#21

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 20:23
von Augenzeuge (gelöscht)
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[quote="seaman"]Dann gab es noch Tausende junge DDR-Bürger,die aus den verschiedensten Gründen
(meist beruflich),über Jahre ins NSW reisen durften und immer wieder zurück kehrten....
seaman[/quote]

Sag mal Seaman, wenn du von tausenden sprichst, mich würde mal folgendes interessieren.
Wieviele konnten pro Jahr über Jugendtourist ins NSW fahren? Wieviele wollten und durften nicht?

Ich hatte damals nicht einen kennengelernt, der das durfte....bzw. kann ich mich nicht an eine NSW-Reise erinnern, die damals offen im Büro angeboten wurde. Dann hätte ich es zumindest mal versucht....


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#22

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 20:27
von Mike59 | 7.959 Beiträge

[quote="Augenzeuge"][quote="seaman"]Dann gab es noch Tausende junge DDR-Bürger,die aus den verschiedensten Gründen
(meist beruflich),über Jahre ins NSW reisen durften und immer wieder zurück kehrten....
seaman[/quote]

Sag mal Seaman, wenn du von tausenden sprichst, mich würde mal folgendes interessieren.
Wieviele konnten pro Jahr über Jugendtourist ins NSW fahren? Wieviele wollten und durften nicht?

Ich hatte damals nicht einen kennengelernt, der das durfte....bzw. kann ich mich nicht an eine NSW-Reise erinnern, die damals offen im Büro angeboten wurde. Dann hätte ich es zumindest mal versucht....[/quote]
-------------------
Naja von reisen war ja bei seaman nicht gerade die Rede. Es ging um arbeiten!

Mike59


zuletzt bearbeitet 07.12.2009 20:27 | nach oben springen

#23

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 20:29
von Berliner (gelöscht)
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[quote="GilbertWolzow"]ich selbst habe mal den hauptamtlichen fdj- sekretär wegen einer abgelehnten reise bedroht... [/quote]



solche Preisgaben freuen mir immer das Herz Gilbert.
Zum einen weil man nichts dabei denkt, offen darueber zu reden (und das waermt mir das Herz), zum anderen weil bestimmt dahinter eine gute Story steckt.

Wie ging das dann vor sich, diese Bedrohung? Magst Du erzaehlen?

Berliner


zuletzt bearbeitet 07.12.2009 20:31 | nach oben springen

#24

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 20:31
von Augenzeuge (gelöscht)
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[quote="Berliner"][quote="GilbertWolzow"]individuellen urlaub habe ich in bulgarien, rumänien, ungarn, cssr und polen gemacht. oftmals waren jedoch die örtlichen zahlungsmittel sehr knapp.[/quote]
Hallo Gilbert,
ich bin selber oft gereist (USA, Kanada, Mexiko, Deutschland, Frankreich, Italien, Russland...) und noch nie hatte ich Probleme Geld umzutauschen.
Ich mag mir sehr bald doof vorkommen (ich gewoehne mich langsam daran), aber wieso war damals oft der oertliche Zahlungsmittel knapp?
Berliner[/quote]

Ganz einfach. Auch hier bestimmte der Staat, wieviel Geld für dich am Urlaubsort ausreichend zu sein hat. Also was du maximal tauschen darfst. Es war wenig. In der CSSR waren es um die 20 bis 25 Mark pro Tag und Person. Woanders so ähnlich.
Es wurde am DDR-Zoll immer kontrolliert, das keine DDR-Währung rausgeschmuggelt wurde. Und wenn du dann ein Mitbringsel hattest, was du vom Wert nicht hättest haben dürfen, dann warst du fällig.

Ich kann mich noch erinnern als in den 80ern in Rumänien die DDR-Urlauber kein Benzin mehr bekamen, plötzlich gab es das nur gegen harte Währung, und die DDR-Währung war offiziell nicht konvertierbar.
Damals kam das sogar in den Nachrichten (West).

Gruss, Jörg


zuletzt bearbeitet 07.12.2009 20:33 | nach oben springen

#25

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 20:31
von seaman | 3.487 Beiträge

[quote="Augenzeuge"][quote="seaman"]Dann gab es noch Tausende junge DDR-Bürger,die aus den verschiedensten Gründen
(meist beruflich),über Jahre ins NSW reisen durften und immer wieder zurück kehrten....
seaman[/quote]

Sag mal Seaman, wenn du von tausenden sprichst, mich würde mal folgendes interessieren.
Wieviele konnten pro Jahr über Jugendtourist ins NSW fahren? Wieviele wollten und durften nicht?

Ich hatte damals nicht einen kennengelernt, der das durfte....bzw. kann ich mich nicht an eine NSW-Reise erinnern, die damals offen im Büro angeboten wurde. Dann hätte ich es zumindest mal versucht....[/quote]

Zahlen habe ich zum Jugendtourist/NSW nicht,dass es dafür nur Kontingente gab,bin ich mir sicher.War wohl auch eine Valutafrage.Ab und zu traf man mal DDR-Bürger im Ausland,die über JT unterwegs waren.

seaman


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#26

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 20:35
von Skydiver (gelöscht)
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[quote="SCORN"].......und dass komische daran war auch noch dass die betriebe in denen dass möglich war händeringend und mit grossem werbeaufwand nachwuchs suchten. allerdings war die ausübung dieser berufe auch mit grösseren entbehrungen verbunden als in normalen berufen. [/quote]

Hallo SCORN,

welcher Art waren denn diese Entbehrungen?


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#27

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 20:38
von CaptnDelta (gelöscht)
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[quote="Berliner"][quote="GilbertWolzow"]individuellen urlaub habe ich in bulgarien, rumänien, ungarn, cssr und polen gemacht. oftmals waren jedoch die örtlichen zahlungsmittel sehr knapp.[/quote]
Hallo Gilbert,
ich bin selber oft gereist (USA, Kanada, Mexiko, Deutschland, Frankreich, Italien, Russland...) und noch nie hatte ich Probleme Geld umzutauschen.
Ich mag mir sehr bald doof vorkommen (ich gewoehne mich langsam daran), aber wieso war damals oft der oertliche Zahlungsmittel knapp?
Berliner[/quote]

Berliner,

die Waehrung der DDR war eine reine Binnenwaehrung, sie war nicht frei konvertierbar in andere Waehrungen wie Du das gewohnt bist. Fuer eine Urlaubsreise konte man bei der Staatsbank eine (sehr geringe, nach Tagessaetzen) Menge an fremder Waehrung eintauschen. Obwohl offiziell verboten, wurde oft versucht im Gastland noch DDR-Waehrung umzutauschen, nur wollte man das Geld da nicht. Von daher wahren die Mittel fuer einen DDR Urlauber relative beschraenkt. Abhilfe schaffte da die Mitnahme von "harter Waehrung" (DM, Dollar), welche man sich uhause in der DDR "organisierte" (Verwandtengeschenke aus dem Westen, Schwarzarbeit, Schwarzhandel, ...)
-Th


zuletzt bearbeitet 07.12.2009 20:43 | nach oben springen

#28

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 20:39
von seaman | 3.487 Beiträge

Harter Job,lange Trennungen von der Familie,widrige Arbeits-und Lebensbedingungen,gefährliche politische Situationen,Tropenkrankheiten u.v.a.m.

seaman


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#29

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 20:50
von Berliner (gelöscht)
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[quote="CaptnDelta"]Abhilfe schaffte da die Mitnahme von "harter Waehrung" (DM, Dollar), welche man sich uhause in der DDR "organisierte" (Verwandtengeschenke aus dem Westen, Schwarzarbeit, Schwarzhandel, ...)[/quote]
Hallo Thomas,

hier an der Grenze zu Mexiko sind beide Waerhungen (zumindest in Mexiko) im Umlauf. Als ich in Mexiko wohnte, trug ich normalerweise beide Waehrungen. Bezahlt habe ich aber ueblicherweise in Pesos, da sonst gaelte der famose "Touristenzuschlag"...

War die DM (oder der Dollar) in der DDR als inoffizieller Zahlungsmittel sehr ueblich?

Duane


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#30

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 20:57
von Sonny (gelöscht)
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Zitat
die Waehrung der DDR war eine reine Binnenwaehrung, sie war nicht frei konvertierbar in andere Waehrungen wie Du das gewohnt bist. Fuer eine Urlaubsreise konte man bei der Staatsbank eine (sehr geringe, nach Tagessaetzen) Menge an fremder Waehrung eintauschen. Obwohl offiziell verboten, wurde oft versucht im Gastland noch DDR-Waehrung umzutauschen, nur wollte man das Geld da nicht. Von daher wahren die Mittel fuer einen DDR Urlauber relative beschraenkt. Abhilfe schaffte da die Mitnahme von "harter Waehrung" (DM, Dollar), welche man sich uhause in der DDR "organisierte" (Verwandtengeschenke aus dem Westen, Schwarzarbeit, Schwarzhandel, ...)



DDR-Bürger konnten sich auch an westdeutsche Urlauber halten, welche sie dann mal zum Essen einluden etc. --- meine Eltern haben auf diese Weise in Bulgarien mal einen recht netten Kontakt zu einem Ost-Berliner Ehepaar gefunden.


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#31

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 20:59
von Skydiver (gelöscht)
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[quote="seaman"]Harter Job,lange Trennungen von der Familie,widrige Arbeits-und Lebensbedingungen,gefährliche politische Situationen,Tropenkrankheiten u.v.a.m.

seaman[/quote]

OK, Seeleute, Monteure usw. Es gab aber auch Aussenhandelskaufleute, Botschaftspersonal, Korrespondenten etc. Gegen Tropenkrankheiten gabs auch in der DDR Impfungen und in Krisengebiete (NSW) wurde kaum jemand geschickt.


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#32

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 21:05
von seaman | 3.487 Beiträge

[quote="Skydiver"][quote="seaman"]Harter Job,lange Trennungen von der Familie,widrige Arbeits-und Lebensbedingungen,gefährliche politische Situationen,Tropenkrankheiten u.v.a.m.

seaman[/quote]

OK, Seeleute, Monteure usw. Es gab aber auch Aussenhandelskaufleute, Botschaftspersonal, Korrespondenten etc. Gegen Tropenkrankheiten gabs auch in der DDR Impfungen und in Krisengebiete (NSW) wurde kaum jemand geschickt.
[/quote]

Na ja,
nicht jede Impfung half damals auch 100%,manche schädigte eher die Gesundheit.Krisengebiete waren nicht immer auszuschliessen.

seaman


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#33

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 21:08
von Gelöschtes Mitglied
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Also meine Frau und ich wollten mal nach Jugoslawien,da wurden wir aber auch nur ausgelacht.
Wir bekamen nicht mal einen Antrag.
Dafür durften wir aber nach Sotschi ans Schwarze Meer.
Später waren Bulgarien/Albena/Borowez im Rilagebirge und in Rumänien Saturn(hieß das so)? unser Reiseziel.
Super Erlebnisse und Reisen sind das gewesen und bleiben für immer in Erinnerung.
Es ging dennoch anders,richtig schlimm und gefährlich!
Wir bekamen nochmal eine Reise in die SU nach Sotschi zugesprochen,aber wir wurden in der Luft nach Jerewan/Eriwan umgeleitet und zwar im Kriegsjahr 1988 (Aserbaidshan/Georgien/Abchasien)
Das war vielleicht ein Horror.Tote,Krawalle,Anschläge,Streiks,Massenaufläufe,Demos.
Auf die Strasse durften/sollten wir nicht.Sind totzdem ein paar mal raus und haben Dias geschossen.
Eine Woche im Hotel quasi eingesperrt.
Solch Reise will ich nie wieder erleben!!!
Jugendtourist hat uns nicht eine müde Mark zurück erstattet,obwohl wir als gesamte Reisegruppe protestiert hatten.
Wir waren im modernsten Hotel von Jerewan untergebracht.Ein riesen Ding....und nur 2 Reisegruppen aus der DDR drin,wir aus Magdeburg und eine Reisegruppe aus Frankfurt/Oder.Ansonsten total leer.
Das war da wie im Film Shining,mit Jack Nicholson.

Privat ging es oft nach Ungarn,in die CSSR und nach Polen.
Das waren immer schöne Urlaubstage dort,doch es gab eben noch mehr...........

ek40


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#34

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 21:17
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat Berliner:"War die DM (oder der Dollar) in der DDR als inoffizieller Zahlungsmittel sehr ueblich?"

Nabend Berliner,

ja und ob Berliner,die DM war als inoffizielles Zahlungsmittel sehr üblich.
Diese DM öffnete dir alle Türen und Tore,aber auch wirklich alle.....

ek40


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#35

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 07.12.2009 21:27
von Skydiver (gelöscht)
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Hi Berliner,

USD waren in der DDR unüblich, da musste man ja erst zum Intershop um den aktuellen Wechselkurs zur DM zu erfahren. Verwandte in den USA konnten DM Beträge überweisen, die dann die Oma z.B. bei Western Union in Berlin/West abholen musste.

In SU/Russland wurde auf dem Schwarzmarkt nur mit USD bezahlt.


zuletzt bearbeitet 07.12.2009 21:30 | nach oben springen

#36

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 08.12.2009 11:18
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

[quote="Sonny"]

DDR-Bürger konnten sich auch an westdeutsche Urlauber halten, welche sie dann mal zum Essen einluden etc. --- meine Eltern haben auf diese Weise in Bulgarien mal einen recht netten Kontakt zu einem Ost-Berliner Ehepaar gefunden.[/quote]

@sonny, kannst du dir vorstellen, dass ich meinen stolz hatte und habe und niemals betteln gegangen wäre?
sicherlich war es üblich, dass sich familien im urlaub in bulgarien, in ungarn am balaton oder in der cssr trafen. meine gesammte sippe stammte aber aus schlesien und ist damals in brandenburg geblieben. da gab es keinen der mich hätte aushalten können...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#37

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 08.12.2009 14:43
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow
@sonny, kannst du dir vorstellen, dass ich meinen stolz hatte und habe und niemals betteln gegangen wäre?



Naja Gilbert, erstma hast du ja mit deiner Firma und deren Partei erst dafür gesorgt, das DDR-Bürger sich so erniedrigen mussten....und zum andern hattste wohl auch eher mehr verdient mit deiner Arbeit als ein hartschuftender LPG-Bauer.....

Gruss

Mara


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#38

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 08.12.2009 14:56
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Mongibella

Zitat von GilbertWolzow
@sonny, kannst du dir vorstellen, dass ich meinen stolz hatte und habe und niemals betteln gegangen wäre?



Naja Gilbert, erstma hast du ja mit deiner Firma und deren Partei erst dafür gesorgt, das DDR-Bürger sich so erniedrigen mussten....und zum andern hattste wohl auch eher mehr verdient mit deiner Arbeit als ein hartschuftender LPG-Bauer.....

Gruss

Mara




Autsch Mara, das war jetzt aber mächtig unqualifiziert.


Ich glaube auf solch eine Ebene wollen wir uns jetzt hier nicht begeben.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 08.12.2009 14:58 | nach oben springen

#39

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 08.12.2009 15:25
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Autsch Mara, das war jetzt aber mächtig unqualifiziert.


Ich glaube auf solch eine Ebene wollen wir uns jetzt hier nicht begeben.



Tjaaa, tut mir ja echt leid, wenn die Wahrheit so weh tut Feliks....ohne das Monopol der SED, deren Schild und Schwert und ohne die blöde Grenze, wär es jedem Deutschen möglich gewesen, sich nach seiner Fason zu entfalten und auch vernünftig in den Individualtourismus zu starten....aber mit dem landestypischen Spielgeld waren ja ausserhalb eben keine grossen Sprünge zu machen....

....doch schon irgendwie bitter, wenn sich die Bürger aus dem *haushoch überlegenden Lager* von seinen Nachbarlandsleuten haushalten lassen mussten....

Oder etwa nich...???

Mara


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#40

RE: Reisekontingent in der DDR

in Leben in der DDR 08.12.2009 16:08
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Mir tut da nichts weh.

1. Mußte sich niemand zum betteln erniedrigen, auch kein DDR Bürger. Von daher lasse ich den Einwurf DDR Urlauber mußten sich haushalten lassen nicht gelten und bezeichne ihn als unqualifiziert. Wer das mit sich selbst und seiner Wertschätzung vereinbaren konnte, der wird schon entsprechende Gründe dafür gehabt haben. Mir sind keine Urlauber bekannt, die ohne Betteln verhungert wären. Die Lebensbedingungen waren nunmal im Osten etwas niedriger, aber daran waren sicher nicht nur Partei und MfS schuld. Eine Diskussion darüber, sofern nicht schon vorhanden bitte an anderer Stelle.

2. Du schreibst der Gilbert hätte mehr verdient als ein LPG-Bauer.
Ich glaube nicht, dass dir Gilbert's Einkommensverhältnisse vor 1990 bekannt waren.
Jedoch dürfte jedem klar sein, dass ein Offizier mit entsprechender Ausbildung mehr verdient als ein LPG-Bauer. Auch der Lehrer oder entsprechende Werktätige mit einer entsprechenden akademischen Ausbildung dürfte mehr verdient haben und ich glaube kein Bauer fand dieses ungerecht.
Aus diesem Grund stufe ich auch die zweite Aussage als Stimmungsmache und unqualifiziert ein.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 08.12.2009 16:09 | nach oben springen


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