#61

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 21:20
von Sonny (gelöscht)
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Innerparteiliche Demokratie hat es in der SED zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Das war ja der große Irrtum vieler Sozialdemokraten, die 1946 den Zusammenschluß mit der KPD befürwortet hatten, im Vertrauen darauf, allein durch die höhere Anzahl der Alt-Sozialdemokraten werde die neue Partei eher sozialdemokratisch geprägt sein --- in Wirklichkeit war die SED aber von der ersten Stunde an eine Kaderpartei nach dem Vorbild der KPdSU.


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#62

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 21:20
von Maxwell | 30 Beiträge

Wenn ich mal meine Meinung dazu Kund geben darf....
Der Gedanke des Sozialismus .....gut und schön , aber leider ist er nicht mehr umsetzbar !
Beim Kapitalismus erlee ich es am eigenem Leib , der Reiche wird immer reicher und der der nichts hat ....hat immer weniger ..!
Und das alles jedem gehört...... dazu sind wir viel zu viel Mensch !



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#63

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 22:18
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Pitti53

Zitat von wosch
[quote="Pitti53"]die letzten jahre war es so mara.muß ich ehrlich zugeben



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Pitti, daß hört sich ja so an, als ob es irgendwann mal anders gewesen wäre. Also vor 62 kann ich bestätigen, war es keinen Deut besser und nach der Mauer konntest Du es Dir auch nicht erlauben, Kritik an der Führung zu üben. Mag ja sein, daß Du das anders wahrgenommen hattest, so wie etwa eine Fata Morgana!
Schönen Gruß aus Kassel und zu Dir Mara: Tot Ziens!
Wosch




wosch es gab andere zeiten.und wie gilbert schon bemerkte,du kannst es nicht beurteilen.warst ja nie in der partei.nur aus dritter hand geht nicht.das steht dir nicht zuund nun kannste wieder rummotzen

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Pitti, wegen mir nenne es ruhig rummotzen, aber komme mir bitte nicht mit solchen Floskeln, wie es würde mir nicht zustehen, es zu beurteilen, nur weil ich nicht in der Partei war. Nenne mir bitte lieber die Deiner Meinung nach falschen Aussagen, die ich hinsichtlich zu diesem Thema gemacht haben sollte. Ich hatte in meiner Verwandtschaft Parteimitglieder, die sich mir gegenüber aufgeschlossener gegenüberstanden als so mancher hier von den ehemaligen Genossen und ich war nicht blind und nicht taub, daß heißt ich konnte mir schon eine Meinung bilden. Ausserdem, mein lieber Pitti, Du weißt wo ich herkomme, ich bin nicht irgend so ein Wessie, der von Tuten und Blasen keine Ahnung von der DDR hat, nein ich habe diese DDR selber erlebt und maße mir deswegen hier auch an mitzureden!! Ich dachte mal, hier kann ich meine Meinung äussern, ohne daß ich hierfür von einem Mitglied des "Fairteams" gemaßregelt werde, nur weil ich bestimmten Beiträgen nicht zustimmen kann.
Dazu mußte man nicht in der Partei gewesen zu sein, um beurteilen zu können, was in der DDR wirklich abging. Schöne Parolen: von wegen 10. größte Wirtschaftsmacht im internationalen Vergleich, das Volk steht voll hinter den Beschlüssen des soundsovielten Parteitages und dazu die "kollektiven Selbstbefriedigungen" mit Ihren Massenkundgebungen und den oblgatorischen Vorbeimärschen an der Staatsführung, in der ehemaligen Stalinallee. Wo gab es die anderen Zeiten, Pitti? Es hatte sich doch was das betraf nie etwas geändert! Und über Alles stand die Partei und es hat nicht eine einzige Phase gegeben, in der das freie Wort den Wert hatte, das ihm gebührt hätte.
Schönen Gruß aus Kassel


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#64

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 22:42
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von wosch
Wo gab es die anderen Zeiten, Pitti? Es hatte sich doch was das betraf nie etwas geändert! Und über Alles stand die Partei und es hat nicht eine einzige Phase gegeben, in der das freie Wort den Wert hatte, das ihm gebührt hätte.



Stimmt, so etwas wie den Prager Frühling hat es in der SED nie gegeben --- und auch Glasnost und Perestroika wurden bis zum Schluß abgelehnt.


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#65

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 22:45
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von wosch
Dazu mußte man nicht in der Partei gewesen zu sein, um beurteilen zu können, was in der DDR wirklich abging.



Goeie avond Wosch...ja genauso war es....das Volk hat doch erlebt wie diese Selbstbeweihräucherungzeremonien nur TamTam waren, jeder Parteitag nur Makulatur....jede Schlagzeile über Erfolge blanker Hohn....

....hätte man offen über die ganzen Missstände reden dürfen und wär da dann auch vernünftig zugehört worden....naja dann hätt man vielleicht was drauss machen können....zumindestens wär et der eigendlichen Idee viel näher gewesen!

Nee, man brauchte in keiner Partei sein um sehen zu können das es eigendlich nur Huldigungen nach oben waren.....nach die da oben wo entschieden wurde.....und wehe, da kommt mal einer mit einem kritischen Wort oder spricht genau dieses an.....

Mara



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#66

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 22:52
von maja64 (gelöscht)
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Wolfgang,alter Forumskollege ich hätte da mal ein Anliegen an dich.
Bitte ändere doch mal deinen Gruß.
Denn somit ich bei Google eingebe "Schönen Gruß aus Kassel",hab ich deine ganzen Beiträge im www parat.




LG maja


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#67

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 22:59
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Mongibella
[quote="wosch"]Dazu mußte man nicht in der Partei gewesen zu sein, um beurteilen zu können, was in der DDR wirklich abging.



Goeie avond Wosch...ja genauso war es....das Volk hat doch erlebt wie diese Selbstbeweihräucherungzeremonien nur TamTam waren, jeder Parteitag nur Makulatur....jede Schlagzeile über Erfolge blanker Hohn....

....hätte man offen über die ganzen Missstände reden dürfen und wär da dann auch vernünftig zugehört worden....naja dann hätt man vielleicht was drauss machen können....zumindestens wär et der eigendlichen Idee viel näher gewesen!

Nee, man brauchte in keiner Partei sein um sehen zu können das es eigendlich nur Huldigungen nach oben waren.....nach die da oben wo entschieden wurde.....und wehe, da kommt mal einer mit einem kritischen Wort oder spricht genau dieses an.....

Mara

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Hallo Mara!
Wollte Dir nur mal sagen, daß es richtig gut tut, wenn man auch mal eine Bestätigung für seine eigene Denkweise bekommt. Kann man es doch auch als ein Zeichen dafür sehen, daß man so ganz unrecht nicht haben kann. Wie ich mitbekommen habe, kurvst Du zur Zeit in der Nähe von Rom rum, zu DDR-Zeiten ist man da nie hingekommen. Ich wünsche Dir einen schönen Aufenthalt da unten, auch wenn es nur ein "Arbeitsausflug" sein wird!!
Schöne Grüße aus Kassel und "ToT Ziens"
Wosch


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#68

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 23:04
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von maja64
Denn somit ich bei Google eingebe "Schönen Gruß aus Kassel",hab ich deine ganzen Beiträge im www parat.



Ist doch praktisch...


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#69

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 23:19
von maja64 (gelöscht)
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Ja,aber man muß sich ja auch nicht in jedes Gästebuch einschreiben wo man denkt das man irgendetwas mitzuteilen hat.
Entschuldigung,iss nur meine Meinung.

Die Meinung eines "typischen ostdeutschen Proleten"

Mal darüber nachdenken,Gruß maja


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#70

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 23:24
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von maja64
Ja,aber man muß sich ja auch nicht in jedes Gästebuch einschreiben wo man denkt das man irgendetwas mitzuteilen hat.



Ich mache das ja auch nicht --- aber wer's braucht...

In Antwort auf:
Entschuldigung,iss nur meine Meinung.

Die Meinung eines "typischen ostdeutschen Proleten"



Wer hat dich so genannt?


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#71

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 23:26
von wosch (gelöscht)
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Zitat von maja64
Wolfgang,alter Forumskollege ich hätte da mal ein Anliegen an dich.
Bitte ändere doch mal deinen Gruß.
Denn somit ich bei Google eingebe "Schönen Gruß aus Kassel",hab ich deine ganzen Beiträge im www parat.




LG maja



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Hallo Mario!

Mache mir gerade ´ne Birne, weswegen Du bei Google "Schönen Gruß aus Kassel" eingibst?
Habe das aber eben selbst mal gemacht und meine, es hält sich noch in Grenzen.
Wo ist das Problem?
Oder gehen Dir meine schönen Grüße aus Kassel schon langsam auf den Wecker?
In diesem Sinne für´s Erste.
Schöne Grüße nach Thüringen


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#72

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 23:39
von maja64 (gelöscht)
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Nee Wolfgang so eng seh ich das nicht,kannst mich so oft grüßen wie du willst.
Gibt ja Leute die unbedingt mehr über Dich erfahren wollen.



Also "Schönen Gruß nach Rothenditmold"





maja (seines Zeichens Spurensucher der besonderen Art)


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#73

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 23:49
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Sonny
Innerparteiliche Demokratie hat es in der SED zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Das war ja der große Irrtum vieler Sozialdemokraten, die 1946 den Zusammenschluß mit der KPD befürwortet hatten, im Vertrauen darauf, allein durch die höhere Anzahl der Alt-Sozialdemokraten werde die neue Partei eher sozialdemokratisch geprägt sein --- in Wirklichkeit war die SED aber von der ersten Stunde an eine Kaderpartei nach dem Vorbild der KPdSU.



Das stimmt nicht so ganz.
Als ich nach der Aktion mit den Engländern in Karlshorst und dem astronomisch hinterhältigen Umstand, dass unsere Parteiversammlung in der kleinen Dienststelle der Waldowalle andauernd mit dem Vollmond zusammenviel (was mich bewog, zu dieser Zeit viel lieber Dienstfrei zu machen und im heimatlichen Sachsen die Wildschweine zu bekehren) vor die Parteiversammlung zitiert wurde mit dem vorgegebenen Ziel, mich aus der Partei zu entfernen, da haben meine Genossen damals diesen Antrag der Bezirksleitung mehrheitlich abgewiesen.
Und das hatte Bestand!
Mich hätte ein anderes Ende damals freilich schon recht teuer kommen können.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#74

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 03.12.2009 23:58
von wosch (gelöscht)
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Zitat von maja64
Nee Wolfgang so eng seh ich das nicht,kannst mich so oft grüßen wie du willst.
Gibt ja Leute die unbedingt mehr über Dich erfahren wollen.

Also "Schönen Gruß nach Rothenditmold"

maja (seines Zeichens Spurensucher der besonderen Art)



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Hallo Mario!
Schönen Dank für Deinen Hinweis. In dem Zusammenhang bin ich auch schon mal mit meinem richtigen Nachnamen angesprochen worden. Im Übrigen habe ich nicht allzuviel zu verbergen und wenn man das will, könnte man über Jeden hier im Forum etwas rausbekommen. Im Prinzip muß ich Dir allerdings Recht geben.
Schönen Gruß aus Rothenditmold.
Wosch


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#75

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 00:34
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von Sonny
Innerparteiliche Demokratie hat es in der SED zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Das war ja der große Irrtum vieler Sozialdemokraten, die 1946 den Zusammenschluß mit der KPD befürwortet hatten, im Vertrauen darauf, allein durch die höhere Anzahl der Alt-Sozialdemokraten werde die neue Partei eher sozialdemokratisch geprägt sein --- in Wirklichkeit war die SED aber von der ersten Stunde an eine Kaderpartei nach dem Vorbild der KPdSU.


Berliner




Quelle: Das war die DDR, Teil 2: Von der Zone zum Staat


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#76

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 02:03
von Bunkerkommandant (gelöscht)
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Zitat von wosch
"...
Pitti, wegen mir nenne es ruhig rummotzen, aber komme mir bitte nicht mit solchen Floskeln, wie es würde mir nicht zustehen, es zu beurteilen, nur weil ich nicht in der Partei war. Nenne mir bitte lieber die Deiner Meinung nach falschen Aussagen, die ich hinsichtlich zu diesem Thema gemacht haben sollte. Ich hatte in meiner Verwandtschaft Parteimitglieder, die sich mir gegenüber aufgeschlossener gegenüberstanden als so mancher hier von den ehemaligen Genossen und ich war nicht blind und nicht taub, daß heißt ich konnte mir schon eine Meinung bilden. Ausserdem, mein lieber Pitti, Du weißt wo ich herkomme, ich bin nicht irgend so ein Wessie, der von Tuten und Blasen keine Ahnung von der DDR hat, nein ich habe diese DDR selber erlebt und maße mir deswegen hier auch an mitzureden!! Ich dachte mal, hier kann ich meine Meinung äussern, ohne daß ich hierfür von einem Mitglied des "Fairteams" gemaßregelt werde, nur weil ich bestimmten Beiträgen nicht zustimmen kann. ..."
Dafür wird Dich das Team keinesfalls maßregeln... (Bunkerkommandant)
Dazu mußte man nicht in der Partei gewesen zu sein, um beurteilen zu können, was in der DDR wirklich abging. Schöne Parolen: von wegen 10. größte Wirtschaftsmacht im internationalen Vergleich, das Volk steht voll hinter den Beschlüssen des soundsovielten Parteitages und dazu die "kollektiven Selbstbefriedigungen" mit Ihren Massenkundgebungen und den oblgatorischen Vorbeimärschen an der Staatsführung, in der ehemaligen Stalinallee. Wo gab es die anderen Zeiten, Pitti? Es hatte sich doch was das betraf nie etwas geändert! Und über Alles stand die Partei und es hat nicht eine einzige Phase gegeben, in der das freie Wort den Wert hatte, das ihm gebührt hätte.
Schönen Gruß aus Kassel



Wosch, ich sehe keinen Grund, Dich in irgendeiner Weise zu maßregeln, und ich bin sogenannnter "Experte MfS"


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#77

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 02:53
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Bunkerkommandant
[quote="wosch"]"

Wosch, ich sehe keinen Grund, Dich in irgendeiner Weise zu maßregeln, und ich bin sogenannnter "Experte MfS"



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Hallo BK! Schön, daß Du das so siehst, aber schau doch mal bitte unter "gestern 20:14 Uhr", wie sollte ich das verstehen: "Es steht mir nicht zu", na ich weiß nicht. Daß ich nicht vom FairTeam angezählt wurde ist mir schon bewußt, deswegen hatte ich auch extra "von einem Mitglied des FairTeams geschrieben. Daß Du ein Experte in Sachen MfS bist ist übrigens von meiner Seite auch nicht zu beanstanden, solange Du mich nicht als Mitarbeiter anwerben möchtest. Ich hoffe, Du nimmst mir diesen Scherz nicht übel!
Schönen Gruß aus Kassel


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#78

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 05:15
von Berliner (gelöscht)
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Hallo @alle,
nochmals vielen Dank fuer die Antworte. Das weiss ich sehr zu schaetzen.

Zitat von wosch
Nun Duane, wer sagt dann, daß Diejenigen, welche ihre Parteibücher zurück gegeben hatten Alle überzeugte "Genossen" waren, die es allerdings auch gegeben hatte. Letztere traten aus, weil ihnen in der Wendezeit die Augen geöffnet wurden, über den wahren Zustand der DDR, der ihnen bis dahin von ihrer Führung immer verschwiegen wurde. Sie fühlten sich von ihrer Führung zum großen Teil "Belogen und Betrogen" und jeden Tag gab es neue Enthüllungen, die im Gegensatz zu der ofiziellen Parteilinie standen und ein "Weiter so" wollten sie nicht mehr gutheißen!!
Ein Großteil Derjenigen welche aus der SED austraten, hatten erkannt daß die Allmacht der SED zu Ende ging und sie hatten einfach keine Angst mehr vor ihr und ihrem "Schwert und Schild" und traten nun "freiwillig" aus der Partei aus, in die man sie durch "Freiwilligem Zwang", bzw. erforderlichen Opportunismus reingepreßt hatte.
Zur Wendezeit war es sicher nicht ganz einfach für die ehemaligen Genossen sich parteilich sofort anders zu organisieren, denn 1. war die Parteienvielfalt erst im Aufbau, 2. wurde man schnell als "Wendehals" eingestuft und 3. sehr viele der Ehemaligen Parteimitglieder hatten auf Deutsch gesagt, erst mal die Schnauze voll von Parteien und die in PDS umbenannte SED war auch keine Alternative.
Schlicht unglaublich, aber wahr, wie die Partei die vorgab eine Partei des Volkes gewesen zu sein, sich innerhalb von so kurzer Zeit in Nichts aufgelöst hatte, wenn auch Teile von ihr unter neuer Führung ein Großteil des SED-Vermögens beiseite schaffen konnten.


Hallo Wolfgang,


vielen Dank fuer die plausibele und m.E. wahrheitsgetreue Beurteilung der Lage nach der Wende. Macht Sinn...

Zitat von Danny_1000
Wenn ich mich noch recht erinnere, gab es als Parteistrafen für kleinere Vergehen die „Kritik“, die „Missbilligung“ und die "Verwarnung“. Gröbere Verstöße wurden mit der „Rüge“, bzw. der „Strengen Rüge“ geahndet.
Die höchste Parteistrafe war der „Parteiausschluß“.
Eine Geldstrafe gab es nicht.

Eine „Rüge“ bekam man z.B. beim Verlust seines Parteibuches.

Die kleineren Parteistrafen wurden in den Grundorganisationen der Mitglieder (z.B. eines Betriebes) im Rahmen einer Mitgliederversammlung behandelt und ausgesprochen.

...

Um aus der SED ausgeschlossen zu werden, musste man schon parteischädigendes Verhalten an den Tag legen, beispielsweise die öffentliche Kritik an der Politik der SED- Führung.



Hallo Daniel,

vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Deine Antwort hat echt geholfen...

Zitat von S51
...was mich bewog, zu dieser Zeit viel lieber Dienstfrei zu machen und im heimatlichen Sachsen die Wildschweine zu bekehren...



Hallo S51,

ich musste lachen...diese Geschichte gab's schon frueher irgendwo...

einen netten Gruss @alle zurueck ueber den Teich,
Berliner


zuletzt bearbeitet 04.12.2009 05:17 | nach oben springen

#79

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 08:23
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Pitti53
die letzten jahre war es so mara.muß ich ehrlich zugeben





...war selbst kein SED- Mitglied, man hat aber als Nichtmitglied auch genug mitbekommen, allein schon aus Gesprächen mit frustrierten Genossen (Kollegen ect.).

Das war eben die immer kränker werdende und von Oben vorgegebende, vorgelebte Selbstherrlichkeit und dieser Unfehlbarkeitsanspruch

Was Maras Feststellung anbelangt, lieber Mund zu und Klappe halten hing natürlich oft auch von den handelnden Personen (Funktionären) in den Parteiorganisationen ab, wie heute immer noch und allgegenwärtiger: Nach oben kriechen, nach unten treten!

Und darum legte man ja in den letzten Jahren der DDR trotz Knappheit von weißer Farbe vor den Eingängen der SED- Funktionärsbüros Zebrastreifen an.
Warum? Damit die Radfahrer die Kriecher nicht überfuhren...!
(Kleiner Scherz am Rande)

Und nochmal auf meine Reaktion von gestern zu Gilbert`s Beitrag sowie den Folgestatements von Wosch, Bunkerkommandant und Pitti.

Gilbert`s Beitrag würde auch sehr gut in die Rubrik, den Therad passen:
"So war das Leben in der DDR".

...und nicht zuletzt, der Vergleich zur heutigen Zeit: Es verlaufen nun mal die Lebenswege bei dem einen sehr eben, bei dem anderen unebener und bei manchen extrem uneben, obwohl theoretisch gleiche Bedingungen vorliegen (müßten).

Jedes politische System macht sich gewisse angeborene Eigenschaften des Menschen für seine Zwecke zu nutze, da gibt es nun mal nichts dran zu rütteln...!

Und darum Wosch, wie Du selbst schreibst, als ehemals DDR- Bürger und Deinen gesammelten Erfahrungen. Es gab Deinen Lebensweg, aber auch andere Lebenswege in der DDR. Und das ist auch gelebte Demokratie, diese Lebenswege zu respektieren, die daraus entstandenen Meinungen und Auffassungen in einer realistischen Weise respektieren...

Ein 20 Jahre nach der Wende immer noch aktuelles Problem, speziell dieses auch zu leben: Ganz einfach, die Mauer in den Köpfen abzubauen.

Darum schönen Gruß auch nach Kassel!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
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#80

RE: Was hiess das, "in der Partei" zu sein?

in Leben in der DDR 04.12.2009 08:33
von Drewitz | 356 Beiträge

Ich melde mich später auch noch mal zum Thema.Hab Probleme mit dem Internet.Hatte 3 mal versucht einen längeren Beitrag abzusenden und er verschwand jedesmal im Nirwana..Bin jetzt demotiviert...

Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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