#21

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.06.2010 13:03
von 94 | 10.792 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
wieso sollte ich einen spendieren müssen ? die frage war doch an @bitti gerichtet, ob er teilt, da er doch @feliks erwischt hat



Na das weiß ich doch nicht. Deswegen frag ich ja. Aber es wird schon ein Grund haben, wieso Du das Schleimy namen 'ich auch' benutzt hast, oder?


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#22

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.06.2010 13:32
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

Zitat von 94


Na das weiß ich doch nicht. Deswegen frag ich ja. Aber es wird schon ein Grund haben, wieso Du das Schleimy namen 'ich auch' benutzt hast, oder?


naja, manchmal muss man die älteren herren nochmal dezent mit "ich auch" darauf hinweisen.... sie vergessen doch immer soooo viel
ausserdem kenne ich @bitti auch als sehr grosszügigen menschen. meine tochter hat in jüterbog 2009 von seiner frau bald ein ganzen kuchenblech mit liebevoll gebackenen kuchen alleine aufgegessen und er war nie nachtragend....


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#23

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.08.2010 18:14
von whiteshark70 | 3 Beiträge

Hallo , hier noch ne Ergänzung zu AHRENSHOOP -GS 415; 08.08.1970 - ??; ... ich bin selbst bis März 1991 auf dem Blech mitgefahren.... aus der G 415 wurde im glaub ich im Frühjahr 1990 zunächst die GS 08, zudem durfte sieund auch die übrigen dann auch wieder offiziell den Namen Ahrenhoop bzw. den der anderen Orte tragen, der ja bis dahin eigentlich nur intern gehandelt wurde... Außerdem erhielten dann die Aufbauten statt des allgemein üblichen Marine grau einen weißen Anstrich.... im Herbst 1990 wurde dann der Rumpf blau gestrichen und somit dem äußeren Aussehen der BGS Boote angepasst.
Also wie gesagt meine letzte Fahrt war irgendwann Ende Februar, wann sie dann außer Dienst gestellt wurde weiß ich nicht, hab allerdings auch gehört das sie nach Tunesien verscherbelt wurde.

Weiß jemand was aus der Ostseeland- der Honi-Yacht wurde? Ich hab Sie 90 oder 91 noch mal gesehen, mit Heimathafen La Valetta/Malta, dass muss wohl kurz vor der Überführung gewesen sein...


zuletzt bearbeitet 05.08.2010 17:04 | nach oben springen

#24

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.08.2010 18:41
von Mike59 | 7.977 Beiträge

eventuell hilf ja diese Seite

http://navyworld.narod.ru/KustenwachenBRD2.htm

ist allerdings in russisch - somit nicht jedermanns Sache :-D

Mike59


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#25

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.08.2010 19:19
von 94 | 10.792 Beiträge

habs mal durch translate.google.de gepipt, bevor ein Admin, der Liebe gleich wieder fragt 'Gibts das auch auf deutsch?'
http://translate.google.de/translate?js=...htm&sl=ru&tl=de


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#26

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.08.2010 20:32
von seaman | 3.487 Beiträge

Vielleicht kann man gemeinsam die Ein-und Ausreisemodalitäten(Abfertigung) von Schiffen zum Überschreiten der Seegrenze DDR allgemein hier erarbeiten.Wer hat dazu Unterlagen?

seaman


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#27

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.08.2010 20:42
von wosch (gelöscht)
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Zitat von seaman
Vielleicht kann man gemeinsam die Ein-und Ausreisemodalitäten(Abfertigung) von Schiffen zum Überschreiten der Seegrenze DDR allgemein hier erarbeiten.Wer hat dazu Unterlagen?

seaman



Würde mich auch sehr interessieren, mein Cousin müßte das wissen, aber er redet leider nicht mit mir!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#28

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 04.08.2010 23:11
von Rotten (gelöscht)
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Hallo @Whiteshark70, ca. anno 2004 lag die ex 'Ostseeland' in Istanbul.
Foto & ein bisschen Text aus 2007/08 (Piräus) mit Schiffsname 'Falcon' (ex Ostseeland) :
http://www.shipspotting.com/modules/myal....php?lid=516770
Rotten


zuletzt bearbeitet 04.08.2010 23:17 | nach oben springen

#29

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.08.2010 15:04
von Rotten (gelöscht)
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Hallo @seaman , @wosch , mit Unterlagen der Ein-/Ausreise von DDR-Schiffen (Abfertigung) kann ich leider nicht dienen.
Habe allerdings noch meine persönlichen Unterlagen als Fahrgast & DDR-Bürger (Bestätigung FDGB , Landgangskarten etc.) auf
MS Arkona , Reise nach Portugal/Spanien/Jugoslawien/Zypern anno 1989. Ein DDR-Reisepass war bspw. nicht erforderlich.
Auch bei den Landgängen verblieb der Personalausweis an Bord (Purser).
Rückflug übrigens am 10.11.1989 , am 09.11.1989 Besuch des DDR-Botschafters auf Zypern & Meeting an Bord mit Fahrgästen + Crew.
Rotten


zuletzt bearbeitet 05.08.2010 15:05 | nach oben springen

#30

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.08.2010 15:25
von wosch (gelöscht)
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Zitat von Rotten
Hallo @seaman , @wosch , mit Unterlagen der Ein-/Ausreise von DDR-Schiffen (Abfertigung) kann ich leider nicht dienen.
Habe allerdings noch meine persönlichen Unterlagen als Fahrgast & DDR-Bürger (Bestätigung FDGB , Landgangskarten etc.) auf
MS Arkona , Reise nach Portugal/Spanien/Jugoslawien/Zypern anno 1989. Ein DDR-Reisepass war bspw. nicht erforderlich.
Auch bei den Landgängen verblieb der Personalausweis an Bord (Purser).
Rückflug übrigens am 10.11.1989 , am 09.11.1989 Besuch des DDR-Botschafters auf Zypern & Meeting an Bord mit Fahrgästen + Crew.
Rotten



Danke Rotten für Deine Bemühung. Ein Bekannter von mir ist 1965 in einem norwegischem Fjord von der "Fritz Heckert" gesprungen, seinen Personalausweis konnte er leider auch nicht mitnehmen!! Er bekam etwas später dann einen "Richtigen".
Schönen Gruß aus Kassel.


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#31

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.08.2010 16:19
von seaman | 3.487 Beiträge

Na ja,
dann pflegt mal weiter zum Thema die Familienstorys von Cousins und anderen Badegästen......
Schade,hier war mehr Erkenntnisgewinn möglich.

ciao seaman


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#32

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.08.2010 16:28
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von seaman
Na ja,
dann pflegt mal weiter zum Thema die Familienstorys von Cousins und anderen Badegästen......
Schade,hier war mehr Erkenntnisgewinn möglich.

ciao seaman



Nur nicht ungeduldig werden Seaman, vielleicht kommt ja noch was. Bis bald im Grenzradio, wir sehen uns!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#33

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.08.2010 17:56
von Zaunkönig | 624 Beiträge

@whiteshark70,
für die OSTSEELAND klicke mal hier: http://www.ddr-binnenschifffahrt.de/index.htm
Im Fenster dann links auf Schiffssuche klicken, den Namen eingeben und suchen lassen. in der Datenbank der Seite sind auch die Schiffsdaten und der Verbleib
oder Foto hier: http://www.ddr-binnenschifffahrt.de/foto...-falcon-001.JPG
Zaunkönig


März 1959 bis Mai 1962 an der Grenze in Berlin vom Norden bis an die Stresemannstraße
zuletzt bearbeitet 05.08.2010 18:02 | nach oben springen

#34

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.08.2010 18:30
von whiteshark70 | 3 Beiträge

an alle mal vielen Dank für die Infos zur Ostseeland.... - hat ja ein mehr oder weniger trauriges Ende genommen, wenn man die Bilder so sieht... wenn ich noch dran denke wie die '89 noch ausgesehen hat.... immer topgepflegt....

aber ich bin ja nicht nur hier um blöde Fragen zu stellen.... also wenn jemand was wissen will wie's bis 91 so war - stehe mit Infos gerne zur Verfügung... vielleicht schaff ich' s ja auch noch mal ein paar Bilder zur Verfügung zu stellen....


zuletzt bearbeitet 05.08.2010 18:30 | nach oben springen

#35

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 05.08.2010 20:28
von SCORN (gelöscht)
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infos zur ostseeland und ostseeland II hier: http://www.nva-forum.de/nva-board/index.php?showtopic=2575


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#36

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 10.11.2010 23:55
von Projekt89.1 (gelöscht)
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Zitat von SCORN
das thema lautet "sicherung auf hoher see". das ist etwas irreführend da die Grenzschiffsabteilungen und Bootsgruppen der 6.GBK meist innerhalb oder höchstens auf der grenze der hoheitsgewässer handelten. gewöhnlich in der zone von 3-5 sm von der küstenlinie. das ist aber keine "hohe see". auf "hoher und ff. zeilen
SCORN



Was soll man dazu sagen: Die Grenzlinie bewegte sich zwischen 3 und 12 sm in nörlicher Richtung. Das bei den ständigen P-Fahrten die Territorialgewässer verlassen wurden war mehr als normal. Sicherlich eierten wir nicht nördlich von Fehmarn rum , da lag der VP72 der VM. Die dänische und schwedische und westdeutsche Küste in Reichweite war normal. Wenn man stundenlang an der Grenzlinie irgendwelche BM-Fahrzeuge begleiten mußte, die aus lauter langer Weile Kollisionskurs fuhren, das der Müll der Ostsee entsorgt wurde (halbe Gefrietruhen u.ä.) , das man Natoverbände sah und deren Wege aufzeichnete (machten die ebenso) das wir Grenzverletzungen von außen "bearbeiteten", das man von Aufklärungsschiffen der BM ständig beobachtet wurde, das der BGS an der Grenzlinie "rumtanzte" , das man die U-Boote der BM solange begleitete bis die U-Jagd von der VM kam, das man vor Rügen lag und nicht wusste warum, weil eh nix passierte, sind alles so Erinnerungen was man durchaus auf hoher See erleben kann. Halt Hohe Ostsee. Die Fähren liefen ein - wir fuhren raus und sammelten unseren Fernseher vom Fußboden wieder auf, verloren Leinentrommeln und so mach anderer Kahn hatte entweder nen Riss in den Aufbauten oder eine Antenne für den Funk verloren. Man musste nicht auf den Atlantik um einen 50 m Rumpf gesamt im Wasser verschwinden zu sehen. wenn die Wellen vorne rauf und hinten runter liefen. Naja usw. sind halt nur noch Erinnerungen. Achja angeln waren wir auch , hatten ja nur ein paar Meter zum Wasser. Es gibt also immer zwei Seiten einer Medaille. Bloß das in der Regel eine Seite der Medaille ständig aufpoliert und die andere am besten ausradiert wird. Die polierte Seite kennt jeder aus den Medien...


zuletzt bearbeitet 10.11.2010 23:59 | nach oben springen

#37

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 22:01
von Projekt89.1 (gelöscht)
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Zitat von Feliks D.
Wäre mal ein Ding wenn sich jemand von der GBK hierher verirren würde und aus seinem Dienstalltag berichten könnte.



Hallo ,

man musste unterscheiden in Seetage und Hafenliegetage. Der langweiligere Part war der im Hafen. Im Gegensatz zur VM waren in der Regel 4- 5 Schiffe aus den Abteilungen regelmäßig auf See unterwegs. Die Abteilungen wechselten sich in Reihenfolge ab. Dabei lagen die Schiffe an der Küste verteilt innerhalb der Territorialgewässer. Neben allgemeinen Beobachtungaufgaben in beide Richtungen gab es auch regelmäßige Patroullienfahrten die weit über die Grenzlinie hinaus gingen. Wurde in der Lübecker Bucht (Grenztonne West) immer zur...heute würde man sagen Herausforderung... weil Gesetz war die Grenzlinie zur damaligen BRD nicht im entferntesten nur zu berühren. Der Wachwechsel war Wochenweise bei den Schiffen und taglich an Bord in 4 Stundentakt. 4 Stunden Wache - 1/2 Stunden Essen und Reinschiff - 3 Stunden schlafen - 1/2 Eseen und Vorbereitung - 4 Stunden Wache usw. Bei tageslicht wurde auch mal nichts aus 3 Stunden Schlaf weil die üblichen Übungen Leckbekämpfung, Feuer im Schiff u.a. auf dem Plan standen. Die Wache wurden in diesen Zeiten nur in Minimalbesetzung gefahren. Der Rest "turnte" auf 50m Länge und 7 m breite mit BLeckwehrmaterialien , wie Balken und Brettern und und Feuerlöschern umher. Die ganze Wartung der Technik und die Laufbahnspezifische Aus- und Weiterbildung wurde in den zwei Wochen HAfenliegezeit gemacht. Bis es dann wieder für ne Woche rausging. Selbst Minenräumung wurde trainiert. Das ganze Zeug achtern ausbringen und die Östsee von Restminen befreien. Gefunden haben wir keine mehr. War ein Knochenjob mit dem gazen Krempel. Kreuzende Schiffe wurden auch zum Risiko wenn die in die Nähe der Leinen kamen. Laut veröffentlicheten Publikationen sollen wir die schlechstesten dabei gewesen sein bei der Normerfüllung. Na und ...jeder war froh wenn das vorbei war. Denn die meisten von uns hatten daraus keinen Bock. Der Koch, der 2.Funker, der 2.Signalgast der Schießer, der .... also alles Leute die den Sperrgasten und den Bootsmann dabei unterstützen mußten lt. Rollenbuch (Beschreibung der Bordfunktion) haben lieber ihren eigentlichen Job gemacht als mit Stahlseilen, Sprenggreifern und Scherdrachen zu hantieren. Die Borssturmbahn diente der körperlichen ertüchtigung. Die Bahn an Land hat man nur an der Flottenschule "besucht". Bordsturmbahn hieß von Achtern quer durchs Schiff durch möglichts viele Abteilungen bis hoch zur Brücke und wieder zurück . 200m waren dabei Satz wenn man jeden Meter mitzählt. Mit einiger Übung schaffte man es im freien Fall von einem Deck zu anderen (nur die Hände an der Leiter) . Der normale tägliche Betrieb im Hafen bestand aus Wartung der Anlagen. Alles zwischen 06:00 Wecken - 22:00 Ruhe im Schiff.


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#38

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 18.11.2010 22:48
von eisenringtheo | 9.179 Beiträge

Wenn man bei der Ausreise aus der DDR am Bahnhof Friedrichstrasse zum Zoll kam und noch DDR Mark bei sich hatte, musste man zurück zur Staatsbank, um das Geld zu hinterlegen, oder man konnte es in eine schiffsförmige Urne des Seenotrettungsdienstes der DDR "zur Rettung Schiffbrüchiger in Seenot" einwerfen. Spenden - ein gutes Gefühl. Oder doch nicht? Möglicherweise waren die Retter die gleichen, die die See überwachten und retteten auch Nichtschiffbrüchige ausserhalb der Dreimeilenzone und damit ausserhalb des DDR Gebietes.(?). um sie dann zuzuführen..
Theo


zuletzt bearbeitet 18.11.2010 22:49 | nach oben springen

#39

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.11.2010 08:15
von Holtenauer | 1.158 Beiträge

Zitat von Projekt89.1

Zitat von SCORN
das thema lautet "sicherung auf hoher see". das ist etwas irreführend da die Grenzschiffsabteilungen und Bootsgruppen der 6.GBK meist innerhalb oder höchstens auf der grenze der hoheitsgewässer handelten. gewöhnlich in der zone von 3-5 sm von der küstenlinie. das ist aber keine "hohe see". auf "hoher und ff. zeilen
SCORN



Was soll man dazu sagen: Die Grenzlinie bewegte sich zwischen 3 und 12 sm in nörlicher Richtung. Das bei den ständigen P-Fahrten die Territorialgewässer verlassen wurden war mehr als normal. Sicherlich eierten wir nicht nördlich von Fehmarn rum , da lag der VP72 der VM. Die dänische und schwedische und westdeutsche Küste in Reichweite war normal. Wenn man stundenlang an der Grenzlinie irgendwelche BM-Fahrzeuge begleiten mußte, die aus lauter langer Weile Kollisionskurs fuhren, das der Müll der Ostsee entsorgt wurde (halbe Gefrietruhen u.ä.) , das man Natoverbände sah und deren Wege aufzeichnete (machten die ebenso) das wir Grenzverletzungen von außen "bearbeiteten", das man von Aufklärungsschiffen der BM ständig beobachtet wurde, das der BGS an der Grenzlinie "rumtanzte" , das man die U-Boote der BM solange begleitete bis die U-Jagd von der VM kam, das man vor Rügen lag und nicht wusste warum, weil eh nix passierte, sind alles so Erinnerungen was man durchaus auf hoher See erleben kann. Halt Hohe Ostsee. Die Fähren liefen ein - wir fuhren raus und sammelten unseren Fernseher vom Fußboden wieder auf, verloren Leinentrommeln und so mach anderer Kahn hatte entweder nen Riss in den Aufbauten oder eine Antenne für den Funk verloren. Man musste nicht auf den Atlantik um einen 50 m Rumpf gesamt im Wasser verschwinden zu sehen. wenn die Wellen vorne rauf und hinten runter liefen. Naja usw. sind halt nur noch Erinnerungen. Achja angeln waren wir auch , hatten ja nur ein paar Meter zum Wasser. Es gibt also immer zwei Seiten einer Medaille. Bloß das in der Regel eine Seite der Medaille ständig aufpoliert und die andere am besten ausradiert wird. Die polierte Seite kennt jeder aus den Medien...





Hi Projekt 89.1

ihr mußtet uns ja nicht begleiten und wer hier auf Kollsionskurs fuhr, wollen wir lieber auch nicht genauer erörtern (war Radargast).
Achso, das mit dem Speermüll entsorgen ist für mich auch neu. Glaub ich so auch nicht.

Ich weiß nur, das wir sehr darauf geachtet haben, die Staatsgrenze nicht zu verletzen


Gruß
Thomas
Zerstörer Lütjens - D185

Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erweisen sich viele von ihnen als falsch

Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast


zuletzt bearbeitet 19.11.2010 08:17 | nach oben springen

#40

RE: Sicherung der Staatsgrenze DDR auf hoher See

in Fragen und Antworten zur innerdeutschen Grenze 19.11.2010 20:24
von whiteshark70 | 3 Beiträge

Wäre mal ein Ding wenn sich jemand von der GBK hierher verirren würde und aus seinem Dienstalltag berichten könnte.....

...bin auch mal wieder da und hab die letzten Beiträge gelesen und nun setz ich mich doch mal hin und geb mal ein bisschen was zum besten... also wie bereits geschrieben, war ich nach der Grundausbildung und einer 4 wöchigen sogenannten "Spezialausbildung"
(was daran spezial war, weiß ich bis heute nicht, denn ausser einer 3 tägigen Ausbildung an einer Feldküche hab ich dann auf den Dänholm nur den Rest der Zeit als "billige" Arbeitskraft in der Küche buckeln müssen und bissl Wache schieben nebenbei....) ab ca. Sommer als Smut auf der G 415 "Ahrenshoop" Als ich da hinversetzt wurde lag die gerade in der damaligen Neptunwerft in Rostock Gehlsdorf auf Slip- also zunächst Einzug auf dem Wohnschiff.....
Ende des Sommers gabs dann erst die Probefahrt- also dann auch meine erste Fahrt. Die einzig wirklich richtige Schei....tour an die ich mich erinnere war nach der Werft die sogenannte Wiedereingliederung in den täglichen Dienst in der GSA...da waren wir 3 Tage draussen und da wurde die 3 Tage lang auch mal "Krieg gespielt".... also so mit Atomalarm ( im roten Anzug mit irgendwelchen weißem Pulver das ganze Schiff abschrubben), mit Mienenübung und Seenotrettung bzw. abschleppen usw. Das war eigentlich so das einzigste und heftigste....ansonsten muss ich sagen hab ich da meinen Job gemacht- gekocht hab ich anscheinend recht ordentlich, denn die waren immer heilfroh wenn ich ausm Urlaub zurück war und der Arigast als mein Vertreter wieder die Schmiede verlassen hat.....
Vom heißen Herbst 89 der sich im Rest des Landes abgespielt hat, haben wir ausser des üblichen Bla Bla Bla (erhöhte Wachsamkeit usw.)bei der Vergatterung kurz vorm Auslaufen zum Grenzdienst auch nicht viel mitbekommen. Das war wie bereits beschrieben wurde immer so das sich die einzelnen Grenzschiffabteilungen immer im wöchentlichen Rhytmus abgewechselt haben. Donnerstag abend gings immer raus und sofern das Wetter mitgespielt blieb man dann bis Donnerstag abend....(hoffe das die Tage so stimmen...) Wo's dann genau hinging- also ob nach Westen oder nach Osten erfuhren wir immer erst unmittelbar vorm auslaufen. Ob da ein System dahinter war -wer wann wohin beordert wurde-kann ich also nicht sagen. Waren also mal vor Boltenhagen, Wismar oder Kühlungsborn, ansonsten vor Darsser Ort oder wenns mal weiter ging hinter Kap Arkona. Richtung Osten waren nach meiner Erinnerung auch immer die schlimmeren Toruen,(wettermäßig) erstens wars weiter und zweitens war da auch öfters das Wetter beschissen... da haben wir so manche Nacht in der Tromper Wiek verbracht um wenigstens einigermassen Ruhe zu haben oder auch des öfteren in Sassnitz. Es wurde ja dann immer im Einzelfall entschieden ob es frühmorgens überhaupt eine Patroullienfahrt gab. Eine Überfahrt hat's mal von Rügen zurück nach Warnemünde gegeben, da hab ich gedacht die überleben wir nicht, aber die 89.1 waren doch recht stabil.... gut zugegeben so das eine oder andere Teil hat dann hinterher schon gefehlt....; -)
Wenns in Richtung Westen auf VP ging kann ich nicht wirklich was negatives sagen. Der BGS war auch mehr oder weniger ständig präsent, aber die haben sich auch ganz normal verhalten, jedenfalls was ich so mitbekommen hab.Sicher gabs auch mal den einen oder anderen Überflug von nem NATO-Flieger, aber ausser das dann versucht wurde Fotos zu machen, für was auch immer, denn ich denke die sind in der Regel eh nie was geworden, war das auch net so aufregend. Weiß nur das ich nachts, wenn ich dann den Mittelwächter vorbereitet hab oder auch in der Früh wenns ans Brötchen backen ging und im Rest des Schiffes ja Ruhe herrschte ich unsern Bootsmann auch schon mal beim RTL schauen erwischt hab....

Ansonsten muss ich sagen, hab ich in meiner Position relativ Ruhe gehabt, vom Wachdienst sowohl auf See als auch im Hafen war ich ja eh ausgenommen, aber auch sonst wars den meisten wohl lieber, wenn ich mich um meine Küche gekümmert hab.... ausser wenns ums pönen ging, da hab ich mich dann meist auch freiwillig gemeldet.
Also was den normalen Wachdienst und Bordalltag angeht, hat man zwar alles mitbekommen, war aber dennoch immer ein wenig in einer Sonderrolle.

Na und ab November 89 war dann eh alles ein einziges Chaos, aber irgendwie war das bis zum 3.10. 1990 eigentlich die schönste Zeit..... da gabs dann im Sommer mal so Aktionen wie Kinderfest auf dem Schiff vor Ahrenshoop, für die Kids vom Kinderheim in Ahrenshoop.... das war schon alles recht cool... da wurde dann plötzlich der HBS umgebaut bzw. Platz geschafft, damit man im Sommer abends draussen vor Anker da Karten spielen konnte.... das Mienenräumgeschirr verschwand vom Achterdeck und baden gehen war dann kein Problem mehr...(wobei das wohl auch früher immer schon teilweise ging.... je nach dem wie der Kommandant das gehandhabt hat...)
Da gabs dann auch mal vor Anker die eine oder andere "Testfahrt" mit dem Schlauchboot, die aber selten lange ging, mit dem Forelle-Aussenborder....
Ich hab dann,wenn ich Freizeit hatte gerne auch die "Patrouillienfahrten" mit nem Kaffee auf dem HBS mitgemacht im Sommer einfach ein Traum....
Das krasseste war allerdings, das wir in der Woche wo der 9. November war und die Grenze aufging auf See waren und von der ganzen Action im Land eigentlich sehr wenig bis gar nichts mitbekommen haben. Für Fernsehempfang waren wir wohl irgendwie zu weit draussen und aus Warnemünde kamen offensichtlich sehr wenig bis gar keine Infos. Ich weiß nur noch, dass wir wohl am 8. oder 9. 11. noch ne westdeutsche Segeljacht kontrollierten und die eh schon so komisch geguckt haben, sich wohl aber doch nicht trauten was zu sagen. Als wir dann wenige Stunden später wieder in Warnemünde einliefen und bei der Schlussbesprechung oder wie auch immer das genannt wurde auf dem Achterdeck erfahren haben, das die Grenzen offen sind haben sich alle nur ganz ungläubig angekuckt und keiner wusste so recht was er jetzt davon halten oder glauben soll.

Was mir bei den Liegezeiten im Hafen immer noch in Erinnerung geblieben ist, das war dann der Donnerstag bzw. Freitag, da war immer Ausrüsten angesagt, also mit 2-3 Holzkisten und ein Seesäcken auf nem LKW mit den anderen Smuts ins Verpflegungslager der Flottille gefahren und dann jede Woche immer wieder die Frage- was bekomm ich von dem was ich bestellt hab tatsächlich... aber das war eben wie im Rest des Landes auch, verhungert ist keiner, man musste aber damit leben, dass man zwar auf einem weiß nicht wieviele Seiten langen Formular zwar fast alles ankreuzen bzw. bestellen konnte.
Nur was dann tatsächlich im Verpflegungslager ausgeliefert wurde, war halt immer ne ganz andere Sache.... das einzige was immer enorm auffällig war, da gleichzeitig meistens die Köche von den KSS mit dabei waren... das die immer irgendwas bekommen haben was dann bei uns entweder gestrichen war oder es hieß- das war eine Sonderration für Auslandseinsatz, wenn die wieder mal zu den Russen zum Raketenschießen gefahren sind.... wenns denn wirklich so war, waren die aber verdächtig oft dort....

Aber so insgesamt war und bleibt mein Eindruck - es war ne spannende Zeit, an die ich gerne zurück denke.Aber das ist wohl meine ganz persönliche Einschätzung.... lag denk ich auch daran das ich auf der G 415 ein Stück weit Narrenfreiheit gehabt habe...denn ich hatte von anderen gehört denen gings nicht ganz so gut... die mussten im täglichen Bordalltag wohl deutlich öfters bei anderen Sachen mit ran-wobei ich hoffe, dass das nicht heißt, das ich für was anderes zu blöd war....?
Aber unser Kommandant war damals auch noch recht jung - Er und der I WO haben das denk ich alles recht pragmatisch gesehn- denen wars lieber und wichtig wenn zur rechten Zeit immer was ordentliches zu essen da war - was wiederum beweist, dass die Stimmung eben doch in der Kombüse gemacht wird.....;-)


Harzwanderer hat sich für diesen Beitrag bedankt
zuletzt bearbeitet 20.11.2010 18:44 | nach oben springen



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