#21

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 16:12
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von EK 82/2
Hallo Angelo,ich bin zwar neu hier,aber war oft zur GAKL absicherung mit draußen.Meine Zeit war 81/82.Das ist sicher kein GAKL,eher einer der Stasi,die trieben sich auch oft in Grenzuniform im Abschnitt rum.Zu meiner Zeit waren ein GAKL und 1 Postenführer(gefr.)zusammen sowie 1 Postenpaar zur Absicherung im hinteren Raum.Weiterhin hatten sie nur Fotoapperate und keine Kammeras.An Taschen befanden sich am Mann eine Magazintasche mit 3 Magazinen,eine Leuchtpatronentasche sowie eine Kartentasche.

Die Bewaffnung von GAKLS war Pistole,insofern fällt Magazintasche raus.

Die bewaffnung der Grenzer bis zum LMG beruht auf normale Kompaniebewaffnung,im Ernstfall den mann auch einplante.
Jeder Zug hatte 3 LMG,1SMG,3 PAK,1 ASG17 (das war eine Art Flak)und den restlichen Kleinkram.

In diesem Turm saß unten der Führende,in der Mitte waren 4 Betten für die Alarmgruppe und oben war ein Postenpaar.
Ich hoffe dir mit den Antworten geholfen zu haben,so war es bei uns jedenfalls.Zur Bewaffnung des BGS kann ich leider nichts sagen,aber sie trugen auch oft MPi.
MfG,EK 82/2



Moin............leider kann man den Beitrag nicht ganz so stehen lassen. Zur Bewaffnung eines Grenzaufklärers (GT): Im s.g. Hinterland Pistole M 9mm mit zwei Magazine a 6 Schuß, Handleuchtzeichen fünf Stück in Tagetasche daneben noch Kartentasche, GMN Hörer, UFT 771 (ab 1983), DF oder EDF. Bei besonderen Grenzlagen (z.B. Fahndung abgängige GSSD Angehörige) wurde auch im Hinterland Mpi getragen, dann jedoch nicht als Einzelkämpfer sondern als Postenpaar.. Im Handlungsraum der GT sowie auf dem vorgelagerten Hoheitsgebiet, wurde durch den GAK generell neben der M9 die Mpi getragen dies inkl. 2 Magazine a 30 Schuß. Zu diesen Einsätzen - speziell auf dem vHG wurden Kleinbildkameras der Marken Pentacon entweder LTL, MTL oder DTL mitgeführt. Diese mit normal Objektiv. Zusätzlich befand sich in der Fototasche ein Wechselobjektiv 175. Auf besonderen Befehl, wurde eine beim ZF GAK-Zug eine Pentacon mit genommen, in welcher sich ein Farbfilm befand. Beim OOGAK im GR wurde eine VHS-C Kamera vorgehalten. Typ Panasonic, sechs Akkus, zwei VHS-C Kassetten. Das besondere war, dass die Kamera und das Aufnahmeteil (Recorder) getrennt waren. Also nicht wie man es von handelüblichen Camcorder als geschlossene Einheit kannte.
In der Annahme, dass es sich bei der Beschreibung des Turmes um eine Führungsstelle handelt, wäre mir die Anmerkung gestattet, dass in den meisten Fällen der KGSi mit Posten über der A-Gruppe gesessen hat. KGSi und Posten bildeten die taktische Einheit, Postenpaar.
Die Zugbewaffnung in einer GK des 1 und 2 GB waren AK 72, LMG und RPG 7. In den GK des 3 GB gab es daneben noch das AGS 17 sowie und/oder das SPG-9. SMG`s (z.B. 14,5 mm) waren nicht vorhanden, genauso wenig wie Panzerabwehrkanonen (z.B. 85mm). Ich bestreite aber nicht dass es diese Waffen bei den GT gab. Jedoch nur in bestimmten Einheiten (GwB-Batt, A-Batt).


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#22

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 16:29
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Hallo Stabsfähnrich.
danke für deine Ergänzungen,es stimmt,ich meinte die RPG6 und nicht Pak.Die AK72 gab es damals noch nicht,wir hatten die AK47.Weiter stimmt das wir nur 60 Schuß direkt dabei hatten.Verzeihe bitte meine kleinen Fehler,es liegt bei mir ja schon 27 Jahre zurück.Darum reden wir ja darüber.
Die schweren Waffen waren in anderen Grenzeinheiten.Ich glaube Hubschrauber waren in Meiningen GR9 und Panzer in nähe Plauen,jedenfalls hatten wir dort Ausbildung zur Panzernahbekämpfung mit Panzern der GT.
Die Alarmgruppe war bei uns ständig präsent (ich war Schloßer bei der KMS und durfte oft genug A-Gruppe machen) und oben saß generell ein Postenführer mit Posten (Gefr.+Sold)Bewaffnung mind.MPi.Unten saß der Fürende Zugführer (also 4 Türme mit ZF als Abschnittsführende).Im Führungsturm saß der KGSi oben das stimmt.Wir hatten ca 30Km zu sichern im Heldburger Sack,da gab es auch viele unbesetzte Türme.
Ach ja und VHS kameras waren zu der Zeit 1982 noch nicht Aktuell,unsere GAK sah ich nie mit Kamera.Es mag schon eine gegeben haben,das bestreite ich nicht,aber keine Hi8 oder VHS.
MfG.EK 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 03.10.2009 17:02 | nach oben springen

#23

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 18:06
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Hallo EK...............ach Du warst ja zu Zeiten der BSi dort. Kann mich nocht trübe daran erinnern, dass im Bereich GR 24 2 GK direkt an der Schramperstraße so eine Führungsstelle noch vorhanden aber nicht mehr genutzt wurde. Unten befand sich ein bunkerartiges Gebilde auf welchem sich ein BT 11 befand. Wenn ich dass noch richtig in Erinnerung habe, befand sich der A-Gruppenraum mit im Bunker. 87/88 wurde das Teil durch die Pik abgerissen.
Zu den VHS-C Kameras: Bei der Besetzung des Lenne Dreiecks in Berlin, erfolgte u.a. der Einsatz einer dieser Kameras.
Zu den von Dir angesprochenen Husch. kann ich nur soviel sagen, dass diese zumindest 1983 in Salzwedel stationiert waren. Taktische Bezeichnung HS 16.
Und verwechsel bitte nicht die AK 47 mit der AK 74 (5,26 mm). Die GT hatten die modifizierte Version der AK 47. Gab es u.a. als KMS 72 (Klappstütze).


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#24

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 18:27
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Hallo Stabsfähnrich,
definitiv hatten wir AK47.Ich habe Gegoogelt und die AK74 ist mir überhaupt nicht bekannt.Später gab es wohl noch ein neues Sturmgewehr,aber davon habe ich keine Ahnung.Klappbügel trugen nur Kradfahrer.Übrigens war ich 86 3 Monate zur Reserve in Prenzlau und auch nur AK47.
Zu der Zeit als ich da war wurden bei uns grade die Selbstschußanlagen abgebaut und Mienenfelder geräumt.
Ja unten war eine Art Bunker mit einen Funkraum.Die einzelnen Turmbezeichnungen weis ich nicht mehr aber ein kleines Fenster in Mitte des Turmes zeigt wo der A-Gruppenraum war..Grenzintern änderte sich ja oft etwas,insofern gibt es schon unterschiede zur Zeit.Aus meiner Kompanie wurde irgend wann mal die 5.GK zB.


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#25

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 18:38
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Hallo EK..........kuckst Du hier:http://de.wikipedia.org/wiki/AK-47#AK-74
wie ich schon sagte war die 72`die modifizierte Version der 47`. So wurden u.a. Veränderungen am Kompensator vorgenommen. Auch die Schulterstütze, der untere und obere Handschutz sowie der Plastikkolben waren DDR Entwicklungen und die 72`wurde auch in der DDR in Lizenz produziert. Nach der AK 74 (keine Einsatz bei den GT)kam die AK 100 da gab es aber keine Grenze mehr.
Frage war der Turm Rund oder viereckig?


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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zuletzt bearbeitet 03.10.2009 18:40 | nach oben springen

#26

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 18:52
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Hi Stabi,
ok,nochmal definitiv AK47 mit Kaliber 7,62 inklusive dem Mehrzweckbajonet (auch als Drahtschere)Auffälligkeiten ist der runde Übergang zum oberen Rückstoßrohr gegenüber dem AK74 und das Korn was vorn direkt vor dem Laufende ist.Weiter hatten wir Holzkolben.
Die Türme wo A-Gruppen lagen waren Eckig wie der auf dem 1.Beitrag.Runde Türme waren meist einfach,aber es gab auch welche wo der Eingang durch einen ca.5-10m langen Tunnel führte.Da war auch ein Funkraum und möglichkeit für einen Zugführer zu handeln.


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#27

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 19:06
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von EK 82/2
Hi Stabi,
ok,nochmal definitiv AK47 mit Kaliber 7,62 inklusive dem Mehrzweckbajonet (auch als Drahtschere)Auffälligkeiten ist der runde Übergang zum oberen Rückstoßrohr gegenüber dem AK74 und das Korn was vorn direkt vor dem Laufende ist.Weiter hatten wir Holzkolben.
Die Türme wo A-Gruppen lagen waren Eckig wie der auf dem 1.Beitrag.Runde Türme waren meist einfach,aber es gab auch welche wo der Eingang durch einen ca.5-10m langen Tunnel führte.Da war auch ein Funkraum und möglichkeit für einen Zugführer zu handeln.



..........die KMS 72 hatte auch das kaliber 7,62 mm. S.h. auch hier:http://galerie.waffeninfo.net/kms72/

ROT: genau dass meinte ich mit meiner Beschreibung s.h. oben. Vorne eine Luftschutztür, dann eine Gasschleuse, wieder eine Luftschutztür, dann kamen zwei Räume und anschließend eine Treppe zum Turm. Wie gesagt bei uns war das Teil seid 82 nicht mehr in Betrieb. Ich selber war auch nur ein- oder zweimal drauf. Nach Begradigung des Verlauf GSSZ stand das Teil auch noch außerhalb vom Schutzstreifen.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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zuletzt bearbeitet 03.10.2009 19:08 | nach oben springen

#28

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 19:14
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Stabi..
Das mit den Türen ,die waren eh offen bis auf die Außentür.Die Bunker waren eigentlich sinnlos.
Aber wegen der MPi brauchen wir nicht weiter schreiben,ich weis wie unsere ausgesehen hat,ganz und gar keine verwechslung möglich.


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#29

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 19:18
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

[quote="EK 82/2"]Stabi..
Das mit den Türen ,die waren eh offen bis auf die Außentür.Die Bunker waren eigentlich sinnlos.
Aber wegen der MPi brauchen wir nicht weiter schreiben,ich weis wie unsere ausgesehen hat,ganz und gar keine verwechslung möglich.[/quote]

...........na Hauptsache Du bist nicht mit der Mpi KK 69 raus, die stand auch in der Waffenkammer.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#30

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 20:01
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Hallo Stabsfähnrich.
Willst du mich jetzt vera...die KK66 kenne ich genauso wenig.Aber siehe dir mal dieses Viedeo an.
http://www.youtube.com/watch?v=tEyxx-gxqDg&feature=fvw
Gleich am Anfang siehst du Waffen von 1981 die Grenzer trugen.So sahen unsere auch aus,kein vergleich zur AK74,wie schon erwähnt befindet sich das Korn weiter vorn und das Gasrückstoßrohr über dem Lauf war abgerundet.
Übrigens ab Minute 1.17 werden einige Sekunden vom Film "Gemeinsam" gezeigt.Hole dir den Film und du siehst das unsere GK die AK47 hatte.Ich war zum Drehzeitpunkt in dieser GK.


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#31

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 20:23
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von EK 82/2
Hallo Stabsfähnrich.
Willst du mich jetzt vera...die KK66 kenne ich genauso wenig.Aber siehe dir mal dieses Viedeo an.
http://www.youtube.com/watch?v=tEyxx-gxqDg&feature=fvw
Gleich am Anfang siehst du Waffen von 1981 die Grenzer trugen.So sahen unsere auch aus,kein vergleich zur AK74,wie schon erwähnt befindet sich das Korn weiter vorn und das Gasrückstoßrohr über dem Lauf war abgerundet.
Übrigens ab Minute 1.17 werden einige Sekunden vom Film "Gemeinsam" gezeigt.Hole dir den Film und du siehst das unsere GK die AK47 hatte.Ich war zum Drehzeitpunkt in dieser GK.




............ich bin ja bestimmt ein Gemütsmensch - aber von einer AK 74 bei den GT hat hier niemand gesprochen. Und die KK Mpi 69 ist keine Vera........ sondern ein Kleinkalibergewehr. Und davon standen zwei Stück in der Waffenkammer. WOZU: na z.B. für die Ausbildung der jungen Grenzhelfer. Aber bitte diese nicht mit freiwilligen Helfern der Grenztruppe verwechseln.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
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#32

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 21:42
von Der Feldstecher (gelöscht)
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Zitat von Merkur

Zitat von Der Feldstecher
Aus heutiger Sicht und der Diskussion im Forum gehe ich davon aus, dass es Grenzaufklärer des MfS waren - nur eben in Grenzeruniform.



Aufgrund der Aufgaben, die die Grenzaufklärung der HA I des MfS im Handlungsraum der GT realisierte, widerspricht die von Dir dargestellte Situation den Prinzipien für die operative Arbeit an der Linie.




Hallo merkur, ich war damals knapp zwei Jahre Bundesbürger und wusste nur, das das Grenzregime der SED-Diktatur grausam ist und auf Flüchtlinge geschossen wird. Gestatte Du mir die Gegenfrage, woher weißt Du denn 100prozentig, dass das ganz gewöhnliche Grenzoffiziere 1972 im Sommer an der Bundesstraße 4 bei Hohegeiß waren? Ich habe doch meine Vermutung auch nur als Frage in den Raum gestellt in der Hoffnung, hier durch DDR-Grenz- oder MfS-Experten eine konkrete Anwort zu bekommen. Einen schönen Abend und einen schönen Sonntag, Peter.


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#33

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 21:52
von chucky | 1.213 Beiträge

Hallo,
ich hab mal bei der gst mit der kk66 geschossen


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#34

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 03.10.2009 21:59
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Hallo Feldstecher.
Zur Stasi in Grenzuniform,die hatten Befugnisse welche mir nicht bekannt sind.Aber ich gehe davon aus das es Stasi war.Es gab zB.Abschnitte die sollten wir von X-Zeit bis X-Zeit nicht betreten.
Unsere Vermutung war das Mfs wieder sein Spiel treibt.Keine Beweise,aber möglich ist es.
Normale GAKL waren auch normal,zwar getarnt,aber nicht so Lichtscheu und schon kaum alleine am letzten Meter zum übertritt.Ein Mfs Angehöriger wagte den übertritt kaum,er mußte wissen das seine Kollegen drüben pläne haben ihn zu Töten.Ein GAKL war nur ein Fahnenflüchtiger,also glaube ich nicht das der so alleine 1 Meter vor der BRD steht.Der 2.Posten steht nämlich zu weit weg um eingreifen zu können.
Zu meiner Zeit war Befehl hinter dem 3m Zaun bei GAKL-Absicherung immer in Griffnähe zu bleiben.
Aber auch hier gibt es sicher viele Abweichungen vom Dienst.

MfG EK82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 03.10.2009 22:08 | nach oben springen

#35

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.10.2009 09:02
von S51 | 3.733 Beiträge

[quote="Stabsfähnrich

............ich bin ja bestimmt ein Gemütsmensch - aber von einer AK 74 bei den GT hat hier niemand gesprochen. Und die KK Mpi 69 ist keine Vera........ sondern ein Kleinkalibergewehr. Und davon standen zwei Stück in der Waffenkammer. WOZU: na z.B. für die Ausbildung der jungen Grenzhelfer. Aber bitte diese nicht mit freiwilligen Helfern der Grenztruppe verwechseln.[/quote]

Jo, die KK-MPi stand auch bei uns in der Waffenkammer. Damit hat die GST (Gesellschaft für Sport und Technik) während der vormilitärischen Ausbildung geschossen. Es gab in der Berufsausbildung der LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) immer einen Kurzlehrgang an dieser Waffe, die äußerlich ein bischen der AK ähnlich sah. Sie war aber nur ein Rückstoßlader. Der Schießstand war hinter Elend oberhalb der Straße. Wir GAK haben als "Sicherheitsoffiziere" mitgemacht und am Ende die restliche Munition auf diese dreieckigen Kakautüten verballert. Mal von den dauernden Ladehemmungen (Ursache war die nicht sehr gleichmäßige Munition .22 lfb aus Schönebeck) abgesehen, hat es Spaß gemacht. Die KK-MPi standen genauso bei uns, wie einige private Jagdwaffen, weil es woanders wohl keine sichere Unterbringung gab. Sie waren extra gesichert (mit einem Stahldraht durch den Abzugsbügel und um das Waffengestell, glaube ich). Im Grenzdienst wurden sie nicht verwendet.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#36

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.10.2009 09:28
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von EK 82/2
Hallo Feldstecher.
Zur Stasi in Grenzuniform,die hatten Befugnisse welche mir nicht bekannt sind.Aber ich gehe davon aus das es Stasi war.Es gab zB.Abschnitte die sollten wir von X-Zeit bis X-Zeit nicht betreten.
Unsere Vermutung war das Mfs wieder sein Spiel treibt.Keine Beweise,aber möglich ist es.
Normale GAKL waren auch normal,zwar getarnt,aber nicht so Lichtscheu und schon kaum alleine am letzten Meter zum übertritt.Ein Mfs Angehöriger wagte den übertritt kaum,er mußte wissen das seine Kollegen drüben pläne haben ihn zu Töten.Ein GAKL war nur ein Fahnenflüchtiger,also glaube ich nicht das der so alleine 1 Meter vor der BRD steht.Der 2.Posten steht nämlich zu weit weg um eingreifen zu können.
Zu meiner Zeit war Befehl hinter dem 3m Zaun bei GAKL-Absicherung immer in Griffnähe zu bleiben.
Aber auch hier gibt es sicher viele Abweichungen vom Dienst.

MfG EK82/2



Zu meiner Zeit wurden wir GAK bei Feindwärtseinsätzen nicht freundwärts gesichert. Lediglich, um uns durch die Luken zu lassen, wurde die Alarmgruppe kurzzeitig geschickt.
Immerhin dauerten manche Feindwärtseinsätze den ganzen Tag oder die ganze Nacht.
Während des Einsatzes war es unsere Entscheidung, wo an welcher Stelle wir vorne waren. Der KGSi konnte was anderes befehlen, hat er aber nicht. Begrenzung war hinten der Zaun und vorne die Grenzlinie. Theoretisch hatte der Posten (so einer mit war) oder der gerade nicht handelnde GAK die Anderen zu sichern um bei tätlichen Angriffen abwehren zu können. Das wäre aus absoluter Nahdistanz kaum gegangen. Aber praktisch waren wir von der dort herrschenden Gefährdung so "überzeugt", dass wir uns nur sehr selten an diese Vorschrift gehalten haben. Deshalb sieht man GAK auf den Bildern meist nahe bei stehend und kaum so wie auf dem Bild eingangs des Thread in Sicherungsposition.
Wenn die Sondertruppe, ob man sie nun wie wir "Schneewittchen" oder GAK der HA I nennt oder egal wie, vorne war, wurden wir aus der Sicherung abgezogen und im Abschnitt irgendwo "geparkt". Regulär sind wir uns nie begegnet und konnten deren Handlungen nicht einschätzen. Doch solche Sachen sind jedenfalls bei mir nicht bei guter Sicht und nur sehr selten am Tage passiert. Im Ausnahmefall konnte es passieren, das über Funk oder GMN ein bestimmtes Losungswort kam, welches wir vorher erhalten hatten und mit dem wir angefordert wurden. Vielleicht, weil die andere Truppe mal nicht genug Ortskenntnis hatte. Dann wurden Leute begleitet, durch Luken gelassen oder Spuren beseitigt. Das waren aber nur Handlungen gewissermaßen am Rande und dann meist nachts, bei Nebel, in den sehr frühen Morgenstunden und dann mitunter sogar allein.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 04.10.2009 09:29 | nach oben springen

#37

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.10.2009 09:38
von Merkur | 1.026 Beiträge

Zitat von Der Feldstecher

Gestatte Du mir die Gegenfrage, woher weißt Du denn 100prozentig, dass das ganz gewöhnliche Grenzoffiziere 1972 im Sommer an der Bundesstraße 4 bei Hohegeiß waren?



Nun habe ich nicht geschrieben, dass es "ganz gewöhnliche Grenzoffiziere" waren.
Ich weiß nicht, was Du für Vorstellungen hast, auf welche Art und Weise die Aufklärungsdiensteinheiten der HA I / KGT ihre Aufgaben realisiereten und worin sie sich zur Grenzaufklärung der GT unterschieden.
Die Realisierung der operativen Grenzarbeit durch die Aufklärungsdiensteinheiten der HA I / KGT erforderte eine hohes Maß an Geheimhaltung und Konspiration. Man war bestrebt nicht gesehen zu werden, nicht aufzufallen bzw. sich durch Handlungen nicht vom Dienstregime der GT zu unterscheiden. Und dem wiederspricht die von Dir dargestellte Situation.



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#38

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.10.2009 10:51
von Rostocker | 7.734 Beiträge

Zitat von Merkur

Zitat von Der Feldstecher

Gestatte Du mir die Gegenfrage, woher weißt Du denn 100prozentig, dass das ganz gewöhnliche Grenzoffiziere 1972 im Sommer an der Bundesstraße 4 bei Hohegeiß waren?



Nun habe ich nicht geschrieben, dass es "ganz gewöhnliche Grenzoffiziere" waren.
Ich weiß nicht, was Du für Vorstellungen hast, auf welche Art und Weise die Aufklärungsdiensteinheiten der HA I / KGT ihre Aufgaben realisiereten und worin sie sich zur Grenzaufklärung der GT unterschieden.
Die Realisierung der operativen Grenzarbeit durch die Aufklärungsdiensteinheiten der HA I / KGT erforderte eine hohes Maß an Geheimhaltung und Konspiration. Man war bestrebt nicht gesehen zu werden, nicht aufzufallen bzw. sich durch Handlungen nicht vom Dienstregime der GT zu unterscheiden. Und dem wiederspricht die von Dir dargestellte Situation.



------------------------------------------------------------------------------------
Möchte mich nicht groß mit reinhängen.Aber es ist doch im Prinzip egal was das für Offiziere waren.Denn jede Armee und jeder Geiheimdienst dieser Welt,hat seine Aufklärungseinheiten und Abteiungen.Also ein ganz normaler Vorgang.


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#39

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.03.2010 01:21
von Schlutup | 4.115 Beiträge

moin moin!

ich bin immer wieder begeistert wie die Fantasie bei einigen hier im Forum durch geht. der linke gakl hat eine ganz normale magazintasche um und links daneben ein braunes pistolenholster. das foto gibt es im netz auch in ganz groß. da kann man es eindeutig sehen. der linke gakl macht auch keine fotos sondern er hat ein df in der hand. aber wie langweilig ist die wahrheit wenn man alles dazu dichten kann. und das die posten soweit auseinander stehen, noch keiner auf die idee gekommen, das der bildauschnitt nur 2 gakl zeigt!!! VIELLEICHT SIND JA AUCH 3 ODER 4 UNTERWEGS GEWESEN!! das würde das verhalten etwas erklären. aber vielleicht war ja auch der General hoffmann getarnt als grenzer unterwegs
!! wer weiß das schon. gruß schlutp



zuletzt bearbeitet 20.03.2010 01:23 | nach oben springen

#40

RE: Grenzaufklärer vs. Bundesgrenzschutz

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 20.03.2010 08:16
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Zitat von Drewitz
Als GAKL wäre ich in der Situation überfordert gewesen...Den ich hätte vor lauter grinsen kein vernünftiges Bild schießen können!
Drewitz


Als BGS-Mann wäre ich auch überfordert gewesen, der Versuchung zu widerstehen, den GAKL mit dem Lasso einzufangen.

Gruß
Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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