#1

Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 15:19
von Angelo | 12.397 Beiträge

Heimcomputer, Videospielautomaten und Fernseher sind auch in der DDR gebaut worden – allerdings waren sie nicht immer für alle verfügbar. Ein Überblick über DDR-Technik.Die technische Entwicklung in der Deutschen Demokratischen Republik war für den Staat extrem wichtig und immer eng an die Ideologie gekoppelt. Man wollte mit dem Klassenfeind in jedem Fall mithalten – oder ihn gar überflügeln. Laut SED-Parteikonferenz von 1952 war ein wichtiges Ziel des Staates die Entwicklung einer „technischen Intelligenz aus den Reihen der Arbeiterklasse“. Und in den 60er-Jahren erklärte die Partei die Mikroelektronik zur „Schlüsseltechnologie“.

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http://www.focus.de/digital/multimedia/t...aid_453308.html


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#2

Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 15:42
von Berliner (gelöscht)
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Hallo Angelo, vielen Dank!

Hatte jemand hier im Forum zu DDR-Zeiten einen Computer gehabt?
Habt Ihr den immer noch (bzw. Fotos)?

Berliner


zuletzt bearbeitet 02.01.2010 15:42 | nach oben springen

#3

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 15:48
von EK76/1 | 84 Beiträge

@ Angelo
ich hab zwar auch jetzt noch keine Ahnung von der PC-Technik, hab mich aber auch damals schon dafür interessiert. Das waren aber damals andere Welten für mich.
Ich kann mich noch an die Artikel in der Zeitschrift Funkamateur" erinnern (in Deinem Link auf Seite 2).
Viele haben versucht sich solch einen Pc zu bauen, sind aber an der Hardware gescheitert.
Dann gab es im Radio (DT64 ?) Programme zum aufnehmen. Für Datadisk. Die bestanden aus Tönen (Piepen und Rauschen). Wäre sicher interessant, wenn sich mal ein damaliger "Downloader" melden würde, was das für Programme waren.
Auch gab es Gerüchte, dass in Berlin Disketten aus dem Westen für teueres Geld aufgekauft wurden. Auch "Rohlinge".
Hat da auch jemand Infos?
Viele Grüsse!

achso, ich wünsch Euch Allen natürlich noch ein Frohes Neues!!!!!



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#4

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 16:31
von icke46 | 2.593 Beiträge

Hallo,

eine sehr informative Seite bezüglich PC-Hardware und Peripherie ist

http://www.robotrontechnik.de

Ich selber erinnere mich noch an Besuche auf dem robotron-Stand auf der CeBIT in
Hannover 1986 und 1987 - waren meine ersten CeBIT-Besuche überhaupt, seitdem jedes
Jahr - nur logischerweise nicht mehr bei robotron.

Die Nadeldrucker unter dem Namen "Präsident" waren seinerzeit hierzulande sehr gefragt.

Gruss

icke



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#5

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 18:18
von Danny_1000 | 166 Beiträge

Ein paar kompakte Infos findet man auch hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/KC_85

http://de.wikipedia.org/wiki/Kleincomputer_robotron_KC_87

Als Bildschirm musste ein Fernseher herhalten.

Beide KC’s hatten als „Anwendungsprogramm“ einen BASIC- Interpreter. Und ab 1986 strahlte der DDR- Rundfunksender Radio DDR 2 wöchentlich einmal einen Computerkurs zum Thema „BASIC- Programmierung“ aus. Autor der Sendung war damals der Physiker Wolfgang Völz. Die DOWNLOADS kamen über die UKW- Antenne aus dem Radio und mussten zunächst auf Tonband ) oder Kassette) abgespeichert werden. Von dort musste man sie dann in den KC einlesen. Das war mühevoll, denn Fehlermöglichkeiten gab es – außer der Luft – viele andere.

Zum DOWNLOAD (Den Begriff gab es damals noch gar nicht! ) boten die Macher um Herrn Völz zahlreiche, kleine BASIC- Programme (Mathematik, Physik u.a.) liefen sowohl auf den DDR- Kleincomputerrn als auch auf den Commodore- und Atari-Rechnern.

Die Sendung war sehr gefragt, war sie doch zunächst die einzige, welche einem breiten, interessierten Publikum in der DDR diese neue Technik praktisch und methodisch sehr gut aufbereitet, nahe brachte.

Für viele meiner Kollegen und mich war sie der praktische Einstieg in diese Technik.

1987 kaufte ich mir dann für ein paar Tausend DDR- Mark über ein Geflecht von Beziehungen (Legal bekam mein keinen zu kaufen) einen KC 85/3, welchen ich vor einigen Jahren mit etwas Wehmut entsorgte.

Einen schönen Sonntag
Daniel


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
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#6

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 18:40
von LO-driver | 750 Beiträge

Hallo Berliner

Eigene Bastelcomputer hatte ich nicht, aber Vater kaufte sich im Intershop einen ATARI-Computer mit Magnetbandlaufwerk. Müste sogar noch irgentwo exestieren. Such ich mal raus.

Gruß LO-D



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#7

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 18:44
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von LO-driver
Eigene Bastelcomputer hatte ich nicht, aber Vater kaufte sich im Intershop einen ATARI-Computer mit Magnetbandlaufwerk. Müste sogar noch irgentwo exestieren. Such ich mal raus.


Danke LO-driver,

war das ueblich Computer in den Betrieben bzw. in den Schulen zu haben?
Waren diese "Betriebscomputer" IBM-kompatibel?

Berliner


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#8

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 20:15
von LO-driver | 750 Beiträge

Mein erster "Computer" war ein Taschenrechner für satte 385 DDR-Mark. Da habe ich mir mein ganzes Geld von der Jugenweihe zusammen gekratzt. Endlich konnte ich den Rechenschieber bei seite legen.
Mit diesem ATARI-Computer hatt Vater für den Betrieb in Heimarbeit viel Rechenleistungen im Maschinenbau geleistet, ohne jegliche Gegenleistung. Es war nur Starkes Intresse und Hoby. Leider ist er schon ein Jahr vor der Wende an einer Cronischen Krankheit verstorben.
Es währe bestimmt sein Ding heute.

Gruß LO-D



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#9

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 20:32
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

Atari ST 1024 hatte ich bis Anfang der 90er, lange bevor es Windoof , mit Fenstertechnik gab
Bester Computer aller Zeiten. Leider gibts die nicht mehr
Hatte dazu mal ne 10 oder 20 ? MB Festplatte für 1000 Westmark gekauft, Wahnsinn !

Die waren nicht IBM Kompatibel. Ich glaub nicht, das zu dieser Zeit jemand in der Schule, egal West oder Ost, einen PC in der Schule hatte. Waren ja noch "teufelsdinger" und sauteuer.


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


zuletzt bearbeitet 02.01.2010 20:37 | nach oben springen

#10

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 20:53
von Svenni1980 | 672 Beiträge

Mein erster "Computer" war seinerzeit der Commodore Amiga 500! Man war ich stolz auf das Ding!


Weil die Klugen immer nachgeben regieren die Dummen die Welt!!

Affen die hoch hinaus wollen, entblößen Ihren ..... (Hintern)!!
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#11

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 21:25
von manudave (gelöscht)
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Zitat von Svenni1980
Mein erster "Computer" war seinerzeit der Commodore Amiga 500! Man war ich stolz auf das Ding!



Den Amiga 500 hatte ich auch - nichts war besser damals. Bundesliga-Manager Professional war ein Hammer-Spiel.
Hierzu benötigte man allerdings die Speichererweiterung auf sagenhafte 1,2 MB.


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#12

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 22:52
von Affi976 (gelöscht)
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Mein erster "Computer" war seinerzeit der Commodore Amiga 500!

genau Jungs, den hatten wir auch. Speichererweiterung auf 1 MB, zweites Laufwerk, Stereomonitor, Joystick und Drucker LC 10. Das war ne Ausrüstung. Hab ich übrigens noch im Keller, schön eingepackt.
VG Affi


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#13

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 02.01.2010 23:17
von icke46 | 2.593 Beiträge

Irgendwie komme ich nun ein bisschen ins Staunen - was hier für Super-Computer in den Ring geworfen werden. Könnte man vielleicht noch dazu sagen, von welcher Zeitschiene ihr hier sprecht? Mein erstes privater Computer war ein Commodore VC20 - das war im Jahre 1980 und hat mich komplett mit Daten-Cassettenrecorder seinerzeit 480 DM gekostet - aber mit gigantischen 3.5 kb Arbeitsspeicher .

Aber der erste Computer, mit dem ich (während meiner Ausbildung) arbeiten durfte, war dieser hier:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?titl...=20090403070203

Das warn schöne Zeiten - vor allem, weil man das Teil den ganzen Tag für sich alleine hatte - dann nochn paar Fehler in die Prüfungsabarbeitung eingebaut - schon hatte man ihn einen weiteren Tag unter seiner Fuchtel.

Gruss

icke



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#14

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2010 00:20
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Holtenauer
Atari ST 1024 hatte ich bis Anfang der 90er, lange bevor es Windoof , mit Fenstertechnik gab
Bester Computer aller Zeiten. Leider gibts die nicht mehr
Hatte dazu mal ne 10 oder 20 ? MB Festplatte für 1000 Westmark gekauft, Wahnsinn !
Die waren nicht IBM Kompatibel. Ich glaub nicht, das zu dieser Zeit jemand in der Schule, egal West oder Ost, einen PC in der Schule hatte. Waren ja noch "teufelsdinger" und sauteuer.


Wir hatten (1986) ein Zimmer voll Apple IIe's (CP/M) an unserer Schule in Landshut. Wurden nach und nach durch IBM PC's ersetzt.

Privat hatte ich zu der Zeit 'nen Synclair, und 'nen C64. So 1989 zusammen mit meiner Schwester dann einen NeXT cube mit 24MB und 200MB Platte - der war teuer (~20,000DM)
-Th


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#15

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2010 00:46
von Weichmolch (gelöscht)
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Nunja,

im Februar des Jahres 1986 bekam ich meinen ersten, dienstlichen, Computer. Das war ein KC 85/2, komplett mit großem Fernseher und Kasettenrecorder, wie es sich gehört.
1987 hatte icch einen PC 1715, geiles Teil, mit 2 Laufwerken. Monochromer Bildschirm, versteht sich.
1988 stieg ich um auf den EC 1834. Naja - ich nicht - meine Kollegin. Denn ab 87 hatte ich im Büro einen Schneider-PC 1516, der hatte dann schon Graphik, Festplatte und Maus....und war bunt...
Interessant waren eher die Beschaffungswege, aber das ist wohl ein anderes Thema.

Denke ich heute, nach so vielen Jahren daran, muss ich fast lachen. Mein Handy kann mehr...


Der Weichmolch


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#16

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2010 03:05
von X-X-X (gelöscht)
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Commodore 64, Geschenk des Gen. Ministers. Disketten gab es (ausser im Intershop) auf dem Schwarzmarkt zu kaufen. Ich kannte mal einen, der einen kannte...(tatsaechlich) der im An-und Verkauf arbeitete. Dieser hatte sogar Zugang zu beschlagnahmter Ware des Zolls. Dienstlich hatten wir ueberhaupt keine Computers, da diese ein unkontrollierbares Risiko darstellte. Die Erika Schreibmaschine hat ausgereicht. \

Jens


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#17

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2010 12:26
von karl143 (gelöscht)
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Mitte der 80er einen Commodore 16, später mit Erweiterung. Dann einen Schneider 1640. Dann folgte ein 286er bis 486er hoch. Dannach kam der erste Pentium mit 133 Mhz. Zurzeit habe ich einen Acer mit 4fach Prozessor und aus dem Speicher von damals 64 kb RAM sind 8 GB geworden. Was mich immer wieder faziniert, auch damals liefen schon Programme. Hier im ZKM in Karlsruhe kann man übrigens noch einen Original Zuse bewundern. Mit Röhren!


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#18

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2010 18:01
von manudave (gelöscht)
avatar

Jawoll Karl,

ich bin noch in die Konrad-Zuse-Schule in dessen Heimatstadt Hünfeld gegangen.

Sofern ich weiß, wird 2010 auch das Zuse-Jahr in Hünfeld mit einigen Feierlichkeiten begangen.

Der Erfinder des Computers kommt aus der Rhön.


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#19

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 03.01.2010 18:39
von stalag-gra | 219 Beiträge

Bestimmt ist 2010 das Zuse-Jahr. Er wäre im Juni 100 Jahre geworden.

Ich hatte 1990 im Hünfelder St.Elisabethen-Krankenhaus gelegen und vom Fenster den Festumzug zu seinem 80. mitbekommen können. Es war schon ein Erlebnis für solch einen "Wegbereiter" ins Computerzeitalter.


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#20

RE: Bastel-PCs und Chip-Klone in der DDR

in Leben in der DDR 04.01.2010 15:40
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von KID
Commodore 64, Geschenk des Gen. Ministers. Disketten gab es (ausser im Intershop) auf dem Schwarzmarkt zu kaufen. Ich kannte mal einen, der einen kannte...(tatsaechlich) der im An-und Verkauf arbeitete. Dieser hatte sogar Zugang zu beschlagnahmter Ware des Zolls. Dienstlich hatten wir ueberhaupt keine Computers, da diese ein unkontrollierbares Risiko darstellte. Die Erika Schreibmaschine hat ausgereicht. \

Jens




Kennt noch jemand die SECOP 3014 Kopierer???

Das waren mords Geräte, groß wie auch schwer. Benutzung nur nach Anfrage und dann mit Eintrag ins Kopierbuch.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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