#1

Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.10.2009 14:33
von Angelo | 12.397 Beiträge

Wie sah das eigentlich mit Unfälle während dem Dienst an der innerdeutschen Grenze aus ? Gab es in eure Dienstzeit schwere Unfälle ? Was war dann zu tun ? Und was waren das für Unfälle ?


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#2

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.10.2009 15:07
von Alter_Fritz (gelöscht)
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Meine Erinnerung
Es war kurz nach vier Uhr und noch dunkel auf der Kreuzung in Babelsberg, als ein mit zwei Grenzsoldaten besetztes Motorrad in die Seite eines Autos geprallt war. Bei der Kollision wurde der Soziusfahrer so schwer verletzt, dass er noch an Ort und Stelle verstarb. Auch der Lenker des Zweirades hatte keine Chance. Wegen starker innerer Verletzungen starb auch er bald auf der Intensivstation des Krankenhauses in Potsdam. Der Fahrer des am Unfall beteiligten Postautos, ein junger Potsdamer, wurde bei dem Zusammenprall nur leicht verletzt. Das makabere an der Geschichte aber habe ich nicht vergessen: Es war gegen sieben Uhr und ich befand mich gerade auf dem Weg zur Dienststelle. Nachdem der Kontrollposten am Schlagbaum mein Ausweis eingesehen hatte, machte er mich noch auf den tödlich verunglückten Grenzsoldaten aufmerksam, der in eine Decke gehüllt nur wenige Meter von uns entfernt auf der Kreuzung lag. Ich trug Uniform und nur deshalb erlaubte mir der Polizist auf dem Gehweg einen Blick unter die Decke zu werfen. Ich war erschrocken als ich das bleiche Gesicht des jungen Grenzsoldaten erblickte. Und dieses Gesicht sehe ich noch heute vor mir, ein Gesicht was mir schon oft innerhalb der Kaserne begegnet war. Doch Wut stieg in mir auf, als ich von dem Polizisten erfuhr, daß der arme Kerl bereits seit Stunden zugedeckt auf dem grauen Kopfsteinpflaster lag.


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#3

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.10.2009 22:09
von Global-Player | 16 Beiträge

"An der thüringischen Grenze geriet der Fahrer des LKW mit dem linken Vorderrad seines Gefährts über den Rand des Weges. Der LKW, mit 30 jungen Soldaten auf der Ladefläche besetzt, neigte sich zur Seite und stürzte, sich mehrmals überschlagend, den 70 Meter tiefen Abhang hinab. die Körper der jungen Soldaten wurden durch die Luft geschleudert und blieben zwischen den Baumstümpfen liegen. kurz vor der Grenze kam der LKW zum liegen. Sekundenlang war eine tödliche Stille in dem Talgrund. Nur das Wimmern der Schwerverletzten war zu hören. Dann erfüllten Pfeifsignale und harte Kommandostimmen die Luft. Sanitätsfahrzeuge brausten heran, die leblosen und schwer verwundeten Soldaten wurden den Hang hinaufgeschafft und abtransportiert. Nach wenigen Minuten war mit Ausnahme des abgestürzten LKW's nichts mehr von diesem Szenario zu sehen. Durch diesen schrecklichen Unfall sind 6 Soldaten ums Leben gekommen, die anderen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt" *


* Quelle: Heiko Steffens (Hrsg.), "Lebensjahre im Schatten der deutschen Grenze", Opladen 1990, Seite 20




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#4

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.10.2009 22:26
von maja64 (gelöscht)
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Zitat von Global-Player
"An der thüringischen Grenze geriet der Fahrer des LKW mit dem linken Vorderrad seines Gefährts über den Rand des Weges. Der LKW, mit 30 jungen Soldaten auf der Ladefläche besetzt, neigte sich zur Seite und stürzte, sich mehrmals überschlagend, den 70 Meter tiefen Abhang hinab. die Körper der jungen Soldaten wurden durch die Luft geschleudert und blieben zwischen den Baumstümpfen liegen. kurz vor der Grenze kam der LKW zum liegen. Sekundenlang war eine tödliche Stille in dem Talgrund. Nur das Wimmern der Schwerverletzten war zu hören. Dann erfüllten Pfeifsignale und harte Kommandostimmen die Luft. Sanitätsfahrzeuge brausten heran, die leblosen und schwer verwundeten Soldaten wurden den Hang hinaufgeschafft und abtransportiert. Nach wenigen Minuten war mit Ausnahme des abgestürzten LKW's nichts mehr von diesem Szenario zu sehen. Durch diesen schrecklichen Unfall sind 6 Soldaten ums Leben gekommen, die anderen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt" *


* Quelle: Heiko Steffens (Hrsg.), "Lebensjahre im Schatten der deutschen Grenze", Opladen 1990, Seite 20











Ist es möglich das sich dieser Unfall im Bereich Heinersdorf-Judenbach-Neuenbau(DDR-Seite) bzw. Schauberg-Tettau(BRD-Seite) ereignete???


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#5

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.10.2009 22:38
von Global-Player | 16 Beiträge

In Antwort auf:
Ist es möglich das sich dieser Unfall im Bereich Heinersdorf-Judenbach-Neuenbau(DDR-Seite) bzw. Schauberg-Tettau(BRD-Seite) ereignete???




Servus maja64,

tut mir leid, ich habe keine Ahnung von diesem besagten Unfall. Habe nur das Buch gelesen. Leider gibt es in besagter Lektüre keine Hinweise auf den Unfallort geschweige auf das genaue Datum usw. Ich denke aber dennoch, dass es nicht viele Stellen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze gibt, auf die, die beschriebenen Kriterien (Abhang = 70 mtr.) zutreffen. Möglicherweise ist ja jemanden hier aus dem Forum mehr bekannt. Über Informationen wäre ich sehr dankbar.

Gruss aus Oberbayern - GB


zuletzt bearbeitet 22.10.2009 22:41 | nach oben springen

#6

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.10.2009 22:51
von maja64 (gelöscht)
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Hallo Global-Player


Also im von mir angesprochenen Bereich gab es mal so einen Unfall.Habe das auch irgendwo mal gelesen und Bilder(von bayerischer Seite aufgenommen) gesehen.Handelte sich um einen LKW mit Pionieren die damals die Grenze ausbauten.Muß wohl in den 60er Jahren oder Anfang der 70er gewesen sein.Ich glaube an der Landstraße von Schauberg nach Sattelgrund (Landkreis Kronach) steht auch noch ein Gedenkstein der auf diese Sache hinweist.



Grüß aus Südthüringen bzw. Henneberg-Franken


zuletzt bearbeitet 22.10.2009 23:03 | nach oben springen

#7

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.10.2009 23:08
von Sonny (gelöscht)
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@ Maja

Wenn das im Bereich Tettau war, dann müßte es doch im Buch von Grafe erwähnt sein, denke ich mal.


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#8

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.10.2009 23:27
von maja64 (gelöscht)
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Zitat von Sonny
@ Maja

Wenn das im Bereich Tettau war, dann müßte es doch im Buch von Grafe erwähnt sein, denke ich mal.






Hallo Sonny

Grafe schreibt ja mehr über den Bereich Probstzella,von dort aus bis zum Unfallort sind es schon ein paar Kilometer.Zumal der Unglücksort einige Kilometer südlich von Tettau liegt.Meiner Meinung nach müßte das damals der Bereich der GK Neuenbau gewesen sein,dazwischen liegen noch die GKs Spechtsbrunn und Lichtenhain/bei Gräfenthal.Wenn man davon ausgeht das eine Grenzkompanie in etwa 15 km Grenze zu bewachen hatte,liegt diese Stelle ca. 30-50 km von Probstzella entfernt.



Gruß maja


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#9

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 22.10.2009 23:55
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von maja64

Zitat von Sonny
@ Maja
Wenn das im Bereich Tettau war, dann müßte es doch im Buch von Grafe erwähnt sein, denke ich mal.


Hallo Sonny
Grafe schreibt ja mehr über den Bereich Probstzella,von dort aus bis zum Unfallort sind es schon ein paar Kilometer.Zumal der Unglücksort einige Kilometer südlich von Tettau liegt.Meiner Meinung nach müßte das damals der Bereich der GK Neuenbau gewesen sein,dazwischen liegen noch die GKs Spechtsbrunn und Lichtenhain/bei Gräfenthal.Wenn man davon ausgeht das eine Grenzkompanie in etwa 15 km Grenze zu bewachen hatte,liegt diese Stelle ca. 30-50 km von Probstzella entfernt.
Gruß maja




26. August 1962.

Bereich Tettau - Schauberg.
Auf der Straße zw. Schauberg und Sattelgrund.
Das Fahrzeug (Lkw) kam von der Straße ab und stürzte den Hang in Richtung des Grenzbach Tettau ab.
6 Schwerverletzte und 13 leicht Verletzte Soldaten.



"Mobility, Vigilance, Justice"
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#10

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2009 01:37
von Nomex | 254 Beiträge

Bei http://books.google.de/books?id=Rnp-UlOv...page&q=&f=false ist alledings auch von Toten die Rede und Grafe wird als Literatur angeführt.


~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Günther Zieschong: "Mir hätten das System erst mal leasen solln...."
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#11

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2009 08:21
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Nomex
Bei http://books.google.de/books?id=Rnp-UlOv...page&q=&f=false ist alledings auch von Toten die Rede und Grafe wird als Literatur angeführt.




Es gab (wimre) 5 Tote.


"Mobility, Vigilance, Justice"
zuletzt bearbeitet 23.10.2009 08:23 | nach oben springen

#12

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2009 10:04
von Patriot (gelöscht)
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Auf dem Weg zum Grenzdienst geriet ein vollbesetzter LO im GR-20 auf dem Weg von der Kompanie Suental Richtung Kleines Tuchfelstal (KTT) Höhe Postenpunkt 107 zu nächtlicher Stunde vom Weg ab und stützte in die Tiefe. Feuer brannte den LO aus und die Mitfahrenden kamen unter Schock viele verletzt so doch alle mit dem Leben davon. Besonders Übermüdung durch überzogene Schichten, aber auch wie hier der Restalkohol des tags zuvor aus dem Urlaub gekommenen Fahres spielten oft eine Rolle. In Folge wurde dieser Weg über fast ein Jahr gar nicht mehr zu Anfahrten befahren und für Urlauber galt zumindestens im Batallion eine eintägige Sperre als Kraftfahrer. Gab aber auch kleine Unfälle, als Zugführer bin ich in einer der ersten Schichten aus dem LO rausgesprungen und hab die rot weiße Schranke geöffnet, was zwar nicht der Hackordnung entsprach. Ging aber schneller, als wenn der Fahrer erst raus mußte. Der LO war durch, aber die schwere Schranke begrüßte mich mit voller Wucht auf meinem Kopf ..


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#13

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2009 12:18
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Hallo zusammen,

habt ihr Informationen/Kenntnis von "Schußwaffenunfällen im Grenzdienst"?

In der "Opferliste" der AG 13. August e.V. tauchen (finde ich) ungewöhnlich viele solcher "Unfälle" auf.


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#14

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2009 12:45
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Ich kann nur sagen,wenn man aus dem Grenzdienst kam und der Zug auf den Hof stand zu Waffenkontrolle.Das hin und wieder mal vergessen wurde das volle Magazin aus der Waffe zu nehmen.Und dann passierte es,aber meisten nach den Nachtdienst,zum Glück nie was passiert.
Wie hieß es doch noch gleich,bei der Waffenkontrolle durch den Zugführer.Genosse sowieswo--Waffe entladen,Patronenlager frei.


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#15

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2009 14:50
von bruno | 598 Beiträge

@ wolfgang b

im september/oktober bin ich montagmorgen aus den grenzdienst rein,
unser kc war dho und kreide bleich, er sagte uns, das sich in der nacht
in unseren gk (heiligenstadt)ein soldat beim waffenreinigen tödlich verletzt hätte.
wo genau der vorfall passiert ist, hat er uns nicht gesagt.


nichts auf der welt ist so gerecht verteilt wie der verstand.
denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.
rené descartes
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#16

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2009 14:53
von josy95 | 4.915 Beiträge

Zitat von Patriot
Auf dem Weg zum Grenzdienst geriet ein vollbesetzter LO im GR-20 auf dem Weg von der Kompanie Suental Richtung Kleines Tuchfelstal (KTT) Höhe Postenpunkt 107 zu nächtlicher Stunde vom Weg ab und stützte in die Tiefe. Feuer brannte den LO aus und die Mitfahrenden kamen unter Schock viele verletzt so doch alle mit dem Leben davon. Besonders Übermüdung durch überzogene Schichten, aber auch wie hier der Restalkohol des tags zuvor aus dem Urlaub gekommenen Fahres spielten oft eine Rolle. In Folge wurde dieser Weg über fast ein Jahr gar nicht mehr zu Anfahrten befahren und für Urlauber galt zumindestens im Batallion eine eintägige Sperre als Kraftfahrer. Gab aber auch kleine Unfälle, als Zugführer bin ich in einer der ersten Schichten aus dem LO rausgesprungen und hab die rot weiße Schranke geöffnet, was zwar nicht der Hackordnung entsprach. Ging aber schneller, als wenn der Fahrer erst raus mußte. Der LO war durch, aber die schwere Schranke begrüßte mich mit voller Wucht auf meinem Kopf ..




Kannst Du Dich noch erinnern, wann das war?

Wir haben uns gerade heut morgen auf Arbeit mit einem Kollegen darüber unterhalten, der hat im Stab (Mahrholzberg) in Ilseburg von 1979 bis 1981 gedient, konnte sich an den Unfall auch noch erinnern, soll aber vor seiner Zeit passiert sein.

Nebenbei ist vor ca. 4 Wochen fast an selbiger Stelle ein LO der Freiwilligen Feuerwehr dort verunfallt (vom mittlerweile fast zugewachsenem und stark vermoosten Kollonenweg abgekommen und abgerutscht). Zum Glück ist außer leichtem Sachschaden und Anforderung schwerer Bergetechnik auf Grund der ungünstigen Geländeverhältnisse nichts weiter passiert. Das Fahrzeug war bei Dunkelheit und Regen zur Bekämpfung eines Waldbrandes am Zwießelkopf unterwegs.

Josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

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#17

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2009 15:09
von josy95 | 4.915 Beiträge

In den 70-er Jahren (?) hat es in der Nähe der GK Elend am Bahnübergang Wiehtfelder Chausse einen schweren Unfall gegeben. Es muß damals 3 oder 4 Tote gegeben haben, als ein P 3 an einem unbeschrankten Bahnübergang mit einem Zug der Harzquerbahn zusammenstieß. Das tragische an dem Unfall war, das es Grenzsoldaten waren, die in den Urlaub fahren wollten. Es war wohl etwas spät geworden und der Zug, mit dem das Auto zusammstieß, sollte im Bahnhof Elend noch erreicht werden. Der Kraftfahrer, ein junger Soldat soll wohl im Eifer der Hektik am Bahnübergang die notwendige Aufmerksamkeit vernachlässigt haben. Er hat den Unfall schwer verletzt überlebt. Weiß vielleicht jemand mehr oder genaueres? Bin im Moment dabei, mir von älteren Kollegen genauere Infos darüber einzuholen.

Ein zweiter Unfall, von dem ich berichten kann, ereignete sich Anfang der 60-er, (1963?) ebenfalls an einem unbeschrankten Bahnübergang am Ortsausgang von Königshütte Richtung Tanne/ Benneckenstein. Dort stieß ein voll besetzter LKW S 4000 einer Kampfgruppeneinheit des Elektromotorenwerkes Wernigerode mit der Lokomotive eines Zuges der Rübelandbahn zusammen. Die "Kammeraden" waren auf dem Weg zum Schießausbildungsplatz Tanne. Alkohol (beim Verantwortlichen und Fahrer) soll wohl auch mit im Spiel gewesen sein. Es hat etliche Tote und Schwerverletzte gegeben, genaue Zahl muß ich noch recherchieren. Zum Gedenken an die tödlich Verunglückten wurde auf dem Zentralfriedhof in Werernigerode eine Gräberfeld mit Gedenkstein und den Namen der Verunglückten errichtetm, die heute noch exestiert.

josy95


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#18

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2009 16:59
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von josy95
I
Ein zweiter Unfall, von dem ich berichten kann, ereignete sich Anfang der 60-er, (1963?) ebenfalls an einem unbeschrankten Bahnübergang am Ortsausgang von Königshütte Richtung Tanne/ Benneckenstein. Dort stieß ein voll besetzter LKW S 4000 einer Kampfgruppeneinheit des Elektromotorenwerkes Wernigerode mit der Lokomotive eines Zuges der Rübelandbahn zusammen. Die "Kammeraden" waren auf dem Weg zum Schießausbildungsplatz Tanne. Alkohol (beim Verantwortlichen und Fahrer) soll wohl auch mit im Spiel gewesen sein. Es hat etliche Tote und Schwerverletzte gegeben, genaue Zahl muß ich noch recherchieren. Zum Gedenken an die tödlich Verunglückten wurde auf dem Zentralfriedhof in Werernigerode eine Gräberfeld mit Gedenkstein und den Namen der Verunglückten errichtetm, die heute noch exestiert.
josy95



03. Dezember 1963
Unbeschrankter Bahnübergang am südlichen Ortsrand von Königshütte.
6 Tote, 9 weiter Verletzte.
Die Kräfte der KG des Elmo-Werkes Wernigerode waren in der 5 km Zone zur Sicherung der Grenze eingesetzt gewesen.
Der Einsatz hatte gleichzeitig Ausbildungscharakter.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#19

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2009 17:27
von Patriot (gelöscht)
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@josy95, das Ereignis im KTT geschah im Frühjahr 1978, erinnere mich, denn zu der Zeit lief gerade "Baker Street" von Gerry Rafferty sowohl im "Feindsender" als auch DT64 hoch und runter. Du bist Ilsenburger, gibts denn hinter dem Bahnhof am Stahlwerk noch das kleine Grenzmuseum? Wurde Anfang der Neunziger von einem BO eröffnet und später leider durch die Proteste einiger "Bürgerbewegter" in der örtlichen Schmuddelpresse hochgekocht. War 1993 drin und damals war sicher alles noch zu frisch, um sich mit dem Thema gelassen zu befassen, wo heute ein Grenztourismus fast wie in alten Zeiten auf der Aussichtsterrasse Eckertal mit zu Hauf angekarrten Bussen boomte. Selbst ehemalige gediente Offiziere, meist noch am Marholzberg lebend wie Battalioner, SC oder auch ein KC und "Rosenzüchter" vom Suental aber auch Zugführer waren sehr argwöhnisch, wenn man damals an ihrer Wohnungstür klingelte ..

Blick auf den Brocken vom Torfhaus aus und die Kompanie im Suental heute als florierendes Hotel!

Angefügte Bilder:
zuletzt bearbeitet 23.10.2009 17:30 | nach oben springen

#20

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.10.2009 17:44
von Thunderhorse | 4.016 Beiträge

Zitat von Patriot
@josy95, das Ereignis im KTT geschah im Frühjahr 1978, erinnere mich, denn zu der Zeit lief gerade "Baker Street" von Gerry Rafferty sowohl im "Feindsender" als auch DT64 hoch und runter.



5. GK Ilsenburg?

3Tote
Wimre im Dezember 1978!!!


"Mobility, Vigilance, Justice"
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