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Geisterbahnhöfe - Westlinien unter Ostberlin

in DDR Grenze Literatur 13.10.2008 06:44
von Angelo | 12.391 Beiträge

Ab dem 13. August 1961 fuhren 29 Jahre lang einige Linien der Westberliner Bahnen unter Ostberliner Terrain durch schwerbewaffnete Bahnhöfe von Westberlin nach Westberlin. Kurz nach dem Fall der Mauer haben sich Michael Richter und Thomas Wenzel in solchen Geisterbahnhöfen umgesehen und für die Nachwelt viele Fotos und Eindrücke bewahrt.
"Geisterbahnhöfe" erscheint - betrachtet man sich nur Preis und Seitenzahl - auf den ersten Blick etwas teuer. Dies sollte aber nicht vom Kauf dieses absolut lesenswerten Buches abhalten! In mehreren Abschnitten wird die Geschichte einzelner Bahnhöfe dargestellt, dazu gibt es jede Menge Fotos, die bezeugen, was 28 Jahre Stillegung aus einst prachtvollen und nach der Wiedervereinigung schleunigst wieder restaurierten Bahnhöfen wie zum Beispiel dem Potsdamer Platz, Unter den Linden oder dem Nordbahnhof gemacht haben.
Dieses Buch ist ein echtes Stück Zeitgeschichte!

Der Untertitel des Buches lautet "Westlinien unter Ost-Berlin". Daher dachte ich, es geht neben der S-Bahn auch um die U-Bahn-Linien, die nach 1961 einige Geisterbahnhöfe aufwiesen. Die U2, U6 und U8 streift das Buch aber leider nur am Rande. Hauptsächlich beschäftigt sich das Buch mit dem Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn mit den Bahnhöfen Friedrichstraße, Unter den Linden, Potsdamer Platz etc. Von diesen Bahnhöfen findet man in diesem Buch dafür sehr eindrucksvolle Bilder. Gut gemacht sind auch die Interviews mit den Zeitgenossen. Darum ist es eine sehr eindrucksvolle Dokumentation.

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