#101

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 01.02.2009 15:59
von Rainman2 | 5.752 Beiträge
Hallo Rainer-Maria,

ich würde an der Stelle nicht mit Peter (Turtle) übereinstimmen. Lass mich in der Sache nicht in Ruhe! Es ist eine der Schlüsselfragen zu unserem Tun. Es ist nicht nur meine Sache, ob ich etwas bereue, bedauere, mich für etwas entschuldigen will. Indem ich solches tue oder zu tun beabsichtige, öffne ich eine Bresche. Zu denen, die das nicht tun, kann man dann sagen: "Seht, der entschuldigt sich und der war immerhin ... Nun tut das gefälligts auch!". Und das käme nicht nur von der Seite, die einen differenzierten Blick auf unsere Geschichte zu werfen bereit ist. Ich habe meinen Dienst bisher nur aus einer Richtung dargestellt, mit dem Blick auf die DDR selbst. Nun wird es also Zeit, in die andere Richtung zu blicken.

Zu den ersten mir erinnerlichen politischen Ereignissen zählt ohne Zweifel der Vietnamkrieg. 1968 hörte ich vom Massaker der US-Army in My Lai (damals für uns Son My). Eines der stärksten politischen Ereignisse für mich war 1973 der Militärputsch in Chile, der mit tatkräftiger Hilfe der CIA ablaufen konnte. Die Solidarität mit Chile war, nach meiner heutigen Auffassung, der letzte politische Grundkonsens in der DDR. Diese Ereignisse haben mich stark geprägt, neben der von mir bereits erwähnten Herkunft. Die westlichen Demokratien sorgten sich immer sehr um die innere Sauberkeit in ihren eigenen Ländern. Schaut man ihnen auf die Finger, die sie nach außen strecken: Belgien, Portugal, Frankreich und England mit Kolonialkriegen bis in die 70-er Jahre, deren Folgen bis in die Zukunft noch reichen werden. Und da wurden keine Gesetze erlassen, keine Schilder aufgestellt: "Wenn ihr hier weitergeht, wird es gefährlich", da wurden Menschen einfach ermordet, zu tausenden! Sucht da eigentlich jemand nach dem Schießbefehl? Und unser Weltgendarm? Korea-Vietnam-Grenada-Jugoslawien-Irak ... nur einige Stationen, gespickt mit Verbrechen. Und unsere demokratische Heimat? Bis Anfang der 90-er konnte man sich schlecht in Kriege stürzen, aber dann. 1999 waren Bundeswehrsoldaten erstmals wieder aktiv an Kriegsverbrechen beteiligt, als zivile Ziele in Jugooslawien wissentlich bombardiert wurden, um durch Terror die Zivilbevölkerung gegen ihre Führung aufzubringen. Die Bundeswehrführung versucht in Afghanistan, mit höchster politischer Rückendeckung, die Genfer Konvention für die Soldaten ihres Kontingents außer Kraft zu setzen, weil es ja kein Kriegseinsatz ist (Quelle u.a. http://www.darmstaedter-signal.de/ ).

Rainer, ich sehe diese Dinge und werde in meinem Einsatz für die Friedensbewegung auch weiterhin dagegen aktiv sein. Nur füge ich eine Komponente hinzu: Ich habe als Soldat einen Einblick, wie ein friedlich denkender Mensch dazu kommt, die Waffe zu ziehen und zu schießen. Und als Offizier weiß ich, wie man Menschen dazu bringt, das zu tun. Ich kann dieses Wissen weitergeben, um jungen Menschen vielleicht diesen Weg zu ersparen. Das verlangt von mir aber, dass ich mit meinem eigenen Handeln moralisch im Reinen bin. Und daran arbeite ich noch. Jede Art von Hilfe ist da gern willkommen.

ciao Rainman

(Rolf Henrich, Die Schlinge, Eichborn-Berlin, ISBN 3-8218-0707-5)

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 01.02.2009 16:27 | nach oben springen

#102

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 02.02.2009 16:07
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Hallo Leute,

wollt mich nur mal eben wieder zurück melden.

Bin gerade dabei mich in Eure Diskussion (Rainman, Rainer-Maria) einzulesen, was dann aber teilweise gar kein so leichtes Unterfangen ist. Vielleicht könnte mal zwischendurch JEMAND den Moderator geben und "Pro und Contra" zusammenfassen?!

Extra für mich armen "Wessi"


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#103

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.02.2009 09:14
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Rainman einer wie Horst Bastian also, da können wir ja gleich bei Heynowski & Scheumann/Gerhard Kade bleiben. Deren Buch "Die Generale" habe ich vor der Wende einmal gekauft, erschienen im Verlag der Nation in 1. Auflage 1986 und es fristete seidem sein Dasein in meinem Bücherregal. Bis Gestern, da nahm ich es zur Hand denn bisher hatte ich nicht die richtige Muse dazu, es wäre auch interessant zu erfahren ob es noch verlegt wird. Überhaupt haben diese Drei gute Doku. gemacht so auch über Kongo Müller und die Söldnerproblematik was wiederum Wolfgang interessieren dürfte da sein Vater ja mal in der Fremdenlegion gedient hatte. Jetzt hat er auch gleich wieder einen Einstiegspunkt in die Disk. , und wir den Übergang zu Vietnam. Meine Erinnerungen als ca. 14 jähriger Junge sind Luftkampfaufnahmen, aufgenommen aus dem Cockpit amerik. Kampfmaschinen mit MIG-Jägern aus Nordvietnam. Komischerweise war meine Sympatie damals bei den Amis und das lag wohl daran weil mein Vater und der Onkel immer so schöne Geschichten aus dem Krieg erzählten wo unsere russischen Freunde überhaupt nicht gut weg kamen. Denn sie waren ja die Verbündeteten der Nordvietnamesen. An einem Satz meines Vaters aus dieser Zeit seiner Kriegsgefangenschaft 1944-1948 in der Sowj. erinnere ich mich heute noch der in etwa so lautete: Auch wenn die Russen selbst wenig zu Essen hatten haben sie immer geteilt mit uns. Wieder ein Übergang zu deinem Text vom 27.1.09, wie ich in der Diskussion/Elbgrenze/Kyra/Buchenwald schon oft geschrieben hatte habe ich eine ganze Zeit in den Kasernen der GSSD gearbeit und da wollte ich nochmal auf die Unterkünfte oder du nanntest sie die Stube des Soldaten zu sprechen kommen. Es ist ja auch kein Geheimnis das die Gardearmeen der Freunde in die alten Wehrmachtskasernen gleich eingezogen sind die ihre Vorgänger fluchtartig verlassen hatten. Und so blieb wohl das ganze Inventar mit an Ort und Stelle stehen u.a. die Betten aus besten deutschen Kruppstahl vielleicht maximal 50-60 cm breit und einen Hocker davor. Ich erinnere mich an Schlafsaale in Manschaftsstärke ob Spinde darin standen kann ich heute nicht mehr sagen. Eine junge Russin hat jetzt ein Buch über die Kasernen in der DDR verlegt, Name, Tittel, ? . Darin stände in etwa so: Das sie gleich mit der Waffe am Bett geschlafen haben, da muss ich wiedersprechen weil es nicht stimmt. Denn die Waffenkammern waren jeweils auf der Etage, Posten davor, daher wohl die kurze Zeitspanne für die Gefechtsbereitschaft. Woher sie allerdings die ´Kalaschnikow hatten die sie uns einmal verkaufen wollten sie ist wohl bei einem Manöver verloren gegangen. Aber ich hatte damals kein gutes Gefühl dieses Bauchgefühl wie ich es Peter schon einmal beschrieben hatte und dachte lass lieber die Finger davon. Aber wie beschrieben die Gebäude solide Deutsch, breite Treppen und in der riesigen Toilette saß Einer neben den Anderen ohne Schamband und las die Prawda, verwendete sie auch gleich......... . Wer schon einmal in Neuengamme war, den KZ-Gelände bei Hamburg bekommt eine ungefähre Vorstellung von einem typisch altdeutschen nacher russischen Kasernengelände (von der Größe her). Aber diese Gelände hatte die NVA auch ich denke bloß an den riesigen Apellplatz in Glöwen/Markbrandenburg, und damals war ja Laufschritt die beliebteste Fortbewegungsart. Beim Essen muss ich auch wiedersprechen es war reichhaltig, mit viel Fleisch und Gemüse aber logisch keine Bananen und Apfelsinen wie sie wohl der Klassenfeind jeden Tag brauchte um seine Kampfmoral nicht zuverlieren. Spass bei Seite, wir haben öfters mal zum Mittag mitgegessen an Abendbrot war danach nicht mehr zudenken. So, genug vom Essen Francis unser Zivilcourageobmann hat mal geschrieben das es hier zu wenig zu lesen gibt, ich glaube so langsam muss er sich berichtigen. Aber er kommt ja auch zum Treffen um die alten Männer mal kennenzulernen die so gerne Geschichten schreiben.



Gruß


Rainer-Maria


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#104

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 03.02.2009 22:15
von Rainman2 | 5.752 Beiträge

Hallo Rainer-Maria,

ich teile Deine Auffassung zu Heynowski & Scheumann. Das Buch "Die Generale" ist, soweit ich gesehen habe, allenfalls antiquarisch zu haben.

Aber zu den Sympathien und den Sowjets:
1945 wurde Leipzig zunächst von den Amerikanern besetzt, dann wieder geräumt und die Rote Armee kam. Da meine Großeltern die Hauswartsleute in einem der wenigen noch unbeschädigten gutbürgerlichen Häuser der Leipziger Innenstadt waren (Thomasiusstr.21), erlebten sie, wie ihr Haus die Einquartierung eines sowjetischen Offiziers erhielt. Dieser brachte seine Frau und seinen Sohn Saschka (1945 2 Jahre alt) mit und suchte im Haus nach einer "proletarischen Familie mit Kindern". Da gabe es in dem Haus nur meine Großeltern. Meine Mutter, damals 8 Jahre alt, wurde gebeten, auf Saschka aufzupassen, mit ihm zu spielen. Hin und wieder bekam sie dort auch zu Essen, sicherlich auf mal Süßigkeiten. In der Nachkriegszeit war das unschätzbar viel wert. Zwei Jahre verbrachte sie mit Saschka, bis der Offizier abversetzt wurde. Meine Mutter ließ nie etwas auf die Sowjets kommen und wurde fuchtig, wenn jemand in ihrer Anwesenheit abfällig über "die Russen" sprach. Ich habe das sozusagen mit der Muttermilch eingesogen. Die Freundschaft zur Sowjetunion war bei uns und bei mir kein Ergebnis irgendwelcher Propaganda.

Zu der Bewirtung der sowjetischen Soldaten in unserer Grenzkompanie: Glaube mir, das war das Beste was sie erhalten haben. Unser Küchenleiter war sehr rührig und die Verpflegungssätze in einer Grenzkompanie ließen viele Spielräume. Die Unterbringung der Soldaten der Roten Armee habe ich in Plauen im Lubliner Gardeschützenregiment gesehen. Die großen Stuben mit den kleinen "Kruppstahlbetten". Jeder hatte einen Hocker und zwei Mann teilten sich einen Nachttischschrank. Das war die Ausstattungsnorm. Die gesamte Ausrüstung war neben der Bewaffnung in der Waffenkammer gelagert. Farbige Streifen auf dem Boden markierten die Laufwege zur und durch die Waffenkammer bei Alarm. Der Diensthabende der Kompanie "stand" seinen Dienst in einem kleinen Weißen Quadrat, das auf den Boden gezeichnet war. Alle schliefen in Unterwäsche. Die Fahrer schnappten sich bei Alarm lediglich ihre Uniformen, rannten in Unterwäsche zu den Fahrzeugen, zogen sich an, während die Motoren warmliefen. Ihre Bewaffnung und Ausrüstung befand sich in der Regel bereits in den Fahrzeugen. Die Panzer fuhren durch die Garagenwände nach draußen auf die Straße, drehten ein und standen somit in Marschordnung. Nur so war es zu schaffen, ein ganzes Regiment mit kompletter Gefechtstechnik in 15 Minuten vom Hof zu bekommen.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#105

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.02.2009 12:14
von Transitfahrer (gelöscht)
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Nur so war es zu schaffen, ein ganzes Regiment mit kompletter Gefechtstechnik in 15 Minuten vom Hof zu bekommen.

Was militärisch gesehen völlig sinnfrei war. Ein militärischer Überfall auf ein anderes Land wäre nicht möglich gewesen. Es sind immer Vorkehrungen im Vorfeld zu unternehmen, die den "Feind" nicht verborgen geblieben wären. Und so hatte der "Gegner" immer genug Zeit Abwehrmaßnahmen zu starten. Sicherlich ist es richtig automatische Abläufe zu üben (haben wir ja auch gemacht), aber nachts um drei Uhr Alarmmäßiges antreten ist bei uns nicht mehr praktiziert worden.

Gruß
Peter


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#106

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.02.2009 18:39
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Hm,interessant was ihr da so schreibt,was das mit der DDR Grenze zu tuen hat,ist mir nicht ganz klar,aber bitte.... wir sind ja offen für alles.



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#107

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.02.2009 20:17
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Hallo miteinander,

ein bisschen was mit der DRR-Grenze hat es schon zu tun, ein bisschen viel sogar meine ich. DDR-Grenze im Sinne von Demarkationslinie Ost-West, Warschauer Pakt und Nato.

Die ganzen Planspiele, zu meiner Zeit so um 1978 rum, von wegen Bereitschaft, Nato-Alarm und solch ein Gedöns, der absolute Schwachsinn.
Uns (damals Wehrpflichtigen) wurde erzählt, dass wir im Falle eines "plötzlichen" Angriffs aus dem Osten nur so lange auszuhalten (wohl hinzuhalten) hätten bis die allgemeine Mobilmachung das große Herr in Gange brächte und die Rote Gefahr wieder hinter den "Vorhang" getrieben wäre?!

Und wenn's denn wirklich geschehen wäre, der Ausbruch des "heißen" Krieges? Hühnerkacke, das hätte niemals funktioniert. In dem Moment wo die Panzer aufmarschiert wären, hätte erst der Eine auf's Knöpfchen gedrückt und nahezu zeitgleich der Andere und aus die Maus!

Das Schlachtfeld Deutschland hätte sicher nicht stattgefunden.


Zum Vietnam- bzw. Indochinakrieg will ich gerne ein anderes Mal ein paar Worte verlieren, aber jetzt muss der alte Mann "relaxen".


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#108

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.02.2009 21:23
von Rainman2 | 5.752 Beiträge

Tja, wohin einen das Gespräch so treibt ...

Es hat insofern mit der Grenze zu tun, als dass der Terz, den wir da veranstaltet haben, vollständig nur erschließbar ist, wenn man sich die Sachen dahinter anschaut. Wir verstanden uns nicht nur als eine Art Polizeitruppe, die die Bevölkerung vom Zaun fernzuhalten hat, sondern als vorderste Linie des Warschauer Vertrages (Aufklärung, Beobachtung, Sicherung). Insofern, denke ich, gehört's dazu.

Das mit den 15 Minuten Gefechtsbereitschaft versteht man wahrscheinlich besser, wenn man einen Blick in die Geschichte wirft. Die Sowjets waren vom 22.06.1941 (Überfall Deutschlands) ziemlich traumatisiert. Ansonsten gingen auch wir von zwei Wahrheiten aus: Es wird vorher eine Spannungsperiode geben (wie z.B. Cuba-Krise) und wenn es losgeht, hört für uns alles auch schon wieder auf. Die einzige Hoffnung war eben, dass es nicht losgeht.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#109

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 05.02.2009 09:49
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo alle zusammen bloß mal meine Meinung weil Zermatt geschrieben hat was das alles noch mit der Grenze zu tun hat und Antworten kamen ja schon von Wolfgang und Rainman. Dieser Thread "Diskussion" ist von Peter (Transitfahrer) und mir aufgemacht worden um die Zeit vor 1990 in der BRD-DDR zu beleuchten. Und da gehört die Problematik "kalter Krieg" genauso hinein. Wir haben mittlerweile schon so viele Themenbereiche und jetzt noch extra einen Thread "kalter Krieg" aufzumachen finde ich Quatsch. So wie wir es mittlerweile schon eine ganze Zeit handhaben fliesen zivile und auch militärische Probleme ineinander und ich denke das gehört zusammen. Denn ohne Entspannung in der Liebeslaube auch keine Entspannung an der Waffe oder sehe ich das falsch? Nur ein entspannter Soldat kämpft besser aber Spass beiseite gut das damals alles im Rahmen geblieben ist. Wie nahe wir 1964 an einem 3. Weltkrieg standen wird mein nächster Beitrag aufzeigen aber geduldet euch noch etwas denn die Enkelin hat erst einmal Vorrang.

Gruß

Rainer-Maria


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#110

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 05.02.2009 12:00
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo alle zusammen zu meiner vorhergehenden Andeutung folgender Textauszug/Quelle Jahrbuch der DDR 1964 / 24.1.1964. Ein amerik. Kampfflugzeug fliegt unter Verletzung der Lufthoheit in der Nähe von Eisenach in die DDR ein. Nachdem es wiederholten Aufforderungen zur Landung nicht folgegeleistet hat, treffen die zeitweilig in der DDR stationierten sowj. Streitkräfte Maßnahmen um gemäß den Vereinbarungen des WV die Souveränität der DDR zu sichern: Die Maschine stürzt 20 Km nordöstlich von Erfurt ab wobei drei Militärangehörige den Tod finden. Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten der DDR protestiert gegen die völkerrechtswidrige Verletzung des Luftraumes der DDR durch die Luftstreitkräfte der amerik. Besatzungsmacht in Westdeutschland. In einer Note der UDSSR wird festgestellt, das die Provokation darauf abzielte, die Lage in Mitteleuropa zu verschärfen. Das alles und da ich ein absoluter Laie auf dem Gebiet des Fliegens bin hätte ich noch als Versehen der Piloten gewertet, denn wie schnell und bei welcher Geschwindigkeit lege ich so und so viel Km zurück? Und garantiert ging damals keine rote Warnlampe im Cockpit an als sie über den Zaun Richtung Osten flogen, aber es geht ja noch weiter. 10.3.1964 Ein weiteres amerik. Militärflugzeug dringt in den Luftraum der DDR ein. Es hat eine spezielle Spionageausrüstung für Luftaufnahmen und radiotechnische Erkundung an Bord. Die sowj. Streitkräfte treffen Maßnamen zum Schutz der Sov. der DDR entsprechend der Bündnisvereinbarung: Die Maschine stürzt bei Gardelegen ab. In einer Note an die USA protestiert die Sowj. gegen den neuerlichen aggressiven Akt der Luftstreitkräfte. Da die Regierung der USA ihr Bedauern über diesen Fall der Luftspionage äußert und die Versicherung abgibt derartige Vergehen künftig zu unterbinden, werden die drei festgenommenen Besatzungsmitglieder aus dem Gebiet der DDR ausgewiesen. In diesem Moment um einmal Rainman und Peter (Transitfahrer) anzusprechen sehe ich den aggressiven Charakter unseres damaligen Klassenfeindes. Menschenleben siehe das Leben seine eigenen Piloten waren Ihm scheißegal entschuldigt das Wort, gerade weil Peter der ehemalige Bundeswehroffizier mal so schön geschrieben hat „da hätten doch Menschen verletzt oder getötet werden können“ als es um Handlungen des BGS/ ZGD ging. Da kann ich nur sagen, deinem Bündnispartner USA war jedes Mittel recht um einen Grund zu suchen denn Gründe wie diese siehe Golf von Tonking 31.7/5.8.1964 führten zum Beginn von Kampfhandlungen in Vietnam siehe wieder Diskussion 28.1.09 . Wahrscheinlich war dies noch alles eine Probe aufs Exempel für Vietnam aber gut jetzt begebe ich mich ins Reich der Spekulation und das wollen wir nicht denn wir sind ja hier im Forum und nicht bei der Bildzeitung. Dazu noch ein schönes Beispiel einer Wortwahl /Quelle siehe meinen Beitrag bei Kyra 9.9.08
24.1.1964 Abschuss einer T-39 „Sabreliner“ der USA über innerdeutschen Grenzgebiet durch sowj. Jagdflugzeuge
Man vergleiche die Formulierung „innerdeutsches Grenzgebiet“ und den tatsächlichen Absturzort „20 Km nordöstlich von Erfurt“ siehe Quelle Jahrbuch oben, daran sehe ich doch schon das der heutige Leser in diesem Fall „Die Welt“ so richtig schön für blöd erklärt wird


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#111

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 05.02.2009 12:19
von manudave (gelöscht)
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Thread "Kalter Krieg" wurde u.a. aus Rücksicht auf Wolfgang aufgemacht. Ich selbst bin der Meinung, dass auch verschiedene Themenbereiche, die eng miteinander verbunden sind, auch in einem Thread behandelt werden können. Wir sollten es mit den einzelnen Themen auch nicht übertreiben - ruckzuck ist der Thread sonst auch wieder aus der Liste verschwunden


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#112

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 05.02.2009 16:42
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Hallo miteinander,

der Thread "Kalter Krieg" wurde nicht aus Rücksicht auf mich aufgemacht, da irrst Du @manudave. Ist allerings auch nicht wichtig, nebenbei bemerkt.

Den Bogen zum Vietnam- oder Indochinakrieg zu schlagen, insbesondere nach den letzten Beiträgen, ist nicht einfach.
Ich will DAS aber hier trotzdem kurz einflechten. Betrachtet meinen Beitrag einfach als kleine Randnotiz.

Nach dem Ende des II.WK zerbröselte die "Kriegsehe" UdSSR - USA wie wir alle wissen Zug um Zug. Sehr bald standen sich dann über Jahrzehnte die "beiden Blöcke" gegenüber. Am krassesten wurde dies natürlich an der "Nahtstelle" sichtbar, an der deutsch-deutschen Grenze. Die Gefahr einer direkten Konfrontation, das ist meine Meinung, war zwar immer irgendwie vorhanden, aber stand nie wirklich ernsthaft bevor. - Nicht mal als die Amipanzer vor dem Checkpoint Charly Stellung bezogen - Unmittelbar nach Beendigung des Krieges, oder unmittelbar nach Hiroshima war bis zum Ende der beiden Blöcke mit Sicherheit beiden Seiten klar, dass eine direkte Konfrontation zur sofortigen Apocalypse führen würde, dem Ende unseres Planeten.

Und deshalb, jetzt kommt der nicht gerade elegante Bogen zum Indochinakrieg, versteiften sich die Supermächte auf "Stellvertreterkiege", bekämpften sich nie direkt. War eine Supermacht doch direkt involviert, glänzte die andere höchstens durch "Hilfestellung" (Waffenlieferungen usw.) für den Gegner.

Das war eben auch schon im Indochinakrieg (später im Vietnamkrieg) der Fall. Während die Franzosen mit ihrer Fremdenlegion, zunehmend mit deutsch-amerikanischer Hilfe***, ihre Kolonialansprüche verfolgten, wurden die Vietminh immer mehr durch China und die UdSSR unterstützt.

***Zeitweise, vor allem unmittelbar nach dem II.WK bis zur Kapitulation (Dien Bien Phu) 1954 standen auf Seiten der französischen Fremdenlegion 80% Deutsche. Einer davon war übrigens mein Vater. Die "Deutschen" rekrutierten sich aus Wehrmacht und SS, aus Jugendlichen Flüchtlingen der "verlorenen" Ostgebiete, aus perspektivlosen Jugendlichen aller "Besatzungszonen". Ein, oder der größte Anteil stammte (ich sag's nur mal) aus der SBZ/DDR, wo das Elend im Nachkriegsdeutschland offenbar am größten war. Auch mein Vater stammt aus Brandenburg.
Die amerikanische Unterstützung bestand im übrigen überwiegend aus Kriegsmaterial des II.WK. Die "Luftwaffe" der Fremdenlegion zu einem großen Teil aus erbeuteten "JU52".

Bei der Entscheidungsschlacht im Talkessel von Dien Bien Phu über etwa drei Monate, erlebten die Franzosen, oder vielmehr die Fremdenlegionäre ihr "Stalingrad". Ihnen erging es nicht anders als den Amis etwa zwei Jahrzehnte später. In "westlicher" Arroganz, im Glauben an die technische und strategische Überlegenheit opferte man eiskalt Generationen junger Menschen aus aller Herren Länder.

So, das wars jetzt mal. Wie gesagt stört Euch nicht an dieser kleinen "Episode" die eigentlich nicht zum Thread passt.


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#113

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 08.02.2009 11:41
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Wolfgang ich musste mich erst einmal belesen um überhaupt Einblick in die Fremdenlegion zubekommen. Manudave und seinen Kalten Krieg mit den vielen Zahlen hatte ich auch übersehen, als ich schrieb es ist quatsch, denn er ist ja schon mit Rainman rege in Kontakt. Du bist ein Gentleman Wolfgang was die Mädchen und die Genossen angeht. Ich sah uns schon 12.00 Uhr Mittags hoch oben auf der Wartburg stehen die Colts locker im Halfter.... . Die Geschichtsschreiber der Wartburg hätten anschliesend ihre Bücher neu schreiben müssen weil es der erste Einsatz von Handfeuerwaffen seid X-Jahrhunderten auf der Burg gewesen wäre denn sie ist doch für ihren unkriegerichen Charakter berühmt. Aber hin zur Legion etrangere und Dien Bien Phu, Textauszug aus "Auf der Straße des Todes"/Fred Mercks/Militärverlag der DDR.
In späteren Beschreibungen dieser Dschungelfestung findet man keinen Hinweis warum deren Gefechtsstände Frauennamen wie Beatrice, Annemarie, Natascha, Gabriele, Simone, Isabelle gegeben worden. Vielleicht gab die Kampfdevise, die General Narvarre Monate zuvor für diese Entscheidungsschlacht prägte, dazu Veranlassung: "Der Sieg ist ein Weib das sich nur dem schenkt der es sich zu holen weis" .
was für ein Wahnsinn Wolfgang und um deinen Satz "Opferte man eiskalt Generationen junger Menschen aus aller Herren Länder" zu ergänzen hier die Zahlen dazu: Unter den 92000 Toten auf der französichen Seite befinden sich 12019 Fremdenlegionäre! Jetzt meine Frage: Hast du mal recherschiert ob dein Vater in Dien Bien Phu dabei gewesen ist, weil du doch so akriebich die Vergangenheit deiner Familie aufarbeitest? Auch ob er unter diesen 10000 Überlebenden war die anschliesend in Gefangenschaft gingen? Und wenn ja wie lange dauerte deren Verbleib in Vietnam weil dies nicht im Buch aufgeführt ist. Da ich schon seid frühester Jugend ein Filmfan bin hin zu dem Film "Apocalypse Now (REDUX)" von Francis Ford Copolla, vielleicht hast du ihn gesehen. Einer der stärksten Szenen im Film ist das Zusammentreffen des jungen amerik. Offizier Villart mit einer französischen Familie, die eine Kautschukplantage im Grenzgebiet zwischen Vietnam und Kambotscha schon seid mehreren Generationen bewirtschaften. In einem emontionalen Sreitgespräch an der Abendbrottafel an der die gesamte Familie und Kapitän Villart teilnimmt wird die Thematik dieses Dien Bie Phu nochmal beleuchtet. Aber es ist wie mit den Büchern Wolfgang du müsstest dir diesen Film erstmal reinziehen wenn du ihn noch nicht gesehen hast denn diese Szene spannt einen guten Bogen von 1940-1970 über Europa bis Indochina wie er besser nicht sein kann. Zermatt wird jetzt sagen Grenze? Egal Wolfgang Geschichte ist Geschichte denn so lesen die Schüler die hier hereinschauen auch mal etwas was nicht in ihren Schulbüchern steht.


Gruß

Rainer-Maria


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#114

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.02.2009 15:13
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Hallo Rainer-Maria, und alle miteinander,

möchte Dir hier mal Deine Frage zu meinem Vater (Indochina) beantworten, in aller Kürze versteht sich, denn ich könnte mittlerweile einen Roman darüber schreiben.

Mein alter Herr war von August 1950 bis Oktober 1954 in der Fremdenlegion. Er hatte sich wie üblich für 5 Jahre verpflichtet, wurde jedoch vorzeitig als "Invalide" ausgemustert. Die Verwundung durch Mörsersplitter zog er sich allerdings schon im September 1953 zu, was in aber nicht darin hinderte bis zum bitteren Ende (Mai 54) in Indochina seinen A... hinzuhalten. Er hat's überlebt, um eine Deiner Fragen zu beantworten. Musste ja schließlich 1957 noch seinen "Erben" zeugen. Ach nee, gezeugt hat er mich ja schon 1956, war ja noch ne Zeit in der Pelle.

- Also, Unterschrift August 1950 in Marseille, vorher natürlich angeworben in der französischen Zone.
- 08. September 1950 bis 16. Januar 1951 in Algerien.
- Vier Wochen Überfahrt mit der Pasteur (ehemals Bremen) von Oran nach Saigon.
- Ab April 1951 in Hoa Binh (Tonkin)
- Am 13.12.1951 - Porté disparu au Combat du Col de Lang. Auf deutsch: Vermisst im Kampf am Col de Lang. Die I°CIE des I/5°R.E.I. war auf der R.C.4 (Route Coloniale 4) nach Langson als Eskorte unterwegs, geriet in einen Hinterhalt der Vietminh. Mit Hilfe zweier "Sherman-Spähpanzer" konnte sich ein kleiner Teil der Kompanie nach hinten durchschlagen. Etwa 40 Legionäre, darunter mein Vater, blieben verschwunden. Bei diesem Gemetzel wurde übrigens der beste Freund meines Vaters, Willy Holtz vom eigenen Panzer zermalmt. Willi B. war Gefangener der Vietminh und verbrachte die nächsten Wochen im Dschungel, ständig mit kleinen Trupps der Vietminh unterwegs.
- Am 02.02.1952 - Libéré par les rebelles. Der Legionär Willi B. wurde einfach freigelassen, oder besser gesagt, im Dschungel ausgesetzt. Nachdem er geschworen hatte, nie mehr die Waffe gegen die sozialistischen Waffenbrüder zu erheben, durfte er sich zu den eigenen Leuten durschlagen.
- Normalerweise oder wie üblich, wäre er jetzt von der Legion nach Afrika zurück geschickt worden. Falls er den Vietminh nochmals in die Hände fiele, wäre er ansonsten zu Tode gefoltert (Beispiele gibt's genug) worden. Mein Alter blieb aber in Vietnam (3 1/2 Jahre!), er war ein echt harter Brocken. Zunächst erholte er sich im Hauptquartier in Saigon, hatte dort auch eine hübsche, um nicht zu sagen wunderschöne "Braut".
- Im April 1952 wurde er zur 13°D.B.L.E. versetzt und nahm an mehreren Operationen wie etwa "Mouette" oder "Brouchet" teil. Dabei wurde er, wie schon erwähnt im Oktober 1953 bei Phung Cing in Nordvietnam verwundet.
- Doch schon im November 1953 war Caporal Willi B. in Dien Bien Phu. - Dazu stell ich noch ein Bild ein. Mein Vater war mit der 3/13°D.B.L.E. auf der Stellung "Beatrice". Von etwa 450 Mann des 3/13°D.B.L.E. blieben am Ende nicht einmal 80 Mann übrig. Ich habe einige dieser Überlebenden, wie auch einige andere Weggefährten, Kameraden und Freunde meines Vaters kennen lernen dürfen. Alleine mit den Erinnerungen dieser Männer könnte ich ein Buch schreiben, was ich vielleicht auch mal mache

- Der Angriff der Vietminh auf Dien Bien Phu hatte zur Folge, dass die Stellung "Beatrice" schon in der ersten Nacht nicht mehr existierte. Schon hier wurden zahlreiche Gefangene gemacht, die nach dem "Waffenstillstand" im Mai 54 unter erbärmlichen Umständen in Straflager verbracht wurden. Einer davon war ein Freund meines Vaters, Karl Sch. aus Frankfurt/M., ein anderer Sergant E.B. aus Stuttgart, hat mir über den Kampf und die Gefangenschaft berichtet. Die Gefangenschaft, Rainer-Maria, dauerte übrigens etwa 6 Monate ab D.B.P., war aber mörderisch. Zurück zu Beatrice, wo die wenigen Überlebenden versuchten sich ins Zentrum von D.B.P. zu retten. Wenigen, auch meinem Vater, gelang es tatsächlich. Aber schon am nächsten Tag mussten sie den Eingeschlossenen von "Huguette" zu Hilfe eilen. Dieses Unternehmen endete mit dem abermaligen Rückzug ins Zentrum, nur waren die Überlebenden von Beatrice noch weiter dezimiert worden. Am Ende wurden die Reste des 3/13°D.B.L.E. nochmals mit anderen "zusammengewürfelten Haufen" losgeschickt um "Isabelle", die letzte Stellung zu entsetzen, auch dieses Unternehmen scheiterte kläglich. Wie gesagt, am Ende kehrten weniger als 80 Legionäre des 3/13°D.B.L.E. in die Heimat zurück.
- Mein Vater wurde mit einem der letzten "Verwundetentransporte" aus Dien Bien Phu ausgeflogen. Er war psychisch und pysisch am Ende, schlicht kampfunfähig.
- Am 23. Mai 1954 (Kapitulation 8.5.54) trat er von Cap St.Jacques (Hanoi) die Rückfahrt nach Algerien an.
- In Algerien blieb er noch bis zum 5. Oktober 1954, dann begann seine "Heimreise"

Am 31. Oktober 1954 bekam er auf Vermittlung der französischen Fremdenlegion (Offenburg) eine Wohnung und Arbeit (bei den franz. Besatzern) in Freiburg. Und Rainer-Maria, im gleichen Monat kam sein Bruder Helmut (der mit den Mädchen), der im August 1950 meinen Vater am Niederrhein aus den Augen verlor, ebenfalls nach Freiburg. Zuvor hatten sie höchstwahrscheinlich versucht nach Ziesar, also in die DDR zurück zu gelangen. Da fehlen mir aber noch einige Beweise.

Caporal Willi B. erhielt übrigens u.a. diese Auszeichnungen:

- Médaille des blesses.
- Médaille coloniale ...Extrême Orient
- Médaille commémorative ...campagne d'Indochine
- Croix de guerre des TOE avec étoile des bronze
- Croix de guerre des TOE avec palme
- Médaille militaire



So, kürzer ging's nicht!







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#115

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.02.2009 16:05
von Rainman2 | 5.752 Beiträge

Hallo Wolfgang,

Danke für die Chronik dieser Ereignisse. Ich kann Dir nur raten: Schreib das in Buchform zusammen. Ich habe über meinen Großvater auch ein Büchlein geschrieben, den Tag an dem sein Kreuzer im 1. Weltkrieg sank. Ich hatte nur noch ein paar kleine Erinnerungsfetzen aus den "unmilitärischen" Schilderungen meiner Großmutter, da mein Großvater schon 10 Jahre vor meiner Geburt gestorben war. Ich habe noch ein paar Quellen dazu genommen und drauflos geschrieben, ohne den Ehrgeiz es "Veröffentlichungsreif" hinzukriegen. Unsere Generation hat den Abstand zu den Kriegen unserer Väter und Großväter, aber wir haben auch ihre Geschichten. Das sollte nicht verloren gehen. Auch wenn es vielleicht nur für Familie, Freunde und ein paar Interessierte ist. Das, was in Deiner "Kurzdarstellung" steht, ist allemal genug Stoff dazu. Mach's!

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#116

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.02.2009 16:53
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Hallo Rainman,

Dank Dir für die "Aufforderung". In Wirklichkeit bin ich ja schon dran an der "Familienchronik", natürlich erst mal nur für den Hausgebrauch gedacht.
Und ich kann Dir sagen, so ne Familie wie die meine, da sind die "Buddenbrocks" ein Sch...dr.. dagegen!
Übrigens bin ich gerade dabei eine Homepage zu erstellen, dauert aber noch: http://wobaco.npage.de


Hänge hier noch die versprochenen Bilder an, damit das Thema durch ist und bevor noch Beschwerden kommen.

1. Willi B. bei der 13°D.B.L.E.
2. Auf Beatrice - links hinten Willi B., daneben Karl Sch.
3. Willi B. 1957 in Freiburg
Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 10.02.2009 16:57 | nach oben springen

#117

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.02.2009 17:02
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Das 3. Bild funktioniert nicht, deshalb ein anderes Foto:

Mein Vater 1945/46 bei der Rückkehr aus amerikanischer Gefangenschaft.
Er hatte zusammen mit einem Freund im April 1945 (16) die Elbe nach mehreren gescheiterten Versuchen, schließlich doch noch schwimmend überwunden, dabei ist sein Freund ertrunken.
Zur Entlassung gab's offenbar eine Uniform. Wahrscheinlich war die Wehrmachtsunterhose das ihm zuvor bei der Schwimmeinlage blieb.

Zur Rückkehr brachte er übrigens grad mal so, frisch organisierte Fallschirmseide mit nach Hause.
Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 10.02.2009 17:11 | nach oben springen

#118

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.02.2009 17:26
von Thomas 66 | 269 Beiträge

Wolfgang.Ich war gleich mal auf deiner Internetseite.Ich mus sagen die ist dir sehr gut gelungen,mach weiter so.
Gruß von Thomas


05/85 - 10/85 Potsdam / 10/85 - 10/86 Elend - Kompaniesicherung

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#119

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.02.2009 17:56
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Hallo Thomas Du Halbbobbele ,

Du meinst sicher den "optischen" Eindruck? Inhaltsmäßig gibt's ja noch nicht allzuviel!


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#120

RE: Weiterführung Diskussion BRD - DDR

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 12.02.2009 11:00
von Thomas 66 | 269 Beiträge

Wolfgang,
Ich meine beide Eindrücke. Steckt bestimmt eine menge Arbeit drin?
Wie gesagt finde ich alles ok,auch wenn noch alles fertig ist.
Viele Grüße von Thomas


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