#21

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 10:38
von Tine (gelöscht)
avatar

Hallo Alfred,

Zitat von Alfred
Tine,

woher stammen denn Deine Informationen aus dem Einleitungsbeitrag ?



habe ich im Absatz 2 meines Beitrages geschrieben.

Mit Gruß
Tine


nach oben springen

#22

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 10:39
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Tine
Hallo!

Ich würde mich freuen, wenn ich ernste Antworten oder Gedanken zu meinen Fragen bekommen würde.

Es ist nicht schön, dass einige, mit, deren Einbildung nach lustigen, Kurzeinwürfen, das Thema verlassen, zerreden und, meiner Meinung nach, auch noch lächerlich machen. Wen es nicht interessiert kann doch einfach still sein.

Danke und ich wünsche allen einen schönen Sonntag

Tine


Stimmt,wir kommen mal wieder vom Ursprungsthema ab und landen wo anders.



nach oben springen

#23

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 10:41
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Feliks D.

Zitat von Tine
Hallo!

Was hatten diese Leute für Vergünstigungen oder was für Zugeständnisse hat man denen gemacht? Was hat man denen eventuell auch nur versprochen und nicht gehalten, aber dadurch die Mitarbeit bei dem MfS erreicht?


Mit Grüßen
Tine



Versprechungen...Zugeständnisse...???

Ähhhh, Patriotismus, den Glauben an die gerechte Sache des Sozialismus, den Wunsch den Frieden und die Errungenschaften der Menschen in der DDR zu schützen.... wie wäre es damit?





Dann zurück zu deinem Thema


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 01.11.2009 10:41 | nach oben springen

#24

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 11:35
von glasi | 2.815 Beiträge

IM´s bei soldaten der nva. ich glaub es gibt nicht schlimmeres.. ein kamarad. mit dem mann alles teilt. mit dem mann marschiert, mit dem mann trinkt. und für was? für denn frieden? was soll das denn für einen sinn haben? gut das es sowas nicht bei uns gab.



nach oben springen

#25

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 11:49
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von glasi
IM´s bei soldaten der nva. ich glaub es gibt nicht schlimmeres.. ein kamarad. mit dem mann alles teilt. mit dem mann marschiert, mit dem mann trinkt. und für was? für denn frieden? was soll das denn für einen sinn haben? gut das es sowas nicht bei uns gab.



Ist schon klar glasi, der MAD gewinnt seine Informationen ausschließlich aus der Zeitung.



nach oben springen

#26

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 11:52
von westsachse | 464 Beiträge

Ich möchte dich ja gerne in deinem Glauben lassen. Aber meines Erachtens gibt es nirgendwo auf der Welt eine Armee, die ohne Geheimdienst funktioniert.

Gruß

westsachse


nach oben springen

#27

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 11:53
von dein1945 (gelöscht)
avatar

Zitat von glasi
IM´s bei soldaten der nva. ich glaub es gibt nicht schlimmeres.. ein kamarad. mit dem mann alles teilt. mit dem mann marschiert, mit dem mann trinkt. und für was? für denn frieden? was soll das denn für einen sinn haben? gut das es sowas nicht bei uns gab.



Ja glasi,
Du kannst dir vieles nicht vorstellen, aber irgentwo muste der Frieden ja gerettet werden, sei es auch am Stammtisch unter Kameraden, hätte ja einer den 3.WK auslösen können, da wollte die 2000 schon Bescheid wissen.


nach oben springen

#28

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 12:10
von Mongibella (gelöscht)
avatar

Zitat von glasi
IM´s bei soldaten der nva. ich glaub es gibt nicht schlimmeres.. ein kamarad. mit dem mann alles teilt. mit dem mann marschiert, mit dem mann trinkt. und für was? für denn frieden? was soll das denn für einen sinn haben? gut das es sowas nicht bei uns gab.



Jau Glasi, ich sach dir, so'n IM hätt sich dabei auch sowat von sch***e gefühlt und hätt wahrscheinlich nur noch am liebsten weglaufen wollen....les meine Geschichte....

Mara


nach oben springen

#29

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 12:24
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von glasi

gut das es sowas nicht bei uns gab.



glasi, fast kommt es mir vor, als würdest Du die Truppe nicht wirklich kennen.
Bereits 1959 umfasste die Warn- und Sichtkartei des MAD über 40 000 Personen.
Das Selbstverständnis des ersten Chefs des ASBw, Oberst Sellmayr, reichte so weit, dass er 400 000 Soldaten der BW als V-Leute verstand, weil diese dienstlich zur Meldung von jeglichen Verdachtsfällen gegen die Sicherheit der BW verpflichtet waren.
Für eine Sicherheitsüberprüfung bei der BW waren in den 1970er Jahren pro Geheimnisträger im Schnitt 25 Befragungen und Auskunftsrecherchen erforderlich, 5 000 Befragungen wurden allein vom ASBw monatlich vorgenommen. Darin nicht enthalten waren die Überprüfungen, die im Bereich der Rüstungswirtschaft anfielen. Der Anfall von Personenerkenntnissen über Unbeteiligte bei Sicherheitsüberprüfungen des MAD war und ist sicher noch beträchtlich. Bei der ursprünglich der geheim-nachrichtendienstlichen Abschirmung dienenden Sicherheitsüberprüfung legte der MAD auch rigoros sachfremde, nämlich politische Kriterien als Ausschließungsgründe für bestimmte Verwendungen der Überprüften zugrunde...



nach oben springen

#30

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 12:49
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

MAD http://www.mad.bundeswehr.de/portal/a/mad



In Antwort auf:
Zu seinen gesetzlichen Aufgaben gehören im Inland

die Sammlung und Auswertung von Informationen über Bestrebungen, die gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung, den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes gerichtet sind und
die Sammlung und Auswertung von Informationen über sicherheitsgefährdende oder geheimdienstliche Tätigkeiten für eine fremde Macht.



Hört sich auch nicht anders an oder? Aber sowas gibt es ja bei euch nicht.


@ Mara

EIn IM mußte keine Kameraden verraten.
Kameraden waren die Soldaten, die die gleichen Ziele und guten Absichten hatten. Beschloss jetzt ein Soldat, die Ziele des Sozialismus und des Friedens zu verraten und in den Westen abhauen, so verriet doch er seine Kameradschaft und seine Kameraden und schloß sich selbst aus ihrem Kreise aus. Diese Subbjekte zu erkennen und entsprechend zu melden, das waren die Pfichten des IM und damit stärkte er doch eher die Kameradschaft der anderen, indem er sie vor der subversiven Tätigkeit dieses Subjektes schützte.

Der wahre Kamerad hatte doch nichts zu befürchten, im Gegenteil der IM versuchte doch Schaden, bis zum Mord für die Fahnenflucht in den Westen, durch solche Subjekte von ihm abzuwenden.


Ist bei der Bundeswehr nicht anders, Kamerad ist nur wer nach deren Pfeife tanzt.

In Antwort auf:
Besondere Bedeutung hat die Kameradschaft in der soldatischen Gemeinschaft. Insbesondere bedeutet dies die Pflicht jedes Soldaten, seinem Kameraden unter allen Umständen – auch unter Lebensgefahr – beizustehen. Das besondere an der soldatischen Kameradschaft ist, dass sie nicht an persönliche Verbundenheit im Sinne von Freundschaft, Kumpanei o.ä. gebunden ist, sondern von jedem Soldaten als Dienstpflicht gefordert wird. Dies ergibt sich aus § 12 Soldatengesetz (SG). Ihre Regelungsbedürftigkeit ergibt sich daraus, dass sie sozial in einem Spannungsverhältnis zu einer anderen soldatischen Pflicht stehen kann, der des „Gehorsams“. Die Kameradschaft verpflichtet alle Soldaten, die Würde, die Ehre und die Rechte des Kameraden zu achten und ihm in Not und Gefahr beizustehen. Kameraden mit entsprechenden Rechten und Pflichten können nur Soldaten im Sinne des Soldatengesetzes sein.



Heißt ein Soldat der nicht dem Sinne des SG entspricht, z.B. weil ein sozialistisches Sytstem will und das aktuelle ablehnt (also wie unser fiktiver Ost Soldat), wird hier von der Kameradschaft ausgeschlossen. Im übrigen wird auch er dann sofort ein Fall für den MAD.

Wie sich doch die Verhältnisse gleichen, aufgeregt wird sich aber nur über die 2000er.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 01.11.2009 12:53 | nach oben springen

#31

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 12:59
von glasi | 2.815 Beiträge

ach merkur. erstmal kompliment.. du bist hier der größte teoretiker im forum.. das ich nicht jedes detail der bundeswehr kenne liegt daran weil es mich nicht immer intresiert hat. ich war mehr der praktische mensch. der im hier und heute gelebt hat. ich kann aber mit totaler sicherheit sagen das meine kompanie nicht vom mad unterwandert war. warum auch? einmal in den vielen vielen jahren tauchte der mad bei uns auf. und das nur weil jemand bei einer befragung falsche angaben gemacht hat. als letztes möchte ich zufügen das ich mich selbst als guter soldat gesehen habe. ich war mir für nichts zu schade. habe meine pflicht auf dem balkan und bei einsätzen im inland getan. meinen beitrag denn ich geschrieben habe ist so wie ich die bundeswehr live erlebt habe. lg glasi



nach oben springen

#32

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 13:11
von Mongibella (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.
EIn IM mußte keine Kameraden verraten.
Kameraden waren die Soldaten, die die gleichen Ziele und guten Absichten hatten. Beschloss jetzt ein Soldat, die Ziele des Sozialismus und des Friedens zu verraten und in den Westen abhauen, so verriet doch er seine Kameradschaft und seine Kameraden und schloß sich selbst aus ihrem Kreise aus. Diese Subbjekte zu erkennen und entsprechend zu melden, das waren die Pfichten des IM und damit stärkte er doch eher die Kameradschaft der anderen, indem er sie vor der subversiven Tätigkeit dieses Subjektes schützte.

Der wahre Kamerad hatte doch nichts zu befürchten.


Ist bei der Bundeswehr nicht anders, Kamerad ist nur wer nach deren Pfeife tanzt.



Hmmmm, aber nur, wenn der Soldat(IM) sich keine eigenen Gedanken macht und die Obrichkeit für ihn denken lässt....der Gewissenskonflikt war doch vorgeprogrammiert im Fall der individualen Betrachtung....ging mir jedenfalls so....

....wir sind uns ja einig, dat viel falsch gemacht wurde in diesem *sogenannten* Sozialismus....

Mara


nach oben springen

#33

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 13:20
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Zitat von Tine
Hallo!

Was hatten diese Leute für Vergünstigungen oder was für Zugeständnisse hat man denen gemacht? Was hat man denen eventuell auch nur versprochen und nicht gehalten, aber dadurch die Mitarbeit bei dem MfS erreicht?

Ich habe gerade in den letzten Wochen viel über diese Thema mit Verwandten, Kollegen und Freunden gesprochen und ich versuche mal die Vermutungen aufzuschreiben, die man heute ausspricht, wenn man darüber nachdenkt, wer in der Grenzkaserne, im Zug bzw. im Zimmer ein „Lauscher“ war.

Vermutung 1:

Einige Soldaten sind eher an die Grenze versetzt wurden wobei es sich wohl überwiegend um Kraftfahrer etc. gehandelt haben soll, die dann auch eher Postenführer wurden und damit auch mehr Geld bekamen.Vermutung 2:

Es wohnten einige Soldaten im GWD (Grundwehrdienst)in unmittelbarer Nähe bzw. in einer Entfernung zur Kaserne, die ein Kurzurlaub über das Wochenende möglich machte.

Vermutung 3

Einzelne schlugen während ihres GWD einige Male über die Stränge, z.B. Ausgangsüberschreitung bis zur Auslösung von Kompaniealarm, volltrunken in der Kaserne randaliert, ohne dass derjenige wirklich bestraft wurde. Das ging mit leichten Verwarnungen ab.

Vermutung 4

Leute mit einer auffälligen zivilen Vergangenheit, d.h. z.B. mit schwachkriminellen Taten, unsozialistischem Verhalten, um es mal vorsichtig zu umschreiben, die das auch da und dort erzählt haben. Taten sie das vielleicht um sich dadurch das Vertrauen zu erschleichen?
Einige von denen sollen noch dazu eine unterdurchschnittliche Intelligenz besessen haben, was eigentlich einer Verantwortung „an vorderster Front“ mit einer scharfen Waffe in der Hand nicht gerecht werden konnte.

Weiterhin gab es anscheinend Begünstigungen mit Urlaub, in angeblich dringenden Fällen, und Wohnungsvermittlung.

Wie seht ihr das und gibt es noch weitere Vermutungen, Überlegungen oder Erfahrungen?

Es sind sicher Leute auch erpresst wurden um sie zum IM zu machen, da muss man differenzieren. Wer es aus egoistischen Gründen machte, um sich Vorteile zu verschaffen, kann sicher nicht auf Verständnis hoffen.

Können wir darüber reden, ohne diese Menschen nun an den Pranger zu stellen und sie fertig zu machen? Melden sich vielleicht sogar Leute zum Thema die es heute bereuen, Berichte über Kameraden abgegeben zu haben aber sich hier und jetzt offen der Thematik stellen und etwas zur Aufarbeitung beitragen?

Ich bitte um ausgewogene ehrliche Beiträge mit Anstand und Sachlichkeit.

Mit Grüßen
Tine




Hallo Tine,
um mal auf deine Vermutungen zurück zu kommen.
Ich kann nur für den roten Text sprechen.
Ich bin auch ca. 4 Wochen eher an die Grenze gekommen, wie einige anderen auch.
Klar gab es dann glaube ich auch einen Grenzzuschlag.
Weis ich aber nicht mehr genau.
Dann bin ich noch etwas eher Postenführer geworden, was noch mal 4 Wochen eher 50 Mark bedeutete.
3 Monate an der Grenze hatte ich einen Hauptmann als Chef der rote Schulterstücke trug und in meiner doch recht umfangreichen Akte bei der Firma wurde fast nur gutes über mich geschrieben.
Trotzdem bin ich nie gefragt worden, ob ich bei meinen Kameraden den Spitzel machen möchte oder soll.
Ich hatte meine Ansichten, die auch nicht mit Kritik geizten wenn es angebracht war, aber ich war kein ständiger Meckerer genau so wie ich auch nicht alles schön geredet habe.
Nach welchen Kriterien IM`s ausgewählt wurden weis ich nicht.
Ich hätte theoretisch ein Kandidat sein können.

Durch diese wissendliche Anwesenheit solcher Leute war das Verhältnis untereinander auch nicht immer so, wie es allzu gern dargestellt wird.
Vieles war einfach auch nur Fassade oder Selbstschutz.
Schon die Unkenntnis darüber, wer denn nun der Spitzel ist brachte nat. eine große Vorsicht mit sich.
Nicht zu vergessen ist dabei nat. auch, das nicht alle an der Grenze getöteten Soldaten von den ja so bösen Kapitalisten getötet wurden.
Man soll auch nicht vergessen, dass genug Mörder aus den eigenen Reihen kamen.
So jetzt mach ich erstmal Schluss.
So lange Beiträge lesen sowieso die wenigsten.
Um aber noch mal zum Anfang zu kommen.
Nicht jeder, der z.B. eher an die Grenze kam war automatisch IM (ich war es jedenfalls nicht)

Aber ich will da nicht meine Hand für alle ins Feuer legen.
All zu leicht verbrennt man sich dabei.

Bis später dann mal sagt der


Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#34

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 13:34
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von glasi
ach merkur. erstmal kompliment.. du bist hier der größte teoretiker im forum.. das ich nicht jedes detail der bundeswehr kenne liegt daran weil es mich nicht immer intresiert hat. ich war mehr der praktische mensch. der im hier und heute gelebt hat. ich kann aber mit totaler sicherheit sagen das meine kompanie nicht vom mad unterwandert war. warum auch? einmal in den vielen vielen jahren tauchte der mad bei uns auf. und das nur weil jemand bei einer befragung falsche angaben gemacht hat. als letztes möchte ich zufügen das ich mich selbst als guter soldat gesehen habe. ich war mir für nichts zu schade. habe meine pflicht auf dem balkan und bei einsätzen im inland getan. meinen beitrag denn ich geschrieben habe ist so wie ich die bundeswehr live erlebt habe. lg glasi



Woher nimmst du diese Sicherheit, hast du Akteneinsicht beantragt? Ach halt, sowas gibt es ja beim MAD noch nicht. Ist wohl der Sinn des MAD nicht allzu öffentlich in Erscheinung zu treten oder hast du da andere Informationen?

Woher wußten die denn das er falsche Angaben gemacht hat? Heißt doch nichts anderes, als das die euch auch alle überprüfen!


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
nach oben springen

#35

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 14:22
von glasi | 2.815 Beiträge

halo feliks.. ich war wie ich schon sagte nie der große statege oder teoritiker. ich schreibe nur so wie ich es erlebt habe. es gab wo ich zum bund kamm eine sicherheitsüberprüfung. die war aber total für denn a..........sch. mann muste ein parr fragen beantworten. zb haben verwante oder freunde im komonitischen ausland. waren oder reisen sie ins k. ausland ich habe alles mit NEIN angekreutzt. das wars für mich. jetzt gab es einen lustigen kamaraden der aus spaß alles mit JA angegeben hat. es dauerte 2 tage. ich hatte uvd. und vor meinem fenster standen 2 männer in zivil. sie verweigerten sich mir sich auzuweisen. sie wollten meinen hauptmann sprechen. denn rief ich dann an und er kamm zur uvd stube. nach einem kurzen gespräch verschwanden sie in seinem büro. dann rief mich der hauptmann an ich sollte denn soldaten X von der übungswiese holen. das machte ich auch. und die beiden männer verschwanden mit dem soldaten X in unserem tv raum. nach einer halben stunde kammen sie wieder raus und der soldat ging wieder zur ausbildung. ich denke mal es kamm alles raus das das nur blödsinn war. ich kann mir aber gut vorstellen das der mad sich denn jungen nach dem gespräch sehr genau noch angeschaut hat. was ich sagen will der mad hat nur bei uns in der kompanie eingegriefen weil wir ihn aus blödsinn aufmerksam gemacht haben. was ich aber total ausschließen kann ist das sowas wie im ´s unter mannschaften nicht gab. warum ich mir sicher bin. MENSCHENKENTNIß. unt wir hatten meinungsfreiheit. das war jetz so wie ich es erlebt habe. in der praxis. lg glasi



nach oben springen

#36

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 19:11
von Merkur | 1.018 Beiträge

[quote="glasi"]ach merkur. erstmal kompliment.. du bist hier der größte teoretiker im forum.. das ich nicht jedes detail der bundeswehr kenne liegt daran weil es mich nicht immer intresiert hat. ich war mehr der praktische mensch. der im hier und heute gelebt hat. ich kann aber mit totaler sicherheit sagen das meine kompanie nicht vom mad unterwandert war. warum auch? einmal in den vielen vielen jahren tauchte der mad bei uns auf. und das nur weil jemand bei einer befragung falsche angaben gemacht hat. /quote]


glasi,
ich sehe die Dinge hauptsächlich im Gesamtzusammenhang. Die Sichtweise auf eine Kompanie bezogen ergibt keinen komplexes Bild. Auch wenn der MAD nur einmal offiziell in der Kompanie in Erscheinung getreten ist, wie von Dir geschildert, heißt das nicht, dass er ansonsten untätig gewesen sein muss.



nach oben springen

#37

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 19:53
von manudave (gelöscht)
avatar

@Merkur

Ich bitte auf das Thema des Threads zu achten.


nach oben springen

#38

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 20:00
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von manudave
@Merkur

Ich bitte auf das Thema des Threads zu achten.



Das mache ich doch glatt...



nach oben springen

#39

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 20:48
von Mike59 | 7.963 Beiträge

Zitat von Tine
Hallo!

Was hatten diese Leute für Vergünstigungen oder was für Zugeständnisse hat man denen gemacht? Was hat man denen eventuell auch nur versprochen und nicht gehalten, aber dadurch die Mitarbeit bei dem MfS erreicht?

Ich habe gerade in den letzten Wochen viel über diese Thema mit Verwandten, Kollegen und Freunden gesprochen und ich versuche mal die Vermutungen aufzuschreiben, die man heute ausspricht, wenn man darüber nachdenkt, wer in der Grenzkaserne, im Zug bzw. im Zimmer ein „Lauscher“ war.

Vermutung 1:

Einige Soldaten sind eher an die Grenze versetzt wurden wobei es sich wohl überwiegend um Kraftfahrer etc. gehandelt haben soll, die dann auch eher Postenführer wurden und damit auch mehr Geld bekamen.

Vermutung 2:

Es wohnten einige Soldaten im GWD (Grundwehrdienst)in unmittelbarer Nähe bzw. in einer Entfernung zur Kaserne, die ein Kurzurlaub über das Wochenende möglich machte.

Vermutung 3

Einzelne schlugen während ihres GWD einige Male über die Stränge, z.B. Ausgangsüberschreitung bis zur Auslösung von Kompaniealarm, volltrunken in der Kaserne randaliert, ohne dass derjenige wirklich bestraft wurde. Das ging mit leichten Verwarnungen ab.

Vermutung 4

Leute mit einer auffälligen zivilen Vergangenheit, d.h. z.B. mit schwachkriminellen Taten, unsozialistischem Verhalten, um es mal vorsichtig zu umschreiben, die das auch da und dort erzählt haben. Taten sie das vielleicht um sich dadurch das Vertrauen zu erschleichen?
Einige von denen sollen noch dazu eine unterdurchschnittliche Intelligenz besessen haben, was eigentlich einer Verantwortung „an vorderster Front“ mit einer scharfen Waffe in der Hand nicht gerecht werden konnte.

Weiterhin gab es anscheinend Begünstigungen mit Urlaub, in angeblich dringenden Fällen, und Wohnungsvermittlung.

Wie seht ihr das und gibt es noch weitere Vermutungen, Überlegungen oder Erfahrungen?

--------------------
Keine Ahnung wie du zu dieser Aufstellung gekommen bist.

Fakt ist - das jeder von dem Gummiohr in seiner Gruppe wußte. Wie hatte hier im Forum mal einer geschrieben " so lange ich mich auf dem Boden des Grundgesetzes bewege habe ich kein Problem damit wenn meine Gespäche mitgehört werden - ich habe nichts zu verbergen" Ich denke und dachte schon immer so. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist und ich muß meinem Boss sagen er ist ein A....loch. Dann mache ich das [quote]auch heute

noch so.
In einer GK haben alle auf so engen Raum gelebt, da wären Vergünstigungen extrem schnell aufgefallen, ich habe so etwas bei uns nicht gesehen(10 Dienstjahre). Die GWD die aus der näheren Umgebung gekommen sind, waren sehr dünn gesäht und unter besonderer Beobachtung der Truppe.
Was ist eigentlich schwach kriminell ?? Etwa so wie etwas schwanger?


nach oben springen

#40

RE: IM’s unter den Soldaten und Gefreiten

in Grenztruppen der DDR 01.11.2009 21:15
von maja64 (gelöscht)
avatar

Vermutung 2 trifft auf mich zu.War einziger GWDler auf der GK aus dem Bezirk Suhl.Nützte mir aber trotzdem nichts,habe auch nur aller 10-12 Wochen einen VKU bzw. EU geniessen dürfen.
Auch aus dem Grund heraus das FJS es gerade zu dieser Zeit einfiel der DDR einen Millardenkredit zu organisieren,die mit den Abbau der Minen bzw. SM70 verbunden war.Das bedeutete für uns da vorne noch mehr S..kgang als sonst schon.Auch ein zarter Versuch meinerseits mal einen Sonderurlaub zu erhalten (Schuleinführung meines Neffen)wurde milde belächelt.




Gruß vom (kalten und nebeligen) Rennsteig


nach oben springen



Besucher
25 Mitglieder und 72 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: weber-thum@web.de
Besucherzähler
Heute waren 2890 Gäste und 154 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14367 Themen und 557828 Beiträge.

Heute waren 154 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen