#61

RE: Frauen in der DDR Gleichberechtigt oder?

in Leben in der DDR 05.10.2009 17:06
von Augenzeuge (gelöscht)
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Zitat von josy95

........Das ist keine Verherrlichung des System`s DDR, so wie einige das hier sehen, das ist eine reale Bestandsaufnahme des wiedervereinten Deutschlands Anno 2009.
Darum: Von der sozialen Marktwirtschaft entfernen wir uns in Deutschland im Moment noch immer mit riesen Schritten...
josy95




Guter Beitrag, josy


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#62

RE: Frauen in der DDR Gleichberechtigt oder?

in Leben in der DDR 05.10.2009 17:45
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Mal kurz zwischendurch.

Uff,was lese ich da,Lebensqualität von Ländern-die Tabelle sagt:Deutschland nur auf
Platz 22. Norwegen ist auf Platz 1



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#63

RE: Frauen in der DDR Gleichberechtigt oder?

in Leben in der DDR 05.10.2009 19:55
von manudave (gelöscht)
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Meine Mum hatte nach unserer Flucht ein Problem:

Hier gab es keine Arbeit für Sie. Es war Ender der 80er einfach nicht üblich, dass auch die Frauen im Westen Vollzeit arbeiteten.
Es hat wirklich lang gedauert, bis sie wieder einen Job hatte - es waren vorher die langweiligsten Monate ihres Lebens.


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#64

RE: Frauen in der DDR Gleichberechtigt oder?

in Leben in der DDR 05.10.2009 21:01
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Zur Gleichberechtigung der Frau in der DDR sage ich nur,
das Urwald BGB wurde teilweise abgeschaft oder geändert.zB.durfte die Frau bis Anfang der 60er Jahre in der BRD kein eigenes Konto eröffnen ohne die Zustimmung des Ehemann.Oder den Streit um § 218,der war in der DDR lange durch.Das Trennungsjahr im Scheidungsfall gab es Jahrzenhte nicht mehr in der DDR usw.
Das BGB an dem sich heute viele Altpolitiker klammern mit seinen Tausenden Grundsatzurteilen macht es kaum möglich totale Gleichberechtigung aller herbei zu führen solange Hausfriedensbruch noch mehr bestraft wird als Körperverletzung.
Soviel zum Thema warum Gleichberechtigung der Frau in der BRD noch Jahrzehnte dauert.

MfG,EK82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#65

RE: Frauen in der DDR Gleichberechtigt oder?

in Leben in der DDR 05.10.2009 21:03
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

Zitat von EK 82/2
Zur Gleichberechtigung der Frau in der DDR sage ich nur,
das Urwald BGB wurde teilweise abgeschaft oder geändert.zB.durfte die Frau bis Anfang der 60er Jahre in der BRD kein eigenes Konto eröffnen ohne die Zustimmung des Ehemann.Oder den Streit um § 218,der war in der DDR lange durch.Das Trennungsjahr im Scheidungsfall gab es Jahrzenhte nicht mehr in der DDR usw.
Das BGB an dem sich heute viele Altpolitiker klammern mit seinen Tausenden Grundsatzurteilen macht es kaum möglich totale Gleichberechtigung aller herbei zu führen solange Hausfriedensbruch noch mehr bestraft wird als Körperverletzung.
Soviel zum Thema warum Gleichberechtigung der Frau in der BRD noch Jahrzehnte dauert.

MfG,EK82/2



öööhm.wir sprachen von der ddr


zuletzt bearbeitet 05.10.2009 21:03 | nach oben springen

#66

RE: Frauen in der DDR Gleichberechtigt oder?

in Leben in der DDR 05.10.2009 21:04
von manudave (gelöscht)
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Warum sollte man die Frauen in der DDR auch benachteiligen? Sie sollten ja auch mit anpacken und den Fortschritt sichern.


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#67

RE: Frauen in der DDR Gleichberechtigt oder?

in Leben in der DDR 05.10.2009 21:04
von Pitti53 | 8.787 Beiträge

aber recht hast du trotzdem


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#68

RE: Frauen in der DDR Gleichberechtigt oder?

in Leben in der DDR 05.10.2009 21:11
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

Pitti ich wollte damit nur sagen das die DDR zwar ein Unrechtstaat im Sinne der Willkür der Machtorgane war,aber Gesetzmäßig vereinfacht,sowie der Gleichberechtigung der Frau näher kam als die BRD weil hier durch BGB alles kompliziert ist.Zu jedem Gesetz gibt es ein Gegengesetz.Man sollte auch Gründe nennen.
Nicht meher und nicht weniger.

EK 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
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#69

RE: Frauen in der DDR Gleichberechtigt oder?

in Leben in der DDR 08.10.2009 15:27
von josy95 | 4.915 Beiträge

Will mal hier eine kleine Episode, ein deutsches Familien- und Kinderschicksal beschreiben, erzählen, was einmal in der DDR begann. Und was anderorts in Deutschland in abertausend Fällen ähnlich verlaufen ist...!

(Einzelheiten, Details ect. kenne ich sehr gut, weil es aus meinem engsten Freundeskreis stammt. Hätte auch sehr gut als Beitrag in das Thema "Kind sein in der DDR, wie war das?" gepaßt)

Könnte jetzt beginnen mit: Es war einmal...

Ja es war einmal, zwei junge Menschen, Weiblein und Männlein trafen sich mitten in der damaligen DDR und verliebten sich, so wie Millionen Weiblein`s und Männlein`s auf dem gesamten Globus auch. Man schrieb das Jahr Anno 1985, Weiblein 19 Lenze jung, Männlein 26 Lenze jung.
Männlein hatte einen gut bezahlten Job, war sparsam, wohnte noch bei Mami und Papi, war von Mami etwas verwöhnt, aber ein Organisationstalent mit goldenen Händchen, ein Hans Dampf in allen Gassen eben, gefällig, beliebt und mit den "guten Beziehungen", dem Vitamin "B" der DDR. Ihm ging es nicht nur finanziell relativ gut. Weiblein war ein hübsches Deern, wohnte 60 km vom Männlein weg auch noch bei Mami und Papi, hatte einen nicht so guten Job und auch der Lohn war nicht so pralle, auch Vater war schwer krank und das belastete das Familienleben.
Weiblein war manchmal etwas naiv, aber eine liebenswerte Naivität!

Im ersten Liebessommer reiste man zusamm an die Ostsee und verlobte sich, kam zurück und teilte die freudige Nachricht jedem mit. Wieder zu Hause, war da diese unbeschreibliche Sehnsucht und man war ja 60 km getrennt und ein Auto hatte man nicht. So stand der Entschluß bald fest, wir ziehen beim Männlein zusammen, Platz war bei Männleins Eltern da. Gesagt, getan. Papi vom Männlein hatte auch gute Beziehungen, und so hatte Weiblein auch gleich einen super neuen Job. Männlein hatte die "Kohle", und dem jungen Paar fehlte es bis auf ein Auto im großen und ganzen an nichts. Die Tage kamen und gingen, Männlein hatte seine große Freude, Weiblein zu verwöhnen und das eine oder andere schöne Geschenk zu machen, auch wenn es in der Mangelwirtschaft à la DDR oft nicht so einfach war. War dann doch die Freude doppelt so groß, wenn man das Stück der Begierde, des weiblichen Herzenzwunsches endlich erstanden hatte. Auch gab es den einen oder anderen Forumscheck, der so manche Intershoptür zu weiblich begehrten westlichen Konsumgütern öffnete.
Dann die freudige Nachricht: Weiblein ist (endlich) schwanger, es hatte da gesundheitliche Probleme gegeben, die Weiblein große Sorgen machten und den Kinderwunsch verzögerten, aber wie in allen guten Geschichten, das Happy End war da. Männlein liebte sein Weiblein über alles, und auch das half manchen Kummer gemeinsam zu besiegen. Schnell noch geheiratet, das Kindlein sollte ja auch in "anständigen" Verhälnissen geboren werden! Das Kindlein kam gesund und munter zur Welt, und es war ein Junge. Da war das Weiblein, das Männlein, Opas und Omas, Tanten und Onkel`s happy, das Männlein ein stolzer Gockel! Es dauerte nicht allzu lang, da kam der Klapperstorch schon wieder. Und wieder brachte er einen gesunden Bub! Das Glück war perfekt, die beiden Buben wohlbehütet vom Weiblein und vom Männlein, wohlbehütet bei Omas und Opas, wohlbehütet in Kindergarten und Kinderkrippe...!
Männlein mußte ein wenig die Zähne zeigen, denn die Wohnung bei Männleins Eltern war zu klein geworden. Auch das klappte. Und so vergingen wunderschöne Jahre, voller Glück und Zweisamkeit, voll Freude und Harmonie über den prächtig gedeihenden Nachwuchs. Klar gab es auch das eine oder andere Problem, aber auch immer Lösungen. Es kam die Wende, aber es blieb vieles ersteinmal beim alten, bis auf das niegelnagelneue Auto, der lang ersehnte Wunsch! Die Welt stand jetzt auch offen, und das Auto trug die kleine, noch glückliche Familie an so manches schöne Ziel. Es wurde aber auch viel von zu Haus aus unternommen, gewandert, die Natur erkundet. Weiblein und Männlein nutzten jede freie Minute, um diese wunderschöne Zeit mit ihren Kindlein zu verbringen. Aber jetzt waren auch Veränderungen spürbar, die Uhr tickte irgendwie schneller und anders, vieles war neu und ungewohnt. Hatte man sich dran gewöhnt, war es schon wieder neu, oft unverständlich, hart, manchmal schlecht nachvollziehbar, unbegreifbar. Aber auch die Verlockungen der neuen Freiheit waren da, die Buben wurden größer und auch so manches Problemchen. Weiblein und Männlein hatten auch viel mit sich selbst zu tun um im jetzt wiedervereinten Deutschland mithalten zu können. Gott sei Dank blieben sie von Jobverlust und Arbeitslosigkeit verschont. Aber auch auf Arbeit belasteten die Veränderungen, die um sich greifende Angst um den geliebten Job die beiden. Dann wurde das Männlein plötzlich krank, kein Arzt wußte so recht Rat und es begannen Spannungen zwischen Männlein und Weiblein. Weiblein wußte immer wieder ihren Charm, ihre äußere Ausstrahlung leider an der verkehrten Stelle einzusetzen, darüber war Männlein schwer enttäuscht und verbittert. Weiblein wurde die Fürsorge für die beiden Buben irgendwie zu viel, wenn Männlein auf Nachtschicht war, ließ sie die beiden Buben ganz allein, mit Freundinn weg zum Tanzen...!
Das blieb dem Männlein nicht verborgen und es gab den unausweichlichen Zoff. Bestimmten über Jahre Ehrlichkeit, Liebe, Vertrauen und gegenseitige Fürsorge das Leben der kleinen Familie, waren plötzlich Weibleins immer neue Lügen und Männleins Mißtrauen die schlechten Begleiter geworden. Auch waren da immer wieder Weibleins "gute" Berater und Beraterinnen, die über Männlein so manche Lügen zu verbreiteten wußten, über sein angeblich ausschweifendes Leben zu berichten wußten, wenn er mal später von Arbeit heimkam. Das blieb bei aller Rücksicht auch nicht den Buben verborgen. Beeinflußte, gesteuerte weibliche Eifersucht blieb auch nicht aus. Männleins gutmütige Seele ertrug das nicht auf Dauer, die geheimnissvolle Krankheit tat das übrige. Und so kam es, das Männlein Weiblein zur Rede stellte. Weiblein konfrontiert mit ihrem ausschweifenden Eskapaden fühlte sich wie immer falsch verstanden, das Lügengehäuse brach dann aber ganz schnell zusammen und da war das offene Fenster im 5. Stock, in dem das Weiblein miteinmal stand, da waren aber auch die beiden verzweifelten und entsetzt schreienden Buben und das verzweifelte Männlein, total geschockt und überfordert mit der Situation. Mit viel Überredungskunst, Zugeständnissen und aus späterer Sicht, falschen Kompromissen gelang es dem Männlein, das Weiblein von der Vollendung abzuhalten.
Der Schock saß tief, sehr, sehr tief. Den beiden Buben sah und merkte man es nicht gleich an, es war ein schleichender Prozeß, der seine Folgen erst viel, viel später an das Tageslicht beförden sollte.
Man raufte sich auch irgendwie wieder zusamm, es gab wohl doch mehr gemeinsames als trennendes, da waren ja auch die Buben, die in die Schule kamen. Da waren auch die Beispiele, aus Freundeskreis, aus Nachbarschaft, im Kollegenkreis, die die Härte einer Trennung besonders für die Kinder vor Augen führte, da siegte einfach die erwachsene Vernuft, die Pflicht für junges Leben, was man in die Welt gesetzt hatte.
Die Jahre vergingen, mit Freud und Leid, mit auf und ab. Die Buben wuchsen heran, die Probleme mehrten sich, besonders in der Schule. Der eine kam ganz gut voran, der andere strauchelte, hatte eben immer Pech, wo andere Glück und Erfolg hatten. Die Schule tat ihr übriges. Frustrierte, überforderte und demotivierte Lehrer, die mit der neuen Situation genau so wenig klar kamen, laufend neue Lehrpläne, laufend irgendwelche Experimente in denen der Schwächere unweigerlich durch die Maschen fallen mußte. Weiblein und Männlein waren auch durch die beruflich härter gewordenen Belastungen vielfach überfordert, es half auch nichts, sich irgendwo Rat und Hilfe einzuholen. Markige Sprüche, Schulterzucken, Vorwürfe aller Orten!
Das war für das Weiblein zu viel, da kamen die falschen Berater und Beraterinnen gerade wieder recht. Der Schuldige war schnell ausgemacht: Das Männlein! Arbeitet zu viel, kümmert sich um nichts, trinkt jeden Abend eine Flasche Bier - pfui, was für ein Alkoholiker! Gewalttätigkeit vorprogrammiert! Und wagt es doch gar, er denkt auch noch mal an sich! Passte ja auch hervorragend in die Zeit - einen Dummen, einen Schuldigen muß es ja in Deutschland immer geben und haut drauf, was das Zeug hält! Auch der gesellschaftliche Trend, aus Opfern Täter, aus Tätern Opfer machen, kam total gelegen. Versager, Egoist, Trottel! Schnelle Worte, tiefe Verletzungen. Ein neues Männlein muß her! Aber, da war ja noch, momente mal: Natürlich, das Geld, die finanzielle Sicherheit. Also, ersteinmal langsam mit den jungen Pferden, dafür heimlich aber unheimlich! Das Männlein war natürlich schon immer mit einigen Wässerchen gewaschen und ein (an-) gebranntes Kind, das den Braten roch! Und der dumme Zufall wollte es, das Männlein und leider den einen Bub im Gefolge einen Zufallstreffer im Städtchen "Flagranti" landete.

Nun aber schnell in das Frauenhaus, es muß ja alles echt mit der männlich angeborenen Gewalttätigkeit aussehen! Da ist auch kein Weihnachtsfest heilig, da findet sich ein pfiffiger Anwalt, der Geld verdienen will. Egal. Was sein muß, muß sein. Aber Männlein war leider nun mal wehrhaft und nicht auf den Kopf gefallen, nicht so ein gutmütiger Trottel, wie man glaubte und so kam es, das das Schnellverfahren ein paar Tage vor dem Heiligen Abend für Weiblein und das neue Pferdchen, den neuen Superhengst im kleinen Desaster endete.
Das konnte nicht sein, sollte doch das abgenutzte Männlein schnell und mit allen Tricks aus dem vertrauten Heim befördert werden, damit das neue Männlein, schon auf gepackten Koffern sitzend, einziehen konnte...!
Jetzt kamen die selbst ehelich gescheiterten Berater und Beraterinnen wieder zum Zug und eine Schlammschlacht trotz gefrorenen Erdbodens wurde entfesselt. Die beiden Buben? Auch egal! Weiblein wußte den beiden pubertierenden Teenagern genau zu berichten, das sie jahrelang genug Verzicht geübt habe und sich jetzt ein eigenes, neues und viel schöners Leben aufbauen wollte, die beiden seien ja schließlich alt genug und passten nicht so recht in dieses neue Lebensschema, sollten anfangen, langsam mal für sich selbst zu sorgen...
Und da ist ja auch noch das Männlein, hat sich ja noch nie um was gekümmert...!

Fortsetzung folgt!


josy95


Sternbild Krebs, eine seiner herausragenden Eigenschaften: Krebse kommen immer an ihr Ziel..., und wenn sie zei Schritt vorgehen und einen zurück...

Zu verstehen als Abmahnung an EINEN Admin... bitte lächeln!
zuletzt bearbeitet 08.10.2009 15:43 | nach oben springen

#70

RE: Frauen in der DDR Gleichberechtigt oder?

in Leben in der DDR 08.10.2009 18:11
von turtle | 6.961 Beiträge

Ja josy95,
Mitten aus dem Leben Deine Geschichte! Dabei kommt sie bestimmt vielen bekannt vor!
Das Leben ist nicht immer gerecht. Stiefkinder vom Glück nenne ich Sie ,und kenne eine Menge davon! Gruß Peter(turtle)


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#71

RE: Frauen in der DDR Gleichberechtigt oder?

in Leben in der DDR 17.10.2009 15:28
von Sonny (gelöscht)
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Ich war ja bekanntlich einige Zeit abwesend, deswegen erst jetzt eine Antwort von mir. Ich war zwar von der Aufregung und der Löschung des besagten Satzes (der zugegebenermaßen in dieser Form nicht sehr glücklich war) etwas überrascht --- doch nachdem ich mir meinen Beitrag noch einmal durchgelesen habe, muß ich sagen, daß er ohne die gelöschten Worte sogar noch klarer (und unmißverständlicher) rüberkommen sollte. Es bleibt also bei meiner Aussage:

Zitat von Sonny
Kinder als Armutsrisiko? Nicht wirklich. Wer materiell und sozial einigermaßen passabel dasteht, der wird sich (wenn er denn will) auch Kinder leisten können.



-----

Zitat von Rainman2
Kinder zu zeugen, Kinder zu kriegen ist ein grundlegendes Menschenrecht. Keine Gesellschaft und kein Mensch hat das Recht, anderen Menschen dieses Recht abzusprechen, aus welchen Umständen auch immer.



Genau so hatte ich das eben NICHT gemeint, und ich hätte nicht gedacht, daß meine Worte so aufgefaßt werden könnten.

Aber gut, ich nehme zur Kenntnis, daß ich mich da wohl unklar ausgedrückt habe --- und werde mir in Zukunft Mühe geben, so etwas zu vermeiden.

-----

Zitat von Angelo
Dürfen in dieser Gesellschaft also nur noch Reiche Kinder haben ? Wer kann sich heute noch Kinder leisten ????? Wer ??
Ich habe 6 Kinder und glaubt mir das leben ist schwer genug!!!!

@Sonny

Solche Aussagen enttäuschen mich wirklich da fehlen mir die Worte

Was sind denn in deinen Augen Randgruppen???

Ausländer ??? Hartz4 Empfänger oder was auch immer ???



Natürlich darf jeder Mensch Kinder haben. Aber wenn Menschen ihre Kinder nicht finanzieren können und auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, dann ist das für den Staat und die Gesellschaft ungünstig --- nichts weiter wollte ich damit sagen.

Statt "Randgruppen" hätte ich auch den Modebegriff "Unterschicht" verwenden können --- das wollte ich aber bewußt vermeiden.

-----

Zitat von josy95
Kinder ist das schönste und Beste was es gibt auf Erden!

Da brauch ich weder Angelo oder Rainman2, jedem anderen hier, der damit einer Meinung ist, kein Recht zu geben, das ist einfach so.

@sonny, hast Du schon einmal in starhlende, dankbare Kinderaugen geschaut???

Garantiert nicht. Sonst würdest Du hier nicht eine derartige Grütze verbreiten, um das nochmal Gelinde auszudrücken.

Warst Du niemals Kind???



Wenn du Kinder magst, dann will ich dir das nicht ausreden --- es ist aber nichts weiter als deine persönliche Vorliebe, die nicht jeder teilen muß.

Daß Kinder manchmal eine sehr erquickende Funktion erfüllen können, bestreite ich nicht --- umgekehrt können sie einem aber auch den letzten Nerv rauben.

Natürlich war ich selbst auch Kind --- und habe mir damals nichts sehnlicher gewünscht, als endlich erwachsen zu werden...

In Antwort auf:
Auch hat mich Deine Feststellung entsetzt, als Du von "liberaleren Abtreibungsregeln..." in der DDR sprachst. Wer hat das Recht, über ungeborenes Leben zu entscheiden. Ich brauch mich hier nicht als Abtreibungsgegner zu outen, ich hab da null Verständnis für. Es gibt genug sichere Verhütungsmittel, um derartiges zu vermeiden. Eine Abtreibung ist für mich nur dann legitim, wenn medizinisch angebracht, d. h. für Leib und Leben von Mutter oder (ungeborenen) Kind eine akute Gefahr besteht. Alles andere kommt fast einem Mord gleich...!

Das nächste ist die Aussetzung von (Kleinst-) Kindern, trotz Babyklappen und ausreichend anderer Möglichkeiten, das ist versuchter vorsätzlicher Mord durch Handlungen an hilflosen Personen, Menschen und gehört knallhart bestraft.
Nochwas: Das habe ich nicht in der DDR gelernt, das sagt mir mein gesunder Menschenverstand!
Es ist doch traurige Wahrheit, das in dieser Halli- Galli- Fun- und Spaß- Wegwerfgesellschaft selbst schon ein Saäugling als Wegwerfartikel betrachtet wird...



Bzgl. Abtreibung scheinst du mich nicht ganz richtig verstanden zu haben: Ich habe ja das liberale Abtreibungsrecht der DDR ebenfalls kritisiert.

Deinem zweiten Absatz stimme ich uneingeschränkt zu.

-----

@ Feliks

In der Tat hat es nach dem Zusammenbruch des Ostblocks die Tendenz gegeben, einen ungehemmten Kapitalismus zu propagieren („Neoliberalismus“), und möglicherweise spielte hierfür das nunmehr fehlende „Schreckgespenst“ des Kommunismus eine Rolle. In den letzten Jahren ist hier aber (zumindest in Deutschland) wieder eine gegenläufige Tendenz zu beobachten --- „sozial“ ist plötzlich wieder angesagt, die Agenda 2010 wird immer kritischer gesehen usw. usf.

Natürlich ist unser heutiges System nicht perfekt, aber es hat einen entscheidenden Vorteil: Es verharrt nicht, sondern entwickelt sich ständig weiter.


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