#1

Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 23.09.2009 07:21
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Was waren die Beweggründe für Fahnenflucht von Grenzsoldaten? Ich glaube zwar, wir werden hier die Frage nie tiefgründig benatworten können.........es sei denn, dass ehem. fahnenflüchtig gewordene AGT sich äußern und aus eigenem Erleben schildern.
Während meiner Dienstzeit, habe ich eine Fahnenflucht in der GK Binde-Kaulitz erlebt. Ein Ultn. - FDJ Sekretär - hat die Dienstzeit als KGSi genutzt und hat sich feindwärts begeben. Das Makabere war, dass dieser Ultn. fünf Tage später, in einer Al II der Fliegerstaffel Nord unseren GAs als "Mitflieger" abgeflogen ist. Eine der Fahnenfluchten ist mir noch in Erinnerung. Das muss 1986 gewesen sein, als der BK des II. GB GR 24 fahnenflüchtig wurde. War so glaube ich noch zu wissen, ein OSL. Dieser soll nach zwei Wochen "reumütig" in die DDR zurückgekommen sein.


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info
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#2

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2009 21:30
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich
Was waren die Beweggründe für Fahnenflucht von Grenzsoldaten? Ich glaube zwar, wir werden hier die Frage nie tiefgründig benatworten können.........es sei denn, dass ehem. fahnenflüchtig gewordene AGT sich äußern und aus eigenem Erleben schildern.
Während meiner Dienstzeit, habe ich eine Fahnenflucht in der GK Binde-Kaulitz erlebt. Ein Ultn. - FDJ Sekretär - hat die Dienstzeit als KGSi genutzt und hat sich feindwärts begeben. Das Makabere war, dass dieser Ultn. fünf Tage später, in einer Al II der Fliegerstaffel Nord unseren GAs als "Mitflieger" abgeflogen ist. Eine der Fahnenfluchten ist mir noch in Erinnerung. Das muss 1986 gewesen sein, als der BK des II. GB GR 24 fahnenflüchtig wurde. War so glaube ich noch zu wissen, ein OSL. Dieser soll nach zwei Wochen "reumütig" in die DDR zurückgekommen sein.



Einige Beweggründe für Fahnenflucht:

- Freundin blieb in der BRD, nach Rückversetzung in den Stab eines GR, Flucht im Urlaub

- mit den politischen Verhältnissen in der DDR unzufrieden

- Verwande in der Bundesrepublik

- Familiäre Gründe

- Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Situation in der DDR


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#3

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2009 21:50
von Stabsfähnrich | 2.046 Beiträge

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Stabsfähnrich
Was waren die Beweggründe für Fahnenflucht von Grenzsoldaten? Ich glaube zwar, wir werden hier die Frage nie tiefgründig benatworten können.........es sei denn, dass ehem. fahnenflüchtig gewordene AGT sich äußern und aus eigenem Erleben schildern.
Während meiner Dienstzeit, habe ich eine Fahnenflucht in der GK Binde-Kaulitz erlebt. Ein Ultn. - FDJ Sekretär - hat die Dienstzeit als KGSi genutzt und hat sich feindwärts begeben. Das Makabere war, dass dieser Ultn. fünf Tage später, in einer Al II der Fliegerstaffel Nord unseren GAs als "Mitflieger" abgeflogen ist. Eine der Fahnenfluchten ist mir noch in Erinnerung. Das muss 1986 gewesen sein, als der BK des II. GB GR 24 fahnenflüchtig wurde. War so glaube ich noch zu wissen, ein OSL. Dieser soll nach zwei Wochen "reumütig" in die DDR zurückgekommen sein.



.............
Einige Beweggründe für Fahnenflucht:

- Freundin blieb in der BRD, nach Rückversetzung in den Stab eines GR, Flucht im Urlaub

- mit den politischen Verhältnissen in der DDR unzufrieden

- Verwande in der Bundesrepublik

- Familiäre Gründe

- Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Situation in der DDR




.............. nee nee dat gloobe ick so nich. Bin nicht der permanente Zweifler. Aber dass ist mir etwas zu pauschal. Um bei "meinem" Ultn. zu bleiben. 12. Klassen, Offz.Schule mit Gut bestanden. Außenschläfer..............hoffe Du weißt was ich meine. FDJ Sekretär.... keine Freundin, Vater Handwerker (Kfz Meister), Mutter Hausfrau. Soziale Verhältnisse geklärt, bestätigt nach AO 13. Wat will man mehr. Der hätte noch 2 Jahre abgerissen...........wie Dornröse. Praktisch im Schlaf. Kurzschlussrekation???????????
Was war mit dem OSL vom II GB, GR 24? Auch hier soziale Gründe?


Mit freundlichen Grüßen - Chris
www.polizeilada.de
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#4

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 27.09.2009 22:23
von Thunderhorse | 3.997 Beiträge

Zitat von Stabsfähnrich

Zitat von Thunderhorse

Zitat von Stabsfähnrich
Was waren die Beweggründe für Fahnenflucht von Grenzsoldaten? Ich glaube zwar, wir werden hier die Frage nie tiefgründig benatworten können.........es sei denn, dass ehem. fahnenflüchtig gewordene AGT sich äußern und aus eigenem Erleben schildern.
Während meiner Dienstzeit, habe ich eine Fahnenflucht in der GK Binde-Kaulitz erlebt. Ein Ultn. - FDJ Sekretär - hat die Dienstzeit als KGSi genutzt und hat sich feindwärts begeben. Das Makabere war, dass dieser Ultn. fünf Tage später, in einer Al II der Fliegerstaffel Nord unseren GAs als "Mitflieger" abgeflogen ist. Eine der Fahnenfluchten ist mir noch in Erinnerung. Das muss 1986 gewesen sein, als der BK des II. GB GR 24 fahnenflüchtig wurde. War so glaube ich noch zu wissen, ein OSL. Dieser soll nach zwei Wochen "reumütig" in die DDR zurückgekommen sein.


.............
Einige Beweggründe für Fahnenflucht:
- Freundin blieb in der BRD, nach Rückversetzung in den Stab eines GR, Flucht im Urlaub
- mit den politischen Verhältnissen in der DDR unzufrieden
- Verwande in der Bundesrepublik
- Familiäre Gründe
- Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Situation in der DDR



.............. nee nee dat gloobe ick so nich. Bin nicht der permanente Zweifler. Aber dass ist mir etwas zu pauschal. Um bei "meinem" Ultn. zu bleiben. 12. Klassen, Offz.Schule mit Gut bestanden. Außenschläfer..............hoffe Du weißt was ich meine. FDJ Sekretär.... keine Freundin, Vater Handwerker (Kfz Meister), Mutter Hausfrau. Soziale Verhältnisse geklärt, bestätigt nach AO 13. Wat will man mehr. Der hätte noch 2 Jahre abgerissen...........wie Dornröse. Praktisch im Schlaf. Kurzschlussrekation???????????
Was war mit dem OSL vom II GB, GR 24? Auch hier soziale Gründe?




Hier ein Link zu OSL Mann, II GB GR 24.
http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...0003/index.html

Zu den Stichpunkten:
Kannst glauben oder nicht, diese Gründe wurden unter anderem genannt.


"Mobility, Vigilance, Justice"
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#5

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 05.09.2010 23:53
von Sachse (gelöscht)
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Die Gründe für ne FF hats bestimmt nicht gegeben. Sowohl Kurzschlusshandlungen als auch Ausnutzung sich bietender Gelegenheiten nach Planungen gabs wohl in vergleichbarer Anzahl (ohne, dass ich jetzt statistsches Material besitze).

Was mich viel mehr "fasziniert" im Nachhinein, ist der Fakt, dass es Postenpaare gegeben hat, die gemeinsam getürmt sind.
Soll heißen, dass manche eben doch nicht diese, ich nenns mal Angst, vorm zweiten Mann, auf den es ja lt. westlicher Propaganda so ankam, hatten.

Denn man musste ja damit rechnen, dass man beim Aussprechen des Planes zu fliehen auf einen traf, der dies nicht mittragen wollte und man so mit einem Fuß quasi im Knast stand.

Kennt jmd. einen Fall, wo AGT in Dienstausübung unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen? Ich habe vor einiger Zeit mal was darüber gelesen, dass Verräter liquidiert werden sollten ... ohne großes Trara.

Ich weiß sehr wohl, dass das beim ersten Lesen bisschen seltsam anmutet. Ich habs aber tatsächlich im Februar 2010 gelesen in einer Buchhandlung in Hessen, die sich in Grenznähe befindet. Ich hatte allerdings in mindestens 8-10 Büchern geschmökert, die mit der Grenzproblematik zu tun hatten, deshalb habe ich mir den Titel nicht gemerkt, in dems stand.


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#6

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.09.2010 02:26
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Sachse
...Kennt jmd. einen Fall, wo AGT in Dienstausübung unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen? Ich habe vor einiger Zeit mal was darüber gelesen, dass Verräter liquidiert werden sollten ... ohne großes Trara.

Ich weiß sehr wohl, dass das beim ersten Lesen bisschen seltsam anmutet. Ich habs aber tatsächlich im Februar 2010 gelesen in einer Buchhandlung in Hessen, die sich in Grenznähe befindet. Ich hatte allerdings in mindestens 8-10 Büchern geschmökert, die mit der Grenzproblematik zu tun hatten, deshalb habe ich mir den Titel nicht gemerkt, in dems stand.



Ich denke, du spielst hierauf an:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schie%C3%9Fbefehl
bzw.:
http://de.wikisource.org/wiki/Dienstanwe...ruppen_der_DDR_(Schie%C3%9Fbefehl)
Diese zweite Seite läßt sich nicht direkt aber über den Link ganz unten bei den Quellen der ersten Seite aufrufen.
Hier das Beispiel mit dem Dienstauftrag an die HIME der HA I Einsatzkompanie, umgangssprachlich auch "Schneewittchen".
Nein, ich habe nie gehört, dass er praktisch angewendet wurde.
Oder, schreiben wir das anders: Gerüchte gab es schon, diese Truppe auch aber ich kenne auch nicht ein Beispiel, wo aus der Möglichkeit Realität geworden wäre. Andererseits war die Geheimhaltung auch für deren Einsätze schon fast einzigartig und ist es bis heute. Generalleutnant Kleinjung hatte allerdings einen Ruf, der ein wenig extrem war. Über das, was dort mündlich vom Stapel gelassen wurde, haben sich deren Angehörige schon mal mokiert. Die dort geäußerte Behauptung, dass diese Einheit 1985 aufgelöst wurde, würde ich bezweifeln. Einmal, weil es sich eben nicht um eine Einheit der GT handelte und auch, weil die entsprechenden SIK der GT doch andere Aufgaben hatten. Belegen kann ich das nicht, meine aber, sie auch nach 1986 noch im Schierker Raum gesehen zu haben. Ich hatte zwischen 1983 und 10/1985 selten aber ab und an dienstlich mit ihnen zu tun.
Das war nüchtern gesehen auch kein Befehl, sondern ein Dienstauftrag. Schon ein erheblicher Unterschied, da der Befehl, so als solcher zu verstehen, primär auf die Verhinderung von Fahnenfluchten hinauslief und hierfür eben auch Möglichkeiten freigab. Man könnte im Umkehrschluß sogar folgern, dass diese Möglichkeiten also für den AGT nicht bestanden, da es ja hier einer gesonderten Dienstanweisung bedurfte. Sie galt auch nicht für GT, nicht mal für einzelne AGT, sondern ausdrücklich für diesen speziellen Fall und eben ausschließlich für die Angehörigen des MfS in dieser speziellen Einheit.
Klingt krümelkackerisch? Sicher, doch genau so speziell ist so etwas zu verstehen. Grenzer wie ich hatten hiervon keine Ahnung. Was es gab, waren Sprüche wie: "Du könntest gehen aber wir kriegen dich, immer, irgendwann..."
Das konnte man als dummen Spruch verstehen oder eben ernster nehmen. Wie ich letzteres jedoch belegen könnte, wüßte ich nicht.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


zuletzt bearbeitet 06.09.2010 02:32 | nach oben springen

#7

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.09.2010 07:19
von Sachse (gelöscht)
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@S51

Ja, so in etwa hatte ichs in Erinnerung. Und wenn ich mich nicht irre, war dort sogar ein Bsp. beschrieben. Allerdings weiß ich nicht mehr, ob es einen tödlichen Verlauf nahm oder ob es nach außen drang und deshalb publik wurde.

Aber spannend ists allemal.
Und ich finde es gar nicht krümelkackerisch, was du schreibst.

Vielleicht kann ja der eine oder andere Insider zur (weiteren) Aufhellung beitragen.


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#8

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 06.09.2010 07:27
von küche69 | 428 Beiträge

Ich kann mich noch daran erinnern, das, wir waren kaum versetzt wurden, ein ehemaliger Kamerad bei seinem vierten Postengang, seinen Postenführer schwer verletzt hat und sich dann Feinwärts abgesetzt hat!

Wie sich später heraus gestellt hat, hatte er eine Schwester und andere Angehörige drüben, weshalb er dennoch an die Grenze kam, kann ich nicht sagen!

Wsehalb ich mich noch daran erinnere ist, der Kamerad war in Potsdam mit mir auf der selben Stube und auch wurden wir dann einzeln von der Abteilung 2000 nach ihm befragt, wegen Andeutungen ect., aber das ist ja jedem bekannt wie die Abläufe dann waren, welcher gedient hat!

Grüße von Küche69

_______________

"Wer nicht mit beiden Augen sieht, wird nie die ganze Wahrheit sehn!"



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#9

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2010 23:07
von Egal (gelöscht)
avatar

Ich kann nur sagen was mich bewogen hat zu desertieren: Freiheit. Die Vorstellung, mein ganzes Leben in einem Rechteck von 400 mal 600 km zu verbringen war mir ein Grauen. Und-es gibt Nichts zu bereuen. Freiheit-Reisefreiheit war der Grund.


, linamax und Pumuckel haben sich für diesen Beitrag bedankt
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#10

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2010 23:11
von willie | 612 Beiträge

Moin Uwe,
darf man mal Fragen wann und wo du in den Westen gekommen bist.
Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
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#11

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2010 23:13
von Egal (gelöscht)
avatar

7,1,1980, Walkenried, bzw. Grenzkompanie Liebenrode


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#12

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2010 23:14
von Zermatt | 5.293 Beiträge

Zitat von Egal
Ich kann nur sagen was mich bewogen hat zu desertieren: Freiheit. Die Vorstellung, mein ganzes Leben in einem Rechteck von 400 mal 600 km zu verbringen war mir ein Grauen. Und-es gibt Nichts zu bereuen. Freiheit-Reisefreiheit war der Grund.


Na,das ist doch eine klare Ansage ohne wenn und aber.



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#13

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 17.09.2010 23:22
von willie | 612 Beiträge

Danke Uwe,
ich dachte schon wir kennen uns. Ist aber nicht der Fall. Hatten während meiner BGS-Zeit auch insgesamt 3 AGT im Bereich GSA M2.
Gruß Willie


...Rechtschreibfehler sind die Special Effects meiner Tastatur!...
zuletzt bearbeitet 17.09.2010 23:53 | nach oben springen

#14

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.09.2010 07:41
von S51 | 3.733 Beiträge

Zitat von Egal
Ich kann nur sagen was mich bewogen hat zu desertieren: Freiheit. Die Vorstellung, mein ganzes Leben in einem Rechteck von 400 mal 600 km zu verbringen war mir ein Grauen. Und-es gibt Nichts zu bereuen. Freiheit-Reisefreiheit war der Grund.



Ist eine klare Ansage. Und warum sollte man es nicht verstehen können, nur, weil mancher anderer eben andere Gründe hatte? Es war eben so. Jeder Mensch hat seine eigenen Prioritäten.
Man muss es nicht gut finden aber es ist ein Motiv.


GK Nord, GR 20, 7. GK
VPI B-Lbg. K III


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#15

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.09.2010 14:25
von Sonne | 510 Beiträge

Zitat von Egal
7,1,1980, Walkenried, bzw. Grenzkompanie Liebenrode





Darf man fragen wie dies Unternehmen ablief???
Sowas ist ja immer interessant.


Gruß Sonne

05/66-10/67
18 Monate meiner Jugend
in Glowe, Rothesütte, Elend


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.
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#16

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 18.09.2010 14:54
von Gohrbi | 566 Beiträge

Darf man fragen wie dies Unternehmen ablief???
Sowas ist ja immer interessant.


--------------------------------------------------------------------------------

Gruß Sonne
05/66-10/67 in Rothesütte





Schaust du hier:

Fahnenflucht eines Gefreiten der GT


zuletzt bearbeitet 18.09.2010 14:55 | nach oben springen

#17

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.01.2011 14:52
von zzrain42 | 56 Beiträge

Auszug aus "Grenztruppen der DDR"

Der Abschnitt "Getötete DDR-SOLDATEN"


Zu diesem Abschnitt in der Liste gibt es schon einiges zu sagen und ins rechte Licht zu rücken. Die Liste der AG zählt 37 Opfer. Die Grenztruppen der DDR zählen aber nur 25 Opfer. Das resultiert daraus, die anderen waren Angehörige der Deutschen Volkspolizei und wurden durch Banditen aus der CSR weit im Hinterland der DDR bei ihrem geplanten gewaltsamen Durchbruch nach Westberlin erschossen. Das waren heimtückisch begangene Morde und in der BRD nicht verjährbare Verbrechen. Tatorte waren das Dreiländereck CSR, BRD, DDR und der Raum Luckau. Drei Volkspolizeiangehörige wurden Opfer von Verwechslungen.
Einige der tschechischen Täter werde heute in ihrer Heimat als Freiheitshelden gefeiert. So versucht man auch dort die Geschichte umzudeuten.

Zu Opfern der Grenzpolizei, der Deutschen Grenzpolizei und der Grenztruppen der DDR werden u. a. in der Liste der AG falsche Angaben gemacht:
- Der Wachtmeister Gerhard Hofer wurde nicht von einem Grenzgänger- wie harmlos das klingt - sondern von einem aus der Westzone kommenden Provokateur ermordet.
- Der Grenzer Fritz Otto wurde von einem gewissen Laske an der Grenze erstochen. Der Mörder fand seine gerechte Strafe.
- Wachtmeister Siegfried Apportin war das Opfer des Deserteurs Leo Köpke. Der Täter flüchtete in die BRD, bekannte sich zu seiner Tat und blieb straffrei.
- Wachtmeister Herbert Liebs erschossen US-Soldaten von der BRD aus während seines Grenzdienstes.
- Die Wachtmeister Werner Schmidt und Heinz Janello fielen US-Soldaten zum Opfer, die die beiden Grenzer in Obersuhl (BRD)1951 ermordeten.
- Hauptwachtmeister Manfred Portwich war nicht das Opfer eines "zivilen Flüchtlings", wie es in der Liste steht, sondern die Täter Ludwig Bieber und Bernd-Franz Vollmer kamen aus der BRD illegal in die DDR. Sie erschossen den Hauptwachtmeister bei einer Fahrzeug- und Personenkontrolle kaltblütig, um sich den Rückweg in die BRD freizumachen. Die Täter erhielten ihre gerechte Strafe in der DDR.
- Oberwachtmeister Ulrich Krohn fiel einem gemeinen Raubmord zum Opfer. Der Deserteur Trübe erschoss brutal und hinterhältig seinen Postenführer, raubte die Armbanduhr und 220 Mark Bargeld. Trübe wurde in der BRD nie zur Verantwortung gezogen.
- Waldemar Estel war das Opfer eines Provokateurs spanischer Nationalität, der in die DDR eindrang und nach seiner Festnahme den Gefreiten Estel erschoss. Der Täter war, wie später bekannt wurde, ehemaliger Angehöriger der "Blauen Division", die als Freiwilligenverband auf der Seite der deutschen Faschisten in der UdSSR kämpfte.
- Zum Gefreiten Reinhold Huhn wäre zu sagen, er wurde nicht von einem "Fluchthelfer" erschossen. Das hört sich an wie leider, sehr bedauerlich. Der Mann wollte ja nur Flüchtlinge nach Westberlin bringen. Doch es war nun einmal Mord, eiskalter Mord. Und der Mörder heißt Rudolf Müller aus Westberlin. Das stellte der Bundesgerichtshof am 05.Juli 2000 fest.
- Hauptmann Rudi Arnstadt fiel einem Schuss des Grenzoberjägers Plüschke vom Bundesgrenzschutz zum Opfer, der sich zur Tatzeit auf dem Territorium der DDR befand.
- Der Gefreite Siegfried Widera wurde nicht, wie es in der Liste festgehalten ist, "von zivilem Flüchtling angeschossen", sondern von Grenzverletzern brutal mit einer Rohrzange niedergeschlagen. An den Folgen der Verletzungen erlag der Gefreite am 08.09.1963.

Wer will, kann sich in obigem Thema weiter durch-Googeln.
Dennoch viele Grüße aus Ulm
zzrain42


zuletzt bearbeitet 19.01.2011 14:57 | nach oben springen

#18

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.01.2011 15:12
von SFGA | 1.519 Beiträge

Zitat von zzrain42
Auszug aus "Grenztruppen der DDR"

Der Abschnitt "Getötete DDR-SOLDATEN"


Zu diesem Abschnitt in der Liste gibt es schon einiges zu sagen und ins rechte Licht zu rücken. Die Liste der AG zählt 37 Opfer. Die Grenztruppen der DDR zählen aber nur 25 Opfer. Das resultiert daraus, die anderen waren Angehörige der Deutschen Volkspolizei und wurden durch Banditen aus der CSR weit im Hinterland der DDR bei ihrem geplanten gewaltsamen Durchbruch nach Westberlin erschossen. Das waren heimtückisch begangene Morde und in der BRD nicht verjährbare Verbrechen. Tatorte waren das Dreiländereck CSR, BRD, DDR und der Raum Luckau. Drei Volkspolizeiangehörige wurden Opfer von Verwechslungen.
Einige der tschechischen Täter werde heute in ihrer Heimat als Freiheitshelden gefeiert. So versucht man auch dort die Geschichte umzudeuten.

Zu Opfern der Grenzpolizei, der Deutschen Grenzpolizei und der Grenztruppen der DDR werden u. a. in der Liste der AG falsche Angaben gemacht:
- Der Wachtmeister Gerhard Hofer wurde nicht von einem Grenzgänger- wie harmlos das klingt - sondern von einem aus der Westzone kommenden Provokateur ermordet.
- Der Grenzer Fritz Otto wurde von einem gewissen Laske an der Grenze erstochen. Der Mörder fand seine gerechte Strafe.
- Wachtmeister Siegfried Apportin war das Opfer des Deserteurs Leo Köpke. Der Täter flüchtete in die BRD, bekannte sich zu seiner Tat und blieb straffrei.
- Wachtmeister Herbert Liebs erschossen US-Soldaten von der BRD aus während seines Grenzdienstes.
- Die Wachtmeister Werner Schmidt und Heinz Janello fielen US-Soldaten zum Opfer, die die beiden Grenzer in Obersuhl (BRD)1951 ermordeten.
- Hauptwachtmeister Manfred Portwich war nicht das Opfer eines "zivilen Flüchtlings", wie es in der Liste steht, sondern die Täter Ludwig Bieber und Bernd-Franz Vollmer kamen aus der BRD illegal in die DDR. Sie erschossen den Hauptwachtmeister bei einer Fahrzeug- und Personenkontrolle kaltblütig, um sich den Rückweg in die BRD freizumachen. Die Täter erhielten ihre gerechte Strafe in der DDR.
- Oberwachtmeister Ulrich Krohn fiel einem gemeinen Raubmord zum Opfer. Der Deserteur Trübe erschoss brutal und hinterhältig seinen Postenführer, raubte die Armbanduhr und 220 Mark Bargeld. Trübe wurde in der BRD nie zur Verantwortung gezogen.
- Waldemar Estel war das Opfer eines Provokateurs spanischer Nationalität, der in die DDR eindrang und nach seiner Festnahme den Gefreiten Estel erschoss. Der Täter war, wie später bekannt wurde, ehemaliger Angehöriger der "Blauen Division", die als Freiwilligenverband auf der Seite der deutschen Faschisten in der UdSSR kämpfte.
- Zum Gefreiten Reinhold Huhn wäre zu sagen, er wurde nicht von einem "Fluchthelfer" erschossen. Das hört sich an wie leider, sehr bedauerlich. Der Mann wollte ja nur Flüchtlinge nach Westberlin bringen. Doch es war nun einmal Mord, eiskalter Mord. Und der Mörder heißt Rudolf Müller aus Westberlin. Das stellte der Bundesgerichtshof am 05.Juli 2000 fest.
- Hauptmann Rudi Arnstadt fiel einem Schuss des Grenzoberjägers Plüschke vom Bundesgrenzschutz zum Opfer, der sich zur Tatzeit auf dem Territorium der DDR befand.
- Der Gefreite Siegfried Widera wurde nicht, wie es in der Liste festgehalten ist, "von zivilem Flüchtling angeschossen", sondern von Grenzverletzern brutal mit einer Rohrzange niedergeschlagen. An den Folgen der Verletzungen erlag der Gefreite am 08.09.1963.

Wer will, kann sich in obigem Thema weiter durch-Googeln.
Dennoch viele Grüße aus Ulm
zzrain42






JgRgt 1 Schwarzenborn / HFlgUstgStff 1 Holzdorf

Wenn einer von uns müde wird,der andere für ihn wacht.Wenn einer von uns zweifeln will,der andere gläubig lacht.Wenn einer von uns fallen sollt',der andere steht für zwei,denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.
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#19

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.01.2011 15:42
von zzrain42 | 56 Beiträge

Fahnenfluchten im Detail:
Kalenderjahr 1983 1984 1985 1986 1987 1988
versuchte___ 48 __ 36 __30 __43___38__39
gelungene___14 __ 11 __ 9 __14 ___20__17

Gruß aus Ulm
zzrain42


zuletzt bearbeitet 19.01.2011 15:53 | nach oben springen

#20

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 19.01.2011 17:10
von Feliks D. | 8.887 Beiträge

Zitat von zzrain42
Fahnenfluchten im Detail:
Kalenderjahr 1988

gelungene___17




Von denen allerdings nur 14 AGT waren.


Was ich zu sagen hatte habe ich gesagt, nun fürchte ich das allerletzte Wort. Der Sprache Ohnmacht hat mich oft geplagt, doch Trotz und Hoffnung gab ich niemals fort! Mir scheint die Welt geht aus den Fugen bringt sich um, die vielen Kriege zählt man schon nicht mehr. Auch dieses neue große Deutschland macht mich stumm, der Zorn der Worte und die Wut wird mehr. Die Welt stirbt leise stilles Schreien hört man nicht, es hilft kein Weinen und man sieht's nicht im Gesicht. Wer einen Menschen rettet rettet so die Welt, am Ende überleben wir uns doch. Nur wir bestimmen wann der letzte Vorhang fällt, still und leise verlassen wir die Welt!

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