#61

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 22.12.2009 23:47
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von maja64

Zitat von Mike59

Stimmt die Lötlampe gehörte zum P3. Der LO hatte nur so eine Petroleumlampe. Tja so ist das eben - ständiger Abbau.
Mike59


Also beim LO kenn ich es so,da wurde die Motorhaupe hochgeklappt und der Bock angeschmießen(bei Kälte war gedecktes und getarntes Handeln erstmal zeitrangig).
War zwar unheimlich laut im Führerhaus,aber nach einer gewissen Zeit auch schön warm.




Die Petroleumlampe war nur zum Batterieanwärmen,- LO hatte auch eine Benzinheizung zum Motor - anwärmen. Das hatte man per Befehl verboten und die Glühkerzen ausgebaut. Aber wenn man sich ein bisschen auskannte, dann stellte es kein Problem dar, das Ding wieder in Betrieb zu nehmen.Es stimmt aber, das man am Besten mit dem Anheben der Motorabdeckung geheizt hat (einen Hammer oder ähnliches unter die Ecke der Motorabdeckung geklemmt). auch wenn das etwas laut war.
Grüße aus dem Schwarzatal
Theo


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#62

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 23.12.2009 00:28
von maja64 (gelöscht)
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Mensch Theo woher weißte den solche Sachen,dachte bisher Du warst auf ner Sicherstellungskompanie.
Trotzdem,Gruß von der Schwarzaquelle hinunter ins Schwarzatal.




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#63

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 23.12.2009 10:22
von Theo85/2 | 1.198 Beiträge

Zitat von maja64
Mensch Theo woher weißte den solche Sachen,dachte bisher Du warst auf ner Sicherstellungskompanie.
Trotzdem,Gruß von der Schwarzaquelle hinunter ins Schwarzatal.


Nur Sicherstellung ist gut. Bei uns in Köppelsdorf und dann nach der Umstrukturierung in Probstzella gehörten zur Sicherstellung: Pioniere, Nachrichten, Schlosser, Hundestaffel, Wache, Kommandeursfahrer, Schirrmeister und natürlich die Vorgesetzten. Ich hoffe, ich habe niemanden vergessen.
Ich war Fahrer vom Gsz- Trupp, Pionierfahrer, bei Bedarf Spießfahrer, Hundestaffelfahrer, Waffen Ufz.-fahrer und das auf einer Strecke von Sonneberg Tor 45 bis zur Trennung nach Plauen.Als Elektriker war ich auch sehr schnell in der Lage, meinen jungen Unteroffizieren bei der Reperatur des GSZ etwas vorzumachen.Das hätte ich lieber verbergen sollen. Ich hatte immer Dienst oder Bereitschaft, oder war Alarmfahrer.In Sonneberg hatte ich sogar 2 LO. Einen Koffer-LO und einen Normalen. Am Entlassungstag war ich sogar in Zivil noch Störungsuche und habe auch danach so nebenbei eine Auszeichnung als bester Kraftfahrer bekommen. Glaube mir, noch Heute kenne ich alle 48 Abschmierpunkte vom LO (unter Anderem, nur so als Beispiel).
Viele Grüße an die Schwaraquelle und "Ein Frohes Fest" an Dich und alle anderen Mitglieder und Leser im Forum
Theo


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#64

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 23.12.2009 18:49
von Roland 87 | 215 Beiträge

Winter war eine "feine" Sache,als Objektwache mußte man Nachts den A-Gruppen LO aller halbe Stunden
mit der Kurbel durchdrehen, damit er nicht ein gefriert.Im Winter 86/87 hatte es so sehr geschneit das
sogar Straßen gesperrt wurden.Der Kolonnenweg Durfte nur noch mit den LO Befahren werden.Wir mußten im
Kaliwerk Salz holen um den Kolonnenweg zu streuen.Bestimmte abschnitte wurden komplett gesperrt wie die
Sommer-und Winterliethe.Als dann der Strom ausfiel,durfte nicht mehr in der Küche gekocht werden.Es wurde mit der Feldküche gekocht.Im Gebäude gab es nur Notstrom.Die Gänge wenig beleuchtet und in den Zimmern brannte nur eine Neonröhre.Als dann die Kohlen alle wurden mußten wir in den Wald und Holz
wegorganisieren.Den Wald ab geriegelt, und dann die auf gestappelten Stämme auf geladen.
Einmal bei Schneesturm den 2er abgelaufen da hatte es so sehr gestürmt,daß wir uns gegenseitig aus den
Schneewehen ziehen mußten.
Lang ist`her!
Ein fröhliches Weihnachtsfest und ein guten Rutsch ins neue Jahr!
MFG Roland



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#65

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 20.01.2010 23:00
von Greso | 2.377 Beiträge

Winter 1965 an der Caroline ,nach 3 Stunden in einer Schneeburg,Filzstiefel ausgezogen,Kerze rein barfuß den Bahndamm entlang (Laufschritt)und Du wirst warm.
Gruß Greso


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#66

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 21.01.2010 00:26
von S51 | 3.733 Beiträge

Winter war im Harz bei GT auch ein immer beliebtes Thema. Ab Januar gab es meist auch reichlich Schnee. Die beiden Fotos stammen aus dem Jahr 1984 und wurden im Eckernloch gemacht.
Die Brücke geht auf den Wanderweg nach Schierke. Das Geländer war über einen Meter hoch.
Der Unterstand befand sich oberhalb des Bahnparrallelweges unweit der ehemaligen Skihütte (von der damals nur noch Fundamentreste vorhanden waren). Es ist übrigens der selbe Unterstand, in dem einer unserer GAK seinerzeit die Funktion seiner Makarow "getestet" und somit eine Seitenwand perforiert hat.

Angefügte Bilder:

GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#67

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 22.01.2010 16:04
von Dieter1945 (gelöscht)
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Im Winter 1978/79 hatten wir im Kreis Herzogtum Lauenburg auch reichlich Schnee.
Siehe meine Super-8-Filmaufnahmen bei YOUTUBE

http://www.youtube.com/watch?v=tICU4JnuSAA

Es schneite aber dann immer mehr. Die Schneewehen waren bis zu 2 1/2 Meter hoch. Unsere Zoll-Kombis hatten nicht einmal Schneeketten. Die Fahrzeuge blieben ein paar Tage in den Garagen und wir machten zu Fuß Grenzdienst. Eine Nacht war ich mit zwei Kollegen und meinem Zollhund Athos unterwegs. Weil das gehen durch die Schneewehen zu mühsam war, gingen wir auf den Gleisen der Bahnlinie Hamburg - Berlin bis zur Grenze. Nach Mitternacht kamplötzlich ein Personenzug aus Richtung Osten. Er hatte über 12 Stunden Verspätung. Kurz hinter der Grenze hielt er plötzlich außerplanmäßig an. Wir nutzten die Chance und stiegen ein. Die DDR-Zugbesatzung war sehr erstaunt, als sie uns sahen. Bis zum Bahnhof Büchen (ca. 5 Km.) fuhren wir mit.


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#68

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 22.01.2010 17:16
von Wartburgfahrer | 39 Beiträge

Hallo zusammen, als Kraftfahrer wie ich hatte man es ja eigentlich ganz gut. Nach einer Stunde Wartezeit bei minus 10-15 Grad in irgendwelchen fremden Objekten wurde es dann aber auch ungemütlich und der Wartburg bringt im Standgas nicht viel Wärme zustande. Also reingehen in einen Aufenthaltsraum und Gefahr laufen, dass der Fahrgast kommt und seinen Fahrer suchen muss (hätte deutliche Minuspunkte gebracht) oder den Motor auf Temperatur bringen. Und da Benzin ja genug da war für die Truppe ist man halt im zweiten Gang immer Vierecke gefahren.
Die Trabantfahrer hatten es da ja noch schlechter mit luftgekühltem Motor.

Grandios auch: nach meinem Kenntnisstand waren im Bereich des Grenzkommandos Mitte grundsätzlich alle Wartburg und Zivil-Trabant lediglich mit Radial-Sommerreifen ausgerüstet. Nun darf man sich den damaligen Unterschied von Radial-Sommer- zu Winterreifen nicht so eklatant vorstellen, wie es heutzutage der Fall ist, aber trotzdem: schön ist was ganz anderes. Demgegenüber hatten die "Stoffhunde" ja prinzipiell ganzjährig Radial-Winterreifen drauf...

Grüße vom Wartburgfahrer


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#69

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 22.01.2010 18:16
von PF75 | 3.291 Beiträge

@ Dieter1945

hats euch nicht vom Bahndamm geweht,der war doch sch ein paar meter hoch?achnee auf eurer seite war ja ein bißchen wald.mittenauf dem damm habe ich auch so manche stunde gesessen bei wind und wetter.


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#70

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 22.01.2010 18:32
von Sonne | 510 Beiträge

Am 15.10.66 wurde es Winter im Harz. Zwei tage später mußten wir das erste Mal mit Ski und Tarnhemd raus in den Schnee. Wir waren noch nie auf Skiern geweßen. Unser Postengebiet Spitzer Winkel haben wir in unserer ersten Schicht nicht erreicht. Wir lagen mehr als das man gefahren ist .Vermutlich waren an diesem Tag auch andere nicht im Postengebiet angekommen. Grenze war offen-keiner hats gemerkt.
Nach 4 Std. Dienst bekamen wir heißen Tee gebracht. Ansonsten alles anziehen was man hatte. Rennen war nicht-Gott sei dank kam auch keiner.Unsere "Buden" die wir gebaut hatten um dem Schnee zu trotzen wurden von den Off.schnell wieder eingerissen, also mußten wir Neu bauen.In diesem Winter waren wir 1966/67 manchmal 8 Std, bei minus 20 grad draußen. war Scheiße aber wir haben es überstanden.
P.S. Sche.... war auch schlecht zu machen-das Tarnhemd wurde immer kürzer.


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#71

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 20.04.2010 23:57
von Hawk | 30 Beiträge

Hallo Mara
habe erst jetzt Deinen Beitrag wegen Winter an der Grenze gelesen kann Dir aber sagen schön war es im Winter selten.Wenn du bei 15-20Grad minus acht Stunden draußen bist dann ist das schon nicht so leicht. Ich war damals gerade 19 Jahre und naja wie soll ich sagen da war es halt verdammt schwer.Wir sind dann viel gelaufen je nach Befugnis oder haben Liegestütze gemacht um uns warm zu halten. Manchmal sind wir unter die Plane zusammen gerutscht um uns zu wärmen und haben heißen Tee getrunken.Aber die Kälte kam irgendwann durch und dann warst du nur noch ein Körper ohne viel Gefühl. Naja geschafft haben wir es ja alle.


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#72

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 21.04.2010 00:50
von Greso | 2.377 Beiträge

Das ist Winter an der Grenze..Greso mit Hund

Angefügte Bilder:
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#73

RE: Winter an der Grenze

in Grenztruppen der DDR 22.04.2010 02:31
von EK 81/2 | 46 Beiträge

Winter 78/79 da war ich gerade an der Uffz.-Schule in Perleberg.Weihnachten 78 hatte ich Urlaub und danach ging es mit dem harten Winter erst so richtig los. Wir waren von der Uffz.-Schule aus zum Einsatz gekommen um Gleise der bahn im Bereich Plau am see/ Karo frei zuschaufeln. War trotzalledem ein schöner Einsatz gewesen. Die Bahn hatte sich mit Essen und Trinken nicht lumpen gelassen.Frühjahr 79 bin ich dann an den Kanten bei Boizenburg gekommen und konnte dann sehen was der harte Winter in dem Bereich der Elbberge und entlang der Elbe für Schäden angerichtet hat.


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