#1

Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 16:52
von josy95 | 4.915 Beiträge

Nach dem Thema "Frauen in der DDR, gleichberechtigt, oder?" möchte ich hiemit mal ein neues Thema eröffnen. An was könnt ihr Euch noch aus Euerer Kindheit erinnern, was war gut, was schlecht. Was für Erfahrungen und Erlebnissse habt Ihr mit Eueren eigenen Kindern in der DDR gemacht, welche heute? Konnte man als DDR- Kind glücklicher als die Kinder von heute sein?

Warum hat die s. g. "Wendegeneration", also die Geburtsjahrgänge ca. zwischen 1984 und 1989 teilweise heutzutage soviel Probleme?


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
nach oben springen

#2

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 17:39
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Hallo josy 95,
das ist ein gutes Thema.
Wie ging es mir?
Wenn man von der so viel gepriesenen Reisefreiheit, die ein Kind sowieso eher weniger interessiert, absieht ging es mir gut.
Wenn man fleißig war und viele Leute gut kannte konnte man ganz normal leben.
Wie gesagt, aus der Sicht des Kindes habe ich mich immer geärgert, das ich mir (bzw. meine Eltern) keine Matchbox kaufen konnte.
Andere hatten sogar noch welche zum Tauschen.
Dies ging halt nur mit Westverwandtschaft.
Als "Frühjugendlicher" ärgerte mich dann, das viele ne richtige Jeans trugen, wo ich doch "nur" eine handgenähte von den "vietnamesischen Freunden" hatte.
Meine Mutter musste lange sparen, bis sie mir mal eine bei einem Umtauschkurs von 1:5 kaufen konnte.
Die wurde dann aber auch getragen bis zum völligen "Zerfall"
Wenn nicht bei den Matchbox, dann habe ich spätestens bei meiner ersten Jeans gelernt "Sachen" zu schätzen.
Zum Glück konnte man ja in der DDR, wenn man fleißig war, mit allem Geld machen, da es ja kaum etwas gab.
Ich habe nebenbei Kohlen geschaufelt - die Tonne 3 DDR-Mark.
Ich habe Schrott gesammelt. (Metall, Pappe, Lumpen etc, etc.)
Und ich hatte im fortgeschrittenen Alter noch einiges an "Viehzeug".
Mit einem Hasen angefangen - zuletzt 150
80 Hühner,
6 Schafe.
Das wurde in der DDR gut bezahlt.
Dass sich das nicht rechnete wusste allerdings jeder.
Ich hab die Eier hinten abgegeben und vorn wieder billiger gekauft.
Ganz nebenbei habe ich nat. noch "gepfuscht".
Heute heißt das Schwarzarbeit und nachts bin ich dann noch zu meinem Job "Schwarztaxi" gefahren.
Denn die Taxifahrer hatten immer zu wenig Sprit.
Alles in allen ging es mir dadurch gut.
Ich habe meinen Sohn zwar fast nur schlafend gesehen oder wenn ich ihn in den Kindergarten oder in die Krippe gebracht habe.
Aber man konnte sich "bedingt" etwas leisten.

Man hatte Respekt vor dem Schutzmann und auch vor dem Lehrer.
Heute tun mir diese zwei sehr Leid, denn davon ist leider nichts übrig geblieben.
Klar im Gemüseladen gab es nur Rotkohl, Weiskraut und ein paar verdreckte Möhren, aber man kannte das nicht anders.

Ohne Beziehungen warst du in der DDR erschossen.
Deshalb immer oberstes Gebot - Beziehungen aufbauen.
Etwas abgewandelt hat sich daran bis heute nichts geändert.
Damit genug.

Weil du die Wendekinder ansprichst.

Mein Sohn ist 1984 geb.
Sie haben die Wende noch gut verkraftet.
Schlimmer ist es so glaube ich bei dem pubertären Alter gewesen.
Wir werden es bestimmt noch lesen.
Für jetzt mal genug, denn ich finde zu lange Beiträge auch immer zum

Also dann bis später sagt mal der


Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#3

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 17:53
von Galaxy (gelöscht)
avatar

Ich kann dieses Thema nur unvollständig behandeln.Alles zu berichten wäre zuviel.Meine Kindheit erlebte ich in Ellrich/Südharz.Sie war geprägt von einem unbeschwerten Leben.Wir waren Kinder des Sozialismus .Natürlich bekam man das alles nicht mit was alles politisch diese Zeit prägte (1961-1973). Man war den ganzen Tag draußen zum Spiele und kam nur zu den Mahlzeiten nachhause.Wer Ellrich kennt weiß das die Gegend wunderschön ist.Wir sahen die Hinweisschilder wo schutzstreifen drauf stand und wussten da dürfen wir nicht hin aber Gedanken habe ich mir nicht gemacht.
Es war ebenso.Hinter dem Bahnübergang Richtung Gudersleben war damals links ein relativ großer Pionierlagerplatz der GT.Es war der reinste Abenteuerspielplatz.Die Soldaten dort sagten auch nichts das wir präsent waren.
Wir Kinder bekamen sogar Mittagessen von denen.Manchmal gab man uns Geld und wir Knirpse liefen in den Konsum und holten irgendwas wie Zigaretten oder ne Flasche Bier für sie.Als Dank fuhren wir mit den P2 oder den LKW G5 so hießen die damals mit wenn es was zu fahren gab.so hab ich das in Erinnerung.Mal sehen später gibts noch mehr zu berichten. Galaxy


nach oben springen

#4

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 18:02
von Rainman2 | 5.761 Beiträge

Ah, Josy, endlich mal wieder eine Rubrik, die mir runtergeht, wie Öl. Ich halte mich mal nicht lange bei irgendwelchen Meinungen und Wertungen auf. Die beste Art, etwas zu erzählen, ist für mich, es in Form einer Geschichte zu tun. Zum Beispiel diese:

Volkszorn
Es muss im Sommer 1966 gewesen sein. Ich war gerade noch 5 Jahre alt und die Schule musste noch ein Jahr Geduld haben, mich kennenzulernen. Ich spielte damals viel auf dem Leipziger Nikischplatz ("off'm Niggscher") in der Nähe unserer Wohnung. Eines Tages kamen ein paar der größeren Jungs angerannt. Größer meint hier vielleicht neun oder höchstens zehn Jahre alt. An eine Mauer hätte jemand halbe Hakenkreuze gemalt, berichteten sie vollkommen entrüstet. Ich wusste nicht, was das bedeuten sollte. Ich nahm einen Stock und zeichnete einen Haken mit einem runden Ende, in etwas wie ein Spazierstock, und im rechten Winkel dazu einen zweiten Haken dazu in den Sand des Weges, der vom Eingang des im Krieg zerbombten Künstlerhauses bis zur Zentralstraße führte. Ich grübelte, was das bedeuten sollte. Plötzlich sah einer der Jungs meine Gedankenskizze und brüllte: "Genauso so sehen die aus!" Ich wurde von mehreren Kindern umringt. "Du warst das also!" Die Jungs waren alle älter und größer als ich. Ich hatte also weder verbal noch physisch ihrem kriminalistischen Scharfsinn etwas entgegen zu setzen. Zwei von ihnen drehten mir die Arme auf den Rücken. Einer holte eine Plastpistole heraus und setzte mir deren Lauf an die Schläfe. Es war so ein flaches Ding mit einer Spannfeder, die einen Plastekolben in den kurzen Lauf hineindrückte, an dessen Ende ein Pfropfen steckte, der mit einer kleinen Schlaufe am Lauf hing. Schoss man, wurde der Pfropfen mit einem leisen "Plopp" aus dem Lauf gedrückt. In einem Zimmer bei absoluter Stille ein tolles Geräusch. Im Freien war aber immer ein deutlich vernehmbares "Päng" aus dem Mund des Schützen nötig, damit man wusste, wann man umfallen musste. Auf der Haut zwiebelte dieser Pfropfen doch ganz schön. Ich hatte also durchaus Respekt vor der Pistole an meiner Schläfe. So wurde ich unter wüsten Beschimpfungen nach Hause eskortiert. Vor der Tür gab es noch ein paar geflüsterte böse Worte ins Ohr, deren Inhalt ich mir beim besten Willen nicht merken konnte. Dann klingelten die Kinder, ließen mich los und rannten weg. Meine Oma öffnete und fragte scharf in mein verstörtes Gesicht, was ich getan hätte. Ich war allerdings so von meiner Schuld überzeugt, dass ich mich für die erste Hauptantwort aller Kinder und Computernutzer entschied: "Nichts!" Oma glaubte mir zwar nicht, aber ich blieb standhaft. Erst viel später und eher beiläufig fragte ich nach dem Hakenkreuz und seiner Bedeutung. Als ich das nächste Mal "off'n Niggscher" ging, war alles wieder vergessen.

Ich wurde an diese Geschichte zwanzig Jahre später erinnert. Ich war mit einer Jugendtourist-Reisegruppe in Rumänien, in Mangalia bei Constanta am Schwarzen Meer. In der Hotellobby lief ein Fernseher mit einer Rede von Nicolae Ceauşescu. Niemand war zu sehen. Einer unserer Jungs ging zum Fernseher und schaltete um auf einen bulgarischen Sender, auf dem ein Spiel der Fußball-WM lief. Innerhalb von wenigen Sekunden war eine kleine Menschenmenge um ihn herum. Wenn man davon absieht, dass hier das Abführen, Armeverdrehen und die Plastepistole an der Schläfe fehlten, fühlte es sich an, wie bei den halben Hakenkreuzen. Der Fernseher wurde nach hochanklagenden, für uns jedoch unverständlichen Worten wieder auf Nicolae umgeschaltet, alle liefen wieder weg und die Sache war erledigt.

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


zuletzt bearbeitet 05.10.2009 18:05 | nach oben springen

#5

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 19:31
von schlaudi | 46 Beiträge

Hi,

auf jeden Fall viel besser als heute.

Erwachsene, Polizisten, Lehrer, Kindergärtnerin waren absolute Respektspersonen. Die Rangordnung war, im Gegensatz zu heute, geklärt. Das macht das Miteinander wesentlich einfacher, da die Regeln klar sind.

Fernsehen gab es kaum, maximal das Sandmännchen als Belohnung. Wir waren viel und oft draußen und im Wald spielen, haben Buden gebaut und sonstwas gemacht. Ich konnte schon in der letzten Kindergartengruppe alleine mit dem Bus heimfahren ohne das Mutti und Vati hinterher waren so wie heute. Dafür hatten die keine Zeit.

Später haben wir uns mit Altpapiersammeln, Kohlen schaufeln usw. Geld dazuverdient. Besonders beliebt war Koffer-fahren. Hier ist eine Feriengegend mit damals relativ vielen Urlaubern. Da reisten wöchentlich neue Gäste an und wir stellten uns mit dem Handwagen an die Bushaltestelle und fragten die neuen Gäste, ob wir ihre Koffer zum Qartier fahren könnten. Da gab es die eine oder andere Mark, die dann am einzigen Spielautomaten im Ort (Fußballspiel, pro Spiel 10 Pfennig) oder in der Eisbar in Eis oder im Lebensmittelladen in Bonbons, Brausepulver oder änlich wichtige Sachen umgesetzt wurden.

Wir lebten in unserer kindlichen Welt und haben von Mangel o.ä. nichts mitbekommen. Wir kannten es ja kaum anders. Selbst als man größer wurde war das nicht sooo schlimm wie oft behauptet. Erst so als Jugendlicher vermißte man dann bestimmte Konsumgüter...

Viele Grüße aus dem Erzgebirge

Sascha


grenzgänger81 hat sich für diesen Beitrag bedankt
nach oben springen

#6

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 19:37
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Ich wollte als Kind schon immer Matchboxautos !
Ansonsten stimmt deine Aussage mit der meinigen bis auf den ersten Satz überein.


Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#7

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 19:41
von manudave (gelöscht)
avatar

Ich hatte ein Polizeimatchbox-Mercedes - mein ganzer Stolz.

Ich persönlich hatte eine schöne Kindheit - warum auch nicht (?). Im nachhinein bin ich aber sehr enttäuscht, wie wir kleinen Würmchen schon manipuliert wurden.


nach oben springen

#8

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 19:44
von Bunkerkommandant (gelöscht)
avatar

Zitat von manudave
Im nachhinein bin ich aber sehr enttäuscht, wie wir kleinen Würmchen schon manipuliert wurden.



Als kleines Würmchen? In wiefern?


nach oben springen

#9

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 19:46
von manudave (gelöscht)
avatar

Kanntest du z.B. die Uhr von den DDR-Nachrichten und die vor der Tagesschau?


nach oben springen

#10

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 19:53
von Mike59 | 7.963 Beiträge

Zitat von manudave
Kanntest du z.B. die Uhr von den DDR-Nachrichten und die vor der Tagesschau?




Ja ja die punkt und strich Geschichte. Habe schon viel darüber gehört, leider nie erlebt. Weder bei mir noch bei meinen Kindern zwei an der Zahl. Ist aber auch egal, das hätte weder meine Mutter oder später mich und meine Frau interessiert. Ist doch komisch, wir waren alles Parteimitglieder und im Staatsapparat in mehr oder weniger Führungspositionen.
Gruß Mike59


nach oben springen

#11

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 19:55
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Zitat von manudave
Ich hatte ein Polizeimatchbox-Mercedes
-
mein ganzer Stolz.

Ich persönlich hatte eine schöne Kindheit - warum auch nicht (?). Im nachhinein bin ich aber sehr enttäuscht, wie wir kleinen Würmchen schon manipuliert wurden.




ein Polizeimercedes - und über die Nachrichten aufregen.

sorry - Clown gefrühstückt !


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#12

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 19:58
von manudave (gelöscht)
avatar

Zitat von Mike59

Zitat von manudave
Kanntest du z.B. die Uhr von den DDR-Nachrichten und die vor der Tagesschau?




Ja ja die punkt und strich Geschichte. Habe schon viel darüber gehört, leider nie erlebt. Weder bei mir noch bei meinen Kindern zwei an der Zahl. Ist aber auch egal, das hätte weder meine Mutter oder später mich und meine Frau interessiert. Ist doch komisch, wir waren alles Parteimitglieder und im Staatsapparat in mehr oder weniger Führungspositionen.
Gruß Mike59




Wenn man im Kindergarten nach den Zeigern gefragt wird, ist das schon sehr bedenklich. Bedenklich deshalb, weil ein Kind unbewusst damit seine Eltern in Schwierigkeiten bringen konnte - denn das hieß "Die schauen Feindsender".
Und wenn die Eltern ansonsten systemtreue Menschen waren, so konnte das einer der Gründe sein, warum das System sich auf einmal gegen sie richtete.

Unser Klassenlehrer sprach auch sehr oft mit uns über die aktuellen "Colt Sievers" Folgen - ob ihm die Serie wirklich gefallen hat?


nach oben springen

#13

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 20:02
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

Zitat von manudave

Zitat von Mike59

Zitat von manudave
Kanntest du z.B. die Uhr von den DDR-Nachrichten und die vor der Tagesschau?




Ja ja die punkt und strich Geschichte. Habe schon viel darüber gehört, leider nie erlebt. Weder bei mir noch bei meinen Kindern zwei an der Zahl. Ist aber auch egal, das hätte weder meine Mutter oder später mich und meine Frau interessiert. Ist doch komisch, wir waren alles Parteimitglieder und im Staatsapparat in mehr oder weniger Führungspositionen.
Gruß Mike59




Wenn man im Kindergarten nach den Zeigern gefragt wird, ist das schon sehr bedenklich. Bedenklich deshalb, weil ein Kind unbewusst damit seine Eltern in Schwierigkeiten bringen konnte - denn das hieß "Die schauen Feindsender".
Und wenn die Eltern ansonsten systemtreue Menschen waren, so konnte das einer der Gründe sein, warum das System sich auf einmal gegen sie richtete.

Unser Klassenlehrer sprach auch sehr oft mit uns über die aktuellen "Colt Sievers" Folgen - ob ihm die Serie wirklich gefallen hat?



manu mußt du in jedes thema einen negativen tatsch reinbringen?(gibts nun haue?)


zuletzt bearbeitet 05.10.2009 20:02 | nach oben springen

#14

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 20:04
von manudave (gelöscht)
avatar

Weil nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen war?

Und auch meine glückliche Kindheit möchte ich gern selbst bewerten und mich nicht selbst belügen.


nach oben springen

#15

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 20:04
von Mike59 | 7.963 Beiträge

Zitat von manudave

Zitat von Mike59

Zitat von manudave
Kanntest du z.B. die Uhr von den DDR-Nachrichten und die vor der Tagesschau?




Ja ja die punkt und strich Geschichte. Habe schon viel darüber gehört, leider nie erlebt. Weder bei mir noch bei meinen Kindern zwei an der Zahl. Ist aber auch egal, das hätte weder meine Mutter oder später mich und meine Frau interessiert. Ist doch komisch, wir waren alles Parteimitglieder und im Staatsapparat in mehr oder weniger Führungspositionen.
Gruß Mike59




Wenn man im Kindergarten nach den Zeigern gefragt wird, ist das schon sehr bedenklich. Bedenklich deshalb, weil ein Kind unbewusst damit seine Eltern in Schwierigkeiten bringen konnte - denn das hieß "Die schauen Feindsender".
Und wenn die Eltern ansonsten systemtreue Menschen waren, so konnte das einer der Gründe sein, warum das System sich auf einmal gegen sie richtete.

Unser Klassenlehrer sprach auch sehr oft mit uns über die aktuellen "Colt Sievers" Folgen - ob ihm die Serie wirklich gefallen hat?







Colt Sievers ?

Das war ja lichtjahre nach meiner Kindheit ! Na offensichtlich hat es auch in der DDR territorial erhebliche Unterschiede im Bildungssysthem gegeben. Hat bei uns keinen Menschen interessiert.

Mike59


nach oben springen

#16

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 20:06
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

Zitat von manudave
Weil nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen war?

Und auch meine glückliche Kindheit möchte ich gern selbst bewerten und mich nicht selbst belügen.




ja wegen die uhr.komm laß sein,will nicht mit dir streite,keinen bock heute


nach oben springen

#17

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 20:10
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Hallo Manu,
ich muß Pitti ein wenig Recht geben.
Schlechte, so wie auch gute Kindheiten gab es wohl damals wie heute auch

Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen

#18

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 20:11
von Pitti53 | 8.788 Beiträge

Zitat von Oss`n
Hallo Manu,
ich muß Pitti ein wenig Recht geben.
Schlechte, so wie auch gute Kindheiten gab es wohl damals wie heute auch

Oss`n




und vor allem,als kind hatte man noch keine sorgen.


nach oben springen

#19

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 20:13
von Wolfgang B. (gelöscht)
avatar

Nur mal so ne Frage zwischendurch, Wessi eben

Die Geschichte mit der Uhr - bedeutet die Uhren bei den Nachrichten in der BRD / DDR waren unterschiedlich (Punkt, Punkt, Komma, Srich oder so), so dass man die Kids reinlegen (West-TV) konnte (hätte können)?

Böse Welt!

Was passierte eigentlich beim West glotzen? Wahrscheinlich von gar nix bis einbuchten (falls schon uff'm Kieker), oder?


nach oben springen

#20

RE: Kind sein in der DDR, wie war das?

in Leben in der DDR 05.10.2009 20:14
von Oss`n | 2.779 Beiträge

Einzelschicksale wird es immer geben.
Man sollte das weder im positiven noch im negativen verallgemeinern.


Oss`n


Spucke nie in einen Brunnen - es könnte sein, du mußt mal daraus trinken !
nach oben springen



Besucher
25 Mitglieder und 76 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: weber-thum@web.de
Besucherzähler
Heute waren 2890 Gäste und 154 Mitglieder, gestern 3611 Gäste und 206 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14367 Themen und 557828 Beiträge.

Heute waren 154 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen