#141

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 12:29
von karl143 (gelöscht)
avatar

@ R-M,
du solltest wirklich mal langsam in dich gehen und über dein geschriebenes Nachdenken. Es fällt mir wirklich schwer zu glauben, das ein erwachsener Mensch sowas von sich geben kann. Zum einen hat der BGS nie etwas mit Vietnam zu tun gehabt. Lass also bitte diese platten Vergleiche. Was Buscho über euren Tagesbefehl geschrieben hat, dazu fällt mir nichts mehr ein. Ich bin bloß froh, das ich von so einem Mist verschont geblieben bin. Und, natürlich hat jeder Staat das Recht seine Soldaten zu unterrichten, aber muß er dazu Feindbilder schaffen, die es so garnicht gab. Ihr macht euch heute wirklich lächerlich wenn noch an soetwas geglaubt wird. Und da muß ich Wosch recht geben, es ist ein Zeugnis der Erbärmlichkeit, das man damit Leuten Feindbilder einimpfte. Ihr wart in eurem Denken so grau wie Fassaden der Häuser. Schade, diesen Thread hier habt ihr damit auch kaputtbekommen.


nach oben springen

#142

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 12:35
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
avatar

Karl, tut mir echt leid, wenn du es so siehst und siehe meinen Vortext, ich hatte also schon eingelenkt. Werde heute Abend noch einen Text dazu schreiben, muss erstmal Nachtschlaf nachholen.
Also auf bald und der Fred ist doch nicht kaputt. Wir sind alles erwachsene Männer und hart im Nehmen, was solls, das wirft uns doch nicht um.

R-M-R


nach oben springen

#143

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 12:44
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von S51

Zitat von wosch
[quote="Feliks D."][
[small]....Haß auf den imperialistischen Feind ist nichts Häßliches. ...
Es ist schon schlimm genug, daß so ein hirnverbrannter Schei..dreck Staatsdoktrin war, noch schlimmer ist aber, daß es heute noch Menschen gibt, die diesem Schei..dreck nachtrauern!!!
Mehr fällt mir zur Zeit hier zu nicht ein: Einfach widerlich!!!

Schönen Gruß aus Kassel.



Hurra, es lebe das Klischee.
Aber hast du auch schon mal über Gründe für so etwas nachgedacht? Genaugenommen ist fast alles nur die Fassade für den Anlaß.
Dieser ist das Problem, dass Menschen normalerweise nicht so einfach aufeinander losgehen und das dann auch noch ohne Probleme verkraften. Ein Problem, welches die westliche Seite genauso hat/hatte wie unsere östliche Seite. Welches die Soldaten in Afghanistan und sonstwo genauso haben wie deren Gegenspieler. Ein Problem, welches keineswegs geringer dadurch wird, dass jeder, ob Soldat, Polizist oder Kämpfer genau weiß, dass er eben nicht immer den Gegner treffen wird, sonder auch immer wieder mal Unbeteiligte, mitunter Wehrlose.
Nun haben die meisten Menschen aber durchaus mal Skrupel, Gewissensbisse.
Ob man es nun Haß auf den "Imperialismus", "Kommunismus", die "roten Horden", den "Ungläubigen", die "Verblendeten" oder was auch immer nennt. Es geht schlicht darum, seinen Leuten die psychologischen Probleme vor und vor allem nach dem Schuß erträglicher zu machen.
Auch darum, sie so zu effektiveren Kämpfern zu machen. Ich weiß nicht mehr, ob es Engels war. Es könnte aber auch jeder Andere gewesen sein, der überlegt, wie er seine Leute motiviert. Jedenfalls der Spruch "Nenne deinen Gegenüber einen Hund und du kannst ihn aufhä..." oder so ähnlich, hat exakt diesen Sinn.
Und nun tu mal nicht so, als ob dieses Problem im edlen Westen unbekannt wäre.
Ich weiß (hätte es früher nicht geglaubt) dass im BGS oder im Zoll eine solche Feindbildpflege jedenfalls zu "meiner" Zeit so um die 80-er Jahre nicht mehr üblich war. Ich denke deshalb aber auch, dass viele der Beamten deshalb im Ernstfall viel mehr Probleme und danach ungleich mehr daran zu knabbern gehabt hätten, als auf unserer Seite.
Wie das enden kann, erleben wir gegenwärtig mit unseren Soldaten in Afghanistan.
Soldat sein, heißt auf Krieg getrimmt zu werden. Immer, heute wie damals.
Krieg heißt eben auch verletzen, töten. Damit muß die Psyche fertig werden. Gegebenenfalls. Denn, wird es nicht gebraucht - ist es auch gut.
Polizist sein heißt eben nicht nur Freund und Helfer, es heißt unter Umständen eben auch, für den Schutz von Leben und Gesundheit anderes Leben, anderer Gesundheit zu zerstören. Auch damit muß die Psyche fertig werden.
So sind diese Sätze zu verstehen. Nicht ab abnorm. Diese Art Arbeit funktioniert anders nicht. Oder man dürfte keine Gefühle mehr haben. Und auch das gilt weltweit, überall.
Nur für Gutmenschen nicht. Außer, sie sind mal richtig sauer. Dann sind sie meist noch viel schlimmer.





Nun hast du viel geschrieben, an meiner Meinung hat sich deswegen allerdings nichts geändert. Du magst ja diese schlimmen Sätze verstehen wie du sie interpretierst, ich sehe sie so wie sie den jungen Männern, kaum daß sie aus dem Kindesalter herauswaren, eingebläut wurden, einfach widerlich! Wenn ich damit bei Dir nicht auf Gegenliebe stoße, verkneife ich mir lieber die Bewertung Deines Beitrages!!
Schönen Gruß aus Kassel.


nach oben springen

#144

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 12:53
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von karl143
Schade, diesen Thread hier habt ihr damit auch kaputtbekommen.



Versuchen wir mal, eventuell die Kurve hin zu bekommen.
Der Vorteil bei den "Feindbildern" war, dass man ohne "Feind" keinen Grund für irgendeinen Einsatz hatte. Also auch keinen Grund zu Kämpfen. Und keinen Gegner an sich. Niemanden, auf den man losgehen muss oder dürfte.
Das macht dann den Unterschied aus zwischen jenen, die auf Alles und jeden losgehen, auch ganz ohne Anlaß, und jenen, die ohne Feind so friedlich und zahm sind, wie ein Kuscheltier.
(Wobei ich irgendwo, irgendwann mal eine Werbung mit einem Kuscheltier gesehen habe. Ein friedlicher Moppelhase, ganz weiß. Bis er das Maul öffnete...)
Für den GAK auf unserer Seite wie sicher auch für BGS und Zoll auf der anderen Seite war das mit den Feindbildern komplizierter. Denn er erlebte ja, das da gegenüber nicht nur eine MPi oder Pistole mit fleischlichem Anhang unterwegs war, sondern "etwas", besser jemand, der beinahe so war, wie man selber.
Deshalb wurden wenigstens wir oft und bei jeder Gelegenheit auf die "Diplomatenschiene" geeicht. Das war dann der berühmte Spruch: "Denke daran, was auch immer du machst, du bist an vorderster Linie der Vertreter deines Landes. Was du machst, so wird es da stehen..." Das ist sinngemäß, kann sein es gab auch teilweise andere Formulierungen. Sie bedeuteten aber das Gleiche.
Das Feindbild an sich war also nicht weg, doch es war gebremmst. Für diesmal...


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 25.03.2010 12:54 | nach oben springen

#145

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 13:06
von kurfuerst | 99 Beiträge

Verzeihung das ich, mich mal einmische ostdeutsch waren niemals unsere Feinde sondern unsere Brüder und Schwestern und warum sollte der BGS überhaupt ein Feindbild haben, die Polizei hat doch auch keins und de Zoll schon gar nicht und Bundeswehr hat auch kein Feindbild.


Mit freundlichen Grüßen
Hartmut


nach oben springen

#146

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 13:10
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von karl143
Schade, diesen Thread hier habt ihr damit auch kaputtbekommen.



Wieso? Der Titel lautet Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz und damit es zu einem vs. kommt bedarf es, zumindestens auf einer Seite, eines Feindbildes. Wäre dieses bei beiden Seiten nicht vorhanden, würde aus dem Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz nämlich ein Grenzaufklärer ft. Bundesgrenzschutz werden. Daher auch meine Frage an @Rainman und Pitti, ob, wie, und wie stark diese nach "unten" vermittelt worden.

Ich glaube dir, dass auf eurer Seite wahrscheinlich das Feindbild nur rudimentär vermittelt wurde. Jedoch wird es doch sicher auch bei euch Schulungen gegeben haben, in denen euch die FDGO vermittelt wurde und, sagen wir es höfflich, eine wenig über "die da drüben" gelästert wurde. Selbst beim Bund gibt es heute noch Staatskunde und den jungen Soldaten wird etwas vom GG vorgebetet. Selbstverständlich bin ich auch sehr an Schilderungen dieser Unerrichte/Schulungen bei euch interessiert.

Somit hätten wir das Thema nicht kaputt bekommen sondern um eine Facette erweitert, die ja nun auch dazu gehört.


Vietnam ist sicher ein anderes Thema und hat weder den GAK noch den BGS'ler bei seiner Schicht sonderlich interessiert. Aber auch dieses hat ja nun seinen eigenen Thread und ich denke doch das weitere Ausführungen diesbezüglich hier deshalb unterbleiben.

In diesem Sinne @Karl lass hören


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 25.03.2010 13:11 | nach oben springen

#147

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 13:11
von wosch (gelöscht)
avatar

[quote="kurfuerst"]Verzeihung das ich, mich mal einmische ostdeutsch waren niemals unsere Feinde sondern unsere Brüder und Schwestern

Genau so habe ich es auch in Erinnerung, seitdem ich im Januar 1962 den Sprung in ein "freies Land" geschafft hatte!
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 25.03.2010 13:12 | nach oben springen

#148

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 13:33
von kurfuerst | 99 Beiträge

Na sieste, vom BGS wurde auch keiner erschossen der von Bayern nach Thüringen über Zonengrenze gegangen ist er wurde nicht mal aufgehalten warum auch?

Man hat höchstens gedacht was ist das denn das für ein armer irrer.


Mit freundlichen Grüßen
Hartmut


zuletzt bearbeitet 25.03.2010 14:12 | nach oben springen

#149

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 14:14
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von kurfuerst
Verzeihung das ich, mich mal einmische ostdeutsch waren niemals unsere Feinde sondern unsere Brüder und Schwestern und warum sollte der BGS überhaupt ein Feindbild haben, die Polizei hat doch auch keins und de Zoll schon gar nicht und Bundeswehr hat auch kein Feindbild.



Wie war es mit dem Grenzsoldaten an sich? Mit dem NVA-Soldaten? Mit dem Soldaten der Sowjetarmee? Ganz speziell mit dem GAK da vorne? Dem, der da angeblich hinterrücks auf alles geschossen hat, was so kreuchte und fleuchte? Stimmt die Rechnung wirklich? Immer? Habt ihr alle so etwas gesehen?
Nicht der Westdeutsche war unser Feindbild, wohl aber der BGS-Angehörige, der Bundeswehrsoldat, der Soldat der NATO-Armeen.
Das ist freilich auch nichts anderes als die umgekehrte Variante von oben.
Die Vermittlung solcher Feinbilder war bei uns intensiver. Wirksam war sie auf beiden Seiten. Wäre es nicht so, würdet ihr dann so argumentieren? Habt ihr da vorne "gestanden" und einen Zaun gesehen, wo hin und wieder jemand vorbeifuhr oder lief, mehr nicht? Oder war es eine Linie, an der geschossen wurde? Habt ihr das denn alle gesehen, wirklich? Habt ihr die tausende Panzer gesehen? Oder das nur "gewußt"? Wieso?
Real gab es sie dort ja gar nicht, zu keiner Zeit. Das alles hat mit "Feindbild" zu tun.
Und Pardon, auch Polizisten haben "Feindbilder". Das ist der Rechtsbrecher. Das polizeiliche Gegenüber, den man eben doch nicht liebt wie sich selber. Bedingt durch die gegenüber Soldaten weit aus umfangreichere Ausbildung ist dies natürlich spezieller. Es wird mehr differenziert aber im Wesentlichen ist es auch nichts anderes.
Und der Privatmensch hat auch seine "Feindbilder", vor denen die Realität oft besser verblaßt als beim Polizisten, Soldaten und anderen Profis. Das endet dann in Beschimpfungen, Angriffen verbaler oder nonverbaler Art und manchmal eben auch in Mord und Totschlag.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 25.03.2010 14:15 | nach oben springen

#150

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 14:32
von kurfuerst | 99 Beiträge

Zitat: Und Pardon, auch Polizisten haben "Feindbilder". Das ist der Rechtsbrecher.
Rechtsbrecher werden von Gerichten abgeurteilt so ist das nun mal in einem Rechtssaat, also brauchen Polizisten auch kein Feindbild sondern es ist eher hinderlich für die Objektivität ihrer Arbeit.
Übrigens auch Richter haben kein Feindbild falls du damit anfangen solltest.


Mit freundlichen Grüßen
Hartmut


zuletzt bearbeitet 25.03.2010 14:32 | nach oben springen

#151

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 14:51
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von kurfuerst
...
Übrigens auch Richter haben kein Feindbild falls du damit anfangen solltest.



Nun ja, sie sind auch nur Menschen. Die freilich der Objektivität verpflichtet sind oder doch sein sollten. Wer ist schon unfehlbar. Wer steht schon außerhalb der täglichen Beeinflussung durch Medien oder seine sonstige Umgebung.
Ich denke, wir beenden die Frage nach dem Feindbild. Es zeigt sich, dass es nicht das Selbe ist, wenn zwei das Gleiche meinen.
Mit der Frage GAK versus BGS hat dies ja nur noch wenig zu tun.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


nach oben springen

#152

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 14:52
von karl143 (gelöscht)
avatar

@ S51,
hier irrst du. Der Polizist im Inland, oder damals der Beamte vom BGS brauchte kein Feindbild.
Er hatte ein Gesetz (BGSG) und danach handelte er. Er wußte, was er darf und was er nicht darf.
Und wenn wir unseren (Streifen)Dienst taten, dann brauchte ich kein Feindbild. Ich hatte keinen Hass auf "die da drüben". Ich versah meinen Dienst, und meine Aufgabe war es, das an der Grenze Ordnung herrschte, das die Grenze nicht von NVA Angehörigen verletzt wurde, und und und.

@ Feliks,
wenn du schon das vs einsetzt, um ein Feindbild zu legitimieren. Das Zeichen wird auch im Sport eingesetzt. Meinst du das zum Beispiel Thomas Schaf in der Werder Kabine vor dem Spiel gegen Bayern ein Feindbild aufbaut, bzw. aufbauen muß.

Der Begriff Feindbild ist schon vom Ursprung ein häßliches Wort. Es wurde im Nazideutschland zur perfekten Bezeichnung alles anderen benutzt, und da kommt wieder der Vergleich: Die DDR hat auch dies aus Nazideutschland 100 % übernommen. Wo ihr doch, wie im anderen Thread geschrieben, Willi Brandt in Buchenwald erzählt habt, das der Militarismus in der DDR für immer ausgelöscht sei. Das ist höhnisch!


nach oben springen

#153

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 15:11
von S51 | 3.733 Beiträge

Hallo Karl, der Begriff "Feindbild" ist tatsächlich wohl aus jener dunklen Zeit. Doch die Praxis Feindbilder aufzubauen ist uralt. Ob es der "Erbfeind" Frankreich war, Die "notwendige" Vernichtung der "Ungläubigen" zur Zeit der Kreuzzüge, die "Massenvernichtungswaffen von Saddam", Weltherrschaftsansprüche der NATO oder des Warschauer Paktes je nach Sichtweise und was so der Beispiele nahezu unendlich mehr wären.
Feindbild ist tatsächlich ein häßliches Wort, so direkt. Das gebe ich zu. Doch ist es ehrlicher als alles, was stattdessen vorgeschoben wird und doch das Gleiche bewirkt. Wer für etwas gebraucht wird, wird manipuliert auf etwas in einer Weise loszugehen, wie er es sonst nie getan hätte.
Und da wären eben auch wieder beim Thema Grenze.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 25.03.2010 15:12 | nach oben springen

#154

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 15:22
von kurfuerst | 99 Beiträge

Die frage hier ist doch Grenzaufklärer (gegen) vs. Bundesgrenzschutz, und Beamte vom BGS hatten keinen Hass auf Grenzaufklärer also auch kein Feindbild gegen Grenzaufklärer.


Mit freundlichen Grüßen
Hartmut


nach oben springen

#155

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 15:23
von Theo85/2 | 1.201 Beiträge

Zitat von karl143
@ S51,
hier irrst du. Der Polizist im Inland, oder damals der Beamte vom BGS brauchte kein Feindbild.
Er hatte ein Gesetz (BGSG) und danach handelte er. Er wußte, was er darf und was er nicht darf.
Und wenn wir unseren (Streifen)Dienst taten, dann brauchte ich kein Feindbild. Ich hatte keinen Hass auf "die da drüben". Ich versah meinen Dienst, und meine Aufgabe war es, das an der Grenze Ordnung herrschte, das die Grenze nicht von NVA Angehörigen verletzt wurde, und und und.
@ Feliks,
wenn du schon das vs einsetzt, um ein Feindbild zu legitimieren. Das Zeichen wird auch im Sport eingesetzt. Meinst du das zum Beispiel Thomas Schaf in der Werder Kabine vor dem Spiel gegen Bayern ein Feindbild aufbaut, bzw. aufbauen muß.
Der Begriff Feindbild ist schon vom Ursprung ein häßliches Wort. Es wurde im Nazideutschland zur perfekten Bezeichnung alles anderen benutzt, und da kommt wieder der Vergleich: Die DDR hat auch dies aus Nazideutschland 100 % übernommen. Wo ihr doch, wie im anderen Thread geschrieben, Willi Brandt in Buchenwald erzählt habt, das der Militarismus in der DDR für immer ausgelöscht sei. Das ist höhnisch!



Hallo, Karl.

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich bin mir sicher, das die große Mehrheit der Grundwehrdienstleistenden keine andere Meinung von ihrem Dienst an der Grenze hatten und damit selbstverständlich auch kein Feindbild!

Theo 85/2


nach oben springen

#156

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 15:24
von Luchs (gelöscht)
avatar

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es von Seiten des BGS oder Zoll ein Feindbild gegenüber den Grenzern der DDR gab. Ich wüsste auch niemanden, der in unmittelbarer Nähe zur Grenze in der Bundesrepublik gewohnt hat und die DDR Bevölkerung als Feind sah.

Wenn man mit Beamten des Zoll/BGS ins Gespräch kam, wurde auch nie der Anschein vermittelt, dass die Menschen, die die Grenze von DDR-Seite her bewachen unser Feind wäre. Allerdings wurde vor versehentlichem Grenzübertritt gewarnt.
Viele Grüße
Micha


zuletzt bearbeitet 25.03.2010 15:25 | nach oben springen

#157

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 16:46
von Buscho (gelöscht)
avatar

Moin Kameraden ,

Zu meinen Fragen von heute in der Früh sind noch paar offen .
Gab es auch an der Grenze zu den Waffenbrüdern Gr.Kp. und GAKl , wenn ja , mit welchem Auftrag .

Gruß BUSCHO


nach oben springen

#158

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 17:06
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Buscho
Moin Kameraden ,

Zu meinen Fragen von heute in der Früh sind noch paar offen .
Gab es auch an der Grenze zu den Waffenbrüdern Gr.Kp. und GAKl , wenn ja , mit welchem Auftrag .

Gruß BUSCHO



Die Kollegen von der "Ostgrenze" sind wohl ein bischen wech zur Zeit. Ja, es gab auch Grenztruppen an der Grenze zur CSSR und Polen. Was es nicht gab, sind Sperranlagen wie an der Westgrenze. Dort konnte schließlich kein Kapitalist kommen - sagte wohl Radio Eriwan.
Die Aufgaben waren sehr mit der des BGS an der Grenze zur DDR vergleichbar. Im Wesentlichen gab es sie nur nahe der Grenzübergänge. Die eigentliche Grenzsicherung übernahm dort die Polizei. Durch Grenz-ABV und Streifentätigkeit. Das wurde anders mit Beginn der Polenkrise und sehr viel anders mit Beginn der Ungarnkrise, wie wir die Öffnung der Grenzanlagen auch nannten. Ab der Zeit gab es dann auch Grenzaufklärer dort, die oft parallel zur Polizei Kontrollen durchführten und potentielle Flüchtlinge festzunehmen hatten. Das formuliere ich bewußt vage. Denn erstens war das in der Weise wie an der Westgrenze so mangels Logistik gar nicht möglich, zweitens haben viele zu der Zeit dies nicht mehr gar so verbissen gesehen. Viele dieser GAK wurden aus dem Bereich der Westgrenze mit Motorrad, kompletter Bewaffnung und Ausrüstung an die Grenze zu unserern östlichen Nachbarn abgeordnet. Auch aus unserem Forum waren einige beteiligt. Deshalb, weil die sich gerade mal nicht melden, schrieb ich: Sind wohl gerade wech.
Die GAK haben, besser hätten Schleichwege, Wanderwege zu kontrollieren gehabt. Aber, wie schon gesagt, das war zu dieser Zeit schon mehr Theorie als ausführbare Praxis.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


nach oben springen

#159

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 17:07
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Luchs
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es von Seiten des BGS oder Zoll ein Feindbild gegenüber den Grenzern der DDR gab. Ich wüsste auch niemanden, der in unmittelbarer Nähe zur Grenze in der Bundesrepublik gewohnt hat und die DDR Bevölkerung als Feind sah.

Wenn man mit Beamten des Zoll/BGS ins Gespräch kam, wurde auch nie der Anschein vermittelt, dass die Menschen, die die Grenze von DDR-Seite her bewachen unser Feind wäre. Allerdings wurde vor versehentlichem Grenzübertritt gewarnt.
Viele Grüße
Micha




........ich will mich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich glaube auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen sagen zu können, dass auch auf der DDR Seite innerhalb der Bevölkerung keiner den BGS/Zoll oder sonstiges als Feind betrachtet hat.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
nach oben springen

#160

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 17:12
von karl143 (gelöscht)
avatar

@ Chris,
das nehme ich dir auch ab, ebenso das was S51 schreibt. Der Punkt ist doch aber, es geht nicht um das, was die Bevölkerung gedacht hat. Die waren ja auch nicht dumm, haben Westsender geschaut und wußten im Großen und Ganzen was politisch abläuft. Es geht hier doch darum, das dieses Feindbild von der Führung aufgebaut und vermittelt wurde, mit dem Ziel, es in den Köpfen der Menschen zu verankern.


nach oben springen



Besucher
26 Mitglieder und 67 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 1066 Gäste und 100 Mitglieder, gestern 3617 Gäste und 188 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14376 Themen und 558785 Beiträge.

Heute waren 100 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen