#241

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 10:02
von Hanum83 | 4.662 Beiträge

Zitat von furry im Beitrag #240
Zitat von SiK90 im Beitrag #224
Vor allem wird ein Unterwachtmeister aus Niedersachsen ein hervorragender Zeitzeuge sein, was spezielle Ausbildungsinhalte der Einheiten der GT betrifft. Hut ab - ich lache mich schlapp......


@SiK90 , meine Frage unter #222 an @damals wars mit dem kleinen Späßchen am Ende als vor längerer Zeit gezeugter (=Zeitzeuge ?) Unterwachtmeister aus Niedersachsen und für einen, der die Zeit seines Grundwehrdienstes bei der BePo nicht zu den Höhepunkten seines Lebens zählt, war ernst gemeint.
Gab es für die Angehörigen der GT eine spezielle Nahkampfausbildung, um auf besagtem Magazinwechsel zu verzichten? Oder gab es die nur für die Bewacher des Brandenburger Tores?


Unsere Nahkampfausbildung war bestimmt die die jeder Soldat erhielt, kann mich entsinnen an Abwehr Messerstich von unten und oben, natürlich auch wie man mit aufgepflanztem Seitengewehr umgeht und eventuell grenzspeziell das stoppen eines vor dir herrennenden flüchtenden indem man ihm den Kolben in die obere Wirbelsäule drischt.
Glaub in den 6 Monaten Ausbildung war zwei mal Nahkampf angesetzt.
Zu meiner Zeit war aber die Grenze so ausgebaut das du wohl so gut wie nie in die Verlegenheit eines überaschenden Angriffs durch einen GV kamst, er musste ja erst mal über den Signalzaun kommen ohne Alarm auszulösen.


Ein Jahr lang 10 Kilometer der innerdeutschen Grenze 1983/84 mitbewacht.
(Zusatz-Info auf Wunsch eines einzelnen Users: War dabei auch Postenführer.)
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zuletzt bearbeitet 30.07.2015 10:20 | nach oben springen

#242

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 10:49
von grenzergold | 187 Beiträge

Nahkampfausbildung bei den Grenztruppen ??? Schwach bis .......

gg


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#243

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 11:35
von SiK90 (gelöscht)
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Ob es diese Ausbildung auch in anderen Einheiten gab, kann ich natürlich nicht sagen.

Bei uns war es ein Komplex aus Abwehr von Angriffen, Zugriff, Festhalte und Selbstverteidigung. Der Umgang mit Plexi - Schild, Abwehr von Wurfgeschossen, Vorrücken als Postenkette, Umgang mit Schlagstock und Knebelkette (einzeln und in der Postenkette), Sprints in voller Montur über 200m und 400m auf Zeit.
Das Ganze begann im Sommer 89 und wurde von externen Ausbildern geleitet. Die Übungen wurden mehrfach wiederholt aber viel Zeit für das Training blieb nicht; kurze Zeit später erfolgte am Checkpoint Charlie der erste (und einzige) diesbezügliche Einsatz gegen den Mob aus Wb.


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#244

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 12:05
von furry | 3.562 Beiträge

@SiK90 , siehst Du, es geht doch auch etwas netter. Danke für die Auskunft.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#245

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 12:07
von SiK90 (gelöscht)
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Ich habe wohl auf "Nahkampfdiele" etwas überreagiert...


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#246

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 12:28
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von SiK90 im Beitrag #214
Zitat von exgakl im Beitrag #213
Das mag sein , nur wird die Ausbildung mitunter von der Praxis überholt...



Learning by doing in einer solch heiklen Sache? Ich denke eher, es gab eine andere Doktrin in Berlin als an der Grünen. Aber das ist nur meine persönliche Ansicht.



Schonmal was von Befehlen gehört @SiK90 ? Ab Anfang der 80iger Jahre sollte die Schußwaffe grundsätzlich nur noch bei Angriffen auf das eigene Leben zur Selbstverteidigung eingesetzt werden....
Lass mich mal ein bissel an deinem "Gedenke" teilhaben, welche unterschiedlichen "Doktrin" soll es denn deiner Ansicht nach gegeben haben?


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#247

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 12:56
von SiK90 (gelöscht)
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Ein solcher Befehl im Wortlaut ist mir nicht bekannt. Darüber wurde auch von den grünen Kameraden nichts berichtet.

Die örtlichen Gegebenheiten waren doch völlig andere. Sperrgebiet, Wälder, auf Westseite oft keine direkte Ortschaft. Größere Abschnitte und geringere Postendichte. Schüsse hätten nicht unbedingt publik werden müssen.
Im Berliner Stadtgebiet, besonders am Tor, saß man ständig auf dem Präsentierteller. Stelle dir mal den Extremfall vor, wenn in der ohnehin aufgeheizten Periode 89 ein Toter mitten auf dem Pariser Platz gelegen hätte....

Deswegen denke ich, dass der Einsatz der Schußwaffe unterschiedlich streng reglementiert war.


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#248

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 13:04
von exgakl | 7.223 Beiträge

Zitat von SiK90 im Beitrag #247
Ein solcher Befehl im Wortlaut ist mir nicht bekannt. Darüber wurde auch von den grünen Kameraden nichts berichtet.

Die örtlichen Gegebenheiten waren doch völlig andere. Sperrgebiet, Wälder, auf Westseite oft keine direkte Ortschaft. Größere Abschnitte und geringere Postendichte. Schüsse hätten nicht unbedingt publik werden müssen.
Im Berliner Stadtgebiet, besonders am Tor, saß man ständig auf dem Präsentierteller. Stelle dir mal den Extremfall vor, wenn in der ohnehin aufgeheizten Periode 89 ein Toter mitten auf dem Pariser Platz gelegen hätte....

Deswegen denke ich, dass der Einsatz der Schußwaffe unterschiedlich streng reglementiert war.



Na gut, so oft hast du ja nun nicht "gesessen", du warst ja eher damit beschäftigt die Kameraden incl. ihrer Bellos durch die Gegend zu kutschieren.
Was du bzzgl. des Einsatz der Schußwaffe denkst ist eigentlich nicht von Belang, schon eher welche konkreten Befehle und Weisungen es gab.
Kann es sein, dass du dich und deine "Delegierung" zur SIK so ein bissel ins Heldenhafte und ganz Besondere darstellen möchtest?
Ich kann dich beruhigen, da bist du ein bissel auf dem Holzweg....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#249

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 13:09
von SiK90 (gelöscht)
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Nein.
Ich schreibe nur über Erlebtes. In Zukunft werde ich mehr lesen, da anscheinend kein großes Interesse an Zeitzeugenberichten besteht.
Apropos lesen; da Du alles zu wissen scheinst - poste doch mal den entsprechenden Befehl.


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#250

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 13:11
von exgakl | 7.223 Beiträge

Da du mehr lesen willst, wirst du entsprechende Aussagen dazu sicherlich in den Tiefen des Forums finden...


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#251

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 15:02
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #238
Gerüchte? Sind das Erkenntnisse?


Wie zu DDR-Zeiten nicht unüblich wurden Gründe für solche Versetzungen in der Truppe nicht genannt und Gerüchte weder kommentiert noch dementiert. Bei der Glaubwürdigkeit dieses Gerüchtes jedoch bin ich sehr, sehr vorsichtig. Einerseits kenne ich es auch. Andererseits ist er, völlig anders als in vergleichbaren Fällen, in der Truppe verblieben und lediglich auf einen für die Truppe und Allgemeinheit ungefährlicheren weil bar jeder dienstlichen Entscheidungsgewalt belassenen Posten versetzt worden. Bis in meine Zeit hinein hat er an Veranstaltungen der Truppe in Elend teilgenommen. Das passt dann eigentlich überhaupt nicht...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#252

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 15:15
von grenzergold | 187 Beiträge

Zitat von SiK90 im Beitrag #243
Ob es diese Ausbildung auch in anderen Einheiten gab, kann ich natürlich nicht sagen.

Bei uns war es ein Komplex aus Abwehr von Angriffen, Zugriff, Festhalte und Selbstverteidigung. Der Umgang mit Plexi - Schild, Abwehr von Wurfgeschossen, Vorrücken als Postenkette, Umgang mit Schlagstock und Knebelkette (einzeln und in der Postenkette), Sprints in voller Montur über 200m und 400m auf Zeit.
Das Ganze begann im Sommer 89 und wurde von externen Ausbildern geleitet. Die Übungen wurden mehrfach wiederholt aber viel Zeit für das Training blieb nicht; kurze Zeit später erfolgte am Checkpoint Charlie der erste (und einzige) diesbezügliche Einsatz gegen den Mob aus Wb.



Normale BePo - Ausbildung.

gg


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#253

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 16:24
von damals wars | 12.113 Beiträge

Ab einem bestimmten Dienstalter landeten in unserem Regiment die Kompaniechefs im Stab, bekamen dort einen "Sesselfu..."-posten.
Sie waren dann schlicht verbraucht. Und mussten auch keinem zu Nahe treten.
Bei meinem KC wurde es damals höchste Zeit.
Und bevor wieder jemand fragt, Nein, ich war nicht schuld, er hatte vorher schon seinen Spitznamen Major "Ü" weg.
Wir bekamen dann den Sportoffizier des Regiments als KC.


Als Gott den Menschen erschuf, war er bereits müde; das erklärt manches.(Mark Twain)
Ein demokratischer Rechtsstaat braucht Richter, keine Henker. Interview auf der Kundgebung Je suis Charlie am 11.01.2015
"Hass hat keinen Glauben, keine Rasse oder Religion, er ist giftig." der Witwer der britische Labour-Abgeordnete Jo Cox.
http://www.neo-magazin-royale.de/zdi/art...fur-frauke.html
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zuletzt bearbeitet 30.07.2015 16:29 | nach oben springen

#254

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 16:27
von S51 | 3.733 Beiträge

Bei solchen Sprüchen wie "bei Anruf erfolgt Magazinwechsel" kommt es auch durchaus auf den Blickwinkel des diesen Spruch Hörenden an. Hier, in einem Forum sorgt er für viele ungläubige Blicke und böse Kommentare. In einem gutsituierten Wohnzimmer bleibt sicher manchem der Atem weg.
In einer Einheit da draußen, wo alles geregelt ist auch das scheinbar Unmögliche, da waren solche Sprüche eher eine Worthülse. Einfach nur Worte, so abstrus, das man darüber allenfalls schief grinsen konnte. Falls man es durfte, natürlich. Weil es für das, was sie umschrieben sowieso Regeln gab, die mehr Macht hatten als flapsige Worte. Soll heißen, so richtig ernst haben das nur wenige genommen. Vernünftigerweise gar keiner aber es gibt eben immer auch Menschen, denen Situationen über den Kopf wachsen und die dann einfach erst handeln...
Ich hatte 83/85 jedes Jahr mehrfach die Ehre, unseren KC und seine mit verplanten Offiziere zu Veranstaltungen nach Elend zu bringen und zu holen gemeinsam mit dem Kompaniefahrer. Ich weiß, das "Streit" für die Dispute zwischen Hr. P. und ihnen gerade zum jeweiligen Ende oft noch eine sehr untertriebene Bezeichnung war. Er war eben ein Scharfmacher vor dem Herrn und so etwas gab und gibt es durchaus auf allen Seiten. Jedoch, so richtig ernst genommen hat man solche Leute immer nur, wenn man in der Schulung seine Worte wählen musste. Draußen im "Busch" da galt das nichts.
Für Leute freilich, die immer mal eine Fahne brauchen die schützend vor ihnen weht, da war dies durchaus anders. Da werden eben selbst unmögliche Worte zu Entscheidungshilfen. Vielleicht aber auch nur guten, prima passenden Ausreden? Denn es gab da draußen im Busch halt eindeutige Regeln und es ist bei deren Verletzung eben besser, man wurde getrieben.
Nicht ganz passend (oder vielleicht doch) erinnere ich an den gesellschaftlichen Aufschrei, als Soldaten unserer friedliebenden BW in Afghanistan mit den Knochen früher gefallenen Soldaten (der Sowjetarmee) spielten und dies zufällig publik wurde. Da haben auch viele aufgeschrien aber eigentlich - töten und getötet werden ist kein Problem - damit flapsig umgehen aber schon? Warum?
Und so mancher, der hier vor (h-)eiliger Empörung über Spruch oder tödliche Schüsse diskutiert, der möge bitte seine Art zu diskutieren prüfen. Damit will ich schreiben, das grundsätzliche Empörung eigentlich immer der Grundstein für Überreaktion ist. Damals wie heute gesteht man dann der anderen Seite keine Rechte zu und ab dem Punkt braucht es für tragische Ergebnisse eigentlich nur noch Gelegenheiten...


GK Nord, GR 20, 7. GK
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#255

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 16:32
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von damals wars im Beitrag #152
Ich habe weder den KC noch seinen handelnden Stellvertreter benannt, mir werden nur Sympathien für sie unterstellt.

Als ehemaliger Grenzer ist mir der Druck, unter dem wir damals unstrittig standen, durchaus noch in Erinnerung,
und auch die damalige Bedrohungslage.
Aus heutiger Sicht vielleicht lächerlich, damals war es aber sehr gegenwärtig, und für das Handeln bestimmend.
Das versuche ich in Erinnerung zu rufen, nicht das die Erinnerungen durch Leute bestimmt werden, die keine
als handelnde Personen haben.



Na klar! Wie konnte ich das vergessen!

Bedrohungslage - klar war sie da! Quasi schon seit Gründung der DDR, nämlich durch die hier:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&....99028883,d.bGQ

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&....99028883,d.bGQ

Ich maße mir mal dazu an zu behaupten, im Regelfall waren diese "Bedroher" noch nicht einmal mit einer Schußwaffe bewaffnet, oder irre ich mich wie Sam Hawkeins in den Winntetoufilmen?

https://www.google.de/search?q=Sam+Hawke...iw=1600&bih=787

Ich glaube..., nee, bevor ich in die Verbindung eines Geistlichen (Pastors) gebracht werde, ich behaupte, die einzigste Bedrohungslage, die es tasächlich gab, war von Anfang an die Bedrohung des realistisch weltfremden und unglaubwürdigenden Alleinherschaftsanspruches der SED und ihrer langsam aber sicher vergreisenden zahlenmäßig kleinen aber um so machgeileren Führungsriege!

Selbstverständlich sollte man die damalige weltpolitische Lage nie außer Acht lassen - es war nicht nur eine Grenze zur Sicherung des Alleinherschaftsanspruches der SED, es war die Grenze zwischen zwei erzverfeindeten Machtblöcken.

Die SED hat aber ganz klar den Takt mitbestimmt. Und es wäre um Einiges an dieser Grenze humaner, ohne so viel sinnlose Opfer abegangen, hätte man sich auf eine sanftere Stategie des Grenzschutzes besonnen.
Aber was wollte man von eingefleischten Mordbuben und Mordmädels wie W. *lbricht, W. *ieck, E. *onecker, E. *ielke, W. *toph, Hilde *enjamin, Margot *onnecker usw. denn außer lupenreinen aber um so riegeroseren Moskaugehorsam nach stalinistischem Vorbild erwarten?

Etwa Menschlickeit?

josy95


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#256

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 16:42
von S51 | 3.733 Beiträge

Auch wenn dies jetzt vom Näpfchen zur Badewanne wird. Ich erlaube mir den Hinweis, das die absolute Mehrzahl aller Festnahmen auch in Sorge, Elend oder bei "uns" in Schierke ohne jedwede Gewaltanwendung ablief. Wie insgesamt an dieser Grenze auch. Soweit mir bekannt, wurden auch unter P. Zeiten in Sorge die Masse aller Festnahmen völlig unspektakulär getätigt.
Merkwürdigerweise war Sorge trotz der weitaus besser als im eigentlichen Oberharz ausgebauten Grenzanlagen viel öfter von Flüchtigen frequentiert als der Raum um den Brocken. Bei uns waren das pro Jahr um die 5 Versuche, die es bis zu uns schafften, dort mitunter die doppelte Anzahl.
Es hat Anwendungen der Waffe gegeben aber die waren eben die Ausnahme. Es hat also durchaus funktioniert. Wenn man jetzt so tut, als wäre dies anders gewesen, dann verfälscht man damit eben auch die Geschichte.


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#257

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 16:45
von josy95 | 4.915 Beiträge

[quote=S51|p481908]Bei solchen Sprüchen wie "bei Anruf erfolgt Magazinwechsel" kommt es auch durchaus auf den Blickwinkel des diesen Spruch Hörenden an. Hier, in einem Forum sorgt er für viele ungläubige Blicke und böse Kommentare. In einem gutsituierten Wohnzimmer bleibt sicher manchem der Atem weg.
In einer Einheit da draußen, wo alles geregelt ist auch das scheinbar Unmögliche, da waren solche Sprüche eher eine Worthülse. Einfach nur Worte, so abstrus, das man darüber allenfalls schief grinsen konnte. Falls man es durfte, natürlich. Weil es für das, was sie umschrieben sowieso Regeln gab, die mehr Macht hatten als flapsige Worte. Soll heißen, so richtig ernst haben das nur wenige genommen. Vernünftigerweise gar keiner aber es gibt eben immer auch Menschen, denen Situationen über den Kopf wachsen und die dann einfach erst handeln...
Ich hatte 83/85 jedes Jahr mehrfach die Ehre, unseren KC und seine mit verplanten Offiziere zu Veranstaltungen nach Elend zu bringen und zu holen gemeinsam mit dem Kompaniefahrer. Ich weiß, das "Streit" für die Dispute zwischen Hr. P. und ihnen gerade zum jeweiligen Ende oft noch eine sehr untertriebene Bezeichnung war. Er war eben ein Scharfmacher vor dem Herrn und so etwas gab und gibt es durchaus auf allen Seiten. Jedoch, so richtig ernst genommen hat man solche Leute immer nur, wenn man in der Schulung seine Worte wählen musste. Draußen im "Busch" da galt das nichts.


@S51 , soweit ganz gut nachvollziehbar. Wie schon öfter von einer Vielzahl User beschrieben, man darf den Zeitsprung und auch heutige Denkschemasnicht in einen Topf hauen.

Und das dieser Major P. selbst bei der Mehrzahlder anderen Offiiziere nicht beliebt war, Du bestätigst es glaubhaft. Das hat schon Gründe gehabt, was einie ja hier stets und ständig anzweifeln.

Nur, und das klang hier auch schon öfter an: Solch ein Vorgesetzter, solch ein Einpeitscher, potentieller Angstmacher, ich möchte mal behaupten, solchein kleiner großer Sadist, Teufel in Menschengestalt, war doch in der Hinsicht brandgefährlich, besonders was seine Worte, seine Sätze in relativ unreifen und damit schnell beinflußbaren Köpfen von Gwd- lern anrichten konnten, objektiv angerichtet haben!

Und da haben sich auf alle Fälle die Vorgesetzten des Majors P. mitschuldig gemacht, solch einen Teufel in Menschengestalt solange auf solch einem Posten zu belassen.


josy95


(Letzter Satz Edit - auf Wunsch und Hinweis einiger User, auch per PN, deren Erfahrung und Art ich sehr zu schätzen weiß... sei hiermit erfüllt. Außerdem war ein Tipfehler drin...- o. k.!)


josy95


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zuletzt bearbeitet 30.07.2015 20:55 | nach oben springen

#258

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 17:03
von der 39. | 520 Beiträge

Ach josy95, ich lese und stimme Dir aus voller Überzeugung zu. Und dann der letzte Satz, den hättest Du Dir wirklich ersparen können. Solche Scharfmacher oder wie immer wir sie bezeichnen wollen sind doch nicht systemtypisch!!! Es hat sie zu allen Zeiten beim Militär gegeben und wird sie auch jetzt geben, ob im Mittelalter bei den Landsknechten, in den Armeen des 1 und des 2.Weltkriegs in der Bundeswehr wie in der NVA, bei der WehrsportgruppeXXX, in den Fremdenlegionen und überall dort , wo Mensch Gewalt über Menschen haben. Das ist nicht systemtypisch
Josy95, möchtest Du nicht doch diesen verflixten Satz streichen? Bitte.
Der 39.


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#259

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 17:57
von Ernesto34 | 14 Beiträge

Zum letzten Beitrag von Josy95 kann man nur den Kopf schütteln. Was hat die SED Ideologie mit den von Dir genannten Sadisten usw. zu tun?
Ich würde Dir raten vor dem Schreiben solcher Beiträge vorher genauer über den geplanten Beitrag nachzudenken. MfG Ernesto34


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#260

RE: Bei Anruf erfolgt Magazinwechsel

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.07.2015 20:48
von DoreHolm | 7.677 Beiträge

Na, josy95 in #255, den letzten Satz mit den eingefleischten Mordbuben und Mordmädels hättest du stecken lassen können. Zu so einer primitiven Formulierung hatte ich dich bisher nicht für fähig gehalten. Mord ist immer geplant und eingefleischt heißt so gut wie die unbedingte Absicht zum Töten. Auch für Ulbricht und Honecker war jeder Tote einer zu viel, davon kannst Du erst mal ausgehen. Jeder Tote war ein ein höchst unangenehmes Politikum, da dies kaum zu verheimlichen war. Du stellst die SED-Größen damit auf eine Stufe mit solchen Verbrechern wie Somoza, Pinochet, Papa Doc und Baby Doc u.v.a.Diktatoren, bis hin zum heutigen IS und ihren Ablegern in Afrika und anderswo, die m.E. noch wahlloser töteten und töten ließen als Hitler und Stalin.



Ernesto34 hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 30.07.2015 21:28 | nach oben springen


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