#41

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.02.2011 11:21
von SCORN (gelöscht)
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Vielleicht noch ein kleiner auszug aus diesem buch, welcher im gewissen sinne auch einen bezug zu diesem forum hat.
Zitat:

"Seitdem die Mauerschützenprozesse zum Abschluss gekommen sind, steht auch für die ehemaligen Grenztruppenoffiziere der Kampf um das Geschichtsbild im Vordergrund. Vor allem in den Medien will man die Darstellung der DDR korrigieren. In Büchern, Veranstaltungen und Erklärungen predigen die Grenzer einen unverblühmten Geschichtsrevisionismus. Das Internet ist voll mit Grußworten, Aufrufen, pseudo-objektiven Geschichtsdarstellungen und politischen Hassgesängen."

offensichtlich hält sich herr knabe für einen objektiven geschichtsdarsteller. auch dieses zitat dürfte hier einige befürworter finden. auch wenn herr knabe von "den grenzern" spricht, wird er es wohl nicht so gemeint haben........oder doch?

gruss
SCORN


zuletzt bearbeitet 21.02.2011 11:24 | nach oben springen

#42

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.02.2011 11:38
von Alfred | 6.841 Beiträge

Wosch,

dann machen wir es doch einfacher.

Wie viele Tote gab es denn in der UHA ?


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#43

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.02.2011 11:45
von wosch (gelöscht)
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Zitat von SCORN
Vielleicht noch ein kleiner auszug aus diesem buch, welcher im gewissen sinne auch einen betzug zu diessem forum hat.
Zitat:

"Seitdem die Mauerschützenprozesse zum Abschluss gekommen sind, steht auch für die ehemaligen Grenztruppenoffiziere der Kampf um das Geschichtsbild im Vordergrund. Vor allem in den Medien will man die Darstellung der DDR korrigieren. In Büchern, Veranstaltungen und Erklärungen predigen die Grenzer einen unverblühmten Geschichtsrevisionismus. Das Internet ist voll mit Grußworten, Aufrufen, pseudo-objektiven Geschichtsdarstellungen und politischen Hassgesängen."

offensichtlich hält sich herr knabe für einen objektiven geschichtsdarsteller. auch dieses zitat dürfte hier einige befürworter finden. auch wenn herr knabe von "den grenzern" spricht, wird er es wohl nicht so gemeint haben........oder doch?

gruss
SCORN




...............................................SCORN, ich glaube nicht, daß Herr Knabe die von Dir fett hervorgehobenen "einfachen"Grenzer, sprich "Grenzsoldaten" meint, sondern eher die höheren Dienstränge, die er in dem von dir eingestellten Zitat als "Grenztruppenoffiziere" bezeichnete und da wird er meiner Meinung nach nicht an den einfachen Leutnant oder Hauptmann gedacht haben, sondern eher an die Herren, die heutzutage in ihren Schriften und Büchern das Grenzregime der DDR und ihr eigenes Dazutun als ein nötiges und friedenserhaltenes Etwas darstellen möchten und die eigene Verantwortlichkeit für die vielen an der Grenze umgekommenen Menschen abstreiten, obwohl sie für die Einhaltung eines angeblich nicht bestehenden Schießbefehls verantwortlich waren.
Ich denke, ich werde mir das Buch vom "Hubertus" mal zulegen und mir danach mein eigenes Bild machen.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#44

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.02.2011 17:15
von Rabe (gelöscht)
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Zur Information:

Fast völlig unbekannt ist, dass sich die Alt- BRD völkerrechtlich gegenüber den ehemaligen Siegermächten unter Konrad Adenauer schon 1956 verpflichtet hat, im Falle einer Vereinigung beider deutscher Staaten nach freien Wahlen keine Verfolgungsmaßnahmen einzuleiten. Auch diese völkerrechtliche Selbstverpflichtung der heutigen BRD, die sich als kontinuierliche Fortsetzung der Alt- BRD versteht, ist mit Füßen getreten worden.

Memorandum der Bundesregierung vom 2. September 1956
zur Frage der Wiederherstellung der Deutschen Einheit

(übergeben am 7. September 1956 durch die Botschafter der Bundesrepublik in Moskau, Washington, Paris und London - Auszug)

14. Die Bundesregierung ist der Überzeugung, daß freie Wahlen in ganz Deutschland, wie sie auch immer ausfallen mögen, nur den Sinn haben dürfen, das ganze deutsche Volk zu einen und nicht zu entzweien. Die Errichtung eines neuen Regierungssystems darf daher in keinem Teil Deutschlands zu einer politischen Verfolgung der Anhänger des anderen führen. Aus diesem Grund sollte nach Auffassung der Bundesregierung dafür Sorge getragen werden, daß niemand wegen seiner politischen Gesinnung oder nur weil er in Behörden oder politischen Organisationen eines Teils Deutschlands tätig gewesen ist, verfolgt wird.

und zum Nachdenken (? )

Rabe


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#45

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.02.2011 18:16
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Rabe
Zur Information:

Fast völlig unbekannt ist, dass sich die Alt- BRD völkerrechtlich gegenüber den ehemaligen Siegermächten unter Konrad Adenauer schon 1956 verpflichtet hat, im Falle einer Vereinigung beider deutscher Staaten nach freien Wahlen keine Verfolgungsmaßnahmen einzuleiten. Auch diese völkerrechtliche Selbstverpflichtung der heutigen BRD, die sich als kontinuierliche Fortsetzung der Alt- BRD versteht, ist mit Füßen getreten worden.



Denen die betroffen sind sollte dies schon bekannt sein, bei der großen Masse hast Du jedoch recht... und um den Bogen wieder zu Herrn Knabe zu schlagen mal folgenden link http://www.grh-ev.org/html/body_information_4_07.html


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#46

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.02.2011 19:46
von wosch (gelöscht)
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[quote="Alfred"]Wosch,

dann machen wir es doch einfacher.

Wie viele Tote gab es denn in der UHA ?


.............................................Alfred, die Anzahl spielt im Zusammenhang zu meinem Beitrag überhaupt keine Rolle. Ich schrieb ja daß es in Dachau weit aus mehr waren. Nein, selbst wenn ich wollte könnte ich Dir da nicht weiterhelfen und Deine Neugierde befriedigen und im Zusammenhang mit der Person Knabe ist es auch unrelevant. Vielleicht weißt Du ja mehr wie ich (Wovon ich eigentlich ausgehe) und gibst mir auf Deine Frage eine eigene Antwort. Wohlgemerkt ich sprach nicht von Ermordeten, sondern von Insassen, die während ihrer Haftzeit, aus welchen Gründen auch immer, zu Tode kamen.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#47

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.02.2011 21:44
von eisenringtheo | 9.160 Beiträge

Zitat von PF75
was haben wie denn nun gehabt Beitritt?Vereinigung? Anschluß?oder was gibs noch Aufkauf ,oder kann man sich das so auslegen wie es am besten paßt oder am billigsten wird ?


ernsthafte Frage??? Falls ja:
http://www.lsg.musin.de/geschichte/Mater...volkskammer.htm
Somit konnte und (kann man sich weiterhin) in aller Ruhe der Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands widmen.
http://dejure.org/gesetze/GG/146.html
Theo


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#48

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.02.2011 22:34
von YYYYYYYY (gelöscht)
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und hier wosch


noch was zum lesen-------------------------->http://www.sueddeutsche.de/politik/huber...hrheit-1.390059

lies dir das doch mal in ruhe durch......zitat Für den Historiker Hubertus Knabe sind Mitglieder der Linken nichts weiter als Honeckers Erben. Vor handverlesenem Publikum hat er damit Erfolg. zitat ende..


verstehst du jetzt so ansatzweise ? was es mit deinem "ehrenwerten" herrn knabe so auf sich hat?


zuletzt bearbeitet 21.02.2011 22:42 | nach oben springen

#49

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.02.2011 23:43
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von Gert
Musiker
Dann musst du über mich staunen. Ich schließe mich seiner Meinung an : die Täter sind unter uns ( hatten wir in der deutschen Geschichte, so glaube ich, schon einmal...... ) Dabei behaupte ich nicht, dass Knabe neutral ist. Geschichtsdarstellungen sind sowieso nie neutral und so ist bei dem Knabe sicher auch eine geringer Anteil Meinungsmache dabei. Aber er wird wohl kein Buch geschrieben haben, dessen Faktenlage nicht nachprüfbar ist. Insofern ist er in gewissem Umfang authentisch. Ob das den ehemaligen Leuten aus der DDR, die er damit mehr oder weniger belastet/anklagt, gefällt oder nicht, kann dabei keine Rolle spielen. Diese Menschenrechtsverletzungen oder gar Verbrechen müssen beim Namen genannt werden. Ich bedaure dass die bundesdeutsche Justiz damit so lässig und uninteressiert umgegangen ist. Dies ist ja fast ein Déjà-vu-Erlebnis( war doch schon irgendwann einmal da oder ??? )

Gruß Gert



Gert,

wie kommst Du denn auf die Idee, dass die Justiz wenig unternommen hat.

Wie viele Verfahren gab es gegen ehemalige "Würdenträger " der DDR ?

[/quote]



Kaum welche, das ist doch das Dilemma, das ich beklage. So wie die Justiz 1950 auf dem rechten Auge blind war, ist sie es seit 1989 auf dem linken Auge.

Gruß Gert[/quote]

Gert,

nur mal so.

Allein in Berlin und Brandenburg gab es nach 1989 rund 48.000 Ermittlungsverfahren gegen ehemalige "Würdenträger" der DDR.


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#50

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.02.2011 00:03
von SCORN (gelöscht)
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Zitat von Gert

Kaum welche, das ist doch das Dilemma, das ich beklage. So wie die Justiz 1950 auf dem rechten Auge blind war, ist sie es seit 1989 auf dem linken Auge.
Gruß Gert



auch hier sollte man vor dem lamentieren die fakten zumindest ansatzweise in betracht ziehen. nach 1990wurden gegen ca. 105 000 ehemalige DDR bürger von der bundesanwaltschaft strafanzeigen gestellt. das betraf leute aus dem parteiapparat, der militärischen führung, den bereichen justiz, wirtschaft, wissenschaft, kultur, gesundheit, bildungswesen frauen und jugendpolitik, okologie und sport. besonders intensiv wurden angehörige der grenztruppen und des mfs angeklagt. aus den strafanzeigen resultierten ca 85 000 ermittlungsverfahren.

aus dieser anklageflut resultierten 289 verurteilungen. von diesen wurden 184 mit freiheitsstrafen auf bewährung, 86 mit einer geldstrafe, und 19 mit einer freiheitsstrafe ohne bewährung bedacht! ob die 289 veruteilungen rechtens waren wird von international renomierten strafrechtlern bei nicht wenigen urteilen bezweifelt!

fazit: der wille zur abrechnung und delegitimierung, wie von kinkel gefordert, war durchaus vorhanden. nur konnte man dieses vorhaben auf juristischer seite nicht umsetzen. so bleibt die politische abrechnung und eine aufarbeitungsindustrie welche sich selbst immer wieder in szene setzen muss um weiter finanziell gemästet zu werden. hierbei sind eiferer wie hubertus knabe hilfreich. da er als seriöser historiker wohl seinen lebensunterhalt nicht bestreiten kann, dürfen wir mit sicherheit auch noch eine gewisse zeit lang, in regelmässigen abständen von ihm hören.

gruss
SCORN


zuletzt bearbeitet 22.02.2011 00:25 | nach oben springen

#51

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.02.2011 11:38
von Angelo | 12.391 Beiträge

Zitat von SCORN

Zitat von Gert
................. interessiert sich sowieso keine Sau für dieses Thema.......

Gruß Gert



alles klar.......und tschüss




Ich glaube der Gert braucht dringend Urlaub......sonst hätte er ihn jetzt von mir bekommen


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#52

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.02.2011 11:39
von elessarix (gelöscht)
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Zitat von Rostocker
Das Bundesverdienstkreuz hat jeder verdient,der dort aus politischen Gründen eingesperrt war und Jahre seines lebens verloren hat.Nur weil er andere Gedanken hatte, von der Aufrfassung seines Lebens.


dem stimme ich zu, aber wie es damals schon in meiner dienstzeit war, bekam fasst jeder vor dienstende seine soldatenauszeichnungen hinterhergeworfen. zu meiner zeit war ich einer der wenigen die beim gefechtsschiessen mit 9k111 (mobile panzerabwehr) nach einen drahtreisser und zwei treffern die schützenschnur bekommen hatte. ich selbst habe sie aus protest nie getragen weil jeder stoppelhoppser diese bekam, wenn er nicht nach 3 versuchen nur fahrkarten geschossen hatte. ich frage mich welchen wert auszeichnungen überhaupt haben, wenn im vorfeld schon feststeht wer diese bekommt. ich will keinem seine leistungen absprechen, aber das BVK gibt es ja in unterschiedlichen klassen. gut möglich, dass einige zeitgenossen die falsche auszeichnung bekommen haben. wie viel wert hat denn dieses stück blech? ist damit nicht immer eine geldleistung verbunden? müsste man dann nicht ein teil dieses geldes wieder steuerlich absetzen etc. ich stelle mir mal den fall vor, dass ein HartzIV empfänger diese auszeichnung erhalten würde unter dem strich müsste er den grössten teil seines geldes ans jobcenter zurückzahlen... ja ja das doppelmass dieser republik ;-)


zuletzt bearbeitet 22.02.2011 11:46 | nach oben springen

#53

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.02.2011 13:11
von Alfred | 6.841 Beiträge

Zitat von elessarix

Zitat von Gert

Zitat von SCORN

Zitat von Gert

Kaum welche, das ist doch das Dilemma, das ich beklage. So wie die Justiz 1950 auf dem rechten Auge blind war, ist sie es seit 1989 auf dem linken Auge.
Gruß Gert



auch hier sollte man vor dem lamentieren die fakten zumindest ansatzweise in betracht ziehen. nach 1990wurden gegen ca. 105 000 ehemalige DDR bürger von der bundesanwaltschaft strafanzeigen gestellt. das betraf leute aus dem parteiapparat, der militärischen führung, den bereichen justiz, wirtschaft, wissenschaft, kultur, gesundheit, bildungswesen frauen und jugendpolitik, okologie und sport. besonders intensiv wurden angehörige der grenztruppen und des mfs angeklagt. aus den strafanzeigen resultierten ca 85 000 ermittlungsverfahren.

aus dieser anklageflut resultierten 289 verurteilungen. von diesen wurden 184 mit freiheitsstrafen auf bewährung, 86 mit einer geldstrafe, und 19 mit einer freiheitsstrafe ohne bewährung bedacht! ob die 289 veruteilungen rechtens waren wird von international renomierten strafrechtlern bei nicht wenigen urteilen bezweifelt!

fazit: der wille zur abrechnung und delegitimierung, wie von kinkel gefordert, war durchaus vorhanden. nur konnte man dieses vorhaben auf juristischer seite nicht umsetzen. so bleibt die politische abrechnung und eine aufarbeitungsindustrie welche sich selbst immer wieder in szene setzen muss um weiter finanziell gemästet zu werden. hierbei sind eiferer wie hubertus knabe hilfreich. da er als seriöser historiker wohl seinen lebensunterhalt nicht bestreiten kann, dürfen wir mit sicherheit auch noch eine gewisse zeit lang, in regelmässigen abständen von ihm hören.

gruss
SCORN





Ja Scorn, an den Zahlen kann man doch gut ablesen, wie gut die " Verantwortlichen" davongekommen sind. Also ist doch in deinem Sinne, und im Sinne der zahlreiche Nostalgiker hier im Forum, "alles in Butter". Die Demokratie ist eben großmütig und liberal. Ich persönlich habe ja nicht unter dem Polizeistaat DDR gelitten, gottseidank insofern könnte es mir wurscht sein, ob die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden oder nicht. Für mein Gerechtigkeitsgefühl ist es nur wichtig, dass Leute wie Knabe oder jetzt Jahn diese Dinge aufarbeiten und publik machen. Das können sie und das ist gut so. Dass da mancher Ehemalige Schaum vorm Mund hat, bestätigt doch nur meine Überzeugung, dass diese Aufarbeitung richtig ist, denn wenn niemand etwas zu befürchten hätte, würde sich auch niemand über diese Leute aufregen.

Gruß Gert



hallo gert, bin ganz deiner meinung, die von dir genannten nostalgiker haben ja sogar verhindern wollen, dass duch gedenktafeln um das stasigefängnis Hohenschönhausen herum, das gebiet kenntlich gemacht wird wie weit der sogenannte sperrbereich reichte. um das gefängnis herum haben sich ja auch spezialisten angesiedelt, die für das MfS interessante Gerätschaften ausgetüftetlt und gebaut haben. da sei als beispiel nur mal "minikamera als lippenstift getarnt" genannt. es gab/gibt sogar Abteilungen die nach der Wende die Zeichen der Zeit erkannt haben und schnell Firmen gegründet haben. Aber sicher schreibe ich da nix neues.
Ich selbst hatte 1996 eine Umschulung zum Mediengestalter und diese Firma wurde von ehemaligen Stasileuten gegründet. wenn ich und andere das damals gewusst hätten hätte ich nie im leben dort eine Umschulung gemacht.
Das schlimmste, was ich im Freundeskreis gehört hatte war die Tasache, dass ein Opfer nach der Wende seinem Vernehmer plötzlich als Arbeitsberater des Arbeitsamtes Lichtenberg gegenüber sass. schlimmer kann es nicht mehr werden.
gruss Henning




Wirklich eine Frechheit.

Da gründen ehemalige MA des MfS eine eigene Firma und dann scheint diese auch noch erfolgreich zu sein.

Zu den Schilkdern schrieb Herr Schmidt auf der Seite www.mfs-insider.de :

" Geschichtsrevisionismus in Berlin-Hohenschönhausen

Am 21.07.2006 wurden vier fragwürdige Informationstafeln aufgestellt, die das ehemalige Sperrgebiet Hohenschönhausen markieren sollen.



Berlin wäre um eine Tourismusattraktion reicher, würden die einstigen Stätten des Kalten Krieges im Osten wie im Westen der Stadt, darunter alle Sperrgebiete um die Quartiere und Einrichtungen der US-amerikanischen, britischen, französischen, sowjetischen und deutschen Geheimdienste informell erschlossen.

Wenn allerdings nur das ehemalige Sperrgebiet in Berlin-Hohenschönhausen mit Informationstafeln bestückt wird, noch dazu wo im gleichen Stadtbezirk mit dem ehemaligen Sperrgebiet in Karlshorst ein viel geschichtsträchtigeres Areal existiert, dann liegt nahe, dass es sich um einen PR-Gag der „Gedenkstätte Hohenschönhausen“ handelt.

Ehemalige Mitarbeiter des MfS forderten bei einer Podiumsdiskussion am 14.03.2006 vor einer solchen Aufwertung zunächst erst einmal die Seriösität dieser Gedenkstätte zu überprüfen.

Die bekannte Wehrmachtsausstellung durfte etwa zwei Jahre nicht gezeigt werden, weil eine einzige Bildunterschrift falsch zugeordnet worden war. Und die „Gedenkstätte Hohenschönhausen“?

Allein die in der Publikation des Spotless-Verlages „Das Gruselkabinett des Dr. Knabe(lari)“ aufgelisteten Fakten würden in jedem anderen zivilisierten Land ausreichen, um einen Untersuchungsausschuss einzusetzen.

Stattdessen kam es zu einem wochenlangen hysterischen Aufschrei von Politik und Medien, durch den die Kritik an der „Gedenkstätte“ als Verhöhnung und Beleidigung der „Opfer“ denunziert und die Kritiker mit allen denkbaren Verbalinjurien diffamiert und mundtot gemacht werden sollten. Das gipfelte in der schwachsinnigen Konstruktion, dass „Täter“ keine Zeitzeugen sein dürften. In die Drohkulisse eines regelrechten Meinungsterrors wurde sogar der Verfassungsschutz eingereiht, eine Institution also, die ihrem Namen nach eigentlich die Verfassung und damit auch das Grundrecht der freien Meinungsäußerung zu schützen hätte.



Die Geschichtsfälschungen in der „Gedenkstätte Hohenschönhausen“ werden mit den aufgestellten vier Markierungstafeln fortgesetzt, wobei wiederum auf das bewährte Rezept zurückgegriffen wird, nach dem die mäßig entstellte Wahrheit als schlimmste Form der Lüge wirkt.



Betrachten wir die Tafeln im Einzelnen:



Tafel 1 (weitgehend identisch mit Tafel 2):



Auf allen Tafeln wird eine Straßenskizze des ehemaligen Sperrgebietes mit der Bezeichnung einstiger darin befindlicher Objekte abgebildet. Die Tafeln 1 und 2 zeigen Fotos eines Eingangstores bzw. einer Außenmauer.

Text:

„An dieser Stelle befand sich bis 1990 der Zugang (Tafel 2: die Außenmauer) zum Sperrgebiet Berlin-Hohenschönhausen (siehe Foto). Das militärisch gesicherte Areal wurde 1945 von der sowjetischen Geheimpolizei eingerichtet. Ab 1951 unterstand es dem DDR-Ministerium für Staatssicherheit. Im Inneren befanden sich verschiedene Hafteinrichtungen und Verwaltungsgebäude. Während er über vierzigjährigen kommunistischen Diktatur in Ostdeutschland waren hier mehr als 40 000 Menschen inhaftiert.“

Der Kampfbegriff „kommunistische Diktatur“ bedient die herrschende Ideologie des Antikommunismus. Mit der politischen und gesellschaftlichen Realität in der DDR hat er nichts zu tun. Kommunismus galt in der DDR als Zukunftsgesellschaft und die „Diktatur“ stand keinesfalls im Widerspruch zur demokratischen Mitwirkung von Millionen Bürgern bei der Gestaltung des Lebens in der DDR, auch und vor allem in den Betrieben, Einrichtungen, Schulen, Wohngebieten, bei der Rechtsprechung u. v. a. m. Die Deformationen menschlicher Beziehungen durch die Wolfsgesetze der Diktatur des großen Geldes waren DDR-Bürgern fremd.

Die DDR war ein souveräner, international anerkannter Staat und geachtetes Mitglied der UN. Die Bezeichnung Ostdeutschland ist ein Rückfall in die schlimmsten Zeiten des Kalten Krieges, u. a. geprägt durch den Alleinvertretungsanspruch der BRD.

Bei den 40.000 Inhaftierten handelt es sich laut „RBB-Aktuell“ vom 21.07.06 um die Insassen des ehemaligen zentralen Untersuchungsgefängnisses des MfS. Diese Zahl bedürfte der Nachprüfung. Geht man von der tatsächlichen Kapazität, der durchschnittlichen Belegung und einer durchschnittlichen Dauer der Ermittlungsverfahren von 3 Monaten aus, so errechnen sich etwa 12.000 bis 15.000 Untersuchungshäftlinge des MfS in Hohenschönhausen. Eine Behörde mit einem Jahresetat von 100 Millionen € und über 2.000 Mitarbeitern müsste an sich in der Lage sein, die vollständig überlieferten Untersuchungsvorgänge der Hauptabteilung IX des MfS zu sichten und die darin erfassten inhaftierten Beschuldigten auszuzählen. Daran besteht aber vermutlich kein Interesse, weil ansonsten auch andere Phantasie-Zahlen, z.B. die von angeblich 250.000 politischen Gefangenen der DDR, ins Wanken geraten könnten.

Dem Zeitgeist und der Rehabilitationspraxis nach 1990 folgend erscheint die Inhaftierung in Hohenschönhausen als Willkür gegenüber Unschuldigen. Nach DDR-Recht standen sie aber ausnahmslos im Verdacht, Straftaten begangen zu haben, darunter zahlreiche Verbrechen und Vergehen, die in anderen Ländern auch geahndet werden, wie Terror, Spionage, Schädigung der Volkswirtschaft, Militärstraftaten, Schändung von sowjetischen oder jüdischen Friedhöfen, faschistische und Völkerhetze, gewaltsame Grenzdurchbrüche, Menschenschmuggel, Verbrennen der Staatsflagge, Beleidigung des Staatsoberhauptes, Androhungen von Mord, tätliche Angriffe auf Personen, Schwerstkriminalität usw. Selbst 1988 machten „Andersdenkende“ nur etwa ein Prozent der Untersuchungshäftlinge in Hohenschönhausen aus und mehr als die Hälfte von ihnen wurde nach kurzer Haft zu „Studienaufenthalten“ ins westliche Ausland geschickt. (Siehe auch: Jahresbericht der HA IX für 1988)

Unter den in Berlin-Hohenschönhausen Inhaftierten befanden sich insgesamt 165 Nazi- und Kriegsverbrecher, wie der berüchtigte KZ-Arzt Fischer oder der Mörder von Oradour, Barth. Sind nun auch sie Opfer der kommunistischen Diktatur?

In großer, zum Ende der DDR immer mehr anwachsender Zahl wurden Personen inhaftiert, die die DDR überwiegend aus wirtschaftlichen Gründen illegal verlassen wollten oder eine legale Ausreise mit Straftaten (oder auf dem Umweg des Freikaufs nach einer Verurteilung) erzwingen wollten. Wie immer man das bewerten will: die DDR würde heute noch existieren, wenn die BRD die Aufnahme von DDR-Bürgern ähnlich restriktiv gehandhabt hätte, wie sie es heute bei Einwanderern praktiziert.



Tafel 3:

Foto: Außenaufnahme Arbeitslager

Text: „Auf diesem Gelände arbeitete von 1945 bis 1950 die Abteilung Speziallager der sowjetischen Geheimpolizei. Auf dem Gebiet der späteren DDR unterstanden ihr zehn Lager, in denen offiziell 123 000 Deutsche inhaftiert waren (untere Funktionäre des NS-Regimes, politisch Missliebige und andere willkürlich Verhaftete); 43 000 von ihnen kamen ums Leben. Anschließend, von 1952 bis 1974, betrieb hier das DDR-Ministerium für Staatssicherheit ein Arbeitslager, das etwa 8 000 Gefangene durchliefen. Später wurde das Gelände vom Staatssicherheitsdienst für Kfz-Reparaturen genutzt.“

Absichtsvoll wird in diesem Text die exakte Bezeichnung Internierungslager vermieden. Solche Lager waren nach den gemeinsamen Beschlüssen der alliierten Siegermächte in allen Besatzungszonen eingerichtet worden, um Personen zu isolieren, von denen Gefahren für die Besatzungsmächte ausgehen konnten. In allen Besatzungszonen starben eine große Zahl der Internierten an Hunger und Krankheiten, in allen Besatzungszonen wurden auch politisch Missliebige inhaftiert (erst kürzlich wurde bekannt, dass in englischen Lagern Kommunisten nicht nur interniert, sondern auch gefoltert wurden) und überall kam es auch zu willkürlichen Verhaftungen, wurden Personen Opfer von Denunziationen usw. Ohne den verbrecherischen, von Deutschland ausgehenden II. Weltkrieg hätte es solche Lager niemals gegeben. Unbedarfte müssen aus dieser Tafel jedoch einen Willkürakt der sowjetischen Geheimpolizei entnehmen, zumal jede Erinnerung an die Internierungslager der westlichen Alliierten fehlt.

Erst nach Intervention der PDS-Abgeordneten der Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Lichtenberg auf ihrer Tagung am 26.04.06 wurde der Klammersatz mit dem Hinweis auf Funktionäre des NS-Regimes eingefügt, der allerdings historisch korrekt lauten müsste: mehrheitlich Funktionäre des NS-Regimes… (Vgl. Statistik zum Speziallager Nr. 3)

Die verharmlosende Kennzeichnung untere Funktionäre des NS-Regimes setzte Hubertus Knabe in der o. g. Tagung durch, nachdem sogar die CDU-Fraktion von Lichtenberg den PDS-Vorschlag akzeptiert hatte.

Positiv ist, dass der Versuch der Gedenkstätte, die Nazis als „Deutsche“ zu entfeinden, aus der Geschichte zu eliminieren und als Opfer kommunistischer Diktatur wieder auferstehen zu lassen, wenigstens zum Teil abgewehrt werden konnte.



Im vom MfS unterhaltenen Haftarbeitslager verbüßten verurteilte Straftäter (95 % Kriminelle vom Mörder bis zum Heiratsschwindler, 5 % „Politische“) ihre Haftstrafen und wurden dabei durch sinnvolle Arbeit auf ihre Resozialisation vorbereitet. Sie erbauten die neue Untersuchungshaftanstalt und Wohngebäude und waren insbesondere auch für Kfz-Reparaturen an Dienstfahrzeugen des MfS eingesetzt. Unter den Insassen der Strafvollzugsanstalten der DDR galt das Lager in Hohenschönhausen wegen seiner Haftbedingungen als eine gute Adresse. Die angegebene Zahl von 8 000 Inhaftierten wird von MfS-Insidern als um mindestens das Doppelte überhöht angesehen und ließe sich sicher auch exakt prüfen, wenn man denn wollte.

Interessant wäre zu erfahren, ob diese 8 000 in die 40 000 Inhaftierten laut Tafeln 1 und 2 eingerechnet wurden. Sind denn nun auch noch waschechte Kriminelle Opfer der DDR?

Im Zusammenhang mit dem Haftarbeitslager spricht Hubertus Knabe gern von „Zwangsarbeit“. Dabei vergisst er, dass es in der DDR nicht nur das Recht, sondern auch eine Pflicht zur Arbeit gab, so dass es absurd gewesen wäre, ausgerechnet arbeitsfähige Häftlinge nicht arbeiten zu lassen. Sie wurden dort eingesetzt, wo sie nützlich waren, z.B. auch beim Wäscherei-Betrieb Rewatex oder in der Braunkohle. Sie wurden für ihre Arbeit (bei Abzug der Unterbringungskosten) entlohnt und waren in der Sozialversicherung versichert. Für sie galten die gleichen Arbeitsschutzbedingungen wie in der DDR sonst auch.



Tafel 4:



Foto: Automatische Brieföffnungsanlage

Text: “In diesem Gebäudekomplex befand sich bis 1990 der Operativ-Technische Sektor des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit. In mehreren Werkstätten wurden hier Abhöranlagen, Kameras, Mini-Fotoapparate oder Vorrichtungen zum Öffnen von Briefen (siehe Foto) zur Überwachung der Bevölkerung hergestellt. Von 1952 bis 1956 existierte auf dem Gelände ein Haftarbeitslager.“

Geradezu zwanghaft wird immer wieder darauf verwiesen, dass in der DDR eine Postüberwachung existierte. Dass während des Kalten Krieges in der BRD und in Westberlin in gleichem Umfang mit analogen Mitteln die Post der Bürger kontrolliert wurde, wird dabei völlig verdrängt. Der BND-Aussteiger Norbert Juretzko begann seine Karriere in der Postkontrolle und beschreibt diese anschaulich in seinem Buch „Bedingt dienstbereit“.

Wer stellt eigentlich heute die Abhöranlagen für die immer mehr ausufernden Lauschangriffe her?

Verzichten andere Geheimdienste auf Mini-Kameras?

Wenn alles nur eine Frage der „Überwachung der Bevölkerung“ war, warum war dann die Postkontrolle des MfS der Spionage-Abwehr zugeordnet?

Ansonsten wird diese Tafel den Leistungen des OTS des MfS nicht gerecht. Seine größte Leistung bestand in der den westlichen Einrichtungen ebenbürtigen technischen Ausrüstung der Horchposten der funkelektronischen Abwehr und Aufklärung des MfS. Man hätte also besser die Station auf dem Brocken als Foto auswählen sollen, aber dann wäre vielleicht sogar einem Leser von „BILD“ aufgefallen, dass das Ganze doch etwas mit dem Kalten Krieg zu tun hatte.

Wolfgang Schmidt

04.08.2006



Weiteres zum Thema: Interview des GRH-Vorsitzenden Hans Bauer mit der "jungen Welt" am 22.07.06



Ergänzung aus aktuellem Anlass



Mitte April 2008 wurde die Markierung des ehem. Sperrgebietes Hohenschönhausen nach Investition einer sechstelligen Summe neu gestaltet, verbunden mit einer entsprechenden Weihe. 13 statt bisher 4 Tafeln, ein Informationspunkt und Markierungslinien wurden installiert. Außer bei einer speziellen Tafel, die an Kriegsgefangene und osteuropäische Zwangsarbeiter, die hier 1940 - 1943 untergebracht waren, erinnert (auf Opferzahlen wird hierbei vornehm verzichtet), ist die Mitwirkung linker Politiker und Historiker an diesem Projekt nicht nachvollziehbar. Die inhaltliche Aussage blieb im Wesentlichen gleich. Das bedeutet:

Die DDR hatte kein Recht sich zu verteidigen, es gab keine feindlichen Angriffe gegen sie, alles, aber auch alles, was das MfS zu verantworten hat, ist suspekt, paranoid, Unrecht und Willkür.

Deshalb entwickelte der Operativ-technische Sektor (OTS) des MfS auch ausschließlich Technik zur möglichst lückenlosen Beobachtung der Bevölkerung oder aber für die Spionage - Spionageabwehr kommt nicht vor.

Kriminalistische Untersuchungen dienten ausschließlich dazu, politisch Mißliebige, Kritiker und Gegner des SED-Regimes zu bekämpfen (auch von kommunistischer Diktatur wird weiter gefaselt)

NS-Verbrecher wurden vom MfS zwar ermittelt, aber eigentlich nur zum Zwecke der Propaganda gegen die BRD

Die Vorgeschichte der sowjetischen Speziallager, ihr Zusammenhang mit der Niederwerfung der verbrecherischen Nazi-Diktatur, die Tatsache, dass ehemalige Nazis die Mehrheit der Gefangenen ausmachten (angeblich waren sowieso nur "untere" Nazi-Funktionäre inhaftiert) und Werwolf-Gruppen zurecht als Gefahr für die Beatzungsmacht angesehen werden konnten, werden nicht dargestellt.

Wiederum wird von 40.000 Inhaftierten in diesem Sperrgebiet gesprochen. Wie viele davon auf Gefangene der sowjetischen Besatzungsmacht entfallen wird dabei ebenso wenig entschlüsselt wie auch nicht erklärt wird, dass es sich bei ca. 95 % der 8.000 in einem Arbeitslager des MfS Beschäftigten um verutreilte Kriminelle gehandelt hat.

Die Betroffenheit der Betrachter der Informationstafeln wird vermutlich ihren Höhepunkt erreichen, wenn sie erfahren, dass das MfS tatsächlich einen rückwärtigen Dienst und sogar zwei Lagerhallen unterhielt.

Wolfgang Schmidt

23.04.2008"


zuletzt bearbeitet 22.02.2011 13:17 | nach oben springen

#54

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.02.2011 14:13
von Alfred | 6.841 Beiträge

Wie war am 27.11.2010 in der JW zu lesen:

"Das geht auch über andere Wege, zum Beispiel über Beleidigungsklagen. Hubertus Knabe, Leiter einer Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen, wurde in dieser Zeitung in einem Interview als »Psychopath aus Hohenschönhausen« bezeichnet, »der die Stasi-Überprüfung nunmehr bis auf den letzten Eskimo ausgedehnt wissen will«. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde dem Chefredakteur der jungen Welt vom Amtsgericht Tiergarten am 27Januar ein Strafbefehl in Höhe von 4800 Euro zugestellt. Arnold Schölzel hätte die junge Welt nicht »von strafbaren Inhalten« freigehalten und deshalb sei »mittels des Druckwerks eine rechtswidrige Tat, nämlich eine Beleidigung« begangen worden. Schölzel legte umgehend Einspruch gegen den Strafbefehl ein und warf Staatsanwaltschaft, Gericht und Hubertus Knabe den Versuch einer Einschränkung der Presse-, Informations- und Meinungsfreiheit vor. In der Hauptverhandlung folgte die Amtsrichterin seinen Überlegungen. Der Begriff »Psychopath« sei nicht medizinisch gebraucht worden, sei keine Schmähkritik, weil er im Rahmen einer inhaltlichen Argumentation vorgetragen wurde, Schölzel hätte berechtigte Interessen wahrgenommen, zudem müsse, wer wie Herr Knabe austeilt, auch einstecken können. Schölzel wurde freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft wollte das aber nicht auf sich beruhen lassen und ging in die Berufung. Am Dienstag dieser Woche bestätigte nun das Berliner Landgericht das Amtsgerichtsurteil."


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#55

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.02.2011 14:14
von SCORN (gelöscht)
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um ehrlich zu sein, "volksverhetzer" trifft es wirklich nicht ganz. da muss man der justiz recht geben.

"psychopath von hohenschönhausen" trifft die sache wohl besser. wie auch die 82.strafkammer des berliner LG sieht.

gruss SCORN


zuletzt bearbeitet 22.02.2011 15:33 | nach oben springen

#56

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.02.2011 14:16
von Alfred | 6.841 Beiträge

Ungedienter,

was hat denn die Strafe für Herrn Sch. mit den Tafeln zu schaffen.

Das sind doch total verschiedene Sachverhalte.


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#57

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2011 01:44
von YYYYYYYY (gelöscht)
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also wenn ich deinen text so lese kommt mir ein gedanke...................


Zum von Dir angesprochenen Thema " Glaubwürdigkeit von ehemaligen Stasi-Mitarbeitern ", in diesem Falle des Herrn Schmidt hat einmal ein bundesdeutsches Gericht schon geurteilt. Die pauschale Einschätzung der damaligen Glaubwürdigkeit von MfS Mitarbeitern zu DDR-Zeiten oder jetzt, kann jeder Bürger selbst beurteilen. Das solls dazu aber auch sein, damit es nicht OT wird.


wenn ich jetzt vom otto normal verbraucher ausgehe , heißt doch deine aussage nichts anderes ,als das ehemalige vom MfS nur lügner sind?! finde ich mehr als gewagt.............


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#58

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2011 12:00
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

..................STOP. Zurück zum Thema "Dr. H Knabe"



12.a) Of Topic Beiträge in den Fachbereichen des Forum DDR Grenze.
Der Betreiber behält sich vor, Beiträge die nicht dem Thema das Themenstarters entsprechen kommentarlos aus dem Thread zu löschen. Dazu gehören z.B. unangepasste Bilder oder Videos, ebenso Texte die nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben. Dem Verursacher von Spam in den Fachthemen wird per PM eine Verwarnung mitgeteilt,bei weiteren Verstößen gegen diese Regel behält sich der Betreiber vor das Mitglied vom Aktiven Forenbetrieb auszuschließen.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
zuletzt bearbeitet 23.02.2011 12:07 | nach oben springen

#59

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2011 12:15
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Na dann zurück... wie exakt Herr Knabe sich informiert und wie genau er arbeitet lässt sich ja gut an seinen Äußerungen zur Sekretätin von Herrn Ramelow ersehen.

Nun kann man ja nur hoffen die Informationen, die er in "seiner" Einrichtung vermittelt, werden genauer geprüft bevor sie unter die Leute gebracht werden...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#60

RE: Dr. Hubertus Knabe

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.02.2011 14:52
von UNGEDIENTER (gelöscht)
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Zitat von wosch

Zitat von Feliks D.

Welche Schulungen ich wann und wo genossen habe wirst Du sicher am wenigsten beurteilen können und daher verbitte ich mir für die Zukunft diesbezügliche Äußerungen deinerseits!




.......................................Hallo Feliks, Da hast Du sicherlich recht, Keiner kann besser beurteilen wie Du selbst, was es mit möglichen "Schulungen" und Dergleichen Deinerseits auf sich hatte. Um Spekulationen ihre Nahrung zu nehmen, könntest Du ja mal selbst etwas dazu beitragen. Ansonsten weißt Du ja "Es wird Alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird", soll heißen, im Grunde genommen spielt es auch gar keine Rolle, wo und wann Einem was beigebracht wurde. Hauptsache ist doch, daß davon etwas hängen geblieben ist. Ist ja schon fast eine Unverschämtheit vom "Ungedienten", daß er sich zu solch "schlimmen" Äußerungen hat hinreißen lassen. Da seid Ihr "Ehemaligen" aber viel "einfühlsamer" in Euren Beiträgen. Das mag ich an Euch und Euren "Sympathiesanten" ganz besonders, immer sachlich, nie "persönlich", da sollten sich Leute wie Ungedienter, Gert und Ich ruhig mal ein Beispiel dran nehmen!
Schönen Gruß aus Kassel.




Hallo wosch,

ich gebe mir ja schon größte Mühe, aber sowie über Machenschaften des DDR-Regimes oder seiner Organe sich jemand erlaubt zu berichten, geraten gewisse User in merkwürdige Aufgeregtheit und versuchen diese Person ( in diesem Fall der Herr Knabe ) als unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Der Name spielt eigentlich gar keine Rolle und ist beliebig austauschbar.
Wenn dann gewisse rhetorische oder polemische Versuche bei einer Erwiderung auf meinen Beitrag von mir erkannt werden und nicht verfangen, so lasse ich mir einen sachlichen oder auch manchmal humorvollen Hinweis darauf nicht verbieten.
Um auch nur annähernd an die " einfühlsame " Schreibweise " Ehemaliger " heranzukommen, werde ich kurzfristig einen Kurs bei der hiesigen VHS belegen, um deren Ansprüchen zu genügen.

Schöne Grüsse aus dem kalten aber sonnigen Niedersachsen


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