#21

RE: Versuchte "Fahnenflucht" während der A-Gruppe

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.12.2009 12:27
von Zollhaus (gelöscht)
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Hallo ek40.
Habe mit Interesse deinen Beitrag gelesen. Viele Erinnerungen kamen wieder. Ich bin in Lübbow geboren und aufgewachsen. Wir waren als Kinder sehr viel "an der Grenze", standen am Schlagbaum und konnten trotzdem nicht verstehen warum da ein Zaun war. Wir waren halt noch zu jung. Ich weiß noch genau wie oft wir Nachts aus dem Schlaf gerissen wurden, weil an der Grenze wieder eine Mine hochgegangen ist.


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#22

RE: Versuchte "Fahnenflucht" während der A-Gruppe

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.12.2009 20:16
von Gelöschtes Mitglied
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Hallo Achim,
du bist der erste aus dieser Ecke,der sich meldet.
Ich kenne ja dein Alter nicht,aber theoretisch könnten wir uns irgendwann mal gegenübergestanden haben.
In diesem Bereich stand doch auch eine Besuchertribühne auf westlicher Seite,oder?
Gut das dieser Spuk vorbei ist.

Gruß ek40


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#23

RE: Versuchte "Fahnenflucht" während der A-Gruppe

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.12.2009 20:21
von Zollhaus (gelöscht)
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Hallo ek40.
Ich bin 48 Jahre alt. Die Besuchertribühne von der Du sprichst, war die alte Eisenbahnbrücke. Leider ist diese nun auch schon abgerissen worden. Die Brücke war ja genau in Höhe von dem Turm.
Gruß Achim.


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#24

RE: Versuchte "Fahnenflucht" während der A-Gruppe

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.12.2009 20:58
von Gelöschtes Mitglied
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Zitat von Zollhaus
Hallo ek40.
Ich bin 48 Jahre alt. Die Besuchertribühne von der Du sprichst, war die alte Eisenbahnbrücke. Leider ist diese nun auch schon abgerissen worden. Die Brücke war ja genau in Höhe von dem Turm.
Gruß Achim.

Dann ist es fast naheliegend,dass man sich vielleicht mal unbewusst begegnete.
Zumindest,wenn du als 20-21jähriger noch öfters am Schlagbaum standest.
Ich hatte immer Sehnsucht auf die "andere Seite" und öfters "dumme Gedanken".
Habe das aber schon in einem anderen Beitrag beschrieben.
Nur gut das es so gekommen ist,wie es ist.Jedenfalls trifft das für mich zu.
Es denken ja hier nicht alle so und es ist auch ihr gutes Recht.
Bin nun 47,5 Jahre alt und stand ja ein Jahr in dieser Gegend an diesem "Bollwerk".
Zu dieser Zeit war ich gerade 20 Jahre alt geworden.
Noch ne Frage,befand sich dort nicht auch ein Bahndamm bis unmittelbar vor dem Zaun,der nichts mit der Brücke zu tun hatte?

Gruß ek 40


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#25

RE: Versuchte "Fahnenflucht" während der A-Gruppe

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.12.2009 21:06
von Zollhaus (gelöscht)
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Ein Bahndamm war dort. Der hatte aber mit der Eisenbahnbrücke zu tun. Der Bahndamm wurde aber bereits in den 70´er Jahren "abgerissen".


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#26

RE: Versuchte "Fahnenflucht" während der A-Gruppe

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 28.08.2010 00:46
von ek53 | 54 Beiträge

Hi EK40, Riebau war ich auch mal, lag der Bau nicht an so einer
langen Straße hinter dem Ort? War wohl irgendwann Hinterland-
Kompanie, zu meiner Zeit stand die leer, wurde nur mal 10 Tage
für Postenführer-Ausbildung benutzt. Oder war's Britz? Oder Cheine?
Aber die erste Vermutung ist in solchen Fällen immer die richtige,
ich bleibe also mal bei Riebau.

Oh ja, Dein Bericht über die Fast-Beinah-Fahnenflucht erinnert mich:
Es war früh im Morgengrauen, ich sah beide noch an der Füst vorbeilaufen.
Hatten sich gar nicht über GMN gemeldet, sondern nur zum Fenster
hochgerufen.
Irgendwann wurde es mir schon lang, ich gab mir innerlich noch 5
Minuten, um die A-Gruppe rauszuwerfen.

Da endlich meldet sich der Posten: Der andere wollte gerade abhauen.
Wumm's, ich hörte gar nichts mehr. Kurze Schrecksekunde. Dann wurde
mir das Blut kalt und ich schaltete auf ein einen anderen Modus um.
Hab' die A-Gruppe rausgeworfen, entsprechend einem früheren
"Belehrungs-"Befehl des KC als getrennte Posten, einen befahl ich zu Fuß
quer durch den Busch, den anderen mit Fahrzeug auf dem Kolonnenweg
außenherum. War nach einem Vorkommnis in einer anderen GK für
eine bestimmte Gruppe von Postenpunkten so vorgesehen.
Dann die Kompanie rausgepelzt. Die kamen so vorschriftsmäßig wie noch
nie an, tarnten sich ganz vorschriftsmäßig, so tief saß denen der Schreck
in den Gliedern.
Den Posten erreichte ich nicht über Funk. Irgenwann fiel mir auf, daß ich
doch die Meldung über GMN bekommen hatte. Also versuchte ich ihn
über den GMN-Hörer zu erreichen. Siehe da, er ging ran. Sein Kurzbericht:
Na, MPi durchgeladen im Rücken, umgedreht, Sicherungshebel wieder
hochgedrückt, dann MPi weggerissen, weggeworfen, eigene MPi weggeworfen,
per Judowurf auf die Erde geworfen, mit Nierenschere festgehalten und so
mit der Nierenschere ganz langsam beide zur GMN-Säule gerobbt.

Der Fußposten war übrignes schneller als der motorisierte Posten, beide
wußten ja schon, was los war.

Beide wurden dann abgeholt, der, der abhauen wollte, fur mit dem KC
in dessen UAZ, die anderen berichteten, daß er bereits bei der Ausfahrt
zum Tor eingeschlafen war.
Wir sahen ihn nie wieder, es gab eine kurze Auswertung zu persönlichen
Hintergründen (heute würde ich sage, die kannte auch die 2000 nicht
wirklich, aber das ist eine ganz andere Baustelle). Der andere wurde
belobigt, wir sahen ihn noch ein paar Tage, dann kam er weg, Sachen
holen. Wir tranken natürlich miteinander Kaffee und erzählten nochmal.
Die Gerüchte oder Aussagen, weiß ich nicht mehr so genau, waren
erst: Spezialeinheit für vor dem ersten Zaun, dann wohl doch ein
Nüß- und Abschiebeposten in irgendeinem Armeeferienheim.
Dann verlor sich die Spur (haha).
Und das ganze vielleicht im Mai/Juni (?) 1989! Daran mußte ich zur
Wendezeit denken, hätte das jemand geahnt ....

Der Text im Dienstbuch, den ich nach dem Moment X hinschrieb,
war wie von einer anderen Person, beinahe unleserlich.

G.



MHL-er hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#27

RE: Versuchte "Fahnenflucht" während der A-Gruppe

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 26.05.2013 18:34
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von ek53 im Beitrag #26
Hi EK40, Riebau war ich auch mal, lag der Bau nicht an so einer
langen Straße hinter dem Ort?
War wohl irgendwann Hinterland-
Kompanie, zu meiner Zeit stand die leer, wurde nur mal 10 Tage
für Postenführer-Ausbildung benutzt. Oder war's Britz? Oder Cheine?
Aber die erste Vermutung ist in solchen Fällen immer die richtige,
ich bleibe also mal bei Riebau.

Hallo ek53,nein!
Vielleicht war es die GK Seebenau an der ehem. F71 Richtung GÜST Salzwedel/Bergen.

Die Kompanie Riebau befand sich noch im Ort,vor dem Bahnhof.
Guckst du hier:

Riebau

Seebenau

ek40


zuletzt bearbeitet 26.05.2013 18:35 | nach oben springen


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