#41

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 27.10.2009 19:53
von Danny_1000 | 166 Beiträge

Zitat von Rainman2

Zitat von Alfred
Augenzeuge,

Du hast von MILITÄR wenig oder keine Ahnung.

Wenn die DDR - Staatsführung - gewollt hätte, wäre es 1989 keine Problem einiges militärisch zu lösen.


Hallo Alfred,

mag sein, dass ich von Militär auch wenig oder keine Ahnung habe. Aber analysieren wir doch mal kurz die Optionen zum militärischen Eingreifen:
1. Vor dem 04.11.1989?
Unrealistisch. Es lag kein wirklicher Grund vor, Militär einzusetzen. Die Maßnahmen, die mit militärischen Mitteln zu realisieren waren (Grenzen zu allen Nachbarstaaten dicht machen), waren in Gang gesetzt. Für alles andere schien die "innere Sicherheit" gewappnet. Die Partei- und Staatsführung wähnte sich auf einem Kurs der Erneuerung. Alles dort wartete auf die Tagung des ZK der SED und deren Ergebniss.
2. Nach dem 04.11.1989 und vor dem 09.11.?
Nach einer friedlichen Großdemo mit fast einer Million Menschen, die deutlich zeigten, wie es mit der Haltung um die Führung im Lande bestimmt ist? Gerade nach diesem Ereignis wäre es schwer geworden Dienstgrade aller Stufen mit dem Befehl vorzuschicken, gegen diese Bewegung im ganzen Volk loszugehen. Der 04.11. wurde selbst in Offizierskreise als eine Art Befreiungsschlag empfunden.
3. Nach dem 09.11.?
Selbst Stechbarth ließ gegenüber Kessler erkennen, dass er einem Befehl, Truppen in Marsch zu setzen, unter Umständen nicht Folge leisten würde. Die Armee war zu diesem Zeitpunkt in erhöhter Gefechtsbereitschaft. Aber ich kenne eine Reihe Offiziere aus dieser Zeit, die sich zu diesem Zeitpunkt gegen eine Lösung durch Gewalt gestellt hätten. Von Soldaten, die den Dienst an der Waffe in so einem Moment verweigert hätten, will ich noch nicht mal reden. Ob dieser Widerstand stattgefunden hätte oder ob er zur Verhinderung staatlicher Gewaltanwendung gereicht hätte, ist Kaffeesatzleserei. Dies sind lediglich meine Eindrücke dieser Tage.

Aber, wie schon gesagt, vielleicht habe ich da auch keine Ahnung.

ciao Rainman



Eine brillante Analyse !

Gruß
Daniel


Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst !
(Voltaire frz. Philosoph 1694 - 1778)
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#42

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 27.10.2009 20:14
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Zitat von Patriot
Günther Schabowski ist mit dem 9.November zur bekannten geschichtliche Figur geworden, das wars aber auch, denn leider mutierte er nachdem zum ersten großen "Wendehals" der untergegangenen DDR. Ich selbst war ja nie auf einer Bezirksparteischule oder in der Kaderschmiede am Bogensee, weiß aber von Teilnehmern, daß Günther da immer mit flammendem Herzen den Sozialismus verteidigt hat. Die letzten Jahre hat er hier in Berlin und herum mit Frank Steffel und dem Pfarrer Eppelmann Wahlkampf für die CDU gemacht, leider hats auch in diesem Jahr nicht viel gebracht. Im Westen wählt die Stadt rechtsbürgerlich und im Osten überwiegend linksdemokratisch. Weiß eigentlich jemand wieviel man an ca. einem verkauften Buch verdient? Hätte ich am Sonnnabend auch gleich den Krenz fragen können.



Also ich gönnne ihm die Euros! Wer sich so vorbehaltlos in Frage stellt, wie Günther Schabowski, gewinnt bei mir eher, als olle Egon mit seinem peinlichen Briefchen...


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#43

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 27.10.2009 20:19
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Über den Brief von Egon Krenz an Bundespräsident Köhler wurde ja nun schon einiges geschrieben. Die Ursache des Briefes wurde jedoch bisher kaum beleuchtet.

War der Brief denn nun gerechtfertigt bzw. gab Köhlers Rede ausreichend Anlass dazu ihn zu schreiben? Ich denke ja.

Gruß
Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#44

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 27.10.2009 20:21
von Heldrasteiner (gelöscht)
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"Wir haben fast alles falsch gemacht" habe ich auch gelesen.
Und ich frage mich, wie man sich derart wenden kann...
Vom Agitator zum Revolutionär oder was?


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#45

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 27.10.2009 20:24
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Zitat von Patriot
Günther Schabowski ... Ich selbst war ja nie auf einer Bezirksparteischule oder in der Kaderschmiede am Bogensee, weiß aber von Teilnehmern, daß Günther da immer mit flammendem Herzen den Sozialismus verteidigt hat. ...


Hallo Patriot,

da ich auf einer Kaderschmiede der Partei war (Militärpolitische Hochschule) kann ich diese Aussage bis einschließlich zum Jahr 1989 ohne Einschränkung bestätigen. Bei uns ist er auch aufgetreten für "revolutionäre Wachsamkeit" und so ...

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#46

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 27.10.2009 20:24
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Zitat von Sonny

Zitat von Alfred
Wenn die DDR - Staatsführung - gewollt hätte, wäre es 1989 keine Problem einiges militärisch zu lösen.



Das ist noch die Frage. In Rumänien wollte die Staatsführung die Proteste ja niederschlagen --- doch das Militär verweigerte den Gehorsm und stellte sich auf die Seite des Volkes. Auch die NVA hätte sich notfalls so verhalten können --- seien wir froh, daß sich diese Frage in der DDR dann gar nicht erst gestellt hat.

-----

Noch ein paar allgemeine Anmerkungen zum Thema (auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen): Ich halte es für völlig legitim, daß Egon Krenz einen solchen Brief an den Bundespräsidenten schreibt, ebenso wie ich prinzipiell kein Problem damit habe, daß bestimmte Leute die DDR verteidigen, verklären, wiederhaben wollen. Unser demokratischer Rechtsstaat sollte so stark sein, dies auszuhalten --- dies unterscheidet ihn ja nicht zuletzt von einer Diktatur wie der DDR.




Diese Zeilen von @Sonny sprechen mir irgendwie voll aus dem Herzen, möchte sie deshalb für ein eigenes kurzes Statement nutzen.
Ich finde nämlich auch wir im Forum sollten "manchmal" so stark sein diesen "geballten Blödsinn" der da mit "Schrotflinten" oder soll ich "Stalinorgeln" sagen, über unsere Köpfe verteilt wird, einfach mal so stehen zu lassen.

Ich für meinen Teil genehmige mir einfach hin und wieder die mir eh schon zugesprochene "Wessi-Arroganz und Intoleranz" und sitze wie einst unser Alt-Bundeskanzler Dr. Helmuth Kohl in seinen besten Tagen, die dreisten Versuche aus der DDR-Diktatur im Nachhinein das Ursprungsland der Menschenrechte zu machen, mit einem gleichgültigen Lächeln über alle vier Backen aus.

Bitte, ich will hier keine Verschwörungstheorien aufstellen, aber für mich ist die Methode mit der hier das "öffentliche Erscheinungsbild" des Forums "manipuliert und verfälscht" werden soll klar und deutlich Erkennbar. Das Verfahren wiederholt sich nämlich ständig und andauernd. Erst wird der Meute ein vermeintlich "sachlicher" Text vorgeworfen und im Anschluß daran wird über Punkt und Komma gestritten bis die Fetzen fliegen. Spätesetns nach der zweiten Antwort auf ein Thema, spielt die "Botschaft" des Textes kaum noch eine Rolle, dann geht es nur noch darum wer den "rethorisch" klügsten Spruch abgibt und wem es besser gelingt den Gegenüber so zu "provozieren", dass dieser sich unwillkürlich entweder dem Fair-Team oder der allgemeinen Belustigung zur Schau stellt. Sollte man wider Erwarten selbst mal in die Ecke getrieben werden, verabschiedet man sich einfach ohne großes Aufheben in den nächsten Thread. (Aktuelles Beispiel: Wenn ich nicht irre bestehen zu disem Grenzertreffen jetzt mittlerweile drei Threads?)

Für mich habe ich erkannt, dass es "bestimmten" Usern (ich spreche natürlich ganz bewusst Niemanden persönlich an) nicht im Enferntesten auf eine sachliche "fachlich fundierte" Aufarbeitung der DDR-Historie ankommt, wie diese in jedem zweiten Satz immer wieder vorgeben, sondern einzig und allein darum ihre abgehalfterte "Weltanschauung" als das Modell der Barmherzigkeit zu verkaufen. Aber nochmal, viele Dinge die hier abgelassen werden sehe ich als "geistigen Furz", dessen Gestank mich gar nicht berührt, weil er in einer Welt abgelassen wurde die schon lange nicht mehr existiert.

Euer geschätzter Genosse Egon Krenz hat doch gerade eben von 1 Mio. Demonstranten gestammelt, die anscheinend gegen den Widerstand von 15 Mio. "Linientreuen" den Bock umgeschmissen haben. Ihr seht euch doch tatsächlich als die verkauften und verratenen "Anwälte" dieser 15 Mio. an, stimmts? Aber bitte, holt euch doch erst mal das Mandat dieser 15 Mio. ab, bevor ihr euch anmaßt in deren Namen zu sprechen.

Die vielen Rechtschreibfehler dürfen für einen guten Zweck versteigert werden


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#47

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 27.10.2009 20:29
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Zitat von Rainman2

Zitat von Patriot
Günther Schabowski ... Ich selbst war ja nie auf einer Bezirksparteischule oder in der Kaderschmiede am Bogensee, weiß aber von Teilnehmern, daß Günther da immer mit flammendem Herzen den Sozialismus verteidigt hat. ...


Hallo Patriot,

da ich auf einer Kaderschmiede der Partei war (Militärpolitische Hochschule) kann ich diese Aussage bis einschließlich zum Jahr 1989 ohne Einschränkung bestätigen. Bei uns ist er auch aufgetreten für "revolutionäre Wachsamkeit" und so ...

ciao Rainman




Ist doch ok. Nach der Wende hat er seine Ansichten langsam verändert. Das geht jetzt soweit, daß er mit sich selbst hart ins Gericht geht. Ist doch Klasse!


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#48

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 01:33
von Patriot (gelöscht)
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@Ari@D187, die eigenartige Rede des Bundespräsidenten, der ungesicherte Aussagen eines Ortsfremden wiedergibt, hat das Faß zum Überlaufen gebracht. Sicherlich hat sein Redenschreiber eins auf den Deckel bekommen und zumindestens im sächsich-thüringischen MDR hat man ja schon am nächsten Tag zurück gerudert. Krenz selber sagt sinngemäß, daß er eigentlich nur deshalb an die Öffentlichkeit gegangen ist, weil der Medienüberfluß zum Thema DDR in diesem Jahr nicht wie sonst üblich seine Höhepunkte im August und dann dem November fand, sondern ab Jahresbeginn einem Dauerfeuer gleicht. Und weiterhin, daß 40 Jahre DDR reduziert werden auf einen 17. Juni, den 13. August und die Grenzöffnung am 9.November. Das sind dann nur Zerrbilder, die bei einer so beschnittenen Sichtweise entstehen und die natürlich bei den ehemaligen Bewohnern auf mehr oder weniger starken Widerspruch stoßen. Sonderbar und da zerbrechen sich auch westdeutsche Politiker, Psychologen, Soziologen und sonstige Fachleute die Köpfe, daß die Ostdeutschen jede leise Kritik an ihrem gelebten Staat und insbesondere aus einem westdeutschen Mund vorgebracht, eigenartigerweise immer auf sich selbst beziehen. Es gibt seit 20 Jahren keinerlei alte Systemzwänge mehr, niemand wird zum Eichhörnchen gemacht (daß ist ein Fuchs nach einem Parteiverfahren) und trotzdem je mehr medial geschossen wird, um so höher wächst die gedankliche Mauer. Wird hier teile und herrsche vorgeführt? Ich selbst habe mich in den Mittneunzigern immer gewundert, wenn ich einen Altbundesbürger traf, der stolz zugab noch nie im wilden Osten gewesen zu sein. Diese Aversionen trifft man immer mehr jetzt hier an und leider auch bei der jungen Generation, die ja nach! der Wende geboren ist. Und auch zuletzt die Wahlbeteiligung der älteren Generation ist Beweis des Scheiterns der Politik. Dennoch bleibe ich Patriot.


zuletzt bearbeitet 28.10.2009 01:40 | nach oben springen

#49

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 04:18
von Nomex | 254 Beiträge

Zitat von Wolfgang B.
Ihr seht euch doch tatsächlich als die verkauften und verratenen "Anwälte" dieser 15 Mio. an, stimmts? Aber bitte, holt euch doch erst mal das Mandat dieser 15 Mio. ab, bevor ihr euch anmaßt in deren Namen zu sprechen.


Naja, aber wir leben mit den 15 Mio (bzw was noch übrig geblieben ist) zusammen, und was du da hörst ist nicht wirklich druckreif. Ich selbst war ja bis 85 bei den GT und damals auch noch vom Sozialismus überzeugt. Wärend des Studiums (bis 88) habe ich aber den Wandel in breiten Teilen der Bevölkerung (vor allem der mit einem etwas höheren IQ)schon miterlebt und mich damit indentifiziert. Als Studenten der Energiewirtschaft war uns schon klar das da Sachen ablaufen die so früher oder später ins Nirvana führen werden. Eine Veränderung war abzusehen. Das die dann so schnell kam hat natürlich keiner vorausgesehen.

Ich denke selbst die damals Beteiligten wurden von der Dynamik der Ereignisse überfahren. Und das waren in der Regel keine Dummen.

Die ersten Wahlen haben (und das nur meiner Meinung) gezeigt, das nicht die diese Wahlen gewonnen haben die die besten Absichten hatten, sondern die welche "blühende Landschaften" versprochen haben. Okay das ist dann ja auch so gekommen, da wo die Leut früher Arbeit hatten blüht heute das Unkraut.

Ich persönlich bin relativ froh das es so ist, wie es heute ist. Dieses Auseinanderdividieren der Deutschen hat mir schon immer gestunken. Dazu kannte ich zu viele aus beiden Staaten. Gerade aus diesem Grund bin ich immer angepis... wen pauschal die DDR als das Böse, die Kommunisten, ....und und und dargestellt werden. Es gab 15 Mio, die in diesem Land gelebt haben und es als ihre Heimat bezeichnen. Das da Sachen schei.. waren wissen wir selbst, das mus man uns doch nicht immer wieder vorhalten. Aber wir haben da gelebt, geliebt und ge.....

Zitat von Wolfgang B.
Spätesetns nach der zweiten Antwort auf ein Thema, spielt die "Botschaft" des Textes kaum noch eine Rolle

In dem Satz stimme ich dir vorkommen zu. Ich gehe sogar soweit zu fordern wir sollten uns mit dem Sinn der Texte auseiandersetzen, nicht unbedingt mit dem Verfasser.

Zitat von Wolfgang B.
"Wessi-Arroganz und Intoleranz"

Ich gehe mal davon aus, das dies polemisch gemeint ist. Leider gibt es aber Leute, die dies praktiziern, zum Glück werden die aber immer wenniger. Ich gehe mal so weit, das dies immer von IQ dessen abhängt der das praktiziert und von dem der davon Betroffenen.

Das wir die jungere Geschichte aufarbeiten können halte ich schicht weg für vermessen. Das werden die nachfolgenden Generationen für uns entscheiden. Wenn ich daran denke, wie der Übergang vom Feudalismus zum Kapitalismus stattgefunden hat, mit Guillotine usw., sind wir in der jetzigen Umbruchsphase doch noch recht gut weggekommen. Stellt sich für mich nur die Frage: Welche wird die nächste Gesellschaftsordnung sein?

Gruß Nomex

PS: Ich hoffe ich konnt meine Ansicht verständlich rüber bringen. Keine Glorifizierung der DDR, aber Anerkennung der Menschen die dort gelebt haben.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Nach der Schlacht ist jeder General"


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Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#50

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 09:19
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Wolfgang, du alter Freiburger, wie hattest du einmal in einem deiner Texte an einen Uhser geschrieben: " Nenn doch mal Ross und Reiter",nenn Namen und rede nicht um den heißen Brei drumrum, das füge ich jetzt an, aber du hast ja schon einigermaßen Klartext geredet.
Wir sind wohl alle sehr unterschiedlich aufgewachsen und meine persönliche Meinung: " Da wächst nie was zusammen, zumindest nicht in unserer Generation, dafür sind die Erfahrungen zu gegensätzlich....gewesen.
Aber, jetzt ein Aber,die handelnden Personen von damals mit neu hinzugekommenen Interessierten von heute, wir setzen uns über diese vergangene Zeit ganz gut auseinander, mit Hilfe dieses Forum hier.
Das ist Fortschritt, ein enormer Fortschritt und denke ich so zurück, gehe einmal in die Geschichte, und da kann mir jetzt gern mal einer helfen und dazu stelle ich eine interessante Frage.
" Gab es nach 1945 ähnliche Diskussionsgruppen, so zwischen den Juden, Angehörigen der SS und ihren Einsatzgruppen,KZ- Häftlingen und ihren Wächtern, Opfern und Tätern,dem gemeinen Blockwart und dem, den er denuziert hatte,Junker und Neubauer, Kommunisten und Antikommunisten,Angehörigen der Wehrmacht und der Roten Armee, ihren Partisanengruppen und, und, und....?"
Das ist doch eine gute Frage, das müsst ihr zugeben.
Und den ersten Einwand, den bringe ich gleich selbst: " Damals, ja damals gab es noch kein Internet!"
Aber es gab Sääle, Versammlungsräume, etc!
Und Jeder, aber auch Jeder hatte einen Mund zum Reden!

Gruß Rainer- Maria


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#51

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 09:30
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Wolfgang, du alter Freiburger, wie hattest du einmal in einem deiner Texte an einen Uhser geschrieben: " Nenn doch mal Ross und Reiter",nenn Namen und rede nicht um den heißen Brei drumrum, das füge ich jetzt an, aber du hast ja schon einigermaßen Klartext geredet.
Wir sind wohl alle sehr unterschiedlich aufgewachsen und meine persönliche Meinung: " Da wächst nie was zusammen, zumindest nicht in unserer Generation, dafür sind die Erfahrungen zu gegensätzlich....gewesen.
Aber, jetzt ein Aber,die handelnden Personen von damals mit neu hinzugekommenen Interessierten von heute, wir setzen uns über diese vergangene Zeit ganz gut auseinander, mit Hilfe dieses Forum hier.
Das ist Fortschritt, ein enormer Fortschritt und denke ich so zurück, gehe einmal in die Geschichte, und da kann mir jetzt gern mal einer helfen und dazu stelle ich eine interessante Frage.
" Gab es nach 1945 ähnliche Diskussionsgruppen, so zwischen den Juden, Angehörigen der SS und ihren Einsatzgruppen,KZ- Häftlingen und ihren Wächtern, Opfern und Tätern,dem gemeinen Blockwart und dem, den er denuziert hatte,Junker und Neubauer, Kommunisten und Antikommunisten,Angehörigen der Wehrmacht und der Roten Armee, ihren Partisanengruppen und, und, und....?"
Das ist doch eine gute Frage, das müsst ihr zugeben.
Und den ersten Einwand, den bringe ich gleich selbst: " Damals, ja damals gab es noch kein Internet!"
Aber es gab Sääle, Versammlungsräume, etc!
Und Jeder, aber auch Jeder hatte einen Mund zum Reden!

Gruß Rainer- Maria





Hallo RMR!

Interessante Frage. Muß man erstmal die Frage stellen: welchen Hintergrund hatten die Deutschen von 1945? Welchen Hintergrund hatten wir 1989? Welchen Hintergrund haben wir heute?

Die Deutschen von 1945 hatten nichts zu fressen. Wenn sie aus dem Osten kam, waren Teile der eigenen Familie totgeschlagen. Und man hatte die nächsten Jahre damit zu tun, schlicht zu überleben. Später ging man daran, langsam eine neue Existenz zu errichten. Und dann war´s schon 1955.

Verhärtete, verbitterte Menschen auf allen Seiten. Die jüdischen Deutschen sowieso. Und die nichtjüdischen Deutschen ebenfalls. Hauptaufgabe nach der Sicherung des Lebens (und später:) der Existenz war dann schließlich, aus den Kindern etwas zu machen. Sie in eine bessere Zukunft zu schicken. Und dann tobte ja auch schon der Konflikt der Sieger, in dem man sich irgendwie einrichten mußte. Und durch den die Familien (die überlebt hatten) schon wieder auseinandergerissen wurden.

So. Diskutieren? Arrangieren?

Ich sage mal: das ist ein Luxusproblem von uns satten, vollgefressenen Maden....

(...ich wollte damit Niemanden beleidigen.... )


zuletzt bearbeitet 28.10.2009 09:32 | nach oben springen

#52

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 09:34
von exgakl (gelöscht)
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Gab es nach 1945 ähnliche Diskussionsgruppen, so zwischen den Juden, Angehörigen der SS und ihren Einsatzgruppen,KZ- Häftlingen und ihren Wächtern, Opfern und Tätern,dem gemeinen Blockwart und dem, den er denuziert hatte,Junker und Neubauer, Kommunisten und Antikommunisten,Angehörigen der Wehrmacht und der Roten Armee, ihren Partisanengruppen und, und, und....?"
Das ist doch eine gute Frage, das müsst ihr zugeben.
Und den ersten Einwand, den bringe ich gleich selbst: " Damals, ja damals gab es noch kein Internet!"
Aber es gab Sääle, Versammlungsräume, etc!
Und Jeder, aber auch Jeder hatte einen Mund zum Reden!
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Hinkt denn der Vergleich nicht ein wenig? Was hat denn nun der Brief von Krenz mit der geschichtlichen Auseinandersetzung des 2. WK zu tun? Sicher blieb die aus, wobei ich mir nicht wirklich einzuschätzen wage, wie man sich selbst zu damaliger Zeit verhalten hätte. Ansonsten soll Krenz doch Briefe schreiben wann und wohin er will. Wer hat heute noch was davon, wenn er sich vor die ehemaligen AGT stellt und deren Arbeit lobt?
Danke Herr Krenz! Ich diente der........


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#53

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 09:41
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Frontstadtkämpfer, das ging ja schnell, die erste Antwort in der Runde aber der Talkmaster Rainer- Maria muss sich erst mal ausklinken, sonst bekomme ich Ärger mit meinem Eheweib und dem langen Zettel der Erledigungen.
Sie meinte vor kurzem: " Ihr alten Knaben seid doch schon süchtig".
Ich meinte: " Ist doch gut so, so kommen wir wenigstens nicht auf dumme Gedanken!"
Bis dann, so gegen 13.00 Uhr

Gruß Rainer- Maria


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#54

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 09:47
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Zitat von Nomex

Zitat von Wolfgang B.
Ihr seht euch doch tatsächlich als die verkauften und verratenen "Anwälte" dieser 15 Mio. an, stimmts? Aber bitte, holt euch doch erst mal das Mandat dieser 15 Mio. ab, bevor ihr euch anmaßt in deren Namen zu sprechen.


Naja, aber wir leben mit den 15 Mio (bzw was noch übrig geblieben ist) zusammen, und was du da hörst ist nicht wirklich druckreif. Ich selbst war ja bis 85 bei den GT und damals auch noch vom Sozialismus überzeugt. Wärend des Studiums (bis 88) habe ich aber den Wandel in breiten Teilen der Bevölkerung (vor allem der mit einem etwas höheren IQ)schon miterlebt und mich damit indentifiziert. Als Studenten der Energiewirtschaft war uns schon klar das da Sachen ablaufen die so früher oder später ins Nirvana führen werden. Eine Veränderung war abzusehen. Das die dann so schnell kam hat natürlich keiner vorausgesehen.

Ich denke selbst die damals Beteiligten wurden von der Dynamik der Ereignisse überfahren. Und das waren in der Regel keine Dummen.

Die ersten Wahlen haben (und das nur meiner Meinung) gezeigt, das nicht die diese Wahlen gewonnen haben die die besten Absichten hatten, sondern die welche "blühende Landschaften" versprochen haben. Okay das ist dann ja auch so gekommen, da wo die Leut früher Arbeit hatten blüht heute das Unkraut.

Ich persönlich bin relativ froh das es so ist, wie es heute ist. Dieses Auseinanderdividieren der Deutschen hat mir schon immer gestunken. Dazu kannte ich zu viele aus beiden Staaten. Gerade aus diesem Grund bin ich immer angepis... wen pauschal die DDR als das Böse, die Kommunisten, ....und und und dargestellt werden. Es gab 15 Mio, die in diesem Land gelebt haben und es als ihre Heimat bezeichnen. Das da Sachen schei.. waren wissen wir selbst, das mus man uns doch nicht immer wieder vorhalten. Aber wir haben da gelebt, geliebt und ge.....

Zitat von Wolfgang B.
Spätesetns nach der zweiten Antwort auf ein Thema, spielt die "Botschaft" des Textes kaum noch eine Rolle

In dem Satz stimme ich dir vorkommen zu. Ich gehe sogar soweit zu fordern wir sollten uns mit dem Sinn der Texte auseiandersetzen, nicht unbedingt mit dem Verfasser.

Zitat von Wolfgang B.
"Wessi-Arroganz und Intoleranz"

Ich gehe mal davon aus, das dies polemisch gemeint ist. Leider gibt es aber Leute, die dies praktiziern, zum Glück werden die aber immer wenniger. Ich gehe mal so weit, das dies immer von IQ dessen abhängt der das praktiziert und von dem der davon Betroffenen.

Das wir die jungere Geschichte aufarbeiten können halte ich schicht weg für vermessen. Das werden die nachfolgenden Generationen für uns entscheiden. Wenn ich daran denke, wie der Übergang vom Feudalismus zum Kapitalismus stattgefunden hat, mit Guillotine usw., sind wir in der jetzigen Umbruchsphase doch noch recht gut weggekommen. Stellt sich für mich nur die Frage: Welche wird die nächste Gesellschaftsordnung sein?

Gruß Nomex

PS: Ich hoffe ich konnt meine Ansicht verständlich rüber bringen. Keine Glorifizierung der DDR, aber Anerkennung der Menschen die dort gelebt haben.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Nach der Schlacht ist jeder General"




Hallo @Nomex,

keine Glorifizierung der DDR, aber Anerkennung der Menschen die dort gelebt haben.

Nichts anderes habe ich gesagt. Mein Text wandte sich ausschließlich gegen die "Glorifizierung" bzw. gegen die "Glorifizierer".
Gegen den Versuch das Unrecht welches im Namen der SED-Diktatur geschah uns hier und heute als Recht zu verkaufen.

Die uns Wessis "pauschal" angedichte Arroganz und Intoleranz gegenüber der ehemaligen DDR bzw. den Menschen der ehemaligen DDR trifft auf mich persönlich in keiner Weise zu, das kann ich Dir versichern. Mein Respekt gehört immer dem Menschen und richtet sich nicht nach dessen Herkunft, auch nicht gegen seine politische Herkunft oder Überzeugung.
Lediglich gegen die SED-Diktatur im Sinne der obengenannten eisernen Verfechter, reagiere ich mit Arroganz und Intoleranz. Und dabei halte ich lediglich den Spiegel hin.


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#55

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 09:49
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Muss ich mich doch noch einmal kurz einbringen, und ich merke so im Nachhinein, mit dem Brief vom Egon hat das...du hast Recht, exgakl.
Aber wir haben schon tausende Freds und vielleicht ist die Frage doch...ein paar Zeilen wert.

Bis dann Rainer- Maria


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#56

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 09:55
von turtle | 6.961 Beiträge

Hallo Wolfgang,Rainer-Maria,Nomex,
Gute Beiträge!! Endlich gefällt mir wieder einmal beim ersten lesen neuer Beiträge unser Forum!
Weiter so Jungs,sachlich,informativ,und fair! Das gefällt dem alten turtle!
Liebe Grüße Peter(turtle)


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#57

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 09:55
von Patriot (gelöscht)
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Ich habe gute Freunde in Bulgarien und von denen weiß ich, wie stolz sie sind über die Dinge, die sie in ihrem Lande nach ihrer Wende selbst aufgebaut haben. Gab es in den Neunzigern Probleme, konnten sie nicht wie ich mal schnell in Köln anrufen und ihnen wurde nicht schnurstracks geholfen, weil es immer hieß selber entwickeln. Dies hat ihnen Kraft und auch Selbstvertrauen gegeben, auch wenn die Lebensverhältnisse im Balkanland nicht mit denen in Mitteldeutschland zu vergleichen sind. Der Ostdeutsche hat bis heute oft die Denkweise, daß er zwar die Vorteile des über ihn gekommenen Westens schätzt, aber wer gibt schon gern zu, daß viele Dinge eben nicht auf dem eigenen Mist gewachsen sind.
Folge: mangelnde Identifikation und stark kritisches Vergleichsdenken was war früher besser etc.. und zeitgleich fühlen sich die Westdeutschen wiederum oft von den in ihren Augen undankbaren Brüdern im Osten ausgenommen. Das kann sich ändern über die Generationen und wer komplett wie eine knappe Million DDR-Bürger bewußt in den anderen Teil verzogen ist, wurde meist da unterbeguttert oder zog relativ schnell wieder zurück. Aber die Geschichte in Europa und ein einfacher Blick über den Tellerrand nach Großbritannien, Italien oder auch Spanien und vorallem den Balkan zeigen, daß Brüche innerhalb von Nationen auch über Jahrhunderte verfestigt werden können und nichts so hopa di hop zusammen wächst, denn wie Krenz feststellt 15 Millionen sind eben nicht weggezogen.


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#58

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 10:11
von wosch (gelöscht)
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Zitat von FSK-Veteran

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Wolfgang, du alter Freiburger, wie hattest du einmal in einem deiner Texte an einen Uhser geschrieben: " Nenn doch mal Ross und Reiter",nenn Namen und rede nicht um den heißen Brei drumrum, das füge ich jetzt an, aber du hast ja schon einigermaßen Klartext geredet.
Wir sind wohl alle sehr unterschiedlich aufgewachsen und meine persönliche Meinung: " Da wächst nie was zusammen, zumindest nicht in unserer Generation, dafür sind die Erfahrungen zu gegensätzlich....gewesen.
Aber, jetzt ein Aber,die handelnden Personen von damals mit neu hinzugekommenen Interessierten von heute, wir setzen uns über diese vergangene Zeit ganz gut auseinander, mit Hilfe dieses Forum hier.
Das ist Fortschritt, ein enormer Fortschritt und denke ich so zurück, gehe einmal in die Geschichte, und da kann mir jetzt gern mal einer helfen und dazu stelle ich eine interessante Frage.
" Gab es nach 1945 ähnliche Diskussionsgruppen, so zwischen den Juden, Angehörigen der SS und ihren Einsatzgruppen,KZ- Häftlingen und ihren Wächtern, Opfern und Tätern,dem gemeinen Blockwart und dem, den er denuziert hatte,Junker und Neubauer, Kommunisten und Antikommunisten,Angehörigen der Wehrmacht und der Roten Armee, ihren Partisanengruppen und, und, und....?"
Das ist doch eine gute Frage, das müsst ihr zugeben.
Und den ersten Einwand, den bringe ich gleich selbst: " Damals, ja damals gab es noch kein Internet!"
Aber es gab Sääle, Versammlungsräume, etc!
Und Jeder, aber auch Jeder hatte einen Mund zum Reden!

Gruß Rainer- Maria





Hallo RMR!

Interessante Frage. Muß man erstmal die Frage stellen: welchen Hintergrund hatten die Deutschen von 1945? Welchen Hintergrund hatten wir 1989? Welchen Hintergrund haben wir heute?

Die Deutschen von 1945 hatten nichts zu fressen. Wenn sie aus dem Osten kam, waren Teile der eigenen Familie totgeschlagen. Und man hatte die nächsten Jahre damit zu tun, schlicht zu überleben. Später ging man daran, langsam eine neue Existenz zu errichten. Und dann war´s schon 1955.

Verhärtete, verbitterte Menschen auf allen Seiten. Die jüdischen Deutschen sowieso. Und die nichtjüdischen Deutschen ebenfalls. Hauptaufgabe nach der Sicherung des Lebens (und später:) der Existenz war dann schließlich, aus den Kindern etwas zu machen. Sie in eine bessere Zukunft zu schicken. Und dann tobte ja auch schon der Konflikt der Sieger, in dem man sich irgendwie einrichten mußte. Und durch den die Familien (die überlebt hatten) schon wieder auseinandergerissen wurden.

So. Diskutieren? Arrangieren?

Ich sage mal: das ist ein Luxusproblem von uns satten, vollgefressenen Maden....

(...ich wollte damit Niemanden beleidigen.... )




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Man sollte auch nicht vergessen, daß sich die Mehrheit der deutschen Bevölkerung (in Ost, wie in West) nach
dem Kriege, mit dem Wiederaufbau der "plattgemachten" Städte befassen mußte, damit das Leben erst einmal
einigermaßen vernünftig weitergehen konnte. Auch sollten einige ganz "Schlaue" ruhig mal zur Kenntnis
nehmen, daß es im östlichen Teil Deutschlands, selbst für die Opfer des Natonalsozialismus´s nicht unge-
fährlich war, sich an Diskussionen zur Aufarbeitung der Vergangenheit zu beteiligen, wenn man nicht Lust
auf eine "Dauerurlaub" in Sibirien hatte. Also, man muß nicht immer die Moral so heraushängen lassen, nur weil
man heute die Schnauze aufmachen kann. Manchen Leuten hätte es gut gestanden, wenn Sie das vor 1989 auch
schon gemacht hätten. Und um über die Zeit nach dem Krieg urteilen zu können, reicht es meiner Meinung nicht
aus, daß man Oma und Opi hatte, die rot angehaucht waren.
Schönen Gruß aus Kassel


zuletzt bearbeitet 28.10.2009 10:18 | nach oben springen

#59

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 10:27
von FSK-Veteran (gelöscht)
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Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Muss ich mich doch noch einmal kurz einbringen, und ich merke so im Nachhinein, mit dem Brief vom Egon hat das...du hast Recht, exgakl.
Aber wir haben schon tausende Freds und vielleicht ist die Frage doch...ein paar Zeilen wert.

Bis dann Rainer- Maria



Natürlich!

Ooch! Der olle Krenz Brief...
Da reicht doch ein knapper 3-Zeiler....

"Sehr geehrter Genosse ehem. Staatsratsvorsitzender,

ich empfehle Ihnen als allererstes, das Votum der Bevölkerung der Deutschen Demokratischen Republik anläßlich der Volkskammerwahlen von 1990 endlich zur Kenntnis zu nehmen. Ferner rate ich Ihnen im Falle schlafloser Nächte als wahrer Vertreter der ehem. Bürgerinnen und Bürger der Deutschen Demokratischen Republik, sich selbst politisch so einzubringen, daß sie Ihre Ansichten zur Wahl stellen können und den Erfolg Ihrer Thesen auf diesem Wege überprüfen. So beweisen Sie die Ernsthaftigkeit Ihrer Bemühungen und können sich von dem Verdacht eines ewiggestrigen Nöglers nur um des Nörgelns willen, glaubhaft befreien.

Hochachtungsvoll!


zuletzt bearbeitet 28.10.2009 10:38 | nach oben springen

#60

RE: Brief von Egon Krenz an Horst Köhler

in Das Ende der DDR 28.10.2009 10:44
von turtle | 6.961 Beiträge

Zitat von FSK-Veteran

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Muss ich mich doch noch einmal kurz einbringen, und ich merke so im Nachhinein, mit dem Brief vom Egon hat das...du hast Recht, exgakl.
Aber wir haben schon tausende Freds und vielleicht ist die Frage doch...ein paar Zeilen wert.

Bis dann Rainer- Maria



Natürlich!

Ooch! Der olle Kranz Brief...
Da reicht doch ein knapper 3-Zeiler....

"Sehr geehrter Genosse ehem. Staatsratsvorsitzender,

ich empfehle Ihnen als allererstes, das Votum der Bevölkerung der Deutschen Demokratischen Republik anläßlich der Volkskammerwahlen von 1990 endlich zur Kenntnis zu nehmen. Ferner rate ich Ihnen im Falle schlafloser Nächte als wahrer Vertreter der ehem. Bürgerinnen und Bürger der Deutschen Demokratischen Republik, sich selbst politisch so einzubringen, daß sie Ihre Ansichten zur Wahl stellen können und den Erfolg Ihrer Thesen auf diesem Wege überprüfen. So beweisen Sie die Ernsthaftigkeit Ihrer Bemühungen und können sich von dem Verdacht eines ewiggestrigen Nöglers nur um des Nörgelns willen, glaubhaft befreien.

Hochachtungsvoll!




Hallo Wosch,
Deine Zeilen an Egon könnte ich mit unterschreiben! Nun haben wir aber eine neue Richtung! Die Post geht nicht mehr von Egon an Horst,sondern an Egon allgemein! Das nur nebenbei erwähnt


zuletzt bearbeitet 28.10.2009 10:46 | nach oben springen



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