#1

Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 12:32
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo alle zusammen,

Ich habe heute eine Mail von Franziska aus Plauen bekommen. Ich bin aber im Moment zeitlich und auch inhaltlich mit dieser Frage etwas überfordert. Da Franziska hier noch nicht angemeldet ist, reiche ich die Frage mal in ihrem Namen weiter. Also, rückt mal Eure Infos dazu raus!

Zitat von Franziska aus Plauen
Betreff: Erbitte zum Thema Zwangsaussiedelung aus der DDR

Im Rahmen des fächerverbindenten Unterrichts an unserer Schule, dem BSZ Anne Frank in Plauen, Sachsen, untersuchen wir das Thema Zwangsausweisung in der DDR.
Ich hatte gehofft, dass sie mir dazu vielleicht einige Zahlen, Statistiken oder Gründe nennen können.
Ich würde mich sehr über Ihre Hilfe freuen, sowie auch für weitere Anregungen zu Behörden oder Stellen, an die wir uns möglicherweise wenden könnten.

Ich möchte mich bei Ihnen herzlich für Ihre Zeit bedanken und wünsche
Ihnen noch einen schönen Tag.



ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#2

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 12:46
von Katrin81 (gelöscht)
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Hallo Rainman!

Aktion Ungeziefer
Aktion Kornblume

Aktion Ungeziefer war ein Tarnname (im Gebrauch waren auch die Bezeichnungen Aktion Grenze und Aktion G) einer vom Ministerium für Staatssicherheit der DDR vorbereiteten und von der Volkspolizei durchgeführten Zwangsumsiedlungsaktion, in deren Verlauf zwischen Mai und Juni 1952 von der Staatsführung als „politisch unzuverlässig“ eingeschätzte Bürger mit ihren Familien zwangsweise von der innerdeutschen Grenze in das Landesinnere umgesiedelt wurden. Grundlage und Auslöser dieser Aktion war die vom Ministerrat am 26. Mai 1952 beschlossene „Verordnung über Maßnahmen an der Demarkationslinie zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und den westlichen Besatzungszonen Deutschlands“.
Die Einschätzung der „politischen Unzuverlässigkeit“ erfolgte oft willkürlich (zum Teil auch durch Denunziationen von Nachbarn), so dass von der Zwangsumsiedlung Bürger mit Westkontakten, Kirchgänger, ehemalige Angehörige der NSDAP und ihrer Gliederungen, aber auch Bauern, die ihr Ablieferungssoll an den Staat nicht erfüllten und Menschen, die sich in irgendeiner Form negativ über den Staat geäußert hatten, erfasst wurden. Vereinzelt stellten sich dieser Zwangsmaßnahme ganze Dörfer entgegen, so dass die Umsiedlung nur unter Einsatz von Verstärkungskräften und um einige Tage verzögert stattfinden konnte.
Betroffene erzählen, dass sie samt Hab und Gut auf einen Güterwagen der Bahn regelrecht verladen wurden, sie losfuhren, ohne ein Ziel zu kennen. Angekommen, wies man ihnen eine Wohnung oder ein Haus zu, welches keineswegs wertmäßig dem entsprach, um das man sie gebracht hatte.
Von Historikern wird davon ausgegangen, dass bei den Aktionen „Ungeziefer“ und „Kornblume“ (1961) insgesamt zwischen 11.000 und 12.000 Menschen umgesiedelt wurden und sich ca. 3.000 Menschen dieser Maßnahme durch Republikflucht entzogen. Für Aufsehen sorgte die gemeinsame Flucht von 53 Menschen aus Böseckendorf (Thüringen) im Oktober 1961.

da ich mich ja damit beschäftigt hab kann ich dir auch mal meine Aufzeichnungen dazu geben ;-)

Ich hoffe ich konnte euch damit helfen.

LG

Katrin


zuletzt bearbeitet 05.10.2009 12:47 | nach oben springen

#3

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 12:55
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#4

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 13:45
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

@rainman2, nicht das wir am thema vorbeireden. ist die zwangsumsiedlung aus dem grenzgebiet oder die zwangsaussiedlung, verbunden mit dem verlust der ddr-staatsbürgerschaft, nach berlin-west bzw. bundesrepublik deutschland gemeint ?


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#5

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 13:56
von Rainman2 | 5.754 Beiträge

Hallo Feliks und Katrin,

zunächst Danke für Eure Beiträge.

@Gilbert:
Die Frage muss uns Franziska beantworten. Ich habe ihr den Thread mitgeteilt und gebeten, sich im Forum anzumelden. Mehr als die Mail von ihr hatte ich bisher auch nicht.

Also: Franziska, falls Du hier auftauchst oder Dich bei mir meldest: Die Frage von Gilbert gilt Dir!

ciao Rainman


"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


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#6

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 14:07
von Angelo | 12.392 Beiträge

Die Mail habe ich auch bekommen,ich habe dem Mädel gesagt sie soll sich hier Anmelden und Ihre Fragen Online stellen


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#7

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 17:51
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
http://www.thueringen.de/imperia/md/cont...ng_s001_039.pdf



Hallo Felix,

du hast eine sehr gute Anlage zum Thema Zwangsaussiedlung beigefügt. Die sollte jeder lesen.

Ich wollte dies nur mal schreiben, damit es nicht wie von merkur heisst, ich schreibe immer nur, wenn ich auf kontra bin...

Gruß, Augenzeuge


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#8

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 18:54
von Affi976 (gelöscht)
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@all,
diese Broschüre kann man erwerben, sehr interessant. Aber...bei z.b. Amazon gibt`s ein Buch von Potratz und Bennewitz über die Zwangsaussiedlungen aus dem Grenzgebiet, also beider Aktionen, dürfte wesentlich besser sein, da in der Thillm Broschüre alles auf Schule gemünzt ist, also auch Tipps für Lehrer und das dürfte uns ja nicht wirklich interessieren - oder doch????
VG Affi


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#9

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 19:32
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Katrin81

Aktion Ungeziefer
Aktion Kornblume

Katrin



Eine dritte Aktion, die im September 1961 stattfand, lief unter der Bezeichnung "Festigung".
Die auszusiedelnden Personen gliederten sich in folgende Kategorien:
- Vorbeugepersonen (ehem. NSDAP-Mitglieder, ehem. SS und Gestapo-Angehörige, ehem. Rechtsbrecher und Kriminelle sowie Asoziale)
- Rückkehrer aus Westdeutschland und Westberlin
- Zuziehende aus Westdeutschalnd und Westberlin, Ausländer und Staatenlose
- Personen, die in OM und OV vom MfS bearbeitet wurden.
Im Bezirk Magdeburg z. B. betraf die Umsiedlung im Rahmen der Aktion "Festigung" die Kreise Seehausen, Salzwedel, Haldensleben, Klötze, Oschersleben, Halberstadt und Wernigerode.
In den genannten Kreisen lag der prozentuale Anteil der Ausgesiedelten zu den Einwohnern des Sperrgebietes zwischen 0,6 und 1,4 %.
Insgesamt wurden in den genannten Kreisen 184 Personen ausgesiedelt, die sich wie folgt aufteilten:
- 11 ehem. SS-Angehörige
- 30 ehem. Nazis
- 5 ehem. Ortsbauernführer
- 76 reaktionäre Personen
- 6 ehem. Offiziere der Wehrmacht
- 6 Erstzuziehende
- 34 Rückkehrer
- 15 Asoziale.
- 1 Ausländer/Staatenloser.







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#10

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 19:39
von manudave (gelöscht)
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Hast du das aus dem Neuen Deutschland, Merkur?

Das ist ja ne richtig schöne Statistik.

Reaktionäre Kräfte Schreib doch, dass es Gegner der Diktatur waren, das es Menschen waren, die nicht wählen gingen - das es Menschen waren, die beim Westradio hören erwischt worden.
Dein Begriff ohne Erklärung zeigt nur, dass diese Menschen alle als kriminell hingestellt werden sollen - und das war weißgott nur der allerkleinste Teil.

Schreib doch die Gesamtzahl ALLER Kreise hin: 1962 waren es knapp 3.000 Menschen.

3.000 Seelen, deren Schicksal der Staat in die Hand nahm - die nichts, aber auch gar nichts gegen diese unglaublich grausamen Aktionen tun konnten.

Bei diesem Thema schwillt mir wirklich der Kamm an, wenn das jemand verharmlosen will.
Ich hab fast jedes Wochenende Betroffene in meinen Führungen, die in Tränen ausbrechen, wenn man darüber spricht - ich glaube kaum, dass man die Dramatik von damals in Worte fassen kann.


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#11

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 19:41
von Mike59 | 7.945 Beiträge

Zitat von Merkur

Zitat von Katrin81

Aktion Ungeziefer
Aktion Kornblume

Katrin



Eine dritte Aktion, die im September 1961 stattfand, lief unter der Bezeichnung "Festigung".
Die auszusiedelnden Personen gliederten sich in folgende Kategorien:
- Vorbeugepersonen (ehem. NSDAP-Mitglieder, ehem. SS und Gestapo-Angehörige, ehem. Rechtsbrecher und Kriminelle sowie Asoziale)
- Rückkehrer aus Westdeutschland und Westberlin
- Zuziehende aus Westdeutschalnd und Westberlin, Ausländer und Staatenlose
- Personen, die in OM und OV vom MfS bearbeitet wurden.
Im Bezirk Magdeburg z. B. betraf die Umsiedlung im Rahmen der Aktion "Festigung" die Kreise Seehausen, Salzwedel, Haldensleben, Klötze, Oschersleben, Halberstadt und Wernigerode.
In den genannten Kreisen lag der prozentuale Anteil der Ausgesiedelten zu den Einwohnern des Sperrgebietes zwischen 0,6 und 1,4 %.
Insgesamt wurden in den genannten Kreisen 184 Personen ausgesiedelt, die sich wie folgt aufteilten:
- 11 ehem. SS-Angehörige
- 30 ehem. Nazis
- 5 ehem. Ortsbauernführer
- 76 reaktionäre Personen
- 6 ehem. Offiziere der Wehrmacht
- 6 Erstzuziehende
- 34 Rückkehrer
- 15 Asoziale.
- 1 Ausländer/Staatenloser.




Was war eigentlich ein ehem. Nazi ?? - dann waren die restlichen Bewohner des Grenzgebietes offensichtlich bis dato unbekannte Mitglieder des Deutschen Wiederstandes. Was für ein s.... !
Kommt mir aber irgendwie sehr aktuell vor.

Mike59


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#12

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 21:58
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von manudave
Bei diesem Thema schwillt mir wirklich der Kamm an, wenn das jemand verharmlosen will.



Nun bleib mal ganz locker, es interessiert mich nicht Ansatzweise ob Dir der Kamm oder sonst etwas anschwillt. Wo habe ich hier etwas verharmlost ? Ich hatte mich hier lediglich zu Fakten geäußert. Ich hätte das auch noch zu anderen Aktionen und Hintergründen getan. Da aber eine sachliche Diskussion hier nicht möglich ist, werde ich dies nicht tun.



zuletzt bearbeitet 05.10.2009 22:04 | nach oben springen

#13

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 05.10.2009 23:35
von Angelo | 12.392 Beiträge

Müßt ihr schon wieder Streiten


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#14

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 06.10.2009 02:02
von U47-Kaleun (gelöscht)
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Zitat von Merkur

Zitat von Katrin81

Aktion Ungeziefer
Aktion Kornblume

Katrin



Eine dritte Aktion, die im September 1961 stattfand, lief unter der Bezeichnung "Festigung".
Die auszusiedelnden Personen gliederten sich in folgende Kategorien:
- Vorbeugepersonen (ehem. NSDAP-Mitglieder, ehem. SS und Gestapo-Angehörige, ehem. Rechtsbrecher und Kriminelle sowie Asoziale)
- Rückkehrer aus Westdeutschland und Westberlin
- Zuziehende aus Westdeutschalnd und Westberlin, Ausländer und Staatenlose
- Personen, die in OM und OV vom MfS bearbeitet wurden.
Im Bezirk Magdeburg z. B. betraf die Umsiedlung im Rahmen der Aktion "Festigung" die Kreise Seehausen, Salzwedel, Haldensleben, Klötze, Oschersleben, Halberstadt und Wernigerode.
In den genannten Kreisen lag der prozentuale Anteil der Ausgesiedelten zu den Einwohnern des Sperrgebietes zwischen 0,6 und 1,4 %.
Insgesamt wurden in den genannten Kreisen 184 Personen ausgesiedelt, die sich wie folgt aufteilten:
- 11 ehem. SS-Angehörige
- 30 ehem. Nazis
- 5 ehem. Ortsbauernführer
- 76 reaktionäre Personen
- 6 ehem. Offiziere der Wehrmacht
- 6 Erstzuziehende
- 34 Rückkehrer
- 15 Asoziale.
- 1 Ausländer/Staatenloser.





Hey mercutio, neun Karteikästen für die Bösen. Einsortiert. Jeder in den Kasten, in den er passt. Damit aussortiert und deportiert. Zwangsausgesiedelt. Man selber ist ja von den Guten. Hat ja seine Aufgabe gemacht. Doch das ist oberflächlich. Ist das jetzt heut auch noch gut gewesen für dich? Das waren Menschen. Waren doch nicht mehr Nazis usw. in der DDR-Zeit. U47-Kaleun


zuletzt bearbeitet 06.10.2009 02:05 | nach oben springen

#15

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 06.10.2009 03:47
von Sauerländer (gelöscht)
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- 11 ehem. SS-Angehörige
- 30 ehem. Nazis
- 5 ehem. Ortsbauernführer
- 76 reaktionäre Personen
- 6 ehem. Offiziere der Wehrmacht
- 6 Erstzuziehende
- 34 Rückkehrer
- 15 Asoziale.
- 1 Ausländer/Staatenloser

--------

Also, ich bin jetzt etwas verwirrt und bitte um Erläuterung:
Verstehe ich das richtig, daß die o.a. Personengruppen aus dem 5 km-Bereich an der Grenze umgesiedelt wurden mehr ins Landesinnere?

- 11 ehem. SS-Angehörige
- 30 ehem. Nazis
- 6 ehem. Offiziere der Wehrmacht

weil die in die demokratische BRD flüchten könnten ? SS-Angehörige waren da auch nicht unbedingt beliebt, mussten evt. mit Strafverfolgung rechnen. Nazis heißt was ? Mitglieder in der NSDAP ? Da hätte man aber vermutlich den ganzen Streifen entvölkern müssen. Offiziere waren stramme Preussen, was war mit denen falsch ?

- 5 ehem. Ortsbauernführer
Was ist das ? So eine Art Dorfvorstand ? Was machten diese bzw. was machte diese gefährlich ?

- 76 reaktionäre Personen
Was bedeutet diese Kategorie ? Wenn diese störend in der DDR waren, hätte man die denn nicht besser auf die andere Seite geschickt ?


- 6 Erstzuziehende
Sind das Personen, die freiwillig aus der BRD in die DDR gezogen sind ? Die müssten doch mit offenen Armen empfangen und als bestes Beispiel für die Attraktivität der DDR dargestellt worden sein. Was hatte man denn gegen die ?


- 34 Rückkehrer
Die in die BRD geflüchtet sind und freiwillig wiederkamen ? Warum siedelten die denn in dem streng überprüften Bereich an ? Wenn sie doch freiwillig wiederkamen, bestand die Gefahr daß sie noch mal zum Grenzverletzer wurden ?

- 15 Asoziale.
Die Begriffsbestimmung war sicher eine andere als heute. Erklärung ?

- 1 Ausländer/Staatenloser
Wo kam der denn nun her ? Konnte er denn als Ausländer nicht wieder ausreisen ?


Die Kriterien sind nicht einfach zu verstehen, vielleicht kann hier jemand weiter aufklären was die Gründe waren.


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#16

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 06.10.2009 05:40
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von U47-Kaleun
Waren doch nicht mehr Nazis usw. in der DDR-Zeit. U47-Kaleun



Kaleun Prien,

darum schrieb ich auch ehem. Nazis, ehem. SS-Angehörige, ehem. Offiziere der Wehrmacht.
Ansonsten spare ich mir weitere Erklärungen zum Thema, da ich meine knapp bemessene Zeit sinnvoller verbringen werde.



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#17

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 06.10.2009 09:08
von Pitti53 | 8.786 Beiträge

Zitat von Merkur

Zitat von U47-Kaleun
Waren doch nicht mehr Nazis usw. in der DDR-Zeit. U47-Kaleun



Kaleun Prien,

darum schrieb ich auch ehem. Nazis, ehem. SS-Angehörige, ehem. Offiziere der Wehrmacht.
Ansonsten spare ich mir weitere Erklärungen zum Thema, da ich meine knapp bemessene Zeit sinnvoller verbringen werde.




man man.ihr tut ja so,als wenn merkur die ausgesiedelt hat.er hat doch nur fakten ohne wertung geschrieben


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#18

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 06.10.2009 13:45
von Katrin81 (gelöscht)
avatar

nich Rummeckern meins war nur aus meinen Aufzeichnungen von Elend


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#19

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 06.10.2009 13:48
von Thunderhorse | 4.008 Beiträge

Neben dem Buch:

Zwangsausiedlungen an der innerdeutschen Grenze
von Bennewitz und Potratz

kann für den Bereich der thüringischen Landkreise Saalfeld, Schleiz und Lobenstein

auch das Buch:
Beseitigung des Ungeziefers...

von Manfred Wagner
empfohlen werden.
Herausgegeben vom Landesbeauftragten der Freistaates Thüringen für die Unterlagen des MfS der DDR.


Vielleicht kann rainman2 dies an die Anfragestellerin weiterleiten?

TH



"Mobility, Vigilance, Justice"
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#20

RE: Franziskas Frage nach Zwangsaussiedlungen

in Leben in der DDR 06.10.2009 14:43
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Pitti53

Zitat von Merkur

Zitat von U47-Kaleun
Waren doch nicht mehr Nazis usw. in der DDR-Zeit. U47-Kaleun



Kaleun Prien,

darum schrieb ich auch ehem. Nazis, ehem. SS-Angehörige, ehem. Offiziere der Wehrmacht.
Ansonsten spare ich mir weitere Erklärungen zum Thema, da ich meine knapp bemessene Zeit sinnvoller verbringen werde.




man man.ihr tut ja so,als wenn merkur die ausgesiedelt hat.er hat doch nur fakten ohne wertung geschrieben





Ja versteh den Wirbel gerade auch nicht, aber Merkur hat komischerweise nie einen leichten Stand. Na ja, gefestigtes Feindbild macht das Leben übersichtlicher sach ich immer.

In Antwort auf:
- 5 ehem. Ortsbauernführer
Was ist das ? So eine Art Dorfvorstand ? Was machten diese bzw. was machte diese gefährlich ?



Vom Prinzip hätte ma die auch zu den 30 Nazis zählen können, sowas wie nen Blockwart, oder örtlicher HJ-Führer, Parteidienstgrad nur eben für die örtlichen Bauern.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 06.10.2009 14:44 | nach oben springen


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