#1

Kontrolle der Güterzüge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 17:47
von Skifahrer (gelöscht)
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Hallo ehemalige...

wie genau war die Kontrolle der grenzüberschreitenden Güterzüge, besonders im
Winter sicher nicht ganz einfach.
Hätte man bei guter Vorbereitung eine Chance gehabt, auf diese Weise den grossen Sprung zu schaffen?
In Ellrich/Südharz gingen wohl täglich Züge in den Westen. Aber wie genau wurde kontrolliert? War Infrarot-Technik im Einsatz?

Gruss aus dem Harz
Skifahrer


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#2

RE: Kontrolle der Güterzüge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 19:23
von Zermatt | 5.293 Beiträge

In Ellerich war es so,das mit mehreren Spürhunden,die versteckte Flüchtlinge wahrnehmen
sollten,der fahrbereite Zug von Zöllnern und Angehörigen der Passkontrolleinheit(Stasi)
abgelaufen und bis zur Ausfahrt bewacht wurde.



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#3

RE: Kontrolle der Güterzüge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.10.2009 07:30
von sentry | 1.077 Beiträge

Von seiten der Grenztruppen wurden die Züge nur äußerlich in Augenschein genommen. Für den Rest waren, wie schon richtig festgestellt Zoll und PKE zuständig.
Die Standzeiten in der GÜSt waren beträchtlich. Fest installierte technische Hilfsmittel zum Durchleuchten des Zuges oä. gab es aber nicht.
In Marienborn wurde ein von Osten in die GÜSt einfahrender Zug von einem Postenpunkt der SiK auf dem Dach eines Stellwerkes begutachtet.
Beim Ausfahren nach Westen fuhr der Zug unter einer Beschauerbrückeder SiK durch, von wo aus man den Zug von oben aber auch an den Seiten gut prüfen konnte. Unterstützt werden konnte das Ganze durch eine Reihe Strahler an der Brücke, die bei der Durchfahrt eingeschaltet werden konnten (natürlich erst wenn der Lokführer durch war, um ihn nicht zu blenden).


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#4

RE: Kontrolle der Güterzüge

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.10.2009 17:25
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Ein geglückter Fluchtversuch spielte sich am 18 August 1979 am Grenzbahnhof Ellrich ab.
Ein rumänischer Staatsbürger hatte sich in einem Güterwagon versteckt.Kurz davor verstreute
er Pfeffer an den Wagontüren,den die vorbei laufenden Hunde scheuten und somit nicht anschlugen. Die Flucht war erfolgreich.



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