#41

RE: 5.12.89. ein schlechter Tag fuer Feliks D.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.12.2009 08:19
von manudave (gelöscht)
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Warum kann ich den Film nicht öffnen?

Gibts da irgendein Schlagwort, welches ich bei Youtube eingeben kann?


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#42

RE: 5.12.89. ein schlechter Tag fuer Feliks D.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.12.2009 08:32
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

liegt bestimmt an deinem PC

ich kann das öffnen. sonst klick 2x auf den Film


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


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#43

RE: 5.12.89. ein schlechter Tag fuer Feliks D.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.12.2009 08:39
von manudave (gelöscht)
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Doppelklick - dann ging es...

Toller Filmbeitrag - gibts da noch mehr?


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#44

RE: 5.12.89. ein schlechter Tag fuer Feliks D.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.12.2009 10:39
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Berliner

Ich habe das Gefuehl, dass doch jemand dabei war und fuer diese Person (oder wer davon Einblicke hat) folgende Fragen:

-Wovor haben diese jungen Maenner Angst gehabt?
-Wieso gleich die Partei anschwaerzen, war das berechtigt?
-Was ist mit der Verbrennung der Akten und was sollte daran falsch sein, dies zu verhindern?



auch wenn es nur eine vermutung deinerseits ist @berliner, ich bin nicht dabei gewesen. ich hatte jedoch viel mit dem wachregiment zu tun und einige freunde von mir dienten auch dort.

haben die jungen männer wirklich angst? sie standen jedenfalls noch als militärangehörige unter eid und hatten ihre befehle. sie wussten, dass sie in dieser ausnahmesituation z.t. dagegen verstiessen. ja sie wussten auch, das sie damit die sed, als führende kraft, verrieten, die sie ja tag ein und tag aus beschützen sollten.

zu den akten... ein ganz heisses thema. meine meinung dazu hatte ich bereits geschrieben. wäre der gesamte schriftliche müll verbrannt worden hätten wir nicht heute diese unsägliche diskussion. rechtlich relevant wurde doch der akteninhalt erst mit der veröffentlichung. eine sachliche aufbereitung ist mit dem sezieren der akten durch funk und presse leider nicht möglich.

im gegenstz zu meiner meinung steht die vieler ehem. führender kräfte des mfs, die meinen, dass nur mit den akten die geschichte richtig erforscht werden kann.

p.s. der mensch ist nunmal von natur aus neugierig und möchte daher auch so etwas "geheimnisumwittertes" lesen. würde aber nicht eher seelenfrieden im land herrschen wenn dieser müll entweder weg wäre oder nur alljenen zugänglich die die akten wissenschaftlich bewerten wollen ?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#45

RE: 5.12.89. ein schlechter Tag fuer Feliks D.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.12.2009 10:59
von Danny_1000 | 166 Beiträge

Zitat von Berliner
.....-Wovor haben diese jungen Maenner Angst gehabt? ....Viele Gruesse aus den USA,
Baerliner


Hallo Berliner,

ich will mal etwas anders heran gehen als GW und versuchen, deine erste Frage zu beantworten. Das Problem: Man muß sich in diese Zeit und die damalige Stimmung zurück versetzten.
Ich war zwar nicht dabei, aber aus den Erzählungen eines Bekannten und meines eigenen Wissens will ich mal eine Antwort versuchen.

Aufgabe des Wachregimentes des MfS war ja die Bewachung und Sicherung von Staats- und Parteieinrichtungen in Ostberlin. Gegen die Funktionäre des DDR- Staates aber protestierten schon seit Wochen Hunderttausende DDR- Bürger. Das Wachregiment schützte also Einrichtungen und Personen, gegen die in dieser Zeit massiv protestiert wurde. Viele Angehörige des Wachregimentes fühlten sich einfach nur missbraucht, belogen und betrogen.

Und: Der 5. Dezember 1989 (Tag der Erstausstrahlung dieser Fernseh- Doku) lag in einer Zeit, in der sich der massive Protest von DDR- Bürgern auch gegen die Praktiken des DDR- Geheimdienstes richtete. In fast allen Bezirks- und Kreisstädten der DDR (Die DDR hatte 15 Bezirke einschließlich Ost- Berlins) wurden durch zum Teil selbst ernannte Bürgerkomitees die Dienststellen des MfS besetzt, um die Vernichtung von Akten zu stoppen. Das lief in vielen Fällen sehr dramatisch ab. Viele Mitarbeiter des MfS sahen sich nun dem unmittelbaren Zorn und der Wut von aufgebrachten Bürgern ausgesetzt. Nur durch das beherzte Eingreifen sowie die Moderation von Vertretern der Kirche und einigen anderen besonnen Bürgerrechtlern konnte damals in meiner Stadt eine Lynchjustiz an MfS- Mitarbeitern verhindert werden.

Solche und ähnliche Vorfälle sprachen sich natürlich im ganzen MfS – also auch im Wachregiment - herum.
Ich glaube: Viele der Angehörigen dort in dem Saal hatten einfach nur Angst, dass auch sie in den Fokus dieses massiven Zorns geraten könnten.

Würde mich freuen, wenn ich etwas „Licht“ in dein „Dunkel“ bringen konnte…

Einen netten Gruß über den großen Teich
Daniel


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
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#46

RE: 5.12.89. ein schlechter Tag fuer Feliks D.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.12.2009 17:21
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von manudave
Toller Filmbeitrag - gibts da noch mehr?


bei mir nicht.

Soweit ich weiss, existiert ein Dokufilm zur Aufloesung der Staatssicherheit nicht. Ich wuerde mich aber auch dafuer sehr interessieren, deswegen die Fragen.

Gruesse ueber den Teich,
Berliner


zuletzt bearbeitet 22.12.2009 17:24 | nach oben springen

#47

RE: 5.12.89. ein schlechter Tag fuer Feliks D.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.12.2009 17:56
von Berliner (gelöscht)
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Hallo Gilbert,

Zitat von GilbertWolzow
auch wenn es nur eine vermutung deinerseits ist @berliner, ich bin nicht dabei gewesen. ich hatte jedoch viel mit dem wachregiment zu tun und einige freunde von mir dienten auch dort.


Ja, an anderer Stelle im Forum erfuhr ich, dass Du mal mit Personenschutz zu tun hattest. Erst in diesem Thread brachte ich das mit dem Wachregiment F.D. in Verbindung. Und da Du Dich so freundlich geaeussert hattest...

Zitat von GilbertWolzow
haben die jungen männer wirklich angst? sie standen jedenfalls noch als militärangehörige unter eid und hatten ihre befehle. sie wussten, dass sie in dieser ausnahmesituation z.t. dagegen verstiessen. ja sie wussten auch, das sie damit die sed, als führende kraft, verrieten, die sie ja tag ein und tag aus beschützen sollten.


Das Thema Eid ist schwer. Ein Eid ist heilig und die, die zu ihrem Eid stehen sind m.E. bewundernswert. Angesichts dieser Tatsache ist es aber umso wichtiger von vornerherein zu erfahren, worauf man sich bei einer Vereidigung einlaesst.

Zitat von GilbertWolzow
zu den akten... ein ganz heisses thema. meine meinung dazu hatte ich bereits geschrieben. wäre der gesamte schriftliche müll verbrannt worden hätten wir nicht heute diese unsägliche diskussion. rechtlich relevant wurde doch der akteninhalt erst mit der veröffentlichung. eine sachliche aufbereitung ist mit dem sezieren der akten durch funk und presse leider nicht möglich.

im gegenstz zu meiner meinung steht die vieler ehem. führender kräfte des mfs, die meinen, dass nur mit den akten die geschichte richtig erforscht werden kann.

p.s. der mensch ist nunmal von natur aus neugierig und möchte daher auch so etwas "geheimnisumwittertes" lesen. würde aber nicht eher seelenfrieden im land herrschen wenn dieser müll entweder weg wäre oder nur alljenen zugänglich die die akten wissenschaftlich bewerten wollen ?


Danke, dass Du Deine Meinung dazu geaeussert hast.

Berliner


zuletzt bearbeitet 22.12.2009 17:58 | nach oben springen

#48

RE: 5.12.89. ein schlechter Tag fuer Feliks D.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.12.2009 22:10
von Mike59 | 7.965 Beiträge

Der Beitrag zeig sehr genau was in diesen Tagen bei der Truppe los war. Das war das WRFD, aber bei uns wars doch nicht anders, bei der NVA wohl auch nicht. Alle hatten Fragen aber keiner konnte eine erschöpfende Antwort geben. Die Befehlsträger waren in Agonie verfallen.

Gefährliche Situation, jedenfalls so im Rückblick.

Mike59


zuletzt bearbeitet 22.12.2009 22:11 | nach oben springen

#49

RE: 5.12.89. ein schlechter Tag fuer Feliks D.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.12.2009 00:53
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von Mike59
Gefährliche Situation, jedenfalls so im Rückblick.


Hallo Mike,

wieso gefaehrlich? Haetten die bewaffneten Kraefte ernsthaft versucht zu putschen oder z.B. die Grenze wieder dichtzumachen?
Worin lag die Gefahr?

Duane


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#50

RE: 5.12.89. ein schlechter Tag fuer Feliks D.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.12.2009 01:12
von maja64 (gelöscht)
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Hallo Duane

Die Lage war ja damals so,die Leute waren jahrelang auf Befehle fixiert die es galt auszuführen.Aber auf einmal gab es niemanden mehr der ihnen die momentane Situation schlüssig erklären konnte.
Das so viele in dieser Zeit lieber auf ihren gesunden Menschenverstand hörten,als auf irgendwelche Befehle von früher,ist für mich heute noch ein Wunder.



Gruß Mario


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#51

RE: 5.12.89. ein schlechter Tag fuer Feliks D.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.12.2009 01:20
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von maja64
Das so viele in dieser Zeit lieber auf ihren gesunden Menschenverstand hörten,als auf irgendwelche Befehle von früher,ist für mich heute noch ein Wunder.


Hallo Mario,

genau das finde ich an diesem Clip so erstaunlich. Leute die sicherlich vor einem Monat "ueberzeugte Genossen" waren entpuppen sich als stinknormale Menschen.

Mir kamen fast die Traenen als klar wird, dass sie auch nur aus Fleisch und Blut bestehen.

Berliner


zuletzt bearbeitet 23.12.2009 06:17 | nach oben springen

#52

RE: 5.12.89. ein schlechter Tag fuer Feliks D.

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 09.09.2014 12:27
von Schakal | 271 Beiträge

Ich habe den Film zwar vor Zeiten auch schon gesehen, aber leider scheint er aus dem Netz verschwunden zu sein, oder?


--- Ex oriente lux.---
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