#21

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 15:28
von Drewitz | 356 Beiträge

würg,schüttel...von innen?

Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


nach oben springen

#22

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 15:31
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Drewitz
würg,schüttel...von innen?

Drewitz



jo hat sich jeden mittag der gen.von 2000 reingezogen.mittag brauchte der wohl nicht mehr


nach oben springen

#23

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 15:35
von Wolfgang B. (gelöscht)
avatar

Zitat von Pitti53

Zitat von Drewitz
würg,schüttel...von innen?

Drewitz



jo hat sich jeden mittag der gen.von 2000 reingezogen.mittag brauchte der wohl nicht mehr




Der sucht dann wohl die sogenannten Sch...hausparolen?


nach oben springen

#24

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 15:36
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von Drewitz

Und geflucht und gemeckert haben wir auf den Stuben-über... den Samenstau,...


so, so... über samenstau habt ihr lamentiert komisch, dass offensichtlich nur die jungen männer der pke dieses problem wälzten, denn von grenzern habe ich so etwas noch nicht gehört...
qsentry hatte gerade in einem anderen beitrag mitgeteilt, dass probleme in der stube nicht diskutiert wurden, sondern sie nur dem postenpaar etwas anging...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
nach oben springen

#25

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 16:41
von Drewitz | 356 Beiträge

Äh,ja...

Wie war das Thema?
Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


nach oben springen

#26

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 19:18
von Tine (gelöscht)
avatar

Danke Stabsfähnrich und Feldstecher!

Feldstecher, hast du solche Unterputzmikrofone von RFT mal gesehen? Gibt es vielleicht Bilder in der Weite des Netzes?
Danke für den Bericht über das Gefängnis und Methoden der Folter. Es stimmt mich allerdings dann etwas traurig, dass einige noch stolz auf die Stasivergangenheit zu sein scheinen. Spätestens wenn man solche Sachen erfährt wie du sie uns geschildert hast, müsste man doch mal nachdenklich werden und wenigsten Worte des Mitleids und Einsicht von sich geben. Von guten Taten für die betroffenen Menschen oder für Andere, die Hilfe bräuchten, will ich gar nicht reden. Vielleicht machen es ja auch welche.

Mit Grüßen Tine


nach oben springen

#27

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 19:24
von Tine (gelöscht)
avatar

Hallo sentry,

auch dir möchte ich für deine Erklärung danken, die mir sehr logisch erscheint.
Ich hatte nicht den Vergleich Knast und Grenzkompanie im Sinn sonder eher, dass die Stasi sicher überall die gleiche Technik anwendete wenn sie sich bewährt hat.
Wahrscheinlich haben die IM's unter den Soldaten den größten Beitrag zur Informationssammlung geleistet, aber so ganz ohne Abhören und gespeicherten Tonaufnahmen wird es wohl nicht gegangen sein. Aber, ich weiß es nicht und deshalb ja meine Fragen.

Mit Grüßen
Tine


nach oben springen

#28

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 19:31
von Tine (gelöscht)
avatar

Danke Pitti53,

und du sprichst ja aus Erfahrungen eines Politoffiziers. Über die Stasimethoden bist du sicher auch nicht total informiert gewesen. Die haben ihr "Ding" doch lieber eigenständig gemacht. Ich glaube dir aber, dass in der Musikbox nichts weiter drin war als wirklich nur der Lautsprecher und nur in dieser Eigenschaft.
Warum war der große von mir schon erwähnte Technikschrank so unheimlich mit Tasten, Knöpfen und Lämpchen bestückt? Nur für 3 Sender empfangen und splitten und verteilen klingt für mich trotzdem komisch, aber gut, da waren vielleicht noch Röhren drin oder andere platzintensive Bauteile.

Mit Grüßen
Tine


zuletzt bearbeitet 01.10.2009 19:31 | nach oben springen

#29

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 19:39
von Der Feldstecher (gelöscht)
avatar

Zitat von Tine
Danke Stabsfähnrich und Feldstecher!

Feldstecher, hast du solche Unterputzmikrofone von RFT mal gesehen? Gibt es vielleicht Bilder in der Weite des Netzes?
Danke für den Bericht über das Gefängnis und Methoden der Folter. Es stimmt mich allerdings dann etwas traurig, dass einige noch stolz auf die Stasivergangenheit zu sein scheinen. Spätestens wenn man solche Sachen erfährt wie du sie uns geschildert hast, müsste man doch mal nachdenklich werden und wenigsten Worte des Mitleids und Einsicht von sich geben. Von guten Taten für die betroffenen Menschen oder für Andere, die Hilfe bräuchten, will ich gar nicht reden. Vielleicht machen es ja auch welche.

Mit Grüßen Tine


Danke Tine. Leider habe ich solche RFT-Technik heute nicht mehr in Erinnerung. Wenn sie da waren, die Abhörmikrofone, auch Wanzen genannt, so waren sie mit Sicherheit so gut versteckt und plaziert, dass sie ein Außenstehender nicht ausmachen noch unwirksam machen konnte. Ich weiß allerdings auch nicht, ob man sowas in den späten 70er Jahren zumindestens von Seiten des MfS aus schon auf hochelektronischem Funkweg erledigen konnte, das Abhören. Hätte die Leitung zum Abhörpunkt gespart. Abes es wäre auch ein leichtes gewesen, zu observierende Gefängniszellen unbemerkt mit einer Wanze zu bestücken, wenn die Gefangenen alle zur Freistunde draußen waren... Gruß Peter


nach oben springen

#30

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 19:48
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von Tine
Danke Pitti53,

und du sprichst ja aus Erfahrungen eines Politoffiziers. Über die Stasimethoden bist du sicher auch nicht total informiert gewesen. Die haben ihr "Ding" doch lieber eigenständig gemacht. Ich glaube dir aber, dass in der Musikbox nichts weiter drin war als wirklich nur der Lautsprecher und nur in dieser Eigenschaft.
Warum war der große von mir schon erwähnte Technikschrank so unheimlich mit Tasten, Knöpfen und Lämpchen bestückt? Nur für 3 Sender empfangen und splitten und verteilen klingt für mich trotzdem komisch, aber gut, da waren vielleicht noch Röhren drin oder andere platzintensive Bauteile.

Mit Grüßen
Tine



von der technik hab ich auch keine ahnung.irgendwer hat hier mal ein bild von dem schrank eingestellt.stöber mal unter bilder.oder frage rainman.der kennt sich aus


nach oben springen

#31

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 19:56
von TOMMI | 1.992 Beiträge

Verwanzte Grenzkompanien?
Halt ich für ein Gerücht. sonst wären so einige von uns im Knast gelandet.
Zumindest hätte man uns die Zulassung zum Grenzdienst entzogen. Wir haben auf
den Unterkünften ziemlich frei diskutiert.Imwieweit da potentielle IMs was weiter
gegeben hätten, vermag ich nicht zu beurteilen.
Und bei Telefongesprächen war man eh schon vorsichtig.
Da hätte ich als Nachr.-Uffz. was wissen müssen. Denn bei mir stand die Technik,
mit der so was möglich gewesen wäre.
Zum Beispiel habe ich mal als Blödelei ein telefongespräch unseres Polit
belauscht.
Oje, wenn die gewusst hätten, dass ich mit meiner R109 Radio Südafrika höre....


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


nach oben springen

#32

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 19:59
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von TOMMI
Verwanzte Grenzkompanien?
Halt ich für ein Gerücht. sonst wären so einige von uns im Knast gelandet.
Zumindest hätte man uns die Zulassung zum Grenzdienst entzogen. Wir haben auf
den Unterkünften ziemlich frei diskutiert.Imwieweit da potentielle IMs was weiter
gegeben hätten, vermag ich nicht zu beurteilen.
Und bei Telefongesprächen war man eh schon vorsichtig.
Da hätte ich als Nachr.-Uffz. was wissen müssen. Denn bei mir stand die Technik,
mit der so was möglich gewesen wäre.
Zum Beispiel habe ich mal als Blödelei ein telefongespräch unseres Polit
belauscht.
Oje, wenn die gewusst hätten, dass ich mit meiner R109 Radio Südafrika höre....



du hast deinen polit abgehört?is ja ein ding..nun weiß ich warum meine leitung immer so gerauscht hat


nach oben springen

#33

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 20:21
von Gelöschtes Mitglied
avatar

Zitat von Tine
Hallo EK40,
wann warst du denn dort?
Ich denke mal spätestens in den 70ger Jahren war die Technik eingebaut. Ich habe nach der Wende mal eine ehemalige Grenzkompanie in Eisfeld angeschaut in der damals schon Asylanten wohnten und ich damit beruflich zu tun hatte und da waren auch diese komischen Lautsprecherboxen über der Tür in jedem Zimmer. Und Lautsprecher konnten wohl auch Mikro sein - so haben ich es in der gedenkstätte gelesen. Das unter den sogenannten Kameraden auch Spitzel waren, das ist auch klar wie Klosbrühe. Wäre auch interessant zu wissen welchen Prozentsatz von IM's man in den einzelnen Zimmern untergebracht hat. 50 % klingt viel, aber könnte ich mir sogar vorstellen.
Mit Grüßen
Tine



Hallo Tine,

ich war von Frühjahr 82-83 dort.Aber wie gesagt,gemerkt haben wir nichts.Uns war schon klar des es den Lauscher in jeder Truppe gab,aber es war uns egal.Jetzt könnte man wieder mutmaßen,das wir mit Absicht so geredet haben um von dort wegzukommen.Und schon wieder spekulieren wir.Aber uns hat keiner weggeholt.Also ich persönlich glaube nicht an Wanzen in den Stuben.Und ich war das schwarze Schaf für den Polit in der Kompanie!Wir hatten so viele Bastler und Tüftler,da hätte man schon was gefunden.Wir werden es wohl nie so richtig erfahren.Wie gesagt es wird auch sehr viel gemutmasst.

Gruß ek40


nach oben springen

#34

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 20:24
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von TOMMI
Verwanzte Grenzkompanien?
Halt ich für ein Gerücht. sonst wären so einige von uns im Knast gelandet.
Zumindest hätte man uns die Zulassung zum Grenzdienst entzogen. Wir haben auf
den Unterkünften ziemlich frei diskutiert.Imwieweit da potentielle IMs was weiter
gegeben hätten, vermag ich nicht zu beurteilen.
Und bei Telefongesprächen war man eh schon vorsichtig.
Da hätte ich als Nachr.-Uffz. was wissen müssen. Denn bei mir stand die Technik,
mit der so was möglich gewesen wäre.
Zum Beispiel habe ich mal als Blödelei ein telefongespräch unseres Polit
belauscht.
Oje, wenn die gewusst hätten, dass ich mit meiner R109 Radio Südafrika höre....



Ja, halte ich auch für ein Gerücht. Da hätte von meiner Stube keiner mehr in den Dienst gedurft. Und es gab ja auch nicht nur ein Zimmer in der Kompanie. Bei Kompaniesicherung war in jeder Soldatenbude immer etwas los. Wie viele hätten uns da rund um die Uhr abhören sollen?
Post, Telefon und Funk - ja, das hat man als DDR-erler für "normal" gehalten, erwartet und sich entsprechend verhalten. Wobei ich auch da inzwischen der Meinung bin, das dies beileibe nicht lückenlos und zu jeder Zeit gewesen sein kann.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


nach oben springen

#35

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 20:25
von maja64 (gelöscht)
avatar

Hab ichs doch gewußt das die uns damals schon abgehört haben.
Und wo stand diese Sendeeinheit????Bei meinem Polit (Rainman2) im Dienstzimmer.
Dafür bekommt er von mir nächste Woche eine auf die Nuss.

Also langsam frag ich mich schon wieder ob es für mich doch nicht besser ist die Reißleine hier zu ziehen,das wird ja immer schlimmer mit manchen Beiträgen hier.



nach oben springen

#36

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 20:28
von TOMMI | 1.992 Beiträge

Zitat von Pitti53

Zitat von TOMMI
Verwanzte Grenzkompanien?
Halt ich für ein Gerücht. sonst wären so einige von uns im Knast gelandet.
Zumindest hätte man uns die Zulassung zum Grenzdienst entzogen. Wir haben auf
den Unterkünften ziemlich frei diskutiert.Imwieweit da potentielle IMs was weiter
gegeben hätten, vermag ich nicht zu beurteilen.
Und bei Telefongesprächen war man eh schon vorsichtig.
Da hätte ich als Nachr.-Uffz. was wissen müssen. Denn bei mir stand die Technik,
mit der so was möglich gewesen wäre.
Zum Beispiel habe ich mal als Blödelei ein telefongespräch unseres Polit
belauscht.
Oje, wenn die gewusst hätten, dass ich mit meiner R109 Radio Südafrika höre....



du hast deinen polit abgehört?is ja ein ding..nun weiß ich warum meine leitung immer so gerauscht hat




Nun, das kam folgendermaßen: Ich hatte einen Verstärkerschrank überprüft. Mit einem Feld-
fernsprecher hatte ich eingehende und abgehende Direktleitungen gecheckt. Da bin ich mal
ganz spontan auf die Idee gekommen, mich auch mal in die Telefonleitung, die auch über diesen
Verstärker lief, einzuklinken. Und tatsächlich war da gerade ein Gespräch drin. Es war unser neuer Polit, der sprach mit seinen Amtsvorgänger, der von ihm abgelöst wurde. Er beschwerte
sich über den "Saustall", den dieser ihm überlassen hätte und "seinetwegen" hätte er bei einer
kontrolle eins aufs Dach bekommen....
War ganz amüsant, zuzuhören.


EK 88/I
GR4 / 5.GK (Teistungen)


nach oben springen

#37

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 20:34
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Tine
Danke Pitti53,

und du sprichst ja aus Erfahrungen eines Politoffiziers. Über die Stasimethoden bist du sicher auch nicht total informiert gewesen. Die haben ihr "Ding" doch lieber eigenständig gemacht. Ich glaube dir aber, dass in der Musikbox nichts weiter drin war als wirklich nur der Lautsprecher und nur in dieser Eigenschaft.
Warum war der große von mir schon erwähnte Technikschrank so unheimlich mit Tasten, Knöpfen und Lämpchen bestückt? Nur für 3 Sender empfangen und splitten und verteilen klingt für mich trotzdem komisch, aber gut, da waren vielleicht noch Röhren drin oder andere platzintensive Bauteile.

Mit Grüßen
Tine



..............da ich ab und zu an den WE`s, wenn ich DH der Kp. war ein wenig Musik abgespielt habe - mit offizieller Genehmigung - kann ich vielleicht etwas zu der Technik der ELA sagen. Vier Einschübe für jeweils die Sender DDR1 und 2, Stimme der DDR und Berliner Rundfunk. Dazu kamen noch drei Reserveeinschübe. Dann gab es noch einen Vorverstärker (Röhren) sowie den Hauptverstärker (, sowie einen Antennenverstärker. Letzterer war jedoch mit im Vorverstärker. Und es gab noch einen Einschub für das Netzteil. Die Steuerung der in den U-Zimmern angebrachten Ls Anlagen, konnte von der Anlage aus gesteuert werden, dh. konnte die Lautstärke als auch zu hörenden Programme gewält werden. Die NF Buchsen (Diodenbuchse und Tuchelstecker) waren niederohmig/hochohmig und nur für die Einspeisung der externen Tonsignale ( Tonband, Mikro etc)gedacht. So ich hoffe ich habe bei der Technik nichts übersehen............achso dass war noch die alte Anlage. In Suhl hatte man schon die neue Ausführung.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
nach oben springen

#38

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 01.10.2009 23:38
von Rainman2 | 5.764 Beiträge

Hallo Tine,

vieles ist schon gesagt worden, was ich auch so sehe. Ich war Polit in meiner Kompanie (u.a. Vorgesetzter von maja64). 1983 wurde während meiner Dienstzeit die ELA-K installiert. Die Kabelverlegung erfolgte in Aufputzkabelschächten, die speziell für diese Anlage angebracht wurden. Die Arbeiten gingen schnell vonstatten und irgendwelche "geheime Kabel" gab es auch nicht. Sentry hat ja schon das nette Argument gebracht, dass es keine blödere Stelle für ein Abhörmikro geben könnte, als ein Radio. An der Zentraleinheit, die tatsächlich in meinem Zimmer stand, konnte man nichts abhören. Die vielen Knöpfe an dem Teil hatten mit den einzelnen Einschüben zu tun. Allein die 4 separaten Empfägnerteile hatten bereits (wenn ich mich recht entsinne) Senderwahlknopf, Lautstärke, Höhen, Tiefen und eine Art Pegelanzeige. Dazu kamen die Steurungsmöglichkeiten für die extern anschließbaren Geräte bzw. das Mikrofon. Da läppert es sich schon etwas mit den Schaltern.

Als ich vor knapp drei Wochen mit Maja, Pille und Grete unsere alte Grenzkompanie in Stedtlingen besuchte, waren gerade alle alten Kabel rausgerissen worden. Extra-Verkabelungen und Löcher von Wanzen wären uns sicher aufgefallen. Für die Überwachung in den Zimmern war ansonsten die Struktur der IM wesentlich effizienter als ein Abhören. Gerade in der Kompaniesicherung mit unplanmäßigen Einsätzen wäre eine Flächenabhörung nur arbeitsintensiv und wenig informationsbringend gewesen. Also: Alle Gründe sprechen dagegen. Dass Telefon, Funk und GMN abgehört wurden, dürfte sich von selbst verstehen. Aber auch da gab es nur zeitweilige Überwachungen. Einzig Anfufe aus dem oder in das öffentliche Telefonnetz wurden wohl ständig akribisch mitgeschnitten und ausgewertet. Mein Regimentskommandeur war zumindest eines Tages erstaunlich gut über eines meiner Telefonate informiert. Für mich zählte das damals unter militärische Abwehr und wurde nicht kritisch hinterfragt.

Also: Technisch nichts beobachtet, in Aufwand und Nutzen kaum zu rechtfertigen - mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kann diese Form der Überwachung in der Fläche ausgeschlossen werden. Punktuell war vielleicht einiges möglich - aber es gab auch da effizientere Methoden, denke ich.

Zitat von TOMMI
Es war unser neuer Polit, der sprach mit seinen Amtsvorgänger, der von ihm abgelöst wurde. Er beschwerte sich über den "Saustall", den dieser ihm überlassen hätte und "seinetwegen" hätte er bei einer kontrolle eins aufs Dach bekommen....


Das finde ich nicht nett, dass Du das Telefonat meines Nachfolgers mit mir abgehört hast. Oder warst Du garnicht in Stedtlingen?


ciao Rainman

PS: Anbei noch ein Relikt aus der GK Stedtlingen zur ELA-K ...

Angefügte Bilder:
Treffen_Stedtlingen_Tag_1_009.JPG

"Ein gutes Volk, mein Volk. Nur die Leute sind schlecht bis ins Mark."
(aus: "Wer reißt denn gleich vor'm Teufel aus", DEFA 1977)


nach oben springen

#39

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.10.2009 00:18
von 254Spielregel | 339 Beiträge

Die ELA-K im "Grenzhus" in Schlagsdorf (http://www.grenzhus.de/grenzhus.html).

Gruß,254

Angefügte Bilder:
ELA-K.JPG

nach oben springen

#40

RE: Abhörmethoden in den Kompaniegebäuden

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 02.10.2009 06:59
von Tine (gelöscht)
avatar

Danke EK40 und Gruß zurück!


nach oben springen


Besucher
27 Mitglieder und 66 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: TalSiar
Besucherzähler
Heute waren 1669 Gäste und 119 Mitglieder, gestern 3638 Gäste und 176 Mitglieder online.

Forum Statistiken
Das Forum hat 14374 Themen und 558629 Beiträge.

Heute waren 119 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 589 Benutzer (24.10.2016 20:54).

Xobor Ein eigenes Forum erstellen