#81

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.02.2012 20:38
von willie | 613 Beiträge

In einem anderen Thread "#66 Dauerfeuer in der Grenzkompanie" wurde bereits von einem damaligen Beteiligten, der leider
im vergangenen Jahr verstorben ist berichtet. Hier ein Auszug:

"Am 15.12. 1983, zu beginn des Grenzdienstes in der 9. GK/ GR-1 / Tor Serpentine wurde ein Postenpaar abgesetzt.
Der Postenführer übte als erstes den" Schnellschuß" ( langer Waffenriemen, Magazin einsetzen, unterladen und abdrücken).
Sein Posten stand ihm gegenüber. Der PF hatte vergessen zu sichern. Der Posten wurde durch 3 Schüsse getroffen.
Einer davon tötlich. Er starb 3 Stunden später. Ich habe damals die Erstversorgung des Postens in der GK übernommen.
Bevor er durch einen Krankenwagen nach Eisenach gebracht wurde sagte er mehrmals " Bestraft meinen Postenführer nicht".
Er hatte den tötlichen Schuß,der über dem Brustbein eintrat,an der Wirbelsäule nach links zu den Rippen abprallte und zurückgelenkt
unterhalb des rechten Schulterblattes wieder austrat, nicht gespürt. Erklagte nur über seinen Schulterdurchschuß, welcher nicht mal
blutete. Der Streifschuß an seinem Hals war nur auf den Bildern der Obduktion zu sehen.
Der PF wurde zu 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt.
Der Posten wurde nur 19 Jahre alt."

Dies mal zum Nachdenken.

Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
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#82

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.02.2012 21:54
von Fall 80 | 171 Beiträge

Hallo "Archivar", danke für Deine Info. Gruß, Uli.

Zitat von archivar

Zitat von Fall 80
Hier mal ein Pressebericht aus der HNA. Kann sich jemand an diesen Vorfall erinnern?


Es handelt sich um André Rößler, der in Mühlhausen stationiert war und mit dem Kasernenalltag überhaupt nicht zurecht kam. Aus Verzweiflung versucht er direkt beim damaligen Grenzübergang Duderstadt/Worbis die Grenze zu überwinden und wird dabei von den SM 70 so schwer verletzt, daß er auf dem Weg ins Krankenhaus stirbt.
Im Grenzlandmuseum Eichsfeld in Teistungen wird der Fall dokumentiert und an der Unglücksstelle wird ebenfalls darauf hingewiesen



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#83

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.02.2012 14:42
von handwerker | 47 Beiträge

Zitat von VNRut
Nach einem Grenz-Alarm im Winter 1982/83 mussten auch Soldaten des Grenzausbildungsregiment 40 (Oranienburg/Falkensee) zur Absicherung im Hinterland mit ausrücken. Während der Schicht ging ein Motorrad kaputt, das nach der Ablösung der dienenden Kräfte mit auf den LKW verladen wurde um es ins Objekt zurück zu führen. In einer vereisten Kurve geriet der LKW außer Kontrolle und überschlug sich mehrmals. Das Krad verletzte zwei (oder drei) Soldaten tödlich. Fortan gab es den Befehl, keine schweren Güter mehr mit Personen zu befördern.


Bei dem Unfall kam ein Soldat ums Leben,nicht drei.Der Lkwfahrer soll eingeschlafen sein hieß es damals.



VNRut hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#84

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.02.2012 11:17
von 94 | 10.792 Beiträge

Nachdem nun zwei BGSler (#80 und #81) nur zu Vorkommnissen der anderen Seite äußerten, darf man wohl annehmen, das in den eigenen Reihen es zu keinerlei Unfällen kam?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#85

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 06.02.2012 11:26
von LEGO | 487 Beiträge

Zu Beginn meiner Dienstzeit 1974 gab es im Grenzabschnitt ein selbstgebautes Kreuz mit einer Metallplatte, das auf einen Verkehrsunfall einer Streife des BGS mit ein oder mehreren Toten hinwies.
Irgendwann Jahre später war das Kreuz verschwunden.

Erwähnenswert - weil einmal auch selbst erlebt - bleibt nur die versehentliche Abgabe eines Schusses beim Auf- und mehr beim Abmunitionieren, wenn man nach einer langen Schicht etwas rammdösig war.
Ich denke mal, das wurde aber meist von der Streifenbesatzung unter den Teppich gekehrt.


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#86

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.11.2012 19:21
von jecki09 | 422 Beiträge

Im GR-1/II./5. GK (Ifta) gab es (ich glaube) 1986 auch einen Unflall - aber nicht im Grenzdienst.
Angehörige der Kompanie sollten in eine Nachbarkompanie zur monatlichen Rotlichtschulung (Gesellschaftliche Weiterbildung) gefahren werden. Alle Fahrzeuge der Kompanie waren im Einsatz oder die Fahrer verhindert.

Ein Unterleutnant hatte seinen privaten Pkw - Marke Trabant - vor den GK zu stehen. Also alle 4 in den Trabbi und los. Am "Roten Kopf " bogen sie nach links in Richtung Schnellmannshausen ab. Etwa 2 km weiter, leicht bergab, ist eine re. Kurve. Er war vermutlich etwas zu schnell und wurde aus der Kurve getragen. Es war eben nur eine Landstraße und nicht mehr die F 7, nun B 7. Leider kam ein Lkw von vorn und sie trafen sich in der Kurve. Er rutschte mit dem Trabbi voll unter den Lkw.

Ergebnis: Tote (Ultn. Karsten Marwinski) und ich glaube noch ein weiterer GAK (BU) der in Kreuzburg wohnte, sowie 2 (schwer) Verletzte GAK. Beerdigt wurde Karsten in seiner Heimatstadt Erfurt. Die beiden verletzten (Jürgen Sch. und Armin Sch.) wohnten 2008/9 noch in Ifta bzw. Eisenach. Mit Jürgen habe ich mich mich damals (2008/9) in Ifta getroffen und mit Armin später telefoniert.

Karsten war ein lustiger Typ und wir waren damals alle sehr geschockt. Danach gab es die Anweisung, dass keine Dienstfahrten mit privat Pkw gemacht werden dürfen


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#87

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.11.2012 23:28
von exgakl | 7.237 Beiträge

war zwar nicht an der Grenze, aber nicht zu vergessen der Unfall beim Schießen in der Granatwerferbatterie des GAR 40... muuß glaube ich 1988 gewesen sein?


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#88

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.11.2012 23:31
von Pitti53 | 8.789 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #87
war zwar nicht an der Grenze, aber nicht zu vergessen der Unfall beim Schießen in der Granatwerferbatterie des GAR 40... muuß glaube ich 1988 gewesen sein?


War nicht bei euch in Sommersdorf der Unfall mit P3 mit allen Küchenfrauen.Der Fahrer und alle Frauen tot auf der Fahrt zur Frauentagsfeier?


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#89

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 16.11.2012 23:33
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von Pitti53 im Beitrag #88
Zitat von exgakl im Beitrag #87
war zwar nicht an der Grenze, aber nicht zu vergessen der Unfall beim Schießen in der Granatwerferbatterie des GAR 40... muuß glaube ich 1988 gewesen sein?


War nicht bei euch in Sommersdorf der Unfall mit P3 mit allen Küchenfrauen.Der Fahrer und alle Frauen tot auf der Fahrt zur Frauentagsfeier?


Volker darüber haben wir schon mal vor langer Zeit gesprochen.... mir ist darüber nichts bekannt.... wenn dann muß es lange vor meiner Zeit gewesen sein aber auch Feldwebel88 kennt den Fall nicht.... P3 war ja in den 80igern nicht mehr im Bestand.


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
zuletzt bearbeitet 16.11.2012 23:34 | nach oben springen

#90

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.11.2012 11:47
von jecki09 | 422 Beiträge

[ P3 war ja in den 80igern nicht mehr im Bestand.
[/quote]

obwohl ich erst Ende August 85 an den Kanten gekommen bin, habe ich den P3 in Ifta noch kennen gelernt.


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#91

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.11.2012 13:56
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von jecki09 im Beitrag #90
[ P3 war ja in den 80igern nicht mehr im Bestand.



obwohl ich erst Ende August 85 an den Kanten gekommen bin, habe ich den P3 in Ifta noch kennen gelernt. [/quote]

Ich meinte damit das 2.GB im GR 23....


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#92

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.11.2012 20:15
von Fritze (gelöscht)
avatar

Jo die 2.GBs waren immer die Nostalgieeinheiten. Bei uns im 2. GB im GR 6.waren auch noch 1988 P 3 im Einsatz.

Ps Schaufeln und Spaten hatten wir auch noch.


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#93

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 17.11.2012 20:42
von DoreHolm | 7.705 Beiträge

Zitat von exgakl im Beitrag #87
war zwar nicht an der Grenze, aber nicht zu vergessen der Unfall beim Schießen in der Granatwerferbatterie des GAR 40... muuß glaube ich 1988 gewesen sein?


Kam das 1988 noch mal vor ? Ich war 1966-68 im GR 38, im 1.Hj in der Schweren Kompanie Richtschütze am 81 mm-Granatwerfer. Wir durften nur mit Ladesicheurngsklappe (oder wie sich das nannte) schießen, d.h. wenn es eine Versager gab, also der Treibsatz nicht gezündet hatte, war es nicht mehr möglich, eine weitere Granate in´s Rohr zu stecken. Der grund war eben in besagtem GAR Oranienburg bei den 120 mm-GW zu suchen. Dort hatte eine Geschützbedienung beim Batterieschießen, bei dem es rechts und links wummert, nicht mitbekommen, daß ihre Granate noch im Rohr steckte. Die nachfolgend eingeführte Granate führte zum Rohrkrepierer. Mehrere Tote und einige Verletzte. Einem hätte ein Splitter noch in ca. 100 Meter Entfernung einen Finger abgerissen.
In unserer Kompanie hat es vor meiner Zeit einmal nicht tödlichen Unfall bei Scheinhandlung gegeben. Es wurde alles Mögliche bunt hochgeschossen, um die Reaktion des BGS und der Briten zu testen. Einem Soldaten ist beim Laden der Leuchtpistole die Ak von der Schulter gerutscht, ein Schuss aus der LP löste sich und drang in die Wade des anderen Uffz. Zum Glück gleich wieder ausgetreten, sodaß es nur eine Fleischwunde war.
Auf dem Heimweg vom Ausgang soll es im Suff mal einen tödlichen Unfall gegeben haben, als ein Soldat von einem Brückengeländer stürzte.



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#94

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 08.04.2013 00:28
von Asso | 36 Beiträge

War nicht bei euch in Sommersdorf der Unfall mit P3 mit allen Küchenfrauen.Der Fahrer und alle Frauen tot auf der Fahrt zur Frauentagsfeier?[/quote]

Der Unfall mit dem P3 in Sommersdorf war zur meiner Zeit 81/1-82/1. Ich kann aber nicht mehr den genauen Monat sagen doch ich glaube das es 1981 im Frühjahr war.
Der P3 sollte die Zivilangestellten nach den GB-Marinborn fahren ob Frauentagsfeier oder Mai Feier weiß ich nicht mehr.
Im Auto waren 3oder 4 Küchenfrauen der Hausmeister und der Fahrer.
Bei den Unfall wurden alle Insassen schwer verletzt außer der Fahrer hatte leichte Verletzungen (Prellung und Schirffungen).Der Hausmeister erlag seiner Verletzungen später im Krankenhaus. Die Küchenfrauen erlitten Knochenbruche und schwere Prellungen und einer Frau mußte die Milz entfernt werden.
Der Unfall ereignete sich am Ortsausgang Sommersdorf in Richtung Harbke noch fast auf der Höhe der Kompanie.
Wahrscheinlich durch unaufmerksamkeit kam der Fahrer von der Straße ab und prallte mit etwa einer Geschwindigkeit von 30-40 kmh gegen einen Granitstein.
Wer noch einen P3 kennt, weiß das man hinten seitlich saß und keine changs hatte bei einen Unfall.
Zur dieser Zeit gehörte Sommersdorf noch zum GR-25 und es waren noch alle Kompanien im Battalion Marinborn mit P3 außgestattet. Nur in den Battalion Marinborn und Regiment Oschersleben für die hohe Garde gab es UAZ.
Gruß Asso !



feldwebel88 hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#95

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2013 11:10
von lutz1961 | 404 Beiträge

Zitat
In einem anderen Thread "#66 Dauerfeuer in der Grenzkompanie" wurde bereits von einem damaligen Beteiligten, der leider
im vergangenen Jahr verstorben ist berichtet. Hier ein Auszug:

"Am 15.12. 1983, zu beginn des Grenzdienstes in der 9. GK/ GR-1 / Tor Serpentine wurde ein Postenpaar abgesetzt.
Der Postenführer übte als erstes den" Schnellschuß" ( langer Waffenriemen, Magazin einsetzen, unterladen und abdrücken).
Sein Posten stand ihm gegenüber. Der PF hatte vergessen zu sichern. Der Posten wurde durch 3 Schüsse getroffen.
Einer davon tötlich. Er starb 3 Stunden später. Ich habe damals die Erstversorgung des Postens in der GK übernommen.
Bevor er durch einen Krankenwagen nach Eisenach gebracht wurde sagte er mehrmals " Bestraft meinen Postenführer nicht".
Er hatte den tötlichen Schuß,der über dem Brustbein eintrat,an der Wirbelsäule nach links zu den Rippen abprallte und zurückgelenkt
unterhalb des rechten Schulterblattes wieder austrat, nicht gespürt. Erklagte nur über seinen Schulterdurchschuß, welcher nicht mal
blutete. Der Streifschuß an seinem Hals war nur auf den Bildern der Obduktion zu sehen.
Der PF wurde zu 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt.
Der Posten wurde nur 19 Jahre alt."

Dies mal zum Nachdenken.

Gruß Willie



und hier habe ich das noch gefunden, beides ist das selbe aber mit unterschiedlichen Angaben zu den Orten?!

Zitat
Hallo liebe Forummitglieder/Gäste,

ich habe mir lange überlegt über diesen tatsächlich passierten Vorfall - über den bis zum heutigen Tag nichts bzw. sehr wenig, jedoch nicht konkret bekannt- ist zu schreiben.
Ich war zum damaliger Zeit noch Angehöriger der zuständigen BGS-Einheit und wir hatten damals absolut keine Info/Erkenntnisse über dieses Ereignis! Erst 2010 habe ich durch ein persönliches Gespräch mit einem unmittelbar Beteiligten hierüber erfahren müssen.
Meine hier geschilderten Informationen sind von damaligen Beteiligten, die heute noch sehr Betroffen sind von diesem sehr traurigen Ereignis.

Zum Vorfall:

Am 15.12.1983 versahen die GrTr-Anhörigen, Postenführer D..Z und Grenzsoldat I.......B, ihren Dienst im Bereich ihres zugewiesen Abschnitts der 7. GK Lauchröden. Sie waren mit mit AK ( GrSo I....B) und lMG (Postenführer D..z) bewaffnet.
In unmittelbarer Nähe der damaligen Führungsstelle (runter BT-Sallmannshausen) gegenüber des westl.Wasserkraftwerkes "Steinmühle", waren die beiden als Posten eingesetzt.

Gegen 20.28 Uhr an diesem Tag überschlugen sich die Ereignisse:

Aufgrund von "Langeweile" oder "Ähnlichem" kann heute nicht mehr nachvollzogen werden, "überkam" es die beiden mit ihren Waffen zu "spielen". Man übte "schnelles in Anschlag gehen bis zur Schußabgabe! (Bei der Rekonstruktion des Vorfalls wurde eine Zeit von 1,8 Sek. vom "Schultern bis zur Schußabgabe gemessen!!!!!).

Postenführer D..z nahm hierzu sein lMG in Hüftanschlag. Dabei lösten sich unbeabsichtig 4 Schüße! Alle 4 trafen den in unmittelbarer Nähe stehenden I.......b in den Oberkörper. Durchschuß linke Schulter, 2 Brust und einmal vom Rippenbogen quer zur anderen Seite durch die Lunge und trat in der Achselbeuge unterhalb der rechten Schulter wieder aus.

Verletzter I....b und der unter Schock stehende D..z wurden umgehend in die nahegelegene Führungstelle verbracht. I...b wurde erstversorgt. Anschließend wurde das Btl. in Herda verständigt und nach einiger Zeit (20-30 Min.?) waren Sanitätskräfte vor Ort.

Nach weiterer Versorgung wurden bei Beteiligten in die 7./GK Lauchröden verbracht. Arzt/Ärzte waren inzwischen vor Ort.
Wenig später verstarb I....b..... in der 7./ GK Lauchröden.

Seine letzten Worte waren................ BITTE BESTRAFT MEINEN POSTENFÜHRER NICHT.

D...z wurde später (durch wen ist mir leider nicht bekannt und ich möchte die damaligen Beteiltgen auch mit Rücksicht nicht weiter befragen) zu 2 1/2 Jahren Haft verurteilt.

Anmerkung: Dies ist wirklich so passiert und macht den Beteiligten noch heute sehr zu schaffen!!! Ich bitte Euch hierauf angemessene Rücksicht zu nehmen.

Vielen Dank
Willie



# Willi - bleibt die Frage, ein Bericht vom Gast (Dremi) und ein Bericht dazu von Dir?





alte FÜST befand sich doch zwischen A-Sperre Wommen und dem Ufer der Werra (Sallmannshausen), auf Höhe der Bahnverbindung Gerstungen-Eisenach über Wartha!

Liege ich da Falsch, den Du schreibst was von Steinmühle, die doch im Werrabogen liegt?


* mit Fragezeichen/Stern gekennzeichnete Stellen sind evtl. nur Gerüchte bzw. Fehlinformationen
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
1987/89 GR-1 Mühlhausen 7.Grenzkompanie
2006: Geschichte der Grenzsicherung in der DDR als Hobby
Angehöriger der Lausitzer Kameradschaft
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#96

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2013 12:44
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Vielleicht sind ja welche mit durchgeladener Waffe rumgelaufen, normalerweise war das aber verboten.
Die "Rolle" haben wohl alle geübt, aber eigentlich konnte da nichts passieren weil eben nicht durchgeladen wurde.
Schlimmer war das dumme "Spiel" mit dem Durchziehen bei gedrücktem Abzug, wurde meistens auf dem Turm gemacht und konnte richtig ins Auge gehen.


zuletzt bearbeitet 25.10.2013 13:19 | nach oben springen

#97

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2013 16:58
von hundemuchtel 88 0,5 | 2.493 Beiträge

Hallo in die Runde, im August 1987 verunglückte ein Tatra-Tanklastzug auf der Strecke zwischen Hessen und Halberstadt. Der Tanklastzug war bei uns im Stab und hat unsere Tankstelle "vollgemacht" und wollte dannach zurück ins Regiment(GR20). Er kam in einer Kurve von der Farbahn ab und überschlug sich, etwa Höhe "Brautloch", keine 4km von unserer Einheit entfernt. Der Fahrer (Gefr. oder Uffz) hätte im Herbst Heimgang gehabt, war sofort tot. War schrecklich, ich ging noch ne halbe Std. vorher an unserer Tanke vorbei, und erzählte mit ihm über Hunde...

gruß hundemuchtel 88 0,5


zuletzt bearbeitet 25.10.2013 16:59 | nach oben springen

#98

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2013 17:04
von Hansteiner | 1.420 Beiträge

Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #96
Vielleicht sind ja welche mit durchgeladener Waffe rumgelaufen, normalerweise war das aber verboten.
Die "Rolle" haben wohl alle geübt, aber eigentlich konnte da nichts passieren weil eben nicht durchgeladen wurde.
Schlimmer war das dumme "Spiel" mit dem Durchziehen bei gedrücktem Abzug, wurde meistens auf dem Turm gemacht und konnte richtig ins Auge gehen.


Das mit der sogen. "Grenzerrolle" kenne ich auch noch, aber das andere "Spiel" (?), ist mir nicht bekannt.

H.



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#99

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2013 17:50
von Grenzwolf62 (gelöscht)
avatar

Zitat von Hansteiner im Beitrag #98
Zitat von Grenzwolf62 im Beitrag #96
Vielleicht sind ja welche mit durchgeladener Waffe rumgelaufen, normalerweise war das aber verboten.
Die "Rolle" haben wohl alle geübt, aber eigentlich konnte da nichts passieren weil eben nicht durchgeladen wurde.
Schlimmer war das dumme "Spiel" mit dem Durchziehen bei gedrücktem Abzug, wurde meistens auf dem Turm gemacht und konnte richtig ins Auge gehen.


Das mit der sogen. "Grenzerrolle" kenne ich auch noch, aber das andere "Spiel" (?), ist mir nicht bekannt.

H.


Abzug gedrückt halten und dann mehrmals schnell durchziehen, da haute es die Mumpeln raus, eigentlich totaler Blödsinn, aber manchmal war es halt sehr langweilig.


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#100

RE: Unfälle im Dienst an der innerdeutschen Grenze

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.10.2013 21:15
von willie | 613 Beiträge

Zitat von lutz1961 im Beitrag #95

Zitat
In einem anderen Thread "#66 Dauerfeuer in der Grenzkompanie" wurde bereits von einem damaligen Beteiligten, der leider
im vergangenen Jahr verstorben ist berichtet. Hier ein Auszug:

"Am 15.12. 1983, zu beginn des Grenzdienstes in der 9. GK/ GR-1 / Tor Serpentine wurde ein Postenpaar abgesetzt.
Der Postenführer übte als erstes den" Schnellschuß" ( langer Waffenriemen, Magazin einsetzen, unterladen und abdrücken).
Sein Posten stand ihm gegenüber. Der PF hatte vergessen zu sichern. Der Posten wurde durch 3 Schüsse getroffen.
Einer davon tötlich. Er starb 3 Stunden später. Ich habe damals die Erstversorgung des Postens in der GK übernommen.
Bevor er durch einen Krankenwagen nach Eisenach gebracht wurde sagte er mehrmals " Bestraft meinen Postenführer nicht".
Er hatte den tötlichen Schuß,der über dem Brustbein eintrat,an der Wirbelsäule nach links zu den Rippen abprallte und zurückgelenkt
unterhalb des rechten Schulterblattes wieder austrat, nicht gespürt. Erklagte nur über seinen Schulterdurchschuß, welcher nicht mal
blutete. Der Streifschuß an seinem Hals war nur auf den Bildern der Obduktion zu sehen.
Der PF wurde zu 3 Jahren und 6 Monaten verurteilt.
Der Posten wurde nur 19 Jahre alt."

Dies mal zum Nachdenken.

Gruß Willie


und hier habe ich das noch gefunden, beides ist das selbe aber mit unterschiedlichen Angaben zu den Orten?!

Zitat
Hallo liebe Forummitglieder/Gäste,

ich habe mir lange überlegt über diesen tatsächlich passierten Vorfall - über den bis zum heutigen Tag nichts bzw. sehr wenig, jedoch nicht konkret bekannt- ist zu schreiben.
Ich war zum damaliger Zeit noch Angehöriger der zuständigen BGS-Einheit und wir hatten damals absolut keine Info/Erkenntnisse über dieses Ereignis! Erst 2010 habe ich durch ein persönliches Gespräch mit einem unmittelbar Beteiligten hierüber erfahren müssen.
Meine hier geschilderten Informationen sind von damaligen Beteiligten, die heute noch sehr Betroffen sind von diesem sehr traurigen Ereignis.

Zum Vorfall:

Am 15.12.1983 versahen die GrTr-Anhörigen, Postenführer D..Z und Grenzsoldat I.......B, ihren Dienst im Bereich ihres zugewiesen Abschnitts der 7. GK Lauchröden. Sie waren mit mit AK ( GrSo I....B) und lMG (Postenführer D..z) bewaffnet.
In unmittelbarer Nähe der damaligen Führungsstelle (runter BT-Sallmannshausen) gegenüber des westl.Wasserkraftwerkes "Steinmühle", waren die beiden als Posten eingesetzt.

Gegen 20.28 Uhr an diesem Tag überschlugen sich die Ereignisse:

Aufgrund von "Langeweile" oder "Ähnlichem" kann heute nicht mehr nachvollzogen werden, "überkam" es die beiden mit ihren Waffen zu "spielen". Man übte "schnelles in Anschlag gehen bis zur Schußabgabe! (Bei der Rekonstruktion des Vorfalls wurde eine Zeit von 1,8 Sek. vom "Schultern bis zur Schußabgabe gemessen!!!!!).

Postenführer D..z nahm hierzu sein lMG in Hüftanschlag. Dabei lösten sich unbeabsichtig 4 Schüße! Alle 4 trafen den in unmittelbarer Nähe stehenden I.......b in den Oberkörper. Durchschuß linke Schulter, 2 Brust und einmal vom Rippenbogen quer zur anderen Seite durch die Lunge und trat in der Achselbeuge unterhalb der rechten Schulter wieder aus.

Verletzter I....b und der unter Schock stehende D..z wurden umgehend in die nahegelegene Führungstelle verbracht. I...b wurde erstversorgt. Anschließend wurde das Btl. in Herda verständigt und nach einiger Zeit (20-30 Min.?) waren Sanitätskräfte vor Ort.

Nach weiterer Versorgung wurden bei Beteiligten in die 7./GK Lauchröden verbracht. Arzt/Ärzte waren inzwischen vor Ort.
Wenig später verstarb I....b..... in der 7./ GK Lauchröden.

Seine letzten Worte waren................ BITTE BESTRAFT MEINEN POSTENFÜHRER NICHT.

D...z wurde später (durch wen ist mir leider nicht bekannt und ich möchte die damaligen Beteiltgen auch mit Rücksicht nicht weiter befragen) zu 2 1/2 Jahren Haft verurteilt.

Anmerkung: Dies ist wirklich so passiert und macht den Beteiligten noch heute sehr zu schaffen!!! Ich bitte Euch hierauf angemessene Rücksicht zu nehmen.

Vielen Dank
Willie



# Willi - bleibt die Frage, ein Bericht vom Gast (Dremi) und ein Bericht dazu von Dir?





alte FÜST befand sich doch zwischen A-Sperre Wommen und dem Ufer der Werra (Sallmannshausen), auf Höhe der Bahnverbindung Gerstungen-Eisenach über Wartha!

Liege ich da Falsch, den Du schreibst was von Steinmühle, die doch im Werrabogen liegt?





Hallo Lutz,

Schilderung von "Dremi" ist absolut korrekt! Der Vorfall ereignete sich zwischen den Serpentinen und dem 200m entfernten BT rund (dort befand sich früher auch eine Führungsstelle!). Diese Örtlichkeit liegt gegenüber der Steinmühle. Dort war befand sich ein weiterer BT viereckig mit getönten und verspiegelten Scheiben, der aber nichts mit dem Vorfall zu tun hatte. Ich hab hier mal die Örtlichkeit eingestellt.

Angefügte Bilder:
Lachröden1.jpg

...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
zuletzt bearbeitet 25.10.2013 21:28 | nach oben springen


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