#41

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2009 20:22
von Onkel Hu (gelöscht)
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Deshalb hatte ich geschrieben, dass der Typ gut fahren konnte. Ebenso wäre auch ein Crash auf der GÜST möglich gewesen und das unterm Dach.

OH


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#42

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2009 20:36
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von Onkel Hu
Deshalb hatte ich geschrieben, dass der Typ gut fahren konnte. Ebenso wäre auch ein Crash auf der GÜST möglich gewesen und das unterm Dach.

OH



Leer ist ein Lastzug solang es trocken ist wunderbar zu handlen, voll wären die Verschwenkungen bei der Einfahr in die GÜST und der Wahl der Fahrspur womöglich schon verherend gewesen und er wäre irgendwo drangeprallt, womöglich sogar umgestürzt.....mit nem vollen Tankzug muss man echt wie, als ob man rohe Eier lose drauf hat, fahren....ähnlich wie mit hängenden Schweinehälften in nem Frigo....

Mara


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#43

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2009 20:36
von sentry | 1.106 Beiträge

Vielleicht noch einmal für alle Interessierten ein Hinweis auf einen anderen thread, der die GÜSt Marienborn ein wenig besser beleuchtet.
In http://www.forum-ddr-grenze.de/t663f57-D...-er-Jahren.html gibts ein paar Videos der GÜSt Marienborn aus damaliger Zeit. Ich habe in gesonderten Beiträgen beschrieben, was man wann sieht. Da wird das eigentlich ganz gut deutlich.

Ich hatte übrigens vor einigen Wochen Gelegenheit, mit dem Truckdriver persönlich zu sprechen...für mich persönlich ein ziemlich bewegender Moment so 25 Jahre danach. Wir hatten uns zufällig in Marienborn getroffen und ich habe ihm sozusagen nochmal aus erster Hand die Funktionsweise der Sperren und den Ablauf so eines Autobahnalarms erklärt. Immerhin hatte ich als kleiner Soldat während meiner Zeit in Marienborn im Zuge einer Alarmüberprüfung die Fiffies selber mal schließen dürfen.
Er hat mir auch erzählt, dass der Tank leer war und hat den Ablauf ähnlich geschildert, wie Pitti und Onkel Hu das hier schon wiedergegeben haben.
Fricke selbst hat einen Unterschenkelsteckschuss erlitten.

Der angedeutete Vorfall vom 24.11.1987 am Sperrschlagbaum der Vorkontrolle Ausreise ist in
http://www.forum-ddr-grenze.de/t322f47-M...Marienborn.html
beschrieben und mit ein paar Bildern belegt.


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#44

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2009 21:05
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von sentry
Ich hatte übrigens vor einigen Wochen Gelegenheit, mit dem Truckdriver persönlich zu sprechen...für mich persönlich ein ziemlich bewegender Moment so 25 Jahre danach.



Ohh, das glaub ich gerne Sentry....war sicher auch spannend....


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#45

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2009 21:23
von Onkel Hu (gelöscht)
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Zitat von sentry

Der angedeutete Vorfall vom 24.11.1987 am Sperrschlagbaum der Vorkontrolle Ausreise ist in
http://www.forum-ddr-grenze.de/t322f47-M...Marienborn.html
beschrieben und mit ein paar Bildern belegt.



Das war dann der vom 21.11.87 in Richtung Westen. Ich hatte diesen Fred noch nicht gelesen, aber das Bild lässt Erinnerungen hochkommen. Ob die beiden überlebt haben, kann ich nicht sagen. Dazu hatten wir keine Rückinfo. Ich weiß noch, wie die erste Ärztin am Ort (aus Belsdorf) gefragt hat: "Warum sind die denn dagegen gefahren?" Was sollte man da sagen. Die zwei Notärzte aus MD brauchten nicht zu fragen, die hatten kapiert, was los war. Einzig unsere gute Erstversorgung rang ihnen eine positive Bemerkung ab.

OH


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#46

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2009 21:35
von sentry | 1.106 Beiträge

Ja, korrekt, Schreibfehler von mir - 21.11.87 ist richtig.
Am 24.11.87 war so ein eigenartiger West-Ost-Durchbruch mit einem Mercedes der in einer Kombisperre am KP der Polizei endete. Am 29.11.87 gabs dann einen Durchbruchsversuch zu Fuß an der Nordseite der GÜSt - die Woche war ordentlich was los.


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#47

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.11.2009 22:33
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von sentry
Ja, korrekt, Schreibfehler von mir - 21.11.87 ist richtig.
Am 24.11.87 war so ein eigenartiger West-Ost-Durchbruch mit einem Mercedes der in einer Kombisperre am KP der Polizei endete. Am 29.11.87 gabs dann einen Durchbruchsversuch zu Fuß an der Nordseite der GÜSt - die Woche war ordentlich was los.



Und am 30.11.1987 wurde bei der Kontrolle eine Person von der Ladefläche eines Lkw geholt.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#48

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.11.2009 04:38
von 254Spielregel | 339 Beiträge

Zitat von NL 63
Wenn ich gut aufgepasst u gelesen habe wurde *Fiffy*von dem beobachtungsturm aus aktiviert !????

Zitat von a1 otti
Klaus, der "Fiffy" konnte von überall, wo die Kontrollen waren, ausgelöst werden. also auch vom Führungspunkt der GÜSt aus.

Die Kfz-Sperren ("Fiffi") konnten an zwei Stellen ausgelöst werden: zum einen vom Turm des Diensthabenden (DhO), dazu anhängende Bilder mit dem Pult für die Signal- und Sperranlagen und ensprechendem Ausschnitt, in diesem Fall war "Sp 52" die betreffende.
Die zweite Auslösemöglichkeit war am Postenpunkt A3 direkt an den Kfz-Sperren, besetzt durch den Kommandeur des Sicherungsabschnittes mit seinen 2 Posten. Wie auf DhO-Turm gab es dort ein ähnliches, allerdings kleineres Bedienpult, von dem die einzelnen Kfz-Sperren und Schranken gesteuert werden konnten. Im Falle eines Stromausfalls oder anderen Unwägbarkeiten gab es außerdem die Möglichkeit alle Kfz-Sperren zusammen mittels eines Hebels mechanisch auszulösen.
Von diesem Postenpunkt also wurde damals durch den eingesetzten ZF, der dürfte damals Ltn. gewesen sein, die Kfz-Sperre geschlossen.
Bleibt noch zu erwähnen, daß nach der Betätigung des ensprechenden Auslöseknopfes zwischen 7,5 bis fast 18 Sekunden vergingen, bis die Sperren volle Sperrwirkung hatten. Das heißt, daß sie zu beiden Seiten ungefähr gleich tief in den Widerlagern zur Ruhe gekommen sein sollten. Auf Grund des Gewichts und der zum Abfedern angebrachten Flugzeugfahrwerksstoßdämpfer kam es nämlich zu mehr oder weniger starkem Zurückfedern. Daher mußten diese Werte bei jeder nächtlichen Alarmüberprüfung auch entsprechend protokolliert werden.
Von "Herausschießen" kann also eigentlich weniger die Rede sein, außerdem waren direkt vor den Kfz-Sperren jeweils Ampeln und Schranken angebracht.
@a1 otti: Dein ZF soll damals die Kaffeekanne oder zumindest die Tasse fallen lassen haben, als er nach Auslösung des Autobahnalarms den Aufprall und die Schüsse hörte...
@sentry: Hättest Dich doch mal melden können, daß Du nach Mbn fährst...

Gruß,254
Bilder 3, 4 und 5: Günter Mach

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 30.11.2009 05:32 | nach oben springen

#49

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.11.2009 11:38
von sentry | 1.106 Beiträge

Zitat von 254Spielregel
@sentry: Hättest Dich doch mal melden können, daß Du nach Mbn fährst...



Ja ich weiß, aber die Sache war nicht ganz privat, sehr kurzfristig und wurde dann noch kurzfristiger einen Tag vorverlegt, so dass ein eventuelles Spontan-Meeting sicher nicht geklappt hätte.
Wir kriegen das schon nochmal hin mit einem kleinen "Marienborner"-Treffen.


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#50

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.11.2009 16:42
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo an alle mitarbeiter des güst marienborn.ihr habt geschrieben das ihr eure sperranlagen getestet habt. was war dann mit dem transitverkeher? ich glaube ich habe sowas mal mitbekommen. nicht in marienborn sondern in wartha. da gingen schon ein parr kilometer voher die schranke runter. lg glasi



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#51

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.11.2009 17:02
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

glai der test fand in verkehrsarmer zeit nach mitternacht statt.natürlich wurden auch alle schranken geschlossen


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#52

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.11.2009 17:06
von glasi | 2.815 Beiträge

danke pitti.. lg vom glai



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#53

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.11.2009 19:30
von Onkel Hu (gelöscht)
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Aber selbst da gab es Vorkommnisse. Die Probe-Alarmzeit wurde immer vom Kommandanten festgelegt und den eingesetzten Kräften weiter gegeben. Wie schon gesagt, nach Mitternacht, wo kaum jemand unterwegs war. Die nun mal gerade da waren, mussten an den verkehrsregulierenden Schranken oder Ampeln stehen bleiben. Kamen dann aber die Alliierten dazwischen, wurde der Alarm verschoben. Nur, ich glaube Winkelmann, hat mal genau dann ausgelöst, als ein Alliierter gerade losgefahren war von der Abfertigung. Und promt hat der ne Schranke mitgenommen - nichts schlimmes, aber peinlich.

OH


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#54

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.11.2009 19:49
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von Onkel Hu
Aber selbst da gab es Vorkommnisse. Die Probe-Alarmzeit wurde immer vom Kommandanten festgelegt und den eingesetzten Kräften weiter gegeben. Wie schon gesagt, nach Mitternacht, wo kaum jemand unterwegs war. Die nun mal gerade da waren, mussten an den verkehrsregulierenden Schranken oder Ampeln stehen bleiben. Kamen dann aber die Alliierten dazwischen, wurde der Alarm verschoben. Nur, ich glaube Winkelmann, hat mal genau dann ausgelöst, als ein Alliierter gerade losgefahren war von der Abfertigung. Und promt hat der ne Schranke mitgenommen - nichts schlimmes, aber peinlich.

OH



tja der winkelmann hatte so was drauf


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#55

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.11.2009 22:51
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von Mongibella
.....aber stellt euch mal vor....30.000 liter Benzin und was wäre, wenn sich die plötzlich allemal auf einem Schlag entzündet hätten mitten in der GÜST.....die Ravage wäre wohl heftig gewesen....geschweigen denn all die Toten, die es dadurch gegeben hätte....



Das hätte dann ähnlich ausgehen können wie 1967 das Unglück von Langenweddingen (bei Magdeburg), als ein Tanklaster auf einem Bahnübergang von einem Zug erfaßt wurde (wegen nicht geschlossener Schranke): 94 Tote, darunter viele Kinder.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zugungl%C3%...Langenweddingen

In Antwort auf:
....ich muss mich an eine Tankwagenexplosion in Spanien erinnern vor ich weiss nich etwa 20 Jahren nähe eines Campingplatzes, die den Campingplatz komplett vernichtet und vielen das Leben gekostet hatte.....



Da meinst du wohl das Unglück 1978 in Los Alfaques: 217 Tote.

http://de.wikipedia.org/wiki/Tanklastzug...on_Los_Alfaques

Dieser Fall wurde vor ein paar jahren verfilmt.


zuletzt bearbeitet 30.11.2009 22:51 | nach oben springen

#56

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.12.2009 08:00
von sentry | 1.106 Beiträge

Zitat von glasi
ihr habt geschrieben das ihr eure sperranlagen getestet habt. was war dann mit dem transitverkeher? ich glaube ich habe sowas mal mitbekommen. nicht in marienborn sondern in wartha. da gingen schon ein parr kilometer voher die schranke runter.



Tatsächlich fanden die sogenannten Alarmüberprüfungen (AÜ) in Marienborn im laufenden Verkehr statt. Sicher war der Verkehr zwischen 00.00 und 01.00 nicht so stark, aber je nach Timing konnte der zivile Duchreisende das Spektakel hautnah miterleben. Einreisende Fahrzeuge konnten sogar einen Platz in der ersten Reihe ergattern, wenn sie zufällig gerade an der richtigen Stelle waren, wenn die Ampeln wenige Meter vor den Fiffies auf Rot gingen.
Anschließend schlossen sich die Schranken, es wurde volle Festbeleuchtung eingeschaltet und wenig später wurden Sperrschlagbäume und Pfiffies geschlossen.
Ausreisende Fahrzeuge wurden so lange im Kontrollterritorium zurückgehalten, aber Einreisende konnten bis an die Kfz-Rollsperren (Fiffies) heranfahren.

Lediglich Alliierte wollte man nicht bei der AÜ dabei haben. In der Ausreise wurden sie ebenfalls im Kontrollpunkt der Sowjets zurückgehalten. Da das in der Einreise nicht beeinflusst werden konnte, musste der A1-Posten ganz vorn an der Grenze den Parkplatz und die Aktivitäten am Alliierten-Kontrollpunkt auf der Westseite genau beobachten. Die AÜ wurde erst durchgeführt, wenn sich dort keine potenziellen Einreisekandidaten befanden, die eventuell das Schließen der Fiffies hätten beobachten können.
So habe ich das jedenfalls in Erinnerung.
"Einreise" und "Ausreise" beziehen sich hier immer auf das DDR-Territorium.

Dass das in der Ausreise einmal schief ging, wurde ja schon berichtet. Daran kann ich mich noch gut erinnern. Ich habe noch den Autotransporter gesehen, der später das demolierte Fahrzeug in den Westen überführt hat.

Die Fiffies wurden übrigens nicht nur nachts in verkehrsarmer Zeit geschlossen. Zu Wartungszwecken erfolgte regelmäßig (mittwochs gegen 13.00, wenn ich mich recht erinnere) eine weitere Schließung. Dann hat zum Beispiel ein Zivilangestellter die Räder der Rollsperren geschmiert. Der Ablauf war ähnlich wie eine AÜ, bloß eben nicht so gewaltig und nur beschränkt auf die Fiffies.

P.S. Über die mögliche Katastrophe zu diskutieren, die bei vollem Tanker eingetreten wäre, ist mMn müßig. Weder Fricke noch die Grenzer hatten Interesse daran, genauso wenig wie jemand Interesse daran hatte, Fricke und seinen Partner zu töten.
Die eine Partei hat den Weg in die Freiheit gesucht und hat (nicht unberechtigt) angenommen, ein Tanklaster würde ihr Vorhaben unterstützen und die Grenzer ein bisschen einbremsen.
Die andere Partei hatte den Auftrag genau das zu verhindern und hat dem entsprechend reagiert. Es wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, die Sperren offen zu lassen, nur um eine Explosion mit Sicherheit zu vermeiden. Die Sperren waren die einzige Möglichkeit, den Durchbruch befehlsgemäß zu verhindern, also wurden sie geschlossen.
Fricke wollte nicht sterben und der knopfdrückende Grenzer wollte sicher nicht töten. Aber das war eben leider zu damaliger Zeit das einzige, wo die beiden sich einig waren.
Bei Autobahnalarm hatte der KGSi nur eine Option: Die vier Patronenhülsen von den Knöpfen ziehen, die sie gegen versehentliches Drücken schützten, und draufdrücken. Für einen Abwägungsprozess war da kein Spielraum.

Das mag sich alles kaltblütig technisch anhören, aber so war die Grenze eben damals - kaltblütig technisch.


zuletzt bearbeitet 01.12.2009 08:01 | nach oben springen

#57

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.12.2009 09:25
von a1 otti | 188 Beiträge

Zitat von sentry

P.S. Über die mögliche Katastrophe zu diskutieren, die bei vollem Tanker eingetreten wäre, ist mMn müßig. Weder Fricke noch die Grenzer hatten Interesse daran, genauso wenig wie jemand Interesse daran hatte, Fricke und seinen Partner zu töten.
Die eine Partei hat den Weg in die Freiheit gesucht und hat (nicht unberechtigt) angenommen, ein Tanklaster würde ihr Vorhaben unterstützen und die Grenzer ein bisschen einbremsen.
Die andere Partei hatte den Auftrag genau das zu verhindern und hat dem entsprechend reagiert. Es wäre wohl niemand auf die Idee gekommen, die Sperren offen zu lassen, nur um eine Explosion mit Sicherheit zu vermeiden. Die Sperren waren die einzige Möglichkeit, den Durchbruch befehlsgemäß zu verhindern, also wurden sie geschlossen.
Fricke wollte nicht sterben und der knopfdrückende Grenzer wollte sicher nicht töten. Aber das war eben leider zu damaliger Zeit das einzige, wo die beiden sich einig waren.
Bei Autobahnalarm hatte der KGSi nur eine Option: Die vier Patronenhülsen von den Knöpfen ziehen, die sie gegen versehentliches Drücken schützten, und draufdrücken. Für einen Abwägungsprozess war da kein Spielraum.

Das mag sich alles kaltblütig technisch anhören, aber so war die Grenze eben damals - kaltblütig technisch.




sentry, genau so hatte ich das in meinem Beitrag vom 29.11.09 auch gemeint.



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#58

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.11.2010 22:38
von Rabe (gelöscht)
avatar

Frage - Ist zu diesem Thema die Schilderung der Abläufe dieses verhinderten Grenzdurchbruchs aus der Sicht des Diensthabenden Offiziers der Paßkontrolleinheit noch interessant?

Rabe


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#59

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 14.11.2010 22:39
von Theo85/2 | 1.201 Beiträge

Zitat von Rabe
Frage - Ist zu diesem Thema die Schilderung der Abläufe dieses verhinderten Grenzdurchbruchs aus der Sicht des Diensthabenden Offiziers der Paßkontrolleinheit noch interessant?

Rabe



Aber immer!

Theo 85/2


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#60

RE: Fluchtversuch mit nem Minol-Laster

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 15.11.2010 11:05
von LO-driver | 750 Beiträge

Ja sicher. Auch mit dem Abstand der Jahre und den Gedanken von damals und heute.

LO-D



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