#61

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 18:17
von Marder | 1.413 Beiträge

Ja das ist besser!!
MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#62

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 19:34
von Wanderer zwischen 2 Welten | 2.340 Beiträge

Die Broetchen moegen zwar billiger in der DDR als im Westen gewesen sein, aber wie war es mit der Qualitaet? War die genauso gut wie im Westen?


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#63

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 19:53
von furry | 3.573 Beiträge

Zitat von Marder
Ja das ist besser!!
MfG Jürgen



Da muss ich aber mal fragen, warum ist das besser?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#64

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 20:09
von PF75 | 3.292 Beiträge

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten
Die Broetchen moegen zwar billiger in der DDR als im Westen gewesen sein, aber wie war es mit der Qualitaet? War die genauso gut wie im Westen?



nach ansicht der ehemaligen "Eingeborenen " bedeutend besser,da bestand ein brötchen nicht bloß aus Luft


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#65

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 20:18
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von PF75

Zitat von Wanderer zwischen 2 Welten
Die Broetchen moegen zwar billiger in der DDR als im Westen gewesen sein, aber wie war es mit der Qualitaet? War die genauso gut wie im Westen?



nach ansicht der ehemaligen "Eingeborenen " bedeutend besser,da bestand ein brötchen nicht bloß aus Luft





!!!



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#66

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 20:33
von Marder | 1.413 Beiträge

Zitat von furry

Zitat von Marder
Ja das ist besser!!
MfG Jürgen



Da muss ich aber mal fragen, warum ist das besser?




Weil es sich bei diesen Lebensmitteln um die handelt, die nicht mehr zum menschlichen Verzehr geeignet sind.
Die Lebensmittel ( Backwaren), die in der DDR zweckentfremdet an Tiere verfüttert wurden waren einfach billiges Tierfutter. Dieses " Tierfutter" musste teuer subventioniert in die Läden gebracht werden und sollte eigentlich als Grundnahrungsmittel für die Bevölkerung dienen.
Daher ist das heute besser so, allerdings vergleicht man da wieder mal Äpfel mit Birnen.
MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#67

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 20:52
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Ich kann mich noch an Bäcker erinnern, die draußen ein Schild hängen hatten mit der Aufschrift "Hier auch DDR-Brötchen". Gut, die Vielfalt ist heute größer und mir geht nichts über knusprige Körnerbrötchen mit Zörbiger "Überrübe" (Rübensirup) zum Frühstück, aber diese aufgeblasenen Luftbrötchen waren und sind mir ein Graus. Vor allem noch dann, wenn ich in einem Hotel/Pension nur diese zur Auswahl habe und extra eisgekühlte Butter dazu. Die DDR-Brötchen haben sich, außer im Geschmack, vor allem durch ihre Schnittfestigkeit ausgezeichnet. Die Nahrungsmittelindustrie war ja auch der erste Industriezweig, der nach dem Absturz wieder Licht sah. Die Leute hatten ihre Geschmacksrichtungen und die wollten sie wiederhaben. Ich habe zuerst auch eine Menge Biersorten durchprobiert, um dann wieder beim Köstritzer Schwarzbier und in den letzten Jahren beim Lausitzer Porter zu bleiben. Wenn ich mehrere Tage als Außendienster z.B. nach Bayern mußte, habe ich mir einige Flasche davon mitgenommen. Die hatten da unten einfach kein vernünftiges Bier, allenfals ein dunkles Hefeweizen, wenn nichts besseres vorhanden. Als mein Sohn bei München in die Lehre ging, mußte er das Porter kistenweise mit runternehmen, weil einige seiner Arbeitskollegen das trinken wollten.



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#68

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 21:05
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Kesti
Soweit ich mich erinnern kann, gibt es Ähnlichkeiten mit dem Hitler-Regime. Bei Hitler hatten sie die Pimpfe und wir hatten die Jung- und Thälmannpioniere, was bei Hitler die Hitlerjugend war, war bei uns die FDJ, wobei es bei uns nicht auf einen Krieg hinauslief (hoffe ich einfach mal in meiner Unschuldigkeit) und auch keine Juden verfolgt wurden. Wofür man bei uns Schlange gestanden hat, waren vor allen Dingen Sachen, welche es bei uns selten gab, wie die berühmten Bananen, Apfelsinen oder sonstige Südfrüchte, wobei ich dazu sagen muss, mein Mann, geborener Wessi, aufgewachsen in den 60gern, kannte diesen Überfluss an Südfrüchten in seiner Kindheit auch nicht, das muss erst so in den 70gern losgegangen sein.
Für Grundnahrungsmittel wie Brot oder Kartoffeln musste man bei uns keine Schlange stehen und für Brötchen habe ich in meiner Kindheit nur in den Ferien Samstags morgens angestanden, unter der Woche war da auch immer genügend da.
An Bohnenkaffee war da sehr viel schwerer ranzukommen. In den Westpaketen, die wir immer bekamen, war immer Bohnenkaffee und für uns Kinder Markenschokolade oder Gummibärchen mit dabei. Und obwohl die Klamotten, von meinen Cousins und Cousinen (meine Westverwandtschaft war auch eine kinderreiche Familie) bereits etwas abgetragen waren, haben wir sie gern angezogen, es waren ja "Westklamotten" zu angeben ;-).
Mein Vater hatte 1976 seinen Trabant beantragt, den wir dann 1986 bekamen, zeitgleich mit der auch 1976 beantragten Waschmaschine, ein Halbautomat.
Vorteile allerdings gab es auch: Wenn man in der DDR Kind einer kinderreichen Familie war, konnte man kostenlos ins Freibad und hatte auch in der Schule ein kostenloses Mittagessen, kontrolliert wurde mit Essensmarken. Und es gab jeden Morgen eine kleine Flasche Milch in der Schule, die bei uns im Winter manchmal etwas eingefroren war oder auch, wenn es sehr heiß war, mal sauer sein konnte, aber das lag daran, dass die Milch in meinem Heimtatort einfach noch in Glasflaschen und nicht so stark verarbeitet war wie heute. Woanders gab es so komische Plastebeutel, in denen die Milch umherschwappte.
In meiner Schulzeit gab es sogar anfangs 3 und später 4 verschiedene Sorten zur Auswahl: Kakao, Fruchtmilch und Vollmilch und später kam dann noch Vanillemilch dazu.
Jedes Kind konnte die Kinderkrippe und auch den Kindergarten kostenlos besuchen, allerdings wurde man dort auch gleich "sozialistisch" im Sinne des Staates erzogen.

Ich sehe grade, ich hab hier schonmal gepostet, also, falls ich mich nur wiederholt haben sollte, dürfen die Mods diesen Beitrag einfach wieder löschen.




auch wenn in diesem beitrag einige reale dinge der wahrheit entsprechen , finde ich hier einige sätze wieder die für mich ganz oben auf die liste gehören : ' Geistiger Dünnschiss' .!!!!



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#69

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 21:09
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Marder
Ja das ist besser!!
MfG Jürgen



könnte aber der 'tafel' oder andere bedürftige helfen ! hast du schon mal hungern müssen ???



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#70

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 21:12
von Marder | 1.413 Beiträge

Frank
siehe #66 !!
Nein ich habe bisher nicht hungern müssen.
MfG Jürgen


Er wirft den Kopf zurück und spricht: "Wohin ich blicke, Lump und Wicht!" Doch in den Spiegel blickt er nicht.
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selber. Er lässt auch anderen eine Chance.
Ein Kluger bemerkt alles - ein Dummer macht über alles eine Bemerkung.
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt.

Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten.
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#71

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 21:27
von eisenringtheo | 9.170 Beiträge

Zitat von DoreHolm
(...). Ich habe zuerst auch eine Menge Biersorten durchprobiert, um dann wieder beim Köstritzer Schwarzbier und in den letzten Jahren beim Lausitzer Porter zu bleiben. Wenn ich mehrere Tage als Außendienster z.B. nach Bayern mußte, habe ich mir einige Flasche davon mitgenommen. Die hatten da unten einfach kein vernünftiges Bier, allenfals ein dunkles Hefeweizen, wenn nichts besseres vorhanden. Als mein Sohn bei München in die Lehre ging, mußte er das Porter kistenweise mit runternehmen, weil einige seiner Arbeitskollegen das trinken wollten.



Hier in der Schweiz sind die schwarzen Biere etwa in den 70 Jahren leider vollkommen verschwunden. Damals kam die Auffassung zur Geltung, dass Biere, die nicht nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut sind, nicht als Bier bezeichnet werden durften. Bei dunklen Bieren ist das Reinheitsgebot oft nicht einzuhalten. Aus diesem Grund hat man keine dunklen Biere mehr produziert. WIMRE hat man das Reinheitsgebot etwas modifiziert, so dass die dunkeln Sorten wieder als "Bier" verkauft werden.
Ob diese Story stimmt oder ob das ein 1. April Witz ist, muss jeder Leser mit sich selber ausmachen...
Theo


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#72

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 22:01
von Gelöschtes Mitglied
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Hungern musste keiner, alle Grundnahrungsmittel waren da und auch subventioniert günstig. Für meine damalige 3 Zimmerwohnung musste ich gerade mal 30 Ostmark bezahlen! Strom und Wasser war auch nicht viel teurer. Ich glaube Wasser war sogar umsonst, weiß nicht mehr so genau. Süd Obst gab es kaum, dafür war einheimisches Obst fast immer zu haben. Mit den anstellen um bestimmte Sachen zu bekommen kann ich mich gut erinnern. Zum Beispiel bestimmte LPs die bekam man nur, wenn man die Verkäuferin gut kannte :)
Zum Spaß hatten wir dann immer gesagt, wenn einer gefragt hat wo hast du das bekommen. „ Einmal bück dich“ da die Verkäuferin es unter den Ladentisch hatte und sie sich bücken musste.
Beziehungen war sehr wichtig um an bestimmte Sachen zu kommen, auch musste man was zum tauschen haben. Oft wurde es aus dem Betrieb „besorgt“ „es ist ja noch mehr aus den Betrieben rauszuholen“ darüber kann man echt heute noch lachen wie wörtlich das die Leute genommen haben. Klamotten war ein Problem, wenn man keine Verwandtschaft im Westen hatte, aber auch hier war es wichtig, wenn man was zum tauschen hatte. Motorräder und Mopeds gab es immer, auch die Versorgung der Ersatzteile war meiner Meinung nach gut. Länger wie eine Woche musste ich nie auf mein Moped oder später ETZ verzichten. Diese Fahrzeuge waren in meiner Jugend so wichtig, wie heute ein 18 jähriger der das erste Auto bekommt. An ein Auto hatte ich nicht mal gedacht zu dieser Zeit, da ich wusste wie lange man darauf wartet. Wenn ich hier lese, Reisen waren möglich ins westliche Ausland? Dazu muss ich schreiben, das ist viel zu pauschal geschrieben und in der Darstellung gelogen. Einfach Reisen konnte man nur ins Ausland, wenn man Rentner war und nicht mehr gearbeitet hat. Das bestimmte Personen mit Privileg Reisen konnten wie zum Beispiel die Katarina Witt usw. ist jeden bekannt, auch bestimmte Personen von MFS oder eben Regierungsmitglieder, das sind einzelne Personen die Mehrheit der Bevölkerung konnte nicht raus aus dem System. Wenn man raus wollte und einen Antrag gestellt hatte wurde man nur noch schikaniert und nicht selten sogar eingesperrt. Oft musste man jahrelang mit dieser Schikane leben! Man hat keine Arbeit mehr bekommen und schwups war man wieder im Gefängnis. Es gab da einen schönen Paragrafen der eben besagte: Wer keine Arbeit hat ist asozial, das war laut DDR strafbar was mit Gefängnis bestraft wurde. Ich musste es zum Glück nicht erleben, aber einige kannte ich den es so ging. Es war überall der Mangel zu spüren in Betriebe wurde die Produktion einfach gestoppt, wenn Teile kaputt gegangen sind. Wir Schlosser mussten durch improvisieren Geräte oder Anlagen reparieren, neue Teile waren fast nie zu bekommen. Meine Leidenschaft für Computer war am Anfang ein Traum ohne Hoffnung je einen zu besitzen. Durch meine Tauschgeschäfte und Beziehungen hatte ich es aber dann geschafft mitte der 80er Jahre einen KC 85/2 und später den KC85/3 zu besorgen. Im Laden gab es diese nicht, oder sehr sehr selten. (ich hatte nie einen im Laden gesehen) Diese Geräte waren am Anfang für den Konsum gedacht aber da in vielen Betrieben und auch in der Armee Mangelwirtschaft war, wurden kurzerhand diese Computer als Ausbildungsmittel oder für Steueraufgaben in der Industrie genommen. Deshalb sind diese Geräte fast nie in den Handel gekommen. Wenn aber doch, so hatten Schulen oder auch die GST Vorrecht zum Kauf. Man konnte in der DDR alles bekommen man musste nur genug Geld haben und was noch viel wichtiger war Beziehungen. Wer das hatte konnte in der DDR recht gut Leben.


Grüße


zuletzt bearbeitet 01.04.2012 22:20 | nach oben springen

#73

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 23:03
von Gert | 12.354 Beiträge

Zitat von maxel22
Hungern musste keiner, alle Grundnahrungsmittel waren da und auch subventioniert günstig. Für meine damalige 3 Zimmerwohnung musste ich gerade mal 30 Ostmark bezahlen! Strom und Wasser war auch nicht viel teurer. Ich glaube Wasser war sogar umsonst, weiß nicht mehr so genau. Süd Obst gab es kaum, dafür war einheimisches Obst fast immer zu haben. Mit den anstellen um bestimmte Sachen zu bekommen kann ich mich gut erinnern. Zum Beispiel bestimmte LPs die bekam man nur, wenn man die Verkäuferin gut kannte :)
Zum Spaß hatten wir dann immer gesagt, wenn einer gefragt hat wo hast du das bekommen. „ Einmal bück dich“ da die Verkäuferin es unter den Ladentisch hatte und sie sich bücken musste.
Beziehungen war sehr wichtig um an bestimmte Sachen zu kommen, auch musste man was zum tauschen haben. Oft wurde es aus dem Betrieb „besorgt“ „es ist ja noch mehr aus den Betrieben rauszuholen“ darüber kann man echt heute noch lachen wie wörtlich das die Leute genommen haben. Klamotten war ein Problem, wenn man keine Verwandtschaft im Westen hatte, aber auch hier war es wichtig, wenn man was zum tauschen hatte. Motorräder und Mopeds gab es immer, auch die Versorgung der Ersatzteile war meiner Meinung nach gut. Länger wie eine Woche musste ich nie auf mein Moped oder später ETZ verzichten. Diese Fahrzeuge waren in meiner Jugend so wichtig, wie heute ein 18 jähriger der das erste Auto bekommt. An ein Auto hatte ich nicht mal gedacht zu dieser Zeit, da ich wusste wie lange man darauf wartet. Wenn ich hier lese, Reisen waren möglich ins westliche Ausland? Dazu muss ich schreiben, das ist viel zu pauschal geschrieben und in der Darstellung gelogen. Einfach Reisen konnte man nur ins Ausland, wenn man Rentner war und nicht mehr gearbeitet hat. Das bestimmte Personen mit Privileg Reisen konnten wie zum Beispiel die Katarina Witt usw. ist jeden bekannt, auch bestimmte Personen von MFS oder eben Regierungsmitglieder, das sind einzelne Personen die Mehrheit der Bevölkerung konnte nicht raus aus dem System. Wenn man raus wollte und einen Antrag gestellt hatte wurde man nur noch schikaniert und nicht selten sogar eingesperrt. Oft musste man jahrelang mit dieser Schikane leben! Man hat keine Arbeit mehr bekommen und schwups war man wieder im Gefängnis. Es gab da einen schönen Paragrafen der eben besagte: Wer keine Arbeit hat ist asozial, das war laut DDR strafbar was mit Gefängnis bestraft wurde. Ich musste es zum Glück nicht erleben, aber einige kannte ich den es so ging. Es war überall der Mangel zu spüren in Betriebe wurde die Produktion einfach gestoppt, wenn Teile kaputt gegangen sind. Wir Schlosser mussten durch improvisieren Geräte oder Anlagen reparieren, neue Teile waren fast nie zu bekommen. Meine Leidenschaft für Computer war am Anfang ein Traum ohne Hoffnung je einen zu besitzen. Durch meine Tauschgeschäfte und Beziehungen hatte ich es aber dann geschafft mitte der 80er Jahre einen KC 85/2 und später den KC85/3 zu besorgen. Im Laden gab es diese nicht, oder sehr sehr selten. (ich hatte nie einen im Laden gesehen) Diese Geräte waren am Anfang für den Konsum gedacht aber da in vielen Betrieben und auch in der Armee Mangelwirtschaft war, wurden kurzerhand diese Computer als Ausbildungsmittel oder für Steueraufgaben in der Industrie genommen. Deshalb sind diese Geräte fast nie in den Handel gekommen. Wenn aber doch, so hatten Schulen oder auch die GST Vorrecht zum Kauf. Man konnte in der DDR alles bekommen man musste nur genug Geld haben und was noch viel wichtiger war Beziehungen. Wer das hatte konnte in der DDR recht gut Leben.


Grüße



rot mark. Und das findest du normal für ein Land, das fast 45 Jahre im Frieden leben und produzieren konnte ? Ein trauriges Ergebnis am Ende


.
All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin, and, therefore, as a free man, I take pride in the words ‘Ich bin ein Berliner!’”
John F.Kennedy 1963 in Berlin
Geld ist geprägte Freiheit!
Dostojewski 1866
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
Mahatma Gandhi
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#74

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 01.04.2012 23:31
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Gert

Zitat von maxel22
Hungern musste keiner, alle Grundnahrungsmittel waren da und auch subventioniert günstig. Für meine damalige 3 Zimmerwohnung musste ich gerade mal 30 Ostmark bezahlen! Strom und Wasser war auch nicht viel teurer. Ich glaube Wasser war sogar umsonst, weiß nicht mehr so genau. Süd Obst gab es kaum, dafür war einheimisches Obst fast immer zu haben. Mit den anstellen um bestimmte Sachen zu bekommen kann ich mich gut erinnern. Zum Beispiel bestimmte LPs die bekam man nur, wenn man die Verkäuferin gut kannte :)
Zum Spaß hatten wir dann immer gesagt, wenn einer gefragt hat wo hast du das bekommen. „ Einmal bück dich“ da die Verkäuferin es unter den Ladentisch hatte und sie sich bücken musste.
Beziehungen war sehr wichtig um an bestimmte Sachen zu kommen, auch musste man was zum tauschen haben. Oft wurde es aus dem Betrieb „besorgt“ „es ist ja noch mehr aus den Betrieben rauszuholen“ darüber kann man echt heute noch lachen wie wörtlich das die Leute genommen haben. Klamotten war ein Problem, wenn man keine Verwandtschaft im Westen hatte, aber auch hier war es wichtig, wenn man was zum tauschen hatte. Motorräder und Mopeds gab es immer, auch die Versorgung der Ersatzteile war meiner Meinung nach gut. Länger wie eine Woche musste ich nie auf mein Moped oder später ETZ verzichten. Diese Fahrzeuge waren in meiner Jugend so wichtig, wie heute ein 18 jähriger der das erste Auto bekommt. An ein Auto hatte ich nicht mal gedacht zu dieser Zeit, da ich wusste wie lange man darauf wartet. Wenn ich hier lese, Reisen waren möglich ins westliche Ausland? Dazu muss ich schreiben, das ist viel zu pauschal geschrieben und in der Darstellung gelogen. Einfach Reisen konnte man nur ins Ausland, wenn man Rentner war und nicht mehr gearbeitet hat. Das bestimmte Personen mit Privileg Reisen konnten wie zum Beispiel die Katarina Witt usw. ist jeden bekannt, auch bestimmte Personen von MFS oder eben Regierungsmitglieder, das sind einzelne Personen die Mehrheit der Bevölkerung konnte nicht raus aus dem System. Wenn man raus wollte und einen Antrag gestellt hatte wurde man nur noch schikaniert und nicht selten sogar eingesperrt. Oft musste man jahrelang mit dieser Schikane leben! Man hat keine Arbeit mehr bekommen und schwups war man wieder im Gefängnis. Es gab da einen schönen Paragrafen der eben besagte: Wer keine Arbeit hat ist asozial, das war laut DDR strafbar was mit Gefängnis bestraft wurde. Ich musste es zum Glück nicht erleben, aber einige kannte ich den es so ging. Es war überall der Mangel zu spüren in Betriebe wurde die Produktion einfach gestoppt, wenn Teile kaputt gegangen sind. Wir Schlosser mussten durch improvisieren Geräte oder Anlagen reparieren, neue Teile waren fast nie zu bekommen. Meine Leidenschaft für Computer war am Anfang ein Traum ohne Hoffnung je einen zu besitzen. Durch meine Tauschgeschäfte und Beziehungen hatte ich es aber dann geschafft mitte der 80er Jahre einen KC 85/2 und später den KC85/3 zu besorgen. Im Laden gab es diese nicht, oder sehr sehr selten. (ich hatte nie einen im Laden gesehen) Diese Geräte waren am Anfang für den Konsum gedacht aber da in vielen Betrieben und auch in der Armee Mangelwirtschaft war, wurden kurzerhand diese Computer als Ausbildungsmittel oder für Steueraufgaben in der Industrie genommen. Deshalb sind diese Geräte fast nie in den Handel gekommen. Wenn aber doch, so hatten Schulen oder auch die GST Vorrecht zum Kauf. Man konnte in der DDR alles bekommen man musste nur genug Geld haben und was noch viel wichtiger war Beziehungen. Wer das hatte konnte in der DDR recht gut Leben.


Grüße



rot mark. Und das findest du normal für ein Land, das fast 45 Jahre im Frieden leben und produzieren konnte ? Ein trauriges Ergebnis am Ende





Nein finde ich nicht normal, aber wie schaut es den heute und hier aus? Ich meine ohne Geld und Beziehung geht hier auch nichts! Ich gehe arbeiten und komme gerade noch so hin, das war vor jahren noch vollkommen anders! Heute kommt man nicht mal so ins VW Werk als Arbeiter, da braucht man auch Beziehungen um eingestellt zu werden.





Grüße


zuletzt bearbeitet 01.04.2012 23:46 | nach oben springen

#75

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 02.04.2012 00:51
von frank | 1.753 Beiträge

Zitat von Marder
Frank
siehe #66 !!
Nein ich habe bisher nicht hungern müssen.
MfG Jürgen



sorry !!



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#76

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 02.04.2012 06:18
von furry | 3.573 Beiträge

Zitat von Marder

Zitat von furry

Zitat von Marder
Ja das ist besser!!
MfG Jürgen



Da muss ich aber mal fragen, warum ist das besser?




Weil es sich bei diesen Lebensmitteln um die handelt, die nicht mehr zum menschlichen Verzehr geeignet sind.
Die Lebensmittel ( Backwaren), die in der DDR zweckentfremdet an Tiere verfüttert wurden waren einfach billiges Tierfutter. Dieses " Tierfutter" musste teuer subventioniert in die Läden gebracht werden und sollte eigentlich als Grundnahrungsmittel für die Bevölkerung dienen.
Daher ist das heute besser so, allerdings vergleicht man da wieder mal Äpfel mit Birnen.
MfG Jürgen



Damit wir nicht aneinander vorbei diskutieren, Ausgangspunkt für meine Frage nach dem warum bezog sich auf die Frage von PF 75: heute werden die Lebensmittel in den müll geschmissen,dürfen nicht als futter genutzt werden,ist das nun besser ?
Da es sicher nicht allgemein bekannt ist, auch heute werden Lebensmittel, u.a. deklariert als sogenannte Backabfälle, für die Tierernährung genutzt. Das können zerbröselte Kekse oder oder in der Form missratene Brote sein.
Die damals übliche Sammlung der Lebensmittelabfälle oder Reste fertiger Mahlzeiten aus den Haushalten ist grundsätzlich aus hygienischen Gründen abzulehnen.
Ich könnte hier noch weitere Dinge nennen, die sinnvoll genutzt werden könnten und ein vollwertiger Ersatz für genetisch veränderte Futtermittel aus Südamerika sind.


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
zuletzt bearbeitet 02.04.2012 06:20 | nach oben springen



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