscher hielt ein Fahrzeug der New Yorker Verkehrspolizei an. Mit Blaulicht und Sirene erreichten wir die sowjetische Botschaft, das Gespräch mit Schewardnadse konnte sofort beginnen. Ohne Fischer.
Am Folgetag rief dann Fischer an und teilte die erlösende Nachricht mit. Zwischenzeitlich hatte Schewardnadse mit den Behörden in Ostberlin/ CSSR telefonischen Kontakt.
Es gibt ein Video, wo sich Schewardnadse äussert und dies bestätigt. Ohne ihn wäre es sicher nicht so schnell gelaufen.....

Noch ein Auszug aus dem tagesspiegel:"Dann ging ich ins Bundeskanzleramt, wo ich den Ständigen Vertreter der DDR empfing. Er teilte mit, dass man sich für die zweite Alternative, die Ausreise über die DDR entschieden habe. Die Ausreise könne noch am Abend dieses Samstags, am 30. September 1989, beginnen. Ich sagte daraufhin, es sei voraussehbar, dass es unter den Flüchtlingen erheblichen Widerstand gegen die Fahrt durch die DDR geben werde. Es sei deshalb nötig, dass ich nach Prag reise, dort direkt zu den Flüchtlingen spreche und als vertrauensbildende Maßnahme im ersten Zug mitfahre, den zweiten Zug werde dann Minister Seiters begleiten. Der Ständige Vertreter wollte darüber mit seiner Regierung sprechen, dann kam das Einverständnis. Später wurde dieses Einverständnis zurückgezogen, ich ließ es darüber nicht zum Streit kommen, denn ich wollte Gegnern der Lösung in Ost-Berlin keine Chance geben, das Projekt doch noch zum Scheitern zu bringen. Für mich war es schwer verständlich, dass sich Ost-Berlin für die Fahrt durch die DDR entschieden hatte, denn Züge mit tausenden von Flüchtlingen durch die DDR – das musste wie ein Fanal wirken. So kam es dann auch...."

Gruss, AZ


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#16

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2010 23:54
von Thunderhorse | 4.024 Beiträge

Das Genscher mit Schewardnadse in New York Gespräche, im Bezug auf die Ausreise der Botschaftsflüchtlinge führe ist bekannt.
Der Druck wurde jedoch von verschiedenen Seiten aufgebaut (u.a. auch aus Prag und Warschau, durch die dortigen Regierungen). Schewardnadse war hierbei ein weiterer Gesprächspartner, auf Ebene der Aussenminister.

Die Verhandlungen über die Ausreise der Botschaftsflüchtlinge führte jedoch nicht das AA, sondern liefen über Rudolf Seiters (Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes).
Neubauer hat am 29. September 1989 Seiters um einen Gesprächstermin für den 30. September 1989 gebeten.
Es fand, wimre um 10.00 Uhr am 30. 09.1989 statt.
Nach dem Gespräch mit H. Neubauer (Genscher nahm an dem Gespräch im BK teil, wie einige andere, siehe mein Beitrag, Seiters war der Chef des BK und empfing den Ständigen Vertreter der DDR (Zuständig für die Ständige Vertretung der DDR war das Bundeskanzleramt, für die Vertretung der BRD das AA der DDR, kleine diplomatische Feinheiten) reisten, in Absprache mit Kohl, R. Seiters und H.D. Genscher nach Prag in die Botschaft.
Um eben durch Ihre Anwesenheit vor Ort auch die Befürchtungen zu mindern.


Meine Frage bezieht/bezog sich auf Deine Aussage!
Nun, das hätte nicht passieren können, der russ. Aussenminister hatte sein Wort gegeben.

Wo kann man dies Nachlesen?


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 05.01.2010 00:06 | nach oben springen

#17

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2010 07:01
von manudave (gelöscht)
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Natürlich Thunderhorse,

dass kann man heute rückblickend so sehen, dass die Aussagen von Schew. und Co. so eindeutig waren.
Aber den Personen in der Botschaft war das natürlich nicht klar - dort befand man sich in einer Ausnahmesituation.


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#18

RE: Botschaftsflüchtlinge: Was wäre passiert, wenn die DDR sie nicht ausreisen gelassen hätte?

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2010 10:23
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Thunderhorse
D
Meine Frage bezieht/bezog sich auf Deine Aussage!
Nun, das hätte nicht passieren können, der russ. Aussenminister hatte sein Wort gegeben.

Wo kann man dies Nachlesen?



Ok, Thunderhorse. Genscher hätte den Flüchtlingen nie sein Wort gegeben, dass bei der Zugfahrt nichts passiert, wenn Schewardnadse nichts Entsprechendes mitgeteilt hätte. Ob es nun das Wort war, oder eine verbindliche, verlässliche Aussage zur Hilfe, darüber wollen wir nicht streiten, es wäre eh nicht nachweisbar, es sei denn Genscher würde es hier posten....

Dann füge ich noch folgende Aussagen Genschers hinzu:

"Ich musste das sagen (dass die Züge durch die DDR fahren), weil ich ganz offen sagen wollte, wie es sich vollzieht. Ich habe zunächst gesagt, im ersten Zug werden Familien mit Kleinstkindern sitzen, und die Züge werden über Dresden nach Hof fahren. Da gab es viele Zurufe, “nein man kann denen nicht trauen“ und dann habe ich gesagt, ich übernehme die persönliche Bürgschaft, dass ihnen nichts geschehen wird. Sie wissen, ich bin wie Sie einen solchen Weg gegangen.
Das war ganz wichtig, auch als Glaubwürdigkeit für diese Erklärung. Ich habe diese Erklärung allerdings auch in voller Überzeugung abgegeben. Ich war der Meinung, dass sowohl die Sowjetunion und mein Kollege, heute sage ich mal Freund, Herr Schewardnadse und der Außenminister der DDR, Oskar Fischer, den ich als sehr verlässlichen Gesprächspartner kannte, gerade bei den Verhandlungen über die Ausreise in New York erlebt hatte, dass sie zu ihrem Wort stehen werden."

Ob ohne Unterstützung der UdSSR dies auch möglich gewesen wäre, bleibt Spekulation. Aber in einem bin ich mir sicher, wenn es die UdSSR nicht gewollt hätte, dann hätte die DDR anders argumentiert.

AZ


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