#1

Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.01.2010 05:56
von HARZ69 | 107 Beiträge

Hallo liebe Forum Mitglieder !
Meine Frage bezieht sich im genaueren auf Rückantwort und Wartezeiten beim bearbeiten des Antrages der Stasi Akten.
Als Grenzer hatte wohl jeder eine Akte bei der 2000 und nun nach 20 Jahren habe ich auch Einsicht meiner Unterlagen beantragt.
Was mich etwas gewundert hat,das ich vorläufige Antwort aus Halle bekommen habe.Gut Harz und Raum Halle passen zusammen aber ich dachte
Militär Akten liegen in Straussberg bei Berlin!?
Es interessiert mich schon wie man von seinen Vorgesetzten bzw. Mitarbeitern des Mfs eingeschätzt wurde.
Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?Nur allgemein gefragt natürlich,keine privaten Details.


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#2

Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.01.2010 07:00
von S51 | 3.733 Beiträge

Ich konnte nur Unterlagen einsehen, die in meiner Heimatstadt über mich angefertigt wurden. Da sie aber auch meine gesamte Familie betrafen, waren große Teile, um nicht zu sagen fast alles unleserlich gemacht. Eigentlich konnte ich nur noch lesen, wer ich war und wann ich geboren wurde. Insgesamt etwa 15 Seiten. Unterlagen von der 2000 waren in meiner Akte, abgesehen von einer Einschätzung ganz zu Beginn gar nicht enthalten. Und die war irgendwie auch nicht sauber, weil da "militärische Fakten" enthalten waren, die schlichter Blödsinn waren. Wer immer das geschrieben hat, kann nicht vom Fach gewesen sein obwohl er es doch hätte sein müssen (so hat man mich da als frischer Uffz zum "Gruppenführer Grenzaufklärer" gemacht und Dienstzeiten waren vertauscht). Seit ich das gelesen haben, habe ich über diese Behörde, die das jetzt verwaltet, eine ganz und gar nicht politisch korrekte Meinung.
Alle übrigen 2000-er Unterlagen sollen sich bei meiner ersten Einsicht in einem von drei versiegelten Umschlägen befunden haben. Der war bei meiner zweiten Einsicht zwar auch noch da und auch noch versiegelt aber offensichtlich leer.
Weiterhin befanden sich darin Berichte, die ich verzapft hatte. So knapp 25 an der Zahl. Dienstliche Einschätzungen (Befehl 44, glaube ich) und Einsatzberichte. Die durfte ich nicht einsehen. Sie waren im zweiten gelben Umschlag. Jedenfalls bei der ersten Einsicht (ich hatte sie als "Täter" beantragt). Was da drinnen war, hat mir mein Anwalt gesagt, der sie einsehen durfte. Bei der zweiten Einsicht sah auch dieser Umschlag sehr dünn, um nicht zu sagen leer aus.
Dann gab es da noch einen dritten Umschlag, an den ich auch nicht herankam. Er betraf (ich habe ein bischen gerüsselt) die Zeit nach dem Kanten. Als ich aus der HA I-Rolle als GMS längst raus war und auch nicht mehr direkt damit zu tun hatte aber offensichtlich über den Weg VP noch indirekt an Vorgängen in Berlin-Karlshorst und anderen Orten beteiligt war. Das diese Dinge damals über das MfS gelaufen sind, hatte ich gar nicht gewußt aber so blöd, es nicht wenigstens zu vermuten, war ich auch wieder nicht. Berichte habe ich damals selbst keine mehr abgeliefert, es handelt sich um gewissermaßen offizielle Sachen (Stellungnahmen, Dienstaufträge, Einsatzberichte, die aus Dienstbüchern kopiert wurden, Abschlussberichte). Auch an diese Unterlagen bin ich de facto nicht herangekommen, wohl aber mein Anwalt.
Im Fazit kann man sagen/schreiben, dass ich an Unterlagen der 2000 über mich so gut wie gar nicht herangekommen bin und das, was für mich erreichbar war, ist offensichtlich frisiert. Die Frage ist, durch wen.
Als ich fragte, was mit den Umschlägen ist und wo die Sachen sind, reagierte man ausgesprochen sauer. "Das gehörte da nicht rein" war eine mehr inoffizielle Äußerung aber am liebsten hätte man mich da wohl umgehend vor die Tür gesetzt.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#3

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.01.2010 07:07
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von S51
Ich konnte nur Unterlagen einsehen, die in meiner Heimatstadt über mich angefertigt wurden. Da sie aber auch meine gesamte Familie betrafen, waren große Teile, um nicht zu sagen fast alles unleserlich gemacht. Eigentlich konnte ich nur noch lesen, wer ich war und wann ich geboren wurde. Insgesamt etwa 15 Seiten. Unterlagen von der 2000 waren in meiner Akte, abgesehen von einer Einschätzung ganz zu Beginn gar nicht enthalten. Und die war irgendwie auch nicht sauber, weil da "militärische Fakten" enthalten waren, die schlichter Blödsinn waren. Wer immer das geschrieben hat, kann nicht vom Fach gewesen sein obwohl er es doch hätte sein müssen (so hat man mich da als frischer Uffz zum "Gruppenführer Grenzaufklärer" gemacht und Dienstzeiten waren vertauscht). Seit ich das gelesen haben, habe ich über diese Behörde, die das jetzt verwaltet, eine ganz und gar nicht politisch korrekte Meinung.
Alle übrigen 2000-er Unterlagen sollen sich bei meiner ersten Einsicht in einem von drei versiegelten Umschlägen befunden haben. Der war bei meiner zweiten Einsicht zwar auch noch da und auch noch versiegelt aber offensichtlich leer.
Weiterhin befanden sich darin Berichte (als Kopie, denn die Originale gingen an die MA), die ich verzapft hatte. So knapp 25 an der Zahl. Dienstliche Einschätzungen (Befehl 44, glaube ich) und Einsatzberichte. Die durfte ich nicht einsehen. Sie waren im zweiten gelben Umschlag. Jedenfalls bei der ersten Einsicht (ich hatte sie als "Täter" beantragt). Was da drinnen war, hat mir mein Anwalt gesagt, der sie einsehen durfte. Bei der zweiten Einsicht sah auch dieser Umschlag sehr dünn, um nicht zu sagen leer aus.
Dann gab es da noch einen dritten Umschlag, an den ich auch nicht herankam. Er betraf (ich habe ein bischen gerüsselt) die Zeit nach dem Kanten. Als ich aus der HA I-Rolle als GMS längst raus war und auch nicht mehr direkt damit zu tun hatte aber offensichtlich über den Weg VP noch indirekt an Vorgängen in Berlin-Karlshorst und anderen Orten beteiligt war. Das diese Dinge damals über das MfS gelaufen sind, hatte ich gar nicht gewußt aber so blöd, es nicht wenigstens zu vermuten, war ich auch wieder nicht. Berichte habe ich damals selbst keine mehr abgeliefert, es handelt sich um gewissermaßen offizielle Sachen (Stellungnahmen, Dienstaufträge, Einsatzberichte, die aus Dienstbüchern kopiert wurden, Abschlussberichte). Auch an diese Unterlagen bin ich de facto nicht herangekommen, wohl aber mein Anwalt.
Im Fazit kann man sagen/schreiben, dass ich an Unterlagen der 2000 über mich so gut wie gar nicht herangekommen bin und das, was für mich erreichbar war, ist offensichtlich frisiert. Die Frage ist, durch wen.
Als ich fragte, was mit den Umschlägen ist und wo die Sachen sind, reagierte man ausgesprochen sauer. "Das gehörte da nicht rein" war eine mehr inoffizielle Äußerung aber am liebsten hätte man mich da wohl umgehend vor die Tür gesetzt.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#4

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.01.2010 07:17
von S51 | 3.733 Beiträge

Ach ja, die Bearbeitung meines ersten Antrages als Täter dauerte etwa drei Monate. Dann konnte ich in Berlin Einsicht nehmen. Das war 1995. Ich weiß gar nicht mehr, ob ich dafür bezahlt habe. 2002 war die zweite Einsicht und seit dem stelle ich alle drei Jahre einen Folgeantrag und kriege immer die gleiche Antwort: "Neue Unterlagen sind nicht hinzugekommen, so dass eine erneute Einsichtnahme nicht sinnvoll erscheint...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#5

Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.01.2010 08:44
von negativ 1 bei 590 (gelöscht)
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servus

bei mir ging die einsichtnahme auch über jahre, von der beantragung bis zum erhalt( völlig überrascht) eines tages im briefkasten (als kopie).
meine akte ist 84 seiten lang und doch sehr interessant.
die akten wurden den zugehörigen bv oder kd , wo du lebtest zugeordnet.
alle klarnamen der im, die mich bespitzeleten habe ich aber auch noch nicht.
es wird wohl mal wieder zeit, dort einen neuen antrag zu stellen?!


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#6

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 03.01.2010 10:12
von js674 | 231 Beiträge

Zitat von HARZ69
Hallo liebe Forum Mitglieder !
Meine Frage bezieht sich im genaueren auf Rückantwort und Wartezeiten beim bearbeiten des Antrages der Stasi Akten.
Als .............................. Antwort aus Halle bekommen habe.Gut Harz und Raum Halle passen zusammen aber ich dachte
Militär Akten liegen in Straussberg bei Berlin!?
Es interessiert mich schon wie man von seinen Vorgesetzten bzw. Mitarbeitern des Mfs eingeschätzt wurde.
........................



In Straußberg kannst du deine Wehrstammkarte anfordern, da findest du aber nur dein Werdegang von der Musterung bis zum Ausscheiden drin und Angaben zu den Eltern.

Wehrverwaltung Ost - KLICK


gruß Jens


"Sein Erbe hochzuhalten und gleichzeitig neue Wege zu beschreiten ist kein Widerspruch.
Tradition zu bewahren heißt nicht Asche aufzubewahren, sondern eine Flamme am Brennen zu halten"
(Hans-Josef Menke)

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#7

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.01.2010 20:34
von Gelöschtes Mitglied
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Ich hatte gestern Post vom BStU im Briefkasten.

Darin steht: "Die Recherchen in den Karteien des Staatssicherheitsdienstes auf Grund Ihres Antrages sind abgeschlossen und haben ergeben,dass Sie vom Staatssicherheitsdienst der ehem.DDR mit Ihren Personalien erfasst wurden.Diese Erfassung deutet darauf hin,dass Unterlagen zu ihrer Person vorhanden sein könnten."

Nun bin ich ja gespannt,ob es da wirklich etwas über mich gibt.
Mal sehen wie lang es dauert und wie diese Angelegenheit endet.
Am liebsten wäre es mir gewesen,sie hätten nichts gefunden.
Doch nun will ich es wissen.
Hätte nie gedacht,dass es eine Akte über mich kleinen Sch..... gibt.
Hab auch überhaupt keinen Plan,wer mich "beurteilte".

ek40


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#8

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.01.2010 20:46
von Mike59 | 7.938 Beiträge

Zitat von ek40
Ich hatte gestern Post vom BStU im Briefkasten.

Darin steht: "Die Recherchen in den Karteien des Staatssicherheitsdienstes auf Grund Ihres Antrages sind abgeschlossen und haben ergeben,dass Sie vom Staatssicherheitsdienst der ehem.DDR mit Ihren Personalien erfasst wurden.Diese Erfassung deutet darauf hin,dass Unterlagen zu ihrer Person vorhanden sein könnten."

Nun bin ich ja gespannt,ob es da wirklich etwas über mich gibt.
Mal sehen wie lang es dauert und wie diese Angelegenheit endet.
Am liebsten wäre es mir gewesen,sie hätten nichts gefunden.
Doch nun will ich es wissen.
Hätte nie gedacht,dass es eine Akte über mich kleinen Sch..... gibt.
Hab auch überhaupt keinen Plan,wer mich "beurteilte".

ek40




------------
Hey alter EK,
diese 08/15 Erklärung bekommt jeder - ich habe genau den selben Wortlaut gehabt.

Was verstehst du unter Beurteilen ? Deinen Gruppenführer und Zugführer solltest du doch gekannt haben.

Mike59


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#9

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.01.2010 21:07
von nimmnix | 196 Beiträge

Zitat von Mike59

Zitat von ek40
Ich hatte gestern Post vom BStU im Briefkasten.

Darin steht: "Die Recherchen in den Karteien des Staatssicherheitsdienstes auf Grund Ihres Antrages sind abgeschlossen und haben ergeben,dass Sie vom Staatssicherheitsdienst der ehem.DDR mit Ihren Personalien erfasst wurden.Diese Erfassung deutet darauf hin,dass Unterlagen zu ihrer Person vorhanden sein könnten."

Nun bin ich ja gespannt,ob es da wirklich etwas über mich gibt.
Mal sehen wie lang es dauert und wie diese Angelegenheit endet.
Am liebsten wäre es mir gewesen,sie hätten nichts gefunden.
Doch nun will ich es wissen.
Hätte nie gedacht,dass es eine Akte über mich kleinen Sch..... gibt.
Hab auch überhaupt keinen Plan,wer mich "beurteilte".

ek40




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Hey alter EK,
diese 08/15 Erklärung bekommt jeder - ich habe genau den selben Wortlaut gehabt.

Was verstehst du unter Beurteilen ? Deinen Gruppenführer und Zugführer solltest du doch gekannt haben.

Mike59





Zufällig habe ich auch meine "STASIAKTE" am Wochenende in der Hand gehabt .

Erfasst wurde jeder Bürger beim MfS der vorhatte bei einer Staatlichen institution arbeiten zu wollen auch wenn es nur als Zivilangestellter war .
und laut dieser akte wurde auch nur überprüft das Zitat
" Ermittlungen zum Kader erbrachte keine pol.-op Hinweise die gegen die vorgesehene
Zielstellung sprechen" .
Sprich meine damalige Einstellung als Zivilangestellter bei der DVP .


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#10

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 10.01.2010 21:42
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Mike59

Zitat von ek40
Ich hatte gestern Post vom BStU im Briefkasten.
Darin steht: "Die Recherchen in den Karteien des Staatssicherheitsdienstes auf Grund Ihres Antrages sind abgeschlossen und haben ergeben,dass Sie vom Staatssicherheitsdienst der ehem.DDR mit Ihren Personalien erfasst wurden.Diese Erfassung deutet darauf hin,dass Unterlagen zu ihrer Person vorhanden sein könnten."
Nun bin ich ja gespannt,ob es da wirklich etwas über mich gibt.
Mal sehen wie lang es dauert und wie diese Angelegenheit endet.
Am liebsten wäre es mir gewesen,sie hätten nichts gefunden.
Doch nun will ich es wissen.
Hätte nie gedacht,dass es eine Akte über mich kleinen Sch..... gibt.
Hab auch überhaupt keinen Plan,wer mich "beurteilte".
ek40


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Hey alter EK,
diese 08/15 Erklärung bekommt jeder - ich habe genau den selben Wortlaut gehabt.
Was verstehst du unter Beurteilen ? Deinen Gruppenführer und Zugführer solltest du doch gekannt haben.
Mike59


Hallo Mike,

ich war doch wirklich so naiv und unwissend,habe damals nicht gewußt,dass man von seine Gruppenführer oder Zugführer etc."beurteilt" wurde.Mensch,man war 19 Jahre alt und hatte von dieser "Institution" überhaupt keine Ahnung.Will sagen,ich dachte immer,wenn es was gibt,dann von höheren Dienstgraden wie z.B.KC-Major,Oberleutnant-Polit etc.
Ich hatte überhaupt keinen "Blassen".....Null-Ahnung.......
Wir werden ja sehen und ich werde dann berichten.
(Das die Benarichtigung in 08/15 Standartform kommt,war mir schon klar.)

ek40


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#11

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2010 08:07
von Onkel Hu (gelöscht)
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Ich habe jetzt nach 20 Jahren den Entschluß gefasst meine Akte (im Wesentlichen sicher die Kaderakte) einzusehen.
Erstens wird man nicht als Geheimdienstler geboren und zweitens gab es drei "Zwischenfälle" während meines Dienstes, von denen zwei für mich persönlich nie so richtig abgeschlossen waren.

OH


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#12

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2010 09:02
von turtle | 6.961 Beiträge

Auch wenn es schmerzlich war,bereut habe ich die Einsicht in meine Unterlagen nicht!Nur so konnten für mich quälende Fragen beantwortet werden,und ich konnte das Kapitel DDR innerlich besser abschließen!
Gruß Peter(turtle)


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#13

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2010 14:24
von Harsberg | 3.242 Beiträge

Ich habe mich auch entschlossen dieses Jahr meine Akte anzufordern, den Antrag hab ich mir schon ausgedruckt, muss ihn nur noch ausfüllen und abschicken, ehe ich noch älter werde.
Gruß H.


Phantasie ist wichtiger denn Wissen, denn Wissen ist begrenzt!
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#14

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 11.01.2010 15:06
von grenzergold | 187 Beiträge

Hallo ,hier ist Grenzergold.Ich lese schon einige Zeit im Forum mit.Da das Internet teiweise
wie ein offenes Buch ist möchte ich mich etwas später vorstellen.Die Stasi würde sich über soviel
datenaustausch freuen.Die Datensammelwut ist ja ungebrochen.Zum Beitrag;Ich hatte meine Stasiakte
nach vierjähriger Wartezeit 2005 eingesehen. Viel Papier,600Seiten und meine Frau ihre Akte 591
Seiten.Beantragung der Klarnamen von IM einhalbes Jahr.Über meine GWD-Zeit stand nichts obwohl
ich bei den GT gedient hatte.Von meinem Personalbüro(Kaderabteilung)nur einen Lebenslauf und einerEinschätzung meiner Person.Die Akten wurden ja für den Kreis,Bezirk,Berlin angelegt(OPK Akten usw.Karteikarten mitZahlen,Buchstaben,Vermerke.Dann gab es Anfragen beim Generalstaatsanwalt,Beobachtungsberichte,Eischätzungen von Nachbarn,Kopierte Briefe und Fotos an
Freunde und Bekannte. Massnahmepläne mit Zielsetzung und Verantwotlichen.Ja ,soviel erstmal hier
zu.Das Schreiben mit dem PC dauert bei mir etwas ,ich gehöre nicht zur generation Computer.
Bis bald


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#15

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.01.2010 19:51
von HARZ69 | 107 Beiträge

Hallo und danke erstmal für Eure Antworten!
Das man in den jeweiligen Dienststellen irgendwelche Unterlagen zu liegen hatte
konnte man sich als Grenzer ja denken.
Im Bezug auf Berichte,meinte ich auch das man ja vielleicht Indirekte
Prüfungen oder Verhaltens Tests absolvierte.
Ungefähr so.....während der Situation reagierte Soldat bzw. Uffz. ...
mit Handlung oder Nicht Handlung.Politische Hintergründe usw.

Ich denke mal das solche Einschätzungen ständig überarbeitet wurden,denn man hätte ja auch nicht mehr Grenzdienst tauglich seinen können.
Speziell auf meine Person bezogen war das eine Versetzung von Ellrich nach Berlin und dort hatte ich 6 Wochen keine Kanten zulassung von der 2000 aus.
UvD bis der Arzt kommt.Da fragt man sich dann warum die Versetzung???
Unbeding zur Jahrestags Feier der Republik....

Und noch die eine oder andere Anekdote,die meines Erachtens in eine solche
Stasi Akte gekommen seinen könnte.
Irgendwie ein spannendes Thema. Big Brother gabs halt schon.Nichts neues

Also bis dann


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#16

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.01.2010 10:47
von Sonne | 510 Beiträge

Jeder hatte eine Akte stimmt bis jetzt so nicht.Habe schon 4x meine Unterlagen beantragt aber bis jetzt gibt es keine Akte. Obwohl ich auch an der Grenze war, allerdings schon 1966 bis 1967.damals wurde dies vielleicht noch nicht so registriert ???


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#17

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.01.2010 11:56
von dackel | 25 Beiträge

ich hatte meine stasiakte ende der neunziger beantragt.
nach einer kurzen nachricht zum vorhandensein einer solchen hat es dann noch zwei-drei jahre gedauert bis ich sie hatte. stand nichts schlechtes drin, beurteilungen vom betrieb und vom abv sowie von anderen personen. die namen waren geschwärzt aber anhand der aussagen über mich waren es keine leute aus meinem kollegen oder freundeskreis. das war auch gut so.
grund für die akte war mit sicherheit mein gwd an der grenze.


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#18

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.01.2010 12:19
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Wie lange dauert es denn im günstigsten Fall vom Antrag der Akteneinsicht bis zu dem
Moment,wo die Unterlagen tatsächlich vor einem liegen ?



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#19

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.01.2010 13:15
von Eddy1364 (gelöscht)
avatar

Hallo Leute, kann man denn immer noch, diese Akten einsehen bzw.anfordern ??
Ich war gerade auf einer Webseite, die eine PDF aufgemacht hat, aber leider ist dann wieder einmal, abgestürzt.
Könt Ihr mir Bitte, einmal ein paar Adressen, nennen?? Wo ich mich hinwenden könnte??
Danke schon mal.
Eddy1364


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#20

RE: Erfahrungen mit der eigenen Stasi Akte

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.01.2010 17:06
von dackel | 25 Beiträge

schau mal hier, http://www.bstu.bund.de , da findest du alle infos die du brauchst


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