#1

Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 06:49
von Berliner (gelöscht)
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als Angelo dieses Forum aufmachte, habe ich mich sehr gefreut. Nur Schuldgefuehle habe ich danach gehabt, weil ich selber nicht viel drin postete. Dafuer interessiert mich schon das Thema, weil ich "ab und zu eine Waffe in die Hand bekomme".

Dieser Thread, sowie der Betreff, soll dieser Pistole dienen. Alles was man ueber diese Pistole schreiben moechte ist OK.

Ich selber habe eine solche Pistole mal in der Hand gehabt und vielleicht 100 Schuss damit abgegeben. Meine Eindruecke kann man unten lesen:

Die Pistole ist massiv gebaut, wie wir hier schoen (oder unschoen sagen) wie das sprichwortliche Sch***haus aus Ziegelstein. Like a proverbial brick sh--house.
Die Patrone ist sehr schwach, schwaecher als die 9x19 und kaum staerker als eine 9mm kurz.
Absolut zuverlaessig und sehr simpel. Bei uns ist nur vielleicht eine neue Rueckstossfeder? (recoil spring) noetig um eine 100% Fuetterung? (feeding) zu gewaehrleisten. Manche russische Munition mit konischem Geschoss ist sonst problematisch.
Abzug ist nicht toll. Double action (abdruecken ohne zuerst den Hahn zu spannen) ist ganz i.O., aber single action (abdruecken bei gespanntem Hahn) ist schwammig.

Insgesamt gefaellt mir die Pistole sehr. Abgesehen von der schwachen Patrone und der niedrigen Kapazitaet, ist die Pistole zuverlaessig und hier zu Lande auch relativ guenstig (ca. $200).

Gruesse aus den USA,
Berliner


zuletzt bearbeitet 03.12.2009 06:54 | nach oben springen

#2

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 08:48
von FriWe89 (gelöscht)
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Pistole M => 8 Warnschüsse und ein gezielter Wurf

Es sie denn man nutzte ständig die selbe. Dann konnte man die Treffergenauigkeit erhöhen.


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#3

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 09:51
von MajorTom | 217 Beiträge

Moin,
mochte sie auch, obwohl ich sie nur selten in der Hand hatte. Gleich bei der ersten Schießübung habe ich mit ihr die Bedingungen für die "Killerkordel" geschafft, was ich auch beim zweiten Schießen bestätigen konnte - beidemale Note 1. Ansonsten habe ich sie nur noch bei diversen GOvD-Diensten in Zittau als "Deko" getragen - leider.
Tom


Die DDR war meine Heimat, auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte - wo die DDR war, ist meine Heimat nicht mehr


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#4

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 10:16
von Spider (gelöscht)
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Morgen alle zusammnen.

Meine Schießergebnisse mit der Makarov waren nicht so doll. Ich fand immer, dass sie durch
den kurzen Lauf einen zu hohen Rückstoss hatte. Durch ihre geringe Größe war sie sehr handlich und leicht wegzustecken und zu ziehen. Mit der Walther P1 hab ich besser getroffen, vielleicht, weil der Lauf länger ist. Sie ist allerdings nicht so praktisch wie die Makarov.

Gruss Spider


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#5

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 11:31
von FriWe89 (gelöscht)
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=> MajorTom => Kann man eine Waffe "mögen"?

Nichts für ungut, aber weder vor - speziell während - und auch nach nach meiner Dienstzeit hatte ich auch nur annähernd dieses "Gefühl" zu einer. Mag vielleicht auch daran liegen - gerade während der Dienstzeit und aus Erfahrungen während dieser, da man(n) jeden Tag 8 - 12 Stunden zu zweit mit einer geladenen unterwegs war. Was ja GT von NVA grundlegend unterschied. Da war's nur bei Wache oder Geländespielen der Fall.

=> "Killerkordel" - ich kannte sie nur als Affenschaukel. Wobei beim Erwerb der selben fast meine gesamte Kompanie Fahrkarten schoss, um sie nicht(!) zu bekommen. Denn geh mal einer als Grenzer in Berlin in den Ausgang. Gewappnet mit allen Auszeichnungen - guter Schütze. Die Liste der "Lokalitäten" die man in Berlin nicht aufsuchen durfte war so schon lang.


=> Praktische Waffe... Hmmm... Das waren beide Standardgeräte. Kurz wie lang. Aber das ist ja allgemein bekannt.

Allerdings - ich schiesse sehr gern Bogen. Und treffe sogar. ;-)


zuletzt bearbeitet 03.12.2009 11:31 | nach oben springen

#6

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 11:49
von Udo (gelöscht)
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Ausgang bzw. Urlaubsantritt bei den GT immer ohne Schützenschnur. War mindestens eine Weisung vom KC.
Udo


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#7

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 17:19
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von FriWe89
Pistole M => 8 Warnschüsse und ein gezielter Wurf

Es sie denn man nutzte ständig die selbe. Dann konnte man die Treffergenauigkeit erhöhen.



das liegt wahrscheinlich an den kleinen Visieren. Das ist praktisch aber macht die Aufgabe eines Schuezten schwerer...

Zitat von MajorTom
Gleich bei der ersten Schießübung habe ich mit ihr die Bedingungen für die "Killerkordel" geschafft... Ansonsten habe ich sie nur noch bei diversen GOvD-Diensten in Zittau als "Deko" getragen - leider.



was ist eine Killerkordel?
gab es denn keine Moeglichkeit danach zu ueben?

Zitat von Spider
Meine Schießergebnisse mit der Makarov waren nicht so doll. Ich fand immer, dass sie durch
den kurzen Lauf einen zu hohen Rückstoss hatte... Mit der Walther P1 hab ich besser getroffen, vielleicht, weil der Lauf länger ist.



das koennte auch daran liegen, dass die Makarow ein "Rückstoßlader ohne starre Laufverriegelung" ist. Bei der bulgarischen Ausfuehrung ist das Griffstueck auch unbequem, nach meiner Empfindung.
Die P1 ist dafuer ein Kuenststueck, nur kaeme es hart auf hart waere die Makarow meine Wahl...

Zitat von FriWe89
=> MajorTom => Kann man eine Waffe "mögen"?



Das habe ich gesagt und, ja, ich mag sie praktisch gesehen. Ein guter Entwurf, man koennte als Entwickler darauf Stolz sein.

Berliner


zuletzt bearbeitet 03.12.2009 17:37 | nach oben springen

#8

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 18:33
von SCORN (gelöscht)
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die praktische schiessausbildung mit der pistole M war nicht dazu geeignet einen schützen zu einer konstant guten leistung zu bringen. auf deutsch, es wurde viel zu wenig geschossen. nicht mehr als dass ein einigermaßen sicherer umgang gewährleistet war. konnte man aber regelmäßig und intensiv trainieren, etwa im rahmen von trainingsgruppen für hfw in den verbänden und einheiten, so konnte man nach einiger zeit durchaus respektable leistungen mit dieser waffe erzielen.

für daß was sie gedacht war ,war sie gut genug. eine einfache und solide pistole für den nahbereich bis 25mtr. und hier war sie absolut ausreichend. sicher nicht der letzte schrei in der waffentechnischen entwicklung. stand doch ab anfang der 70iger mit der CZ75 eine moderne pistole im cal.9 Para mit hoher magazinkapazität(15 schuss) im ostblock zur verfügung. die beschaffung scheiderte mit sicherheit an den hohen kosten und die umstellung auf 9Para munition.


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#9

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 21:06
von S51 | 3.733 Beiträge

[quote="BerlinerM =]

was ist eine Killerkordel?
gab es denn keine Moeglichkeit danach zu ueben?


Berliner[/quote]

Killerkordel = Schützenschnur.
So wurde, hautsächlich wohl in Berlin und Umgebung, die Schützenschnur genannt. Das war eine Auszeichnung für gute Schießergebnisse. Eine Art Miniausgabe des Portepee, die auf der rechten Seite zwischen Schulterstück und zweitem Uniformknopf an der Ausgangsjacke von Soldaten und Unteroffizieren getragen wurde.
Habe sie auch, mit zwei Eicheln. Also immer wieder erfüllt.
Wir haben sie in Sachsen und auf Heimfahrt immer getragen, durchaus mit Stolz. Derartige Einschränkungen gab es bei uns also nicht. Obwohl wir davon gehört haben (Berliner GAK haben in der Ausbildung davon erzählt).
Für die Schützenschnur spielte das Ergebnis vom Pistolenschießen allerdings meines Wissens keine Rolle. Notwendig war mit der MPi Kalaschnikow auf 200 m mindestens 35 von 50 Ringen zu erzielen und auf das laufende Ziel auch aus 200 m mindestens 4 von 5 Treffern (Klappscheibe, hier war der Sitz egal) zu erzielen.
Das Schießen mit den anderen Waffen, also RPG (Panzerbüchse), SPG 109 (rückstoßfreies geschütz), SWD (Dragunow, Scharfschützengewehr), AGS (Granatwerfer) und eben der Pistole M ging in diese Wertung nicht ein. Hatte aber Einfluss auf die Gefechtsrolle und die Berechtigung für den Umgang mit diesen Waffen. Wir GAK mussten hierfür mindestens Note 2, bei AGS, SPG und RPG Note 3 erreichen. Bei der Qualispange ging es in die Wertung mit ein.

Mit der Pistole haben wir öfter trainiert, als die Soldaten und anderen Uffze oder Offiziere. Etwa alle 1/2 Jahre. Ja, ja nicht eben viel aber für damalige Verhältnisse schon sehr oft. Zusätzlich noch in der Freizeit solche Übungen wie das saubere Abziehen mit dem Zehnpfennigstück auf dem Korn üben. Oder das schnelle Ziehen im Busch geübt.
Mancher hat dabei vergessen, das Magazin herauszunehmen und ein Loch in die Umgebung gestanzt.
Ich habe bei meiner M darauf geachtet, eine DDR-Ausführung (schwarzes Griffstück) zu bekommen. Sie war etwas dünner und lag (habe kleine Hände) dadurch besser in der Hand. Auch hatte ich den Eindruck, dass der Abzug besser, glatter lief.
Mit der Präzision war ich zufrieden. Das war eine reine Frage der Übung.
Die Wirkung des Geschosses hatte ich "erlebt", als sich ein Waffen-Uffz in der Waffenkammer selbst erschoss (seine Freundin hatte ihn verlassen und ihm das kurz vor Ende seines VKU mitgeteilt. Er kam in die Kompanie, hat die WK übernommen, abgeschlossen und dann hat es geknallt. Wir haben die Tür aufgebrochen, kamen aber zu spät. Schuss in die Brust, schräg durch, am Schulerknochen abgelenkt und beim Nacken wieder hinaus - es gibt wirklich schönere Anblicke).
Die Pistole M war eine jener Waffen, die man bei absoluter Dunkelheit auseinandernehmen und wieder zusammensetzen kann. Wo kein Hebel verkehrt landen, keine Schraube verschwinden kann.
Für die Selbstverteidigung fand ich sie immer gut ausreichend und streßsicher (das ist sehr wichtig) aber als eine offensive Waffe wegen der etwas schwachen Durchschlagskraft der Patrone nicht so gut.
Da ziehe ich heute Waffen, wie die Clock oder HK8 vor.

Angefügte Bilder:
GAK Ausrüstung 1.jpg

GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 03.12.2009 21:10 | nach oben springen

#10

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 21:35
von Mongibella (gelöscht)
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S51, ich muss grad über das angefügte Bild lachen....da sieht man ein Schild wo drau steht, Schierke grüsste seine Gäste.....war Schierke nich schon Grenzgebiet....???? Wieviel Gäste kamen da so ausser den Grenztruppen....????

Mara


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#11

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 21:52
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Mongibella
S51, ich muss grad über das angefügte Bild lachen....da sieht man ein Schild wo drau steht, Schierke grüsste seine Gäste.....war Schierke nich schon Grenzgebiet....???? Wieviel Gäste kamen da so ausser den Grenztruppen....????

Mara



Leerstehende Erholungsheime und Bauruinen, wie heute gab es nicht. Ich weiß die Anzahl natürlich nicht genau aber da es auch sehr große Erholungsheime (Duncker, NVA-Heim, Heinrich-Heine und viele andere) waren, schätze ich, dass zu fast jeder Zeit immer etwa 1500 bis 2000 Gäste ihren Urlaub dort verbrachten.
Vorausgesetzt, er wurde ihnen nicht gerade von solchen GAK wie mir vermiest.
Denn die Passierscheinregeln waren umständlich und wer seine Papiere beim Wandern nicht komplett bei sich hatte, hatte bei einer Kontrolle durch uns im Hinterland nur noch eine Alternative = vorläufige Festnahme, Übernahme durch die VP, Ordnungsgeld (ich glaube 10,00 Mark) und massig böse Dudus von allen lieben Freunden, die "das schon immer gewußt" hatten.
Aber es waren bei nahezu jedem Wetter am Tage Massen von Menschen unterwegs.
Bis zum Schutzstreifen, bis in das Eckerloch, bis 100 m vor die obere Kreuzung konnten sie ja. Naturparkranger gab es damals noch nicht - nur uns GAK
Ich fürchte allerdings - wir waren auch schlimm genug.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#12

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 21:56
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Ich kam mit der Makarow ganz gut zurecht. Habe dann auch mit der Kleinkaliberpistole Magulin in der Pistolenmannschaft an der Offiziershochschule mitgeschossen. Interessanterweise kam ich aber mit der Makarow besser zurecht. Auf 25 Meter Ringscheibe und auf 50 Meter Scheibe "Schütze kniend" (100 cm x 50 cm) traf ich sehr zuverlässig. Ich habe ansonsten nur Vergleiche mit Luftpistolen. Bei denen störte mich oft, dass sie schwerer waren, einen zu langen Lauf hatten und somit instabiler in der Hand lagen.

Eine Macke konnte die Makarow allerdings haben. Wenn beim automatischen Laden nach dem Schuss der Schlitten wieder nach vorn gleitet, wird der gespannte Hahn mit dem Schlagstück durch einen kleinen Hebel in der gespannten Position gehalten. Dieser Hebel konnte sich schnell abnutzen. War der Hebel etwas abgeschliffen, hielt er den Hahn nicht mehr in dieser Stellung. Somit krachte unmittelbar nach dem Schuss das Schlagstück wieder auf den Schlagbolzen - man schoss auf einmal Dauerfeuer. Damit war die Waffe nicht mehr in der Richtung des Ziels zu halten. Spätestens der dritte Schuss ging bereits in Richtug Wolken. Ansonsten: Eine enfache, zuverlässige Waffe, mit der man durchaus treffen konnte und die unkompliziert zu warten war. Die Bemerkung mit den 8 schuss und dem gezielten Wurf ist zwar ganz nett, aber nicht zutreffend, wenn man die Möglichkeit hatte, das Pistolenschießen regelmäßig zu üben. Die Möglichkeit dazu bestand aber praktisch über eine längere Zeit nur für Offiziersschüler oder Sportschützen. Insofern hätten wirklich viele mit der Waffe werfen müssen.

ciao Rainman


Anbei ich im 2. Lehrjahr ...

Angefügte Bilder:
Rainman_mit_Pistole.jpg

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#13

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 22:03
von Mongibella (gelöscht)
avatar

Zitat von S51
Leerstehende Erholungsheime und Bauruinen, wie heute gab es nicht. Ich weiß die Anzahl natürlich nicht genau aber da es auch sehr große Erholungsheime (Duncker, NVA-Heim, Heinrich-Heine und viele andere) waren, schätze ich, dass zu fast jeder Zeit immer etwa 1500 bis 2000 Gäste ihren Urlaub dort verbrachten.
Vorausgesetzt, er wurde ihnen nicht gerade von solchen GAK wie mir vermiest.
Denn die Passierscheinregeln waren umständlich und wer seine Papiere beim Wandern nicht komplett bei sich hatte, hatte bei einer Kontrolle durch uns im Hinterland nur noch eine Alternative = vorläufige Festnahme, Übernahme durch die VP, Ordnungsgeld (ich glaube 10,00 Mark) und massig böse Dudus von allen lieben Freunden, die "das schon immer gewußt" hatten.
Aber es waren bei nahezu jedem Wetter am Tage Massen von Menschen unterwegs.
Bis zum Schutzstreifen, bis in das Eckerloch, bis 100 m vor die obere Kreuzung konnten sie ja. Naturparkranger gab es damals noch nicht - nur uns GAK
Ich fürchte allerdings - wir waren auch schlimm genug.




Ohhh, das wusste ich nich Rainman....ich dachte da war nichts mit Gäste und so....wegen Grenznähe.....naja, danke für die Antwort.....

Mara


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#14

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 03.12.2009 22:10
von maja64 (gelöscht)
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Leider hatte ich als Panzerbüchsenschütze 1 und demzufolge Besitzer einer Pistole Makarow auf der GK Stedtlingen in meiner Dienstzeit dort nicht die Möglichkeit für ein regelmäßiges Üben.
Demzufolge kann ich nur die Variante mit dem Wurf bestätigen(hatte nur die Möglichkeit einmal im GAR mit ihr zu schießen).


Nicht Böse sein K.-P.



LG maja


zuletzt bearbeitet 03.12.2009 22:24 | nach oben springen

#15

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 04.12.2009 03:36
von Nomex | 254 Beiträge

Ich kann die Ausführungen von Rainman nur bestätigen.
Da wir in Eisenach sehr oft Streife gehen mussten hat bei uns jeder vom Stammpersonal auch eine persönliche Pistole gehabt.

Durch das regelmäßige Üben wurden ganz pasable Ergebnisse erzielt.
Mein KC hat das Pistolenschießen immer zu einem internen Wettkampf gemacht.
Da war die Motivation auch gegeben.

Gruß


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#16

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 04.12.2009 06:37
von Berliner (gelöscht)
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Hallo @alle,
vielen Dank fuer die Antworten von den "Experten"...Ihr wart dabei.
Ich weiss es zu schaetzen.

Zitat von Spider
Mit der Walther P1 hab ich besser getroffen, vielleicht, weil der Lauf länger ist.


Hallo Spinne,

Habt Ihr auch die P1 getragen? Welche Pistolen noch ausser der Makarow?

Zitat von FriWe89
Denn geh mal einer als Grenzer in Berlin in den Ausgang. Gewappnet mit allen Auszeichnungen - guter Schütze. Die Liste der "Lokalitäten" die man in Berlin nicht aufsuchen durfte war so schon lang.

...

Allerdings - ich schiesse sehr gern Bogen. Und treffe sogar. ;-)


Hallo FriWe89,

wieso durftest Du mit Deinen Auszeichnungen bestimmte Lokalen in Berlin nicht besuchen?

Wegen Deines Bogens. Ich stelle mir vor einer liegt auf dem Boden Pfeil zwischen den Augen und neben ihm 8 (acht) Patronenhuelsen und seiner Makarow (die er gerade werfen wollte). Ja, man muss auch damit treffen koennen...

Zitat von SCORN
für daß was sie gedacht war ,war sie gut genug. eine einfache und solide pistole für den nahbereich bis 25mtr. und hier war sie absolut ausreichend. sicher nicht der letzte schrei in der waffentechnischen entwicklung. stand doch ab anfang der 70iger mit der CZ75 eine moderne pistole im cal.9 Para mit hoher magazinkapazität(15 schuss) im ostblock zur verfügung. die beschaffung scheiderte mit sicherheit an den hohen kosten und die umstellung auf 9Para munition.


Hallo SCORN,

ich finde Deine Zusammenfassung ueber die Makarow sehr zutreffend. Wegen der CZ75, sie ist hier sehr beliebt von "competition shooters", und das nach 30 Jahren. Eine sehr gute Pistole, (die ich noch nie in der Hand hatte).

Zitat von S51
Ich habe bei meiner M darauf geachtet, eine DDR-Ausführung (schwarzes Griffstück) zu bekommen. Sie war etwas dünner und lag (habe kleine Hände) dadurch besser in der Hand. Auch hatte ich den Eindruck, dass der Abzug besser, glatter lief. Mit der Präzision war ich zufrieden.

...

Da ziehe ich heute Waffen, wie die Clock oder HK8 vor.


Hallo S51, nochmals vielen Dank dass Du geantwortet hast.

Hier ist die ostdeutsche Variante die beliebteste, danach die bulgarische (russische=net so gut, chinesische=schrottreif). Hier eine gerade auf einer Auktionswebsite. Wird bestimmt viel mehr als $325 bringen, 2 X soviel wie eine bulgarische...East German Makarov

Ich konnte das mit "Clock" nicht stehen lassen. Auf Englisch bedeutet ja Clock = Uhr, und mit der Uhrzeit in einer Gefechtssituation ist niemandem geholfen. Allerdings mit einer Glock...

Gruesse ueber den Teich,
Berliner


zuletzt bearbeitet 04.12.2009 06:43 | nach oben springen

#17

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 04.12.2009 06:47
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von S51
Notwendig war mit der MPi Kalaschnikow auf 200 m mindestens 35 von 50 Ringen zu erzielen und auf das laufende Ziel auch aus 200 m mindestens 4 von 5 Treffern (Klappscheibe, hier war der Sitz egal) zu erzielen.



Hallo S51...ich vergass zu fragen...

wie stelle ich mir diese Ringe vor? Und wie gross war diese Klappscheibe?

Ich moechte schon Vergleiche anstellen, braeuchte aber genaue (oder auch etwaige) Dimensionen.

Gruesse aus den USA,
Berliner


zuletzt bearbeitet 04.12.2009 07:10 | nach oben springen

#18

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 04.12.2009 07:01
von Berliner (gelöscht)
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Hallo Rainman,

ich weiss es sehr zu schaetzen, dass Du Dir die Zeit genommen hast.

Zitat von Rainman2
Auf 25 Meter Ringscheibe und auf 50 Meter Scheibe "Schütze kniend" (100 cm x 50 cm) traf ich sehr zuverlässig.


Die 50m Scheibe war 100cm x 50cm und Du musstest sie treffen? Ich versuche mir, wie bei der Schilderung von S51, das bildlich vorzustellen.

Zitat von Rainman2
Eine Macke konnte die Makarow allerdings haben. Wenn beim automatischen Laden nach dem Schuss der Schlitten wieder nach vorn gleitet, wird der gespannte Hahn mit dem Schlagstück durch einen kleinen Hebel in der gespannten Position gehalten. Dieser Hebel konnte sich schnell abnutzen. War der Hebel etwas abgeschliffen, hielt er den Hahn nicht mehr in dieser Stellung. Somit krachte unmittelbar nach dem Schuss das Schlagstück wieder auf den Schlagbolzen - man schoss auf einmal Dauerfeuer. Damit war die Waffe nicht mehr in der Richtung des Ziels zu halten. Spätestens der dritte Schuss ging bereits in Richtug Wolken.


ich habe nachgeforscht und es stimmt was Du sagst (grosse Ueberraschung). Allerdings meinen die Kollegen es gibt einen viel haeufigeren Grund hier zu Lande, dass das Magazin entleert wird und dabei der Besitzer die Hose voll hat...
Sowie es aussieht (zumindest bei der bulgarischen Variante) kommen die Pistolen hier in Konservierungsfett eingepackt an. Wenn der Schlagbolzenkanal? (firing pin channel) nicht gereinigt wird, dann geht's rund...

Allerdings trifft das auch SKS-Besitzern zu (so unter dem Motto, "woher kommt dieser entsaetzliche Gestank?").

Zitat von Rainman2
Anbei ich im 2. Lehrjahr ...


Du schiesswuetiger Hippie...ich hab's gewusst.


Gruesse ueber den Teich,
Berliner


PS statt eines neuen Beitrages frage ich einfach hier nach...koennte mir jemand eine Skizze hochladen wo die ganzen Waffenteile auf Deutsch genannt werden? Ich tue mich gerade schwer mit den Fachbegriffen...sonst finde ich im WWW irgendwo was...


zuletzt bearbeitet 04.12.2009 07:14 | nach oben springen

#19

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 04.12.2009 08:42
von FriWe89 (gelöscht)
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Zitat Berliner

Hallo FriWe89,

wieso durftest Du mit Deinen Auszeichnungen bestimmte Lokalen in Berlin nicht besuchen?

Wegen Deines Bogens. Ich stelle mir vor einer liegt auf dem Boden Pfeil zwischen den Augen und neben ihm 8 (acht) Patronenhuelsen und seiner Makarow (die er gerade werfen wollte). Ja, man muss auch damit treffen koennen...


Hallo again - Ja, man sieht, das ich ein Wenig Forum Nutzer bin. Hab Dein Zitat also einfach kopiert. ;-)


Das mit dem Ausgang in Berlin...
Es gab eine "Belehrungsliste" mit Kneipen und Orten die wir in Berlin nicht aufsuchen durften. Diese wurde von uns - nachdem sie uns der KC unter die Nase gehalten - unterschrieben. War mit eine der ersten Aktionen, nachdem ich für die ersten Wochen im Dachsbau Bln.-Wilhelmshagen (GR38 - "Ho-Chi-Minh") eingeritten bin. Auch wenn da von Ausgang noch keine Rede war.

Grund - so erfuhren wir - Dort gab es schon sehr böse Prügeleien mit GT Angehörigen. Und im Regelfall war der normale Soldat ja in Uniform im Ausgang. (Sorry Leute - das hab ich mir nur einmal angetan, denn ich hatte ja Zivilklamotten und meinen Jahre vorher "verlorenen" Ausweis bei einem Kumpel in Berlin). Tja und dann mit "Killerkordel" in einer Kneipe oder zum Tanz? "Seht her - ich bin ein Grenzer und ein guter Schütze." Da kann man sich doch gleich selbst eine in die Fresse hauen. Die genannte Sonderregelung ohne "Schaukel" in den Ausgang oder Urlaub zu gehen - die gab es bei uns nicht. Obwohl sie sehr sinnvoll gewesen wäre.

Uffze. etc. hatten das Problem Uniform ja im Ausgang oder Urlaub nicht, da sie in Zivil gehen konnten. Aber Leute... Man hat sie zu 99% gut erkannt. Diese schön blanken, schwarzen Schuhe und der akkurate Haarschnitt. ;-) Nichts für Ungut. ;-)



Und das Bogenschiessen... Tja - was soll man machen? Wenn ich mit "Werfen" auch nicht getroffen habe? Da spielt man halt Indianer und drückt sich die Sehne an die Nase. ;-)


Zurück zum Kern - Da ich die letzten Monate vor der Wende in einer Sicherungskompanie war - Bahnhof Fridrichstrasse - trugen wir zu dieser Zeit fast nur die M. Geschossen hab ich glaube mit ihr aber insgesamt nur vier oder fünfmal. In der ganzen Dienstzeit. Und das hat mit "üben" nicht viel zu tun.

Nun denn...

Frohes Scahffen für alle und beste Grüße - auch übern Teich...


zuletzt bearbeitet 04.12.2009 08:45 | nach oben springen

#20

RE: Die Pistole Makarow

in Ausrüstung/Waffen/Fahrzeuge/Verordnungen/Uniformen/ 04.12.2009 09:52
von MajorTom | 217 Beiträge

Zitat von FriWe89
=> MajorTom => Kann man eine Waffe "mögen"?




FriWe, nicht im Sinne von "lieben", sondern eher im Sonne eines technischen Gerätes, mit dem man umgeht. Wie es auch schon andere hier schrieben.
Daß Ihr an der Grenze sicher noch ganz andere Probleme hattet, als ich als kleiner Fähnrich- und dann Offiziersschüler in Ffo und Zittau, das glaube ich Dir auf's Wort!
Bei uns war damals für die Schützenschnur (die übrigens scheinbar nicht nur im Berliner Raum, sondern auch in Ffo und Zittau "Killerkordel" genannt wurde) an der Fähnrichschule (Truppführer für Funkstellen mittlerer Leistung) Krawallnikow auf feststehende Ziele (Ringscheibe) und Pistole Makarow auf feststehende Ziele (Ringscheibe) gefordert. Da gab es, wimre, für die verschiedenen Verwendungsrichtungen und Waffengattungen unterschiedliche Anforderungen. Die anderen genannten Waffen kannten wir an der Fähnrichschule nur theoretisch, (Angriffs-)Handgranate haben wir mal geworfen. Bin mir nicht sicher, meine aber, daß auch die zur Erlangung notwendig war. In Zittau habe ich dann zu früh die Segel gestrichen, als daß ich noch eine oder gar mehrere Eicheln hätte erringen können.
Dragunow hätte ich auch gern mal geschossen. Ein lieber Freund hat eins in seinem Waffenschrank, leider wohnt er zu weit weg, um da "mal eben" vorbei zu fahren...
Tom


Die DDR war meine Heimat, auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte - wo die DDR war, ist meine Heimat nicht mehr


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