#41

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.11.2009 23:15
von Thunderhorse | 4.010 Beiträge

Zitat von Patriot
Dieses geschichtlich einmalige Rückwirkungsgebot ist ja der Streitpunkt und sicher, wer am Machthebel sitzt bestimmt die Texte. Das weiß ich und werde aber dennoch nicht aufhören darauf aufmerksam zu machen. Denn die Frage bleibt doch, was will die Politik damit erreichen? Das wäre dann meine zweite Frage an Dich TH und die Runde.
PS: unser EK82/I wird sicherlich für alle noch die Quellen einstellen, wie auch von CaptnDelta zurecht moniert.



Das stetige Gejammere mit der "Siegerjsutiz", am längeren Hebel sitzen, etc..


Welche Fälle wurden von der Justiz aufgearbeitet!
Lies doch mal den Beitrag von mir, zu den Untersuchungen der Organe der DDR.
Warum hat die DDR diese Fälle nicht Selbst aufgearbeitet?
Die Gesetzeslage war doch vorhanden. Oder täusche ich mich?

Und zum tieferen Einstieg gibt es einige "Sehr Gute" Bücher zu dieser Thematik.
Diese sind nicht ganz billig.
Dazu kommt, es sind Fachbücher. Nicht ganz einfach zu Lesen.


P.S.: Wo hat CaptDelta zurecht moniert?
Fehlt mir hier etwas?


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 18.11.2009 23:18 | nach oben springen

#42

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.11.2009 23:30
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Thunderhorse
P.S.: Wo hat CaptDelta zurecht moniert?
Fehlt mir hier etwas?

Der Artikel von EK82/2 (20:26) wurde zum groessten Teil von hier geklaut.
-Th


zuletzt bearbeitet 18.11.2009 23:32 | nach oben springen

#43

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.11.2009 23:33
von Patriot (gelöscht)
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CaptnDelta bittete um 22:16 um eine Quellenangabe, hat aber eben selbst alles eingestellt. Und genau da in spätestens 1950 fängt die Geschichte an und meine einfache Frage an Dich bleibt somit. Mußt sie nicht beantworten, aber die Altbundebürger, denen ich sie Auge in Auge gestellt habe, haben bis auf ganz wenige Ausnahmen immer die Politiker vors Loch geschoben. Ich kenne keinen, der selbst aufrichtig dahinter steht. Auch lustig wenn ich im Osten frage, wer denn bei Helmut Kohl damals geblägt hat? Waren ja unzweifelhaft hundertausende. Nein - niemand. Verstehst Du mich, ich selbst lebe jedes Jahr fast sechs Monate im tropischen Süden und es könnte mir eigentlich am Allerwertesten vorbei gehen. Aber für die immer hier Lebenden und die Jugend wird seit Jahren ein sehr wirksames Gift gestreut und die Einheit der Deutschen somit erschwert ..


zuletzt bearbeitet 18.11.2009 23:36 | nach oben springen

#44

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 18.11.2009 23:49
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Erst einmal Entschuldigung,die Kritik der fehlenden Quelle ist vollkommen berechtigt.Also hier ist sie nun:
http://www.amnesty.de/umleitung/1994/deu...e%3dtext%2fhtml
TH,die Texteile nur von dieser Seite,das andere von meiner eingestellten.

Eines wurde aber immer noch falsch verstanden.Es geht nicht darum Grenzer die geschoßen haben und ihren Prozess erhielten zu decken.Vielmehr sollte dargestellt werden das alle die in irgend einer Form bei den Bewaffneten Organen der DDR dienten (auch ohne geschoßen zu haben)in verschiedenster weise benachteiligt sind.Nehmen wir nur den einen Punkt das viele nicht im Öffentlichen Dienst tätig sein dürfen.Wogegen in der Nachkriegszeit Nazimörder hohe Ämter bekleiden durften.

Also bitte seht nicht alles so negativ als ginge es mir um eine Anzweiflung der Rechtsurteile gegen jene die Geschoßen haben.Das es in der DDR zu den Vorfällen unter Anwendung der Schußwaffe keine ordentlichen Prozesse gab wissen wohl alle.

Wenn man alle die damals in der DDR unter Waffen standen mit mehr oder weniger Auflagen belegt,hätte es in der DDR nicht mal eine Polizei geben dürfen.Denn jeder einzelne war am ende am erhalt der DDR beteiligt.Selbst der Bäcker, welcher der Ernährung des Arbeiters diente.Dieser Arbeiter wiederum zahlte Steuern damit der Waffenträger Sold bekam usw.
Fazit komme ich zu dem schluß das man eigentlich ein Volk anklagen müßte.

Andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 18.11.2009 23:53 | nach oben springen

#45

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 00:08
von CaptnDelta (gelöscht)
avatar

Zitat von EK 82/2
...
Eines wurde aber immer noch falsch verstanden.Es geht nicht darum Grenzer die geschoßen haben und ihren Prozess erhielten zu decken.Vielmehr sollte dargestellt werden das alle die in irgend einer Form bei den Bewaffneten Organen der DDR dienten (auch ohne geschoßen zu haben)in verschiedenster weise benachteiligt sind.Nehmen wir nur den einen Punkt das viele nicht im Öffentlichen Dienst tätig sein dürfen.Wogegen in der Nachkriegszeit Nazimörder hohe Ämter bekleiden durften.


Dazu muesstest Du mal konkrete Beispiele bringen wo dieser Ausschluss erfolgte. Z.B nur die Angehoerigkeit in der NVA oder GT ist kein Grund fuer den Ausschluss im oeffentlichen Dienst. Es gibt hier im Forum genuegend Beispiele zum Gegenteil.

Damit vollziehst Du im folgenden eine Verallgemeinerung welche schlicht und einfach nicht zutrifft.

Zitat von EK 82/2
Wenn man alle die damals in der DDR unter Waffen standen mit mehr oder weniger Auflagen belegt,hätte es in der DDR nicht mal eine Polizei geben dürfen.Denn jeder einzelne war am ende am erhalt der DDR beteiligt.Selbst der Bäcker, welcher der Ernährung des Arbeiters diente.Dieser Arbeiter wiederum zahlte Steuern damit der Waffenträger Sold bekam usw. Fazit komme ich zu dem schluß das man eigentlich ein Volk anklagen müßte.


Polizeikraefte, Feuerwehr (IIRC zaehlte auch zu den bewaffneten Organen) und grosse Teile der NVA wurden in den oeffentlichen Dienst uebernommen, etc. Was Du hier schreibst stimmt einfach nicht.
-Th


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#46

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 00:46
von CaptnDelta (gelöscht)
avatar

Zitat von Patriot
Dieses geschichtlich einmalige Rückwirkungsgebot ist ja der Streitpunkt und sicher, wer am Machthebel sitzt bestimmt die Texte. Das weiß ich und werde aber dennoch nicht aufhören darauf aufmerksam zu machen. Denn die Frage bleibt doch, was will die Politik damit erreichen? Das wäre dann meine zweite Frage an Dich TH und die Runde.
PS: unser EK82/I wird sicherlich für alle noch die Quellen einstellen, wie auch von CaptnDelta zurecht moniert.


Hier wird wieder mal (wie so oft von den 'Einschlaegigen') viel Demagogie und Verwirrung gestiftet. Erstens ist der (kopierte) Originalartikel zu allgemein gehalten, um entsprechende Fehl-Anwendungen (oder Missbrauch) nachzuweisen, von daher ist der Artikel einfach nur als FUD zu bewerten.

Es wird hier irgendwo im Thread behauptet das sich Westdeutschland aus Artikel 7, Abs. 2 'ausgeklinkt' haette. IIRC stimmt dies nicht, sondern es wurde dahingehend modifiziert das dieser besagte Absatz des EMRK nur im Rahmen des Art. 103 Absatz 2 / GG angewendet wird.

Zur tatsaechlichen Anwendung muesste man einen konkreten Fall nehmen, welcher hier nirgends zitiert wird und man von daher schoen gemuetlich von "Siegerjustiz" schwafeln kann ohne Ross und Reiter zu benennen.

Tatsaechlich wurde allerdings (im konkreten Fall Streletz) das gueltige DDR-Recht zum Zeitpunkt der Tat verwendet (z.B. Art 19 und Art 30 der Verfassung der DDR). Die Richter kamen zur Auffassung das die Toetung wehrloser Personen im scharfen Widerspruch zu den zur damaligen Zeit geltenden nationalen Regeln der DDR (Verfassung) steht. Das die Angeklagten in der DDR nicht strafrechtlich verfolgt wurden heisst nicht, dass dies keine Straftaten nach DDR-Recht waren.

Egal wie man zu desem Urteil steht: Angesichts der Tatsache das nationales Recht (gueltig zum Tatzeitpunkt) zur Verurteilung genuegte, brauchte das Gericht Artikel 7 Abs. 2 EMRK (welcher hier als Argument der "Siegerjustiz" eingebracht wird) nicht zu ueberpruefen. Damit faellt das gesamte Argument, welches in diesem Thread konstruiert wurde, in sich zusammen.

Im uebrigen scheint es im Umgang mit der ehemaligen Nomenklatur und deren Guenstlingen egal, wie das Urteil ausgegangen waere: es waere von den entsprechenden Demagogen und Propagandisten in die "richtige Richtung" umgedeutet worden:
* Bei Freispruch (egal aus welchen Gruenden) als Beweis das die Tat niemals stattgefunden haette
* Bei Schuldspruch als Beweis fuer die "Siegerjustiz"

-Th


zuletzt bearbeitet 19.11.2009 03:57 | nach oben springen

#47

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 00:47
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Patriot
Aha! http://www.sosf.ch/cms/front_content.php?idcat=144&idart=218 sorry, aber auf einem inländischen Server sind Zahlen und Nachweise zur Wirksamkeit dieses Gesetzes verständlicherweise nicht zu finden.

Ah, das beruehmte Totschlag-Argument: illegale Einwander mit Fluechtenden aus dem DDR-Regime zu vergleichen...
Mal ganz simpel fuer die einfacheren Gemueter unter uns:
- Illegales Betreten/Einbruch ist fast ueberall auf der Welt strafbar.
- Ausbrechen aus einer Geiselnahme/illegalen Gefangenschaft ist fast nirgends auf der Welt strafbar (ausser z.B. in der frueheren DDR)

-Th


zuletzt bearbeitet 19.11.2009 00:52 | nach oben springen

#48

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 01:06
von Mike59 | 7.965 Beiträge

Dazu muesstest Du mal konkrete Beispiele bringen wo dieser Ausschluss erfolgte. Z.B nur die Angehoerigkeit in der NVA oder GT ist kein Grund fuer den Ausschluss im oeffentlichen Dienst. Es gibt hier im Forum genuegend Beispiele zum Gegenteil.

--------------------------------------
Stimmt - ich bin so ein Beispiel. Kenne noch jede menge davon, allerdings nicht hier im Forum.

Mike59


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#49

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 07:59
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Erst mal zur Beruhigung,einen schönen guten morgen allen.

DaptnDelta,TH

Danke für deine Einschlägige Erklärung,aber zu einigen Punkten mal was.Wenn wir alles definitiv wüßten gäbe es keine Diskusionen mehr.Ich verbreite hier auch keine Eingebrannte Verblendete Doktrin,Sondern versuche eine Sachliche Diskusion zu führen.Warum sollte ich nicht auch etwas dabei lernen.

-übrigens hast du Recht das die Seite welche du gefunden hast eine Einseitige Darstellung mit Extremaussagen oder Vermutungen ist,darum sah ich auch der der von AI nach ob der Artikel stimmt.Sätze wie"Pech für die Waffenträger, daß sie keine..."sehe ich als reine Spekulation eines Wunschbildes.Dennoch kopierte ich einiges von dort,warum doppelt schreiben.

-Ich erwähnte merfach das sich das Wort"Freispruch"von meiner Seite nicht auf verurteilte Angehörige der Bewaffneten Organe bezieht,sondern auf solche die dabei waren und nach geltendem Gesetz handelten(auch Völkerrechtlich).Denn nur bei einem Organ wie MFS gewesen zu sein,hier nehme ich mal die Putzfrau oder den Kraftfahrer reicht heute in der BRD aus um diese Leute den Öffentlichen Dienst als Arbeitsplatz zu verweigern.

-Das manche gegen das Völkerrecht und sogar gegen geltendes Recht in der DDR verstoßen haben,belegte ich mit den Worten das es in der DDR keine Ordentlichen Prozesse zu diesen Vergehen gab und ich daher die Urteile der BRD nach der Wiedervereinigung gar nicht Anzweifel,geschweige denn Freispruch verlange.Ein Waffengesetz haben beide Staaten und wer in der DDR dieses Anwante mit anschließender Hilfeleistung wurde meines Wissens auch in der BRD nicht verurteilt.Prozesse mag es gegeben haben,aber die sind ja nötig zur Untersuchung jeden Falles.

-Benachteiligungen erfahren am stärksten die Angehöhrigen des MfS,weiter kenne ich 2 Polizeibeamte die mit Offiziersrang zwar übernommen wurden,aber 2-3 Dienstgrade degradiert wurden,außerdem dürfen übernommene Soldaten in der Bundeswehr ihre Orden nicht tragen und wie ich kürzlich erfahren habe, ich hinter meinem Dienstgrad Gefr. nicht mal den Zusatz d.R. tragen.

Diese Dinge meine ich wenn ich von Freispruch und Benachteiligung rede.

Rege dich aber bitte nicht wieder so auf TH,der Tag ist noch so lang und ich möchte ihn dir nicht schon am morgen versauen.

MfG,Andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#50

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 09:22
von CaptnDelta (gelöscht)
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Guten Morgen EK 82/2,

Zitat von EK 82/2
Erst mal zur Beruhigung,einen schönen guten morgen allen.

DaptnDelta,TH
Danke für deine Einschlägige Erklärung,aber zu einigen Punkten mal was.Wenn wir alles definitiv wüßten gäbe es keine Diskusionen mehr.Ich verbreite hier auch keine Eingebrannte Verblendete Doktrin,Sondern versuche eine Sachliche Diskusion zu führen.Warum sollte ich nicht auch etwas dabei lernen.


Das ist doch eher eine Basis. Uebrigens hatte ich Dich weniger damit gemeint, sondern deinen agitierenden Trittbrettfahrer.

Zitat von EK 82/2
-übrigens hast du Recht das die Seite welche du gefunden hast eine Einseitige Darstellung mit Extremaussagen oder Vermutungen ist,darum sah ich auch der der von AI nach ob der Artikel stimmt.Sätze wie"Pech für die Waffenträger, daß sie keine..."sehe ich als reine Spekulation eines Wunschbildes.Dennoch kopierte ich einiges von dort,warum doppelt schreiben.

Es gibt ziemlich extreme Meinungen im Web und anderswo, auch viele die als ideologisch verblendet zaehlen muessen. Im Gegenteil, es ist eher schwierig, ausgewogene Artikel zu finden.
Eine Zusammenfassung des Sachverhalts und des Urteils ist hier: http://www.uni-potsdam.de/u/mrz/mrm/mrm16-4.htm

Ich glaube das die Grenzer (gerade das Fussvolk vom Kanten) hier im Forum ein paar Sympathiepunkte hat eben weil man selbst nicht weiss wie man in der gegebenen Situation reagiert haette, und weil viele der Grenzer hier ziemlich offen darueber reden, wie schwierig die Situation fuer sie war, und wie man trotzdem versucht hat, das beste daraus zu machen. Fuer mich ist das man die Entscheidung ueber Leben und Tod (von unbewaffneten Fluechtlingen) auf die 'Kantenlatscher' abwaelzte einer der schaebigsten Punkte der untergegangenen DDR.

Zitat von EK 82/2
-Ich erwähnte merfach das sich das Wort"Freispruch"von meiner Seite nicht auf verurteilte Angehörige der Bewaffneten Organe bezieht,sondern auf solche die dabei waren und nach geltendem Gesetz handelten(auch Völkerrechtlich).Denn nur bei einem Organ wie MFS gewesen zu sein,hier nehme ich mal die Putzfrau oder den Kraftfahrer reicht heute in der BRD aus um diese Leute den Öffentlichen Dienst als Arbeitsplatz zu verweigern.


Ah, gehts also doch wieder um die Firma, und nicht um die Grenzer oder Grenze; nun ja, wie hier so ueblich nimmt auch dieses Thema wieder einen Schwenk in Richtung Stasi.

Zum Thema hier ein Artikel aus dem Spiegel von 1992, welcher die damaligen Schwierigkeiten beschreibt, welche immer noch nicht ueberwunden sind, und fuer welche es anscheinend kein Patentrezept gibt. Das sich der bundesrepublikanische Rechtsstaat mit den Auswuechsen der DDR-Diktatur ziemlich hart tat (und auch noch tut) ist bekannt, man braucht dazu auch nur hier ins Forum schauen.

Zitat von EK 82/2
-Das manche gegen das Völkerrecht und sogar gegen geltendes Recht in der DDR verstoßen haben,belegte ich mit den Worten das es in der DDR keine Ordentlichen Prozesse zu diesen Vergehen gab und ich daher die Urteile der BRD nach der Wiedervereinigung gar nicht Anzweifel,geschweige denn Freispruch verlange.Ein Waffengesetz haben beide Staaten und wer in der DDR dieses Anwante mit anschließender Hilfeleistung wurde meines Wissens auch in der BRD nicht verurteilt.Prozesse mag es gegeben haben,aber die sind ja nötig zur Untersuchung jeden Falles.

-Benachteiligungen erfahren am stärksten die Angehöhrigen des MfS,weiter kenne ich 2 Polizeibeamte die mit Offiziersrang zwar übernommen wurden,aber 2-3 Dienstgrade degradiert wurden,außerdem dürfen übernommene Soldaten in der Bundeswehr ihre Orden nicht tragen und wie ich kürzlich erfahren habe, ich hinter meinem Dienstgrad Gefr. nicht mal den Zusatz d.R. tragen. Diese Dinge meine ich wenn ich von Freispruch und Benachteiligung rede.


Jetzt kommen wir allerdings vom 100te in's 1000te, wenn wir jetzt auch noch ueber Polizeibeamte reden. Es gibt davon auch etliche im Forum, von welchen ich dies noch nicht in der Form gehoert hab, vielleicht koennen sich die hier mal melden. Soweit ich weiss kam es immer auf den Einzelfall an, und die solltest Du hier vielleicht auch mit den noetigen Details aufzeigen, ansonsten wird das wieder nur Polemik. Wie gesagt, "allen Menschen Recht getan ist eine Kunst die keiner kann". Viele meiner Bekannten und Freunde im Osten waere es damals lieber gewesen, alle DDR-Polizisten zu entlassen, und die Polizei im Osten komplett neu aufzubauen.

Mich wuerde allerdings doch mal interessieren, warum Du (als Grenzer) immer wieder auf das MfS umschwenkst und als 'ultimate test of law' heranziehst.
-Th


zuletzt bearbeitet 19.11.2009 09:41 | nach oben springen

#51

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 09:35
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge


Mich wuerde allerdings doch mal interessieren, warum Du (als Grenzer) immer wieder auf das MfS umschwenkst und als 'ultimate test of law' heranziehst.
-Th[/quote]


Th,ich schwenke nicht auf das MfS um,somal ich dazu persönlich keinen Grund habe als"nur Pflichtwehrdienstleistender Grenzer"
Aber sie gehörten nun mal allgemein zu den Bewaffneten Organen,und Aussagen von Ihnen (die kleine Putzfee,Kindergärtnerin oder Kraftfahrer)stimmen natürlich Nachdenklich.Allerdings entzieht sich mir die Kenntnis ob diese evtl auch als IM verpflichtet waren.
Wenn nur nur bei Grenzern bleiben,nehme ich nur mich als Bsp.

-eigentlich kann es mir egal sein ob nur Gefr.(ich weis nicht ob ich heute in der BW wieder Soldat wäre)oder Gefr.d.R.,denn zum Bund komme ich wohl nie mehr.
-Aber wenn man inkl.Reserve 21 Monate diente hängt schon ein gewisser Stolz an der Reservistenmedailie.Ansonsten habe ich im Arbeitsleben keine Nachteile.Dumm werde ich manchmal angesehen wenn ich erwäne das ich mitte 80 vier Jahre als Kraftfahrer im Ministerium für Landwirtschaft gearbeitet habe.Da denken viele man war dabei,aber es war reinweg ein zivieler Job.

MfG,Andy


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#52

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 10:02
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von ABV
Soldaten werden in ihrer Gesamtheit genauso positiv oder negativ wahrgenommen, wie der Staat dem sie dienen. Das jeder einzelne ein Mensch mit ganz individuellen Charakterzügen ist, spielt bei bei den Be oder sollte man besser sagen Verurteilungen, leider keine Rolle. Die Hauptschuld tragen nicht die ehemaligen Grenzsoldaten, sondern der Staat. Immerhin hat er es zugelassen, dass junge unfertige Menschen unter Umständen mit Situationen konfrontiert werden, denen sie nicht gewachsen sein konnten.

Gruß an alle
Uwe
http://www.Oderbruchfotograf.de


Hallo ABV,
Mit dem was Du geschrieben hast kann ich mich heute anfreunden!
Früher habe ich das nicht ganz so gesehen, aber ich brauchte wohl mein Feindbild.
Gruß Peter(turtle)


















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#53

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 10:07
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Francis

Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Francis
...mußte man auf den Flüchtenden zielen oder reichte es, wenn man nur anlegte und "zufällig" vorbei geschossen hat?


...muss ein polizist einen vermeintlichen täter verfolgen/ jagen oder nicht? oder konnte er auch zufällig in die falsche richtung laufen ?



Dann hast du mich falsch verstanden. Ich meinte ob erschießen das Ziel sein musste. Hätte doch auch gereicht (wenn überhaupt auf unbewaffnete geschossen werden muss...) ins Bein oder Arm zu schießen, womit eine Weiterführung der Flucht ja ausgeschlossen wäre...




Bei deiner ersten Frage hast du es aber so formuliert, wie Gilbert es auch richtig verstanden hat. Aber hier auch zu deiner zweiten Version eine Antwort.

Stell dir vor du stehst am Kanten, es ist dunkel und vor dir (ca. 50-100m) im Bewuchs ein Geräusch und ein Schatten.
Der GV bemerkt dich und bückt sich nun in der Hoffnung unbemerkt zu bleiben.
Du rufst ihn gemäß den Vorschriften an und daraufhin macht er sich noch kleiner und kauert nieder.
Jetzt ziehlst du auf die Beine und drückst ab.

Wo triffst du ihn dann???


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 19.11.2009 10:36 | nach oben springen

#54

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 10:48
von ABV | 4.202 Beiträge

Zitat von CaptnDelta
Guten Morgen EK 82/2,

Zitat von EK 82/2
Erst mal zur Beruhigung,einen schönen guten morgen allen.

DaptnDelta,TH
Danke für deine Einschlägige Erklärung,aber zu einigen Punkten mal was.Wenn wir alles definitiv wüßten gäbe es keine Diskusionen mehr.Ich verbreite hier auch keine Eingebrannte Verblendete Doktrin,Sondern versuche eine Sachliche Diskusion zu führen.Warum sollte ich nicht auch etwas dabei lernen.


Das ist doch eher eine Basis. Uebrigens hatte ich Dich weniger damit gemeint, sondern deinen agitierenden Trittbrettfahrer.

Zitat von EK 82/2
-übrigens hast du Recht das die Seite welche du gefunden hast eine Einseitige Darstellung mit Extremaussagen oder Vermutungen ist,darum sah ich auch der der von AI nach ob der Artikel stimmt.Sätze wie"Pech für die Waffenträger, daß sie keine..."sehe ich als reine Spekulation eines Wunschbildes.Dennoch kopierte ich einiges von dort,warum doppelt schreiben.

Es gibt ziemlich extreme Meinungen im Web und anderswo, auch viele die als ideologisch verblendet zaehlen muessen. Im Gegenteil, es ist eher schwierig, ausgewogene Artikel zu finden.
Eine Zusammenfassung des Sachverhalts und des Urteils ist hier: http://www.uni-potsdam.de/u/mrz/mrm/mrm16-4.htm

Ich glaube das die Grenzer (gerade das Fussvolk vom Kanten) hier im Forum ein paar Sympathiepunkte hat eben weil man selbst nicht weiss wie man in der gegebenen Situation reagiert haette, und weil viele der Grenzer hier ziemlich offen darueber reden, wie schwierig die Situation fuer sie war, und wie man trotzdem versucht hat, das beste daraus zu machen. Fuer mich ist das man die Entscheidung ueber Leben und Tod (von unbewaffneten Fluechtlingen) auf die 'Kantenlatscher' abwaelzte einer der schaebigsten Punkte der untergegangenen DDR.

Zitat von EK 82/2
-Ich erwähnte merfach das sich das Wort"Freispruch"von meiner Seite nicht auf verurteilte Angehörige der Bewaffneten Organe bezieht,sondern auf solche die dabei waren und nach geltendem Gesetz handelten(auch Völkerrechtlich).Denn nur bei einem Organ wie MFS gewesen zu sein,hier nehme ich mal die Putzfrau oder den Kraftfahrer reicht heute in der BRD aus um diese Leute den Öffentlichen Dienst als Arbeitsplatz zu verweigern.


Ah, gehts also doch wieder um die Firma, und nicht um die Grenzer oder Grenze; nun ja, wie hier so ueblich nimmt auch dieses Thema wieder einen Schwenk in Richtung Stasi.

Zum Thema hier ein Artikel aus dem Spiegel von 1992, welcher die damaligen Schwierigkeiten beschreibt, welche immer noch nicht ueberwunden sind, und fuer welche es anscheinend kein Patentrezept gibt. Das sich der bundesrepublikanische Rechtsstaat mit den Auswuechsen der DDR-Diktatur ziemlich hart tat (und auch noch tut) ist bekannt, man braucht dazu auch nur hier ins Forum schauen.

Zitat von EK 82/2
-Das manche gegen das Völkerrecht und sogar gegen geltendes Recht in der DDR verstoßen haben,belegte ich mit den Worten das es in der DDR keine Ordentlichen Prozesse zu diesen Vergehen gab und ich daher die Urteile der BRD nach der Wiedervereinigung gar nicht Anzweifel,geschweige denn Freispruch verlange.Ein Waffengesetz haben beide Staaten und wer in der DDR dieses Anwante mit anschließender Hilfeleistung wurde meines Wissens auch in der BRD nicht verurteilt.Prozesse mag es gegeben haben,aber die sind ja nötig zur Untersuchung jeden Falles.

-Benachteiligungen erfahren am stärksten die Angehöhrigen des MfS,weiter kenne ich 2 Polizeibeamte die mit Offiziersrang zwar übernommen wurden,aber 2-3 Dienstgrade degradiert wurden,außerdem dürfen übernommene Soldaten in der Bundeswehr ihre Orden nicht tragen und wie ich kürzlich erfahren habe, ich hinter meinem Dienstgrad Gefr. nicht mal den Zusatz d.R. tragen. Diese Dinge meine ich wenn ich von Freispruch und Benachteiligung rede.


Jetzt kommen wir allerdings vom 100te in's 1000te, wenn wir jetzt auch noch ueber Polizeibeamte reden. Es gibt davon auch etliche im Forum, von welchen ich dies noch nicht in der Form gehoert hab, vielleicht koennen sich die hier mal melden. Soweit ich weiss kam es immer auf den Einzelfall an, und die solltest Du hier vielleicht auch mit den noetigen Details aufzeigen, ansonsten wird das wieder nur Polemik. Wie gesagt, "allen Menschen Recht getan ist eine Kunst die keiner kann". Viele meiner Bekannten und Freunde im Osten waere es damals lieber gewesen, alle DDR-Polizisten zu entlassen, und die Polizei im Osten komplett neu aufzubauen.

Mich wuerde allerdings doch mal interessieren, warum Du (als Grenzer) immer wieder auf das MfS umschwenkst und als 'ultimate test of law' heranziehst.
-Th




Hallo!
Es stimmt das viele ehemalige Offiziere in ihrem Dienstrang zunächst abgestuft wurden. Sie konnten sich aber sofort wieder für eine Tätigkeit im gehobenen Dienst ( entspricht der mittleren Offizierslaufbahn der DDR) bewerben. Dann ging es ab auf einen Schnelllehrgang, ca. ein halbes Jahr, und dann war man bald wieder im alten Dienstrang. Wirkliche Benachteilungen von VP-Angehörigen kann ich so nicht bestätigen, zu mindestens was Brandenburg betrifft. Unser Partnerland war NRW. Von dort kamen Lehrer und Polizisten um beim Aufbau der neuen Strukturen zu helfen. Es erfolgte auch ein reger Beamtenaustausch, dass heisst Polizisten aus NRW schoben für ein paar Wochen Dienst in Brandenburg und umgekehrt. Es entwickelten sich rege Kontakte und Freundschaften. So manche " Mauer im Kopf" stürzte damals ein. Wenn heute ehemaligten Volkspolizisten in den Ruhestand gehen, wird grundsätzlich auch ihre polizeiliche Tätigkeit vor 1989 gewürdigt. Und was die dauernde Benachteiligung von MfS-Mitarbeitern betrifft: Sicher da hat es sehr viele pauschale Ungerechtigkeiten gegeben. Manchmal hat man das Gefühl, dass das MfS alleine an dem ganzen Unrecht der DDR Schuld war. Es gibt aber auch eine Reihe von ehemaligen MfS-Mitarbeitern, welche heute zum Beispiel Beamte bei der Bundespolizei sind. Also kann man auch hier nicht nur pauschal von Ausgrenzungen reden.

Gruß an alle
Uwe
http://www.Oderbruchfotograf.de



www.Oderbruchfotograf.de

http://seelow89.wordpress.com/tag/volkspolizei-seelow/


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#55

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 10:55
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Francis

Dann hast du mich falsch verstanden. Ich meinte ob erschießen das Ziel sein musste. Hätte doch auch gereicht (wenn überhaupt auf unbewaffnete geschossen werden muss...) ins Bein oder Arm zu schießen, womit eine Weiterführung der Flucht ja ausgeschlossen wäre...


@francis, ich glaube nicht, das einer der gt- soldaten da vorn am kanten jemand einfach abknallen wollte. sicherlich kamen in dem moment mehrere verschiedene begleitumstände zusammen. mir wurde erst durch dieses forum klar, das die soldaten der gt kaum ausgebildet waren, um bei laufenden zielen sicher die beine zu treffen, denn dies kann nur ein ständig übender schütze.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#56

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 11:00
von wosch (gelöscht)
avatar

[quote="Feliks D.

Stell dir vor du stehst am Kanten, es ist dunkel und vor dir (ca. 50-100m) im Bewuchs ein Geräusch und ein Schatten.
Der GV bemerkt dich und bückt sich nun in der Hoffnung unbemerkt zu bleiben.
Du rufst ihn gemäß den Vorschriften an und daraufhin macht er sich noch kleiner und kauert nieder.
Jetzt ziehlst du auf die Beine und drückst ab.

Wo triffst du ihn dann??? [/quote]

;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;

Felix, Deinem Smilie nach, könnte ich mir es schon vorstellen!! Mußte man denn überhaupt aus dieser Entfernung auf den "GV" draufballern? Sollte er nicht festgenommen werden und die Schußwaffe nur angewendet werden wenn er andere Anstalten gemacht hätte, als sich Hinzukauern. Anrufen und Draufhalten? Den Warnschuß nur vergessen?
Felix, tut mir leid, im Dunkeln, aus der Entfernung einem Hingekauerten auf die Beine zielen!!! Willst Du uns verarschen???
Schönen Gruß aus Kassel


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#57

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 11:07
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ok Wosch, für dich bauen wir noch einen Warnschuss ein, kein Problem und auch bei der Entfernung können wir noch ein paar Meter rauflegen wenn du es wünscht.

Dann weiter...

Festnehmen... dazu müßte er rauskommen aus seinem Versteck, dann wäre diese auch erfolgt.
Auf die Beine ziehlen... ok dann nach unten, da wo die Beine sein müßten, nenne es wie du willst.
Muss ich "draufballern"... weißt du ob er nur vor Angst dort kauert, oder weil er seinerseits gerade auf dich anlegt?
Verarschen... nichts läge mir ferner Wosch!

All diese Entscheidungen als junger Mensch in wenigen Sekunden.


Aber wir kommen von seiner Frage ab, nicht warum ich schieße war die Frage, sondern wohin ich ziele (Beine, unten) und was ich dann letztendlich (unbeabsichtigt) treffe.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 19.11.2009 11:23 | nach oben springen

#58

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 11:32
von wosch (gelöscht)
avatar

[quote="Feliks D."]Ok Wosch, für dich bauen wir noch einen Warnschuss ein, kein Problem und auch bei der Entfernung können wir noch ein paar Meter rauflegen wenn du es wünscht.

Dann weiter...

Festnehmen... dazu müßte er rauskommen aus seinem Versteck, dann wäre diese auch erfolgt.
Auf die Beine ziehlen... ok dann nach unten, da wo die Beine sein müßten, nenne es wie du willst.
Muss ich "draufballern"... weißt du ob er nur vor Angst dort kauert, oder weil er seinerseits gerade auf dich anlegt?
Verarschen... nichts läge mir ferner Wosch!

All diese Entscheidungen als junger Mensch in wenigen Sekunden.

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Mit ner "Streubüchse" aus der Entferung einem niedergekauerten "Schatten" auf die Beine schiessen, Felix, das erzähl mal Einem, der sich die Hose mit der Kneifzange anzieht. Ist schon schlimm, was Du hier so ablassen tust!
Ob ich weiß, daß er nur vor Angst da kauert, oder ob er gerade
Schönen Gruß aus Kassel



zuletzt bearbeitet 19.11.2009 11:38 | nach oben springen

#59

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 11:39
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo freunde. ich weiß nicht wie gut die bewaffnung der grenztruppen war. ich kann nur für die bundeswehr sprechen. wenn ich nachts auf streife ging kriegte ich das schlimmste G 3 was es im wachlokal gab. schlecht gereinigt. haltepunkt total verzogen. dieses gewehr hatte die waffeninst nur von außen gesehen.. hätte ich aus etwas entfernung auf jemanden schießen müssen, ich hätte nicht garantieren können wo der schuß hinging. wie gesagt über denn zustand der waffen bei denn grenzruppen kann ich nichts sagen. vieleicht kann mann mir einer helfen. lg glasi



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#60

RE: Wieviel freispruch steht einem Grenzer der DDR eigentlich zu?

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 19.11.2009 11:42
von CaptnDelta (gelöscht)
avatar

Hallo ABV,

danke fuer Deine Antwort, ich hatte noch ein paar Zwischenfragen, nachdem dies hier doch ab- und zu angefuehrt wird:

Zitat von ABV
Hallo!
Es stimmt das viele ehemalige Offiziere in ihrem Dienstrang zunächst abgestuft wurden. Sie konnten sich aber sofort wieder für eine Tätigkeit im gehobenen Dienst ( entspricht der mittleren Offizierslaufbahn der DDR) bewerben. Dann ging es ab auf einen Schnelllehrgang, ca. ein halbes Jahr, und dann war man bald wieder im alten Dienstrang.


Weisst Du warum so vorgegangen wurde? Wurde dies zu einer 'ideologischen Ueberpruefung' benutzt? Ging es um's fachliche? Fuehrungsqualitaeten?

Zitat von ABV
Wirkliche Benachteilungen von VP-Angehörigen kann ich so nicht bestätigen, zu mindestens was Brandenburg betrifft. Unser Partnerland war NRW. Von dort kamen Lehrer und Polizisten um beim Aufbau der neuen Strukturen zu helfen. Es erfolgte auch ein reger Beamtenaustausch, dass heisst Polizisten aus NRW schoben für ein paar Wochen Dienst in Brandenburg und umgekehrt. Es entwickelten sich rege Kontakte und Freundschaften. So manche " Mauer im Kopf" stürzte damals ein.

Das ist schoen zu hoeren.

Zitat von ABV
Wenn heute ehemaligten Volkspolizisten in den Ruhestand gehen, wird grundsätzlich auch ihre polizeiliche Tätigkeit vor 1989 gewürdigt.

Diesem wird z.T. auch wiedersprochen. Ist das auch z.B. bei Mitarbeitern der K1 so?

Zitat von ABV
Und was die dauernde Benachteiligung von MfS-Mitarbeitern betrifft: Sicher da hat es sehr viele pauschale Ungerechtigkeiten gegeben. Manchmal hat man das Gefühl, dass das MfS alleine an dem ganzen Unrecht der DDR Schuld war.

Das die SED das MfS als billigen Suendenbock benutzt hat ist ziemlich klar, hat sich aber anscheinend nicht ueberall rumgesprochen. Vielleicht liegt's daran das die SED mit der Portokasse durchgebrannt ist: da kann man sich die entsprechende Propaganda leisten. Interessanterweise scheint's das man meist trotzdem noch sowas wie 'Loyalitaet' bei vielen Ex-MfS'lern bemerken kann, auch nach dem Verrat...

Zitat von ABV
Es gibt aber auch eine Reihe von ehemaligen MfS-Mitarbeitern, welche heute zum Beispiel Beamte bei der Bundespolizei sind. Also kann man auch hier nicht nur pauschal von Ausgrenzungen reden.

Mich wuerde auch mal interessieren, ob's denn wirklich so schlimm um die ganzen Koeche, Kraftfahrer und Kindergaertnerinnen bestellt ist. Ich glaub' manche gefallen sich auch einfach in der Rolle des Maertyrers...
-Th


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