#21

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 28.11.2009 22:28
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Mario mein Freund, hoffendlich bekomme ich jetzt nicht den Spitznamen " Po...rainer" verpasst, das würde dem Erzähler nicht gefallen, den ich schreibe nicht"vulgär", und diese, die Sprache/ Texte der Pornohefte sieht im Gegensatz zu meiner anders aus.
Aber wie du richtig schreibst, wir wissen es, selbst erlebt und das nimmt uns keiner, nicht Einer weg.
Ich lasse mich gerne belehren, aber es muss nachvollziehbar sein und nicht aus Hass oder Frust auf die alte DDR.

Gruß Rainer- Maria

He, ich weiß das,und du auch, das mit den Po...heften, wir sind doch auch bloß Männer,und glasi weiß das auch.


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#22

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 28.11.2009 22:29
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Freedom, da schieb ich doch gleich noch Einen hinterher...im Fischladen, da schwammen sogar lebende Fischr herum in einem großen Becken und ich erinnere mich, das es jedesmal als Kind ein Erlebnis war, ein grausames Erlebnis war, wenn einer der Fische mit dem Holzknüppel eine verpasst bekam, solange bis er tot war.
"Textilien in der DDR der letzte Dreck", du kleine verwöhnte Göre schmiert dir der Rainer- Maria gleich aufs Butterbrot, deine Eltern müssen es dir hinten .....geschoben haben.
Junge, mein Freund, komm bloß dem Rainer- Maria nicht zu nahe beim nächste Forumtreffen.
Entschuldigt, die Admins, aber da hört für mich der Spass auf!

Gruß Rainer- Maria




Dies war wohl überall gleich. An das große grüne Becken, was gleichzeitig auch als Schaufenster diente, kann ich mich auch noch sehr gut erinnern.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#23

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 28.11.2009 22:40
von maja64 (gelöscht)
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Ja Rainer,wer sich mit der Tine anlegt.....
Entschuldigung Rainman2,ich gelobte ja Zurückhaltung
Ich grüße auf jeden Fall alle ehemaligen Eisfelder,und freue mich auf ein Treffen mit Euch.


maja


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#24

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 28.11.2009 22:46
von Freedom (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Freedom, entschuldige, aber das ist absoluter Schwachsinn, was du da mit den " Anstellzeiten" bei Bäcker, Fleischer usw. von dir gibst.
Wo hast du gelebt, Mann, auf dem Mond?
Das würde den Rainer- Maria aber jetzt interessieren, wann das gewesen sein soll....3 Std...beim Fleischer...ich glaub, mich tritt ein Pferd?
Ich kam aus dem Haus und fiel beim Bäcker rein und in fünf Minuten war ich wieder draußen.

Gruß Rainer- Maria



Mach mal halblang bitte. Bei uns in der Berliner-Rupprechtstrasse war das so. Fleischer machte um 12uhr dicht. Um 12:30 schickte meine Mutter mich los zum anstellen. Dann hieß es bis 15Uhr warten bis der laden wieder geöffnet wurde.
Bananen und Orangen aus Kuba. Den Mist haben wir nie angefasst.
Vitamine aus dem Gemüseladen? Konnten sie doch gar nicht anbieten außer Suppengrün und Schnittlauch und Äpfel.
Klar sind wir satt geworden. Und den Rest gab es nur durch Beziehungen.

Kennt noch jemand den Zentralen Viehschlachthof in der Leninallee? Täglich fuhren Lkw`s aus Westeuropa vor um dort zu laden.
Dann das gute Radeberger oder Wernesgrüner? Wo gab es das offiziell in der DDR? Ging doch alles in den Westen.


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#25

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 28.11.2009 22:50
von Kesti | 32 Beiträge

Grundnahrungsmittel gab es. Okay, wenn ich Brötchen statt Brot haben wollte, mußte ich mich aber auch eine Stunde, bevor unser Dorfbäcker aufmachte, anstellen.
Bananen und Apfelsinen gabs bei uns so einmal im Jahr, Apfelsinen immer kurz vor Weihnachten. Und da mußte man sich natürlich auch anstellen. Darum frag ich heut noch, wenn ich eine Schlange sehe: "Gibts hier Westgeld oder Bananen? ;-)
Es konnte passieren, daß meine Mutter schon seit 10 Uhr morgens anstand, wenn ich mittags aus der Schule kam. Da das Obst-und Gemüsegeschäft aber auf meinem Heimweg lag, konnte ich sie dann ablösen, wenn mir nicht meine große Schwester zuvorgekommen war.
Wir haben bis 1986 auch immer Westpakete bekommen, immer so um Weihnachten rum. Da war dann Schokolade :-d, Kaffee und Westklamotten drin. Über Jeans haben wir uns immer sehr gefreut. Es existiert sogar ein Klassenfoto von mir, wo ich so eine Jeans trage, das war so um 1989 vor der Wende, da ich auf diesem Foto meine Armbanduhr noch nicht habe. Mein Vater war 1987 bei einer Beerdigung in der BRD und mußte damals ganz schön viel Papierkram erledigen, damit er überhaupt rüberdurfte, er mußte sogar was unterschreiben, daß er wieder in einer bestimmten Zeit zurückkommt, da er ja Frau und Kinder in der DDR hat.
Seinen Trabant bekam mein Vater auch erst 1986, er hatte sich bereits 1976 für ihn angemeldet. Für Waschmaschinen muß es auch sowas wie eine Wartezeit gegeben haben, da meine Mutter ihre erste vollautomatische Waschmaschine zur gleichen Zeit bekam.
Und ja, wir wurden bereits im Kindergarten sozialistisch erzogen, kann ich Dir aus meiner eigenen Erfahrung berichten. Und in der Schule wurde man dann Jungpionier, später Thälmannpionier und dann FDJ-ler. Wie es weitergegangen wäre, weiß ich nicht, da ich dafür noch zu jung war.

Gehungert hat keiner bei uns, aber es gab halt nicht immer alles oder besser: Das was es meistens gab, war "Hamma nich". Man mußte halt beim Einkaufen gucken, was es gibt. Und dann damit planen.
Das System war ähnlich aufgebaut wie zu Hitlers Zeiten, nur die Marionetten waren andere und es wurden keine ethnischen Minderheiten unterdrückt und kein "heißer Krieg" geführt.



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#26

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 28.11.2009 22:51
von Freedom (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Freedom, da schieb ich doch gleich noch Einen hinterher...im Fischladen, da schwammen sogar lebende Fischr herum in einem großen Becken und ich erinnere mich, das es jedesmal als Kind ein Erlebnis war, ein grausames Erlebnis war, wenn einer der Fische mit dem Holzknüppel eine verpasst bekam, solange bis er tot war.
"Textilien in der DDR der letzte Dreck", du kleine verwöhnte Göre schmiert dir der Rainer- Maria gleich aufs Butterbrot, deine Eltern müssen es dir hinten .....geschoben haben.
Junge, mein Freund, komm bloß dem Rainer- Maria nicht zu nahe beim nächste Forumtreffen.
Entschuldigt, die Admins, aber da hört für mich der Spass auf!

Gruß Rainer- Maria




Dies war wohl überall gleich. An das große grüne Becken, was gleichzeitig auch als Schaufenster diente, kann ich mich auch noch sehr gut erinnern.




Okay es gab Klamotten die waren echt gut. Aber die waren für Otto und Quelle bestimmt. Rowenta und Privileg wurden in der DDR produziert.
Und sage mir jetzt bitte nicht das die Wisentajeans eine Hose war wo man Mädels aufreißen konnte?
Klamotten die Anfang der `80 in der DDR verkauft wurden die gab es 1960 schon in der BRD.


zuletzt bearbeitet 28.11.2009 22:55 | nach oben springen

#27

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 28.11.2009 23:10
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Freedom, der Rainer- Maria trinkt gerade einen guten Wermut, den gabs zu DDR- Zeiten auch schon im Delikat.
Berlin hieß für mich zu dieser Zeit immer, " die sind was Besseres, etwas mehr Geld...hieß glaube ich Berlinzuschlag oder so"
Nun schreibst du, ihr standet auch an, na gut, über die Zeiten liese sich Streiten...will ich aber nicht
So wie Kesti schreibt,,,auf dem Dorf...kann ich nicht nachvollziehen, ich habe in der Großstadt Leipzig gewohnt, und da gab es allerhand....außer jeden Tag Bananen und Ur- Krostizer und Wernesgrüner und Radeberger...aber,man wusste wissen wo...dieses alte Beziehungsgeflecht...und wer wusste, lebte nicht schlecht...eigene Erfahrung.
He, und Kesti, die Sache mit dem dritten Reich, lass das mal die erzählen, die es erlebt haben, so mein Onkel, heute 85 Jahre alt, der könnte dir erzählen, also da legt selbst der Rainer- Maria die Ohren an und wird ganz still.

Gruß, Ihr Beiden


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#28

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 28.11.2009 23:10
von ---------- (gelöscht)
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Entschuldige mal bitte, wo hast Du gelebt?
In Berlin?

Man, da gab es doch alles zu kaufen!


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#29

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 28.11.2009 23:11
von Freedom (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff

Junge, mein Freund, komm bloß dem Rainer- Maria nicht zu nahe beim nächste Forumtreffen.
Entschuldigt, die Admins, aber da hört für mich der Spass auf!

Gruß Rainer- Maria




Wer sagt denn das ich eingeladen bin?
Und trinken tu ich nur guten Schottischen Whisky.


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#30

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 28.11.2009 23:29
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Freedom, du siehst es locker, das ist gut und wie Pluto schon richtig schreibt, " wo hast du gelebt, in Berlin....?" Also wo er Recht hat, mit seiner Frage, da hat er Recht, den da gab es doch fast Alles.
Na, ich nehm das zurück und von dem Schottenzeug bin ich auch nicht abgeneigt, du darfst daran teilnehmen, beim nächsten Treffen...

Gruß Rainer- Maria


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#31

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 29.11.2009 01:24
von Frank (gelöscht)
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Ich spreche jetzt von der Zeit Anfang bis Ende der 80er:

Mein nagelneues Moped habe ich ziemlich schnell bekommen aber auch nur durch Beziehungen meines Vaters zu unserem Verkäufer vom IFA-Vertrieb (Fahrzeughandel der DDR).
Es gab dafür sogar eine recht ordentliche Ersatzteilversorgung. Nun gut, falls man mal zum falschen Zeitpunkt eine Kette brauchte, konnte man auch Pech haben und musste ein paar Wochen warten. Die MZ-Motorräder standen dort im Laden im Schaufenster, die konnte man eigentlich immer kaufen, ich wüsste nicht dass es da, wie bei Autos wesentliche Wartezeiten gab.
Heimelektronik war auch reichlich vorhanden, Radios, Fernseher, Kassettenrecorder...alles aber sehr teuer. Mein KR650 (Mono-Radio mit Kassettenteil) kostete zB 1100,-Mark. Eine 60min Magnetbandkassette kostete 20 Mark, unser Radiohändler im Ort verkaufte auch unterm Ladentisch Kassetten von TDK, das Stück für 30 Mark. Die musste man natürlich haben um Angeben zu können.
Ich erinnere mich noch daran dass der Buschfunk hier meldete das es (ich glaube es war um 1985) im 150km entfernten Cottbus in einem RFT-Geschäft (Radio+Fernsehen) an einem bestimmten Tag Import-Sanyo Farbfernseher mit Fernbedienung gab. Der Laden machte um 9 Uhr auf und mein Vater fuhr da hin und stellte sich um 6 Uhr in die Schlange um für 7000 M so einen Fernseher zu erstehen. Wenn man sich das heute so vorstellt....

Mit Baumaterial sah es ganz düster aus, man musste genau wissen, wann es wo Zement gab und musste dann rechtzeitig dort vor ort sein. Oder Steine oder Bauholz.

Gab es Melonen oder Bananen, wurden die nicht selten vor dem Gemüseladen direkt vom LKW verkauft, die Menschenschlange stand ja schon bevor der Lieferwagen kam, durch Buschfunk "morgen gibts im Konsum Melonen..."

Limonade wurde nach 2 heißen Sommertagen knapp, am 4.Tag gab es nur noch Fruchtsirup zum verdünnen mit Wasser. Auffällig war, dass Spirituosen immer in Hülle und Fülle und günstig zu haben waren.
Coca-Cola oder Pepsi gabs gar nicht, das war aber nicht schlimm, wir wohnten an der Tschechischen Grenze und die CSSR fürte diese Marken überall in jedem Lebensmittelladen.
Die Tschechen waren sowieso oft die letzte Rettung wenn es um Salzstangen, internationale Schallplatten, Gemüse, elektrische Heizlüfter oder verchromte Wasserhähne usw ging.
All das musste natürlich gut im Wartburg versteckt werden wenn es über die Grenze zurück nach Hause ging........


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#32

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 29.11.2009 03:27
von CaptnDelta (gelöscht)
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Ja, die liebe Ansteherei in der DDR...

Beim Baecker war's bei uns nicht so schlimm, da war man in einer 1/2 Stunde fertig, allerdings beim Metzger waren's schon mal mehr als 2-3 Stunden (wobei man da nicht wusste was da schon wieder alle war wenn man drankam). Das aenderte sich als der Metzger Zahnreparaturen brauchte (meine Mutter war dort fuer die Termine zustaendig), da konnten wir dann hinten reingehen und bekamen eine abgepackte Tuete, da war dann auch schon mal Rindszunge oder richtig gute Steaks drin.

Im Obst/Gemueseladen haben wir uns nie angestellt, weil's da nie was gab. Tomaten und Gurken wurden im Garten angebaut, Obst kam im Westpaket alle 2-3 Wochen.

Nach 2-3 heissen Sommertagen war die Limo aus, und auch das Bier wurde knapp (und rationiert). Als dann der Lieferwagen durchs Dorf fuhr sah es aus wie bei einem Massenmarathon, alles rannte die Strasse runter zum Laden.

Im Winter gab's dafuer keine Kerzen (die waren bei den vielen Stromausfaellen lebensnotwendig).

Wenn man genug Platz hatte, dann war's das beste im Sommer fuer den Winter vorzukaufen, und im Winter fuer den Sommer.

Ansonsten, wie Frank schon sagte, war die nahe CSSR oft der Retter in der Not, wenn es um Fruchtsaefte, Cola, Bier oder auch Schallplatten und Elektronik ging.

-Th


zuletzt bearbeitet 29.11.2009 03:30 | nach oben springen

#33

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 29.11.2009 03:41
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von CaptnDelta
Ansonsten, wie Frank schon sagte, war die nahe CSSR oft der Retter in der Not, wenn es um Fruchtsaefte, Cola, Bier oder auch Schallplatten und Elektronik ging.


OK, ich beisse an...

war immer der Meinung den anderen Ostblocklaendern ging es noch schlechter als der DDR. Wie kam es dazu, dass die "gutes Zeug" zu verkaufen hatten?

Berliner


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#34

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 29.11.2009 04:48
von Jameson | 759 Beiträge

Zitat von 6Michaela6
Hallo zusammen,....

Nun sagt mir doch, wie wars. Wie beschissen wars und sagt nicht, dass alles eitel Wonne war!
Herzliche Grüsse
Michaela


______________________________________________________________________

...ja, es war alles beschissen, nichts, aber auch garnichts war schön, die Sonne schien fast nie, und wenn, ging sie selbstverständlich im Westen auf...
Es sind genau diese Fragestellungen die ich so mag.


Nimm´s mir bitte nicht krumm Michaela, Du hast ja ein paar brauchbare Antworten bekommen.

Ahoi Jameson
(der vorsorglich schonmal Besserung gelobt)



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#35

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 29.11.2009 08:35
von 6Michaela6 (gelöscht)
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Hallo zusammen,
nun hab ich mich durch Eure Antworten gelesen und stell fest, dass es offenbar ziemliche regionale Unterschiede gegeben hat.
Wer einen Garten hatte oder gar am Land wohnte, hats leichter gehabt, als ein Städter ohne Beziehungen.

Ich hab ja schon ein bissl von meiner Kindheit geschrieben, die sich vermutlich nicht so sehr von Eurer unterschieden hat. Ich bin 1943 geboren.

Wenn ich so schau, was meine Kinder dann schon alles anders erlebt haben, dann hats doch Unterschiede gegeben.
Wir konnten uns halt vieles nicht leisten. Mein Mann war als junger Polizeibeamter ganz klar ein Mindestverdiener und mein Gehalt als Tippse war ja noch kleiner. Unsere erste Wohnung - die mit Bad und Zentralheizung - hat 145 DM Miete ohne Nebenkosten. Diese Wohnung haben wir übrigens auch nur durch Beziehungen bekommen. (Ein Kollege meiner Mutter hatte einen guten Draht zu seinem Chef und dieser wiederum kannte den Hausbesitzer.)
Und bei unter 500 DM Einkommen, war das schon ein Problem.
Unser erstes Auto war ein gebrauchter Fiat 600, den wir von meinen Schwiegereltern geschenkt bekamen. Da konnten wir uns dann schon die Unterhaltskosten leisten und auch die Ausflüge, die wir gemacht haben.

Ich hab eine Liste gehabt, was ich mir zulege, wenn ich im Lotto gewinnen würde. Auf dieser Liste standen so Dinge wie 10kg Mehl, 10 Dosen grüne Bohnen.....!

Meinen ersten Brokkoli hab ich gekauft, da war ich schon über 25 Jahre verheiratet. Südfrüchte - und da denk ich jetzt eher an Mango als an Orangen, kauf ich bis heut noch nicht. Da stimmt für mich das Preis- Geschmackserlebnis nicht.

Was ich am Sonntag koche, weiss ich auch erst am Donnerstag, dann nämlich, wenn die Wochenendsonderangebote sichtbar werden.

Seit 15 Jahren hab ich Haus und Garten (auch wenns niemand geglaubt hat - ich habs zusammengespart und es ist abbezahlt!) und da hab ich auch eigenes Gemüse, allerdings deckt es meinen gesamten Bedarf nicht.
Uns gehts gut - denke ich - aber es gibt schon Leut, denen gehts noch besser.

Mein Sohn ist mit einer Gaststätte pleite gegangen, da helfen wir jetzt die Schulden abbezahlen - das war eine teure Erfahrung.

Tja, und nun hat mein Mann Alzheimer..... aber das ist eine andere Geschichte.

Mein Fazit - es war schon so ähnlich, wie ich mirs vorgestellt hab, aber nicht überall und nicht bei jedem.

Danke nochmal für Eure Antworten und wenn jemand noch was weiss - ich werd es lesen!

Einen schönen Sonntag
Michaela


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#36

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 29.11.2009 08:45
von manudave (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Freedom, da schieb ich doch gleich noch Einen hinterher...im Fischladen, da schwammen sogar lebende Fischr herum in einem großen Becken und ich erinnere mich, das es jedesmal als Kind ein Erlebnis war, ein grausames Erlebnis war, wenn einer der Fische mit dem Holzknüppel eine verpasst bekam, solange bis er tot war.
"Textilien in der DDR der letzte Dreck", du kleine verwöhnte Göre schmiert dir der Rainer- Maria gleich aufs Butterbrot, deine Eltern müssen es dir hinten .....geschoben haben.
Junge, mein Freund, komm bloß dem Rainer- Maria nicht zu nahe beim nächste Forumtreffen.
Entschuldigt, die Admins, aber da hört für mich der Spass auf!

Gruß Rainer- Maria




Dies war wohl überall gleich. An das große grüne Becken, was gleichzeitig auch als Schaufenster diente, kann ich mich auch noch sehr gut erinnern.




Richtig,

so einen Fischladen hatten wir auch. Das war so ekelhaft - denn da hat es wirklich nach Fisch gerochen...
Das hat natürlich nicht für die lebenden Karpfen gegolten, die in einer blauen Tonne einmal wöchentlich geschwommen sind. Das war so die einzige Fischsorte, die Vater zuhause frisch zubereiten konnte - ich hasse diesen Fisch, mir schmeckt er zu muffig.
Interessant war es, wenn die Karpfen dann verkauft waren. Denn dann hatte dieser Laden auf und es für den Rest der Woche NICHTS.
Das ist kein Scherz - dort gab es nichts außer diesen Karpfen. Und da man die Tage nie genau wusste, wann es wieder welchen gab, musste ich jedes Mal nach dem Sportunterricht dort vorbeilaufen (es lag leider am Weg) und reinschauen.

Trotzdem eine nette Erinnerung, die ich ganz tief hervorholen musste.


zuletzt bearbeitet 29.11.2009 08:46 | nach oben springen

#37

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 29.11.2009 09:13
von 6Michaela6 (gelöscht)
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Ich kann mich noch erinnern, dass es ein Lokal gab, da war ein grosses Wasserbecken zwischen Flur und Gastraum und da konnten sich die Gäste d i e Forelle aussuchen, die sie dann auf dem Teller haben wollten.

Ein grusliger Gedanke damals wie heute!

Da fällt mir ein, ich war einmal in einem Supermarkt und wollte eigentlich blos ein Seelachsfilet kaufen, aber es ist ziemlich zugegangen, ich bin ewig angestanden und hab dann mitgekriegt, dass Karpfen zum Schleuderpreis verkauft wurden.
Seelachs hin oder her, ich nahm einen Karpfen. Er wurde elektrisch getötet und ausgenommen - und dann hat er nachgezuckt bis ich ihn zuhause hatte!!!!!
Ich hab ihn nach allen Regeln der Kunst zubereitet, wunderbar blau auf einer Platte serviert - und ziemliches Unverständnis von Seiten meiner Familie geerntet!
Mein Mann hat gemeint "also, den Kopf hätt'st scho wegdoa kena", die Kinder assen Kartoffel mit Butter und ich drei Tage Karpfen.

Herzliche Grüsse
Michaela


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#38

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 29.11.2009 09:17
von Drewitz | 356 Beiträge



Und jetz kannste die Dinger auch nicht mehr sehen? grins
Karpfen mag ich heute noch nicht...Bananen übrigens auch nicht!
Im Fischladen in der Markthalle in Potsdam konntest man eigentlich immer Bückling oder geräucherte Makrele kaufen und Heringssalat.Wenn klein Drewitz mal wieder systembedingt Altstoffe abgegeben hatte,dann holte er sich oft 100g(?)Heringssalat und dazu ne Schrippe vom Bäcker nebenan.

Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


zuletzt bearbeitet 29.11.2009 09:18 | nach oben springen

#39

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 29.11.2009 09:22
von manudave (gelöscht)
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Zitat von Drewitz


Und jetz kannste die Dinger auch nicht mehr sehen? grins
Karpfen mag ich heute noch nicht...Bananen übrigens auch nicht!
Im Fischladen in der Markthalle in Potsdam konntest man eigentlich immer Bückling oder geräucherte Makrele kaufen und Heringssalat.Wenn klein Drewitz mal wieder systembedingt Altstoffe abgegeben hatte,dann holte er sich oft 100g(?)Heringssalat und dazu ne Schrippe vom Bäcker nebenan.

Drewitz



Asche auf mein Haupt - Drewitz bringt mich da auf was:

Weissen Heringssalat - den gab es auch ab und zu.


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#40

RE: wie wars denn nun

in Leben in der DDR 29.11.2009 10:09
von Freedom (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Freedom, du siehst es locker, das ist gut und wie Pluto schon richtig schreibt, " wo hast du gelebt, in Berlin....?" Also wo er Recht hat, mit seiner Frage, da hat er Recht, den da gab es doch fast Alles.
Na, ich nehm das zurück und von dem Schottenzeug bin ich auch nicht abgeneigt, du darfst daran teilnehmen, beim nächsten Treffen...

Gruß Rainer- Maria




Welch große Gnade mir zuteil wird. Ewigen Dank. Wäre sehr an ein offenen Dialog zwischen mir und ein ehemaligen MfS-Offizier interessiert.


zuletzt bearbeitet 29.11.2009 10:11 | nach oben springen



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