#121

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 11:24
von icke46 | 2.593 Beiträge

Hallo, Wolfgang,

Deine Antwort ging zwar an KID, aber da ich den Klingelpütz ins Spiel gebracht habe, möchte ich noch ein paar Worte sagen. Ich stimme Dir zu, dass es hier ein Forum ist, dass sich mit der DDR-Grenze und dem Drunherum befasst und man nicht alle Menschenrechtsverletzungen, Zustände in Gefängnissen etc. aufarbeiten kann.

Nun bezieht sich dieser Thread auf das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, und ob die dortige Darstellung (ich war selbst dort als Besucher, und dass Gefängnis an sich hat schon seine Wirkung) wirklich sachlich ist, wage ich eben zu bezweifeln. Ich hatte an anderer Stelle schon gesagt, dass mich die Geschichtsdarstellung am Grenzübergang Marienborn beeindruckt hat, weil man dort zum Selberdenken aufgefordert wird, und nicht etwas vorgedacht bekommt.

Noch einmal kurz zum Klingelpütz: Das alte Gefängnis dort ist ja 1969 geschlossen und durch die JVA Köln-Ossendorf ersetzt worden - mit der Massgabe, dass das alte Gefängnis abgerissen und dort ein Stadtpark mit Spielplatz angelegt wird. Dazu möchte ich mal die Wikipedia zitieren:

Heute befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses an der Straße „Klingelpütz“ der „Klingelpützpark“ mit Spielplatz. Zur Erinnerung an das Gefängnis Klingelpütz als nationalsozialistische Hinrichtungsstätte befindet sich hier ein von Hans Karl Burgeff gestalteter Gedenkstein, der zum 40. Jahrestag des Kriegsbeginns 1939 am 1. September 1979 der Öffentlichkeit übergeben wurde. Er trägt die Inschrift „Hier wurden von 1933–1944 über tausend von der nationalsozialistischen Willkürjustiz unschuldig zum Tod Verurteilte hingerichtet“.

Es wäre interessant, sich vorzustellen, was passieren würde, wenn man ein ähnliches Verfahren auf Hohenschönhausen angewandt hätte. Ich finde es gut, dass man das in Berlin nicht gemacht hat, und schlecht, dass man es in Köln gemacht hat. Nur ist eben die Darstellung in Berlin durchaus noch verbesserungsbedürftig.

Gruss

icke



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#122

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 11:29
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

@ Augenzeuge

Um welche UHA handelt es sich denn in dem von dir beschriebenen Fall???


Die UHA der BV Neubrandenburg hatte 1980 übrigens bereits 3 weibliche Kräfte, jedoch gab es zu der Zeit auch noch die alte UHA in Neustrelitz. Diese hatte lediglich eine Maximalbelegung von ca. 60 Verwahrhäftlingen und im Schnitt so ca. um die 40. Von diesen waren die wenigsten weiblich, so dass die 3 Kräfte ausreichten.

Ab 1985 als die neue UHA in NB auf dem Gelände der BV in Dienst gestellt wurde, gab es auch wesentlich mehr weibliche Kräfte. Jetzt waren im Schnitt ca. 8 weibliche Mitarbeiterinnen verfügbar und dass bei einer Maximalbelegung von ca. 130 Verwahrhäftlingen in der UHA sowie ca. 60 Strafgefangenen. Diese Maximalbelegung wurde jedoch nie erreicht! Die 60 Strafgefangenen ergeben sich aus den besonderen Planungen einer zentralen Zusatzaufgabe für die UHA Neubrandenburg.

Sicher steht Neubrandenburg nicht stellvertretend für die UHA's anderer BV's, da wir vor 1985 eine sehr alte und ab 1985 eine sehr moderne und dem neusten Stand entsprechende UHA hatten. Jedoch beweist meine Ausführung doch recht deutlich, dass die oben von dir geschilderten Verhältnisse, in Neubrandenburg bereits nach 1970 so nie passiert sind.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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zuletzt bearbeitet 25.10.2009 11:30 | nach oben springen

#123

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 13:27
von Augenzeuge (gelöscht)
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@Felix

Wir reden hier eigentlich nur über Hohenschönhausen, das kannst du auch aus dem vor dir stehenden Beitrag von icke erkennen.
Von Neubrandenburg war übrigens keine Rede....aber trotzdem danke für die Info.


zuletzt bearbeitet 25.10.2009 13:27 | nach oben springen

#124

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 15:03
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
auch für mich war dieser Sachverhalt schwer vorstellbar. Aber ich habe erst mal keinen Grund an der Aussage mehrerer Zeitzeugen zu zweifeln. Fakt ist, es gab weibliche Inhaftierte, Fakt ist, sie wurden untersucht. Fakt ist, wie das geschah.
Und es gibt keinen Hinweis auf weibliche Beschäftigte bis 1980 dort.
Wenn du andere sachdienliche Informationen hast, auch welche, die das Gegenteil beweisen sollten, gut, dann sollten sie hier hinein. Auch ich bin nur an der Wahrheit interessiert.

Gruß, Augenzeuge



Ich übernehme das mal. Augenzeuge, Dein Auge scheint mir die Dinge etwas verschwommen zu sehen. Glaub nicht immer alles, was man Dir erzählt.
Beispielsweise hatte die Zentrale UHA (also HSH) 1972 insgesamt 164 Mitarbeiter, davon 21 weibliche. 1974 waren es insgesamt 185 Mitarbeiter, davon 25 weibliche, 1977 waren es 199 Mitarbeiter, davon 23 weibliche.
So werden Dinge kolportiert, die nicht der Wahrheit entsprechen.



zuletzt bearbeitet 25.10.2009 15:24 | nach oben springen

#125

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 15:36
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
Ich bin dort vor 10 Tagen gewesen. Der Zeitzeuge gab exakte Antworten.



Wurde bei der Führung auch das Gestell aus Holzbalken (asiatische Tropfenfolter) thematisiert ?



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#126

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 17:18
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Mir kommt dieser Dr. Hubertus Knabe irgendwie so vor wie der moderne Prof. Abraham van Helsing. Genauso von einer fixen Idee besessen, die nur eine Schwaz/Weiß Sicht auf die Dinge zuläßt und dem dabei jedes Mittel recht ist.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#127

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 17:32
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
@Felix

Wir reden hier eigentlich nur über Hohenschönhausen, das kannst du auch aus dem vor dir stehenden Beitrag von icke erkennen.
Von Neubrandenburg war übrigens keine Rede....aber trotzdem danke für die Info.



Der Beitrag von ICKE wurde veröffentlicht, als ich meinen bereits schrieb.

Aber vielleicht trotzdem mal ganz gut auch andere Zahlen zu veröffentlichen. Mir kommt es vor als ob hier oft vergessen wird das HSH nicht die einzige UHA des MfS war. In jeder Diskussion, die ich in der Öffentlichkeit wahrnehme geht es immer nur über HSH. Sicher dort ist die Gedenkstätte, aber gerade Gedenkstätten haben immer das Problem die unschönsten Dinge und die paar Ausreißer, die es immer mal gab zu zeigen um erst recht abzuschrecken. Leider wird dieses Bild dann in der Öffentlichkeit für alle UHA's des MfS übernommen, ohne hier zu differenzieren.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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#128

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 18:45
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Merkur

Zitat von Augenzeuge
Ich bin dort vor 10 Tagen gewesen. Der Zeitzeuge gab exakte Antworten.


Wurde bei der Führung auch das Gestell aus Holzbalken (asiatische Tropfenfolter) thematisiert ?




Du meinst sicher das von meinem Beitrag gestern um 23:51 Uhr, schau es dir mal an. Ich hatte dazu auch etwas geschrieben.
Jetzt sag aber nicht, das hat Herr Knabe extra für die Gedenkstätte konstruiert.....


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#129

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 19:22
von X-X-X (gelöscht)
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ich moechte mich bei allen entschuldigen. Meine Absicht war es nicht, fuer erneute Aufregung zu sorgen. Tut mir echt Lied. Ich bin es gewohnt, als Aussenseiter betrachtet zu werden.

Jens


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#130

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 19:40
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Hier bist du kein Aussenseiter.



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#131

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 19:47
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von KID
ich moechte mich bei allen entschuldigen. Meine Absicht war es nicht, fuer erneute Aufregung zu sorgen. Tut mir echt Lied. Ich bin es gewohnt, als Aussenseiter betrachtet zu werden.
Jens



Hallo Jens oder Jeff,

welcher Name ist dir lieber? Nein, du musst dich überhaupt nicht entschuldigen. Wofür? Diese Dinge gehören nunmal in das Forum und sie werden diskutiert. Das ist nicht nur ok, das ist gut so. Aufregung sieht bei uns hier anders aus!
Als Aussenseiter sehe ich dich keinesfalls, immerhin hast du doch oft genug die Grenze überschritten....warum auch immer.
Du kannst dich hier gern einbringen, über deine Erfahrungen sprechen. Mich würde mal interessieren, ob du heute manches anders machen würdest, wenn du die Entwicklung erkannt hättest. Auch wenn du politisch eine andere Meinung als mancher vertrittst, so rechne ich es dir hoch an, mit welcher Offenheit du argumentierst. Denn das ist es, wozu manche deiner Ex-Kollegen aus der "Normannenstrasse" einfach (noch) nicht den Mut haben. Aber vielleicht werden Sie durch dich dazu ermutigt.
Also, ich hoffe, wir hören von dir...

Gruß, Augenzeuge


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#132

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 19:48
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Augenzeuge

Jetzt sag aber nicht, das hat Herr Knabe extra für die Gedenkstätte konstruiert.....



Ich zitiere dazu mal den ehem. Leiter der UHA HSH:

"Zwei Abstellräume, in denen damals Abfallbehälter aufbewahrt wurden und die nicht als Verwahrräume für Inhaftierte genutzt worden sind, werden nach "Rekonstruktion" derzeit den staunenden Besuchern als "Folterzellen" vorgeführt.
Die furchterregende Folterzelle zeigt, wie Häftlinge in einem Holzgerüst knien mussten, während von der Decke aus Behältern Wasser getropft haben soll, genau auf den Kopf des Betroffenen und dies stundenlang. Damit habe man die Person "weich machen wollen".
Leider gibt es viele Menschen, die diese Horrorgeschichte glauben. Die "Rekonstruktion" erfolgte an Hand von Aussagen eines "Zeugen". Dieser war laut eigenen Angaben von den sowjetischen Organen nach 1945 in Hohenschönhausen wegen Wehrwolf-Verdacht interniert. Er will diese "Folterzelle" 1947 im damaligen zentralen Untersuchungsgefängnis des NKWD mit eingebaut haben. Die von ihm selbst gefertigten Skizzen hat er mit seinem eigenen Stempel am 28. März 1990 "beglaubigt". Abgesehen von diesem merkwürdigen Zertifikat hat es in den Untersuchungshaftanstalten des MfS zu keiner Zeit so etwas gegeben.
Dies erklärt auch, weshalb sich bis heute niemand gefunden hat und auch niemand finden kann, wenn er bei der Wahrheit bleibt, der die Benutzung solcher "Folterzellen" bestätigt.
Obwohl selbst die frühere Leiterin der Gedenkstätte Hohenschönhausen Zweifel an der Existenz von "Folterzellen" anmeldete, sahen weder sie noch ihre Nachfolger bisher Anlass, diese offenkundige Geschichtsfälschung zu beseitigen."




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#133

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 19:57
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

In Antwort auf:
Obwohl selbst die frühere Leiterin der Gedenkstätte Hohenschönhausen Zweifel an der Existenz von "Folterzellen" anmeldete, sahen weder sie noch ihre Nachfolger bisher Anlass, diese offenkundige Geschichtsfälschung zu beseitigen."




Würde doch auch gar nicht so gut wirken dann, man stelle sich den Bürger vor der die "Folterzellen" nicht sieht und sich dann etwa denken könnte: "Na ja, eine fast normale UHA wie überall".

Eine Horrorversion für Herrn Knabe und Kollegen.

Ohne solch puplikumswirksame Highlights, gelänge es doch gar nicht, beim neutralen Betrachter den gewünschen Grussel- und Schauerefekt zu erzeugen und das von der jetzigen Regierung gewünschte Bild des MfS zu vermitteln.




P.S. Herr R. erscheint momentan in vielen Berichten und "Dokumentationen". Also erzeugt man durch solche Schilderungen auch einen gewissen "Marktwert". Dieser und die damit verbundenen Einnahmen kann sicher nur erhalten werden, wenn man auch die entsprechende Sensationsgier befriedigt.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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zuletzt bearbeitet 25.10.2009 20:04 | nach oben springen

#134

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 20:05
von Augenzeuge (gelöscht)
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Naja, merkur, diese Aussage habe ich so ähnlich von dir erwartet. Du musst zugeben, das man seitens des Mfs immer nur das bestätigt, was von anderen wasserdicht bewiesen worden ist. Nicht einen Punkt mehr.

Es wurde während der Führung bei mir nie behauptet, dass das mfs diese Folter der Wasserzellen nach 1953 praktiziert hat. Erklärt wird das mit dem Tod Stalins und der neuen Politik danach. Aber die dokumentierten Fälle der Häftlinge zuvor sind so eindeutig, das die Anwendung dieser Folter heute nicht mehr bezweifet werden muss. Und es ist auch dem mfs bekannt, dass es keine Zeugen heute mehr von damals geben kann, denn sie sind bereits alle verstorben. Nun,ich glaube nicht, dass diese Skizzen aus dem Nichts entstanden sind, nur um HSH einen grauenhaften Charakter geben zu können. Denn den hat es zweifelsohne auch ohne diese beiden Zellen.


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#135

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 20:16
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Zitat von KID
ich moechte mich bei allen entschuldigen. Meine Absicht war es nicht, fuer erneute Aufregung zu sorgen. Tut mir echt Lied. Ich bin es gewohnt, als Aussenseiter betrachtet zu werden.

Jens



Jens Du hast keinen Grund Dich zu Entschuldigen.
Ich glaube nicht, dass Du es bist der für Aufregung sorgt, dafür haben wir hier andere Kandidaten
Und als Aussenseiter betrachtet Dich hier mit Sicherheit auch Niemand.

Ich für meinen Teil bin auf weitere Beiträge von Dir gespannt, hab ich aber schon gesagt.


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#136

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 20:17
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
Naja, merkur, diese Aussage habe ich so ähnlich von dir erwartet. Du musst zugeben, das man seitens des Mfs immer nur das bestätigt, was von anderen wasserdicht bewiesen worden ist. Nicht einen Punkt mehr.




Es sind in den vergangenen 20 Jahren eine Menge an Legenden und Unwahrheiten verbreitet worden. Daher sehen ich und sicher auch viele andere genau hin, was so behauptet wird.



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#137

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 20:41
von Berliner (gelöscht)
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Zitat von KID
ich moechte mich bei allen entschuldigen. Meine Absicht war es nicht, fuer erneute Aufregung zu sorgen. Tut mir echt Lied. Ich bin es gewohnt, als Aussenseiter betrachtet zu werden.

Jens


Hallo Jens,

ich danke Dir fuer Deine Worte. Es ist wohltuend zu sehen, dass jemand darum bemueht ist nicht alles hochzuschaukeln. Das sage ich Dir als Fair-Team Mitglied und auch als Mensch.

Obwohl Du es auch an anderer Stelle von mir gelesen hast, sage ich erneut "willkommen im Forum".

Berliner


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#138

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 22:11
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Merkur

Zitat von Augenzeuge
auch für mich war dieser Sachverhalt schwer vorstellbar. Aber ich habe erst mal keinen Grund an der Aussage mehrerer Zeitzeugen zu zweifeln. Fakt ist, es gab weibliche Inhaftierte, Fakt ist, sie wurden untersucht. Fakt ist, wie das geschah.
Und es gibt keinen Hinweis auf weibliche Beschäftigte bis 1980 dort.
Wenn du andere sachdienliche Informationen hast, auch welche, die das Gegenteil beweisen sollten, gut, dann sollten sie hier hinein. Auch ich bin nur an der Wahrheit interessiert.
Gruß, Augenzeuge


Ich übernehme das mal. Augenzeuge, Dein Auge scheint mir die Dinge etwas verschwommen zu sehen. Glaub nicht immer alles, was man Dir erzählt.
Beispielsweise hatte die Zentrale UHA (also HSH) 1972 insgesamt 164 Mitarbeiter, davon 21 weibliche. 1974 waren es insgesamt 185 Mitarbeiter, davon 25 weibliche, 1977 waren es 199 Mitarbeiter, davon 23 weibliche.
So werden Dinge kolportiert, die nicht der Wahrheit entsprechen.




Gut merkur. Ich soll also nicht immer alles glauben, was man mir erzählt- bis auf dich natürlich, nehme ich mal an.
Weißt du, diesen Grundsatz berücksichtige ich eigentlich schon Jahrzehnte, das Leben in der DDR hat ihn mir beigebracht.
Das Leben hier hat ihn mich beibehalten lassen.
Eine Frage habe ich an dich noch. Wieviel weibliche Inhaftierte gab es in den 70ern, wieviele weibliche Beschäftigte haben die erwähnten Untersuchungen praktiziert? Wenn deine Antworten so wasserdicht sind wie du es sagst, dann solltest du diese der Gedenkstätte oder der Presse zukommen lassen. Du weißt doch, die Wahrheit kommt meist immer raus. Heute so wie früher. Manchmal dauert es nur etwas lange.


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#139

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 22:17
von Alfred | 6.841 Beiträge

Augenzeuge,

ein Problem besteht darin, dass einige nicht an der Wahrheit interessiert sind und nicht daran denken in ihren Medien bestimmte andere Dartsellungen zu bringen.


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#140

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 22:24
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Augenzeuge,
ein Problem besteht darin, dass einige nicht an der Wahrheit interessiert sind und nicht daran denken in ihren Medien bestimmte andere Dartsellungen zu bringen.



Ja Alfred das mag richtig sein. Aber das ND oder die Junge Welt wären daran doch sicher interessiert. Und ich bin sicher, die würden es groß berichten.


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