#61

RE: Grenze bei Salzwedel SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.12.2010 17:54
von Anja-Andrea | 902 Beiträge

Zu der versuchten Verschleppung kann ich etwas sagen, zumindest was ich von meinem Vater weiss. Er war damals in diesem Abschnitt Offizier bei den Grenztruppen in der 9. Grenzkompanie Dahrendorf. Soweit ich aus seinen Erzählungen weiss, betraten dort Angehörige des BGS den Bereich hinter den Grenzpfählen und beim Versuch sie dort festzunehmen kam es zu einem Handgemenge bei diesem wurde dem Postenführer des BGS die MP entrissen. Die BGS-Angehörigen flüchteten daraufhin zurück auf BRD-Gebiet. Inwieweit mein Vater dabei involviert war weiss ich nicht genau, aus seinen Erzählungen entnahm ich damals das er persönlich dabei anwesend war. Ob das so stimmt weiss ich nicht genau. Leider ist mein Vater 2008 gestorben so das ich ihn nicht mehr fragen kann. Ich werde aber meine Mutter fragen ob sie irgendwelche Hinweise hat.
Mein Vater war damals entweder Oberleutnant oder Hauptmann und soweit ich weiss Politoffizier. Später war er dann in der Pionierkomp. Holzhausen als Kompaniechef. Der Name ist Gert Kaube. Vielleicht weiss noch jemand etwas der zur selben Zeit gedient hat.

Andreas


http://kaube-blog.de/


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#62

RE: Grenze bei Salzwedel SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 31.12.2010 21:15
von utkieker | 2.928 Beiträge

[/quote]

in Riebau ausgezogen sind wir im Juni 1989.
Woher die Kollegen des Nachräumkommandos kamen???? Entzieht sich meiner Kenntnis. Ich weiß nun noch, dass diese ab und zu in Kaulitz auftauchten - meist um Mittag zu essen.
Zu dem Bergepanzer. Wie ich schon schrieb sah dieser aus wie ein Fahrschulpanzer. Ob dieser ein Minenräumgerät hatte??? Mitte der 80`iger Jahre kam der Panzer mal zum Einsatz, nachdem zwei Soldaten mit einem Tatra 813 Fahnenflucht gegangen hatten und der Tatra nach freundwärts zurück geholt (gezogen)werden mußte. Diese Fahnenflucht erfolgte im Zeitraum, als der Zaun I neu errichtet wurde.
[/quote]
Ich kann mich erinnern, daß es im 2. Diensthalbjahr 1980 (oder doch erst 81/1), eine Fahnenflucht mit einem Ural(?) gegeben hat. Das Fahrzeug wurde feindwärts der Minensperre im 2. Grenzabschnitt für pioniertechnische Aufgaben eingesetzt. Das Fahrzeug blieb jedoch im 1. Anlauf stecken um jedoch die Flucht fortzusetzen nahmen die beiden Fahnenflüchtigen einen Grenzaufklärer (Name ist mir noch in Erinnerung) als Geisel...

Gruß Hartmut!


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 31.12.2010 21:16 | nach oben springen

#63

RE: Grenze bei Salzwedel SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.01.2011 17:07
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von utkieker



in Riebau ausgezogen sind wir im Juni 1989.
Woher die Kollegen des Nachräumkommandos kamen???? Entzieht sich meiner Kenntnis. Ich weiß nun noch, dass diese ab und zu in Kaulitz auftauchten - meist um Mittag zu essen.
Zu dem Bergepanzer. Wie ich schon schrieb sah dieser aus wie ein Fahrschulpanzer. Ob dieser ein Minenräumgerät hatte??? Mitte der 80`iger Jahre kam der Panzer mal zum Einsatz, nachdem zwei Soldaten mit einem Tatra 813 Fahnenflucht gegangen hatten und der Tatra nach freundwärts zurück geholt (gezogen)werden mußte. Diese Fahnenflucht erfolgte im Zeitraum, als der Zaun I neu errichtet wurde.
[/quote]
Ich kann mich erinnern, daß es im 2. Diensthalbjahr 1980 (oder doch erst 81/1), eine Fahnenflucht mit einem Ural(?) gegeben hat. Das Fahrzeug wurde feindwärts der Minensperre im 2. Grenzabschnitt für pioniertechnische Aufgaben eingesetzt. Das Fahrzeug blieb jedoch im 1. Anlauf stecken um jedoch die Flucht fortzusetzen nahmen die beiden Fahnenflüchtigen einen Grenzaufklärer (Name ist mir noch in Erinnerung) als Geisel...

Gruß Hartmut!
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...................habe damals davon gehört. Der GAKl wurde aber kurz vor dem Grenzgraben "freigelassen" - wenn mich nicht mein Erinnerungsvermögen täuscht. Als mit dem Tatra 813 4x4 die Fahnflucht verübt wurde gelang es den beiden Fahnenflüchtigen das Fahrzeug mit den beiden vorderen Achsen über den Grenzgraben zu fahren und konnten dann jeweils links,rechts vom Fahrzeug absitzen. Auch hier war ein GAKl sehr unfreiwillig beteiligt. Die Fahnenflucht konnte durch diesen nicht verhindert werden, da an der Durchbruchsstelle nur ca. 50 - 60 Meter Abstand zwischen Bankett und Verlauf Staatsgrenze waren. Tja und der GAKl saß dann im wahrsten Sinne des Wortes zwischen zwei Weltsystemen - bis es gelang den Tatra zurück zuziehen.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#64

RE: Grenze bei Salzwedel SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.01.2011 19:08
von utkieker | 2.928 Beiträge

Hallo Chris,

Der Grenzaufklärer wurde ja von der Kompanie Gollensdorf gestellt, eigentlich ein alter Haudegen, mit dem man hätte Pferde stehlen können. Der Schock stand ihm noch tagelang in den Gliedern. Der Grenzposten konnte noch nicht ein mal eingreifen um das Leben des Grenzaufklärers nicht zu gefährden.

Ich wünsche Dir für das Jahr 2011 alles Gute und viel Gesundheit!
Gruß Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#65

RE: Grenze bei Salzwedel SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.01.2011 19:27
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von utkieker
Hallo Chris,

Der Grenzaufklärer wurde ja von der Kompanie Gollensdorf gestellt, eigentlich ein alter Haudegen, mit dem man hätte Pferde stehlen können. Der Schock stand ihm noch tagelang in den Gliedern. Der Grenzposten konnte noch nicht ein mal eingreifen um das Leben des Grenzaufklärers nicht zu gefährden.

Ich wünsche Dir für das Jahr 2011 alles Gute und viel Gesundheit!
Gruß Hartmut



Hartmut , Dir auch ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2011.
Weißt Du noch zufällig, ob der GAKl dann nach Aulosen gekommen ist?
Waren schon bewegte Zeiten was man so erlebt hat. Habe ja 1984 noch den Abbau der Minen mitgemacht - überwiegend im Bereich Reitergraben - Fleete - Bocklebener Weg. Jedoch nicht im Räumkommando sondern als Sicherungsposten/Grenzstreife auf dem vHG.
Kann mich noch erinnern, dass durch einen Fehler beim Trassieren der geräumten Abschnitte (66`iger Anlage) zwei Pios - feindwärts halblinks unterhalb Hahneberg - schwer verletzt wurden.
Ist bekannt, dass die am Minenräumen beteiligten teilweise mit hohen Auszeichnungen - wie z.B. dem Kampforden geehrt wurden? Und soweit ich noch weiß, durften die Mienenräumkräfte pro Tag zwei Flaschen 0,33 l Bier verkonsumieren und dies in der Kompanie.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#66

RE: Grenze bei Salzwedel SM 70

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.01.2011 21:45
von utkieker | 2.928 Beiträge

Hallo Chris,

Ich bin ja EK 81/1 und ich meine, daß der besagte GAKl damals noch in Gollensdorf war. Jede Kompanie hatte wohl 4 GAKl'er. Möglicherweise bist du dort für ihn eingesprungen. Als ich zu den Truppen eingezogen wurde war ich 19 Jahre jung, doof und naiv. Und dennoch, als ich von der GÜST Salzwedel nach Gollensdorf verlegt worden bin, durfte ich eine ganze Zeit nicht in den 1. Grenzabschnitt, die hatten wohl festgestellt, daß ich Westverwandschaft hatte und war wohl zum "Sicherheitsrisiko" geworden.
Was das Bier anbelangt so möchte ich das weder bestätigen noch dementieren. Offiziell gab es ja nie Alkohol in den Kasernen.

Gruß Hartmut!


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(Anja-Andrea 1959 - 2014)
zuletzt bearbeitet 02.01.2011 21:49 | nach oben springen



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