#41

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 00:26
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Schaut doch mal heute in die Spielzeugläden, also ich glaube " Kriegsverherlichung" ist da noch zart formuliert.
Von den " Landserheften" ganz zu schweigen, Die kämpfen immer noch für " Volk und Vaterland" unter dem verlogenen Kürzel " Geschichtsaufarbeitung"
Der Hubertus, das Mädchen, soll sich doch an seine eigene Nase fassen.
Übrigens Karl, ich warte immer noch auf deine Antwort.
Panzer oder Puppe?

Gruß Rainer- Maria



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Ach lieber,RainerOhne, Du bist so schlau und kapierst doch nichts. Kann sein, daß Du schon den Inselkoller bekommen hast und statt das geborgene Saatgut "Sozialismo" in die Erde zu streuen, es auf einmal aufgegessen hast und es jetzt statt in Deinem Bauch, in Deinem Kopf zu quellen anfängt?? Muß der Pittione wirklich erst mit seiner Neunschwänzigen Katze kommen und Dich zur Vernunft bringen, damit Du begreifst, das man staatlich und privat auseinander halten muß. Du hast alles gelesen, den Marxone, den Engelsone, den Leninone und sogar den Stalinone und bestimmt auch den Adolfone: Den Leonhardone, den Pasternakone und den Solzeschinizinone haste Du vergessen? Wenn Du irgendwann mal ganz Alleine auf Deiner Insel sitzt, hast Du Zeit genug und kannst Alles nachholen.
Heute mal wieder aus Kassel, schönen Gruß vom Wosch


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#42

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 00:40
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Wolfgang, was du und einige Andere immer so peinlich genau trennen, dieses " Staatlich" und " Privat" muss ich doch unbedingt mal in meine Geschichte aufnehmem.
Ich seh schon, wie der eine Held nur für sich selber stirbt und der andere für die gemeinsame Sache.
Das arme Schwein....nur für sich selbst,,,so was armseliges, wenn ich schon die Hufe hochmache.
Aber wart mal, woschone, der Rainer- Maria bekommt das hin.

Gute Nacht, ne, guten Morgen, Männer


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#43

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 00:59
von Rostocker | 7.725 Beiträge

Also ich möchte mal kurz Anmerken--Kriegsspielzeug ist keine Erfindung der Kommunisten-das gab es schon vorher.Und da hätte der Westen wie der Osten erst einmal vor der eigenen Tür kehren sollen.Die andere Sache,mit den Luftgewehr schießen.Das fand man auf jeden Jahrmarkt, noch heute.Zu vormillitärischen Ausbildung was man in der DDR-GST nannte-was auch nicht abzustreiten ist.Sowas gab es und gibt es heute in einigen Staaten immer noch,Beispiel:USA und Rußland.Man nennt es Kadettenschulen und sicher wird da nicht mit Zündplätzchen gespielt.Und noch eins,was ich drauf setzen will.Es gibt auch heute noch Länder wo es Kindersoldaten gibt die ihr eigenes Volk abschlachten für den Profit weniger.Und die freie Welt schaut zu.Weil kein Interesse besteht das zu ändern.Weil es kein Profit bringt --noch nicht.Ich will nur damit sagen nicht immer in die Vergangenheit schauen,auch mal das heute sehen.
So nun könnt Ihr los legen meinen Standpunkt kennt ihr.


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#44

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 03:20
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Eine schönere Kindheit, ne, der Hubertus ist bestimmt immer als Mädchen rumgerannt, weil die Mamma gesagt hat" Hubertus, bitte mach dich nicht schmutzig" und" spiel nicht mit den Jungen von nebenan".
Und Hubertus stand da mit nem Puppenwagen, Schürze um und beobachtete aus sicherer Entfernung die wilde Rasselbande, die da auf dem Hof....
Da rief die Mamma" Hubertus, hochkommen...und Hubertus trabte ab...das arme Sch....


Hallo Rainer-Maria,

ich verstehe Deinen Vergleich nicht ganz. Meinst Du weil Hubertus Knaube den Inhalt des Films nicht fuer gut heissen kann bedeutet das, dass er als Kind mit Puppen spielte? Ich denke wir reden von zwei verschiedenen Dingen und ich haette gern eine Erklaerung.

Zitat von SCORN
ach bitte karl, nicht schon wieder olle hubertus k. ich könnte hier jede menge links einstellen auf denen definitiv kinder mit scharfen automatischen waffen schiessen, nicht mit spielzeug gewehren, und dass nicht vor mehr als 30 jahren sondern recht aktuell in einem freien land der freien welt.


Hallo SCORN,

ich schuettele auch den Kopf, wenn ich solche Filme sehe. Nur ganz verherrend wird es, wenn diese Sichtweise vom Staat aufgezwungen wird. Sonst gilt der Spruch als kleiner Trost, "it's a free country".

Zitat von Rostocker
Sowas gab es und gibt es heute in einigen Staaten immer noch,Beispiel:USA und Rußland.Man nennt es Kadettenschulen und sicher wird da nicht mit Zündplätzchen gespielt.


schon in diesem Thread wurde darauf hingedeutet, dass in den USA jugendliche sowie im Propagandafilm ausgebiltet werden. Das kenne ich nicht, und vom Staat erst Recht nicht. Hat jemand konkrete Bespiele dafuer?

Berliner


zuletzt bearbeitet 26.11.2009 04:29 | nach oben springen

#45

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 04:33
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Berliner
ich schuettele auch den Kopf, wenn ich solche Filme sehe. Nur ganz verherrend wird es, wenn diese Sichtweise vom Staat aufgezwungen wird. Sonst gilt der Spruch als kleiner Trost, "it's a free country".

[quote="Rostocker

Sowas gab es und gibt es heute in einigen Staaten immer noch,Beispiel:USA und Rußland.Man nennt es Kadettenschulen und sicher wird da nicht mit Zündplätzchen gespielt.


schon in diesem Thread wurde darauf hingedeutet, dass in den USA jugendliche sowie im Propagandafilm ausgebiltet werden. Das kenne ich nicht, und vom Staat erst Recht nicht. Hat jemand konkrete Bespiele dafuer?

Berliner[/quote]

Sorry Berliner, wenn ich mich reinhänge.
Auch in der DDR gab es eine solche "Ausbildung", wie in diesen Bildern und dem angesprochenen Film behauptet, nicht. Das war ein "besonderer Gag" in einem Ferienlager. Gewissermaßen als damals wohl besonders super empfundene Beschäftigungstherapie. Da so etwas richtig Fez macht (Knall, Bumm, Krach), kann ich mir nicht vorstellen, dass man dazu irgend ein Kind drängeln musste. Eher umgekehrt. Das dann als Werbefilm zu verkaufen, passte auch damals sicher in die damalige politische Stimmung. Wenn auch entgegengesetzt wie heutzutage. Trotzdem war es die Ausnahme. Im "Berliner Kurier" auch vom 25.11.2009, der ansonsten ähnlich wie die "Bild" freilich nicht allzu viel seriöser ist, wird ein bischen mehr Hintergrund zu dieser Geschichte gebracht. Auch, wer die "Panzer" gebaut hat, dass damit nicht geschossen werden konnte usw.
So was, wie dort dargestellt, hat es wohl nur einmal gegeben aber die Fahrzeuge haben bis zur Wende existiert und sind z.B. bei Maiparaden vor Ort oder Feiern zum Tag der Befreiung (08.Mai) mitgefahren.
In Russland weiß ich von Kadettenschulen z.B. in Moskau und verschiedenen Republiken der GUS, wo Minderjährige ausgebildet werden und gleichzeitig zur Schule gehen.
In den USA soll es über 40 militärisch strukturierte Kadettenschulen, teilweise in privater hand (wie die Culver Military Academy) geben. Auch habe ich mal von West Point gehört, Ebenso wie in Sandhurst (GB) oder Saint-Cyr (Fr) sind deren Schüler beim Eintritt inzwischen aber wohl meist älter. Aber auch die besagten Bilder stammen von Anfang der 70-er Jahre.
Andererseits, warum ist denn eine vom Staat verordnete militärische Erziehung schlimmer als eine von privaten Erziehern bzw. Anstalten, Vereinen?. Im Ergebnis dürfte doch der Unterschied für den Absolventen gering sein. Weil man sich bei Variante 2 besser herausreden kann (Wir waren es nicht....)?


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#46

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 06:55
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Guten Morgen Berliner, so wie S51 schon richtig schreibt, zur Kindheit eine männlichen Jugendlichen gehört nun einmal "rumballern", nenn es meinetwegen Kriegspielen.
Was ist daran verkehrt? Deswegen rammelt er doch nicht gleich los in späteren Jahren und will Krieg spielen
Mit diesem Mädchenvergleich wollte ich lediglich ausdrücken das der Herr Knabe selbst einmal ein Knabe war, das muss er vollkommen vergessen haben.
Zieht jeden Kümmel aus dem Käse, um die alte DDR madig zu machen, das mein junger Freund stösst mir auf, berechtigt auf.
Wie hier schon groß und breit geschrieben wurde, "das Alles", was er er kritisierte, gab es in anderen Ländern des westlichen Erdballes auch.
Also immer schön an die eigene Nase, und nicht mit dem nackten Finger auf angezogene Leute zeigen.
Das ist wohl so ein Sprichwort, richtig? Aber es beinhaltet viel Wahrheit.
Und nimm nicht alles auf die falsche Schulter, wenn der Rainer- Maria ein bißchen Humor mit einflechtet.
Das Leben ist so schon ernst genug.

Gruß über den großen Teich, von Rainer. Maria


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#47

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 07:51
von sentry | 1.103 Beiträge

Man kann ja von dem Film halten was man will, sicher ist auch eine gewisse Perversion darin zu erkennen, insbesondere wenn man ein bisschen pazifistisch eingestellt ist.

Was allerdings wieder in die heutigen Methoden der "Geschichtsaufarbeitung" passt, sind die Ableitungen und Kommentare, die BILD und Hubertus liefern.

Wenn ich lese: „Die Bereitschaft zur Gewalt wurde sozusagen mit der Muttermilch vermittelt.“ , dann möchte ich Knabe gerne ins Gesicht brüllen: "Lass' meine Mutter aus dem Spiel!"
Damit hat er sich endgültig disqualifiziert, denn diese Aussagen dürfte wohl kaum jemand bestätigen können, der seine Kindheit in der DDR verbracht hat.

Wie gesagt, das Wort "pervers" kann man ja vielleicht noch stehen lassen, aber "Sie kämpfen im Namen der DDR und von Erich Mielkes Stasi!" und "Kriegsschule" aus einer offensichtlich eimaligen Ein-Tages-Veranstaltung abzuleiten, kommt mir reichlich idiotisch vor. Auch hier könnte man ja mal die Millionen "DDR-Kinder" befragen, ob sie sowas jemals erlebt oder gar mitgemacht haben. Man kann doch nun nicht aus allen kleinen Schweinereien, die man findet eien gewaltige Kampagne aufziehen und morgen wieder von der Mauer in den köpfen reden, die es abzubauen gilt.
Ich zweifle ja gar nicht die Echtheit des Filmes an, aber was da reingelegt wird, ist wirklich ziemlich lahm.

Ansonsten, um mal was über eine normale Jungen-Kindheit in der DDR zu sagen, bin ich ganz bei Rainer-Maria.
Mein persönliches Arsenal bestand aus einer Colt M1911-Wasserspritzpistole, plastik, himmelblau, Made in GDR, einer AK-47, plastik, Made in GDR, es gab auch noch eine etwas ältere MPi mit Teller-Magazin wie zu WK II Zeiten. Nicht zu vergessen die super coolen Metall-Revolver aus Polen und die diversen Produkte, die Freunde oder Cousins unter Umgehung des Waffen-Embargos vom Klasenfeind eingeschmuggelt hatten. Der Verschleiß an Waffen war ziemlich hoch, weil die Dinger nicht ewig hielten. Deswegen waren wir natürlich auf eine florierende Spielzeugrüstungsindustrie angewiesen, scheuten uns aber auch nicht, Waffen selber zu improvisieren. Gott, bin ich gestört!!
Wenn wir in Berlin-Mitte in unserem von Einschüssen aus 1945 übersehten Viertel spielten, war der WK II Motto (wer hatte nicht "Befreiung" gesehen), wenn wir auf dem Lande unterwegs waren meist Cowboys, später auch irgendwelche Gangster, passend zu gerade laufenden TV-Serien. Ich traue es mich gar nicht zu sagen, aber wir haben sogar Bücher gelesen, so dass auch von dort diverse Abenteur- oder Krimistories Thema wurden. Mann, was waren wir gewaltbereit mit unseren Plastekanonen. Selbst zur Konfirmationsparty meines Cousins trugen wir alle Revolver im Schulterhalfter, weil Elliot Ness das auch so machte - vielleicht nicht unbedingt zu Konfirmationen.
Kanonen haben die halbe Kindheit bestimmt und immer war die der Anderen besser als die Eigene.
Das hatte nicht viel mit Muttermilch, Mielke oder Rotlicht zu tun, sondern war einfach das Ergebnis ganz normaler Jungenphantasie. Wer wollte denn nicht wie diese Helden sein? Mal abgesehen von Hubertus.

Jetzt darf noch jemand sagen: "Kein Wunder, dass Du bei den Grenztruppen gelandet bist!"


zuletzt bearbeitet 26.11.2009 07:53 | nach oben springen

#48

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 08:26
von Udo (gelöscht)
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Genau sentry, so ist es gelaufen.
Wir waren sogar "Büchsenmacher", weil wir uns selbst Erbsenpistolen aus einer alten Batterie, einem Holzlineal, "Schlüppergummi", zwei Reißzwecken und ein bisschen Klebeband bauten. Später die sogenannten Ballerbüchsen aus Holunderholz. Manche Vati's arbeiteten in einer Gießerei und trugen mit einer schweren Gußpistole zur "Aufrüstung und Kriegshetze" ihrer Sprösslinge bei.
Cowboy und Indianer war, neben Fußball, die beliebteste Freizeitbeschäftigung.
Was dabei gelernt wurde: Eigene Kreativität und handwerkliches Geschick.
Ich kann mich übrigens nicht erinnern, dass mein Vater mir jemals das Fahrrad repariert hat. Das habe ich, mit seinem Werkzeug, immer selbst getan.
Udo


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#49

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 10:24
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

nun mal zurück zu hubertus knabe und dem beitrag der bild.

der dargestellte film, ist ein zusammenschnitt vieler, vieler filme, die z.t. nichts mit dem mfs bzw. deren kinder zu tun hat.
er wurde auch nicht in dieser form in lubmin gedreht ausser die szene wo jugendliche interessiert den barkas bestaunen.

kurz zum lager für arbeit und erholung in lubmin:
dieses ferienlager für mitarbeiterkinder des mfs wurde 1972 als zeltlager für 14 - 16 jährige jugendliche errichtet. in einem feriendurchgang von 14 tagen wurde am tag 4 stunden gearbeitet und 4 stunden war freizeit. gearbeitet wurde im kraftwerkskomplex lubmin oder in einer angrenzenden gärtnerei. für 2 wochen arbeit a 4 stunden am tag, erhielten die jugendlichen 108 mark als arbeitslohn ausgezahlt. ab mitte der 80 jahre befanden sich auch polnische jugendliche in diesem ferienlager.
tatsächlich gab es in jedem durchgang einen tag der "tscheka" wo im stationsbetrieb quer durch den wald mit kompass und karte die verschiedensten makierungspunkte gefunden werden mussten. abschliessend gab es ein luftdruckgewehrschiessen auf einem kleinen schiessplatz der kapfgruppen im nachbarort.

die gezeigten ausschnitte mit dem panzer entstammen von einer arbeitsgemeinschaft aus dem pionierpark "ernst thälmann" in der berliner wuhlheide und hatte nicht mit dem mfs zu tun.
scharfes schiessen war in der ddr grundsätzlich nur vereidigten personen, also keinen kindern bzw. jugendlichen, möglich.

wie üblich findet in dem v.g. filmbeitrag eine vermengung aller möglichen dinge statt. ein glück, das keine nackte brust aus dem "polizeiruf 110" reinkopiert wurde, sonst hätte man dies als anweisung zur gezielten fortpflanzung von "stasi- kindern" nutzen können...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#50

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 10:45
von sentry | 1.103 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
scharfes schiessen war in der ddr grundsätzlich nur vereidigten personen, also keinen kindern bzw. jugendlichen, möglich.



Mal abgesehen von GST und im Rahmen der Vormilitärischen Ausbildung, wo schon gelegentlich mal Jugendliche mit kleinkalibrigen automatischen Waffen geschossen haben.


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#51

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 11:18
von karl143 (gelöscht)
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@Rainer-Maria,

du mußt nicht so ungeduldig sein. Übrigens kannst du immer sehen, wer sich überhaupt noch im Forum befindet. Na klar habe ich als Kind mal ein Auto mit einer Abschußrampe für eine Rakete besessen. Panzer hatte ich wirklich nie, hatte ich mir auch nicht gewünscht. Und ich habe beim Cowboy- und Indianerspielen auch Gewehr und Pistole gehabt. Diese Spiele fanden aber mit Gleichaltrigen statt, ohne Aufsicht und ohne Regie. Das ist der Unterschied, Rainer-Maria. Vielleicht kannst du ihn auch nachvollziehen. Er prägt nämlich die kindliche Freude am Spiel. Und das wurde in der DDR genauso ausgenutzt wie im III.Reich über die Organisationen für Jungen und Mädchen. Mit deiner Bemerkung als Westgeborener disqualifizierst du dich selber. Im Gegensatz zu dir, konnte ich mir bis 1989 ein eigenes Bild über Medien machen - und die waren nicht gesteuert oder auf einer Linie. Das war bei dir aber garnicht möglich. Willst du mit dieser Bemerkung jetzt von vornherein alle "Westler" aus Diskussionen mit diesem Hintergrund ausschließen? Übrigens noch ein Nachsatz zu H. Knabe. Es belustigt mich eigentlich, wie die Reaktionen hier bei manchen nur bei Nennung seines Namens aussehen. Geht von diesem Mann eigentlich so viel Gefahr aus? Hat er überhaupt soviel Macht und Einfluß? Deine Märchen und Geschichten mögen manche hier sehr unterhaltsam finden. Meine Eltern haben mir aber schon sehr früh gesagt: Glaube bloß nicht alles, was in den Märchen steht. Fazit: Also erzählen Märchenerzähler nicht immer die Wahrheit. Ich hoffe, diese Stellungnahme reicht dir jetzt auf deine Fragen.


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#52

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 11:30
von Alfred | 6.849 Beiträge

Karl,

mal eine Frage.

Was schätzt Du, wieviel Prozent der Freizeit in der DDR für die Kinder entsprechend organisiert war?

Warum bringt man keinen Film darüber, wie Kinder und Jugendliche Geld u.a. für Vietnam sammelten. Warum bringt man keinen Film darüber, wie ALLE auch Kinder Unterschriften für Angela Davis oder den späteren Presidenten von Südafrika sammelten oder, oder oder.

Es passt nicht ins Bild, so einfach. Da wurde Friedenliebe gezeigt.

Und wenn ich an die Bemerkung der Stasi - Kinder denke. In der DDR hatten viele Betriebe und Einrichtungen ihre eigenen Ferienheime und auch Ferienlager. Egal ob das ein Betrieb war der Möbel oder Maschinen baute oder ob es das MfS oder die NVA waren.

Und das man sich bevorzugt an Kinder der MA des MfS hielt. Na ganz einfach. Es mussten MA für das MfS gewonnen werden und man nutzte nun mal, dass man bei den Kindern der MA des MfS aber auch aus anderen Bereichen Kademäßig weniger Arbeit hatte.


zuletzt bearbeitet 26.11.2009 11:31 | nach oben springen

#53

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 11:48
von sentry | 1.103 Beiträge

Zitat von karl143
Übrigens noch ein Nachsatz zu H. Knabe. Es belustigt mich eigentlich, wie die Reaktionen hier bei manchen nur bei Nennung seines Namens aussehen. Geht von diesem Mann eigentlich so viel Gefahr aus? Hat er überhaupt soviel Macht und Einfluß?



Prinzipiell ist ja ok, was er tut...wenn er denn nicht so gräßlich überziehen würde. Man kann doch nicht aus jedem Sachverhalt eine Sensation und einen Beweis für die Brutalität des Regimes machen. Es muss ihm doch klar sein, dass es Millionen von Menschen in diesem Land gibt, die wissen, wie das Leben in der DDR war. Denen muss er doch nicht erzählen, wie sie gelebt haben. Wirklich problematisch finde ich, dass die Gefahr besteht, dass alle die gegen Hubertus reden oder nur noch müde abwinken, wenn er wieder irgendwas loslässt, in die Ecke der ewig Gestrigen gedrängt werden, nur weil sie nicht in die Brutales-Regime-Leier einstimmen wollen.
Wir hatten mal ein richtig brutales Regime. Das endete 1945. Nur weil die DDR jetzt Knabes Steckenpferd ist, muss er uns doch nicht unbedingt verkaufen, dass die DDR auch genauso brutal war. Ist das nicht irgendwie Profilierungssucht?

Geht von ihm Gefahr aus? Eine Gefahr mit Sicherheit nicht, für wen auch, aber
Hat er überhaupt soviel Macht und Einfluß? Ganz eindeutig ja. Er ist ein Meinungsmacher mit einem ganz klaren Feindbild und es gibt der Medien genug, die ohne größeres Nachdenken, seine Veröffentlichungen übernehmen und breit streuen. Das ist eine Menge Macht und noch viel mehr Einfluss. Man suche nur einmal im Internet die vielen Aufsätze von Schülern über ihre "gruseligsten" Ferienerlebnisse. Viele davon spielen in Hohenschönhausen. Wenn man dann, liest, welche haarsträubenden "Wahrheiten" von dort mitgebracht wurden, muss man sich wirklich Sorgen um seinen enormen Einfluss machen - denn hier wird die Bildung und damit das Bild der Geschichte von morgen gemacht.
Wenn dann die Rumpelzonis als ein Volk von Millionen muttermilch-gewaltbereiten Stasispitzeln und ein paar Opfern dastehen...oder anders gesagt, wenn man dann irgendwann davon ausgeht, dass jeder der kein Opfer war, automatisch Täter ist, dann wird die Mauer in den Köpfen wohl noch viel dicker werden, selbst wenn dann der letzte IM schon lange weggestorben ist.


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#54

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 13:02
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von icke46
Hallo, dein1945,

Du hast da oben einen längeren Text eingestellt - könntest Du vielleicht auch noch die Quelle nennen? Der Text stammt doch sich nicht aus Deinem Teenager-Tagebuch?

Hallo icke46,
hatte bis ich das von merkur gelesen habe auch keine Ahnung davon, also nichts mit Teenager-Tagebuch, nur etwas im Netz gestöbert, hier die Qelle:

http://www.zeit.de/1959/19/Die-roten-Kadetten-von-Naumburg


Aber unabhängig von dem Thread und dem oben angefragten habe ich mal eine Frage: Wieso war bis in die 60er-Jahre hinein immer von den Machthabern in Pankow (mit Abwandlungen) die Rede? Meines Wissens hatte die DDR-Regierung nie ihren Sitz in Berlin-Pankow. Diese Redewendung hat bei meinen Gesprächen in der DDR immer ein gewisses Grinsen ausgelöst.

Gruss

icke



Auch deinem Grinsen will ich weiterhelfen, Erster Regierungssitz der DDR-Machthaber war Schloss Niederschönhausen und das liegt nun mal im Bezirk Pankow,

Gruß aus Berlin


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#55

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 13:49
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Karl, nun sei nicht gleich eingeschnappt, nur weil der Märchenerzähler Rainer- Maria manchmal etwas heftig herüberkommt.
Meine Frau Mutter hat immer gesagt" Nur Klartext hilft", Junge, der tut zwar am Anfang ein bißchen weh, ist aber am Ende wie ein reinigendes Gewitter.
Mein Feindbild gegenüber den Männern des BGS/ZGD ist lange verraucht, also vergiss meinen Text und sich wegen dem Hubertus noch zu streiten, ne, alle Anderen haben ja schon treffende Texte über den "Knaben"eingestellt.

Gruß Rainer- Maria


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#56

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 18:34
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von Alfred
Karl,

mal eine Frage.

Was schätzt Du, wieviel Prozent der Freizeit in der DDR für die Kinder entsprechend organisiert war?

Warum bringt man keinen Film darüber, wie Kinder und Jugendliche Geld u.a. für Vietnam sammelten. Warum bringt man keinen Film darüber, wie ALLE auch Kinder Unterschriften für Angela Davis oder den späteren Presidenten von Südafrika sammelten oder, oder oder.

Es passt nicht ins Bild, so einfach. Da wurde Friedenliebe gezeigt.

Und wenn ich an die Bemerkung der Stasi - Kinder denke. In der DDR hatten viele Betriebe und Einrichtungen ihre eigenen Ferienheime und auch Ferienlager. Egal ob das ein Betrieb war der Möbel oder Maschinen baute oder ob es das MfS oder die NVA waren.

Und das man sich bevorzugt an Kinder der MA des MfS hielt. Na ganz einfach. Es mussten MA für das MfS gewonnen werden und man nutzte nun mal, dass man bei den Kindern der MA des MfS aber auch aus anderen Bereichen Kademäßig weniger Arbeit hatte.



Zu meinen Kindheitserinnerungen an die DDR gehören sowohl die Unterschriftenaktionen zu Angela Davis und Nelson Mandela, der Protest gegen die Verbrechen der USA in Vietnam, als auch der so genannte Wehrkundeunterricht in der 9. Klasse. Unsere gesamte Klasse, wir waren damals nicht älter als fünfzehn Jahre alt, wurde in einer Februarwoche des Jahres 1979 von einem jungen Offizier oder Offiziersschüler der NVA, im Marschieren, Orientieren im Gelände und in Zielübungen unterrichtet. Zum Unterricht gehörte zum Beispiel auch, wo man bei einer eine Anhöhe hinauf rennenden Person, den Anhaltepunkt sucht, um am effektivsten treffen zu können!! Wie gesagt, wir waren damals fünfzehn Jahre, also im Prinzip noch Kinder. Die Solidarität mit westlichen Bürgerechtlern, Kriegsofpern etc und die Wehrerziehung waren zwei Seiten ein und der selben Medaille. Das damals eine gewisse Erziehung zum Hass das angestrebte Ziel war, liegt doch heute auf der Hand. Menschen die voll von Hass sind, können viel leichter manipuliert werden. Sie fragen nicht nach, sondern agieren nur noch. Gott sei Dank ist dieses Ziel nie wirklich erreicht worden. Aber immerhin ging man ja damals noch davon aus, dass aus dem "kalten" ganz schnell ein " heisser" Krieg werden konnte. Man darf aber wirklich nicht immer nur auf der DDR "herumhacken". So wurde beispielsweise auch in den USA ein " solides Feindbild" gepflegt. Man denke da nur an solche filmischen "Kunstwerke" wie " Die Rote Flut" oder die ganze Rambosch.... Diese Filme sollten doch auch Meinungen und Stimmungen manipulieren und ja eben auch Hass erzeugen.
Nur gut dass diese Zeiten endlich vorbei sind. Und was Hubertus Knabe angeht: Herr Knabe hat sein Weltbild aus negativen Erfahrungen mit der DDR bzw. ihren Staatsorganen gesammelt. Diese Erfahrungen haben eben auch zu Hass geführt, was menschlich durchaus verständlich ist. Er ist wahrscheinlich noch keinen anderen Menschen begegnet, um sein einmal gewonnenens Weltbild wenigstens zu relativieren. Da gilt das selbe wie ich bereits über Dieter Dombrowski geschrieben habe: Wenn Herr Knabe unser Forum kennen würde, wüßte er auch das man auch miteinander reden kann. Auch wenn man früher auf " verschiedenen Seiten der Barrikade" gestanden hat. Der Kalte Krieg ist vorbei, wir leben im Jahre 20 nach der Wende und das ist gut so!

Gruß an alle
Uwe
http://www.Oderbruchfotograf.de


www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


zuletzt bearbeitet 26.11.2009 18:35 | nach oben springen

#57

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 20:52
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von sentry
Wir hatten mal ein richtig brutales Regime. Das endete 1945. Nur weil die DDR jetzt Knabes Steckenpferd ist, muss er uns doch nicht unbedingt verkaufen, dass die DDR auch genauso brutal war. Ist das nicht irgendwie Profilierungssucht?



Eben gegen diese (oft vielleicht sogar ungewollte) Verharmlosung der DDR-Geschichte kämpft Knabe an --- und das geht nun einmal nicht immer nur mit sanften Tönen.

Eine gewisse Profilierungssucht mag bei ihm dabei sein, diesen Eindruck habe ich manchmal auch.


zuletzt bearbeitet 26.11.2009 21:37 | nach oben springen

#58

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 26.11.2009 23:09
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von Alfred
Karl,

mal eine Frage.

Was schätzt Du, wieviel Prozent der Freizeit in der DDR für die Kinder entsprechend organisiert war?

Warum bringt man keinen Film darüber, wie Kinder und Jugendliche Geld u.a. für Vietnam sammelten. Warum bringt man keinen Film darüber, wie ALLE auch Kinder Unterschriften für Angela Davis oder den späteren Presidenten von Südafrika sammelten oder, oder oder.

Es passt nicht ins Bild, so einfach. Da wurde Friedenliebe gezeigt.

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Alfred, Du tust gerade so, als ob die Kinder und Jugendlichen diese von Dir aufgeführten Aktivitäten von sich aus und freiwillig gemacht hatten. Wenn Du das behaupten würdest, stellst Du Dich auf eine Stufe mit Münchhausen. Ich habe nicht gesagt, daß Du es behauptet hattest, meinte nur : WENN! Damit also kein Mißverständniss aufkommt!
Dem interessierten Leser zur Kenntnis, wie so etwas ablief. Bei uns in der Schule hieß das Schlüsselwort Kompass/, dazu kam dann noch die Jahreszahl, Z.B.: Kompass 59Jeder Schüler bekam so ein Blatt Papier mit der Überschrift: "Kompass59" und darunter kamen seine handschriftlichen Selbstverpflichtungen. In unserem Fall sah das in etwa so aus, daß der Lehrer, Pionier-bzw FDJ-Leiter die Vorgaben aufgab und wir durften dann die Größenordnung der zu spendenen Summe, die Menge der freiwilligen Aufbaustunden, die Menge der zu sammelnden Altstoffe ect auf diesen Zettel drunter- und unterschreiben. Der Umfang der "freiwilligen" Verpflichtunge würde ich im Nachhinein auf etwa 10 Stück beziffern und mußte bis zum Ende des Jahres abgeleiste sein. Da die Verpflichtungen unter Aufsicht und Vorgabe gemacht wurden, konnte man sich nicht zu weniger als der Vorgänger verpflichten, sondern es wurde im Laufe der "Veranstaltung" auf diese Art und Weise immer mehr versprochen. Zum Schluß wurden diese Verpflichtungen eingesammelt und im Laufe der Zeit wurde man daran erinnert. Gerne hatte das keiner von uns damals mitgemacht, aber so war es: "Freiwilliger Zwang"
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Und wenn ich an die Bemerkung der Stasi - Kinder denke. In der DDR hatten viele Betriebe und Einrichtungen ihre eigenen Ferienheime und auch Ferienlager. Egal ob das ein Betrieb war der Möbel oder Maschinen baute oder ob es das MfS oder die NVA waren.

Und das man sich bevorzugt an Kinder der MA des MfS hielt. Na ganz einfach. Es mussten MA für das MfS gewonnen werden und man nutzte nun mal, dass man bei den Kindern der MA des MfS aber auch aus anderen Bereichen Kademäßig weniger Arbeit hatte.



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Wenn Du damit sagen wolltest, daß schon die Kleinsten für Eure Ziele mißbraucht wurden, dann kann ich Die unwidersprochen Recht geben

Schönen Gruß aus Kassel


zuletzt bearbeitet 26.11.2009 23:12 | nach oben springen

#59

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 27.11.2009 00:23
von karl143 (gelöscht)
avatar

Zitat von Alfred
Karl,

mal eine Frage.

Was schätzt Du, wieviel Prozent der Freizeit in der DDR für die Kinder entsprechend organisiert war?

Warum bringt man keinen Film darüber, wie Kinder und Jugendliche Geld u.a. für Vietnam sammelten. Warum bringt man keinen Film darüber, wie ALLE auch Kinder Unterschriften für Angela Davis oder den späteren Presidenten von Südafrika sammelten oder, oder oder.

Es passt nicht ins Bild, so einfach. Da wurde Friedenliebe gezeigt.

Und wenn ich an die Bemerkung der Stasi - Kinder denke. In der DDR hatten viele Betriebe und Einrichtungen ihre eigenen Ferienheime und auch Ferienlager. Egal ob das ein Betrieb war der Möbel oder Maschinen baute oder ob es das MfS oder die NVA waren.

Und das man sich bevorzugt an Kinder der MA des MfS hielt. Na ganz einfach. Es mussten MA für das MfS gewonnen werden und man nutzte nun mal, dass man bei den Kindern der MA des MfS aber auch aus anderen Bereichen Kademäßig weniger Arbeit hatte.



@Alfred,
ich will dir meine Antwort nicht schuldig bleiben. Ich denke mal so um 10 - 20 % wobei das ja alles dehnbare Begriffe sind. Was ist Freizeit, die Zeit zu Hause nach der Schule bis zum nächsten morgen, oder nur bis zum Abend, oder, oder. Es geht doch hier darum, das der Staat in die Zeit der Kinder massiv eingegriffen hat. Und was wurde damit erreicht, das sie für Angela Davis Unterschriften sammelten? Warum für eine amerikanische Bürgerrechtlerin (die es damals mMn bestimmt sehr schwer hatte in ihrem Land) warum nicht für Bürgerrechtler in der DDR. Da hätte man die Unterschriften doch garnicht so weit schicken müssen. Die Kinder hätten sie ihrem Staatsratsvorsitzenden doch persönlich geben können. Das ist die Sache, bei euch wurde von oben was befohlen und das wurde dann ausgeführt. Ob die wollten oder nicht. Meine Kinder haben auch in ihrer Freizeit gesammelt. Für das Tierschutzheim hier im Landkreis. Da waren Vertreter von denen in der Schule und haben einen Vortrag gehalten und dann gefragt ob in der Tierschutzwoche Kinder bereit wären, dafür zu sammeln. Die haben es aus Überzeugung und vor allem ohne Zwang gemacht. Und es ist nun mal so, was ein Kind freiwillig macht, das macht es gerne. Übrigens, höre dir doch mal das Lied von Bettina Wegner "Sind so kleine Hände" an. Ist übrigens eine Landsmännin von dir!


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#60

RE: Ein Film der Birthler Behörde "Immer lebe die Sonne"

in DDR Bilder 27.11.2009 00:32
von SCORN (gelöscht)
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Zitat von Sonny


Eben gegen diese (oft vielleicht sogar ungewollte) Verharmlosung der DDR-Geschichte kämpft Knabe an --- und das geht nun einmal nicht immer nur mit sanften Tönen.





hallo sonny,
bei allem respekt, aber wo wird denn bitte schön hierzulande eine "verharmlosung" der DDR-Geschichte, was immer daß auch sein mag, betrieben? du meinst doch sicher nicht die ostalgie shows mit kai pflaume oder kattarina witt ?!

also bitte, durch wen und wo wird hier etwas verharmlost ? was man allerdings mit sicherheit sagen und auch mühelos belegen kann ist dass in der "gedenkstätte" hohenschönhausen, im interesse der gewünschten message,es mit der wahrheit nicht allzu genau genommen wird. dass es auch anders geht wird am lebendigen beispiel an der gedenkstätte "point alpha" dokumentiert. hier kommen fachkompetenz mit geschichtsbewustsein recht realistisch und glaubhaft rüber.

warum wohl weht dem herrn knabe ein recht frischer wind entgegen. kann es sein dass er sich
anmaßt die gesamte ehemalige bevölkerung des landes DDR in "opfer" und "täter" einzuteilen ?

die person knabe polarisiert. mit sicherheit dient er nicht dem zusammenwachsen der deutschen. ihm und seinesgleichen, auch hier im forum an zu treffen, geht es nicht um aufarbeitung von unrecht sondern ausschlieslich um abrechnung und anprangerung. das sollte man dann auch ehrlicherweise so nennen und sich nicht um den begriff "aufarbeitung" verbiegen. oder? . das hat allerdings den ulkigen effekt dass sogar menschen die mit der SED nichts aber auch gar nichts am hut hatten sich plötzlich in eine ecke gedrängt sehen in der sie niemals waren. da sie nicht "opfer" waren sondern nur hier gelebt haben, und sich dummerweise auch noch mit ihrem leben hier arrangiert hatten macht sie durch diese sichtweiße "mitschuldig" an den "verbrechen" des "unrechtsstaates" DDR.........sie waren keine opfer.

anstatt hier im forum herum zu schwafeln, geht dich mal in die kneipen, veranstaltungen und volksfeste zwischen lütten klein und gefell, zwischen dem eichsfeld und den oderbruch........und dann kommt mit den argumenten eines herrn hubertus knabe........viel spass bei volkes antwort.

tja, dies undankbaren "zonis", erst begrüssungsgeld einstecken, dann milliarden steuergelder vom westen beziehen, und als dank wählen sie die ex SED und sind auch noch renident! (ich hoffe man erkennt meine ironie)

eigendlich ist mir egal was man im umfeld des herrn knabe sich noch alles für gruselgeschichten ausdenkt oder zusammenreimt. mit etwas mehr zeitlichen abstand wird sich auch diese figur als dass herauskristallisieren was sie ist, ein wichtigtuerischer blender der alles versuchtum den fluss öffentlichen geldes in seine richtung aufrecht zu erhalten.

bedenklich finde ich allerdings dass tausende kinder und jugendliche durch diese gehirnwäsche geschickt werden mit dem klar formulierten ziel sie über die DDR aufzuklären.





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