#41

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 02:10
von chucky | 1.213 Beiträge

Hallo,
ich belese mich schon einige zeit.
du bist ja bestimmt ein wissenter.
wie war es bei euch wenn ein normaler bürger in ein anderes land wollte. welche maschinerie trat in kraft


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#42

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 04:14
von westsachse | 464 Beiträge

Zitat wosch

Wenn Du meinst, daß Ihr Recht hattet, Millionenfach in fremder Post rumzuschnüffeln, dann beweist das doch nur Deine Einstellung zu den grundlegenden Werten, wie Freiheit und Demokratie.

Ende des Zitats.

Ich verstehe bei der Unterhaltung keinen Spass mehr!!!

ohne Gruß
westsachse


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#43

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 04:26
von Sauerländer (gelöscht)
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Zitat von Sauerländer

Zitat von Pitti53

Zitat von Sauerländer
Jetzt mal ein paar Infos hier:

Geht nicht, wollte was einbinden, versuche es mal über die Bildergalerie...


wo sind die infos?




Tut mir leid Pitti, im Moment bekomme ich es nicht hin, ich kann die Texte nicht hochladen.
Wahrscheinlich muß ich die mit weniger pixel noch mal einscannen.

Da komme ich aber erst diese Nacht zu.




So Pitti, nur für Dich habe ich mich die Nacht noch mal hingesetzt und die Texte in die Bildergalerie eingestellt. Stehen keine Geheimnisse drin, ist vielleicht aber mal interessant was die offizielle Seite dazu schrieb.
Am Anfang ist das Inhaltsverzeichnis. Wenn jemanden daraus etwas interessiert, dann bitte Bescheid sagen, ich stelle es dann auch in die Galerie. Für die ganzen 120 Seiten war es mir jetzt ein bißchen zu spät.


zuletzt bearbeitet 24.10.2009 04:27 | nach oben springen

#44

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 06:34
von wosch (gelöscht)
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Zitat von westsachse
Zitat wosch

Wenn Du meinst, daß Ihr Recht hattet, Millionenfach in fremder Post rumzuschnüffeln, dann beweist das doch nur Deine Einstellung zu den grundlegenden Werten, wie Freiheit und Demokratie.

Ende des Zitats.

Ich verstehe bei der Unterhaltung keinen Spass mehr!!!

ohne Gruß
westsachse




...................................................................................................


Hallo Westsachse!
Damit kann ich leben.
Wenn Du Spaß haben willst, ist ja bald wieder Karneval!!
Mit Gruß, ein Mecklenburger


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#45

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 10:49
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat wosch

Wenn Du meinst, daß Ihr Recht hattet, Millionenfach in fremder Post rumzuschnüffeln, dann beweist das doch nur Deine Einstellung zu den grundlegenden Werten, wie Freiheit und Demokratie.

Ende des Zitats.
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Zitat westsachse

Ich verstehe bei der Unterhaltung keinen Spass mehr!!!

ohne Gruß
westsachse[/quote]
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Zitat wosch

Hallo Westsachse!
Damit kann ich leben.
Wenn Du Spaß haben willst, ist ja bald wieder Karneval!!
Mit Gruß, ein Mecklenburger

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Na lieber westsachse, gerade für deinen 100 Beitrag als EXPERTE, hätte ich mir schon was besseres gewünscht, versuch es doch zum Karneval noch einmal,am 11.11. 11:11, übrigens sollte man schon Spaß mitbringen oder gibt es den in Sachsen nicht, nur mal so am Rande, damit das Thema wieder in Schwung kommt,
Mit Gruß ein nicht Sachse


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#46

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 11:34
von dein1945 (gelöscht)
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Zitat von chucky
Hallo,
ich belese mich schon einige zeit.
du bist ja bestimmt ein wissenter.
wie war es bei euch wenn ein normaler bürger in ein anderes land wollte. welche maschinerie trat in kraft



Ich nehme mal an, Du meinst die "Alt Bundesbürger", Ich als W-Berliner, habe mich schon Anfang der Sechziger in Tempelhof ins Flugzeug gesetzt, war nach 35 min in Hannover, hatte keine Lust auf Interzonenzug und 5 Stunden dorthin, in H. angekommen mit dem Bus zum Bahnhof und ab in den Zug nach Italien, Schlafwagen, meinen "Behelfs Personal Ausweis", ja sowas hatten wir Berliner dem Schaffner gegeben, in Freiburg mich schlafen gelegt und in Genua mein Frühstück vom Schaffner bekommen, auch den Ausweis gab es zurück, ich hatte nicht mal die Pass- und Zollkontrolle in der Schweiz oder Italien mitbekommen. Übrigens ga es keine -maschinerie-, ich bin gefahren und das war es,
Gruß aus Berlin


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#47

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 11:37
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Wolfgang B.
Zum Thema Postgeheimnis eine Anekdote aus meinem persönlichen Erleben.

Ende der 1970er Jahre bekam ich von meiner Mutter (BRD) die Adresse meiner Großeltern (DDR) zugesteckt.
Die Adresse hatte sie seit etwa 1959/60 vor mir versteckt.
Ich schrieb dann an meine "unbekannten" Großeltern einige Briefe.
Alle kamen wieder zurück mit dem Vermerk (sinngemäß) "Auch nach mehrmaligem Ausrufen Adressat unbekannt".
Darufhin nahm ich an, dass die Großeltern nicht mehr lebten.
Der Ort zählt nebenbei bemerkt gerade mal um die 2.000 Einwohner.
Nach der "Wende" konnte ich feststellen, dass meine Großeltern zum Zeitpunkt meiner Schreiben zwar tatsächlich schon verstorben waren, aber damals eine Tante und zwei Cousinen unter der Adresse wohnten. Außerdem gab es in unmittelbarer Nachbarschaft eine weitere Tante mit weiteren Cousins und Cousinen.
So viel zum Thema "Ausrufen".
Ob meine Schreiben damals "irgendetwas" in Gang setzten ist mir nicht bekannt. Merkwürdigerweise fiel aber ein "tragisches" Ereignis in Zusmmenhang mit meinem Onkel (1949-1957 in Westdeuitschland) genau in diesen Zeitraum.

Bitte, das ist nur eine Geschichte. Ich will damit keine Behauptungen o.ä. in irgendeiner Form aufstellen.


@wolfgang, da meine oma selbst ne post-tante war und über 40 jahre die post austrug kenne ich so manche geschichte von ihr. klar kannte auch sie auf ihrer tour jeden und dessen familiäre geschichte. so konnte durch diesen umstand die post auch immer ans ziel kommen.
in deinem fall wird es vermutlich wirklich das mfs gewesen sein, die eine rück-verbindung verhindern wollten. hast du mal nachträglich in erfahrung gebracht wo und als was deine familie tätig war ?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#48

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 11:40
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Augenzeuge

Zitat von GilbertWolzow

daher meine frage an dich: wie werden denn die geheimdienste in einer demokratie kontrolliert?
bitte nur ernstgemeinte antworten und keine luftleeren worthülsen an mich. danke



Nun ich helfe mal aus, dem Gilbert das zu erzählen was er eh schon weiß, aber andere wissen es sicher nicht unbedingt:

Der Koordinator für die Nachrichtendienste koordiniert als höchster Sicherheitsbeamter der Republik im Bundeskanzleramt die Arbeit von BND, MAD und Verfassungsschutz und hilft so, Kompetenzgerangel zu vermeiden. Damit ist er eher Manager denn Kontrolleur.

Die parlamentarische Kontrolle des BND wird durch vielerlei Mechanismen und Instanzen garantiert - zumindest theoretisch. Dazu gehören zunächst die allgemeinen Rechte eines jeden Abgeordneten wie das Frage- und Informationsrecht (Art. 38 GG). Doch die einfachen Vertreter im Bundestag unterliegen keiner Schweigepflicht. Brisante Informationen über geheimdienstliche Vorgänge werden ihnen deshalb in der Regel verweigert.

Der Untersuchungsausschuss als Instrument der parlamentarischen Wahrheitsfindung kann er sehr wohl enormen Druck auf die Regierung und Regierungsstellen ausüben und damit zur Aufklärung der Öffentlichkeit beitragen.


Nun meine Frage: Wie war das in der DDR?




danke @augenzeuge für deine mühe die du dir gemacht hast. aber leider alles, wie du selbst schreibst, theorie...

in der ddr war es fast genauso...aber auch nur theorie. jeder (!!!) volkskammerabgeordnete hätte auskunft verlangen können. die 1. kreissekretäre der sed sowieso...

wir wollen uns doch beide weiter offen in die augen sehen... damals hat keiner in eine akte geschaut und heute ist es aus den selben gründen analog...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#49

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 12:10
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo alle zusammen, lasst uns mal langsam wieder zum eigentlichen Thema zurückkommen.
Das mit dem Brief, den diese Frau..., "das spätere Opfer"geschrieben hatte und dafür acht Monate in den Strafvollzug musste, lässt mir nähmlich keine Ruhe.
Ich mutmaße einmal, es war eine Republikflucht verabredet.
Nur so bekommen die acht Monate einen Sinn, den über anderen belanglosen Kram wurde bestimmt nicht geschrieben.
Und die Frau war schon vorher " auffällig" geworden, den sonst hätte keiner ihre Post durchschnüffelt.
Trauma hin, Trauma her, für Alles gibt es Gründe, suchen wir also nach den Gründen, den Ursachen usw.
Ich merke schon, auch bei dem Thema ist in unserem tollen Forum wieder der Klassenkampf ausgebrochen aber das ist gut so, es wäre sonst so langweilig in unserem schönen Deutschland mit seinen aller Jahre wiederkehrenden Krisen, seinem Geplapper von Demokratie, dem ganzen Einheitsbrei, der einen Säugling zum Erbrechen bringen würde.

Gruß Rainer- Maria


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#50

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 13:10
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow

Zitat von Wolfgang B.
Zum Thema Postgeheimnis eine Anekdote aus meinem persönlichen Erleben.

Ende der 1970er Jahre bekam ich von meiner Mutter (BRD) die Adresse meiner Großeltern (DDR) zugesteckt.
Die Adresse hatte sie seit etwa 1959/60 vor mir versteckt.
Ich schrieb dann an meine "unbekannten" Großeltern einige Briefe.
Alle kamen wieder zurück mit dem Vermerk (sinngemäß) "Auch nach mehrmaligem Ausrufen Adressat unbekannt".
Darufhin nahm ich an, dass die Großeltern nicht mehr lebten.
Der Ort zählt nebenbei bemerkt gerade mal um die 2.000 Einwohner.
Nach der "Wende" konnte ich feststellen, dass meine Großeltern zum Zeitpunkt meiner Schreiben zwar tatsächlich schon verstorben waren, aber damals eine Tante und zwei Cousinen unter der Adresse wohnten. Außerdem gab es in unmittelbarer Nachbarschaft eine weitere Tante mit weiteren Cousins und Cousinen.
So viel zum Thema "Ausrufen".
Ob meine Schreiben damals "irgendetwas" in Gang setzten ist mir nicht bekannt. Merkwürdigerweise fiel aber ein "tragisches" Ereignis in Zusmmenhang mit meinem Onkel (1949-1957 in Westdeuitschland) genau in diesen Zeitraum.

Bitte, das ist nur eine Geschichte. Ich will damit keine Behauptungen o.ä. in irgendeiner Form aufstellen.


@wolfgang, da meine oma selbst ne post-tante war und über 40 jahre die post austrug kenne ich so manche geschichte von ihr. klar kannte auch sie auf ihrer tour jeden und dessen familiäre geschichte. so konnte durch diesen umstand die post auch immer ans ziel kommen.
in deinem fall wird es vermutlich wirklich das mfs gewesen sein, die eine rück-verbindung verhindern wollten. hast du mal nachträglich in erfahrung gebracht wo und als was deine familie tätig war ?




Danke @Gilbert für Deine offene Antwort. Nein, ich konnte bisher an keine "amtlichen" Informationen kommen.

Zum allgemeinen Verständnis nochmals kurz die Geschichte:
1949/50
Flucht meines Vaters und des besagten Onkels nach Westdeutschland.
1950-1954
Vater in der Fremdenlegion (3 1/2 Jahre Indochina) - Onkel Landarbeiter am Niederrhein
1954
Treffen sich die Beiden vermutlich im Raum Hannover. Warum, weiß ich nicht. Vermute aber Rückkehrabsicht.
1954-1956
Vater und Onkel wohnen gemeinsam in Freiburg
1956 (November)
Der Onkel geht (offiziell) zurück an den Niederrhein. Im Dezember Abmeldung nach "Neukirchen"?
1957
Im Januar heiraten meine Eltern, ich werde geboren. Der Onkel heiratet in der DDR, wohnt nur einen Steinwurf von seiner Familie entfernt.
1960/61
Mein Vater setzt sich von der Familie ab. Bleibt aber in der BRD (kleine Lücken beim Aufenthalt bestehen)
1963
Der Onkel trennt sich nach der Geburt des dritten Kindes von seiner Familie und zieht nach Brandenburg oder Berlin.
Sätestens ab hier beginnen die Spekulationen.
Angeblich soll seine neue Lebensgefährtin "MfS-Kontakte" haben, wobei der Onkel da irgendwie involviert sein soll. Aus dem Landarbeiter bzw. LPG-Melker wird ein Taxifahrer. Seine Kontakte zur Familie werden "heimlich". Bei einer Feier im Familienkreis gesteht der Onkel gegenüber einer seiner Schwestern "Stasi-Kontakte". Konkret wird er nicht, er erklärt nur mit seinem Gewissen nicht klar zu kommen.
Einige Zeit danach wird die Familie über den "Suizid" des Onkels in Kenntnis gesetzt. Das genaue Todsdatum, die genaue Todesursache (angeblich Gasvergiftung)ist in der Familie bis heute unbekannt. Die Schwester der er sich "anvertraut" hatte sagt: "Wir bekamen nachträglich eine vage Benachrichtigung, daraufhin haben wir uns dann nicht getraut nachzufragen".
Der Selbstmord (?) meines Onkels, wie gesagt ich kann nur einen groben Zeitrahmen angeben, viel in die Zeit meiner ersten Briefe. Ich kann nur hoffen durch diese Briefe nicht "etwas" in Gang gesetzt zu haben.
1985 Mein Vater stirbt in der BRD. Seine Leiche liegt an die sechs Wochen in seiner Wohnung. Genaue Todesursache und genaues Todesdatum konnten nie festgestellt werden.

Ich weise ausdrücklich nochmals darauf hin, keine Behauptungen, Verschwörungstheorien oder dergleichen aufzustellen. Ich finde eben nur keine Erklärung für die "Geschichte". Ach ja, bis heute erhalte ich keinerlei Auskünfte (Standesamt, Meldebehörde)über meine Familie.


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#51

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 13:14
von Wolfgang B. (gelöscht)
avatar

Tschuldigung R.M. und alle, bin wieder mal vom Thema abgekommen


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#52

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 13:43
von Sauerländer (gelöscht)
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Zitat von Wolfgang B.
Tschuldigung R.M. und alle, bin wieder mal vom Thema abgekommen



Hallo Wolfgang,
ich glaube da mußt Du dich nicht entschuldigen, denn für Dich ist die Familiengeschichte wichtig und mit so etwas Ungewissem zu leben sicher auch belastend.

Du schreibst, daß Du bei den Ämtern keine Auskunft zu Deiner Familie erhältst.
Was hast Du denn angefragt und mit welcher Begründung hat man es verweigert ?
"Normalerweise" sollte doch eine Anfrage beim Melderegister, Standesamt etc. durch die Familienangehörigen kein Problem sein, sei es aus Ahnenforschungsgründen oder Erbangelegenheiten.

Der "Bergmensch" hatte auch eine Angelegenheit in der er Informationen suchte, das war sehr interessant. Einige im Forum haben sich einen Kopp gemacht, wie man wohl weitere Informationen erlangen könnte (Kirchenbücher, Ämter, Telefonverzeichnisse etc.)

Wärst Du denn interessiert an einer weiteren Aufklärung (zu der Namen, Daten etc. benötigt würden) ?
Bei so vielen Leuten hier im Forum mit Fachwissen sollte es doch möglich sein, etwas herauszubekommen, und sei es dass sie in der Nähe eines wichtigen Ortes wohnen und dort etwas in Erfahrung bringen können.

Ich finde, geschichtliche Vorgänge anhand eines konkreten Falles sind aufschlußreicher als "ellenlange abgetippte Sermone".

Wärst Du denn bereit dafür, ungeachtet dessen was am Ende herauskommt ?

Was ich nicht so ganz verstanden habe (ich muß das bei Dir noch mal nachlesen) war, daß Dein Vater und Dein Onkel im Westen zusammen gewohnt haben und später in die DDR zurückgekehrt sind, wo Dein Onkel geheiratet hat (oder habe ich jetzt was in der chronologischen Abfolge durcheinander geworfen?)

Konnten Sie denn ohne Probleme zurückkehren (strafrechtliche Folgen) ?




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#53

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 14:32
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Hallo Wolfgang, die Familie, so wie Sauerländer schon richtig schreibt, geht natürlich vor. Den wie hieß es so schön in der alten DDR: "Privat geht vor Katastrophe". Immer, füge ich jetzt an.
Morgen habe ich wieder eine Lesermeinung, aus der FAZ, für das Thema Afghanistan, sie erinnert mich etwas an deinen Vater, den alten Fremdenlegionär und Dien Bien Phu, die französische Festung in Vietnam, über die wir schon im Thema " Diskussion BRD- DDR allerhand geschrieben hatten.
Jetzt gehts erst mal zur Familienfeier, also " Privat vor Forum", aber das ist natürlich keine K., eher das ganze Gegenteil.

Bis Morgen verbleibt
Rainer- Maria


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#54

RE: Hans-Joachim Pohl: über seine schmerzvolle Spurensuche nach der DDR-Vergangenheit seiner Familie.

in Presse Artikel Grenze 24.10.2009 16:02
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Zitat von Sauerländer

Zitat von Wolfgang B.
Tschuldigung R.M. und alle, bin wieder mal vom Thema abgekommen



Hallo Wolfgang,
ich glaube da mußt Du dich nicht entschuldigen, denn für Dich ist die Familiengeschichte wichtig und mit so etwas Ungewissem zu leben sicher auch belastend.

Du schreibst, daß Du bei den Ämtern keine Auskunft zu Deiner Familie erhältst.
Was hast Du denn angefragt und mit welcher Begründung hat man es verweigert ?
"Normalerweise" sollte doch eine Anfrage beim Melderegister, Standesamt etc. durch die Familienangehörigen kein Problem sein, sei es aus Ahnenforschungsgründen oder Erbangelegenheiten.

Der "Bergmensch" hatte auch eine Angelegenheit in der er Informationen suchte, das war sehr interessant. Einige im Forum haben sich einen Kopp gemacht, wie man wohl weitere Informationen erlangen könnte (Kirchenbücher, Ämter, Telefonverzeichnisse etc.)

Wärst Du denn interessiert an einer weiteren Aufklärung (zu der Namen, Daten etc. benötigt würden) ?
Bei so vielen Leuten hier im Forum mit Fachwissen sollte es doch möglich sein, etwas herauszubekommen, und sei es dass sie in der Nähe eines wichtigen Ortes wohnen und dort etwas in Erfahrung bringen können.

Ich finde, geschichtliche Vorgänge anhand eines konkreten Falles sind aufschlußreicher als "ellenlange abgetippte Sermone".

Wärst Du denn bereit dafür, ungeachtet dessen was am Ende herauskommt ?

Was ich nicht so ganz verstanden habe (ich muß das bei Dir noch mal nachlesen) war, daß Dein Vater und Dein Onkel im Westen zusammen gewohnt haben und später in die DDR zurückgekehrt sind, wo Dein Onkel geheiratet hat (oder habe ich jetzt was in der chronologischen Abfolge durcheinander geworfen?)

Konnten Sie denn ohne Probleme zurückkehren (strafrechtliche Folgen) ?






Hallo Sauerländer,
Hallo Rainer-Maria und Hallo zusammen,

meine Geschichte war eigentlich nur als Randnotiz gedacht und ist jetzt flugs zum Thema im falschen "Thread" mutiert. Deshalb auch eine möglichst kurze Antwort auf Deine Fragen @Sauerländer.

Mein Vater kehrte nicht mehr in die DDR zurück. Er könnte allenfalls (irgendwie hab ich da auch so ne Ahnung) ab und zu heimlich bei der Mutter erschienen sein. Ich rede da von den 1950er Jahren. Jedenfalls hatte er nach seiner Flucht lange sehr intensive Kontakte nach Hause. Und zwar so lange bis meine Oma eines Tages gegenüber der Familie behauptete sie hätte erfahren mein Vater sei von den Franzosen erschlagen worden. Ab dort, ich vermute die 1960er Jahre, bestand kein "offizieller" Kontakt mehr. Mein Vater lebte für sie nicht mehr.

Die Familie lebte ab ca. 1919 in zwei Ortschaften, na ja was soll's in Görzke-Dangelsdorf und in Ziesar, im heutigen Zustandsbereich des Amtes Ziesar. Die Kirchenbücher konnte ich einsehen, da habe ich alle Informationen. Nur das Amt Ziesar (Standeamt, Meldebehörde, selbst der Amtsvorsteher) ist angeblich nicht im Besitz des kleinsten Fetzchens Papier zu meiner Familie. Ich wurde von dort lediglich mal an den ehemaligen (DDR) Kreis Belzig verwiesen. Dort bekam ich dann die Antwort "Ihre Familienmitglieder sind hier unbekannt".

Ich will mich jetzt nicht gerade als "ausgewiesener Experte" in Sachen Familienforschung hinstellen, aber ich habe bisher schon mit großem Erfolg alle möglichen Quellen (Kirchen, DRK, Volksbund, Standesamt I Berlin, WASt, Standesämter und Meldebehörden usw.) angezapft, im Falle Ziesar weiß ich mir allerding keinen Rat mehr.

Sauerländer, ich nehme alles was ich an Wahrheit kriegen kann. Alles ist besser als diese elendige Ungewissheit (Unwissenheit) die einem doch keine Ruhe lässt.


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