#421

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 09:42
von wosch (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow

alles präzise geregelt. schdaaasi ist nicht dabei. schdaaasi kann also auch gewählt werden. wir leben in einem rechtsstaat



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Lieber Gilbert, ich will Dir hier mal ausnahmsweise beistehen. Du hast recht indem Du schreibst daß wir in einem Rechtsstaat leben und auch damit wenn Du schreibst: Schdaaasi kann also auch gewählt werden, das heißt ja aber noch lange nicht daß schdaaasi auch gewählt werden muß. Ich würde es sogar begrüßen, daß Leute wie Du sich einer Wahl zu einem öffentlichen Amt stellen würden, wenn sie ihre Vergangenheit und ihre Verstrickungen beim MfS vorher dem Wähler offenlegen würden. Ich bin nämlich der Meinung man sollte schon im Vorfeld einer Wahl wissen, wem man sich da ins Haus holt. Bis jetzt ist es ja "leicht ironisch gesagt" nur so gewesen, daß von der ehemaligen Schdaaasi nur "Köche", "Pförtner", "Fahrer" und "Briefträger" an die "Fettnäpfchen" gekommen sind, wenn man ihren eigenen Ausführungen glauben schenken würde!! Nein Gilbert, stellt ruhig mal Eure Spezialisten und Experten auf, mit den vollständigen Lebensläufen, damit man weiß wer für was zuständig war und erzählt mal ein bißchen mehr von Euren Tätigkeiten, die Hunderttausenden Bürgern über Jahre die Freiheit genommen hatten!! Wenn dann die ehemaligen Schdaaasi-Leute gewählt würden, dann hätten sie zumindesten den Wähler nicht belogen und betrogen und der müßte es akzeptieren!! Soviel ich weiß, ist die Offenlegung seiner Verstickungen beim MfS auch gesetzlich vorgeschrieben, er , der Kandidat, bräucht sich nur an daran zu halten!! Erich hat den längsten. Ähh ich meinte natürlich: Ehrlich währt am längsten!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 04.03.2010 11:03 | nach oben springen

#422

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 14:18
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von Sauerländer
Die kleine DDR wird durchleuchtet
Opposition einigt sich über den Auftrag der Enquete-Kommission, von der die Aufarbeitung der SED-Diktatur untersucht werden soll



Was das nun wieder bringen soll...

-----

@ GW

Bürgermeister sind aber (qua Amt) auch Beamte und fallen unter die entsprechenden Gesetze. (Das spielt z.B. im Fall Schönberg/Meckl. eine Rolle.)


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#423

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 14:24
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von wosch
Du hast recht indem Du schreibst daß wir in einem Rechtsstaat leben und auch damit wenn Du schreibst: Schdaaasi kann also auch gewählt werden, das heißt ja aber noch lange nicht daß schdaaasi auch gewählt werden muß. Ich würde es sogar begrüßen, daß Leute wie Du sich einer Wahl zu einem öffentlichen Amt stellen würden, wenn sie ihre Vergangenheit und ihre Verstrickungen beim MfS vorher dem Wähler offenlegen würden. Ich bin nämlich der Meinung man sollte schon im Vorfeld einer Wahl wissen, wem man sich da ins Haus holt.



Diese Frage wurde hier schon weiter vorne seitenlang diskutiert

Die Brandenburger scheinen sich von der ganzen Debatte übrigens nur wenig beeinflussen zu lassen --- jüngste Meinungsumfragen ergeben keine signifikanten Unterschiede zum Wahlergebnis im letzten Jahr:

http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/index.htm


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#424

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 14:53
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Sonny


Die Brandenburger scheinen sich von der ganzen Debatte übrigens nur wenig beeinflussen zu lassen --- jüngste Meinungsumfragen ergeben keine signifikanten Unterschiede zum Wahlergebnis im letzten Jahr:

http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/index.htm



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Sonny, Meinungsumfragen sind Eines und Wahlergebnisse sind was Anderes, vielleicht sind die Brandenburger ja "lernfähig"?! Allerdings habe ich da auch meine Zweifel da ich vermute daß im Raum Potsdam wegen der Nähe zu Berlin noch sehr viele ehemalige Genossen mit ihrem wahlberechtigten Anhang wohnen und den Verlust ihrer ehemaligen Stellungen nachtrauern und für die Linke agitieren!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#425

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 15:35
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von wosch
Meinungsumfragen sind Eines und Wahlergebnisse sind was Anderes, vielleicht sind die Brandenburger ja "lernfähig"?!



Sicherlich sind Meinungsumfragen mit einer gewissen Vorsicht zu genießen. Allerdings haben sie in den letzten Jahren doch schon eine recht hohe Qualität (bzw. "Trefferquote") erreicht --- und es geht ja hier auch nicht um 2 oder 3 % mehr oder weniger, sondern um die Tendenz.

Lernfähigkeit bedeutet in erster Linie die Fähigkeit, selbständig zu denken --- die würde ich niemandem absprechen, nur weil er eine andere Partei wählt als ich.

Zitat
Allerdings habe ich da auch meine Zweifel da ich vermute daß im Raum Potsdam wegen der Nähe zu Berlin noch sehr viele ehemalige Genossen mit ihrem wahlberechtigten Anhang wohnen und den Verlust ihrer ehemaligen Stellungen nachtrauern und für die Linke agitieren!



Diese Leute gibt es sicherlich in Brandenburg (und Berlin) etwas zahlreicher als in den anderen Ost-Ländern, aber bei den Wahlergebnisssen spielt das eine immer geringere Rolle.

Gerade im Berliner Speckgürtel wohnen inzwischen auch viele gut situierte Zugezogene aus dem Westen (bzw. West-Berlin) --- in Berlin zu arbeiten, aber in Potsdam zu wohnen, ist inzwischen "en vogue".

Eigentlich müßte von dieser Veränderung der Einwohnerstruktur die CDU besonders profitieren, tut dies aber nicht --- doch anstatt sich darüber mal Gedanken zu machen, wird eben die "Stasi-Keule" herausgeholt...

Ich finde das ziemlich erbärmlich


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#426

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 15:56
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Sonny

Eigentlich müßte von dieser Veränderung der Einwohnerstruktur die CDU besonders profitieren, tut dies aber nicht --- doch anstatt sich darüber mal Gedanken zu machen, wird eben die "Stasi-Keule" herausgeholt...

Ich finde das ziemlich erbärmlich




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Sonny, hast Du die "Firma" am eigenen Leibe erlebt? Die hatten nämlich auch ´ne "Keule" und die hatten sie auch schön geschwungen, haben Viele was abgekriegt, man sollte das nicht so schnell vergessen!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#427

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 16:20
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von wosch
Sonny, hast Du die "Firma" am eigenen Leibe erlebt?



Ich selber naturgemäß nicht, und auch niemand aus meiner Familie, die ja (mütterlicherseits) aus der DDR stammt. Somit sehe ich die ganze Sache sicher gelassener als jemand, der persönliche Erfahrungen hat --- ich habe aber für die Sichtweise dieser Menschen großes Verständnis.

Zitat
Die hatten nämlich auch ´ne "Keule" und die hatten sie auch schön geschwungen, haben Viele was abgekriegt, man sollte das nicht so schnell vergessen!



Völlig klar, aber darum geht es in diesem Fall nicht. Weder um das Vergessen (diese Gefahr sehe ich heute weniger denn je), noch um eine "Rehabilitierung durch Verharmlosung".

Statt dessen geht es darum, daß z.T. wirklich belanglose MfS-Geschichten (wie die IM-Tätigkeit von Frau Kaiser als Studentin oder ein Wehrdienst im Wachregiment "Feliks Dzierzynski") heute instrumentalisiert werden, um daraus politisches Kapital zu schlagen --- und daß einem dabei manches recht seltsam vorkommen muß.


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#428

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 16:41
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Sonny


Statt dessen geht es darum, daß z.T. wirklich belanglose MfS-Geschichten (wie die IM-Tätigkeit von Frau Kaiser als Studentin oder ein Wehrdienst im Wachregiment "Feliks Dzierzynski") heute instrumentalisiert werden, um daraus politisches Kapital zu schlagen --- und daß einem dabei manches recht seltsam vorkommen muß.



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Sonny. Du wirst Dir sicher denken können daß die "Linken" von mir keine Stimme zu erwarten haben. Ich bin aber insoweit ein Demokrat, daß der von Dir angesprochene Personenkreis in staatlichen Funktionen mich nicht stören würden, wenn sie ihre Vergangenheit ordnungsgemäß im Vorfeld angegeben hätten und zwar lückenlos!!! Für Dich mögen es belanglose MfS-Geschichten sein, hier geht es nicht um "Belangloses" hier geht es um "Grundsätzliches"!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#429

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 18:33
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Wosch wosch, wenn schon dann war das MfS die Keule, und zwar die der SED, aber es hatte keine eigene Keule die es nach belieben schwang!!!

Bekanntlich macht sich der schuldig, der die Keule nutzt, aber nie die Keule selbst!

Habe selten von verurteilten Waffen gehört, meistens wurden die Täter bestraft. So und wo es keine Schuld gibt, da darf es auch keine Pflicht geben seine Vergangenheit zu offenbaren. Wenn es dir wirklich um grunsätzliches geht, dann fang bei den SED-Kadern an die die Verantwortung trugen.

Ich kann es nicht mehr hören, jeder ehem. MA hat angeblich Schuld auf sich geladen und soll sich daher heute für seine Person Sonderregelungen gefallen lassen...


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 04.03.2010 18:51 | nach oben springen

#430

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 18:43
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von wosch
Du wirst Dir sicher denken können daß die "Linken" von mir keine Stimme zu erwarten haben. Ich bin aber insoweit ein Demokrat, daß der von Dir angesprochene Personenkreis in staatlichen Funktionen mich nicht stören würden, wenn sie ihre Vergangenheit ordnungsgemäß im Vorfeld angegeben hätten und zwar lückenlos!!!



Ok. Aber einige (z.B. Frau Kaiser) haben das ja getan --- und werden trotzdem angefeindet und für "inakzeptabel" erklärt.

Somit kann ich auch irgendwie verstehen, daß manche Leute ihre MfS-Vergangenheit lieber verschwiegen haben --- denn Offenheit und Ehrlichkeit wird da eben von bestimmten Medien und politischen Gegnern nicht honoriert.

Andererseits scheinen sich die brandenburgischen Wähler daran ja nicht sonderlich zu stören --- die Wahl- und Umfrageergebnisse zeigen es.

Zitat
Für Dich mögen es belanglose MfS-Geschichten sein, hier geht es nicht um "Belangloses" hier geht es um "Grundsätzliches"!



Ich habe nicht gesagt, daß alle MfS-Geschichten belanglos seien --- aber zumindest einige, um die es hier geht, schon.

Man kann natürlich aus allem eine Grundsatzdiskussion machen (in diesem Fall "Stasi gleich böse") --- ich finde aber, daß man lieber genau hinschauen und differenzieren sollte.


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#431

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 19:16
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Wosch wosch, wenn schon dann war das MfS die Keule, und zwar die der SED, aber es hatte keine eogene Keule die es nach belieben schwang!!!

Bekanntlich macht sich der schuldig, der die Keule nutzt, aber nie die Keule selbst!

Habe selten von verurteilten Waffen gehört, meistens wurden die Täter bestraft. So und wo es keine Schuld gibt, da darf es auch keine Pflicht geben seine Vergangenheit zu offenbaren. Wenn es dir wirklich um grunsätzliches geht, dann fang bei den SED-Kadern an die die Verantwortung trugen.

Ich kann es nicht mehr hören, jeder ehem. MA hat angeblich Schuld auf sich geladen und soll sich daher heute für seine Person Sonderregelungen gefallen lassen...



^

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Felix, was regst Du Dich eigentlich so auf? Wegen mir war die "Keule" dem MfS in die Hand gedrückt worden, aber geschwungen war sie von der "Schdaaaasi". Ich hatte übrigens auch nichts Anderes geschrieben als: Ihr hattet auch eine Keule und nicht : Ihr ward die Keule. Von Dir hatte ich eigentlich schon erwartet daß Du mit dieser Formelierung nicht durcheinander kommen würdest!! Ist ja toll, daß Du jetzt anfängst die Verantwortung den SED-Kadern in die Schuhe schieben zu wollen, obwohl Ihr als stramme SED-Mitglieder doch Alles was von Oben kam ohne Widerspruch mitgetragen hattet!! Wenn es nach Deinem Statement gehen würde, müßte man (Pitti, bitte weghören) fast die ganzen Schreibtisch- und sonstige NS-Täter im Nachhinein rehabilieren, denn sie haben die "Keule" auch nur von der damals herrschenden Partei in die Hand gedrückt bekommen und geschwungen!!!Bitte mir nach diesem ironischen Vergleich kein rechtes Gedankengut zu unterstellen!! Ich kann ja verstehen daß Du Es nicht mehr hören kannst, aber wer hat denn behauptet daß jeder MA Schuld auf sich geladen hat, es redet ja keiner von den Pförtnern, Kraftfahrern, Köchen, Putzfrauen und Briefträgern, obwohl, und da bin ich mir ziemlich sicher, diese bevor sie eingestellt wurden auch erst einmal "chemisch gereinigt" wurden und treue Diener ihres Herren waren!! In der Regel sieht es für mich so aus: Wer seine Vergangenheit diesbezüglich verschweigt, verdreht und abstreitet, der hat auch was zu verbergen und das interessiert eben auch noch nach 20 Jahren. Dafür müßtest Du doch eigentlich Verständnis haben, wo Du doch damals selbst sehr neugierig warst!!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#432

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 19:46
von wosch (gelöscht)
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[quote="Sonny"]

Ok. Aber einige (z.B. Frau Kaiser) haben das ja getan --- und werden trotzdem angefeindet und für "inakzeptabel" erklärt.

Ja die Frau Kaiser! Frau Kaiser hatte sich 1991 in den Bundestag wählen lassen ohne ihre Wähler im Vorfeld über ihre Stasivergangenheit aufgeklärt zu haben. Das ist meiner Meinung nach ein Verschweigen und Vertuschen ihrer "freiwilligen Zuarbeit" für das MfS. Ihr Einzug in den Bundestag konnte nur verhindert werden indem ihre Partei sie drängte das Mandat nicht anzunehmen. Ihre Stasiverstrickung wurde nicht von ihr bekannt gemacht, sondern erfolgte nach Recherchen im Hinblick auf die Bundestagswahl!!


Somit kann ich auch irgendwie verstehen, daß manche Leute ihre MfS-Vergangenheit lieber verschwiegen haben --- denn Offenheit und Ehrlichkeit wird da eben von bestimmten Medien und politischen Gegnern nicht honoriert.

Sonny, es ist doch gar nichts dagegen einzuwenden daß manche ihre MS-Vergangenheit verschweigen, das ist ihr gutes Recht und auch nicht zu beanstanden!! Aber es zwingt sie auch Keiner, mit Ihrer Vergangenheit, wieder eine politische Verantwortung zu übernehmen, nachdem sie früher durch ihr Verhalten gezeigt haben, daß sie sich undemokratischen Mitteln bedient hatten und das auch noch aus opportonistischen Gründen!! Also liebe Ehemaligen, strebt nicht nach Höherem und bleibt auf dem Teppich, dann interessiert auch Eure Vergangenheit nicht, man muß sich nicht immer vordrängeln!!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 04.03.2010 19:50 | nach oben springen

#433

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 20:07
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von wosch


Also liebe Ehemaligen, strebt nicht nach Höherem und bleibt auf dem Teppich, dann interessiert auch Eure Vergangenheit nicht, man muß sich nicht immer vordrängeln!!
Schönen Gruß aus Kassel.





[IRONIE]Genau!!! Zurückgetreten aus der Gesellschaft, in die zweite oder dritte Reihe, so wie hier schon öfters gehört im Forum! Politische Ämter stehen euch schon mal gleich gar nicht zu, etwa noch diese schöne kapitalistische Gesellschaft verändern wollen. Nein wirklich, undankbar sind sie nun auch noch.[/IRONIE]


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 04.03.2010 20:09 | nach oben springen

#434

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 20:27
von wosch (gelöscht)
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[quote="Feliks D."]


[IRONIE]Genau!!! Zurückgetreten aus der Gesellschaft, in die zweite oder dritte Reihe, so wie hier schon öfters gehört im Forum! Politische Ämter stehen euch schon mal gleich gar nicht zu, etwa noch diese schöne kapitalistische Gesellschaft verändern wollen. Nein wirklich, undankbar sind sie nun auch noch.[/IRONIE]


Ich will mal auf Deinen "ironischen" Beitrag ernsthaft antworten. Felix natürlich stehen Euch auch politische Ämter zu, Ihr müßt nur gewählt werden!! Dazu gehört aber auch, daß ihr dem Wähler etwas von Euch erzählt. Es reicht aber nicht nur Name und Alter, sondern auch der vorherige Lebensweg. So ist das in einer Demokratie üblich; was ist daran zu beanstanden?? Wenn man sein Vorleben verschweigen möchte braucht man sich nicht um ein politisches Amt zu bewerben. So einfach ist das!! Wenn Du Feliks zum Beispiel für ein Amt kandidieren würdest und würdest Deine Mitarbeit im MfS (aber bitte nicht aus einem Untersuchungsführer noch schnell einen Pförtner machen) offenlegen, hätte ich kein Problem Deine Wahl zu akzeptieren, wenn Du genügend Stimmen bekämst!!!. So geht das, wir haben hier in der BRD das "Demokratisch" nicht im Namen, aber dafür sind wir es!!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#435

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 20:59
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von wosch
Ja die Frau Kaiser! Frau Kaiser hatte sich 1991 in den Bundestag wählen lassen ohne ihre Wähler im Vorfeld über ihre Stasivergangenheit aufgeklärt zu haben. Das ist meiner Meinung nach ein Verschweigen und Vertuschen ihrer "freiwilligen Zuarbeit" für das MfS. Ihr Einzug in den Bundestag konnte nur verhindert werden indem ihre Partei sie drängte das Mandat nicht anzunehmen. Ihre Stasiverstrickung wurde nicht von ihr bekannt gemacht, sondern erfolgte nach Recherchen im Hinblick auf die Bundestagswahl!!



Die Bundestagswahl war 1994, und die IM-Geschichte war schon vor der Wahl bekannt. Kerstin Kaiser setzt sich ja auf ihrer Homepage sehr offen (und für meine Begriffe ehrlich und glaubwürdig) mit der ganzen Sache auseinander:

http://www.kerstin-kaiser.eu/persoenlich...ergangenheit_5/

Nach der Wahl wurde sie von ihrer Partei dazu gedrängt, das Mandat nicht anzunehmen, das stimmt --- damals war die Zeit dafür einfach noch nicht reif.

Zitat
es ist doch gar nichts dagegen einzuwenden daß manche ihre MS-Vergangenheit verschweigen, das ist ihr gutes Recht und auch nicht zu beanstanden!! Aber es zwingt sie auch Keiner, mit Ihrer Vergangenheit, wieder eine politische Verantwortung zu übernehmen, nachdem sie früher durch ihr Verhalten gezeigt haben, daß sie sich undemokratischen Mitteln bedient hatten und das auch noch aus opportonistischen Gründen!! Also liebe Ehemaligen, strebt nicht nach Höherem und bleibt auf dem Teppich, dann interessiert auch Eure Vergangenheit nicht, man muß sich nicht immer vordrängeln!!



Man kann es aber auch genau umgekehrt sehen: Es ist doch positiv, wenn Menschen aus ihrer Vergangenheit gelernt haben und sich nun in positiver Weise in der Demokratie einbringen --- wenn sie dafür ein Mandat der Wähler bekommen, dann haben sie dafür ja auch die Legitimation.

Und gerade im Fall Brandenburg muß man zur Kenntnis nehmen, daß die Wähler die ganze IM-Geschichte wohl wenig interessiert, zumindest nicht in ihrem Wahlverhalten beeinflußt. Dafür kann man zwar wiederum die Wähler kritisieren --- aber Wählerschelte kommt immer schlecht...


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#436

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 21:46
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Sonny


Die Bundestagswahl war 1994, und die IM-Geschichte war schon vor der Wahl bekannt. Kerstin Kaiser setzt sich ja auf ihrer Homepage sehr offen (und für meine Begriffe ehrlich und glaubwürdig) mit der ganzen Sache auseinander:

Du hast natürlich recht, die Bundestagswahl war 1964, für die falsche Jahreszahl entschuldige ich mich natürlich!

http://www.kerstin-kaiser.eu/persoenlich...ergangenheit_5/

Natürlich , auf ihrer Hompage kann man heute lesen, daß sie als Erstes ihren Parteivorstand informierte, da war sie natürlich in bester Gesellschaft, ich werde jetzt hier keine Namen nennen, denn da ist Einer dabei der schnell nach dem "Rechtsstaat" ruft!! Im übrigen kamen die Einzelheiten auch nur scheibchenweise aus ihren Mund, nach dem Motto: Nur zugeben was Einem bewiesen werden kann

Nach der Wahl wurde sie von ihrer Partei dazu gedrängt, das Mandat nicht anzunehmen, das stimmt --- damals war die Zeit dafür einfach noch nicht reif.

Manche "Früchtchen" brauchen auch etwas länger bis sie reif sind!

Zitat
es ist doch gar nichts dagegen einzuwenden daß manche ihre MS-Vergangenheit verschweigen, das ist ihr gutes Recht und auch nicht zu beanstanden!! Aber es zwingt sie auch Keiner, mit Ihrer Vergangenheit, wieder eine politische Verantwortung zu übernehmen, nachdem sie früher durch ihr Verhalten gezeigt haben, daß sie sich undemokratischen Mitteln bedient hatten und das auch noch aus opportonistischen Gründen!! Also liebe Ehemaligen, strebt nicht nach Höherem und bleibt auf dem Teppich, dann interessiert auch Eure Vergangenheit nicht, man muß sich nicht immer vordrängeln!!



Man kann es aber auch genau umgekehrt sehen: Es ist doch positiv, wenn Menschen aus ihrer Vergangenheit gelernt haben und sich nun in positiver Weise in der Demokratie einbringen --- wenn sie dafür ein Mandat der Wähler bekommen, dann haben sie dafür ja auch die Legitimation.

Du sagst es, aber dazu gehört auch daß sie sich an die Regeln halten. Das "positive" Einbringen in die Demokratie als Politiker und Volksvertreter darf aber nicht mit einer Lebenslüge beginnen!!

Und gerade im Fall Brandenburg muß man zur Kenntnis nehmen, daß die Wähler die ganze IM-Geschichte wohl wenig interessiert, zumindest nicht in ihrem Wahlverhalten beeinflußt. Dafür kann man zwar wiederum die Wähler kritisieren --- aber Wählerschelte kommt immer schlecht...




Ich kenne Etliche aus der Region Brandenburg die sich sehr wohl für dieses Thema interessieren, inwieweit das ausschlaggebend für ihr Wahlverhalten istmag ich nicht beurteilen, allerdings werden da auch noch andere Faktoren eine Rolle mitspielen!

Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 04.03.2010 21:51 | nach oben springen

#437

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 22:14
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von wosch
Natürlich , auf ihrer Hompage kann man heute lesen, daß sie als Erstes ihren Parteivorstand informierte, da war sie natürlich in bester Gesellschaft, ich werde jetzt hier keine Namen nennen, denn da ist Einer dabei der schnell nach dem "Rechtsstaat" ruft!! Im übrigen kamen die Einzelheiten auch nur scheibchenweise aus ihren Mund, nach dem Motto: Nur zugeben was Einem bewiesen werden kann



Hast du Quellen, die so etwas besagen?

Zitat
Manche "Früchtchen" brauchen auch etwas länger bis sie reif sind!



Sicher. Aber das waren jetzt über 15 Jahre --- ich denke, das sollte reichen.

Zitat
Du sagst es, aber dazu gehört auch daß sie sich an die Regeln halten. Das "positive" Einbringen in die Demokratie als Politiker und Volksvertreter darf aber nicht mit einer Lebenslüge beginnen!!



Wer legt diese Regeln fest?

Zum einen die geltenden Gesetze --- darum geht es hier ja aber nicht.

Zum anderen der "Wähler als Richter", der mitunter "nach seinen eigenen Gesetzen" urteilt --- und dies in Brandenburg ja auch getan hat.


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#438

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 22:47
von wosch (gelöscht)
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Hallo Sonny!
Wir könnten jetzt noch stundenlang so weitermachen, da wir hier aber grundsätzlich verschiedene Ansichten haben und wir Beide nicht bereit zu sein scheinen aufeinander zuzugehen, denke ich wir lassen es bei unseren beiden Standpunkten und lassen auch mal Andere zu Wort kommen. Um ehrlich zu sein gefällt mir auch nicht die Art der Frage nach den Quellen "die so etwas besagen", sie erinnert mich eher an eine Vernehmung als an eine Unterhaltung. Wie schon mal geschrieben, werden die "Linken" von mir keine Stimme bekommen, möchte mich demzufolge auch nicht an Deinem "Wahlkampf" beteiligen. Ich hab mal ein Smilie drangehängt damit Du den letzte Satz als Spaß verstehst!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#439

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 04.03.2010 22:57
von Sonny (gelöscht)
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Zitat von wosch
Wir könnten jetzt noch stundenlang so weitermachen, da wir hier aber grundsätzlich verschiedene Ansichten haben und wir Beide nicht bereit zu sein scheinen aufeinander zuzugehen, denke ich wir lassen es bei unseren beiden Standpunkten und lassen auch mal Andere zu Wort kommen.



Bei einem 30-Seiten-Thread kommt es auf ein paar Beiträge mehr oder weniger auch nicht mehr an --- aber hast recht!

Zitat
Um ehrlich zu sein gefällt mir auch nicht die Art der Frage nach den Quellen "die so etwas besagen", sie erinnert mich eher an eine Vernehmung als an eine Unterhaltung.



Ist immer ganz gut, wenn man Behauptungen auch mit Quellen belegen kann --- aber geht nicht immer, das stimmt.

Zitat
Wie schon mal geschrieben, werden die "Linken" von mir keine Stimme bekommen, möchte mich demzufolge auch nicht an Deinem "Wahlkampf" beteiligen. Ich hab mal ein Smilie drangehängt damit Du den letzte Satz als Spaß verstehst!!



Ich mache bestimmt keinen Wahlkampf --- und schon gar nicht für die Linke.

Aber mit Smily ist es ok


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#440

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 05.03.2010 09:46
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Sonny


Bürgermeister sind aber (qua Amt) auch Beamte und fallen unter die entsprechenden Gesetze. (Das spielt z.B. im Fall Schönberg/Meckl. eine Rolle.)


@sonny, genau deshalb verstehe ich diese aussage nicht. ich kenne einige ehem. mfs- angehörige, die beamte sind. meistens die, die man für nützlich hielt.
merkst du es auch, hier wird immer mit zweierlei maß gemessen.

@wosch, deine aussagen überzeugen mich nicht. siehe das beispiel lutz heilmann.


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