#21

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 06.12.2009 18:03
von Danny_1000 | 166 Beiträge

Telefone gab es in der DDR genug. Nur die betreffenden Anschlüsse der Post dazu waren absolute Mangelware, und zwar auch für SED- Parteimitglieder. Mal fehlte es an der Anschlußleitung, mal an technischen Möglichkeiten der Post, und meistens an beiden.

Die technischen Möglichkeiten, welche die Post der DDR hatte, hätten nicht einmal dazu ausgereicht, nur um jedem zweiten Parteimitglied einen Telefonanschluß zu geben.
Damit relativiert sich Freedoms Statement.

In meiner ganzen SED- Mitgliedschaft hatte ich nicht eine einzige Urlaubsreise, und schon gar keine Westreise.
Nein, Vorteile hatte ich als SED- Mitglied überhaupt keine. Und so ging es hunderttausenden anderen.

Bei der SED- Führungsschicht und sehr „verdienstvollen Genossen“ sah das natürlich ganz anders aus.

Gruß
Daniel


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
zuletzt bearbeitet 06.12.2009 18:05 | nach oben springen

#22

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 06.12.2009 18:13
von glasi | 2.815 Beiträge

danke danny und s51. also kann mann sagen die meisten waren nur zahlende mitglieder. wie hoch war der beitrag im monat?



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#23

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 06.12.2009 18:24
von Danny_1000 | 166 Beiträge

Zitat von glasi
danke danny und s51. also kann mann sagen die meisten waren nur zahlende mitglieder. ..


Hi glasi,
du hast es auf den Punkt gebracht.

Zitat von glasi
... wie hoch war der beitrag im monat?


Zwischen 0,5 und 3% des Bruttoarbeitslohnes monatlich. Ich bezahlte zuletzt 1,5 %


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
zuletzt bearbeitet 06.12.2009 18:25 | nach oben springen

#24

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 06.12.2009 18:48
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von glasi
wie hoch war der beitrag im monat?


@glasi, ehrlich gesagt, weiss ich die höhe nicht mehr genau. ich glaube es waren bei mir monatlich ca. 50.- mark + jeden 2 monat solispende in der gleichen höhe wie der parteitag.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#25

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 06.12.2009 19:36
von glasi | 2.815 Beiträge

oha. das ist ja nicht gerade wenig. ich glaube mein beitrag für dich cdu war genauso hoch. aber auch das ist geschichte.. danke danny und gilbert.



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#26

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 04:36
von Berliner (gelöscht)
avatar

ich moechte nur eines sagen. In einer Diktatur werden die Voraussetzungen fuer den Machtmissbrauch (in diesem Fall besondere Privilegien) schon von vorneherein geschaffen.

Nur eine Denkrichtung wird erwuenscht und die Macht konzentriert sich auf eine Minderheit der Masse.
Das ist fuer mich wie ein Gewaechshaus um ein solches Verhalten bluehen und gedeihen zu lassen.

Wer hat dann die Privilegien genossen, oder waren alle bis hin zur Spitze fair und unvoreingenommen?

Berliner


zuletzt bearbeitet 07.12.2009 06:58 | nach oben springen

#27

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 09:09
von Bunkerkommandant (gelöscht)
avatar

Wir wohnten zu viert in einer Zwei-Raum-Wohnung, bis 1982, danach in einer 3-Raum-Wohnung.
Telefon hatten wir erst nach der Wende.
Parteibeitrag war bei mir zum Schluss 33,- Mark + Spenden.
Der angemeldete Trabbi meiner Eltern ist nie gekommen.
Urlaubsreisen (Urlaubsplatz der NVA - nie FDGB-Urlaubsplätze) hatten meine Eltern und wir Geschwister etwa alle drei Jahre.
Meine Eltern waren beide in der NVA beschäftigt, meinen Sitz kennt ihr, drei von uns vieren waren Parteimitglieder.

Vorteile habe ich keine gesehen...

Wir lesen uns,
Thomas.


zuletzt bearbeitet 07.12.2009 09:10 | nach oben springen

#28

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 11:21
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Wenn ich das also alles so lese ,komme ich zu der Erkenntnis-

Wer in der Partei war konnte,musste aber nicht Vorteile haben.

Die These" Parteimitglied=Bevorzugt in allen Bereichen" stimmt so nicht.



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#29

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 12:18
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

nicht vergessen dürfen wir aber auch, die durchgeführten Sitzungen, Lehrgänge und Schulungen. BPO und APO Versammlungen, Parteilehrjahr wurden in der Regel nach Feierabend bzw. Dienstschluss abgehalten. Bei Verfehlungen erfolgte neben den normalen Maßregelungen auch noch eine Parteistrafe. Neben dem Parteibetrag und den Solidaritätsbeiträgen, kam auch noch hinzu, dass z.B. das Lesematerial zu Parteitagen etc. von dem einzelnen Parteimitglied käuflich erworben wurde (mußte).
Ich selber hatte weder während meiner Kandidatenzeit noch während der Mitgliedschaft Vorteile, aber um fair zu sein - auch keine persönlichen Nachteile.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#30

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 12:23
von Klaus K (gelöscht)
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Zitat von Freedom

Zitat von Berliner
Wie trat man in die Partei ein?
Welche Verpflichtungen nahm man dadurch auf sich?
Wie wurde das vom "Publikum" angesehen?

Dieses Phaenomen der DDR interessiert mich. Was hatte es auf sich "Parteimitglied" zu sein...

Berliner




1. Bevorzugt wurden Bürger durch Neubauwohnung
2. FDGB-Reisen
3. Telefon
4. Extra-Gelder für verdienstvolle Arbeit
etc
etc
etc
etc

Kein Parteimitglied zu sein dreht man die oben genannten Dinge einfach um.
Sicherlich gibt es jetzt ein Aufschrei. Die Tatsache war eben halt so bei uns in der Familie. 5Jahre warten auf eine größere Wohnung, wir waren zu fünft in der Familie. Telefon Null-Chancen. In 16Jahren die meine Eltern verheiratet waren gab es nur 2 FDGB-Reisen ins Vogtland. Alles anderen Anträge von mein Stiefvater blieben ohne Erfolg.



Deine 4 Punkte treffen sicher zu aber nur auf die grossen Bonzen aus den Kreisleitungen u.ä. Das kleine einfache Parteimitglied bekam nicht eine einzige Vergünstigung.
Ich war selber drin. Habe mich damals ködern lassen und bin drauf reingefallen. Mein damaliger Lehrmeister hat mich vor die Entscheidung gestellt, entweder du wirst Mitglied oder du kannst deine Laufbahn als Lokführer vergessen. Ich mit meinen jungen 18 Jahren hab dann "ja" gesagt. Gut , meine Ausbildung habe ich bekommen aber viele die nach mir kamen und nicht drin waren sind auch was geworden. Im März 89 bin ich dann ausgetreten und hatte sofort Nackenschläge. Auf einmal war ich meine Planstelle los und bin als Urlaubs-und Krankenvertreter gefahren. Das war schon n grosser nachteil, denn durch den chronischen Lokführermangel war ein planen der Freizeit nicht möglich , da man regelrecht verheizt wurde. Also blieb die Fam. auf der strecke.


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#31

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 12:32
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo klaus. da warst du aber sehr mutig. im märz 89 konnte mann ja noch nicht wissen was pasiert. wie ging es nach dem 9 november mit dir weiter. lg glasi.



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#32

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 12:44
von Klaus K (gelöscht)
avatar

Zitat von glasi
hallo klaus. da warst du aber sehr mutig. im märz 89 konnte mann ja noch nicht wissen was pasiert. wie ging es nach dem 9 november mit dir weiter. lg glasi.


Tja wie ging es weiter? Im ersten jahr passierte nicht viel. Viele die die grossen Parteimitglieder waren, sind als die ersten in den westen gefahren und angeblich waren sie ja doch nicht so rot wie sie vorher immer taten. Es war alles mit mal nicht mehr wahr. Arbeitsmäßig hat sich dann aber viel verändert. Bald war nicht mehr soviel zu fahren, es gab drastische einbrüche, viele Kollegen gingen in den Westen. Ich habe noch bis 2001 bei der DB durchgehalten, dann war auch ich "zuviel", und wurde "abgebaut". Jetzt fahre ich bei ner DB-Tochter.


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#33

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 13:09
von Rainman2 | 5.763 Beiträge

Bisweilen kann einem fast übel werden, wenn die Dinge in Zusammenhänge gebracht werden, die so nicht zusammengehören.

Ein Beispiel: Im Jahr 1992/93 (ja - nach der Wende) brauchte meine Familie eine andere Wohnung. Wir hatten laut den geltenden Richtlinien keinen Anspruch darauf zu erheben. Wir wurden immer und immer wieder abgeschmettert. Irgendwann fanden wir einen Weg, das System auszutricksen und bekamen eine entsprechende Wohnung. Soll ich mich nun hinstellen und jammern: "Die haben das mit mir gemacht, weil ich mal in der DDR systemtreu war", oder "Ich war kein CDU-Mitglied, da hatte ich keine Chance"? Das wäre schlicht und ergreifend Quatsch. Die Handlungsweise im öffentlichen Dienst, die von der Politik gewollte Wohnungsvergabe und das was letztlich für mich daraus wurde, hatte nichts mit solchen Dingen zu tun.

Und genau so war es auch in der DDR. Die Mitgliedschaft in der Partei konnte allenfalls bedeuten, dass Du einen Kontakt mehr hattest: Zum Parteisekretär. Aber das war's auch schon und in den meißten Fällen war das nicht viel. Wichtiger war es, Handwerker zu kennen, die Sachbearbeiter in der Wohnungsvergabe, die Leute, die die Anträge für das Telefon bearbeiteten und und und ... Du musstest die Punkte finden, wo Du das System austricksen konntest. Dass sich ein Parteimitglied aus seiner Mitgliedschaft Vorteile zieht, war offiziell nicht gewünscht und wurde an den kleinen Parteimitgliedern auch durchgesetzt, die für den Versuch, sich Vorteile auf illegale Weise zu erschleichen, auch noch Parteiverfahren und Parteistrafen auf den Hals bekamen.

Warum war man dann in der Partei? Ich kann nicht für über zwei Millionen Menschen sprechen. Für mich war die Mitgliedschaft in der Partei meine Möglichkeit, an der Stelle wo ich bin, für etwas mehr einzustehen, als nur für meine eigene Arbeit. Ich war von der Sache des Sozialismus überzeugt und hatte so die größte Chance, konsequent dafür zu wirken. Wir nannten die Partei den "bewussten und organisierten Vortrupp der Arbeiterklasse". Klingt als Phrase vielleicht komisch, aber wenn man drinsteckt, motiviert es einen bisweilen. Hinzu kam natürlich auch, dass Parteiorganisationen und Parteifunktionäre auf aktive Leute zugingen mit ihnen sprachen und versuchten, sie zu überzeugen, in die Partei einzutreten. Ich habe dabei nicht erlebt und mir ist auch kein Beispiel bekannt, dass da mit Vorteilen gelockt wurde. Originalton: Das einzige Recht des Kommunisten ist es, voran zu gehen.

Gab es dann überhaupt keinen, der sich auch direkte persönliche Vorteile von seiner Parteimitgliedschaft versprach? Solche gibt's immer und die gab es auch in der DDR. Ob sie solche Vorteile wirklich hatten, hing sehr von den Umständen ab. Zu mir ist jedenfalls nie einer gekommen und hat gesagt: Hier, das bekommst Du, weil Du in der Partei bist. Nein, ganz im Gegenteil: Gerade Du als Genosse musst ...

ciao Rainman


PS: Anbei mal meine Einträge im Parteidokument - Beiträge 1987/88

Angefügte Bilder:
Parteidokument.jpg

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#34

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 13:22
von wosch (gelöscht)
avatar

Es war auch schon ein Vorteil in der DDR, keine Nachteile zu bekommen!!!!
Schönen Gruß aus Kassel


zuletzt bearbeitet 07.12.2009 13:22 | nach oben springen

#35

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 13:34
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von wosch
Es war auch schon ein Vorteil in der DDR, keine Nachteile zu bekommen!!!!
Schönen Gruß aus Kassel



Nein, das war Standart. Wer mit dem Strom schwimmt, rasselt auch nicht mit den anderen Schwimmern zusammen. Ausser, es kommt eine Klippe.
Das war damals so wie heute. Ich erkläre die Bundesrepublik auch nicht zum verbrecherischen System, bloß, weil ich immer noch keine Millionen auf dem Konto habe.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#36

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 13:36
von Skydiver (gelöscht)
avatar

Privilegien gabs stets nur für eine Handvoll Bonzen an der Spitze, egal ob SED, andere Blockparteien, NVA, MfS; das gemeine Fussvolk hatte dafür zu sorgen dass das so blieb.

Habe gesehen wie bei Kindl in der Leninallee das "Stammhaus Kindl" fürs ZK der SED abgefüllt wurde. Es war eine Spezialmischung (schmeckte am ehesten wie Warsteiner), neue Filter und Flaschen mussten verwendet werden und der gesamte Abfüll- und Verladevorgang wurde von zahlreichen MfS MA überwacht.

Vetternwirtschaft und Korruption gabs natürlich auch in der DDR-Führung.


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#37

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 13:51
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch
Es war auch schon ein Vorteil in der DDR, keine Nachteile zu bekommen!!!!
Schönen Gruß aus Kassel




Was für ein Reißer, mal wieder ein wenig Stimmung machen? Ein wenig das Unterbewußtsein stimulieren, mit der Hoffnung es bleibt bei regelmäßiger Wiederholung etwas hängen?


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#38

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 14:07
von wosch (gelöscht)
avatar

[quote="Feliks D.Es war auch schon ein Vorteil in der DDR, keine Nachteile zu bekommen!!!!
Schönen Gruß aus Kassel[/quote]


Was für ein Reißer, mal wieder ein wenig Stimmung machen? Ein wenig das Unterbewußtsein stimulieren,mit der Hoffnung es bleibt bei regelmäßiger Wiederholung etwas hängen?

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Nein, Feliks, Diese Hoffnung habe ich, was Deine Person betrifft, eigentlich nie gehabt!!!
Statt dem dämlichen Smilie von Dir, bekommst Du trotzdem diesen hier: von mir!
Schönen Gruß aus Kassel


zuletzt bearbeitet 07.12.2009 14:10 | nach oben springen

#39

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 14:15
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch

Zitat von Feliks D
.Es war auch schon ein Vorteil in der DDR, keine Nachteile zu bekommen!!!!
Schönen Gruß aus Kassel




Was für ein Reißer, mal wieder ein wenig Stimmung machen? Ein wenig das Unterbewußtsein stimulieren,mit der Hoffnung es bleibt bei regelmäßiger Wiederholung etwas hängen?


;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;

Nein, Feliks, Diese Hoffnung habe ich, was Deine Person betrifft, eigentlich nie gehabt!!!
Statt dem dämlichen Smilie von Dir, bekommst Du trotzdem diesen hier: von mir!
Schönen Gruß aus Kassel





Na komm, was war das für eine Aussage. Hört sich echt so an als ob wir alle Glück hatten, das ganze überhaupt überlebt zu haben.

Der Satz zieht doch bei Laien super, wer das liest und bei der nächsten DDR Diskussion keine Ahnung hat, der wirft mal schnell den Satz ein: "Es war auch schon ein Vorteil in der DDR, keine Nachteile zu bekommen" und alle Deppen stimmen zu.

Der Ausfluss daraus sind dann Hausarbeiten von Schülern wie Afghani, die dann in Referaten vor der Klasse verkünden:

Zitat von Afghani


Die Methoden des MfS war nicht wie man es heute kennt. Es war keine öffentliche gewinnung. Man konnte sich also nicht bewerben. Sie haben sich die Mitarbeiter selbst ausgesucht und teilweise gezwungen mitzuarbeiten.Sie haben Mitarbeiter durch materielle Anreize wie zum Beispiel Geld oder Erpressung wer nicht mitmachen wollte wurde ausspioniert und bei einer kleinen Gelegenheit exikutiert



Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 07.12.2009 14:36 | nach oben springen

#40

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 07.12.2009 15:14
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.

Zitat von wosch
[quote="Feliks D.Es war auch schon ein Vorteil in der DDR, keine Nachteile zu bekommen!!!!
Schönen Gruß aus Kassel




Was für ein Reißer, mal wieder ein wenig Stimmung machen? Ein wenig das Unterbewußtsein stimulieren,mit der Hoffnung es bleibt bei regelmäßiger Wiederholung etwas hängen?




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Nein, Feliks, Diese Hoffnung habe ich, was Deine Person betrifft, eigentlich nie gehabt!!!
Statt dem dämlichen Smilie von Dir, bekommst Du trotzdem diesen hier: von mir!
Schönen Gruß aus Kassel[/quote]


Na komm, was war das für eine Aussage. Hört sich echt so an als ob wir alle Glück hatten, das ganze überhaupt überlebt zu haben.

Der Satz zieht doch bei Laien super, wer das liest und bei der nächsten DDR Diskussion keine Ahnung hat, der wirft mal schnell den Satz ein: "Es war auch schon ein Vorteil in der DDR, keine Nachteile zu bekommen" und alle Deppen stimmen zu.


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Nun ja Feliks, Ich will Dich ja gar nicht überzeugen und wenn ich hier schreibe, dann tue ich das mit Sicherheit nicht für Dich, sondern für mich und für andere Interessierte.
Wer will denn ernsthaft abstreiten, daß, wenn man nicht bei den Jungen Pionieren Mitglied war, Nachteile hatte und auf die Eltern (ich sag es mal ganz softly) ein klein bischen der "strenge Zeigefinger" erhoben wurde!! Das Gleiche kann ich aus eigener Erfahrung zu meinen Eintritt in die FDJ sagen. Meiner Mutter, als damalige Untestufenlehrerin hätte es seinerzeit sehr zum Schaden gereicht, wenn ich als Ihr Sohn nicht in diesen Verein hereingegangen wäre!!
Vor der vormilitärischen Ausbildung in der GST konnte ich mich als FDJler seinerzeit sowieso nicht drücken, die Nachteile in solchen Fällen bestanden in der Regel in "Einladungen" vom Kaderleiter des Betriebes, bzw von Funktionären in der Berufsschule, bei denen es im Grunde nur darum ging: Bist Du für, oder gegen uns, für den Sozialismus, für den Frieden, oder schaust Du etwa nach den Westen? Na, da man ja nicht gegen sie sein durfte, ging man natürlich in die GST und zwar "freiwillig, gezwungener Maßen!" Den Druck auf die, zumindestens zu meiner Zeit als 18jähriger, jungen Männer in meinem Alter, den Antrag auf die Kandidatschaft zur Mitgliedsschaft in die SED zu stellen, war gerade nach den Ereignissen des 13. August 1961 enorm groß und ich weiß, daß damals sehr viel davon abhing, ob man zur ABF "delegiert" wurde, oder nicht. Die Kandidatur zur SED erleichterte so Einiges, bei uns in der Klasse war allerdingst der Erste der den Antrag stellte, der Jenige mit den schlechtesten Schulnoten und wurde uns dann später als "Vorbild" hingestellt. Er wird schon gewußt haben, wieso er diesen Schritt gemacht hatte, Gespräche hatte man mit Ihm als Ersten geführt. Die Vor-und Nachteile, die man hatte bezüglich Mitgliedschaft, oder Nichtmitgliedschaft bei den Pionieren, bei der FDJ und bei der GST, setzten sich in Bezug auf die SED nicht fort?, wer soll das denn glauben, wo die meisten Mitglieder der SED doch nur reingegangen sind, weil man es von ihnen verlangte. Eine berufliche Tätigkeit in bestimmten Berufen, setzte doch fast immer voraus, daß man das "richtige Bewußtsein" hatte und was das betrifft der Partei "treu ergeben" war und von ihr "geführt" werden konnte! Dafür gab es ja über Jeden seine Kaderakte und die reiste Dir doch immer hinterher!!Der Nachteil der SED-Mitglieder damals war allerdings für die Genossen, daß sie mit ihrem "Bonbon" am Revers bei einem großen Teil der Bevölkerung nicht sehr beliebt waren. Das traf ganz besonders auf die zu, die diesen "Bonbon" auch noch mit stolzer Brust trugen.
Letztere, daß waren auch Diejenigen, vor denen man vorsichtig übers Wetter geredet hatte, wenn sie sich Einem näherten! So war es jedenfalls vor 1962, wer es nicht glaubt, dem kann ich auch nicht weiterhelfen!
Schönen Gruß aus Kassel


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