#121

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.03.2010 22:13
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Ich glaube fast, der Fred entgleist gleich, Stefan. Was schrieb ich auf deine Zeilen siehe oben, ich schrieb sinngemäß, ob es zu schwer ist, zwei und zwei zusammen zu zählen?
Wenn ich Vietnam ins Spiel bringe, wird es doch wohl einen Grund haben? Ein Grund, der sich dir aber nicht zu erschließen scheint. Tut mir leid, ich musste einfach auf deine dümmliche Bemerkung reagieren, was denn der BGS mit Vietnam...?
Ich bin immer noch sachlich, keine Angst und als " Ergüsse" würde ich meine Zeilen auch nicht werten, und alle Tassen hab ich ebenfalls noch im Schrank, oder Latten am Zaun...aber wir wollen weiterhin ganz ruhig bleiben.
Lasst uns also reden, lasst uns mal über das "Feindbild "von damals reden, nicht das der Schüler denkt, wir waren damals im alten Rom gelandet, bei den Gladiatoren.
So Stefan, komm also wieder etwas runter auf den Boden und eine ganz naive Frage gleich angestellt: Was war der Vietnamkrieg damals für euch, siehe auch im Zusammenhang mit euren Freunden, den Amis?

R-M-R


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#122

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 23.03.2010 22:33
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von S51

Zitat von Ari@D187
[
vielleicht nicht speziell im Hinblick auf das (Nicht-)Grüssen des Gegners, aber ansonsten, wurden die GAKL schon speziell geschult? U.A. ein halbes Jahr in z.B. Schiedungen?

Gruß
Stefan




Hallo Ari,
Ja und nein. Einerseits gab es spezielle GAK-Lehrgänge und die Ausbildung an der Fähnrichschule. Andererseits haben diese keineswegs alle GAK absolviert. Gerade zu Beginn der Umstellung auf GAK-Züge in den Kompanien ab 1983 waren viele GAK (vor allem UaZ) dabei, die zwar über eine gewisse Vorbildung verfügten. In der Regel über Schule und privat an Fototechnik und meist auch Dunkelkammertechnik ausgebildet waren und in der Uffz-Schule an Lehrgängen teilnahmen, die wesentliche Bestandteile der GAK-Ausbildung zu Lasten der eigentlichen Grenzausbildung wenigstens anrissen. Jedoch genaugenommen erst nach und nach über zeitweise Abordnungen geschult wurden. Dies betraf Schießausbildung, Taktik, Hundewesen, Dienstvorschriften. Rudimentär auch Nahkampf und Sprengausbildung.
Die weitaus Meisten aus meinem Zug wurden wie ich so nach und nach ausgebildet. Gemessen an dem Level der Fähnrichsausbildung würde ich meinen Stand und den jener UaZ, die bis Frühjahr 1986 die Truppe wieder verließen als allenfalls vergleichbar einschätzen.
Für den praktischen Dienst hatte dies kaum Auswirkungen. Wir konnten mit unseren Waffen und dem Messer umgehen, konnten fotografieren, filmen und topografische Punkte ausmessen. Unsere Berichte konnte man lesen und verstehen. Im Gelände konnten wir uns mit und ohne Karte orientieren, funken und alle ordentlich schießen. In der Gegnererkennung wurde laufend geschult. Genauso im Recht. Jeder war in der Lage, allein zu handeln. Sportlich waren wir auch. Alle hatten bereits einen Führerschein, Motorrad reichte ja. Das genügte eigentlich.
In der Praxis war ein relativ ausgeglichenes Wesen wichtiger als eine gute Exerzierausbildung. Ebenso die Fähigkeit, aus den eigenen Fehlern (die am Anfang reichlich passiert sind) zu lernen. Mit einer Elite, wie den Fallis waren wir nicht vergleichbar aber durch Ortskenntnis und ein gewisses Draufgängertum und Unbekümmertheit in unserer Umgebung kaum weniger effektiv.
Da war es nicht so wichtig, dass man beim Gleichschritt immmer recht genau gehört hat, wie viele wir waren.



..............................................................................
Ja S51 vieles davon habe ich in der Grenzdienstausbildung und beim letzen Reservistendienst in einer Aufklärungskompanie bekommen.Die Ausbilder hatten alle das Falliabzeichen an der Brust.Naja geschadet hat es nicht,nur jedes mal was dazu gelernt.


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#123

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.03.2010 20:20
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Ich glaube fast, der Fred entgleist gleich, Stefan. Was schrieb ich auf deine Zeilen siehe oben, ich schrieb sinngemäß, ob es zu schwer ist, zwei und zwei zusammen zu zählen?
Wenn ich Vietnam ins Spiel bringe, wird es doch wohl einen Grund haben? Ein Grund, der sich dir aber nicht zu erschließen scheint.


Richtig Rainer,

der Grund, warum Du hier Vietnam in das Thema bringst, erschliesst sich mir immer noch nicht. Evtl. kannst Du nochmal etwas detaillierter im folgenden Thema darauf eingehen:

Der Vietnamkrieg -> Sichtweise im Westen und Osten

2 + 2, waren das nicht 2 + 4 damals? Was für Dich ganz einfach 2 + 2 ist, ist für weniger gut Gebildete evtl. eine hohe geistige Herausforderung. Das sollte man als Überlegener respektieren und drüber stehen können.

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Tut mir leid, ich musste einfach auf deine dümmliche Bemerkung reagieren, was denn der BGS mit Vietnam...?


Du hattest weiter vorne schon mal meine Bemerkung als Frage aufgefasst, was natürlich etwas dümmlich ist. Einfach den einen Satz, mehr war es nicht, nochmal lesen -> da gibt es keine Frage nicht mal ein Fragezeichen.

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Ich bin immer noch sachlich, keine Angst und als " Ergüsse" würde ich meine Zeilen auch nicht werten, und alle Tassen hab ich ebenfalls noch im Schrank, oder Latten am Zaun...aber wir wollen weiterhin ganz ruhig bleiben.


Wenn ich diesbezüglich beunruhigt gewesen wäre, dann wäre ich spätestens jetzt vollkommen entspannt bei Puls um 50.

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Lasst uns also reden, lasst uns mal über das "Feindbild "von damals reden, nicht das der Schüler denkt, wir waren damals im alten Rom gelandet, bei den Gladiatoren.
So Stefan, komm also wieder etwas runter auf den Boden und eine ganz naive Frage gleich angestellt: Was war der Vietnamkrieg damals für euch, siehe auch im Zusammenhang mit euren Freunden, den Amis?


"Freunde" in diesem Sinne habe ich lediglich 1988 in Ost-Berlin gesehen. Wie kommst Du darauf, daß die Amis unsere Freunde sind?
Können wir ja hier weiterdiskutieren (hast das Thema ja schon entdeckt ):

Der Vietnamkrieg -> Sichtweise im Westen und Osten

Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#124

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.03.2010 20:24
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Hallo S51,

ich danke Dir für Deine ausführlichen Erläuterungen zur Ausbildung der GAK! In dieser Form hatte ich das bisher noch nicht gewusst. Ein interessantes Thema (GAK allgemein) was bisher eher selten und stiefmütterlich behandelt wurde.

Gruß
Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#125

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.03.2010 20:36
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Ari@D187
Hallo S51,

ich danke Dir für Deine ausführlichen Erläuterungen zur Ausbildung der GAK! In dieser Form hatte ich das bisher noch nicht gewusst. Ein interessantes Thema (GAK allgemein) was bisher eher selten und stiefmütterlich behandelt wurde.

Gruß
Stefan


Nicht ganz Stefan. Schau mal unter "Allgemeine Fragen zur DDR Grenze an die Expertengruppe" auf Seite 3
unter dem Stichwort Grenzaufklärer.



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#126

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.03.2010 20:54
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Zermatt

Zitat von Ari@D187
Hallo S51,

ich danke Dir für Deine ausführlichen Erläuterungen zur Ausbildung der GAK! In dieser Form hatte ich das bisher noch nicht gewusst. Ein interessantes Thema (GAK allgemein) was bisher eher selten und stiefmütterlich behandelt wurde.

Gruß
Stefan


Nicht ganz Stefan. Schau mal unter "Allgemeine Fragen zur DDR Grenze an die Expertengruppe" auf Seite 3
unter dem Stichwort Grenzaufklärer.



Ah, den Thread kannte ich noch nicht, ich danke Dir für den Hinweis. Werde mich gleich mal einlesen:

Grenzaufklärer

Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#127

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.03.2010 22:36
von karl143 (gelöscht)
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Hier mal ein Unterrichtsplan von der GAK Ausbildung. Die Dokumente wurden erstellt nach Angaben eines übergelaufenen GAK.

http://grenzstreife.de/Grenze/GAK/GAK_II...okumente_3.html


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#128

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 24.03.2010 23:23
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

nachdem ich den Unterrichtsplan der GAK Ausbildung gelesen hatte kam ich zu der Erkenntnis, daß es drei Verwendungen der GAKl gegeben haben muß. Die ersten beiden Verwendungen erfolgten offensichtlich nach einer Spezialausbildung. Die dritte Gruppe der GAK, hatte zwar auch eine Ausbildung - hier jedoch in Form eines Meisterlehrgang in der Qualifizierungsrichtung Meister für Organisation. Dieser dauerte in der Regel drei Monate und wurde zu meiner Zeit an der US VI durchgeführt. Obwohl diese Lehrgänge als BU Lehrgänge deklariert waren, nahmen auch UaZ ( Dienstzeit drei Jahre) an der Ausbildung teil. Die Ausbildung umfasste neben den Fächern Gegnerische Kräfte an der Staatsgrenze, Fototechnik u.a. auch Selbstverteidigung, GWA (Gesellschaftswissenschaftliche Ausbildung), MKE, Gefechtsausbildung und Gesundheit-, Arbeits- und Brandschutz. Daneben noch Schutz- und Schießausbildung. Schwerpunkte der Ausbildung waren das sichere Handhaben der Fototechnik unter allen Bedingungen sowie das Erkennen und Sichern von Spuren. Erst nach erfolgreichem Bestehen des Lehrgang, wurde man in die Dienststellung Grenzaufklärer befohlen, wenn man nicht bereits vor dem Lehrgang diese Dienststellung inne hatte.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#129

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 00:05
von Rostocker | 7.719 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
nachdem ich den Unterrichtsplan der GAK Ausbildung gelesen hatte kam ich zu der Erkenntnis, daß es drei Verwendungen der GAKl gegeben haben muß. Die ersten beiden Verwendungen erfolgten offensichtlich nach einer Spezialausbildung. Die dritte Gruppe der GAK, hatte zwar auch eine Ausbildung - hier jedoch in Form eines Meisterlehrgang in der Qualifizierungsrichtung Meister für Organisation. Dieser dauerte in der Regel drei Monate und wurde zu meiner Zeit an der US VI durchgeführt. Obwohl diese Lehrgänge als BU Lehrgänge deklariert waren, nahmen auch UaZ ( Dienstzeit drei Jahre) an der Ausbildung teil. Die Ausbildung umfasste neben den Fächern Gegnerische Kräfte an der Staatsgrenze, Fototechnik u.a. auch Selbstverteidigung, GWA (Gesellschaftswissenschaftliche Ausbildung), MKE, Gefechtsausbildung und Gesundheit-, Arbeits- und Brandschutz. Daneben noch Schutz- und Schießausbildung. Schwerpunkte der Ausbildung waren das sichere Handhaben der Fototechnik unter allen Bedingungen sowie das Erkennen und Sichern von Spuren. Erst nach erfolgreichem Bestehen des Lehrgang, wurde man in die Dienststellung Grenzaufklärer befohlen, wenn man nicht bereits vor dem Lehrgang diese Dienststellung inne hatte.


.................................................................................
Das ist doch alles ganz Normal diese Ausbildung--jeder Staat dieser Welt bildet seine bewaffneten Kräfte so aus,wie er es für richtig hält.


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#130

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 02:53
von Buscho (gelöscht)
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[quote="Rainer-Maria-Rohloff"]Ich glaube fast, der Fred entgleist gleich, Stefan. Was schrieb ich auf deine Zeilen siehe oben, ich schrieb sinngemäß, ob es zu schwer ist, zwei und zwei zusammen zu zählen?
Wenn ich Vietnam ins Spiel bringe, wird es doch wohl einen Grund haben? Ein Grund, der sich dir aber nicht zu erschließen scheint. Tut mir leid, ich musste einfach auf deine dümmliche Bemerkung reagieren, was denn der BGS mit Vietnam...?
Ich bin immer noch sachlich, keine Angst und als " Ergüsse" würde ich meine Zeilen auch nicht werten, und alle Tassen hab ich ebenfalls noch im Schrank, oder Latten am Zaun...aber wir wollen weiterhin ganz ruhig bleiben.
Lasst uns also reden, lasst uns mal über das "Feindbild "von damals reden, nicht das der Schüler denkt, wir waren damals im alten Rom gelandet, bei den Gladiatoren.
So Stefan, komm also wieder etwas runter auf den Boden und eine ganz naive Frage gleich angestellt: Was war der Vietnamkrieg damals für euch, siehe auch im Zusammenhang mit euren Freunden, den Amis?

Hallo Kameraden , hallo Genosse R-M-R

-der Dienst an der Staatsgrenze zur BRD und West Berlin ist KLASSENKAMPF....

-unsere Grenzsoldaten schützen das Leben weil sie selber das Leben lieben und achten , ihre Herzen schlagen in Liebe für die Menschen und sind eben darum auch VOLLER HAß GEGENÜBER ALL JENEN , DIE DEN FRIEDEN UND DAS GLÜCK DER MENSCHEN BEDROHEN ......

Liebender Genosse R-M-R ,
das sind Worte deines obersten Chefs zum 30.Jahrestag der Grenztruppen , Armee-General Heinz H.

und wenn Du von Deinem Tellerrand schreibst , den kenn ich , über 3 Meter hoch und ca. 5oo Meter breit.
Bei uns auf den WCs waren mehr freie Gedanken geschrieben als in der FREIEN Presse Deines Tellers .

In einem Lehrfilm der Grenztruppen Sätze über den BGS
-Truppe des ersten Schusses ...
-Feuerschutz für Grenzverletzer ...
-Auslösen von Konflikten ....

In einem Lied
-" unvergessen die ermordet wurden ...."
-" unvergessen die Mörder ..... "
dieser Text wurde auf Bildmaterial gelegt , das Angehörige der GSG 9 und der Küstenjäger-Hundertschaft
zeigt .

Genosse R-M-R
mit Verlaub , das ist SCHWACHSINN und wer sich noch heute an solch einen SCHWACHSINN klammert der ist... !

Warst Du eigentlich bei Deinen Kameraden beliebt ?
Ist jemand im Forum ,der den Genossen R-M-R im " Kampf " gegen das Böse in seiner Gr.Kp. erlebt hat ?
Er müßte ja einer der Besten gewesen sein .

Da fällt mir noch etwas aus dem asiatischen Teil der Welt ein !!
Im Pazifik gibt es kleine einsame Inseln , auf denen versteckten sich noch bis in die 60er Jahre
japanische WK II Soldaten vor den Amerikanern . Sie wußten nicht , daß der Krieg vorbei war .
Sie dienten noch 20 Jahre nach Kriegsende zwischen Japan und Amerika ihrem Kaiser .

Daß es diese kleinen einsamen Inseln aber auch bei uns zwischen Rügen und Bautzen und Schwedt und dem Harz gibt und da heute noch ein vergessener Grenzer im BT 11 auf Wacht steht und seinem 1.Vorsitzenden dient und nicht weiß , daß der 1. Vorsitzende jetzt eine Frau ist und aus Mecklenburg kommt und in Hamburg geboren wurde . das habe ich nicht gewußt .

Genosse R-M-R , nicht immer die alten überholten Geschichtsbücher lesen .

Gruß Buscho


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#131

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 04:25
von Buscho (gelöscht)
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Hallo Kameraden
mal zurück zum Thema , Genosse R-M-R verführt immer in die Weite Welt .

S51 , das kannst Du sicherlich beantworten .

- wer machte die Posteneinteilung ?
- wer formulierte den Auftrag ?
- wann wurde der Tagesauftrag bekannt gegeben ?
- wie wurden Erkenntnisse an die NachbarKp weitergegeben ?
- wohnten die GAK in der Gr.Kp. oder privat ?
- wurde regelmäßig in andere Einheiten an der Grenze versetzt ?
- gab es finanzielle Zulagen zum normalen Sold ?
- was war , wenn man wegen Kleinigkeiten in Ungnade fiel ? Wurde man in den normalen Grenzdienst zurückversetzt oder ganz aus der Kp. versetzt ? gibt es ja , daß jemandem die Nase nicht passt .
- hattet ihr ausserhalb des Grenzdienstes an der Uniform ein Tätigkeitsabzeichen ?
- in unserem Grenzabschnitt lag der Schaalsee mit der Halbinsel Stintenburg /Kampenwerder , auf der war ein GAK Objekt , altes Gutshaus . wer weiß denn was Genaueres ? Vor dem Damm , bei der Bootsgruppe Stintenburg , da war eine kleine Bunkeranlage ? was war das ?
-gab es auch an der Friedensgrenze zu den Bruderstaaten Gr.Kp. und GAK ?
-wenn ja , mit welchem Auftrag ?

Danke für die Antworten Gruß BUSCHO


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#132

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 06:34
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Guten Morgen Buscho und was soll ich dir jetzt auf deinen langen Text antworten? Ich versuche es besser garnicht.Oder doch, ganz kurz nur. Lies meinen Text an Stefan im Vietnamfred von gestern, alter Bundesgrenzschützer.Zum besseren Verständnis.
Solche wie dich haben wir, die Pioniere damals in der Pfeife geraucht, ihnen mal kurz ne Mine hochgezeigt, da waren sie weg und gingen gleich in Deckung...nimm es mit Humor,und alles Geschichte, du alter Kämpfer.
Einen guten Tag allen im Forum.

R-M-R


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#133

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 07:24
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Buscho
Hallo Kameraden
mal zurück zum Thema , Genosse R-M-R verführt immer in die Weite Welt .

S51 , das kannst Du sicherlich beantworten .

- wer machte die Posteneinteilung ?
die Posteneinteilung für den Grenzdienst im Schutzstreifen/vorgelagertes Hoheitsgebiet, wurden im Grenzdienstbuch (VVS-NfD) durch den KC befohlen. Für den Einsatz im Hinterland war der Zugführer Grenzaufklärer verantwortlich. Festgelegt wurden Dienstzeiten und Streifenbereiche. Diese wurden dann durch den KC im Grenzdienstbuch befohlen.
- wer formulierte den Auftrag ?
der "Auftrag" beruht auf den Entschluss des KC, dieser wiederum auf den Entschluss (Befehl) des BC zur Grenzsicherung. Schwerpunktmäßig waren zu bestimmten Zeiten die WRG ( wahrscheinliche Richtung Grenzverletzter sowie die Kontrolle der UM (Unterschlupfmöglichkeiten) durchzuführen.
- wann wurde der Tagesauftrag bekannt gegeben ?
die GAKl erhielten einmal im Monat im Rahmen einer Dienstversammlung, die ihnen zugeteilten Dienstzeiten sowie Streifenbereiche. Diese waren nur grob festgelegt und konnten auf Entschluss KC geändert werden. Die Streifenbereiche konnten im Rahmen der Dienstdurchführung auf Entschluss des KGSi gleichfalls entsprechend der jeweiligen Lage geändert werden.
- wie wurden Erkenntnisse an die NachbarKp weitergegeben ?
meistens über Draht. Dies insbesondere bei Grenzlagen, wo die Trennungslinien betroffen waren. Dies erfolgte dann durch den KGSi bzw. den DhK oder durch die Kompanieführung selber.
- wohnten die GAK in der Gr.Kp. oder privat ?
sowohl als ob. Wenn Wohnraum im Bereich der Kompanie zur Verfügung stand, war man s.g. Heimschläfer. Meistens waren Ledige in der Kompanie, bzw. im Ledigenwohnheim untergebracht. Letztere gab es nur an größeren Standorten (NVA und GT bzw. VP-Bereitschaften). Die U-Zimmer in den GK`s zeigten eine bescheidene Gemütlichkeit auf. Eingerichtet mit einer DDR Anbauwand (meistens vom VEB Möbelkombinat Ribnitz Damgarten) einem Teppisch, zwei Klappliegen mit Bettkasten, einem Mehrzwecktisch klein sowie zwei Mehrzweckstühle (gepolstert). Daneben noch Gardinen und die s.g. Verdunklungsstoffe vor den Fenstern. Alles weitere wurde auf eigene Kosten angeschafft.
- wurde regelmäßig in andere Einheiten an der Grenze versetzt ?
meines Wissens nach: NEIN
- gab es finanzielle Zulagen zum normalen Sold ?
in Bezug auf die Dienststellung GAKl, gab es die Dienstgradvergütung bei den Dienstbezügen
- was war , wenn man wegen Kleinigkeiten in Ungnade fiel ? Wurde man in den normalen Grenzdienst zurückversetzt oder ganz aus der Kp. versetzt ? gibt es ja , daß jemandem die Nase nicht passt .
bei bestimmten Angelegenheiten erfolgte eine Einstufung in "B". D.h. keine AO 13 mehr. In zwei mir bekannten Fällen erfolgten auf Grund der Schwere der Verfehlung eine Kommandierung in andere Truppenteile. Im ersten Fall - Kommandierung zur Wachkompanie im GR, im zweiten Fall Kommandierung zum Sonderdienst im Kinderferienlager (SO 2) in Ziemendorf. Beide waren Fähnriche.
- hattet ihr ausserhalb des Grenzdienstes an der Uniform ein Tätigkeitsabzeichen ?
NEIN - es gab einige UaZ, welche sich das Laufbahnabzeichen eines Hundeführers auf die K1 nähten. Dies war jedoch nur geduldet und nicht gestattet. Ein Laufbahnabzeichen "Aufklärer" gab es, jedoch nur bei der NVA. Spezielle Abzeichen für den GAKl gab es nicht.

Danke für die Antworten Gruß BUSCHO



So BUSCHO war mal so frech und habe an Stelle von S51 geantwortet. Deine letzten drei Fragen kann ich leider nicht beantworten, da mir dort das Hintergrundwissen fehlt.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#134

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 07:45
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Rainer-Maria-Rohloff
Guten Morgen Buscho und was soll ich dir jetzt auf deinen langen Text antworten? Ich versuche es besser garnicht.Oder doch, ganz kurz nur. Lies meinen Text an Stefan im Vietnamfred von gestern, alter Bundesgrenzschützer.Zum besseren Verständnis.
Solche wie dich haben wir, die Pioniere damals in der Pfeife geraucht, ihnen mal kurz ne Mine hochgezeigt, da waren sie weg und gingen gleich in Deckung...nimm es mit Humor,und alles Geschichte, du alter Kämpfer.
Einen guten Tag allen im Forum.

R-M-R



Lieber Herr Kollege Rohloff,
es ist unbestritten, dass Minen auf jeden ein Gefühl erzeugen.........welches ich hier nicht weiter beschreiben möchte. Ich kann nur aus eigenem Erleben berichten, dass mir der Goldriegel mindestens 50 cm ab gestanden hat, nachdem ein BGS-Beamter (PHK) - nach überreichen der Verbalnote - eine 66`iger in meine Richtung warf. Die Mine war zum Glück entschärft, ich und meine zwei Kameraden lagen trotzdem mit der Schnautze im Dreck. Dies feindwärts zum Gaudi vom BFSO und einem Zug UK Soldaten mit zwei Landrover kurz und ein Landrover lang.
Meinen zweiten Goldriegel hatte ich beim Räumen der Anlage 66, als ein Leutnant und ein Feldwebel der GT-Pio einen angeblich geräumten Abschnitt betraten und mir in der weiteren Folge fast ein menschliches Bein um die Ohren flog. So geschehen Anno März 1984 im Bereich Schletauer Weg.
Sei bitte in der Zukunft, bei Deinen Beiträgen so Gut und stelle unseren damaligen "Gegner" nicht als Waschlappen und in die Pfeife gerauchten hin. So etwas gab es auf beiden Seiten.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#135

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 08:06
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Buscho

Hallo Kameraden , hallo Genosse R-M-R

-der Dienst an der Staatsgrenze zur BRD und West Berlin ist KLASSENKAMPF....

-unsere Grenzsoldaten schützen das Leben weil sie selber das Leben lieben und achten , ihre Herzen schlagen in Liebe für die Menschen und sind eben darum auch VOLLER HAß GEGENÜBER ALL JENEN , DIE DEN FRIEDEN UND DAS GLÜCK DER MENSCHEN BEDROHEN ......



Hallo Buscho,

was verwundert dich an dieser Aussage? Die Erziehung zum Hass auf den Klassenfeind war doch etwas ganz normales, schließlich standen gerade die Angehörigen der GT doch in der ersten Reihe. Inwiefern dies nach unten letztendlich durchgesetzt wurde lag dann sicherlich am jeweiligen Polit. Vielleicht können @Rainman oder Pitti hierzu etwas beisteuern?

Mir sind noch folgende Sätze bekannt die das an sich schlechte Gefühl des Hasses, jedoch ausschließlich in Bezug auf den Klassenfeind, legitimieren:

Haß auf den imperialistischen Feind ist nichts Häßliches. Er ist aus der Liebe zu unserem sozialistischen Vaterland geboren und gibt uns Kraft, alles für seinen Schutz und seine Verteidigung zu tun.Die Erziehung zum Haß ist notwendig, sie muß Bestandteil unserer Erziehung zu einem kämpferischen Humanismus und zum sozialistischen Patriotismus sein.
Haß ist in unserer Zeit als politisch-moralisches Gefühl, ein ebenso hoher sittlicher Wert wie die Liebe.

Das Freund-Feind-Bild des sozialistischen Staatsbürgers ist von fester Freundschaft zu unseren Klassenbrüdern und von Haß und Abscheu gegenüber den Klassenfeinden, den Feinden unseres sozialistischen Vaterlandes und allen Feinden des Sozialismus geprägt

Jeder, der den Sozialismus angreift, ihn gefährdet oder zu gefährden droht - gleich in welcher Erscheinung er auftritt, welcher Klasse er angehört, in wessen Namen zu handeln er vorgibt -, ein bewußter oder unbewußter, ein direkter oder indirekter Interessenvertreter des Imperialismus, ist ein Feind des Sozialismus und damit mein persönlicher Feind


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 25.03.2010 08:29 | nach oben springen

#136

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 08:33
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
[quote="Buscho"]
Hallo Kameraden , hallo Genosse R-M-R

-der Dienst an der Staatsgrenze zur BRD und West Berlin ist KLASSENKAMPF....

-unsere Grenzsoldaten schützen das Leben weil sie selber das Leben lieben und achten , ihre Herzen schlagen in Liebe für die Menschen und sind eben darum auch VOLLER HAß GEGENÜBER ALL JENEN , DIE DEN FRIEDEN UND DAS GLÜCK DER MENSCHEN BEDROHEN ......



Hallo Buscho,

was verwundert dich an dieser Aussage? Die Erziehung zum Hass auf den Klassenfeind war doch etwas ganz normales, schließlich standen gerade die Angehörigen der GT doch in der ersten Reihe. Inwiefern dies nach unten letztendlich durchgesetzt wurde lag dann sicherlich am jeweiligen Polit. Vielleicht kann @Rainman oder Pitti hierzu etwas beisteuern?

Mir sind noch folgende Sätze bekannt die das an sich schlechte Gefühl des Hasses, jedoch ausschließlich in Bezug auf den Klassenfeind, legitimieren:

Haß auf den imperialistischen Feind ist nichts Häßliches. Er ist aus der Liebe zu unserem sozialistischen Vaterland geboren und gibt uns Kraft, alles für seinen Schutz und seine Verteidigung zu tun.Die Erziehung zum Haß ist notwendig, sie muß Bestandteil unserer Erziehung zu einem kämpferischen Humanismus und zum sozialistischen Patriotismus sein.
Haß ist in unserer Zeit als politisch-moralisches Gefühl, ein ebenso hoher sittlicher Wert wie die Liebe.

Das Freund-Feind-Bild des sozialistischen Staatsbürgers ist von fester Freundschaft zu unseren Klassenbrüdern und von Haß und Abscheu gegenüber den Klassenfeinden, den Feinden unseres sozialistischen Vaterlandes und allen Feinden des Sozialismus geprägt

Jeder, der den Sozialismus angreift, ihn gefährdet oder zu gefährden droht - gleich in welcher Erscheinung er auftritt, welcher Klasse er angehört, in wessen Namen zu handeln er vorgibt -, ein bewußter oder unbewußter, ein direkter oder indirekter Interessenvertreter des Imperialismus, ist ein Feind des Sozialismus und damit mein persönlicher Feind


Es ist schon schlimm genug, daß so ein hirnverbrannter Schei..dreck Staatsdoktrin war, noch schlimmer ist aber, daß es heute noch Menschen gibt, die diesem Schei..dreck nachtrauern!!!
Mehr fällt mir zur Zeit hier zu nicht ein: Einfach widerlich!!!

Schönen Gruß aus Kassel.


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#137

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 08:51
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Ach wosch eigentlich ging es mir um Informationen zum Thema, nicht um eine moralische Bewertung. Diese kann aus heutiger Sicht sowieo nur subjektiv sein.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 25.03.2010 08:54 | nach oben springen

#138

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 09:06
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Ach wosch eigentlich ging es mir um Informationen zum Thema, nicht um eine moralische Bewertung. Diese kann aus heutiger Sicht sowieo nur subjektiv sein.




Felix, wenn Du so eine Information einstellst, wird man diese ja noch nach eigenem Gustus bewerten dürfen. Im Übrigen finde ich es gut, wenn noch mehr solcher Informationen kämen. Also ausnahmsweise auch mal ein Dankeschön von mir, für´s Einstellen!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#139

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 12:15
von Rainer-Maria-Rohloff (gelöscht)
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Stabsfähnrich oder besser Chris, ich weiß, ich lag etwas daneben mit meiner Aussage und Buscho, der alte Bundesgrenzschützer wird mir vergeben, aber ich konnte einfach nicht anders, als ich seinen Text mit den ganzen Unterstellungen gelesen habe.
Er sollte besser erstmal sich ins Forum vertiefen,ehe er aburteilt und klar, da braucht er drei Jahre, bis er alles durchgelesen hat, aber er sollte lesen, mit wem er es im Einzelnen zu tun hat, und nicht gleich scharf schießen. Mögen meine Texte auch manchmal gewöhnungsbedürftig sein und für manchen etwas derb herüberkommen, aber ich denke zumindest mit gutem Gewissen, das ich weiß, von was ich da schreibe.
In diesem Sinne schreiben wir uns weiter und Respekt über deinen Mut im letzten Text an mich im Umgang mit diesem Teufelzeug, den Minen.

R-M-R


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#140

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 25.03.2010 12:24
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von wosch
[quote="Feliks D."][
[small]....Haß auf den imperialistischen Feind ist nichts Häßliches. ...
Es ist schon schlimm genug, daß so ein hirnverbrannter Schei..dreck Staatsdoktrin war, noch schlimmer ist aber, daß es heute noch Menschen gibt, die diesem Schei..dreck nachtrauern!!!
Mehr fällt mir zur Zeit hier zu nicht ein: Einfach widerlich!!!

Schönen Gruß aus Kassel.



Hurra, es lebe das Klischee.
Aber hast du auch schon mal über Gründe für so etwas nachgedacht? Genaugenommen ist fast alles nur die Fassade für den Anlaß.
Dieser ist das Problem, dass Menschen normalerweise nicht so einfach aufeinander losgehen und das dann auch noch ohne Probleme verkraften. Ein Problem, welches die westliche Seite genauso hat/hatte wie unsere östliche Seite. Welches die Soldaten in Afghanistan und sonstwo genauso haben wie deren Gegenspieler. Ein Problem, welches keineswegs geringer dadurch wird, dass jeder, ob Soldat, Polizist oder Kämpfer genau weiß, dass er eben nicht immer den Gegner treffen wird, sonder auch immer wieder mal Unbeteiligte, mitunter Wehrlose.
Nun haben die meisten Menschen aber durchaus mal Skrupel, Gewissensbisse.
Ob man es nun Haß auf den "Imperialismus", "Kommunismus", die "roten Horden", den "Ungläubigen", die "Verblendeten" oder was auch immer nennt. Es geht schlicht darum, seinen Leuten die psychologischen Probleme vor und vor allem nach dem Schuß erträglicher zu machen.
Auch darum, sie so zu effektiveren Kämpfern zu machen. Ich weiß nicht mehr, ob es Engels war. Es könnte aber auch jeder Andere gewesen sein, der überlegt, wie er seine Leute motiviert. Jedenfalls der Spruch "Nenne deinen Gegenüber einen Hund und du kannst ihn aufhä..." oder so ähnlich, hat exakt diesen Sinn.
Und nun tu mal nicht so, als ob dieses Problem im edlen Westen unbekannt wäre.
Ich weiß (hätte es früher nicht geglaubt) dass im BGS oder im Zoll eine solche Feindbildpflege jedenfalls zu "meiner" Zeit so um die 80-er Jahre nicht mehr üblich war. Ich denke deshalb aber auch, dass viele der Beamten deshalb im Ernstfall viel mehr Probleme und danach ungleich mehr daran zu knabbern gehabt hätten, als auf unserer Seite.
Wie das enden kann, erleben wir gegenwärtig mit unseren Soldaten in Afghanistan.
Soldat sein, heißt auf Krieg getrimmt zu werden. Immer, heute wie damals.
Krieg heißt eben auch verletzen, töten. Damit muß die Psyche fertig werden. Gegebenenfalls. Denn, wird es nicht gebraucht - ist es auch gut.
Polizist sein heißt eben nicht nur Freund und Helfer, es heißt unter Umständen eben auch, für den Schutz von Leben und Gesundheit anderes Leben, anderer Gesundheit zu zerstören. Auch damit muß die Psyche fertig werden.
So sind diese Sätze zu verstehen. Nicht ab abnorm. Diese Art Arbeit funktioniert anders nicht. Oder man dürfte keine Gefühle mehr haben. Und auch das gilt weltweit, überall.
Nur für Gutmenschen nicht. Außer, sie sind mal richtig sauer. Dann sind sie meist noch viel schlimmer.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 25.03.2010 12:25 | nach oben springen



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