#141

RE: Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 10.09.2012 15:57
von Duck | 1.741 Beiträge

Mein Einberufungstag war der 02.08.88. Mein Vater hatte mich noch zum Wehrkreiskommando in Berlin-Köpenick begleitet, meinen ersten Treffpunkt.
Es war schon irgendwie ein ziemlich beklemmendes Gefühl. Ich kann mich noch gut erinnern wie der Leiter des Wehrkreiskommandos uns eine "schöne Reise" gewünscht hatte, er wollte wohl irgendwie witzig sein. Danach ging es dann mit ziemlich vielen Umwegen zum Bhf. Schöneweide. Dort wurde der Ton dann schon langsamer etwas rauher. So nach der Art: "Sie müssen endlich begreifen das sie seit 0.00 Uhr Soldaten sind, dass muss endlich in Ihre "Klatte" reingehen usw.
Dann ging es mit den Zug von Schöneweide nach Eisenach zum GAR, also ich glaube wir sind fast 6 Stunden gefahren, jedenfalls kam ein die Zeit unendlich vor. Endlich in der Kaserne angekommen ging es erstmal zum Essen, irgend so eine undefenierbare Suppe. Ich habe jedenfalls kaum ein Bissen runterbekommen, danach ging es dann auf die einzelnen Kompanien und die Verteilung auf die Züge. Zum Schluss gab es noch die Trainingsanzüge alles andere an Ausrüstung haben wir dann erst in den nächsten Tagen erhalten, so ging dann der erste Tag bei den GT zu Ende. Was die Ausbilder betrifft, kann ich nur sagen speziell bei den Uffz. gab es 2 Gruppen. Die Uffz. die irgendwie bemüht waren einen guten Draht zu Ihrer Gruppe zu haben...und dann die andere Gruppe die etwas "unterbelichteten", meistens waren das solche die aus irgendeinen einsamen Landstrich kamen. Wir hatten jedenfalls auch so ein "Exemplar" bei uns. Groß und fett, er hatte irgendwie Hüftprobleme so das er immer gehumpelt ist und bei allen Soldaten nur John Silver hieß, wie der einbeinige aus der Schatzinsel. Im Zivilberuf war er Traktorfahrer und anscheinend hatte er auch zuviele Kriegsfilme gesehen, jedenfalls konnte er sich nur schreiend und auch nur mit einen ziemlich begrenzten und "Zotigen" Wortschatz verständigen. So eine type von Mensch, habe ich zum Glück nur in der Ausbildung gehabt. Später auf der Kompanie, waren eigentlich fast alle Uffz. schwer in Ordnung, so das ich noch heute einige zu meinen Freunden zählen kann. Gruß Duck


08/88 - 10/88 Eisenach
10/88 - 12/88 Räsa / Unterbreizbach (Rhön Thüringen/Hessen)
12/88 - 01/90 Erbenhausen (Rhön Thüringen/Bayern)


zuletzt bearbeitet 10.09.2012 16:02 | nach oben springen

#142

RE: Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.09.2012 17:31
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Dieser Tag war ein sch... Tag.
Am 3.11.1982 früh nochmal kurz in die Wiege geschaut, Frau gedrückt und dann zum WK Stollberg, um 6 musste ich dort sein.
Dann Abmarsch zum Bahnhof und nach Chemnitz gefahren, von dort nach Leipzig und mit Sonderzug weiter, wohin wusste ja niemand, der Zug war so eine Art Lumpensammler, auf jedem Bahnhof stiegen paar arme Hunde zu.
Am späten Nachmittag dann der Zielbahnhof, welcher weiß ich gar nicht mehr, direkt Halberstadt?
Dort aufsitzen auf den W50 und zur Knollenburg Halberstadt.
Als erstes wurde die Murmel abgedreht, ordentlicher Messerformrundschnitt für 2 Mark (selbst zu bezahlen), dann Zeltplane und durch die BA-Kammern gerannt.
Anschließend Aufteilung auf dem Kasernenhof, ging ewig, am Ende standen ich und noch paar andere allein rum und igendwie interessierte sich für uns niemand mehr so richtig, war sonderbar.
Als es schon stockfinsterer Abend war, kamen W50, es hieß wieder aufsitzen und ab nach Mönchhai.
Ich dachte, oje, wo bist du denn hier hingeraten.
Die nächsten 6 Monate habe ich es dann mitbekommen


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#143

RE: Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.09.2012 17:48
von hucke | 106 Beiträge

hallo
ich wurde zum selben zeitpunkt in halberstadt gewesen nur wir sind mitten in der nacht angekommen
mit gebrüll empfangen und nur sportzeug bekommen und am kommenden tag ging es los



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#144

RE: Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 13.09.2012 20:57
von Perle | 106 Beiträge

Meine Einberufung war am 6.Mai 1980. Ich glaube es war ein Dienstag. Mein Treffpunkt war der Magdeburger HBf, Bahnsteig 0.Dort wurden wir dann von den Sackis aufgeteilt wo und in welcher Kompanie wer hin kommt.Die Fahrt von Magdeburg nach Perleberg dauerte ungefähr 8-10 Stunden.Dort angekommen ging es weiter zu Fuß in Richtung Kaserne.Einige waren schon leicht angeheitert.Auf dem Ex-Platz nahmen uns gleich die Gruppenführer in Empfang.Danach wurden wir in den keimigen Speiseraum geführt.Es gab Nudelsuppe.Kann mich noch genau daran erinnern.Nach dem Speisen ging es ohne Tritt Marsch zu den Unterkünften.Danach BA-Kammer.Klamottenempfang.Stiefelanprobe-- passt ,Felddienstanzug ,Sportzeug usw. passt-passt.Der nächste!! Zivilsachen im Karton verpackt und zur Poststelle im Objekt gebracht .Nach dem Abendbrot gab es auf dem Flur eine ,,Ansprache´´ vom Hauptfeld.Die ersten Brüller waren zu hören:,,Genosse Soldat -die Wand steht von alleine ,sie brauchen sie also nicht abzustützen´´!Das fängt ja gut an in diesem Saustall ,dachte ich mir.Da lief plötzlich ein dicker Major auf dem Flur entlang und blieb breitbeinig vor uns stehen. Nach dem der Hauptfeld seine Meldung runtergeleiert hatte,faselte der Major irgend etwas von Ehre und wie wichtig die Ausbildung an der U-Schule und der anschließende Grenzdienst sei.Mein Nachbar stubste mich an und sagte: ,,der hat bestimmt ein Zäpfchen im Arsch , so wie der da steht´´!
Dann Abends 22.00 Uhr die Trillerpfeife vom UvD- Kompaniiiiiiiiiie Nachtruhe!!!
Das war mein erster beschissener Tag in diesem Verein.

Gruß Perle


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#145

RE: Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 14.09.2012 07:06
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von hucke im Beitrag #143
hallo
ich wurde zum selben zeitpunkt in halberstadt gewesen nur wir sind mitten in der nacht angekommen
mit gebrüll empfangen und nur sportzeug bekommen und am kommenden tag ging es los


Hallo, dort waren ja so viele auf einem Haufen das sicherlich in Schüben "antransportiert" wurde.


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#146

RE: Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 14.09.2012 07:19
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Perle im Beitrag #144
Meine Einberufung war am 6.Mai 1980. Ich glaube es war ein Dienstag. Mein Treffpunkt war der Magdeburger HBf, Bahnsteig 0.Dort wurden wir dann von den Sackis aufgeteilt wo und in welcher Kompanie wer hin kommt.Die Fahrt von Magdeburg nach Perleberg dauerte ungefähr 8-10 Stunden.Dort angekommen ging es weiter zu Fuß in Richtung Kaserne.Einige waren schon leicht angeheitert.Auf dem Ex-Platz nahmen uns gleich die Gruppenführer in Empfang.Danach wurden wir in den keimigen Speiseraum geführt.Es gab Nudelsuppe.Kann mich noch genau daran erinnern.Nach dem Speisen ging es ohne Tritt Marsch zu den Unterkünften.Danach BA-Kammer.Klamottenempfang.Stiefelanprobe-- passt ,Felddienstanzug ,Sportzeug usw. passt-passt.Der nächste!! Zivilsachen im Karton verpackt und zur Poststelle im Objekt gebracht .Nach dem Abendbrot gab es auf dem Flur eine ,,Ansprache´´ vom Hauptfeld.Die ersten Brüller waren zu hören:,,Genosse Soldat -die Wand steht von alleine ,sie brauchen sie also nicht abzustützen´´!Das fängt ja gut an in diesem Saustall ,dachte ich mir.Da lief plötzlich ein dicker Major auf dem Flur entlang und blieb breitbeinig vor uns stehen. Nach dem der Hauptfeld seine Meldung runtergeleiert hatte,faselte der Major irgend etwas von Ehre und wie wichtig die Ausbildung an der U-Schule und der anschließende Grenzdienst sei.Mein Nachbar stubste mich an und sagte: ,,der hat bestimmt ein Zäpfchen im Arsch , so wie der da steht´´!
Dann Abends 22.00 Uhr die Trillerpfeife vom UvD- Kompaniiiiiiiiiie Nachtruhe!!!
Das war mein erster beschissener Tag in diesem Verein.

Gruß Perle


Zu essen bekamen wir, glaube ich, nichts.
Ankunft in Mönchhai so früh um zwei, dein Bett gezeigt bekommen und erst mal hingehauen.
Früh hat dann unser persönlicher Schleifuffz die Tür aufgerissen und uns aus dem Bett gebrüllt, da der irgendwie zu der Romanfigur aus Werner Holt passte, bekam der den Spitzname "Wolzow"


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#147

RE: Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 14.09.2012 07:56
von Pit 59 | 10.135 Beiträge

Früh hat dann unser persönlicher Schleifuffz die Tür aufgerissen und uns aus dem Bett gebrüllt, da der irgendwie zu der Romanfigur aus Werner Holt passte, bekam der den Spitzname "Wolzow" @Grenzwolf62

Ja Grenzwolf62 so einen "Wolzow" hatte wohl fast jeder auf der Ausbildungs Kompanie.Der war doch aus dem Film "Die Abenteuer des Werner Holt"
Stimmts ? Und der Werner Holt musste doch immer machen was "Wolzow" gesagt hat.


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#148

RE: Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 14.09.2012 16:46
von Grenzwolf62 (gelöscht)
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Zitat von Pit 59 im Beitrag #147
Früh hat dann unser persönlicher Schleifuffz die Tür aufgerissen und uns aus dem Bett gebrüllt, da der irgendwie zu der Romanfigur aus Werner Holt passte, bekam der den Spitzname "Wolzow" @Grenzwolf62

Ja Grenzwolf62 so einen "Wolzow" hatte wohl fast jeder auf der Ausbildungs Kompanie.Der war doch aus dem Film "Die Abenteuer des Werner Holt"
Stimmts ? Und der Werner Holt musste doch immer machen was "Wolzow" gesagt hat.



Ja und der Wolzow war vom militärischem sehr angetan, wenn auch sonst von etwas einfachem Gemüt


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#149

RE: Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 14.09.2012 17:51
von matte | 15 Beiträge

Dann ging es mit den Zug von Schöneweide nach Eisenach zum GAR, also ich glaube wir sind fast 6 Stunden gefahren, jedenfalls kam ein die Zeit unendlich vor. Endlich in der Kaserne angekommen ging es erstmal zum Essen, irgend so eine undefenierbare Suppe. Ich habe jedenfalls kaum ein Bissen runterbekommen, danach ging es dann auf die einzelnen Kompanien und die Verteilung auf die Züge. Zum Schluss gab es noch die Trainingsanzüge alles andere an Ausrüstung haben wir dann erst in den nächsten Tagen erhalten, so ging dann der erste Tag bei den GT zu Ende. Was die Ausbilder betrifft, kann ich nur sagen speziell bei den Uffz. gab es 2 Gruppen. Die Uffz. die irgendwie bemüht waren einen guten Draht zu Ihrer Gruppe zu haben...und dann die andere Gruppe die etwas "unterbelichteten", meistens waren das solche die aus irgendeinen einsamen Landstrich kamen. Wir hatten jedenfalls auch so ein "Exemplar" bei uns. Groß und fett, er hatte irgendwie Hüftprobleme so das er immer gehumpelt ist und bei allen Soldaten nur John Silver hieß, wie der einbeinige aus der Schatzinsel. Im Zivilberuf war er Traktorfahrer und anscheinend hatte er auch zuviele Kriegsfilme gesehen, jedenfalls konnte er sich nur schreiend und auch nur mit einen ziemlich begrenzten und "Zotigen" Wortschatz verständigen. So eine type von Mensch, habe ich zum Glück nur in der Ausbildung gehabt. Später auf der Kompanie, waren eigentlich fast alle Uffz. schwer in Ordnung, so das ich noch heute einige zu meinen Freunden zählen kann. Gruß Duck[/quote]

Nun so ähnlich sind auch meine Erinnerungen. Sehr, sehr zeitig ,im Dunkel der Nacht nur durch die Strassenlaternen des Bahnhofvorplatzes angeflimmert hat man uns lauter merkwürdige Dinge einer vollkommen fremden Welt erklären wollen, ..."Angehörige der GT" , "Befehle"...??? Dann folgten stundenlange Irrfahrten mit der RB durch die Republik mit Endstaion Eisenach. Die Taxis sahen grün aus und waren unbequem - hoher Einstieg und Holzsitze ! Ja alle weiteren Erfahrungen ähneln sich, man lernt langsam sich "anzupassen" an die aktuelle Mode in "Einstrich-Keinstrich" ( nur die blöde lange Unterwäsche war absolut nicht mein`s ) , das fürchterliche Essen will sowieso keinerlei Genüsse erzeugen, hat aber zumindest den Nebeneffekt,daß man nicht zunehmen kann, Leute lernt man kennen ,von denen könnte man Geschichte erzählen ...!!?? Und dann diese ulkigen Weckrituale . Kein nerviger Klingelton eines Weckers, nein Trillerpfeife, Rumgebrülle, Türknallen, Beleuchtung auf Hochturen trimmen, und dann noch aktive Körperanstrengungen in rot-gelber Unterwäsche vor !!! dem Toilettengang und Frühstück !! Das war echt unschön.
Bin ich heute froh,daß der Mensch in der Lage ist nach 18 Monaten alles wieder " auf vorher" umstellen zu können. Oh eins ist doch geblieben aus der Zeit bei den GT. Seit dem benutze ich keine dicken ,grossen Kopfkissen mehr. ( die gab es damals auch nicht ,nur eine zusammengelegte Wolldecke
) Noch mehr ..?
Gruß ,matte


zuletzt bearbeitet 14.09.2012 17:52 | nach oben springen

#150

RE: Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 04.11.2012 20:04
von Rüganer (gelöscht)
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Zitat Frank aus Buchenwald Thread:

"trotzdem bin ich der meinung das man mit 19 auch eine politische meinung hat und zur grenze oder in eine andere millitärische einrichtung wurde niemand gezwungen !! "

Nun denn, 1969 konnte glaube ich, niemand den Dienst in einer militärischen Einrichtung ablehnen, den Dienst bei den Spatensoldaten gab es wohl noch nicht. Insofern betrachte ich einmal eine Einberufung zum Wehrdienst als Zwang, für 18 Monate in eine Uniform zu schlüpfen.
Wenn dies auch im Wehrdienstgesetz stand, war es doch für jeden Einzelnen, der einberufen wurde, ein Einschnitt in sein Leben, in seine Entwicklung und für sehr viele auch Zwang, für andere kann es auch ein Ehrendienst gewesen sein.
Warum nun GT? Ganz einfach und hier im Forum schon 100te Male geschrieben: weil das Wehrkreiskommando dies in seiner unendlichen Weisheit so beschlossen hatte und ich für meine Person jedenfalls dachte, da war dein Nachbar auch und der hat nicht viel negatives darüber berichtet, im Gegensatz zu Muckern. Wenn es dabei geblieben wäre, was anfangs auf dem WKK gesagt worden war, dann wäre ich bei der Spezialartillerie gelandet. gemusst hätte ich sowieso.
Ja, und nun der Hauptpunkt: politische Meinung...
warum sollte ich eine gehabt haben, wer hat denn mit 19 eine politische Meinung? Weshalb und wie kommt man zu einer politischen Meinung?
Vielleicht kann mir dies ja einer erklären, der eine politische Meinung in dem Alter hatte?
Sollte ich glauben, da der bitterböse Klassenfeind und hier die Guten? Da die Bonner Ultras und hier lauter tolle Leute, meine Klasse? Sollte ich mir zu eigen machen, dass der Staat mir das Abitur ermöglicht hat und nun muss ich in den 18 Monaten alles zurückgeben?
Gelernt und gebüffelt habe ich persönlich und zum Besuch der Klasse, die Berufsausbildung mit Abitur innehatte, wurde ich geworben, weil es nur wenige gab, dies diesen Weg gehen wollten.
Meinen Studienplatz hatte ich fest in der Tasche, im Gegensatz zu anderen musste ich aber erst die 18 Monate abreißen... ich weiß echt nicht, woher ich eine politische Meinung herhaben sollte. Ich habe versucht, mir meinen gesunden Menschenverstand zu bewahren, in den 18 Monaten habe ich ihn allerdings ausgeschaltet, so gut es mir möglich war. danach war es schwer, ihn wieder zu aktivieren, es hat lange genug gedauert.
Ich bin der Meinung, mit dem Jahr direkt an der Mauer habe ich genug getan, mein Beitrag hatte sich damit erledigt.
Ja und Gilbert Wolzow, da kannst Du und Frank als supertolle, politisch einwandfreie gebildete Ex-Mitarbeiter noch so erstaunt sein, da muss dann wohl irgendwas schief gelaufen sein, vor der Überprüfung... Vielleicht war eurer Clan gar nicht so gut, wie es manche befürchtet haben?
Ich bin mir sicher, dass es so war, wie sonst hätte es Fahnenfluchten von Grenzern geben können...


furry hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#151

RE: Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 05.11.2012 19:38
von Fritze (gelöscht)
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heute jährt sich meine Einberufung in die Knollenburg PBG zum 27Mal.Wenn ich mich recht erinnere musste ich bereits um 0400 beim WKK sein ,da gings zu Fuss zum Bhf. und dann mit dem Zug nach NBG und weiter mit dem Zug über Wittstock nach PBG.Dort im Gleichschritt vom Bhf. zum Objekt.Waren schon so zeitig dort,daß wir schon zum Mittag (noch in Zivil)marschierten.Am Nachmittag gings dann zum Klamotten fassen.Zum Abendbrot im Trainingsanzug. Die Letzten im Zimmer kamen erst nach 2000.Nächster Morgen schon mit Frühsport.Und dieses Gebrülle "..panie Raustreten ! "Am Nachmittag (im Schwarzkombi )flog ich schon so richtig auf die Schnauze,weil uns ein OSL aufm Sportplatz rückwärts rennen ließ.Als ich meine schmerzende Birne hielt,kamen mir zum ersten Male die Gedanken : was soll das denn ? Nach 3 Tagen hatte ich mich dran gewöhnt,daß alles im Laufschritt ablief.Irgend ein FW definierte es so : " Geschwindigkeit ist wenn Arme und Beine eine rotierende Scheibe bilden und auf das Kommando "Halt"die Nase hörbar in den Beton einrastet." Im Laufe des Ausbildungslehrganges nahm ich auch folgerichtig 12 Kilo ab .


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#152

RE: Einberufung zu den GT - wie habt ihr es erlebt

in Mein Leben als DDR Grenzsoldat 05.11.2012 19:45
von DoreHolm | 7.692 Beiträge

Jaja, war schon manchmal heftig, der erste Monat bis zur Vereidigung. Aber wir haben´s überstanden. Glaube schon, daß das für so manch behütetes und verzärteltes Jüngelchen ganz gut war, insbes. auch mal nicht bei den Kleinigkeiten des Lebens (Knopf annähen, Kragenbinden waschen, Socken stopfen u.s.w.) auf Mutti zurückgreifen zu können. Naja, traf für mich nicht zu, war schon mit 16 raus in einem Lehrlingswohnheim.



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