#121

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2014 14:56
von Eisenacher | 2.069 Beiträge

Da gibt es keinen Stickstoff bei Tanklastzügen. Da strömt normale Luft nach. Das wäre viel zu teuer und ist auch nicht notwendig. Bei Tanklastzügen gibt es nur eine explosionssichere Elektroinstallation, als einzigen Unterschied zu normalen LKWs.
Um Diesel zur Explosion zu bringen brauchte man schon einiges. Druck und Zündtemperatur(nicht verwechseln mit Flammpunkt). Bei Benzin eben das schon angeführte explosionsfähige Gemisch mit Sauerstoff in der richtigen Konstellation.
Mit der AK47 kannst Du problemlos auf einen vollen Dieseltanklaster ballern. Da wird wohl nur selten etwas explodieren.

Mineralölindustrie/Fahrerhandbuch:
2.8.2 EXPLOSIONSSCHUTZ BEI DER ENTLADESTELLE
Aufgrund der physikalischen Eigenschaften können bei mitteleuropäisch üblichen Temperaturbedingungen
normalerweise keine explosiblen Gasgemische bei Dieselkraftstoffen auftreten.
https://www.wko.at/Content.Node/branchen..._Commercial.pdf


zuletzt bearbeitet 04.01.2014 15:08 | nach oben springen

#122

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 04.01.2014 15:27
von DoreHolm | 7.688 Beiträge

Zitat von Eisenacher im Beitrag #121
Da gibt es keinen Stickstoff bei Tanklastzügen. Da strömt normale Luft nach. Das wäre viel zu teuer und ist auch nicht notwendig. Bei Tanklastzügen gibt es nur eine explosionssichere Elektroinstallation, als einzigen Unterschied zu normalen LKWs.
Um Diesel zur Explosion zu bringen brauchte man schon einiges. Druck und Zündtemperatur(nicht verwechseln mit Flammpunkt). Bei Benzin eben das schon angeführte explosionsfähige Gemisch mit Sauerstoff in der richtigen Konstellation.
Mit der AK47 kannst Du problemlos auf einen vollen Dieseltanklaster ballern. Da wird wohl nur selten etwas explodieren.


Mineralölindustrie/Fahrerhandbuch:
2.8.2 EXPLOSIONSSCHUTZ BEI DER ENTLADESTELLE
Aufgrund der physikalischen Eigenschaften können bei mitteleuropäisch üblichen Temperaturbedingungen
normalerweise keine explosiblen Gasgemische bei Dieselkraftstoffen auftreten.
https://www.wko.at/Content.Node/branchen..._Commercial.pdf


Grün: Zu teuer ? würde ich nicht sagen, daß das so viel kostet, N oder CO2 aus einer mitgeführten Gasflasche nachströmen zu lassen. Aber gut, ist wohl eben nicht so. Ich würde mir das allerdings so erklären, daß ein Teil des freiwerdenden Volumens bei Benzin durch verdunstendes Benz aufgefüllt wird. Der Dampfdruck von Benzin ist deutlich höher als die umgebende Atmosphäre. Das heißt, bei gleicher innen- und Außentemperatur herrscht in einem geschlossenen Tank immer ein höherer Druck als außen.

Die Zündtemperatur dürfte schon beim Durchschlagen eines Tankmantels durch ein Geschoss gegeben sein. Herrscht eine hohe Außentemperatur, wie im Sommer oder in südlichen Breiten, dürfte auch der Flammpunkt von Diesel schnell erreicht sein. Du kannst mit der AK 47 auch auf einen vollen Benzintank ballern und es passiert erst mal nichts anderes als daß Benzin austritt und sich, wenn ein Zündfunke da ist, auch entzündet. Sonst auch nicht. Dann müßte ja jeder undichte Tank sofort Feuer fangen. Wenn Du z.B. beim Trabi früher den Tank nahezu bis zum Stehkragen voll hattest, hat es nur eine Flamme an der Öffnung gegeben, wenn Du ein brennendes Streichholz drangehalten hast. Bei uns in der Produktion (2 m³ -Rührwerke) gab es beim Beschicken mit Rohstoffen auch hin und wieder mal eine Entzündung durch Elektrischen Funken. Stets brannte es nur am Öffnungsbereich, obwohl das Rüchwerk leer war, aber voll von Lösungsmitteldampf. Deckel zugemacht und aus war das Feuer. Wenn ich mir vorstelle, was hätte passieren können, wenn wir mitunter beim Abfüllen der Kannen in einer mehrere Quadratmeter großen Benzinlache standen. Naja, einen großen Brand hatte es ja gegeben durch elektrostatische Entladung, war aber auf diesen produktionsraum begrenzt. So, nun genug davon, sonst wird es zu viel OT.



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#123

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2014 04:18
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von passport im Beitrag #103
Es erscheint wie ein Wunder das beide GV unverletzt die deformierte Fahrerkabine velassen konnten!

Laut dem Begleittext der Quelle der 'paar im Internet gefundenen Bilder' erfolgte die Festnahme verletzt.


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#124

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.01.2014 13:57
von passport | 2.629 Beiträge

Zitat von 94 im Beitrag #123
Zitat von passport im Beitrag #103
Es erscheint wie ein Wunder das beide GV unverletzt die deformierte Fahrerkabine velassen konnten!

Laut dem Begleittext der Quelle der 'paar im Internet gefundenen Bilder' erfolgte die Festnahme verletzt.



@94


Steht auch so im Thread. Die Personen versuchten danach die Flucht zu Fuß. Durch die eingesetzten Kräfte der SiK wurden die beiden GV durch die Anwendung der Schußwaffe gestoppt. Dabei erhielt der Fricke ein Schuß in das Bein.


passport


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#125

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2015 22:01
von passport | 2.629 Beiträge

So, für alle Interessenten habe ich den Thread aus den Tiefen des Forums hervorgeholt.

Steht eine Menge über Sperren und Sicherungseinrichtungen darin.


passport


eisenringtheo, Pitti53, Lutze, damals wars und Commander haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#126

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.03.2015 23:07
von Commander | 1.055 Beiträge

Bitte um Verständniss,habe jetzt nicht den ganzen Tread gelesen.Also kann auch schon Bekanntes vorkommen.Ich muß den Originalartikel erstmal suchen,bei ca 300 Exemplaren etwas zeitaufwendig.Vorab einmal mit meinen Worten,was der Fahrer des LKW dazu gesagt hat.

In einer älteren Zeitschrift fand ich eine Reportage über die Flucht mit einen Minol-Tanker in Marienborn.Der Fahrer H.-J.F. aus Magdeburg entschloß sich am 22.11.1983 mit seinen Laster zu flüchten.Ursprünglich hatte er vor,mit dem beladenen Fahrzeug den Durchbruch zu wagen,da er der Annahme war,auf einen vollen Tanker wird nicht geschossen.Als er im Minollager ankam wurde ihm aber gesagt,das er zur falschen Schicht angetreten sei u.kein Auftrag für ihn da sei.Da entschloß er sich,so loszufahren.Unterwegs nahm er noch den 16!-jährigen Gerhard S. mit,der von der geplanten Flucht wußte.
An der Güst angekommen ignorierte er die Tempo 30-Schilder u.führ mit knapp 100km/h auf die ersten Schranken zu.Drei davon knickte er wie Streichhölzer,dann hat er noch zwei Gittertore beiseite geräumt.Als er auf die vermeintlich freie Militärspur wechselt knallt es erneut u.diesmal sehr heftig.Er war gegen den "Büffel" geprallt.Dabei riss das Fahrerhaus des Volvo ab.Den Beiden passierte durch den Aufprall nichts,aber bei der Flucht zu Fuß wurde F.in den Unterschenkel getroffen.

Die Folgen für ihn,seine Frau u.zwei seiner Schulfreunde sind verheerend.Seine Frau bekommt wegen Mitwisserschaft? 3 Jahre Haft,die Freunde ähnlich.
F.selbst bekommt 8 Jahre u.A.wegen Terrors u.unbefugter Fahrzeugbenutzung.Er muß im vollen Umfang Schadenersatz leisten(auch verschossene Munition ist aufgelistet).Alles in allem 120.000,- DDR-Mark.
Sechseinhalb Jahre sitzt er in Göhrden in einer 12-Mann-Zelle u.kommt Ostern 90 frei.
Er war seitdem mehrmals in Marienborn,auch als die Anlagen noch fast kompl. waren u.angesichts dieser Tatsache fragte er sich,wie man so Naiv sein konnte,diese Sperranlagen konnte man nicht so einfach überwinden!


Schönen Abend,Gruß C.



Kalubke, eisenringtheo und Lutze haben sich für diesen Beitrag bedankt
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