#361

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.12.2009 01:57
von Sauerländer (gelöscht)
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"Ich habe nie gespitzelt"

Von Mathias Hausding

Bad Saarow (MOZ) Viele Sympathisanten und einige wenige Kritiker haben am Montag mit Gerlinde Stobrawa über die Stasi-Vergangenheit der Linken-Politikerin diskutiert. Nach ersten guten Ansätzen für konstruktive Gespräche kam es unter den Besuchern in Bad Saarow (Oder-Spree) schon bald zu tumultartigen Szenen.

Ein viel zu kleines Büro, ein Schreibtisch und davor fünf Stühle. Gerlinde Stobrawa, ehrenamtliche Bürgermeisterin von Bad Saarow und bis vor wenigen Wochen Vize-Präsidentin des Brandenburger Landtags, hört aufmerksam einem Mann zu, der ihr nichts Angenehmes zu sagen hat. "Sie waren die Quelle der Stasi. Sie haben sich benutzen lassen", hält ihr Michael Heide aus Rauen mit ruhiger Stimme vor. Gerlinde Stobrawa hält einen Moment inne. Dann sagt sie leise: "Sie haben recht. Wenn es diese persönlichen Informationen über Menschen einmal gab, wurden sie von der Stasi auch genutzt."

Michael Heide legt jedoch nach: "Ich war 17 Jahre bei der Nationalen Volksarmee. Man konnte doch damals eins und eins zusammenzählen. Wer mit der Stasi redete, musste wissen, was er tat." Die Bürgermeisterin nickt: "Mit diesem Vorwurf muss ich leben, dafür übernehme ich die Verantwortung."

Die 60-Jährige steht unter dem Verdacht, als IM "Marisa" Berichte über Arbeitskollegen an die Stasi geliefert zu haben. Ihre IM-Tätigkeit ist seit dem Jahr 1991 bekannt. Damals wurde ihre Tätigkeit als "Grenzfall" eingestuft. Sie behielt ihr Mandat. Seit dem Auftauchen einer Opferakte muss sie sich nun erneut rechtfertigen. In der gestrigen Bürgersprechstunde erzählt sie: "In meiner Funktion beim Rat des Bezirks in Frankfurt war die Zusammenarbeit mit der Stasi für mich damals völlig normal. Die Stasi war Schild und Schwert der SED. Aber die Bezeichnung ,IM' war mir zum Beispiel nicht geläufig. Und ich habe gegenüber der Stasi nie bewusst etwas Negatives über andere Menschen erzählt", betont sie.

Michael Heide kann leider nicht noch einmal nachfragen. Duz-Freundinnen der Bürgermeisterin mischen sich ein, wollen auch mal etwas sagen und beklagen sich über die "Hetzkampagne der Medien gegen eine Frau, die sich ihre Ideale bewahrt hat", sie beschweren sich über die "charakterlosen Wahlverlierer von der CDU, die Linke-Politiker mit Hass überziehen würden.

Das wiederum bringt bei zwei besonders engagierten Stobrawa-Gegnern das Blut in Wallung. Sie ärgern sich über den "Geist des DDR-Unrechtsstaats" im Raum. Etwa 70 Jahre alte Frauen und Männer bezichtigen sich nun lautstark gegenseitig der Lüge, streiten über die "historische Wahrheit".

Michael Heide will sich das nicht länger anhören. Er steht auf, bedankt sich bei der Bürgermeisterin für das offene Gespräch, und geht. Vor der Tür sagt er: "Ich rechne es ihr hoch an, dass sie das Gespräch sucht, bin aber nach wie vor der Meinung, dass Leute, die damals mit der Stasi zusammengearbeitet haben, heute keine politischen Ämter haben sollten."

Gerlinde Stobrawa sagt: "Ich denke nicht daran, als Bürgermeisterin zurückzutreten. Aber ich würde einen Abwahlantrag begrüßen. Dann hätte ich noch einmal Gelegenheit, die ganze Situation darzustellen." Sie wünsche sich, dass die Öffentlichkeit nicht länger in Schwarz-Weiß-Mustern denke, sondern die Grauzonen akzeptiere. "Ich weiß nicht, aus welchen Gesprächen die Informationen in der Akte stammen. Vielleicht wurden Äußerungen aufgegriffen, die ich in Kaderleiter-Sitzungen gemacht habe." An Einzelheiten könne sie sich nach 20 Jahren nicht erinnern. Aber eines stehe fest: "Ich habe nie gespitzelt, habe nie einen Spionageauftrag erhalten, geschweige denn ausgeführt." Dass sie es versäumt habe, mit möglichen Opfern zu sprechen, über die sie der Stasi berichtet hat, tue ihr sehr leid.


Montag, 21. Dezember 2009 (21:50)
http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/...nburg/id/308953


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#362

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.12.2009 07:43
von MajorTom | 217 Beiträge

Hallo Sauerländer,
die MOZ (Regionalzeitung hier bei mir) ist nun nicht unbedingt als parteilos und neutral, schon gar nicht objektiv, zu bezeichnen, aber - was will uns der Künstler damit sagen?
Oder mit Marx gefragt: Wem nützt es?
In vielen Funktionen war es tatsächlich Normalzustand, häufig Kontakt mit dem MfS zu haben. Ob das betriebliche Leiter waren, oder eben erst Recht Mitarbeiter oder gar Leiter in den öffentlichen Verwaltungen. Und wenn man mit dem jeweiligen Mitarbeiter auf einer Welle schwang, dann hat man vielleicht auch über Sachen gesprochen, die man ansonsten lieber für sich behalten hätte. Jedenfalls gegenüber dem MfS. Meine Güte, das war ein Geheimdienst! Meinst Du, die heutigen kämen ohne IM's aus? Nur, daß die heute anders heißen. Der Staat war nunmal ständigen Angriffen ausgesetzt, von innen und hauptsächlich von außen, und die versuchte man abzuwehren. Daß da der eine oder andere Mitarbeiter auch mal übertrieb, steht sicher außer Frage. Aber das ist in jedem Beruf so und in jeder Firma. Unabhängig vom Gesellschaftssystem. Einer der großen Kabarettisten der BRD hat in den 80'ern mal gesagt, zu dem Zeitpunkt seien ca. 25% der Bürger der DDR geheimdienstlich erfaßt. Zum gleichen Zeitpunkt waren das 50% der BRD-Bürger. Da war mit Sicherheit auch der eine oder andere "West-IM" beteiligt. Nur liegen deren Akten noch unter Verschluß...
Grüße vom Tom


Die DDR war meine Heimat, auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte - wo die DDR war, ist meine Heimat nicht mehr


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#363

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.01.2010 12:14
von Sauerländer (gelöscht)
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Brandenburg
Stasi-Vergangenheit lohnt sich für Beamte
(81) 21. Januar 2010, 08:42 Uhr

Für Beamte und Richter in Brandenburg bringt es künftig einen Vorteil, früher bei der Stasi und den DDR-Grenztruppen gewesen zu sein: Ihre Arbeitszeiten von damals werden laut einem Bericht auf ihre Dienstjahre aufgerechnet. Damit kommen sie früher in den Genuss von Jubiläums-Prämien. Die Opposition ist entsetzt.


Brandenburgischen Beamten und Richtern wird künftig bei Dienstjubiläen gegebenenfalls ihre Zeit bei der Stasi und bei den DDR-Grenztruppen angerechnet. Dies habe eine Dienstanweisung des vom Linkspolitiker Helmuth Markov geleiteten Potsdamer Finanzministeriums kurz vor Weihnachten festgelegt, berichtet die „Bild“-Zeitung. Danach erhalten Beamte und Richter vom 25. Dienstjahr an „Jubiläums-Zuwendungen“ in Höhe von 300 bis 400 Euro.

Bisher sei nicht die Zeit im Dienst des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und der DDR-Grenztruppen oder „einer Tätigkeit, die aufgrund einer besonderen Systemnähe übertragen worden war“, berücksichtigt worden. Das Finanzressort habe diese Regelung aber nach Markovs Amtsantritt im vergangenen Jahr aufgehoben.

So habe ein Referatsleiter am 22. Dezember allen Oberbehörden mitgeteilt, dass die Jubiläumszeiten auf Antrag der Betroffenen neu zu berechnen seien. Entgangenes Geld müsse früheren Angehörigen des MfS und Grenzpolizisten sogar nachgezahlt werden.

Grund sei „die Auffassung mehrerer Verwaltungsgerichte“. CDU-Generalsekretär Dieter Dombrowski nannte den Vorgang laut „Bild“ „ungeheuerlich“. Auf diese Weise würden die Täter „für ihre Dienste im Unrechtsstaat auch noch belohnt“.

Markov hingegen rechtfertigte das Vorgehen dem Bericht zufolge damit, dass er nur die Verwaltungsvorschrift eines Gesetzes der früheren SPD/CDU-Regierung ausführe. Innenminister Rainer Speer (SPD) wird mit den Worten zitiert: „Das haben wir politisch nicht gewollt.“ Es werde alles getan, „um den alten Zustand wieder herzustellen“.

In Brandenburg hatten insbesondere seit dem Antritt der rot-roten Landesregierung unter Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) mehrere Stasi-Enthüllungen für Aufsehen gesorgt. Zuletzt wurde die Kandidatur des Linken-Politikers Hans-Jürgen Scharfenberg für das Oberbürgermeisteramt von Potsdam kontrovers diskutiert.

Er hatte als IM an das Ministerium für Staatssicherheit berichtet. Im Interview mit WELT ONLINE erklärte Scharfenberg, er habe damals seine Tätigkeit für Stasi für seine Pflicht gehalten

(hier können Sie das ganze Interview lesen). http://www.welt.de/politik/deutschland/a...ne-Pflicht.html


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#364

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.01.2010 12:24
von karl143 (gelöscht)
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Tja Sauerländer,
das Bundesland kann sich das leisten. Ist zwar bettelarm (Armutsatlas der Bertelsmannstiftung von letzter Woche), hat Pleiten in die Welt gesetzt (Zeppelinhalle, Badeland usw) aber dafür ist das Geld da. Das war schon immer so. Die können sich nach dem förderalistischen System eben selber verwalten. Das Geld von den anderen Bundesländern gibts ja zum Ausgleich.


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#365

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.01.2010 12:37
von Sauerländer (gelöscht)
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Ja, es ist schwerlich nachzuvollziehen.

Interessant wäre ja mal, wer das an die Öffentlichkeit gebracht hat. Da war jemand mit der Dienstanweisung wohl nicht einverstanden? Danke!


Hier der link zum Bild-Bericht: http://www.bild.de/BILD/regional/berlin/...schen-voll.html


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#366

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 21.01.2010 15:04
von SCORN (gelöscht)
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Zitat von Sauerländer
Ja, es ist schwerlich nachzuvollziehen.



nur um dich richtig zu verstehen, fuer dich ist schwer nach zu vollziehen dass einem beamten, der (wahrscheinlich) um die 15-20 jahre seinen dienst fuer die bundesrepublik geleistet hat, seine dienstzeit in den grenztruppen der DDR angerechnet wird? ich beziehe mich hier extra nicht auf das mfs sondern die grenztruppen !

darf ich dann auch fragen warum das einen angehoerigen der grenztruppen, der doch mittlerweile seine treue zum dienstherren bundesrepublik zur genuege unter beweiss gestellt hat, verwehrt werden sollte ?

wenn ich bedenke dass mittlerweile die bundesrepublik an ehemalige angehoerige der waffes ss aus den baltischen staaten rente ueberweisst kommen mir doch so manche fragen ! aber du bist sicherlich der meinung dass man dass auf gar keinen fall vergleichen kann !? handelt es sich doch bei der DDR um eine totalitaere diktatur wie wir auch dank dieses forums, gott sei dank, alle wissen.


zuletzt bearbeitet 21.01.2010 15:18 | nach oben springen

#367

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.01.2010 16:46
von MajorTom | 217 Beiträge

Kinners, IM's heißen heute halt anders (z.B. V-Mann oder V-Leute), die gab und gibt es in jedem Geheimdienst, den ein jedes Land hat und nutzt. Und es wird sie auch immer geben, nur daß in der Regel niemand darüber wirklich berichtet. Man erinnere sich an den Verbotsprozeß gegen die unsägliche NPD...
Die Schweizer Seite readers-edition schreibt zum Beispiel über unseren "bekanntesten IM":
"Merkels Stasi-Umfeld
Wenn wir beurteilen wollen, was wir von einem Menschen erwarten können, fragen wir immer erst danach, wo er denn hekommt. Wir suchen uns ein Bild von ihm zu machen, indem wir ergründen, in welchem Umfeld jemand in der Vergangenheit gelebt hat, was seine Freunde und Verwandten waren und welches ihre Überzeugungen waren und sind. Das nicht zu tun, hieße blauäugig zu sein… Wir deutschen Wähler werden aber seit Jahren darüber im Dunkeln gelassen, aus welchem Umfeld denn unsere Kanzlerin kommt. Keine der maßgebenden Zeitungen hat darüber mehr als oberflächlich berichtet, bis jetzt das Schweizmagazin am 29.5.2008 titelte:

“Deutsche Kanzlerin Merkel ein Stasi-Spitzel?”

In der Talk-Show von Anne Will wies Oskar Lafontaine, der sich heftigen Angriffen wegen seiner Zusammenarbeit mit Gegor Gysi als angeblichem Zuträger der Stasi ausgesetzt sah, darauf hin, dass es die Kanzlerin Merkel selbst sei, die eine Aktivistin des DDR-Systems gewesen sei.

Informationen, die in den Archiven vergraben waren und die nach der Wende in der großen Vernichtungsaktion nicht untergegangen waren, sind Vielen schon seit Jahren bekannt. Ihre Veröffentlichung ist aber nicht opportun. Offenbar gefällt es maßgebenden Leuten in den Redaktionen und Verlagen oder denen, die Macht über sie haben, Frau Merkel vor allen Angriffen zu schützen. Ob diese Leute selbst wissen, über wen sie da die Hand halten?

Die Verflechtung mit dem DDR-Regime von Angela Dorothea Kasner, die mit ihrer ersten Ehe den Namen Merkel annahm und ihn nach Eingehung der zweiten Ehe behielt, hängt eng mit ihrem familiären Umfeld und ihren persönlichen und politischen Freunden zusammen, die fast ohne Ausnahme mit der Stasi verbandelt waren. Dabei spielen herausragende Rollen ihr Vater Horst Kasner, ihr mehrjähriger Lebensgefährte Michael Schindhelm, Clemence de Maizière sowie dessen Nachkommen Lothar de Maizière und Thomas de Maizière, Wolfgang Schnur, Manfred Stolpe, Klaus Gysi und Günther Krause – mit Ausnahme von Thomas de Maizière sämtlich Vollblutstasis, wenn nicht streng bewiesen, dann aber verdächtig…

Der Vater: Kapitalistenfresser in der Kirchenpolitik

Merkels Vater, Horst Kasner, war nicht ein bescheidener Pfarrer, sonden ein bedeutender Mann in der DDR-Kirchenpolitik, in der er zusammen mit dem einflussreichen Clemence de Maizière,einem registriertem Informanten der Stasi, die DDR-Pläne mit den Kirchen vorantrieb, vor allem die Abspaltung der evangelischen Kirche in der DDR von der Evangelischen Kirche des ganzen Deutschlands. Er war Mitglied der von Moskau gsteuerten Christlichen Friedenskonferenz (CFK) und im von der Staatssicherheit gelenkten Weißenseer Arbeitskreis. Er hatte alle Freiheiten, die nur die Bonzen hatten: zwei Autos und das Recht in den Westen zu fahren. Im staatlichen Auftrag fuhr er mit der “nationalen Front” nach Italien, wo er öffentlich erklärte, dass allein die KPI dieses Land retten könne. Ihr selbst gewählter Biographie-Schreiber, der CDU-Politologe Gerd Langguth, dem man auch nachsagt, dass er ein seriöser Analytiker sei, teilt mit, dass der dominante Pfarrer Horst Kasner seine Tochter Angela “entscheidend geprägt” habe. Langguth beschreibt den Geistlichen, der 1954 auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges von West nach Ost übergewechselt war und später im brandenburgischen Templin eine wichtige Einrichtung für die Ausbildung von Vikaren leitete, als Sympathisanten des SED-Staates. Seine politischen Anschauungen hätten ihm dort den Spitznamen “roter Kasner” eingebracht. Erst in der späten Wendezeit begann sich Angela Merkel zusehends - so Langguth - von ihrem “tief in das DDR-System verstrickten” Vater zu emanzipieren.

Über die Schülerin Angela Kasner berichtete der “IM Bachmann”, der u.a. auf Havemann angesetzt war, dass ihre “positive Grundhaltung bezüglich des Marxismus-Leninismus” bedeutend sei. Sie organisierte noch an der EOS Hermann Matern als führendes FDJ Leitungskader die Abschlussveranstaltung für ihren Abiturjahrgang. Vom Podium in der Aula rief sie auf zu Geldspenden für den Kauf von Waffen für die Frelimo-Rebellen in Mosambik und andere aktive kommunistische Gruppen in Südafrika. (Vgl. geisteswelt.blogsome.com)

Da sie die russische Sprache hervorragend beherrschte, durfte sie zum internationalen Schülerwettbewerb “Russische Olympiade” nach Moskau reisen.

Der Geliebte und der Arbeitskollege: Stasi-IM


Auf einem Studentenaustausch in Moskau lernte sie den gleichfalls dorthin entsandten Physikstudenten Ulrich Merkel kennen. Ihr eigener Vater traute die beiden im Jahre 1977. Vier Jahre später war sie mit der Ehe nicht mehr zufrieden. Nach ihrem Examen arbeitete sie am Zentralinstitut für Physikalische Chemie, einer Abteilung der DDR-Akademie der Wissenschaften in Berlin-Adlershof. In dieser Zeit wurden ihr ein längerer Aufenthalt in Prag und eine ausgedehnte Privatreise durch die Sowjetunion gestattet.

In dieser Zeit stieg sie innerhalb der FDJ auf zur FDJ-Freundschaftsratsvorsitzenden und als Mitgleid der FDJ-Kreisleitung zur FDJ-Leitungssekretärin und war damit Vorsitzende dieser kommunistischen Jugendorganisation an der Akademie der Wissenschaften der DDR. Ihr Büro teilte sie mit einem Sohn Havemanns, dessen Familie mit der Trennung und Scheidung der Eltern heillos zerrissen war. Zu ihrer damaligen Arbeit erklärte sie später, sie habe den Einkauf von Theaterkarten organisiert. Ihre Funktion und gewiss auch ihre Arbeit war aber die einer Sekretärin für Agitation und Propaganda. (Vgl. politik.de/forum/)

In der Arbeit an ihrer Dissertation lernte sie im Nachbarbüro im Institut ihren neuen Geliebten kennen, den Michael Schindhelm. Er und Merkel waren von 1984 – 1986 tätig an der Akademie der Wissenschaften der DDR im Elitezentrum in Berlin-Adlershof. Schindhelm hatte 1978 im Studium in Woronesh in der Sowjetunion, die Verpflichtungserklärung als IM abgegeben. Auch Angela Merkel hatte 1978 eine verpflichtungserklärung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR als Vorbedingung für die Arbeit am DDR-Eliteinstitut erhalten. Sie behauptet, dass sie abgelehnt gehabt hätte.

Die politischen Trittbretthalter: registrierte IMs und und Stasiverdacht

Mit Ausnahme von Helmut Kohl, dem ganz offensichtlich völlig gleich war, woher jemand kam, sowie mit Ausnahme des unsäglichen Günther Krause, begann mit der Wende Merkels Aufstieg mit Unterstützung durchweg von Leuten, die mit der Stasi zusammengearbeitet hatten oder immer in Verdacht blieben. Das sind Wolfgang Schnur, der als Stasi enttarnte Vorsitzende des Demokratischen Aufbruchs (DA), Lothar Maiziere, der im Ruch steht, der IM Czerny zu sein und Manfred Stolpe, angenommener IM “Sekretär”, der im steten Kontakt mit dem Vater von Gregor Gysi, Klaus Gysi, dem Minister für Kultur und Staatssekretär für Kirchenfragen der DDR stand.

Ausgerechnet Klaus Schnur musste sie als Sprecherin in den Vorstand der DA holen, ausgerechnet Schnur und Lothar de Maizière, der Vater des Horst Kasner-Spezis Clemence de Maizière und Günther Krause fanden Anlass, Helmut Kohl für Angela Merkel zu erwärmen. Der weitere Weg ist bekannt. Interessant ist, dass Merkel sich gerade mit Thomas de Maiziere den Enkel von Clemence de Maizière (Spezi ihres Vaters) und Sohn ihres eigenen Förderers Lothar de Maizière als Kanzleramtsminister in die Regierung holte. Geben und Nehmen über Generationen hinweg!

Der Sonderfall: Merkels Bespitzelung des Dissidenten Robert Havemann

Seit 1976 wurde das Haus des bedeutendsten internen DDR-Kritikers Robert Havemann von der Stasi mit massiver Unterstützung von Hunderten FDJ-Aktivisten observiert. Ganz offensichtlich war an einem Tage im Jahre 1980 auch Angela Merkel, damals schon verheiratete Merkel und führender FDJ-Kader, dabei. Denn sie ist auf einem Foto zu sehen, wie sie auf das streng bewachte Haus Havemanns zugeht. Dieses Haus liegt in einem Viertel von Berlin, in dem Merkel wohl nie etwas zu tun hatte. Durch ihre Bekanntschaft mit dem außer Hause lebenden Sohn Havemanns wird sie die Zusammenhänge gekannt haben und sich nicht ohne besondere Absicht dort bewegt haben. Aber sie kann ja den dringenden Verdacht ausräumen. Sie steht aber nicht zu ihrer Vergangenheit. Vielmehr hat sie die Ihr treu ergebene Birthler-Behörde veranlasst, das Foto, auf dem jeder sie erkannte, zu rastern. (Vgl. schweizmagazin.ch/news/ - am 29.5.2008; spiegel.de/spiegel/ und de.indymedia.org/)

Interessant ist, dass gerade Gregor Gysi, der Havemann rechtlich gegen die Behörden der DDR – und natürlich auch gegen die Stasi – vertreten hat, von der Merkel-CDU und ihrer Birthler-Behörde als Stasizuträger hingestellt wird. Dabei dienten seine Gespräche mit der Stasi der Verfolgung der Interessen seines Mandanten – und Erfolg hatte er auch, indem er Lockerungen durchsetzte.

Das Resümee

Wir haben eine Kanzlerin, die mit ihrem gesamten persönlichen Umfeld und bis in ihren merkwürdigen Aufstieg bis zur Kanzlerin voll von Menschen umgeben und getragen wurde, die fest mit dem System der DDR verankert waren, die wichtigsten darunter im Dienste der Staatssicherheit. Erst mit der Wende hat sie sich selbst zur Gegnerin der DDR-Diktatur gemacht. Bis dahin war sie linientreue Dienerin des Systems, in dem sie weiter aufsteigen wollte. Und solch eine Frau spielt sich zum Richter über schwache Naturen wie Filbinger auf, der sich ohne Murren für das Naziregime einsetzen ließ, aber immerhin heimlich dagegen intrigierte!? So viel kann man sagen, dass sie keine schwache Natur ist. Denn was immer sie als ihr Credo angibt, verfolgt sie auch mit starken Worten – jedenfalls so lange, bis sich der Wind dreht.

Würden Sie Ihrem Sohne eine solche Frau wünschen, von der sie wissen, dass sie ihr Leben lang das Gegenteil von dem gelernt und getan hat, worauf es jetzt ankommt? Es geht nicht darum, dass jeder seine Anschauungen ändern kann. Aber ob es ihm wirklich gelingt und ob nicht die eingefahrenen Geleise ihn später wieder auf gewohnte Wege bringen, ist offen.

Bei Frau Merkel gibt es viele Anlässe anzunehmen, dass die DDR für sie noch lange nicht gestorben ist. Bests Beispiel ist ihre Rede im letzten Bundestagswhlkampf, in der sie ausführt, dass man nicht diskutieren dürfe, ob man wirklich öffentliche Plätze sämtlich mit Kameras überwachen soll. Sie meint, so was müsse man “einfach machen”. So wie die Stasi auch nie gefragt hat, bevor sie handelte. Wenn wir eine Kanzlerin haben mit der nicht aufgearbeiteten Mentalität eines Stasi-Unterstützers, kann es nicht verwundern, dass die staatliche Überwachung bald nicht anders aussieht als in der DDR."
Der Beitrag ist von Rolf Ehlers. Ansonsten schließe ich mich Scorn an.
Tom


Die DDR war meine Heimat, auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte - wo die DDR war, ist meine Heimat nicht mehr


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#368

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.01.2010 17:28
von Augenzeuge (gelöscht)
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Naja, wenn das so ist, dann wäre das ja der letzte grosse Coup des Mfs.

Einige müssten also jetzt ihre Einstellung zum heutigen Staat überdenken. Vielleicht wird es ja nun doch so, wie sie immer wollten, sie könnten sich dann auch geruhsam zurücklehnen, nun ist ja eine von ihnen ganz oben.....

Wer's glaubt wird selig, sagt Dieter Nuhr. Glauben beruht sehr oft auf schlechtem Zuhören. Naja, vielleicht, meint
AZ

http://www.youtube.com/watch?v=NtVt5G8OuKk


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#369

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.01.2010 17:37
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Der war gut Jörg, der lange Text vom Major Tom. Erst wollte sich der Rainer- Maria aus dem Forum verabschieden, aber jetzt wird er wieder munter.
Sein alter Kampfgeist ist erwacht, Angela wird es richten, eine neue DDR, besser gemacht wird aus der Asche wie der Phönitz, oder wie der hieß auferstehen.
Zur Feier des Tages, habe ich gerade zu meiner Frau gesagt...Sekt.
Meine Angela, ein Langzeitschläfer, eine Zeitzünderbombe...und Bumm.
Nur wann, Angela, wann, bitte gib ein Zeichen?

R-M-R


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#370

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.01.2010 17:47
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Rainer

du meinst bestimmt,die neue DDR wird wie der Phoenix aus der Asche auferstehen..

Na denn-Faust hoch Genossen..



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#371

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.01.2010 17:47
von Augenzeuge (gelöscht)
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Nun, Rainer, der Text war mir bekannt- im Web scheint er derzeit die Runde zu machen.
Aber über deinen Text musste ich auch .

Wer noch etwas mehr lesen möchte:
http://geisteswelt.blogsome.com/2007/06/...beiter-gewesen/

AZ


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#372

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 22.01.2010 18:08
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Was musste ich da lesen Jörg, in deinem Link, das die SPD unser Sozialsystem in den Feudalismus zurückgeführt hat.
Da schwannt mir schlimmes, denn wurde nicht die Herrschaft der SED damit verglichen, siehe Captn Delta und Andere in einem anderen Thema?
Aber es sind alles Verschwörungstheorien, genauso gut könnte man dem CIA die Sache mit dem 9.11...in die Schuhe schieben.

R-M-R


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#373

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2010 15:48
von MajorTom | 217 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Der war gut Jörg, der lange Text vom Major Tom. Erst wollte sich der Rainer- Maria aus dem Forum verabschieden, aber jetzt wird er wieder munter.
Sein alter Kampfgeist ist erwacht, Angela wird es richten, eine neue DDR, besser gemacht wird aus der Asche wie der Phönitz, oder wie der hieß auferstehen.
Zur Feier des Tages, habe ich gerade zu meiner Frau gesagt...Sekt.
Meine Angela, ein Langzeitschläfer, eine Zeitzünderbombe...und Bumm.
Nur wann, Angela, wann, bitte gib ein Zeichen?

R-M-R



nee, R-M-R, die Angela, die ist ein Überläufer, ein Wendehals, hat sich vom CFR kaufen lassen, der Truppe die auch vuzGu steuert.
Kleiner Ausschnitt darüber von zeitgeist-online, gefunden im Guttenberg-Dossier:
Die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik

Es wird daher Zeit, einmal die DGAP etwas kritisch zu beäugen: Ein Blick auf die aktuelle Mitgliederliste zeigt eine interessante Mixtur aus einflussreichen Politikern, Wirtschaftskapitänen, Bankenbossen und Medienmogulen.

Die DGAP firmiert auch unter German Council on Foreign Relations, was ihre abhängige Verwandtschaft zum entsprechenden US-amerikanischen Einflussgremium „CFR“ verdeutlicht. Die DGAP ist also ein direkter „Kaktusableger“ des CFR.

Über den Council on Foreign Relations (CFR) ist schon vieles geschrieben worden, und hier ist nicht der Ort, all dies wieder aufzufrischen. Es kann jedoch kein Zweifel daran bestehen, dass es sich bei dieser Gesellschaft um ein äußerst einflussreiches Gremium handelt, dass sich gerne als „Denkfabrik“ apostrophiert. Die finanziell hochpotenten Kreise, die den CFR unterhalten, haben eine klare Vorstellung davon, wie die Welt nach ihrem Wunsch und Willen modelliert werden soll. Diese Vorstellungen überschneiden sich streckenweise mit neoliberalen, neokonservativen oder US-amerikanischen geostrategischen Interessen, kommen aber nie 100%ig mit diesen zur Deckung, denn es handelt sich um Interessen „sui generis.“ Die Aufnahme in dieses Einflussgremium steht folglich nicht jedem politisch Interessierten offen, sondern erfolgt nach eigenen Regeln.

Der CFR unterhält ein von David Rockefeller bezahltes Denkfabrikprogramm, dass sich in drei Zentren unterteilt: Das Center für Präventivaktionen, das Greenberg Center für geoökonomische Studien und das Zentrum für universale Erziehung.
An diesen Zentren geschieht bei geeigneten Kandidaten Hirnmassage auf höchstem Niveau, und der Blickwinkel der Stipendiaten und dort Forschenden wird kunstvoll so geformt und eingeengt, bis sie zu perfekten Transformatoren der Ideen von Rockefeller, Kissinger und Associates werden und ihnen deren Gedanken und Strategien als ihre eigenen erscheinen. Die hier geformten Ideen werden dann in einer unübersehbaren Zahl von Publikationen (Büchern, Zeitschriften, Gastkommentaren) und andern Kommunikationsmedien in den Mainstream abgelaicht und als die jeweils eigenen Denkprodukte verkauft. Natürlich gelingt es nicht immer, einen gewissen „Stallgeruch“ wegzuparfümieren. Künstlerische Naturen nennen so etwas dann „Zeitgeist“.
Tom


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#374

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2010 16:09
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Tom, das Ganze erinnert mich an solche Logen aus dem Mittelalter, wo nur der engere Kreis usw.....
Ist halt eine Neuauflage, moderner, raffinierter, intelligenter, man sollte sie nicht unterschätzen und die alten Kommunisten haben das getan, das Kapital unterschätzt.
Was sich ja dann bitter gerächt hatte.Mann wird das auch nicht knacken können, denn da gehört ebenfalls genauso viel Raffinesse dazu.

R-M-R


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#375

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2010 16:20
von MajorTom | 217 Beiträge

R-M-R, die haben nicht das Kapital unterschätzt, sondern sich in ihren Elfenbein-Turm zurückgezogen und den Kontakt zur Realität verloren!
Wirtschaftskapitäne haben damals das MfS aufgefordert, eine schonungslose Analyse der Lage zu erstellen, was dieses auch tat. Der Erfolg: Gleich Null!
Kann das Jahr nicht mehr beziffern, müßte ich raussuchen. Der Moment, da sie Kritik nicht mehr zuließen, war der Beginn des Untergangs. So traurig, wie es ist. Es sind Fehler gemacht worden, die sich nie wiederholen dürfen. Aber das ist Zukunftsmusik, momentan läßt sich der deutsche Michel (und nicht nur der!) von den Habenden im Lande noch wunderbar einlullen, wie man auch hier im Forum zur Genüge feststellen kann...
Tom


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#376

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2010 16:34
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Tom, das hatte ich irgendwo in einem anderen Beitrag einmal geschrieben. Wir hatten in dem Gründerzeithaus, wo ich in Leipzig gewohnt habe, zwei junge Ingenieure, der Eine war in Lubmin tätig und der Andere...ach keine Ahnung,
Kurz und gut, die Jungs waren so motiviert in ihrer Arbeit, da habe ich auf die letzten Jahre der DDR immer gedacht...solche jungen Leute ans Ruder, das Ding herumreißen und dann vieles bessser machen.
Aber wie du schon schreibst, die alten Männer machten es wie der Vogel Strauß und steckten den Kopf in den Sand.

R-M-R


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#377

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2010 18:48
von MajorTom | 217 Beiträge

yep, Rainer-Maria, die gab es, und sogar eine ganze Menge. Genauso gab es aber auch die, die ich im Betrieb meines Vaters (also, wie damals üblich, wo er arbeitete, nicht, der ihm gehörte...) kennenlernte: Um 06:00 Uhr war Arbeitsbeginn. Wenn gegen 06:30 Uhr der Direktor auf den Hof fuhr, beauemte man sich an die Maschinen... Dort habe ich als Schöler in den Ferien das erste Mal an der Drehbank gestanden und die Facharbeiternorm gebrochen. Habe Klasse verdient damals, 800 Mark in den genannten Ferien!
Die alten Männer steckten wirklich den Kopf in den Sand. Zwar war Gorbi 1985 nach heutigen Aussagen angetreten, um den Sozialismus zu zerschlagen (mit Erfolg, wie man heute weiß), aber, daß ab 1986 keine Staatsbilanzen mehr erstellt wurden, die Regierung sich also ihrem (und unserem dummerweise!) Schicksal ergab, das war hausgemacht. Wenn es helfen würde, könnte ich diese Typen stundenlang würgen. Sie haben es geschafft, die Idee auf 100 Jahre zu diskreditieren. Da braucht es nicht mal die B**d-Zeitung...
Tom


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#378

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2010 19:39
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von MajorTom
.... daß ab 1986 keine Staatsbilanzen mehr erstellt wurden, die Regierung sich also ihrem (und unserem dummerweise!) Schicksal ergab, das war hausgemacht. Wenn es helfen würde, könnte ich diese Typen stundenlang würgen. Sie haben es geschafft, die Idee auf 100 Jahre zu diskreditieren..
Tom



Ach, Tom, die Idee wurde doch nicht erst 1986 von den alten Herren diskreditiert. (Da hätte nie ein Würgen genützt.) Die Idee war schon lange vorher gescheitert....wer sich die Fakten der Geschichte nicht nur ansieht, sondern auch deren Ursache erkennt, der sollte auch verstehen warum.
Was sagte der Offizier, der die Bornholmer Brücke damals öffnete: "Wer die DDR so wie ich gekannt hat, vom Anfang bis zum Ende, der will sie nicht wieder haben." Der Mann hat eben erkannt, es gibt etwas besseres, wobei sicher nicht der Status Quo gemeint ist.

Allerdings, ob dies 100 Jahre dauern wird, das hängt vom Umgang unsere Gesellschaft mit den heutigen Problemen ab.
AZ


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#379

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 23.01.2010 23:23
von icke46 | 2.593 Beiträge

Hallo, AZ,

vielleicht machst Du einen ganz kleinen Denkfehler, wenn Du sagst, das die Idee schon lange vorher gescheitert war. Diese Idee, die Tom - nach meinem Dafürhalten - ansprach, existiert seit nunmehr 2000 Jahren - die Grundprinzipien wurden seinerzeit in der Bergpredigt gelegt.

Und ich oute mich in der Hinsicht gerne als Gescheiterter: ich glaube immer noch, das ein menschlicheres Miteinander möglich ist - unabhängig davon, ob man sich auf Marx oder auf Christus bezieht: es ist machbar - auch wenn man es heutzutage nicht mehr glauben mag.

Gruss

icke



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#380

RE: Brandenburg stellt sich der Stasi-Vergangenheit

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.01.2010 10:07
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Hallo icke,

ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt, ich meinte nur die Idee der Umsetzung dieser Ideale durch und mit der DDR.

Übrigens, hatte ich nicht doch recht, mit Lafontaine? Kaum ist er weg, schon kommt die SPD auf die Linken zu.
Warte noch etwas, wenn noch der verschwindet, den man nicht als "notar" bezeichnen darf, dann steht dem grossen Bündnis fast nichts mehr im Wege......

Gruss, AZ


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