#41

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 27.09.2009 21:41
von glasi | 2.815 Beiträge

In Antwort auf:

Zitat von Merkur

Zitat von glasi
hallo merkur.. eigentlich wollte ich nicht mehr mit dir über das thema einmaschieren diskutieren. aber ich bin neugierig was du dazu für beispiele hast . lg glasi



Ich mache es mal ganz einfach und auch für Dich verständlich.
Der (Ein)-Marsch stellt die Hauptart der Verlegung bzw. Überführung von Truppen von einem Raum in einen anderen, abgestimmt nach Ziel, Zeit und Ort in festgelegter Marschordnung, auf befohlenen Marschrouten mit Rad- und Kettenfahrzeugen bzw. zu Fuß dar.
Der (Ein)-Marsch kann vor, während und nach Kampfhandlungen durchgeführt werden. Er beginnt aus einem Bereitstellungs-, Unterbringungs- oder Sammelraum, aus Objekten oder aus der Bewegung im Verlaufe der Kampfhandlungen und endet entweder mit dem Beziehen eines Bereitstellungs- oder Unterbringungsraumes bzw. dem Kampfbeginn.
Wenn ich die Handlungen der Bundeswehr im Bezug auf das Kosovo bewerte, stellt der Vorstoß in den Einsatzraum von Mazedonien aus bzw. über Albanien im Jahre 1999 für mich einen Einmarsch dar.



das ist alles richtig was du geschrieben hast merkur und denoch kann ich dir nicht zustimmen. du kannst doch nicht denn kosovo nicht mit dem überfall 1939 auf polen vergleichen. dann würdest du UNSERE bundeswehr mit der wehrmacht vergleichen.



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#42

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 27.09.2009 22:03
von Merkur | 1.026 Beiträge

Zitat von glasi

In Antwort auf:

Zitat von Merkur

Zitat von glasi
hallo merkur.. eigentlich wollte ich nicht mehr mit dir über das thema einmaschieren diskutieren. aber ich bin neugierig was du dazu für beispiele hast . lg glasi



Ich mache es mal ganz einfach und auch für Dich verständlich.
Der (Ein)-Marsch stellt die Hauptart der Verlegung bzw. Überführung von Truppen von einem Raum in einen anderen, abgestimmt nach Ziel, Zeit und Ort in festgelegter Marschordnung, auf befohlenen Marschrouten mit Rad- und Kettenfahrzeugen bzw. zu Fuß dar.
Der (Ein)-Marsch kann vor, während und nach Kampfhandlungen durchgeführt werden. Er beginnt aus einem Bereitstellungs-, Unterbringungs- oder Sammelraum, aus Objekten oder aus der Bewegung im Verlaufe der Kampfhandlungen und endet entweder mit dem Beziehen eines Bereitstellungs- oder Unterbringungsraumes bzw. dem Kampfbeginn.
Wenn ich die Handlungen der Bundeswehr im Bezug auf das Kosovo bewerte, stellt der Vorstoß in den Einsatzraum von Mazedonien aus bzw. über Albanien im Jahre 1999 für mich einen Einmarsch dar.



das ist alles richtig was du geschrieben hast merkur und denoch kann ich dir nicht zustimmen. du kannst doch nicht denn kosovo nicht mit dem überfall 1939 auf polen vergleichen. dann würdest du UNSERE bundeswehr mit der wehrmacht vergleichen.




Ich habe die Bundeswehr auch nicht mit der Wehrmacht und 1939 verglichen. Sag mir mal, wann und wo ich das tat. Dennoch ist die Bundeswehr in das Kosovo einmarschiert



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#43

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 27.09.2009 22:15
von Augenzeuge (gelöscht)
avatar

Merkur, wenn du jetzt ehrlich wärst würdest du auch sagen wie sich das zugetragen hat.....hört sich ja an wie 1939 in Polen.....


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#44

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 27.09.2009 22:22
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo merkur. gesagt direkt nicht. nur wenn du behauptest der einsatz im kosovo wäre ein einmarsch dann bin ICH ja nicht besser als meine großväter. die sind in polen, frankreich, udssr einmarschiert. du siehst das alles zu teoretisch. die bundeswehr wie ich sie zuerst kennen gelernt habe war eine reine verteidigungsarme. zum schutz gegen........! in der zeit hätte sich die bundeswehr nie an solchen aktionen beteiligt. doch seit der einheit müssen wir das. das ist der preis denn wir zahlen müssen. mir hat das auch nicht geschmeckt. da bin ich ganz erlich. lg glasi



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#45

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 28.09.2009 04:57
von Merkur | 1.026 Beiträge

Zitat von Augenzeuge
.....hört sich ja an wie 1939 in Polen.....



Das ist eure Interpretation von der ich mich distanziere, weil ein Vergleich der Wehrmacht mit der Bundeswehr für mich nicht in Frage kommt.
Es ging um die Frage ist die NVA in ein anderes Land einmarschiert oder die Bundeswehr ?



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#46

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 28.09.2009 06:01
von CaptnDelta (gelöscht)
avatar

Zitat von Merkur
Es ging um die Frage ist die NVA in ein anderes Land einmarschiert oder die Bundeswehr ?


Weder die eine, noch die andere, oder, Merkur?
-Th


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#47

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 28.09.2009 07:33
von Mongibella (gelöscht)
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Zitat von CaptnDelta

Zitat von Merkur
Es ging um die Frage ist die NVA in ein anderes Land einmarschiert oder die Bundeswehr ?


Weder die eine, noch die andere, oder, Merkur?
-Th




Ja...wurden hier jetzt Äpfel mit Birnen verglichen....oder etwa andersrum....

Ich für mich kann auch nur sagen, das es zwei vollkommen verschiedene Situationen waren....und ich gib mal den Tipp, das die NVA, wie auch die Bruderarmeen in ständiger Gefechtsbereitschaft waren und immer voll im DHS am Drehen waren....dem Diensthabenen System....ständig wurde mit Konflikten gerechnet, alles wurde als Angriff gewertet....ich habs mitgemacht, ne verirrte Chessna hat den ganzen Apparat der Luftverteidigung rotieren lassen als ob man im Kriegszustand war....

.....aber et war ja auch Krieg....und zwar der Kalte....man brauchte nirgens einmarschieren....weil man war ja schon mittendrin....

Kann mir darin jemand folgen...???

Mara


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#48

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 28.09.2009 17:09
von Merkur | 1.026 Beiträge

Zitat von CaptnDelta

Zitat von Merkur
Es ging um die Frage ist die NVA in ein anderes Land einmarschiert oder die Bundeswehr ?


Weder die eine, noch die andere, oder, Merkur?
-Th




So sehe ich es:
Ich mache es mal ganz einfach und auch für Dich verständlich.
Der (Ein)-Marsch stellt die Hauptart der Verlegung bzw. Überführung von Truppen von einem Raum in einen anderen, abgestimmt nach Ziel, Zeit und Ort in festgelegter Marschordnung, auf befohlenen Marschrouten mit Rad- und Kettenfahrzeugen bzw. zu Fuß dar.
Der (Ein)-Marsch kann vor, während und nach Kampfhandlungen durchgeführt werden. Er beginnt aus einem Bereitstellungs-, Unterbringungs- oder Sammelraum, aus Objekten oder aus der Bewegung im Verlaufe der Kampfhandlungen und endet entweder mit dem Beziehen eines Bereitstellungs- oder Unterbringungsraumes bzw. dem Kampfbeginn.
Wenn ich die Handlungen der Bundeswehr im Bezug auf das Kosovo bewerte, stellt der Vorstoß in den Einsatzraum von Mazedonien aus bzw. über Albanien im Jahre 1999 für mich einen Einmarsch dar.

Was ist denn für Dich (militärisch gesehen) @CaptnDelta der Vorstoß von Truppen der Bundeswehr über Mazedonien bzw. Albanien in das Kosovo ? Ein Betriebsausflug?
Ich bewerte es aus militärischger Sicht als einen Einmarsch.
Im Gegensatz dazu ist die NVA nirgendwo unter gefechtsmäßigen Bedingungen im Rahmen militärischer Operationen auf fremdes Territorium vorgedrungen.
Das sind die Fakten, die man erst einmal anerkennen muss, um dann über das "Warum" und die politischen Hintergründe zu diskutieren.



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#49

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 28.09.2009 19:08
von glasi | 2.815 Beiträge

hallo merkur. es ist schon gut. du hast recht und wir unsere ruhe.. wir können wieder und wieder unsere argumente aufschreiben und drehen uns doch nur im kreis. lg glasi



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#50

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 28.09.2009 19:14
von Ari@D187 | 1.989 Beiträge

Nu, ob nun einmarschiert oder nicht...auf jeden Fall kann ein wenig Auslandserfahrung in Zeiten der Globalisierung nicht schaden.

Stefan


Scheint es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode...
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#51

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 28.09.2009 19:15
von GilbertWolzow | 3.633 Beiträge

klar....@ari, haben sich doch unsere großväter auch nur gesagt...


* User in einem Forum wo ich mich von Vollpfosten als Verbrecher betiteln lassen muss *
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#52

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 28.09.2009 19:28
von glasi | 2.815 Beiträge

Zitat von GilbertWolzow
klar....@ari, haben sich doch unsere großväter auch nur gesagt...


In Antwort auf:

was ist los mit euch? was sind das für unqualitizierte sprüche?



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#53

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 28.09.2009 21:36
von S51 | 3.733 Beiträge

[quote="Augenzeuge"]Zum Zitat: "...das die DDR der einzige deutsche Staat gewesen ist, der nie Krieg geführt hat"

Wurde denn in der alten BRD bis 1990 irgendwo ein Krieg geführt? Gab es einen Aufruhr des Volkes der im Westen militärisch niedergeschlagen werden musste? Standen BRD-Soldaten an der Grenze zu einem befreundeten Staat, weil sie beabsichtigten, hier für Ordnung nach eigenem-Muster zu sorgen, wie die DDR-Armee zum Prager Frühling?
War der Frieden wirklich allein ein Verdienst der DDR-Führung, die doch im militärischen Bereich nur ein Handlanger der UdSSR gewesen war? War der Frieden nicht auch das Ergebnis des vom Westen geschaffenen, gehaltenen militärischen Gleichgewichtes im Bezug zum Nato-Nachrüstungsbeschluss?

quote]

Soweit mir bekannt, waren westdeutsche Flugplätze in die Logistik für den Vietnamkrieg eingebunden. So wie heute auch betr. Afghanistan.
Allerdings hat die DDR zur gleichen Zeit auch Frachtschiffe nach Vietnam geschickt, die Waren aller Art nach Haiphong trotz Verminung gebracht haben. Und ich habe zu Hause noch einen Erinnerungswimpel der Sandinisten "Votaremos por el frente".


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#54

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 29.09.2009 03:04
von Sonny (gelöscht)
avatar

Zitat von S51
Soweit mir bekannt, waren westdeutsche Flugplätze in die Logistik für den Vietnamkrieg eingebunden.



Das mag so stimmen (ich weiß es im Detail nicht). Allerdings war die Bundesrepublik durchaus so selbständig, ein allzu großes Engagement in Vietnam abzulehnen: Als US-Präsident Johnson 1965 Bundeskanzler Erhard mit "sanftem Druck" zu überzeugen versuchte, es sei ja nun wohl an der Zeit, daß Soldaten der Bundeswehr in den Vietnam-Einsatz geschickt würden, quasi als "Gegenleistung" für den Schutzschirm durch die Amerikaner im Kalten Krieg usw., da ließ Erhard erst gar keine Zweifel daran aufkommen, daß die Zeit dafür wohl ganz offensichtlich noch nicht reif sei, dies sei in der BR Dtld. politisch bis auf weiteres nicht vermittelbar usw. --- und die Soldaten der Bundeswehr blieben in ihren Kasernen.


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#55

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 29.09.2009 07:49
von CaptnDelta (gelöscht)
avatar

Zitat von Merkur

Zitat von CaptnDelta

Zitat von Merkur
Es ging um die Frage ist die NVA in ein anderes Land einmarschiert oder die Bundeswehr ?


Weder die eine, noch die andere, oder, Merkur?
-Th




So sehe ich es:
Ich mache es mal ganz einfach und auch für Dich verständlich.
Der (Ein)-Marsch stellt die Hauptart der Verlegung bzw. Überführung von Truppen von einem Raum in einen anderen, abgestimmt nach Ziel, Zeit und Ort in festgelegter Marschordnung, auf befohlenen Marschrouten mit Rad- und Kettenfahrzeugen bzw. zu Fuß dar.
Der (Ein)-Marsch kann vor, während und nach Kampfhandlungen durchgeführt werden. Er beginnt aus einem Bereitstellungs-, Unterbringungs- oder Sammelraum, aus Objekten oder aus der Bewegung im Verlaufe der Kampfhandlungen und endet entweder mit dem Beziehen eines Bereitstellungs- oder Unterbringungsraumes bzw. dem Kampfbeginn.
Wenn ich die Handlungen der Bundeswehr im Bezug auf das Kosovo bewerte, stellt der Vorstoß in den Einsatzraum von Mazedonien aus bzw. über Albanien im Jahre 1999 für mich einen Einmarsch dar.



Und jetzt belegst Du mir dann auch bitte nochmal ganz einfach und verstaendlich, wo und wann -im Kosovokrieg vom 24. Maerz 1999 bis zum 10. Juni 1999- sowas passiert sein soll, "in festgelegter Marschordnung, auf befohlenen Marschrouten mit Rad- und Kettenfahrzeugen bzw. zu Fuß".

[snip]

Zitat von Merkur
Im Gegensatz dazu ist die NVA nirgendwo unter gefechtsmäßigen Bedingungen im Rahmen militärischer Operationen auf fremdes Territorium vorgedrungen. Das sind die Fakten, die man erst einmal anerkennen muss, um dann über das "Warum" und die politischen Hintergründe zu diskutieren.


Weder hat das die Bundeswehr im Kosovo. So viel mal zu den Fakten.
-Th


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#56

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 02.10.2009 16:09
von 17.Juni (gelöscht)
avatar

Hallo,

steigen wir ein in eine noch warme Diskussion und sehen ob sie heiß wird.

Nun wollte man das Interview von Egon Grenz in allen Einzelheiten zerpflücken, dann würde nicht nur ich, sondern viele von Euch Stunden brauchen um darauf ihr Meinung hier zu schreiben.

Ich beziehe mich deshalb nur auf eine Zitat, welche von ihm lautet: "Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen"
Damit hat der gute Mann doch recht, denn wenn alle "Teile" auf der Erde gemeinsam aufgeschlagen wären, dann hätte es einen solchen breiten Graben ergeben, der keiner Mauer mehr bedurft hätte.

Aber zum Zitat zurück !
Ich frage Euch jetzt mal provokatorisch: "Was hätte den die Führung sonst tun sollen, als nicht die Mauer zu bauen ?"
Angesichts meiner Frage,werden bestimmt einige gleich die Backen aufblasen um als Reaktion darauf zur Tastatur zu greifen und einen "Gegenbeitrag" schreiben.
Aber langsam, denn ich bin ja bereit die Antwort gleich mitzuliefern.
Bei der Vielzahl der Flüchtlinge in jedem Jahr und der immer weiter schwindenten Zahl an Fachkräften konnte die DDR damals gar nicht anders handeln.Denn wirtschaftlich war sie damals gar nicht in der Lage diese Situation zu kompensieren bzw. geschweige denn zu verbessern.
Bei dem Rohstoffmangel der herschte, den hohen Reparationszahlungen an die "Freunde" und der kriegsbedingten geschwächten Schwerindustrie war der "Bauen der Mauer" die preiswertere Lösung.
Somit konnte man wenigstens die "Abwanderung" der Arbeitskräfte stoppen und hatte zumindest ein Problem gelöst.
"Verkauft" hatte man dann das "Ganze" als Schutz vor den bösen Imperialisten.Dies ist mal ganz kurz die vereinfachte Antwort auf das Zitat. Wer Zahlen wünscht, melde sich bitte !
Was dann aus der Mauer geworden ist (Ausbau, Festigung) welche Kosten dann wieder dadurch entstanden sind, hatte bestimmt keiner der Herren dabei bedacht, denn dann war sie da und es mußte gehandelt werden in Sachen Personal Ausbau und Konrolle. Dabei hatte bestimmt auch wieder keiner an die Kosten von "Horch und Guck" gedacht die ja wie bekannt sind stetig angestiegen sind.
Betrachtet man also den Bau der Mauer mal aus wirtschaftlichen Sicht, so konnte damals W.Ulbricht gar nicht anders handeln.
Und noch ein kleiner Hinweis !
Der große "Bruder" war bis zu letzt von dieser Idee vom Walther gar nicht begeistert und hat dann nur auf das immer forfahrende Drängn von ihm nachgegeben.

Sicher sind vielen Usern diese Fakten bekannt und ergeben für sie nichts "Neues" aber ich wollte ja nur mal auf das Zitat vom Egon antworten.

In diesem Sinne verbleibe ich der
17.Juni


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#57

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 02.10.2009 16:16
von Pitti53 | 8.791 Beiträge

Zitat von 17.Juni
Hallo,

steigen wir ein in eine noch warme Diskussion und sehen ob sie heiß wird.

Nun wollte man das Interview von Egon Grenz in allen Einzelheiten zerpflücken, dann würde nicht nur ich, sondern viele von Euch Stunden brauchen um darauf ihr Meinung hier zu schreiben.

Ich beziehe mich deshalb nur auf eine Zitat, welche von ihm lautet: "Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen"
Damit hat der gute Mann doch recht, denn wenn alle "Teile" auf der Erde gemeinsam aufgeschlagen wären, dann hätte es einen solchen breiten Graben ergeben, der keiner Mauer mehr bedurft hätte.

Aber zum Zitat zurück !
Ich frage Euch jetzt mal provokatorisch: "Was hätte den die Führung sonst tun sollen, als nicht die Mauer zu bauen ?"
Angesichts meiner Frage,werden bestimmt einige gleich die Backen aufblasen um als Reaktion darauf zur Tastatur zu greifen und einen "Gegenbeitrag" schreiben.
Aber langsam, denn ich bin ja bereit die Antwort gleich mitzuliefern.
Bei der Vielzahl der Flüchtlinge in jedem Jahr und der immer weiter schwindenten Zahl an Fachkräften konnte die DDR damals gar nicht anders handeln.Denn wirtschaftlich war sie damals gar nicht in der Lage diese Situation zu kompensieren bzw. geschweige denn zu verbessern.
Bei dem Rohstoffmangel der herschte, den hohen Reparationszahlungen an die "Freunde" und der kriegsbedingten geschwächten Schwerindustrie war der "Bauen der Mauer" die preiswertere Lösung.
Somit konnte man wenigstens die "Abwanderung" der Arbeitskräfte stoppen und hatte zumindest ein Problem gelöst.
"Verkauft" hatte man dann das "Ganze" als Schutz vor den bösen Imperialisten.Dies ist mal ganz kurz die vereinfachte Antwort auf das Zitat. Wer Zahlen wünscht, melde sich bitte !
Was dann aus der Mauer geworden ist (Ausbau, Festigung) welche Kosten dann wieder dadurch entstanden sind, hatte bestimmt keiner der Herren dabei bedacht, denn dann war sie da und es mußte gehandelt werden in Sachen Personal Ausbau und Konrolle. Dabei hatte bestimmt auch wieder keiner an die Kosten von "Horch und Guck" gedacht die ja wie bekannt sind stetig angestiegen sind.
Betrachtet man also den Bau der Mauer mal aus wirtschaftlichen Sicht, so konnte damals W.Ulbricht gar nicht anders handeln.
Und noch ein kleiner Hinweis !
Der große "Bruder" war bis zu letzt von dieser Idee vom Walther gar nicht begeistert und hat dann nur auf das immer forfahrende Drängn von ihm nachgegeben.

Sicher sind vielen Usern diese Fakten bekannt und ergeben für sie nichts "Neues" aber ich wollte ja nur mal auf das Zitat vom Egon antworten.

In diesem Sinne verbleibe ich der
17.Juni




respekt respekt.wundert mich,daß so eine aussage von dir kommt.hätte was anderes erwartet nach deiner vorstellung


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#58

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 02.10.2009 16:18
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

@ 17.6

In Antwort auf:
Der große "Bruder" war bis zu letzt von dieser Idee vom Walther gar nicht begeistert und hat dann nur auf das immer forfahrende Drängn von ihm nachgegeben.




Hast du da Belege für, der hat doch auch genau gewußt was sonst passiert.


In Antwort auf:
Was dann aus der Mauer geworden ist (Ausbau, Festigung) welche Kosten dann wieder dadurch entstanden sind, hatte bestimmt keiner der Herren dabei bedacht, denn dann war sie da und es mußte gehandelt werden in Sachen Personal Ausbau und Konrolle.




Daran hat keiner Gedacht weil sie nicht für immer stehen sollte. Der Plan wäre ja gewesen, wenn wir den Westen überholt haben und der Sozialismus ausgebaut ist (kam ja nie zu, eher andersrum) sie wieder zu beseitigen. Nur kam es ja anders und somit wollten auch weithin einige fliehen und daher mußte sie bleiben.

Hätte es anders ausgesehen und der Westen wäre abgehangen worden und die Lebensumstände im Osten wären besser gewesen als im Westen, dann hätte sie ja gar keinen Sinn mehr gemacht.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
zuletzt bearbeitet 02.10.2009 16:19 | nach oben springen

#59

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 02.10.2009 16:25
von Der Feldstecher (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.
@ 17.6

In Antwort auf:
Der große "Bruder" war bis zu letzt von dieser Idee vom Walther gar nicht begeistert und hat dann nur auf das immer forfahrende Drängn von ihm nachgegeben.




Hast du da Belege für, der hat doch auch genau gewußt was sonst passiert.


In Antwort auf:
Was dann aus der Mauer geworden ist (Ausbau, Festigung) welche Kosten dann wieder dadurch entstanden sind, hatte bestimmt keiner der Herren dabei bedacht, denn dann war sie da und es mußte gehandelt werden in Sachen Personal Ausbau und Konrolle.




Daran hat keiner Gedacht weil sie nicht für immer stehen sollte. Der Plan wäre ja gewesen, wenn wir den Westen überholt haben und der Sozialismus ausgebaut ist (kam ja nie zu, eher andersrum) sie wieder zu beseitigen. Nur kam es ja anders und somit wollten auch weithin einige fliehen und daher mußte sie bleiben.




Hallo Felix, zu Deinen Ausführungen fällt mir das berühmte Ukbricht-Zitat ein: "Wir werden den westdeutschen Kapitalismus bis 1965 überholt haben ohne in einzuholen..." (nagele mich bitte nicht auf Wortwörtlichkeit fest, aber so hat es Walter damals gemeint)
Aber im DDR-Volksmund gab es auch die Version dazu: "Der westdeutsche Kapitalismus steht am Abgrund - doch wir werden ihn überholen..." Moin Peter


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#60

RE: Interview mit Egon Krenz:Die Mauer ist nicht vom Himmel gefallen

in Das Ende der DDR 02.10.2009 16:25
von 17.Juni (gelöscht)
avatar

Hallo Pitti53,

danke für die Blumen und für Deinen netten Avater, denn diesen kleinen Kobold habe ich schon zu DDR - Zeiten ins Herz geschlossen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann verfalle ich ihm heute gelegentlich seinem Scharm.

Das waren damals die Tatsachen die zum Bau geführt haben ! Wie dann damit umgegangen wurde, was daraus gemacht worden ist, ist eine ganz andere Sache. All den Opfern und Geschädigten die durch das politische Unrechtssystem gelitten haben, und noch leiden, hilft eine übersteigerte Emotion in der Diskussion über so ein ein Thema leider nicht weiter.

In diesem Sinne verbleibe ich der
17.Juni


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