#21

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 04.01.2010 20:36
von manudave (gelöscht)
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"Dabei sein ist Alles..." - das stimmt nur bei DSF, mein Lieber.

Ansonsten dürftest du dich über nichts auf der Welt äußern, wo du nicht dabei warst.


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#22

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 04.01.2010 20:39
von PF75 | 3.294 Beiträge

Zitat von manudave
"Dabei sein ist Alles..." - das stimmt nur bei DSF, mein Lieber.

Ansonsten dürftest du dich über nichts auf der Welt äußern, wo du nicht dabei warst.





das wäre aber in der heutigen zeit manchmal garnicht so schlecht wenn die leute nur über das rede was sie auch kennen und sich nur auf informationen der medien und noch schlimmer von Politiker berufen.


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#23

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 04.01.2010 20:43
von manudave (gelöscht)
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Zitat von PF75

Zitat von manudave
"Dabei sein ist Alles..." - das stimmt nur bei DSF, mein Lieber.

Ansonsten dürftest du dich über nichts auf der Welt äußern, wo du nicht dabei warst.





das wäre aber in der heutigen zeit manchmal garnicht so schlecht wenn die leute nur über das rede was sie auch kennen und sich nur auf informationen der medien und noch schlimmer von Politiker berufen.




Ich glaube, gerade in der heutige Zeit ist es unheimlich leicht eine Vielzahl an Meinungen und Medien zu durchforsten.
Früher gab es nur ein paar Zeitungen, denen man glauben schenken "musste".
Heute kann man sich so viele Infos holen - da muss man wirklich nicht dabei gewesen sein.


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#24

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 04.01.2010 20:44
von Norweger (gelöscht)
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Egon hatte immer einen PLAN, meist ging`s jedoch schief. Ich meine natürlich die Olsen-Bande. Wer kennt sie nicht (mehr)? Jedoch ist es eben mit dem PLAN und der (möglichen) Rettung (welch ein Begriff!) der DDR auch wieder eine ganz besondere Sache. Wir sollten hier immer Ort - Zeit - und Bedingungen beachten. Mitte der 60iger Jahre gab`s mal einen "kleinen Versúch" der DDR [erinnern : NÖP]. Mehr aber auch nicht. Mit dem neuen Generalsekretär (Honecker) kam dann die Änderung zur Wirtschafts- und Sozialpolitik.

Was mich jedoch viel mehr "bedrückt" ist dieser fatale Begriff WIEDER - VEREINIGUNG. Weder >wieder<, noch >Vereinigung< stimmen begrifflich. Leider auch nach 20 Jahren erfolgreicher "Einverleibung" (Begriff von mir ), sind die Unterschiede Ost + West deutlich zu spüren. Dank der erfolgreichen Neujahrsansprache der BuKa`lerin weiß ich nun, daß wenn`s mir heute "schlechter" gehen sollte, die Freude auf lamgsame "Fortschritte" tiefgreifend sein wird. Oder anders: Die HOFFNUNG stirbt zuletzt.


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#25

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 04.01.2010 20:51
von PF75 | 3.294 Beiträge

@ manudave
da hast du recht,eine "vielzahl von meinungen" und welche ist richtig ? meines erachten hat jeder mensch seine persöhnliche sicht auf die dinge die passieren oder passiert sind und wie willst du da als unbeteiligter eine objektive meinung erhalten oder nimmt man sich von jedem das was einem am bessten in die eigene meinung passt ?Ich bin der meinund man soll sich auch mal ein bißchen zurückhalten können,den maßhalten hat noch nie geschadet.


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#26

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 04.01.2010 20:55
von Corres | 271 Beiträge

Vielleicht ist mit Wiedervereinigung auch die Vereinigung Deutschlands gemeint - Deutschland ist wieder vereinigt - denn die BRD und die DDR als einzelne Staatsgebilde waren noch niemals miteinander vereint.
Einverleibung ist treffender bezeichnet, denn mehr als das Ampelmännchen und den grünen Pfeil durfte die DDR nicht einbringen. Ja, nach der Neujahrsansprache unserer Bundes(stief)mutti und den Aktivitäten zur Bewältigung der Krise kann man sagen: Deutschland, mir grauts vor dir.


Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


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#27

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 04.01.2010 20:58
von PF75 | 3.294 Beiträge

Zitat von Corres
Vielleicht ist mit Wiedervereinigung auch die Vereinigung Deutschlands gemeint - Deutschland ist wieder vereinigt - denn die BRD und die DDR als einzelne Staatsgebilde waren noch niemals miteinander vereint.
Einverleibung ist treffender bezeichnet, denn mehr als das Ampelmännchen und den grünen Pfeil durfte die DDR nicht einbringen. Ja, nach der Neujahrsansprache unserer Bundes(stief)mutti und den Aktivitäten zur Bewältigung der Krise kann man sagen: Deutschland, mir grauts vor dir.


du hast noch den Sandmann vergessen.


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#28

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 04.01.2010 20:59
von manudave (gelöscht)
avatar

Ohne den wüsste ja keiner, wer unser Pitti auf dem Bild ist.


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#29

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 05.01.2010 09:46
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow

(Zitate Auszug)
Oder wie es es symbolisch mal dargestellt wurde- Der Rabe frisst den Spatzen.


ja @zermatt so könnte man es bezeichnen.... obwohl... eher hat der rabe den spatzen ordentlich durchgevö... so dass der spatz anschliessend keine federn mehr hatte... [/quote]


...und Gilbert, was bei Deiner etwas drastischen Interpretation dieser Art "Vereinigung" zwischen Rabe und Spatz für ein Mutant, für ein Bastard rausgekommen ist, das erleben wir heute auf manch erschreckende Weise tagtäglich und hautnah, ohne hier das Thema "Was war gut und was war schlecht in der DDR..." und der endlich mal überfälligen Verarbeitung der Erfahrungen des 2. Weltkrieges und der Teilung beider deutscher Staaten wieder anstoßen zu wollen.


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 05.01.2010 09:49 | nach oben springen

#30

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 05.01.2010 10:56
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von manudave
...irgendwie wird hier nur von D-Mark etc. geredet...

Ist euch eigentlich mal in den Sinn gekommen, dass es eher um die Freiheit ging?
Um die Rechte jedes Einzelnen?
Um Demokratie?



Den allerwenigsten ging es damals in der Hauptsache um Freiheit und Demokratie, sicher einigen Idealisten ging es nur darum aber das waren die wenigsten.

Schon vor dem Mauerfall gaben in den Vernehmungen bei UV's die meisten der verhinderten Republikflüchtlinge in erster Linie, den Glauben an bessere wirtschaftliche Verhältnisse als Grund für ihren Fluchtversuch zu Protokoll. Es spielte auch bei einigen die persönliche Freiheit eine Rolle, der ausschlaggebender Faktor war jedoch der oben genannte. Deshalb hatte sich bei uns für diesen Kreis intern auch der Name "Bananenflüchtlinge" gebildet.

Nach der Wende kam dann doch die Parole mit der DM auf, die hier schon zitiert wurde und daher bilde ich mir ein zu behaupten, dass es 75% der Personen auf der Straße lediglich um die DM und den damit verbunden Glauben an Wohlstand ging.

Möchte gerne wissen, wieviele von denen anschließend ohne Job und ohne Geld, aber dafür mit mächtig viel Freiheit und Demokratie in den Taschen, vor den nun prall gefüllten Geschäften standen und sich nichts von all diesen glitzernden teuren Westprodukten leisten konnten.


Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Was denn für eine Freiheit, Manudave? Die "Freiheit", die vielen anschließend auf den Fuß gefallen ist infolge Arbeitslosigkeit, und dem ganzen Bla, Bla.
Ihr könnt doch noch nicht mal selbst richtig definieren, was ihr unter Freiheit versteht?
Hör mir auf mit Freiheit, mir wird gleich schlecht,aber nicht für mich, sondern für die anderen armen Teufel.

R-M-R



Nun Rainer dann hier mal eine Definition die mir sehr gut gefällt.

Freiheit heißt nicht machen zu können was man will, sondern nicht machen zu müssen was man nicht will.

Unter diesem Aspekt war das Leben in der DDR schon sehr frei, denn wer nicht wollte konnte sich auch ziemlich aus allem raushalten, mußte nicht bei allem mitmachen und hat im privaten sein eigenes zufriedenes Leben gelebt.

Dies trifft sicher auch auf den überwiegenden Teil derer zu, die dann auf der Straße standen und nach der DM gerufen haben.


Nun gestattet mir noch ein letztes Statement zu dieser "Wiedervereinigung".

Nein halt, lassen wir doch einfach jemand zu diesem Thema zu Wort kommen, der auch heute noch die Politik dieses bundesrepublikanischen Deutschlands mitgestaltet.

Zitat
Der Beitritt - Artikel 23, 146 GG

"Wir wollen nicht kaltschnäuzig
über eure Wünsche
und Interessen hinweggehen.
Aber hier findet nicht
die Vereinigung
zweier gleicher Staaten statt."


Dr. Wolfgang Schäuble

Der Vertrag, Stuttgart 1991
Seite 131




Besser hätte ich die Inbesitznahme der Deutschen Demokratischen Republik, durch die imperialistisch kapitalistischen Kräfte der BRD auch nicht beschreiben können und bilde mir ein mit dieser Meinung nicht allein zu sein.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 05.01.2010 11:43 | nach oben springen

#31

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 05.01.2010 13:14
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Den allerwenigsten ging es damals in der Hauptsache um Freiheit und Demokratie, sicher einigen Idealisten ging es nur darum aber das waren die wenigsten.

Schon vor dem Mauerfall gaben in den Vernehmungen bei UV's die meisten der verhinderten Republikflüchtlinge in erster Linie, den Glauben an bessere wirtschaftliche Verhältnisse als Grund für ihren Fluchtversuch zu Protokoll. Es spielte auch bei einigen die persönliche Freiheit eine Rolle, der ausschlaggebender Faktor war jedoch der oben genannte. Deshalb hatte sich bei uns für diesen Kreis intern auch der Name "Bananenflüchtlinge" gebildet.



Kein Wunder! In diesem diktatorischen Gebilde hätte ich auch als Flüchtling auf den "schnöden Mammon" als Grund verwiesen, um diese unberechenbaren Sektenanhänger nicht unnötig zu reizen. Wußte doch jedes Kind, daß die Anhänger der "ML-Sekte" äußerst empfindlich reagieren, wenn man ihnen ins Gesicht sagt, daß ihre armeseeligen Ansichten und die Existenz der Greisenriege an der Spitze dieser stalinistischen Mißgeburt "DDR" im Grunde unerträglich für jeden klar denkenden Menschen sind...

Zitat
Nach der Wende kam dann doch die Parole mit der DM auf, die hier schon zitiert wurde und daher bilde ich mir ein zu behaupten, dass es 75% der Personen auf der Straße lediglich um die DM und den damit verbunden Glauben an Wohlstand ging.

Möchte gerne wissen, wieviele von denen anschließend ohne Job und ohne Geld, aber dafür mit mächtig viel Freiheit und Demokratie in den Taschen, vor den nun prall gefüllten Geschäften standen und sich nichts von all diesen glitzernden teuren Westprodukten leisten konnten.



Zumnindest sind sie in der Lage, für sich und ihre Kinder im Winter lebenswichtige Vitamine durch anständige Äpfel und Apfelsinen zu sich zu nehmen...


Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Was denn für eine Freiheit, Manudave? Die "Freiheit", die vielen anschließend auf den Fuß gefallen ist infolge Arbeitslosigkeit, und dem ganzen Bla, Bla.
Ihr könnt doch noch nicht mal selbst richtig definieren, was ihr unter Freiheit versteht?
Hör mir auf mit Freiheit, mir wird gleich schlecht,aber nicht für mich, sondern für die anderen armen Teufel.

R-M-R


Und hör mir erst auf mit den armen Teufeln, die wegen ihrer Sehnsucht nach etwas mehr Freiheit mit einer Kugel im Kopf gesegnet wurden. Für diese armen Teufel war die "Freiheit" anscheinend etwas sehr greifbares, wertvolles...



Zitat
Freiheit heißt nicht machen zu können was man will, sondern nicht machen zu müssen was man nicht will.

Unter diesem Aspekt war das Leben in der DDR schon sehr frei, denn wer nicht wollte konnte sich auch ziemlich aus allem raushalten, mußte nicht bei allem mitmachen und hat im privaten sein eigenes zufriedenes Leben gelebt.



In der DDR? Da war man vollgepackt von Forderungen der roten Sektenanhänger, was man alles gefälligst zu machen hat, was man eigentlich nicht will...




Zitat
Nun gestattet mir noch ein letztes Statement zu dieser "Wiedervereinigung".

Nein halt, lassen wir doch einfach jemand zu diesem Thema zu Wort kommen, der auch heute noch die Politik dieses bundesrepublikanischen Deutschlands mitgestaltet.

Zitat
Der Beitritt - Artikel 23, 146 GG

"Wir wollen nicht kaltschnäuzig
über eure Wünsche
und Interessen hinweggehen.
Aber hier findet nicht
die Vereinigung
zweier gleicher Staaten statt."


Dr. Wolfgang Schäuble

Der Vertrag, Stuttgart 1991
Seite 131




Besser hätte ich die Inbesitznahme der Deutschen Demokratischen Republik, durch die imperialistisch kapitalistischen Kräfte der BRD auch nicht beschreiben können und bilde mir ein mit dieser Meinung nicht allein zu sein.




Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie rabiat Einige Fakten verdrängen können. U.a., daß die von der DDR-Bevölkerung frei gewählte Volkskammer in freier Abstimmung den Beitritt der DDR zum Wirkungsbereich des Grundgesetzes erklärt hat. Natürlich hat Schäuble unter Berücksichtigung allein schon dieser Fakten vollkommen Recht...

Allen ein gutes Jahr 2010!


zuletzt bearbeitet 05.01.2010 13:26 | nach oben springen

#32

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 05.01.2010 13:35
von Corres | 271 Beiträge

Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.
**Rosa Luxemburg**


Ich bin verantwortlich für das, was ich sage - nicht für das, was du verstehst.


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#33

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 05.01.2010 14:34
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Corres

Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.
**Rosa Luxemburg**


Genau dieses Zitat von R.L. fällt mir auch immer zum Thema Freiheit ein.
Nur leider setzten es "Rosas Erben" nie um,ließen es nicht zu.
Diesen Spruch hörten die Genossen ja nun gar nicht gern,bzw.wurden sie noch unangenehmer,wenn er auf einem Transparent zu lesen war!

Gruß ek40


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#34

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 05.01.2010 14:52
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Corres

Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.
**Rosa Luxemburg**


Zitat von ek40
Genau dieses Zitat von R.L. fällt mir auch immer zum Thema Freiheit ein.
Nur leider setzten es "Rosas Erben" nie um,ließen es nicht zu.
Diesen Spruch hörten die Genossen ja nun gar nicht gern,bzw.wurden sie noch unangenehmer,wenn er auf einem Transparent zu lesen war!


@ek40, frage doch mal jetzt, wie die damaligen träger dieses o.g. transparentes, heute dazu stehen. wo sind sie alle geblieben diese bürgerrechtlicher: wo ist ihr heutiger aufschrei?
pöstchen haben jetzt auch die letzten (siehe brandenburg)bekommen, denn wessen brot ich fress...dessen lied ich sing...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#35

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 05.01.2010 19:09
von Berliner (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow
@ek40, frage doch mal jetzt, wie die damaligen träger dieses o.g. transparentes, heute dazu stehen. wo sind sie alle geblieben diese bürgerrechtlicher: wo ist ihr heutiger aufschrei?
pöstchen haben jetzt auch die letzten (siehe brandenburg)bekommen, denn wessen brot ich fress...dessen lied ich sing...


Hallo Gilbert,

ich gehe davon aus, dass auch Ulrike Poppe hiermit gemeint werden koennte (weiss ich es aber nicht).

Wenn ich mir dieses Interview (unten) anschaue, besonders was in der Mitte kommt (0:55), erkenne ich ehrliche Absichten. Ich sehe nicht ein, dass sie das aus selbstsuechtigen Gruenden gemacht hat.

Man koennte die Frage ja umdrehen, wieviele in der DDR "Moral" propagiert hatten und anscheinend das Gegenteil gemacht haben. Wie stehen ja sie heute dazu?

Aber ich weiss nicht, wen Du mit Deiner Aussage meinst...

Duane




Quelle: Das war die DDR, Kapitel 7: Wir sind das Volk


zuletzt bearbeitet 05.01.2010 19:20 | nach oben springen

#36

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 05.01.2010 19:28
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Corres

Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden.
**Rosa Luxemburg**


Zitat von ek40
Genau dieses Zitat von R.L. fällt mir auch immer zum Thema Freiheit ein.
Nur leider setzten es "Rosas Erben" nie um,ließen es nicht zu.
Diesen Spruch hörten die Genossen ja nun gar nicht gern,bzw.wurden sie noch unangenehmer,wenn er auf einem Transparent zu lesen war!


@ek40, frage doch mal jetzt, wie die damaligen träger dieses o.g. transparentes, heute dazu stehen. wo sind sie alle geblieben diese bürgerrechtlicher: wo ist ihr heutiger aufschrei?
pöstchen haben jetzt auch die letzten (siehe brandenburg)bekommen, denn wessen brot ich fress...dessen lied ich sing...



@Gilbert Wolzow,

nun,ich weiß nicht so Recht,ob sie einen Grund haben aufzuschreien.
Ich sehe auch keine Veranlassung,irgend jemanden danach zu fragen,......warum auch?
Es gibt eben auch Menschen,die keinen Grund für einen Aufschrei haben.
Bei allem Respekt und sicherlich den vielen Schwierigkeiten die es gibt,aber wo gibt es die nicht?
Ist dir schon mal in den Sinn gekommen,dass ihre Träume vielleicht in Erfüllung gingen?
Eventuell nicht alle,aber einige.
Es gibt viele,die das Geschaffene zu würdigen wissen und auch Stolz auf ihr Vaterland und das Erreichte sind,ohne nun gleich wieder in die rechte Ecke gestellt zu werden.
Und wenn nicht,hat jeder heute die Freiheit sich dazu öffentlich zu äußern,ohne weggesperrt zu werden!
Ob sich etwas ändert sei dahin gestellt,doch man hat das Recht.
Immer wenn eine breite Masse hinter einem Ziel steht,wird sich was ändern,dass hat doch die Geschichte schon oft genug bewiesen.
Wenn nun ein paar Altgenossen der vergangenen Zeit nachtrauern,nehm ich das zwar zur Kenntnis,aber ich würde ihre politischen Ziele nicht unterstützen,niemals,weil ich kein Versuchskarnickel mehr sein möchte.
Wie dir bekannt sein sollte,war das ja nicht immer der Fall.
Macht doch bitte nicht immer andere für Sachen verantwortlich,mit denen ihr nicht klar kommt.
Mit dem Liedergut kennst du dich doch auch gut aus....was hast du denn immer so gesungen?
Wessen Brot ich ess,dessen Lied ich sing.....
Sieh es doch mal sportlich,40Jahre haben sich die Genossen und ihre Helfer die "Pöstchen" zugeschoben.
Was dabei raus kam,wissen wir doch alle.
Nun sind endlich mal die anderen dran.........am Drücker....so sehe ich das ....Gruß ek40


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#37

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 05.01.2010 20:56
von P3 | 357 Beiträge

Zitat von PF75
@ manudave,wie hieß der ausspruch"kommt die D-Mark nicht kommen wir zu ihr"da war nichts mehr mit Demokratie oder Freiheit.der größte teil der bevölkerung hatte doch nur die vollen läden im westen vor augen und sah nicht(oder wolllte nicht sehen)was mit der sogenannten Freiheit und Demokratie auch für negative folgen für viele leute verbunden war.Im osten hatte man geld und konnte sich nicht viel leisten und heute haben viele kein geld und können sich auch nichts leisten,aber sie sind"FREI".



So sehe ich das auch. D-Mark war in der früheren DDR schon immer ein Zauberwort. Schon in meiner Schulzeit, in den Siebzigern, sah man schon, welcher Mitschüler "Westverwandtschaft" hatte. Da lag die 24-Teile Fasermalerbatterie von "Kreutzer" demonstrativ auf der Schulbank, wer Fussballbilder oder Kaugummibilder zum tauschen hatte, war auf dem Pausenhof der gemachte Mann. Da gab es schon den gewissen Neid auf diejenigen, die zu Ostern oder Weihnachten die fetten Pakete von Onkel oder Tante bekamen und dann gerne zeigten, was man besaß. Oder ich denke an die Klamotten. Wenn du als junger Kerl in der DDR eine echte Levis auf dem A.... hattest und noch im Bundeswehrparka daherkamst, warst Du bei vielen Mädels schon der Märchenprinz. Die Eitelkeit spielte schon eine große Rolle, die materiellen Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, wäre ein wichtiger Teil des Planes zur Rettung der DDR gewesen. Spärliche Versuche, die Engpässe teilweise zu schließen, wie der Verkauf von Markenjeans oder ein paar zigtausend VW Golf waren doch nur lächerlich. Zum Thema Freiheit, die meisten Leute in der DDR wollten doch mal den Westen sehen, hätte man sie reisen lassen,hätten sie auch Zusammenhänge erkannt, es wären auch die meisten zurückgekehrt, mit Ideen, ihr Land zu verändern, zu verbessern. Da habe ich noch einen Satz im Ohr der da lautet: Weltanschauung kommt von Welt anschauen. Das dies nun mal nicht möglich war, wissen wir. Ich meine damit, die Reisefreiheit wäre ein wichtiger Teil zur Rettung der DDR gewesen.
Ich hatte damals auf die Ideen von Gorbatschow gesetzt, mit Glasnost und Perestroika die verschorften Strukturen aufzuweichen. Dazu hätte es in der DDR einen Wechsel an der Spitze bedarft, sich nach dem Westen öffnend, so wie hier schon beschrieben, in den anderen ehemaligen Ostblockstaaten vollzogen wird.

Gruß P3


Wo viel Freiheit, ist viel Irrtum, doch sicher ist der schmale Weg der Pflicht.


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#38

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 05.01.2010 22:57
von Mike59 | 7.979 Beiträge

Zitat von P3

Zitat von PF75
@ manudave,wie hieß der ausspruch"kommt die D-Mark nicht kommen wir zu ihr"da war nichts mehr mit Demokratie oder Freiheit.der größte teil der bevölkerung hatte doch nur die vollen läden im westen vor augen und sah nicht(oder wolllte nicht sehen)was mit der sogenannten Freiheit und Demokratie auch für negative folgen für viele leute verbunden war.Im osten hatte man geld und konnte sich nicht viel leisten und heute haben viele kein geld und können sich auch nichts leisten,aber sie sind"FREI".



So sehe ich das auch. D-Mark war in der früheren DDR schon immer ein Zauberwort. Schon in meiner Schulzeit, in den Siebzigern, sah man schon, welcher Mitschüler "Westverwandtschaft" hatte. Da lag die 24-Teile Fasermalerbatterie von "Kreutzer" demonstrativ auf der Schulbank, wer Fussballbilder oder Kaugummibilder zum tauschen hatte, war auf dem Pausenhof der gemachte Mann. Da gab es schon den gewissen Neid auf diejenigen, die zu Ostern oder Weihnachten die fetten Pakete von Onkel oder Tante bekamen und dann gerne zeigten, was man besaß. Oder ich denke an die Klamotten. Wenn du als junger Kerl in der DDR eine echte Levis auf dem A.... hattest und noch im Bundeswehrparka daherkamst, warst Du bei vielen Mädels schon der Märchenprinz. Die Eitelkeit spielte schon eine große Rolle, die materiellen Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, wäre ein wichtiger Teil des Planes zur Rettung der DDR gewesen. Spärliche Versuche, die Engpässe teilweise zu schließen, wie der Verkauf von Markenjeans oder ein paar zigtausend VW Golf waren doch nur lächerlich. Zum Thema Freiheit, die meisten Leute in der DDR wollten doch mal den Westen sehen, hätte man sie reisen lassen,hätten sie auch Zusammenhänge erkannt, es wären auch die meisten zurückgekehrt, mit Ideen, ihr Land zu verändern, zu verbessern. Da habe ich noch einen Satz im Ohr der da lautet: Weltanschauung kommt von Welt anschauen. Das dies nun mal nicht möglich war, wissen wir. Ich meine damit, die Reisefreiheit wäre ein wichtiger Teil zur Rettung der DDR gewesen.
Ich hatte damals auf die Ideen von Gorbatschow gesetzt, mit Glasnost und Perestroika die verschorften Strukturen aufzuweichen. Dazu hätte es in der DDR einen Wechsel an der Spitze bedarft, sich nach dem Westen öffnend, so wie hier schon beschrieben, in den anderen ehemaligen Ostblockstaaten vollzogen wird.

Gruß P3



-------------------------------
Hallo P3
Ich kann das was du geschrieben hast eigentlich nur bestätigen. Besonders das was du über die Schulzeit geschrieben hast.
Wird dir aber kein Altbürger abkaufen, es fehlt das MfS geführte Freundschaftsrats Komitee das die Schüler gezwungen hat die Jeans und das T-Shirt aus dem Westen öffentlich zu verbrennen und dann nackt durch das Schneetreiben nach Hause gedemütigt zu werden.

Tja, der Gorbi, die Wirkung von Glasnost und Peristroika haben wir alle etwas Überbewertet. Macht keinen Sinn, wenn bei zwei Weltsysthemen nur eines es umsetzt.
Wer mit der Warheit etwas sparsammer umgeht kommt weiter oder anders gesagt - die Masse der Leute ist echt so dämlich das sie dir jeden Mist glauben. Da war das ZK offensichtlich nicht konsequent genug.

Mike59


zuletzt bearbeitet 05.01.2010 22:58 | nach oben springen

#39

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 05.01.2010 23:04
von Berliner (gelöscht)
avatar

Zitat von P3
Spärliche Versuche, die Engpässe teilweise zu schließen, wie der Verkauf von Markenjeans oder ein paar zigtausend VW Golf waren doch nur lächerlich.


nun, dieser Clip aus meinem lieblings DDR-Film (ein sehr hohes geistiges Niveau) scheint Deine Aussage zu bestaetigen (besonders am Ende)...

Berliner




Quelle: Einfach Blumen aufs Dach


zuletzt bearbeitet 05.01.2010 23:58 | nach oben springen

#40

RE: Waere die DDR mit einem vernueftigen Plan zu retten?

in Leben in der DDR 05.01.2010 23:20
von Berliner (gelöscht)
avatar

Zitat von P3
Da habe ich noch einen Satz im Ohr der da lautet: Weltanschauung kommt von Welt anschauen. Das dies nun mal nicht möglich war, wissen wir. Ich meine damit, die Reisefreiheit wäre ein wichtiger Teil zur Rettung der DDR gewesen.



rote Hervorhebung von mir, siehe Clip unten vom 9. November in Berlin.

Berliner




Quelle: 9. November 1989, Schabowskis Zettel


zuletzt bearbeitet 05.01.2010 23:32 | nach oben springen


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