#61

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2009 15:04
von Angelo | 12.392 Beiträge

Zitat von Drewitz
Tja-wie? Überzeugter FDJler,GST-Mitglied,Durchschnitt 1,2,keine (bekannte) Westverwanschaft...Irgendwann kam ein netter,symphatischer Herr im hellen Anzug zu mir nach Hause.Sprach erst mit meinen Eltern,dann mit mir.
Bereitschaftserklärung (?) unterschrieben-das normale Formular für Dienst 25 Jahre NVA.Mitglied Bewerberkollektiv in der Schule (neben anderen,die wirklich zur Fahne wollten).Kein Abschluß geschenkt-weder 10.Klasse noch FA oder Abitur.Im Gegenteil.In Lehre und Abi besonders getriezt worden durch Lehrer,die -sagen wir mal nett-als Oppositionelle Leute wie mich nicht mochten.(O-Ton Chemie Lehrer an der BS:Sie bestehen das Abi bei mir nie!-2.Unterrichtsstunde nach Beginn der Lehre...)
Ziel Offiziersschule des MfS.Im 2.Lehrjahr große Klappe in der Parteiversammlung über unsere saufende und faule Arbeiterklasse im Lehrbetrieb.
Auf einmal war der Studienplatz weg.
Meine Entscheidung-so schnell werdet ihr mich nicht los!Also Umverpflichtung zum Berufsunteroffizier beim MfS und ab zur PKE.

Drewitz



Jetzt hast du deine ganze Laufbahn in ein paar Sätzen erklärt---->


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#62

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2009 15:07
von Drewitz | 356 Beiträge

so wurde man eben auch Mitarbeiter der Staatsicherheit!


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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#63

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2009 15:24
von Sonny (gelöscht)
avatar

Zitat von Feliks D.
Na dann hätte er doch erst einmal im Westen angekommen sofort die Zusammenarbeit beenden können wenn es angeblich unter Druck war. Wäre logisch oder????



Auch auf Mitarbeiter im Westen konnte die Stasi Druck ausüben: "Entweder du arbeitest weiterhin für uns --- oder wir machen deine bisherige Tätigkeit für uns im Westen publik."

Das hätte für den Betreffenden eine Strafverfolgung, zumindest aber große Probleme bei seiner weiteren Lebensplanung im Westen bedeutet; eine Übersiedlung (bzw. Rückkehr) in die DDR kam ebenfalls nicht in Frage.

Auf diese Weise waren viele Stasi-Mitarbeiter im Westen (z.B. Agenten der HVA) quasi gezwungen, weiterhin tätig zu sein.


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#64

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2009 15:32
von Jameson | 759 Beiträge

Zitat von Sonny

Zitat von Feliks D.
Na dann hätte er doch erst einmal im Westen angekommen sofort die Zusammenarbeit beenden können wenn es angeblich unter Druck war. Wäre logisch oder????


Auch auf Mitarbeiter im Westen konnte die Stasi Druck ausüben: "Entweder du arbeitest weiterhin für uns --- oder wir machen deine bisherige Tätigkeit für uns im Westen publik."
Das hätte für den Betreffenden eine Strafverfolgung, zumindest aber große Probleme bei seiner weiteren Lebensplanung im Westen bedeutet; eine Übersiedlung (bzw. Rückkehr) in die DDR kam ebenfalls nicht in Frage.
Auf diese Weise waren viele Stasi-Mitarbeiter im Westen (z.B. Agenten der HVA) quasi gezwungen, weiterhin tätig zu sein.




________________________________________________________

oh, oh, ick hör se schon...

Ahoi Jameson



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#65

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2009 15:33
von Drewitz | 356 Beiträge

Aber die meisten haben schon freiwillig ihren Dienst versehen.
Drewitz


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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#66

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2009 17:59
von Merkur | 1.018 Beiträge

Zitat von Sonny
Auch auf Mitarbeiter im Westen konnte die Stasi Druck ausüben: "Entweder du arbeitest weiterhin für uns --- oder wir machen deine bisherige Tätigkeit für uns im Westen publik."

Das hätte für den Betreffenden eine Strafverfolgung, zumindest aber große Probleme bei seiner weiteren Lebensplanung im Westen bedeutet; eine Übersiedlung (bzw. Rückkehr) in die DDR kam ebenfalls nicht in Frage.

Auf diese Weise waren viele Stasi-Mitarbeiter im Westen (z.B. Agenten der HVA) quasi gezwungen, weiterhin tätig zu sein.



Stellt sich die Frage, ob das im Zusammenhang mit der Gesamtaufgabenstellung im Bezug auf die Arbeit mit IM/OG Sinn macht?
Ich kenne aus der Praxis keinen Fall, wo so verfahren worden ist. Wenn eine solche Verfahrensweise beispielsweise durch die Presse publik gemacht worden wäre und davon konnte man ausgehen, hätte doch kein IM/OG mehr mit dem MfS zusammengearbeitet. Die inoffizielle Zusammenarbeit mit IM/OG war auch maßgeblich vom Vertrauensverhältnis IM-Führungsoffizier geprägt. Da gab es solche Denkweisen nicht. Wie gesagt, insgesamt wäre eine solche Verfahrensweise eine große Dummheit gewesen, auch mit Folgen für andere IM.



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#67

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2009 18:07
von Drewitz | 356 Beiträge

Und was hat das alles mit dem Thema zu tun?


MfS,BV Potsdam,Abt.VI,PKE Drewitz 1.Zug,1.Gruppe 1988-1990 danach GR44 bis zum Ende


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#68

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 28.09.2009 18:21
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von Jameson

Zitat von Sonny

Zitat von Feliks D.
Na dann hätte er doch erst einmal im Westen angekommen sofort die Zusammenarbeit beenden können wenn es angeblich unter Druck war. Wäre logisch oder????


Auch auf Mitarbeiter im Westen konnte die Stasi Druck ausüben: "Entweder du arbeitest weiterhin für uns --- oder wir machen deine bisherige Tätigkeit für uns im Westen publik."Das hätte für den Betreffenden eine Strafverfolgung, zumindest aber große Probleme bei seiner weiteren Lebensplanung im Westen bedeutet; eine Übersiedlung (bzw. Rückkehr) in die DDR kam ebenfalls nicht in Frage.
Auf diese Weise waren viele Stasi-Mitarbeiter im Westen (z.B. Agenten der HVA) quasi gezwungen, weiterhin tätig zu sein.




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oh, oh, ick hör se schon...

Ahoi Jameson





Die Rede war von gezwungenen IM, die hätten wohl durch den Westen nix zu befürchten gehabt. Von "Agenten" hat keiner geredet.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

Macht es gut Freunde!
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#69

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.11.2013 09:14
von RUnger | 66 Beiträge

Man konnte sich nicht selbst bewerben. Selbstbewerber wurden nach Prüfung meistens abgelehnt. Geeignete Kader suchte man bei Einberufungsüberprüfungen,Tipps von IM oder Mitarbeitern, aber auch anderen, wie z.B.Parteifunktionären ,Wehrkundelehrern.Nach Aufllärung aller Verbindungen des Umfeldes,Verwandte 1. und 2. Grades, Bekannte und sonstige Verbindungen wurde der Kandidat/Kandidatin Kontaktiert und die "Bereitschaft" bzw. "Interesse" erkundet und Abgefragt, aber auch unklare Kontaktverhältnisse aufgeklärt.-Die Quellen wußten ja auch nicht alles darüber.
Das sollte nur ein Moment zur Aufklärung darstellen.Da gab es noch vieles mehr.
Nach Prüfung durch die Kaderorgane gab es Zustimmung oder Ablehnung, oder auch zu beachtende kaderpolitische Momente-z.B. wenn NSW-Kontakte im Verwandten-Bekanntenkreis bestanden.

MfG R. Unger



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#70

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.11.2013 09:29
von DoreHolm | 7.687 Beiträge

Zitat von RUnger im Beitrag #69
Man konnte sich nicht selbst bewerben. Selbstbewerber wurden nach Prüfung meistens abgelehnt. Geeignete Kader suchte man bei Einberufungsüberprüfungen,Tipps von IM oder Mitarbeitern, aber auch anderen, wie z.B.Parteifunktionären ,Wehrkundelehrern.Nach Aufllärung aller Verbindungen des Umfeldes,Verwandte 1. und 2. Grades, Bekannte und sonstige Verbindungen wurde der Kandidat/Kandidatin Kontaktiert und die "Bereitschaft" bzw. "Interesse" erkundet und Abgefragt, aber auch unklare Kontaktverhältnisse aufgeklärt.-Die Quellen wußten ja auch nicht alles darüber.
Das sollte nur ein Moment zur Aufklärung darstellen.Da gab es noch vieles mehr.
Nach Prüfung durch die Kaderorgane gab es Zustimmung oder Ablehnung, oder auch zu beachtende kaderpolitische Momente-z.B. wenn NSW-Kontakte im Verwandten-Bekanntenkreis bestanden.

MfG R. Unger


Hatte es woanders schon mal brichtet, aber hier noch mal, weil es zum Thema passt. Nach der Fahne ging die Werbung los. Polizei, Zoll, irgendwann standen zwei Herren vor der Tür und im Gespräch bekundeten Sie ihr Interesse, daß ich Mitarbeiter des MfS werden sollte. Nicht IM, sondern regulärer Mitarbeiter. Da ich mich irgendwie in einer beruflichen Krise befand, war ich nicht abgeneigt und sagte zu. Von Anfang an machte ich aber klar, daß ich nicht dafür geschaffen bin, andere Leute auszuhorchen. Das wäre auch nicht so und dann müßte das MfS viele tausend Mitarbeiter mehr haben. Insgeheim machte ich mir Hoffnungen, daß ich in einer Art kriminaltechnischem Institut arbeiten könnte, also fachliche Aufgaben (Chemie war mein Beruf). Die Werbung fand statt, obwohl ich in der GK auffällig geworden bin durch Hören von Westsender und mich in den nachfolgenden Gesprächen geweigert hatte, in der GK als IM zu wirken. Daß schließlich nichts daraus wurde, verdanke ich wohl einer Tauschannonce von mir, die gerade zu dieser Zeit in einer westdeutschen Hobbyzeitschrift veröffentlicht wurde. Von Stund an war ich weg vom Fenster. Dazu muß ich sagen, es hat sich aus dieser Annonce (1970) bis zum Erlass eines restriktiven Zollgesetzes (Ausfuhr von Mineralien etc.) ein sehr erfolgreicher Tausch bis in die USA entwickelt und mit weiteren Sammlerzuschriften hatte ich einige meiner anderen Erfurter Sammlerfreunde beglückt. Eine Zuschrift von einem angeblichen Studentenehepaar war dabei, bei der ich mir sagte "Holzauge, sei wachsam". Hätte ich mich darauf eingelassen, wäre ich wegen Spionage dran gewesen. Ich vermute, das war eine Falle.



zuletzt bearbeitet 24.11.2013 09:30 | nach oben springen

#71

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.11.2013 09:32
von furry | 3.568 Beiträge

In welchem Umfang wurden MfS-Mitarbeiter aus dem Bestand der Wehrersatzdienstleistenden des Wachregimentes "F. D." rekrutiert?
Der Wehrersatzdienst dauerte dort doch 3 Jahre (?), so dass man ausreichend Zeit hatte, den gewünschten Kandidaten zu beobachten und zu überprüfen.

OT: Eine weiter Frage und von mir an anderer Stelle hier schon mal gestellt, nach welchen Kriterien wurden Wehrersatzdienstleistende (nicht nur für F. D.) ausgewählt?


"Es gibt nur zwei Männer, denen ich vertraue: Der eine bin ich - der andere nicht Sie ... !" (Cameron Poe)
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#72

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 24.11.2013 09:32
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von RUnger im Beitrag #69

Nach Prüfung durch die Kaderorgane gab es Zustimmung oder Ablehnung, oder auch zu beachtende kaderpolitische Momente-z.B. wenn NSW-Kontakte im Verwandten-Bekanntenkreis bestanden.
MfG R. Unger


Hallo, keine NSW-Kontakte, ich denke daß gab viel Abwägungsbedarf, nach meiner Einschätzung war die Personaldecke von Qualifizierten ohne Westkontakte im Umfeld doch sehr klein relativ zum Bedarf. Und aus der Gruppe sollten eben Guck&Horch, Volksarmee, Zoll, Volkspolizei, höhere Verwaltung, leitende Industriekader ihren Nachwuchs beziehen.....



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#73

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.11.2013 08:52
von RUnger | 66 Beiträge

Hallo Set800

Ich kenne genügend MA, die auch im Verwandtenkreis NSW-Kontakte hatten. Es sollte ja nur persönlicher Kontakt vermieden werden.
Deshalb gingen 2 aus dem op. Dienst und wurden Zivilisten. Ich war da auch betroffen, weil Schwiegereltern als Rentner ein Mal zu einer Beerdigung reisten. War aber noch lange kein Entlassungsgrund, da kein persönlicher NSW-Kontakt bestand.

MfG R. Unger



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#74

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.11.2013 09:43
von RUnger | 66 Beiträge

Mitarbeiter wurden nach dem Kaderbedarfsplan für die Frühjahres und Herbsteinstellung ins MfS gesucht und entsprechend bearbeitet.
Der zuständige MA der KD suchte sich manchmal schon vorher geeignete Kandidaten aus und begann rechtzeitig mit der Aufklärungsarbeit. Man wollte nicht in Zeitdruck kommen. Das gleiche traf in etwa auf die IM-Werbung für die GT zu.

MfG R. Unger



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#75

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.11.2013 11:56
von 80er | 561 Beiträge

Einfach durch Bewerbung:

Zitat von RudiEK89

Die Stasi-Unterlagenbehörde unterscheidet zwischen Opfern und "Tätern". Das heißt, alle Mitarbeiter der K1 haben auch eine "Täterakte".
Ich selbst habe eine Akte, weil ich mich 1983 beim Mfs beworben habe.


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#76

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.11.2013 12:31
von katerjohn | 559 Beiträge

Habe es zwei mal versucht, nichts ist dabei passiert .Im Winter 1989/1990 wurden ja alle MfS Kreisdienststellen aufgelöst. War zu dieser Zeit im WKK Halle Neustadt tätig und einige der Genossen vom Schild und Schwert haben im WKK angefangen zu arbeiten. Habe mal mit einem Ex Major der auch dabei war das Problem mit Arbeiten beim MfS besprochen .Seine klare Aussage hierzu war ,das Selbstbewerbungen generell nicht angenommen wurden .Es wurden Leute ausgesucht die man brauchte und das nur durch das MfS selbst !!


Nimm dir Zeit für deine Freunde,sonst nimmt die Zeit dir deine Freunde !
RUnger hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#77

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 25.11.2013 13:22
von thomas 48 | 3.568 Beiträge

Wart ihr stolz darauf, so viele IM zu werben?
Ich würde die Kollegen ganz anders benennen!!


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#78

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.11.2013 16:00
von RUnger | 66 Beiträge

Hallo Thomas 48

Kannst eine IM-Werbung nennen, wie du willst. Hast aber das Prinzip der inneren Ordnung und Sicherheit in einem Schutz-und Sicherheitsorgan bzw. in einem speziell zu sichernden Bereich der Gesellschaft noch nicht verstanden. Ich frage mich nur, warum es heute noch V-Leute und andere Informanten gibt..Das beste Beispiel für die Unsicherheiten liefert der heutige NSU-Prozeß. Ja. Wenn zwei das gleiche tun ,ist noch lange nicht dasselbe.

MfG R. Unger



passport und DoreHolm haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#79

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.11.2013 20:25
von Lutze | 8.033 Beiträge

Zitat von RUnger im Beitrag #78
Hallo Thomas 48

Kannst eine IM-Werbung nennen, wie du willst. Hast aber das Prinzip der inneren Ordnung und Sicherheit in einem Schutz-und Sicherheitsorgan bzw. in einem speziell zu sichernden Bereich der Gesellschaft noch nicht verstanden. Ich frage mich nur, warum es heute noch V-Leute und andere Informanten gibt..Das beste Beispiel für die Unsicherheiten liefert der heutige NSU-Prozeß. Ja. Wenn zwei das gleiche tun ,ist noch lange nicht dasselbe.

MfG R. Unger

manchen Leuten wurde die IM-Tätigkeit auch aufgedrängt,
oder wenn nicht,mit Straffreiheit zum Beispiel erpresst
Lutze


wer kämpft kann verlieren,
wer nicht kämpft hat schon verloren
andyman hat sich für diesen Beitrag bedankt
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#80

RE: Wie wurde man Mitarbeiter der Staatssicherheit der DDR?

in Staatssicherheit der DDR (MfS) 26.11.2013 21:20
von RudiEK89 | 1.950 Beiträge

Zitat von 80er im Beitrag #75
Einfach durch Bewerbung:

Zitat von RudiEK89

Die Stasi-Unterlagenbehörde unterscheidet zwischen Opfern und "Tätern". Das heißt, alle Mitarbeiter der K1 haben auch eine "Täterakte".
Ich selbst habe eine Akte, weil ich mich 1983 beim Mfs beworben habe.


Nein nicht nur deshalb, sondern durch meine gefertigten Unterlagen über Urlaubsgespräche mit Unterstellten bei den
Grenztruppen. Das wurde 1991 als dienstlicher Auftrag gewertet und nicht geahndet, weil man keinem geschadet hat.
Man hat nur das aufgeschrieben und übergeben, was einem freiwillig erzählt wurde.
Ermittlungen dazu hat jemand anderes geführt.


März 1986 - Herbst 1986 Uffz. Schule Perleberg, GAR5. Glöwen
Herbst 1986 - Februar 1989 GR Heiligenstadt I. GB Klettenberg, 3. GK Silkerode
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