#21

RE: Die Aktenarchive der BRD

in DDR Grenze Literatur 12.11.2009 09:50
von Angelo | 12.396 Beiträge

Ich bitte in diesem Thread sachlich zu bleiben und keine anderen Mitglieder wegen Ihrer Meinung oder Ihrem Wissen aus zu lachen! Sollte das jetzt wieder ausarten wisst ihr ja wo solche Threads jetzt landen


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#22

RE: Die Aktenarchive der BRD

in DDR Grenze Literatur 12.11.2009 10:01
von sentry | 1.108 Beiträge

Nee nee, wir sind ganz sachlich. Vor allem stimmt das ja alles was G.W. sagt.
In der idealen Demokratie sollen die Geheimdienste natürlich nicht den Parteien sondern der Volksvertretung rechenschaftspflichtig sein. Während Regierungen und Parlamentarier kommen und gehen bleiben die Geheimdienste immer da. Und wenn man vermeiden will, dass die immer da Bleibenden in einen rechtsfreien Raum abgleiten und schleichend oder schlagartig eine Diktatur aufbauen, sollte man ihnen schon auf die Finger schauen.

Dass das in der DDR nicht funktioniert hat, wissen alle und G.W. bestätigt es ja nur in seinen Ausführungen. Die Partei konnte nicht abgewählt werden (lt. Verfassung) und das MfS konnte nicht abgewählt werden, weil es kein passives Wahlrecht hat und weil es ja an die Partei gebunden war und auch nur ihr Bericht erstattete.
Genau deswegen wird die DDR ja auch heute als Diktatur bezeichnet - nicht wie Anastacio Somoza oder Alfredo Stroessner, aber eben eine Parteidiktatur, wie sie im Buche steht ohne demokratische Grundrechte für den unbedeutenden Rest der Bevölkerung.


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#23

RE: Die Aktenarchive der BRD

in DDR Grenze Literatur 12.11.2009 10:15
von wosch (gelöscht)
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Der Sachlichkeit halber mal ´ne Frage: Wann wurde in der DDR-Volkskammer schon mal nachgefragt?
Wer kann hier Beispiele bringen?
Schönen Gruß aus Kassel


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#24

RE: Die Aktenarchive der BRD

in DDR Grenze Literatur 12.11.2009 10:37
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Angelo
Ich bitte in diesem Thread sachlich zu bleiben und keine anderen Mitglieder wegen Ihrer Meinung oder Ihrem Wissen aus zu lachen! Sollte das jetzt wieder ausarten wisst ihr ja wo solche Threads jetzt landen



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Angelo, Du bist der Boss und der Boss hat immer Recht!!
Schönen Gruß aus Kassel


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#25

RE: Die Aktenarchive der BRD

in DDR Grenze Literatur 12.11.2009 10:37
von sentry | 1.108 Beiträge

Naja, gemäß der Geschäftsordnung wäre das schon möglich gewesen.
Interessanterweise wollte wohl niemand irgendwelche Konsquenzen kennenlernen, obwohl die SED offensichtlich im 500-Sitze-Parlament nur 127 Sitze innehatte.

Nun gut, ich denke, alle wissen, wie es um die Demokratie in der Demokratischen bestellt war. Wörter wie Politbüro der SED, ZK der SED, Parteitag der SED haben sich fest in die Rübe eingebrannt und sind wohl auch nicht mehr auszulöschen, wenn sie jetzt noch da sind.
Aber wer kann sich denn an fundamentale Volkskammersitzungen oder bahnbrechende Abstimmungen oder Neuerungen aus diesem Hause erinnern - also vor 1989??


zuletzt bearbeitet 12.11.2009 10:38 | nach oben springen

#26

RE: Die Aktenarchive der BRD

in DDR Grenze Literatur 12.11.2009 11:19
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Möchte mal ganz Sachlich mal was zum Thema schreiben.
Die SED die sich Diktatur des Prolitariats nannte hat sich so ein Machtorgan wie es das MfS war,selbst geschaffen.Was war der Zweck dazu,Schutz der eigenen Partei in erster Linie.(Kleiner Rückblick in die 20 er und Anfang der 30er Jahre,da schuf sich die KPD den Rotfrontkämpferbund zum Schutz der Partei.)Das MfS was sich ja selbst Schild und Schwert der Partei nannte (der Name und der Ausdruck besagt es ja)war niemanden Rechenschaft schuldig,ausser der eigenen Partei der sie dienten.Es ging um den Machterhalt der SED in der DDR um den Führungsanspruch einer Partei die von sich selber immer behauptete (die Partei,die Partei hat immer Recht)Und somit wurde so ein Organ geschaffen um die führende Rolle zu sichern.Dies geschah nicht nur in der DDR,sondern in allen kommunistisch regierten Staaten und Diktaturen.Wo man einen alleinigen Anspruch auf die Macht für Lebzeiten erreichen will.


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#27

RE: Die Aktenarchive der BRD

in DDR Grenze Literatur 12.11.2009 11:46
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

In Antwort auf:
Und somit wurde so ein Organ geschaffen um die führende Rolle zu sichern.Dies geschah nicht nur in der DDR,sondern in allen kommunistisch regierten Staaten und Diktaturen.


sorry @rostocker, nimm es mir nicht übel, aber es gab und gibt kein land was "kommunistisch" war bzw. ist. wir sollten daher diese worthülsen aus funk und presse nicht benutzen.
danke


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#28

RE: Die Aktenarchive der BRD

in DDR Grenze Literatur 12.11.2009 11:48
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Im Allgemeinen möchte ich sagen zu jeglichen Geheimdienste,sie sagen selten die Wahrheit.
Beispiel:Der Irakkrieg wurde unter falschen Informationen begonnen,die Geheimdienste lieferten.Gewollt oder ungewollt.Im Prinzip geht es um Machteinfluß.
Noch ein Beispiel:Zu beginn des Irak-Krieg befanden sich BND-Mitarbeiter im Irak,was taten sie da.Obwohl doch die damalige Bundesregierung eine beteildigung am Krieg ausschloss.Es kam durch eine parlamentarische Kontrollgruppe zu Untersuchen,aber sicher ist dort nie die Wahrheit rausgekommen.Denn manche Dienste sind halt sehr geheim.


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#29

RE: Die Aktenarchive der BRD

in DDR Grenze Literatur 12.11.2009 13:02
von sentry | 1.108 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow

In Antwort auf:
Und somit wurde so ein Organ geschaffen um die führende Rolle zu sichern.Dies geschah nicht nur in der DDR,sondern in allen kommunistisch regierten Staaten und Diktaturen.


sorry @rostocker, nimm es mir nicht übel, aber es gab und gibt kein land was "kommunistisch" war bzw. ist. wir sollten daher diese worthülsen aus funk und presse nicht benutzen.
danke




Ich will ja nicht haarspalten und auf keinen Fall eine philosphische Diskussion vom Zaune brechen, dafür bin ich auf dem Gebiet nicht gut genug.

Rostocker redete von "kommunistisch regierten Staaten" und ich denke das kann man durchaus so stehen lassen. Die Länder waren zwar nicht kommunistisch (soll heißen sie hatten nicht den Kommunismus), aber sie wurden von kommunistischen Parteien regiert, die das teilweise sogar im Namen führten. Meines Erachtens betrachtet(e) sich auch die SED als kommunistische Partei oder sah man sich da z.B. gegenüber der KPdSU etwas "zurückgesetzter"?
Ich denke, wenn eine Regierung auf das Ziel Kommunismus hinarbeitet und von einer kommunistischen Partei bestimmt wird, kann man diese durchaus als kommunistisch bezeichnen.


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#30

RE: Die Aktenarchive der BRD

in DDR Grenze Literatur 12.11.2009 13:53
von Augenzeuge (gelöscht)
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Alles richtig, man hatte zwar kommunistische Parteien, aber niemals ein kommunistisches Land.
Natürlich verschmolzen die KPD und SPD zur SED. Das Ziel der KPDSU war klar, deshalb der Name. Auch heute sind China und Nordkorea nicht kommunistisch. Das kann ein Staat niemals sein, denn im Kommunismus gibt es keinen Staat mehr.

Man muss zwischen einer niederen und höheren Phase der kommunistischen Gesellschaft unterscheiden, wobei die erste als Sozialismus (Diktatur des Proletariats), die zweite als Kommunismus (klassenlose Gesellschaft) bezeichnet wurde. Der sozialistischen Phase wird die Vergesellschaftung der Produktionsmittel und Entlohnung nach Leistung zugeordnet, der kommunistischen das Bedürfnisprinzip. Und davon war bzw. ist man nach wie vor überall weit entfernt.

Gruß, Augenzeuge


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#31

RE: Die Aktenarchive der BRD

in DDR Grenze Literatur 12.11.2009 14:24
von Sauerländer (gelöscht)
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Es gibt ja in der BRD noch ein weiteres "Kontrollorgan", nämlich die Medien.

Was die aus "internen Quellen" oder "Verschlußsachen" berichten, ist schon manchmal sehr interessant.

Ein Redakteur des "Neuen Deutschland" hätte nach solch einem Bericht sicher ein "Neues Deutschland" herbeigesehnt, zumindest hätte er in einem muckelingen "Einzelappartement" Zeit gehabt darauf zu warten.
Auch dies ein Unterschied zur Demokratie. Das verhindert auch Auswüchse von staatlichen Organen.


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#32

RE: Die Aktenarchive der BRD

in DDR Grenze Literatur 12.11.2009 14:48
von sentry | 1.108 Beiträge

Zitat von Sauerländer
Es gibt ja in der BRD noch ein weiteres "Kontrollorgan", nämlich die Medien.



Ja, das ist auch meine Meinung, aber dieser Punkt ist natürlich der Fraktion, die allergisch auf das Wort Freiheit (wie in Pressefreiheit) reagiert, schwer zu vermitteln.
Zumal viele Anhänger dieser Fraktion auch noch der Meinung sind, dass die Medien vollständig von Machthabern und Finanzkapital ferngesteuert sind, so dass sie trotz der verbrieften Pressefreiheit sowieso nur das berichten, was die wollen.
Selbst tausende Beispiele in den letzten 20 Jahren, die das Gegenteil beweisen, scheinen da nicht zu überzeugen.


zuletzt bearbeitet 12.11.2009 14:51 | nach oben springen


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