#1

Nach der Flucht verliert ein junger Arzt seine Familie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2009 17:35
von Skydiver (gelöscht)
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Habe mir zu diesem bemerkenswerten Artikel ein paar Anmerkungen gestattet.

Lutz Henske wohnte früher in Leipzig. Er durchlief die staatlich verordneten Wege des Sozialismus, ging zur Schule und machte sein Abitur. Sein Vater war technischer Leiter der Schwertransportabteilung der Messe Leipzig und der Gartenbauausstellung in Leipzig. Der beschaulichen Kindheit und Jugend des Schülers wurde plötzlich ein Ende gesetzt, denn sein Vater wurde von seiner Sekretärin und seinem Fahrer der Spionage bezichtigt und zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Das Verfahren und auch das Urteil wurden laut Henske später für ungültig erklärt. Lutz Henske war damals 16 Jahre alt. Für die Familie sei die Verurteilung des Vaters eine materielle, psychische und physische Katastrophe gewesen, berichtet er. Der Jugendliche ging damals zum Gymnasium und hatte das Studium der Medizin als Ziel.

Durch die Verhaftung und Verurteilung seines Vaters wurde Lutz Henske zunächst das Studium verwehrt. Ein Nachbar, ein Dekan an der Leipziger Humboldt Universität, sorgte dafür, dass der junge Mann nach einer zweijährigen Bewährungsfrist zum Medizinstudium an der Leipziger Humboldt Universität, wenn auch unter Auflagen, zugelassen wurde. Er musste Reinigungsarbeiten in einem Labor übernehmen. "Während des Studiums habe ich aus Protest gegen das System Partys in unserem Wochenendhaus gefeiert, mit Westmusik, Lagerfeuer und Freunden", berichtet der Mediziner rückblickend. Er habe gewusst, dass auch Stasi-Angehörige unter den Gästen waren.

Parties haben wir als Studenten auch gefeiert, um Spass zu haben. Was das mit "Protest gegen das System" zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht. Hat H. die Stasi-Angehörigen selbst eingeladen oder waren die auf den wilden Parties konspirativ zugange?

Henske war einer der wenigen Mediziner, deren Arbeit das Interesse der DDR-Industrie auf sich zog. Seine Doktorarbeit mit dem Titel "Die wissenschaftliche Anwendung von Medikamenten, im speziellen Placebos" konnte er damals an fünf Firmen verkaufen.

Das Thema der angeblichen Doktorarbeit ist vollkommen idiotisch, denn Placebos sind bekanntlich alles andere als Medikamente. An welche "Firmen" will er seine "Arbeit" denn verkauft haben, waren das alles Placebohersteller?

Nach dem Studium trat er eine Stelle an der Kinderklinik in Borna an. Natürlich sei auch dies eine Schikane gewesen. Henske: "Denn wer wollte schon nach Borna?" Parteinahe Absolventen hätten in Leipzig ihre ersten Einstellungen erhalten und Lutz Henske machte am Wochenende den "Werksarzt" auf der Baustelle des Kohlekraftwerks "Thierbach".

Klar, Borna war eine weitere Schikane der Stasi. Die IMs und SED-Mitglieder dagegen durften alle in Leipzig bleiben. Später im Westen war dann allerdings ein 8000-Seelen-Dorf gut genug.

Ein Bekannter, ein systemkritischer und bekannter Professor in Leipzig,

Ein systemkritischer Prof. und kein Berufsverbot? Hat die Leipziger Stasi gepennt?

suchte für seine Kinderchirurgie einen Assistenzarzt. Lutz Henske bewarb sich um diese Stelle, und der Leipziger Professor fand einen Weg, dass er den jungen Assistenzarzt wieder nach Leipzig holen konnte.

War sicher schwierig, gegen den Widerstand der Stasi. Ein systemkritischer Prof. konnte ja nicht einfach so irgend jemanden einstellen.

Der junge Arzt konnte hier seine Facharztausbildung im Bereich der Kinderheilkunde beenden. Über das Gesundheitssystem in der DDR berichtet der Arzt im Gespräch mit dem GT: "Das Gesundheitssystem war staatlich gelenkt. An erster Stelle standen die Planzahlen und dann erst der Patient. Wenn man krank war, durfte es nichts mit der Umwelt zu tun haben."

Nein, es musste prinzipiell der Klassenfeind verantwortlich gemacht werden.

In der damaligen DDR habe man "Funktionärskinder" mit Medikamenten aus der "West-Medizin" behandelt, und die Normalbevölkerung habe sich mit den weniger wirksamen Mitteln aus der östlichen Pharmaindustrie begnügen müssen.

Ganz recht, während die "Funktionärskinder" mit Westmedikamenten vollgepumpt wurden, erhielten "normale" Kinder nur wertlose Placebos.

1977 heiratete Henske und das Ehepaar bekam einen Sohn. Der Vater des Mediziners reiste nach der Entlassung aus der Haft nach Westdeutschland aus.

1983 bot sich dann auch die Gelegenheit für Lutz Henske, seinen Vater zum 76. Geburtstag zu besuchen.

Es scheint zunächst unverständlich, wie die Stasi die Reise hatte genehmigen können, denn:

Die Chance zur Flucht bestand und wurde genutzt. Lutz Henske habe er damals gehofft, über die Familienzusammenführung auch seine Familie in den Westen holen zu können. Doch es sollte alles ganz anders kommen. Seine Frau hatte mittlerweile eine Beziehung zu einem befreundeten Gynäkologen begonnen. Dieser, laut Henske ein parteiloser Chefarzt und Informant der Stasi, zog kurz nach seiner Flucht bei seiner Frau ein.

Hat die Stasi die Westreise nur genehmigt, um sich unterdessen der armen Frau zu bemächtigen?

"Ich hatte also in diesem Jahr meine Familie, meine Heimat, mein Vermögen, meinen Freundeskreis, einfach alles, verloren", resümiert er diese Zeit.

Schuld an der Tragödie ist die Stasi, die ja in ihrer Perfidität die Flucht erst ermöglicht hatte um ihm dann auch noch die Ehefrau und die Freunde auszuspannen.

Doch der Staat habe nicht locker gelassen. Straffreiheit, Amnestie und allerlei Annehmlichkeiten seien ihm angeboten worden, wenn er in die DDR zurück gekommen wäre.

Die Masche ist bekannt. Er wäre sicher im Stasi-Knast gelandet.

"Doch auf diesen Handel wollte ich mich nicht einlassen", so Henske. Er heiratete später seine heutige Ehefrau und blieb im Westen. "Es war einfach der Drang, aus dem System herauszukommen. Ich war zwar fleißig und bekannt, aber in meiner Akte stand wie in Stein gemeißelt ,Politischer Gegner`", fasst er zusammen.

In Rodenbach konnte er anschließend eine Kinderarztpraxis übernehmen und bereitete sich auf sein abschließendes "medizinisches Gespräch" vor einem ärztlichen Prüfungsgremium vor. Im Nachhinein habe sich die Praxis in Rodenbach als Glücksfall erwiesen. Er habe sich gut und schnell in die westliche Gesellschaft einleben können und auch die entsprechende Unterstützung in der Praxis gefunden.

Eine West-Regelung ermöglichte Besuche seines Sohnes. Der Junge flog im Alter von sieben und acht Jahren monatlich von Leipzig mit der Lufthansa nach Frankfurt, und Lutz Henske konnte ihn dann dort abholen.

Zu einer Regelung gehören doch normalerweise mindestens 2 Vertragsparteien, oder hat die "West-Regelung" Leipzig zu einer Enklave der BRD erklärt?

"Sonntagnachmittags habe ich ihn dann wieder zurückgebracht", erinnert er sich an diese Zeit. Seine erste Frau heiratete später den parteinahen Gynäkologen.

Vermutlich auf Befehl von der Stasi.

Von der Öffnung der Mauer hat Lutz Henske erst einen Tag später erfahren. Er erfuhr das Ereignis von seinen Angestellten. Er schloss seine Praxis an diesem Tag, "denn an normale Arbeit war an diesem Tag nicht mehr zu denken".

Später erhielt er Einsicht in seine Stasiakten. Hier erfuhr er, dass in der Familie und auch im Freundeskreis informative Mitarbeiter der Stasi auf ihn angesetzt waren, darunter auch sehr gute Freunde mit westlicher Einstellung. Zwei davon begangen laut Henske später Selbstmord.

Die waren sicher auch auf seine Frau scharf, konnten aber mit dem Stasi-Chefarzt-Gynäkologen nicht mithalten.

Auch nach seiner Flucht wurde er von der Stasi beobachtet, so der Mediziner.

Er wurde auf Schritt und Tritt von Schlapphüten verfolgt und observiert, man verwanzte Wohnung und Praxis und vor dem Haus stand rund um die Uhr eine schwarze Limousine mit gar finsteren Gestalten darinnen.

Schmerz lass nach.


Quelle


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#2

Nach der Flucht verliert ein junger Arzt seine Familie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2009 18:22
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ich habe seit der Geschichte mit den Schwimmbädern nicht mehr so gut gelacht

Du bringst die Stimmungsmache und Arbeitsweise westlicher Presseerzeugnisse auf eine recht lustige Weise rüber. Na klar waren alle anderen Schuld, nur er selber nicht. Er, der er der junge Heißsporn war und dem die böse DDR nicht die Welt zu Füssen legte, wie Rainer Maria jetzt poetisch schreiben würde.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 14.12.2009 19:08 | nach oben springen

#3

RE: Nach der Flucht verliert ein junger Arzt seine Familie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2009 21:13
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von Skydiver
"Während des Studiums habe ich aus Protest gegen das System Partys in unserem Wochenendhaus gefeiert, mit Westmusik, Lagerfeuer und Freunden", berichtet der Mediziner rückblickend. Er habe gewusst, dass auch Stasi-Angehörige unter den Gästen waren.

Parties haben wir als Studenten auch gefeiert, um Spass zu haben. Was das mit "Protest gegen das System" zu tun haben soll, erschliesst sich mir nicht. Hat H. die Stasi-Angehörigen selbst eingeladen oder waren die auf den wilden Parties konspirativ zugange?



Der Protest war wohl v.a. die „Westmusik“ --- und die Stasi-Leute werden „dienstlich“ und „privat“ nicht immer so streng unterschieden haben.

Zitat
Henske war einer der wenigen Mediziner, deren Arbeit das Interesse der DDR-Industrie auf sich zog. Seine Doktorarbeit mit dem Titel "Die wissenschaftliche Anwendung von Medikamenten, im speziellen Placebos" konnte er damals an fünf Firmen verkaufen.

Das Thema der angeblichen Doktorarbeit ist vollkommen idiotisch, denn Placebos sind bekanntlich alles andere als Medikamente. An welche "Firmen" will er seine "Arbeit" denn verkauft haben, waren das alles Placebohersteller?



Bist du vom Fach, daß du das beurteilen kannst?

Ich kann es nicht.

Zitat
Klar, Borna war eine weitere Schikane der Stasi. Die IMs und SED-Mitglieder dagegen durften alle in Leipzig bleiben. Später im Westen war dann allerdings ein 8000-Seelen-Dorf gut genug.



Das Problem in Borna war nicht die Provinzialität, sondern die extreme Umweltverschmutzung: Neben dem Kreis Bitterfeld galt der Kreis Borna als schlimmstes ökologisches Notstandsgebiet der DDR --- und dort als Arzt zu arbeiten (und mit den umweltbedingten Krankheiten der Menschen direkt konfrontiert zu sein), war noch eine zusätzliche psychische Belastung.

Zitat
Der junge Arzt konnte hier seine Facharztausbildung im Bereich der Kinderheilkunde beenden. Über das Gesundheitssystem in der DDR berichtet der Arzt im Gespräch mit dem GT: "Das Gesundheitssystem war staatlich gelenkt. An erster Stelle standen die Planzahlen und dann erst der Patient. Wenn man krank war, durfte es nichts mit der Umwelt zu tun haben."

Nein, es musste prinzipiell der Klassenfeind verantwortlich gemacht werden.

In der damaligen DDR habe man "Funktionärskinder" mit Medikamenten aus der "West-Medizin" behandelt, und die Normalbevölkerung habe sich mit den weniger wirksamen Mitteln aus der östlichen Pharmaindustrie begnügen müssen.

Ganz recht, während die "Funktionärskinder" mit Westmedikamenten vollgepumpt wurden, erhielten "normale" Kinder nur wertlose Placebos.



Die Mißstände im Gesundheitssystem der DDR (u.a. bei der pharmazeutischen Versorgung) waren hier im Forum schon öfter Thema --- diesbezüglich gibt es wohl wenig zu beschönigen.

Das Wort „Klassenfeind“ wurde übrigens nur von der DDR-Seite verwandt --- im Westen kannte man keinen solchen.

Zitat
1983 bot sich dann auch die Gelegenheit für Lutz Henske, seinen Vater zum 76. Geburtstag zu besuchen.

Es scheint zunächst unverständlich, wie die Stasi die Reise hatte genehmigen können, denn:

Die Chance zur Flucht bestand und wurde genutzt. Lutz Henske habe er damals gehofft, über die Familienzusammenführung auch seine Familie in den Westen holen zu können. Doch es sollte alles ganz anders kommen. Seine Frau hatte mittlerweile eine Beziehung zu einem befreundeten Gynäkologen begonnen. Dieser, laut Henske ein parteiloser Chefarzt und Informant der Stasi, zog kurz nach seiner Flucht bei seiner Frau ein.

Hat die Stasi die Westreise nur genehmigt, um sich unterdessen der armen Frau zu bemächtigen?

"Ich hatte also in diesem Jahr meine Familie, meine Heimat, mein Vermögen, meinen Freundeskreis, einfach alles, verloren", resümiert er diese Zeit.

Schuld an der Tragödie ist die Stasi, die ja in ihrer Perfidität die Flucht erst ermöglicht hatte um ihm dann auch noch die Ehefrau und die Freunde auszuspannen.



Durchaus denkbar, daß die Stasi darauf spekulierte, der unliebsame „Querulant“ möge im Westen bleiben --- das wäre dann kein Einzelfall (vgl. die Ausbürgerung von Wolf Biermann).

Zitat
Doch der Staat habe nicht locker gelassen. Straffreiheit, Amnestie und allerlei Annehmlichkeiten seien ihm angeboten worden, wenn er in die DDR zurück gekommen wäre.

Die Masche ist bekannt. Er wäre sicher im Stasi-Knast gelandet.



Gut möglich --- da mußte man äußerst mißtrauisch sein.

Zitat
Eine West-Regelung ermöglichte Besuche seines Sohnes. Der Junge flog im Alter von sieben und acht Jahren monatlich von Leipzig mit der Lufthansa nach Frankfurt, und Lutz Henske konnte ihn dann dort abholen.

Zu einer Regelung gehören doch normalerweise mindestens 2 Vertragsparteien, oder hat die "West-Regelung" Leipzig zu einer Enklave der BRD erklärt?



Gute Frage, das würde mich auch mal näher interessieren. Zudem macht mich stutzig, daß dies per Lufthansa-Flug Leipzig - Frankfurt gegangen sein soll --- das könnte dann höchstens ganz am Schluß (ab Sommer 1989) der Fall gewesen sein, denn vorher gab es solche Flüge m.W. nicht.

Zitat
Seine erste Frau heiratete später den parteinahen Gynäkologen.

Vermutlich auf Befehl von der Stasi.



Auf Befehl der Stasi vielleicht nicht --- aber sicherlich auch nicht gegen deren Willen.

Zitat
Auch nach seiner Flucht wurde er von der Stasi beobachtet, so der Mediziner.

Er wurde auf Schritt und Tritt von Schlapphüten verfolgt und observiert, man verwanzte Wohnung und Praxis und vor dem Haus stand rund um die Uhr eine schwarze Limousine mit gar finsteren Gestalten darinnen.



Möglich. Da gab es einiges, was man vor der Einsicht in die Stasi-Akten nicht vermutet hätte.


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#4

RE: Nach der Flucht verliert ein junger Arzt seine Familie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2009 21:16
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Na klar waren alle anderen Schuld, nur er selber nicht. Er, der er der junge Heißsporn war und dem die böse DDR nicht die Welt zu Füssen legte, wie Rainer Maria jetzt poetisch schreiben würde.



Er war insofern "schuld", als er nicht bereit war, sich den DDR-Repressalien zu beugen.

Kann man ihm das vorwerfen?


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#5

RE: Nach der Flucht verliert ein junger Arzt seine Familie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2009 21:57
von Skydiver (gelöscht)
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Zitat von Sonny

Er war insofern "schuld", als er nicht bereit war, sich den DDR-Repressalien zu beugen.

Kann man ihm das vorwerfen?



Er war keinerlei Repressalien unterworfen, jedenfalls steht nix davon im Text. Dass man als Absolvent unmittelbar nach dem Studium dort eingesetzt wurde, wo man am dringendsten gebraucht wurde, wusste man schon vor dem Studium. Es stand jedem frei, sich später anderswo eine Stelle zu suchen. Er entschied sich für den Westen und seine Frau hat sich anderweitig entschieden. Was hat das mit der Stasi und der Tätigkeit irgendwelcher IMs zu tun?

Es gab sehr wohl Menschen, die massive Repressalien erdulden mussten; das Schicksal vieler ist mittlerweile bekannt. Der H. aber will sich hier nur interessant machen und im Nachhinein als Opfer darstellen, indem er seine armselige Story mit irgendwelchen Stasi-Räuberpistolen aufzupeppen versucht. Vielleicht läuft ja seine Praxis so schlecht dass er auf die Publicity angewiesen ist?

Nicht dass er noch ein Buch verbricht, um über seine "Foltererlebnisse in der Wasserzelle" zu berichten. Für die tatsächlichen Opfer ist sowas einfach nur ein Hohn!


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#6

RE: Nach der Flucht verliert ein junger Arzt seine Familie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2009 22:05
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von Skydiver
Er war keinerlei Repressalien unterworfen, jedenfalls steht nix davon im Text.



Doch, das steht ja gerade im Text.

Die einzige Frage, die offen bleibt, ist die nach dem Wahrheitsgehalt des Textes --- aber es klingt zumindest weitgehend plausibel und glaubwürdig.


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#7

RE: Nach der Flucht verliert ein junger Arzt seine Familie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2009 22:07
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

sonny ich glaub das nicht


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#8

RE: Nach der Flucht verliert ein junger Arzt seine Familie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2009 22:25
von Skydiver (gelöscht)
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Zitat von Sonny

Zitat von Skydiver
Er war keinerlei Repressalien unterworfen, jedenfalls steht nix davon im Text.



Doch, das steht ja gerade im Text.

Die einzige Frage, die offen bleibt, ist die nach dem Wahrheitsgehalt des Textes --- aber es klingt zumindest weitgehend plausibel und glaubwürdig.




Eher weniger. Eine Dissertation kann man nicht "verkaufen", sondern diese ist zu publizieren, andernfalls wäre das Promotionsverfahren nicht regelkonform abgeschlossen. Die Diss ist für jedermann einsehbar, zumindest in der Uni- und Landesbibliothek, oft auch andernorts.


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#9

RE: Nach der Flucht verliert ein junger Arzt seine Familie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2009 22:44
von maja64 (gelöscht)
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Habe garnicht gewußt das es in Leipzig eine Humboldt Universität gab.


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#10

RE: Nach der Flucht verliert ein junger Arzt seine Familie

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.12.2009 22:59
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von maja64
Habe garnicht gewußt das es in Leipzig eine Humboldt Universität gab.



Stimmt, das müßte Karl-Marx-Universität heißen.


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