#101

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.10.2009 16:29
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@kurfürst, genau diesen gefangenentransporter nur ohne aufkleber. der von dir abgebildete transporter ist ein fake...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#102

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.10.2009 18:59
von TOMMI | 1.992 Beiträge

Im Stasi-Museum in Berlin-Lichtenberg und im zeitgeschichtlichem Forum
Leipzig kann man jeweils so ein Ding betrachten. Alerdings fehlen da
derartige Aufschriften. Ich geh mal von aus, das ist der Stand Ende 70er
bis Ende '89. Wie diese Fahrzeuge in den 60ern und 70ern ausgesehen haben,
weiß ich nicht.
In dem Buch von W.Welsch (Staatsfeind Nr.1) soll so ein Dinge mal eine
derartige Aufschrift gehabt haben.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


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#103

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 17.10.2009 23:57
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von GilbertWolzow
@kurfürst, genau diesen gefangenentransporter nur ohne aufkleber. der von dir abgebildete transporter ist ein fake...


Ja, muss ein Fake sein, sonst waer dem Ding jeder hinterhergerannt (Waer' bei 'Frischem Fisch' warscheinlich genauso gewesen).
-Th


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#104

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 18.10.2009 00:46
von CaptnDelta (gelöscht)
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Zitat von Alfred
Feliks,
nimmm es mir nicht krumm. Wenn ich die Wortwahl und den Inhalt einiger Texte von Dir lese, fällt es mir schwer zu glauben, dass Du mal in Potsdam studiert hast.

Hallo Alfred, wolltest Du uns damit sagen, seine Ausbildung da war nicht nur kostenlos, sondern umsonst?
-Th


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zuletzt bearbeitet 18.10.2009 00:54 | nach oben springen

#105

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2009 02:57
von X-X-X (gelöscht)
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Ich bin hier leider ein bisschen spaet 'reingesprungen.' Als ehemaliger Haeftling (11 Jahre, 7 Monate und 20 Tage...) bin ich selten bereit, die Erlebnisse anderer Haeftlinge in Frage zu stellen. Es gibt auf dem Territorium der USA ja auch Gefaengnisse, die nicht der normalen Justiz unterstehen (siehe Guantanamo). Ich wurde u.a. bei der Marineinfanterie 18 Monate lang inhaftiert. Diese 'Brigs' (Militaergefaengnisse) sind fuer ihre auesserst strengen Behandlung ihrer Gefangenen bekannt. Stell dir mal eine 18-monatige Grundausbildung vor... Ich war aber auch zweimal bei der US Marshalls zwecks Verhoer untergebracht. Dort waren die Bedingungen auesserst bequem (Privatzimmer, Fernseher und eigenes Bad). Uebrigens erfolgte der Transport in einem getarnten Krankenwagen. Im Miltaergefeangnis Fort Leavenworth wurde nicht gepruegelt (ausser bei Krawallen, versteht sich). Das taegliche Schikanieren macht aber einen nach 11 jahren zu schaffen..... 6 Monate Einzelhaft ohne Schuldbefund wegen eines Nagels in der Zelle. Anklage lautete: Diebstahl Staatseigentums, illegaler Transport gestohlenen Staatseigentums; Waffenbesitz; Waffenmanufaktur; allgemeine Verstoesse gegen die Ordnung und Sicherheit.... tragisch aber wahr. Dazu kam auch eine dunkelbraune Uniform mit Stiefeln. Haarschnitt alle zwei Wochen. Durschsuchungen von Zellen und Leibesvisiten standen an der Tagesordnung. Wir mussten bis Ende der 90er ohne Bezahlung arbeiten. Ich verdiente kurz vor meiner Entlassung 90 US cent die Stunde als Maler. Ich war unter den Gefangenen Millionaer. Die Meisten verdienten 10 bis 15 Cent die Stunde. Pakete (2) gabs nur zu Weihnachten und jeweils nur bis zu einem Hoechstgewicht von etwa 6 Kilo, wenn ich mich richtig erinnere. Das war keine schoene Zeit. Bei einer Besichtigung des Gefeangnisses in Hohenschoenhausen, stellte ich sofort fest, dass die damaligen Bedingungen der MfS-Haeftlinge teilweise noch viel besser waren als unsere, wobei 'besser' nicht gerade 'gut' bedeutet. Knast ist Knast, und die Zeit hinter Mauern und Stacheldraht ist nie angenehm. Unschuldige gabs und gibts bei uns auch. Das, was in der DDR vorging, ist nicht einmalig in der Geschichte. Uebrigens, die Ft. Leavenworth Wachsoldaten wurden kurz nach dem 11.09.2001 teilweise nach Guantanamo versetzt. Die Brutalitaet dieser Soldaten ist uns inzwischen bekannt. Ich hoffe, ich habe niemanden beleidigt. Ich glaube eine breitere Perspektive ermoeglicht eine bessere Sicht.

Jens


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#106

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2009 10:52
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo Jens,
zu dieser Aussage hätte ich gern ein paar genauere Fakten....

Bei einer Besichtigung des Gefeangnisses in Hohenschoenhausen, stellte ich sofort fest, dass die damaligen Bedingungen der MfS-Haeftlinge teilweise noch viel besser waren als unsere, wobei 'besser' nicht gerade 'gut' bedeutet.


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#107

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2009 11:55
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Hallo Jens,

zunächst nehme ich Dir mal Deine Geschichte ab, wenngleich sie (ohne weiteren Hintergrund) im Moment auf mich eher wie ein "Gefälligkeitsgutachten" für das MfS wirkt.

Auch wenn die Zustände und Methoden in Höhenschönhausen (Ost) offenbar nicht ganz so schlimm waren, wie die Zustände und Methoden die Du (Spion/Agent ?) ertragen musstest, macht das für mich keinen Unterschied. Unrecht, auch im Sinne von "Menschenrechtsverletzung" bleibt Unrecht ob in West oder Ost.

Aufrechnen, und das entnehme ich Deinem Bericht als Intension, gilt nicht. Wenn ich Dich falsch verstanden habe, dann bitte ich um Entschuldigung.


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#108

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2009 16:18
von X-X-X (gelöscht)
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@WolfgangB: Gerade deswegen habe ich mich solange von diesem Thema ferngehalten... Es geht nicht um aufrechnen, sondern eine Perspektive schaffen. Menschen sind, so meine ich, ueberall gleich. Institutionen wie Regierungen und deren Aemter sind am Ende auch nur 'Menschen', ob diese Menschen gleich hinterm Schreibtisch sitzen oder Wachdienst schieben. Vieles, was mir angetan wurde, werde ich nicht schildern. Ich muss es einfach so sagen: wer inhaftiert wurde, kennt schon das Spiel; nur die Waechter kennen die Regeln. Bei uns gab es uebrigens nie Amnestien. Manche kommen nie raus, auch nach Ablauf der Haftzeit. Ein Kumpel von mir sitzt immer noch, weil er "moeglicherweise" der Gesellschaft gegenueber eine Gefahr darstellt. Willkuer ist das. Es ist leicht uber die DDR herzuziehen, da sie sich nicht mehr verteidigen kann. Es war nicht alles rosig in der DDR, das wissen wir alle. Boese und unmenschlich wars immer auch nicht. Du hast absolut recht: Unrecht bleibt Unrecht. Diese ist aber nicht auf die DDR zu beschraenken. In HSH wurde aber genau das getan. Die Phantasien werden jeden Tag der (juengeren) Bevoelkerung der BRD erzaehlt. Ich nehme nur als Beispiel die Horrorgeschichte der nachgebauten 'Wasserzellen'. Ich und ein Kumpel von mir stellten die Fragen, ob diese durch das MfS benutzt wurden. Die Antwort war ein zoegerndes 'Neeiiiin, aber....' Kein aber. Wie viele zu Recht inhaftierte NS-Verbrecher wurden im HSH inhaftiert? Antwort: Das kann ich Ihnen nicht sagen. Die Zielrichtung der Fuehrung (BSTU und BRD) ist klar. Damit weiche ich aber vom Thema ab.

Was die Bedingungen betrifft: Sauberkeit, Licht und einfach mehr Quadratmeter! Ich durfte dreieinhalb Schritte nehmen, ehe die Nase an der Wand war. Wenn man in einer solchen Zelle verschlossen ist, zaehlt jeder Zentimeter. Es ist mir klar, dass ich einen Nerv getroffen habe. Ich bleibe dabei: Knast ist Knast.

Waehrend der Haft durfte ich Solzhenitsyns 'GuLag' gelesen. Ich zitiere: "Wer gegen den Wolf spricht, muss auch FUER ihn sprechen."

Jens


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#109

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2009 16:36
von X-X-X (gelöscht)
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Zelle in der Einzelhaft. Gegenueber ist der Tigerkaefig (im 2. Untergeschoss ohne Licht und Luft von aussen) 20 Minuten pro Tag 'Ausgang'. Der Transport von dieser Zelle bis in den Kaefig (anderthalb Meter) erfolgte mit Handschellen mit Box, Fussketten und Kette um den Koerper. N.B. Die Zellentracht wurde genau wie in HSH fuer Besucher aufgefrischt und geputzt.

Angefügte Bilder:
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#110

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.10.2009 23:51
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo Jens,
ich bin sehr erstaunt, was du bei der Führung in HSH erfahren hast bzw. darüber, was du nicht erfahren hast. Ich bin dort vor 10 Tagen gewesen. Der Zeitzeuge gab exakte Antworten. Auch zu den Wasserzellen, wo das Wasser herkam, wie man es wieder rauswischte usw. Die Zellen waren also groß? Welche meinst du? Sicher nicht die im U-Boot wo mehr als 10 Leute sich damals eine Zelle teilen mussten. Sicher hast du keine Ahnung, das die ersten Inhaftierten Kommunisten waren, die nur eine andere Auffassung als Stalin hatten. Der letzte Inhaftierte war übrigens Mielke, der von seinen Leuten dort bis zum 2.10.90 inhaftiert war. Danach stellte er selbst einen Antrag auf Überführung nach Moabit, aufgrund der unmenschlichen Haftbedingungen. Dabei befand er sich zu diesem Zeitpunkt im Haftkrankenhaus. Die Wasserzellen wurden bis in die 50er Jahre benutzt. Später angeblich nicht mehr. Die Isolationszelle im U-Boot hast du sicher nicht gesehen...sie war zu klein. Du weißt nichts von weiblichen Inhaftierten, die bis Anfang der 80er von männlichen Bediensteten in allen Körperöffnungen untersucht wurden, weil es bis dahin keine weiblichen Mitarbeiter dafür hier gab.

Ja es mag sein. Solche Gefängnisse gibt es leider auch in anderen Ländern, sicher moderner. Das rechtfertigt nicht diese Art der Unterbringung. Aber für Deutschland sind sie ein Relikt des Grauens. Zumindest für mich.

Knast ist eben nicht gleich Knast.

Angefügte Bilder:
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#111

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 00:27
von icke46 | 2.593 Beiträge

Hallo, Jörg,

wir hatten uns ja schon per PN über die unterschiedlichen Auffassungen hinsichtlich Hohenschönhausen bzw. der geschichtlichen Darstellung dort ausgetauscht, auch hinsichtlich der Wasserzellen.

Man muss sich auch nicht darüber streiten, dass die Behandlung der Gefangenen dort, speziell in den 50er Jahren und wahrscheinlich auch noch danach menschenunwürdig war. Wie weit die Zeitspanne danach reicht, lasse ich mal dahingestellt,
da müsste man wirklich selbst tiefer forschen.

Aber wenn man sich auf diesen eben genannten Zeitraum mal verständigen kann, sei mir doch der Hinweis gestattet, dass es anderen Orts nicht so viel besser war. Nach kurzem Suchen habe ich auf die schnelle Folgendes gefunden, was, vornehm ausgedrückt, auch nicht so menschenwürdig war:

http://www.zeit.de/1966/17/Tod-im-Klingelpuetz

Das war wie gesagt ein Schnellschuss aus der Hüfte - der Klingelpütz in Köln hatte seinerzeit einen besonderen Ruf, um es mal so zu sagen.

Wohl gemerkt - bevor die Wogen wieder hochschlagen: Es geht nicht darum, irgend etwas zu rechtfertigen - nur finde ich das Eine genauso schlimm wie das Andere.

Gruss

icke



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#112

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 00:39
von Augenzeuge (gelöscht)
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Hallo icke,

danke für die Info. Kann man Klingelpütz mit HSH denn vergleichen? Ich weiss nicht.

Gruß, Jörg


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#113

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 00:47
von icke46 | 2.593 Beiträge

Hallo, Jörg,

wenn es eine ähnliche Fotostrecke wie aus HSH vom Klingelpütz zur damaligen Zeit gäbe, glaube ich mal, dass der Unterschied - nun mal auf die Zellen bezogen - nahe Null wäre. Wie gesagt, über die Wasserzellen in HSH muss man nicht diskutieren - das war unemenschlich, Punkt. Aber ich halte die grundsätzlichen Knastumstände in dem Zeitraum - im Fall Klingelpütz 60er-Jahre, durchaus für vergleichbar.

Es wäre zum Beispiel auch interessant, den Ausgang des Verfahrens gegen die beiden Beamten, die im Bericht genannt wurden, zu recherchieren. Ich fürchte fast, dass es ausgegangen ist wie das Hornberger Schiessen - ohne das nun belegen zu können.

Ich glaube aber schon, dass wir uns darin einig sind, dass solche unmenschlichen Knastzustände nirgendwo auf der Welt geduldet werden sollten.

Gruss

icke



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#114

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 00:51
von Augenzeuge (gelöscht)
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Ja sicher, keine Frage icke. Aber ich möchte mir weitere Knäste auch gar nicht mehr ansehen.....mir hat es gereicht.
Guantanamo ist genauso unzulässig, hatte nicht Obama hier etwas versprochen?


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#115

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 01:33
von X-X-X (gelöscht)
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Und damit waere also alles geklaert.


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#116

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 07:45
von Mongibella (gelöscht)
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Alcatraz war auch nich toll....und HSH und Bautzen2 waren sicher keine FDGB-Heime....

Vergleiche bringen sicher nichts!


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#117

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 09:50
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
Hallo icke,

danke für die Info. Kann man Klingelpütz mit HSH denn vergleichen? Ich weiss nicht.

Gruß, Jörg


Ich war mal in Köln Ossendorf in der JVA-dort haben wir mal eine Zelle "besichtigt",danach hat
das Wort Freiheit eine 3 mal hohe Bedeutung.



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#118

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 10:59
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
Du weißt nichts von weiblichen Inhaftierten, die bis Anfang der 80er von männlichen Bediensteten in allen Körperöffnungen untersucht wurden, weil es bis dahin keine weiblichen Mitarbeiter dafür hier gab.

Ja es mag sein. Solche Gefängnisse gibt es leider auch in anderen Ländern, sicher moderner. Das rechtfertigt nicht diese Art der Unterbringung. Aber für Deutschland sind sie ein Relikt des Grauens. Zumindest für mich.

Knast ist eben nicht gleich Knast.



@augenzeuge was gibt eigentlich diesbezüglich das findbuch der bstu zur abt. XIV her?
mir persönlich war bekannt, dass die arbeit in der abt. XIV nicht allzu beliebt war und es wirklich einen ständigen mitarbeitermangel, insbesondere an frauen, gab. aber das noch in den 70´ern männliche personen den weiblichen untersuchungsgefangeninnen das "bücken" befahlen" ist für mich schwer vorstellbar.


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#119

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 11:00
von Wolfgang B. (gelöscht)
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Zitat von KID
Und damit waere also alles geklaert.



@Hallo KID,

für mich steht nach wie vor der Satz: "Unrecht bleibt Unrecht" an oberster Stelle. Und da ist es mir widerum völlig wurscht ob das Unrecht, ich nenn's mal lieber die Menschenrechtsverletzung, in Timbuktu oder Hintertupfingen geschieht.

Ich finde nur in diesem Forum wären wir hoffnungslos überlastet/überfordert auf Menschenrechtsverletzungen der ganzen Welt einzugehen. Schließlich sind wir hier in einem "DDR-Forum" und sollten deshalb im großen und ganzen auch bei der DDR bleiben. Ob Stammheim, Guantanomo, meinetwegen auch Alcatraz, Klingelpütz, Santa Fu und sicher tausende weitere Knäste und Verwahranstalten auf der ganzen Welt, es ließe sich sicher über das Wer, Wie, Wo, Wann und Warum endlos "dikutieren". Aber wie gesagt, die Geschichte verkäme unwillkürlich zum reinen Aufrechnen.

Und Jens, Deine Geschichte, Deine Erlebnisse interessieren mich aus menschlicher Sicht, da sprech ich sicher auch noch für andere User hier im Forum. Es ist also nicht alles geklärt.


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#120

RE: Ehemaliger Häftling der Stasi-Gefängnis Berlin erzählt

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.10.2009 11:12
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Zitat von GilbertWolzow
[quote="Augenzeuge"]
@augenzeuge was gibt eigentlich diesbezüglich das findbuch der bstu zur abt. XIV her?
mir persönlich war bekannt, dass die arbeit in der abt. XIV nicht allzu beliebt war und es wirklich einen ständigen mitarbeitermangel, insbesondere an frauen, gab. aber das noch in den 70´ern männliche personen den weiblichen untersuchungsgefangeninnen das "bücken" befahlen" ist für mich schwer vorstellbar.



Hallo Gilbert,
auch für mich war dieser Sachverhalt schwer vorstellbar. Aber ich habe erst mal keinen Grund an der Aussage mehrerer Zeitzeugen zu zweifeln. Fakt ist, es gab weibliche Inhaftierte, Fakt ist, sie wurden untersucht. Fakt ist, wie das geschah.
Und es gibt keinen Hinweis auf weibliche Beschäftigte bis 1980 dort.
Wenn du andere sachdienliche Informationen hast, auch welche, die das Gegenteil beweisen sollten, gut, dann sollten sie hier hinein. Auch ich bin nur an der Wahrheit interessiert.

Gruß, Augenzeuge


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