#61

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.04.2011 01:27
von StabsfeldKoenig | 2.654 Beiträge

Nachtrag zur Aufzählung der gefallenen bzw. ermordeten Angehörigen der Grenztruppen und der Volkspolizei:
In Berlin wurde in Grenznähe 1952 der Volkspolizist Helmut Just (Dienstgrad ist mir leider nicht bekannt) ermordet. Ihm zu Ehren wurde der in Prenzlauer berg liegende Teil der Behmstraße in Helmut-Just-straße umbenannt. Entgegen dem Berliner Straßengesetz (über Straßennamen entscheiden die Bezirke) wurden jedoch alle Straßennamen, die zu Ehren ermordeter Grenzsldaten verliehen worden waren, 1990/91 auf Senatsbefehl gelöscht.



zuletzt bearbeitet 29.04.2011 01:27 | nach oben springen

#62

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.04.2011 08:11
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge
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#63

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.04.2011 08:53
von Fritz (gelöscht)
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Zitat von eisenringtheo

Vor allem das unerträgliche "Wir" Gefühl und die damit verbundenen umfassenden Vorschriften inkl. der entsprechenden Sprache wären mir wohl irgendwann auf den Geist gegangen.
Theo



Wie meinst du das mit dem Wir-Gefühl? Hat doch die Schweiz auch, nur anders. Fritz


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#64

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.04.2011 09:33
von eisenringtheo | 9.180 Beiträge

Zitat von Fritz

Zitat von eisenringtheo

Vor allem das unerträgliche "Wir" Gefühl und die damit verbundenen umfassenden Vorschriften inkl. der entsprechenden Sprache wären mir wohl irgendwann auf den Geist gegangen.
Theo



Wie meinst du das mit dem Wir-Gefühl? Hat doch die Schweiz auch, nur anders. Fritz




"Wir" - Ja in der Tat! Die "Heimatmüden" konnten aber die Heimat verlassen, aber auch wieder zurückkommen. Das ist dann was anderes, wenn man nicht unbedingt mitmachen muss.
Theo


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#65

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.04.2011 12:24
von wosch (gelöscht)
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Zitat von utkieker

Zitat von wosch
@Stutz, mit diesen 3 Worten "Ehre, Treue und Anstand" wurde schon immer und wird auch Heute und auch in der Zukunft immer wieder Mißbrauch betrieben werden. "Meine Ehre heißt Treue", diese Worte waren seinerzeit ein Leitmotto für eine ganze Generation und man hatte es ihnen sogar auf die Klingen ihrer Ehrendolche eingraviert. "Treue" muß doch nicht heißen daß man einem Regime, dem man aus welchen Gründen auch immer nicht mehr dabei unterstützen will und kann, was man selbst für falsch hält und das nur weil man mehr oder weniger zu einem "unmoralischen" Fahneneid gezwungen wurde.
Ein "Fahnenflüchtiger" ist noch lange kein Verräter, zu diesem wird er erst, wenn er sich danach aktiv gegen seine ehemaligen Kameraden wendet. Man könnte statt des Begriff´s "Fahnenflucht" auch vielfach das Wort "Notwehr" verwenden, es wäre m. E. nicht unanständig und würde vielen Fällen eher gerecht als das Wort "Verräter" und man bräuchte dann auch nicht soviel !!
Schönen Gruß aus Kassel.



Hallo Wosch,

Im Fall des Fahnenflüchtigen Werner W., der 1975 die Grenzsoldaten Jürgen Lange und Klaus Peter Seidel erschoss, würde ich nicht das Wort "Notwehr" verwenden sondern das Wort "Mörder". Ein Verräter war W. nicht, aber für mich ist es durchaus anständig ein Verbrechen auch als Verbrechen bezeichnen zu dürfen.
Fahnenflucht kann durchaus ein sehr edles Motiv zu Grunde liegen. Gefr. Wolfgang H. ist der große Bruder einer Freundin aus Kindertagen. H. überquerte 1968 die Elbe bei Boizenburg er wollte mit seiner Fahnenflucht verhindern, an der Niederschlagung des "Prager Frühlings" teilzunehmen. Mein Großvater desertierte kurz vor Kriegsende, er wollte nicht zurück an die Front aber von Bayern nach Mecklenburg war es ein langer Weg. Um den Kettenhunden der Wehrmacht zu entgehen, entschloß sich mein Großvater in amerikanischer Kriegsgefangenschaft zu gehen. Ja Fahnenflüchtige waren eher selbst in Gefahr erschossen zu werden, als das sie ihre eigenen Kameraden getötet oder ihr Leben bedroht hätten.
Es ist bestimmt nicht so, daß ich kein Verständnis hätte, wenn jemand das Bedürfnis hat die Welt zu bereisen. Aber keiner hat das Recht mein Leben als geringer an zu sehen nur weil ich ein mal im Jahr das Bedürfnis habe mit der Bummelbahn von A nach B zu reisen.

Grüße aus Mecklenburg an einen ehemaligen Mecklenburger!





.......................................................................................................................................

Hallo Du "ehemaliger Mecklenburger"!
Wenn Du meine früheren Beiträge zu dem von Dir genannten Beispiel gelesen hättest, würdest Du mir nicht unterstellen wollen, meine Einstellung zur Fahnenflucht mit der Flucht unter Hinterlassung von zwei Toten zu vergleichen, bzw. in Verbindung zu bringen.
Für mich bedeutet eine Fahnenflucht ein "legitimes Mittel" zur Verwirklichung seiner eigenen Persönlichkeit auch dann wenn sie unter Strafe gestellt ist. Kein Mensch hat das Recht über das Leben eines anderen Menschen zu bestimmen. Leider hält man sich nicht daran, weder zu Friedens- noch zu Kriegszeiten. Und das perverse an der Sache ist, daß man sich einen "Fahneneid" schwören läßt, auf Grund dessen man dann dem "Fahnenflüchtigen" (wie beispielsweise in der DDR) dann im Fall der Fälle "die ganze Verachtung des werktätigen Volkes" spüren lassen kann. Dem "Fahnenflüchtigen" zu unterstellen, er wollte nur die "Welt bereisen" wird dem Thema nicht gerecht! Eine Fahnenflucht, wenn sie denn nicht gelingt, wird mit so hohen Strafen belegt, daß die Gründe schon schwerwiegender sein müssen wenn man ein solches Risiko eingeht!!
Ja, ich bezeichne es immer noch als einen Akt der "Notwehr" wenn man sich dem entzieht, eventuell auf seine eigenen Landsleute zu schießen. Mir persönlich wurde ein ehrenhaftes Verhalten bescheinigt, weil meine Flucht nach meiner Musterung den Hintergrund hatte, nicht eventuell auf meine deutschen Landsleute schießen zu müssen. Das habe ich schriftlich und darauf bin ich stolz, wenn es erlaubt ist!!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#66

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.04.2011 20:18
von linamax | 2.020 Beiträge

Zitat von 94
Schon klar @linamax. War ja auch eine Feststellung und keine Option. Nur möchte ich mal auf den Eröffnungsbeitrag dieses Threads verweisen ...

Zitat von Stabsfähnrich
Was waren die Beweggründe für Fahnenflucht von Grenzsoldaten?

Und was waren nun konkret Deine Beweggründe, eine Fahnenflucht zu begehen, für die Du Dich heute noch versuchst zu rechtfertigen.



Hallo 94
Warum sollte ich mich rechfertigen . Dazu habe ich überhaupt keinen Grund .
Gruß
linamax


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#67

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.04.2011 20:22
von 94 | 10.792 Beiträge

Dann laß es!


Verachte den Krieg, aber achte den Krieger!


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#68

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.04.2011 20:25
von exgakl | 7.237 Beiträge

Zitat von linamax

Zitat von 94
Schon klar @linamax. War ja auch eine Feststellung und keine Option. Nur möchte ich mal auf den Eröffnungsbeitrag dieses Threads verweisen ...

Zitat von Stabsfähnrich
Was waren die Beweggründe für Fahnenflucht von Grenzsoldaten?

Und was waren nun konkret Deine Beweggründe, eine Fahnenflucht zu begehen, für die Du Dich heute noch versuchst zu rechtfertigen.



Hallo 94
Warum sollte ich mich rechfertigen . Dazu habe ich überhaupt keinen Grund .
Gruß
linamax




gut Linamax... 94 wollte ja nun keine Beweggründe für deine Rechtfertigung haben, sondern die Beweggründe für Deine Fahnenflucht kennenlernen... so hab ich es zumindest mit dem mir gegebenen verstehendem lesen verstanden.... neugierig bin ich da aber auch


Man sollte niemanden mit Tatsachen verwirren, der sich seine Meinung schon gebildet hat....
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#69

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.04.2011 20:30
von wosch (gelöscht)
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Zitat von 94
Dann laß es!




...........................................................................................................................................................

@ 2x47, jetzt hörste Dich aber ein bißchen an wie unser Hausmeister.
Schönen Gruß aus Kassel.

Und @linamax, ich fühle mit Dir.
Auch schönen Gruß aus Kassel.


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#70

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 29.04.2011 21:48
von utkieker | 2.925 Beiträge

Hallo Wosch,

Wenn du meinen Beitrag (siehe weiter oben) richtig gelesen hast, würdest du auch sehen wie ich zur Fahnenflucht stehe. Wenn ich dir irgend etwas unterstellt haben sollte, dann in Unkenntnis/ Mißverständnis über bisherige Eintragungen zu ähnlichen Themen.

Gruß Hartmut


"Die Vergangenheit zu verbieten macht sie nicht ungeschehen, nicht einmal wenn man versucht sie selbst in sich zu verdrängen"
(Anja-Andrea 1959 - 2014)
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#71

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.04.2011 17:35
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von utkieker
Hallo Wosch,

Wenn du meinen Beitrag (siehe weiter oben) richtig gelesen hast, würdest du auch sehen wie ich zur Fahnenflucht stehe. Wenn ich dir irgend etwas unterstellt haben sollte, dann in Unkenntnis/ Mißverständnis über bisherige Eintragungen zu ähnlichen Themen.

Gruß Hartmut



.....................................................................................................................................................

Hallo Hartmut!
Nun wird ja bekanntlich nicht Alles so heiß gegessen wie es gekocht wird, deswegen nimm bitte meine Äußerung mit der "Unterstellung" nicht so wörtlich. "Mord bleibt Mord", da wird es bei uns Beiden wohl auch keine Meinungsverschiedenheiten geben, daß gilt meiner Meinung nach aber auch im Falle von erschossenen "Fahnenflüchtlingen", deren man nicht anders habhaft werden konnte als sie zu "erlegen". Auch diese Personen hinterließen Frauen,Vater, Mutter, Kinder, Geschwister und weitere Verwandschaft Denen man einen geliebten Menschen "wegnahm", nur weil dieser nicht so wollte wie es ihm irgendwann mal aufgezwungen wurde. Und wenn man als "Freiwilliger" doch irgendwann merkte daß man den falschen Idealen diente ist die Fahnenflucht doch nichts ehrenrühriges, wenn man diesen Zustand mit der Flucht in ein "freies" Land zu beenden versucht!!
Wer seine "Fahnenflucht" deswegen unternommen hatte, damit er nicht in die Breduille kommen konnte auf einen flüchtigen
Landsmann schiessen zu müssen, verdient meine größte Hochachtung, genauso wie derjenige Grenzer, der bei einem versuchten Grenzdurchbruch absichtich daneben schoß.
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 30.04.2011 18:04 | nach oben springen

#72

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 30.04.2011 21:50
von Rostocker | 7.726 Beiträge

Ja über Fahnenflucht kann man viel diskutieren und jeder sieht es anders.Man sollte sich fragen was ist Fahnenflucht,der eine sagt-es wechselt jemand die Seiten,weil er glaubt einer falschen Sache zu dienen--also OK.Ein anderer sagt--durch eine Fahnenflucht verrät jemand seine Kameraden und läst sie im stich. Ja wie beurteilt man nun sowas--es ist schwierig.Will nur mal so ein Beispiel nennen,aber bitte nicht verkehrt verstehen.--Man stellt sich vor,ein Afganischer Soldat dissatiert erschießt dabei einige Natosoldaten die in seinen Land in seiner Heimat die Besatzung sind.Und nun meine Frage--Handelt dieser Soldat nicht richtig weil er glaubt ´das seine jetzige Regierung nur eine Marionette der westlichen Welt ist? Ich sage es mal so-Fahnenflucht,Dissatieren das kann man aus dem Stehgreif herraus nicht so einfach diskutieren.Ich sage mal,damit muss jeder mit sich selber ins reine kommen, der es tut.


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#73

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.05.2011 08:26
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von S51
Was es gab, waren Sprüche wie: "Du könntest gehen aber wir kriegen dich, immer, irgendwann..."
Das konnte man als dummen Spruch verstehen oder eben ernster nehmen. Wie ich letzteres jedoch belegen könnte, wüßte ich nicht.



Ich gehe davon aus daß die STASI oder wer auch immer dieses längst nicht so ernst und nachtragend verfolgten wie der Staat Israel,Mossad?., mit den Attentätern von München im September 1972.

Den Letzten töteten die wohl nach 38 Jahren in Bahrein oder Dubai, 38 Jahre täglich Angst, ständige Ortswechsel, niemandem trauen können, da dürfte ein Gefängnis in der BRD wie Straubing angnehmer fast sein....



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#74

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.05.2011 08:26
von SET800 | 3.104 Beiträge

Zitat von S51
Was es gab, waren Sprüche wie: "Du könntest gehen aber wir kriegen dich, immer, irgendwann..."
Das konnte man als dummen Spruch verstehen oder eben ernster nehmen. Wie ich letzteres jedoch belegen könnte, wüßte ich nicht.



Ich gehe davon aus daß die STASI oder wer auch immer dieses längst nicht so ernst und nachtragend verfolgten wie der Staat Israel,Mossad?., mit den Attentätern von München im September 1972.

Den Letzten töteten die wohl nach 38 Jahren in Bahrein oder Dubai, 38 Jahre täglich Angst, ständige Ortswechsel, niemandem trauen können, da dürfte ein Gefängnis in der BRD wie Straubing angnehmer fast sein....



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#75

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.05.2011 11:10
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

ich denke das thema fahnenflucht stimmt so nicht das jemand gut angesehen sein sollte weil er fahnenflucht beging um den zwang(als grenzer)nicht ausgesetzt zu sein auf die eigenen landsleute zu schießen.
als grenzer hätte sicher vor der einberufung ein satz gereicht(das man es nicht mit seinem gewissen vereinbaren kann auf unbewaffnete flüchtlinge notfalls die waffe zu gebrauchen)und man wäre sicher nie an die grenze gekommen.ich denke auch nicht das dies eine strafe nach sich gezogen hätte,eher wäre man zur nva einberufen worden.
insofern sehe ich die fahnenflucht in jeder hinsicht als straftat bedingt das jemand als grenzer mit solchem vorwand sich mustern ließ und dann fahnenflucht beging,war die tat von anfang an geplant.
als nva soldat fahnenflucht zu begehen,da zieht das argument nicht mehr weil man nicht auf die eigenen landsleute schießen will.dann hätte im kalten krieg ja auch jeder bundeswehrsoldat das ungestrafte recht fahnenflucht zu begehen.
desweiteren war fahnenflucht auch in der brd strafbar,auch wenn sie von soldaten der ddr begangen, wurde weil die brd(ungerechter weise)die ddr nicht akzeptierte und ihre gesetze bis zur oder anwendete.
dagegen sehe ich die normalen fluchtversuche nicht als strafbar aus heutiger sicht,nur als gewagt und leichtsinnig.
nachtrag zum argument von wosch:
warum sollte ein grenzsoldat absichtlich daneben schießen wenn er zwar genau wußte dafür nach schwedt zu gehen aber nicht genau wußte ob der flüchtling bewaffnet ist und nicht daneben schießen wird?solchen blödsinn können nur ungediente denken,jeder militärischer bereich ist wie damals und heute sperrzone und eine wache der bundeswehr bräuchte keine waffen wenn sie diesen bereich mit danebenschießen bewachen sollte.armee ist ebend kein zivildienst und jedes kind weis das man in solchen bereichen nicht eindringen darf.
gruß EK 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 01.05.2011 18:51 | nach oben springen

#76

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.05.2011 22:01
von wosch (gelöscht)
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Zitat von EK 82/2

nachtrag zum argument von wosch:
warum sollte ein grenzsoldat absichtlich daneben schießen wenn er zwar genau wußte dafür nach schwedt zu gehen aber nicht genau wußte ob der flüchtling bewaffnet ist und nicht daneben schießen wird?solchen blödsinn können nur ungediente denken,jeder militärischer bereich ist wie damals und heute sperrzone und eine wache der bundeswehr bräuchte keine waffen wenn sie diesen bereich mit danebenschießen bewachen sollte.armee ist ebend kein zivildienst und jedes kind weis das man in solchen bereichen nicht eindringen darf.
gruß EK 82/2




...........................................................................................................................................

@EK82/2, Diese Frage laß Dir doch mal von den Grenzern beantworten, die absichtlich daneben geschossen hatten, bzw. von Denen die vorgaben daß sie daneben geschossen hätten! Was Du hier als "Blödsinn" bezeichnest hat es in der Realität tatsächlich gegeben und Deine Vergleiche mit den "Militärischen Bereichen" und "Sperrzonen" sind doch nicht ernst zu nehmen. Es besteht schon ein Unterschied darin wofür man erschossen werden kann, auch wenn das Ergebnis auf´s Gleiche heraus kommt!!!
Alleine dafür daß man auf Flüchtlinge schießen sollte ist es legitim gewesen sich diesem Dienst durch die Fahnenflucht zu entziehen, natürlich nicht aus der Sicht eines "überzeugten" Genossen, der linientreu daran glaubte daß ein Republikflüchtling in jedem Falle nur ein "gefährlicher" Verbrecher sein konnte.
Schönen Gruß aus Kassel.


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#77

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 01.05.2011 22:30
von EK 82/2 | 2.952 Beiträge

@wosch
deine auffassung kenne ich.beziehe dich besser auf die äußerung von mir das niemand gezwungen wurde an der grenze dienst zu tun.ich bezog mich zur fahnenflucht auf ein geplantes vorhaben wenn sich jemand bewust zur grenze ziehen läßt um dadurch einer fluchterleichterung zu erhoffen.fakt bleibt das fahnenflucht in jedem staat eine straftat bedeutet und da ein soldat der fahnenflüchtig wird, ich es sogar als legitim ansehe ihn zu vernichten.begründung:er hat eine waffe und würde mich auch vernichten,in dieser situation ist es ein angreifender feind.zu zivilflüchtlingen habe ich heute eine meinung wie geschrieben.aber du hast nie gedient und kennst den wald nachts nicht,trotzdem redest du wie einer der jahre erfahrungen hat.verwechsel die kinderschnipseljagt nicht mit sperrbezirken und es gibt gar keinen unterschied warum man (du schreibst,erschossen wird).sperrbereich ist sperrbereich.jeder soldat darf davon ausgehen das verletzer dieses bereiches nicht blumen bringen wollen,sondern alle hindernisse inklusive soldaten auf ihrem weg vernichten werden.ok,die zeit ist vorbei,nun gibt es ja immer noch eine grenze an der im jahr ca.500 menschen sterben,verwende deine energie nun besser gegen die usa grenze zu mexico.da haste neue arbeit,ach entschuldige,ich vergas das man usa ja nicht behelligen darf.naja habe mal mut,ein mal in deinem leben um eine heutige todesgrenze zu beenden.
ich gehe nicht davon aus das du andere ansichten verstehst,dazu gehört wissen und kein blinder hass.

gruß EK 82/2


Alles was ich schreibe, ist nur meine Meinung und keine Feststellung.
zuletzt bearbeitet 01.05.2011 22:59 | nach oben springen

#78

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.05.2011 12:06
von wosch (gelöscht)
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Zitat von EK 82/2
@wosch
deine auffassung kenne ich.beziehe dich besser auf die äußerung von mir das niemand gezwungen wurde an der grenze dienst zu tun.ich bezog mich zur fahnenflucht auf ein geplantes vorhaben wenn sich jemand bewust zur grenze ziehen läßt um dadurch einer fluchterleichterung zu erhoffen.fakt bleibt das fahnenflucht in jedem staat eine straftat bedeutet und da ein soldat der fahnenflüchtig wird, ich es sogar als legitim ansehe ihn zu vernichten.begründung:er hat eine waffe und würde mich auch vernichten,in dieser situation ist es ein angreifender feind.zu zivilflüchtlingen habe ich heute eine meinung wie geschrieben.aber du hast nie gedient und kennst den wald nachts nicht,trotzdem redest du wie einer der jahre erfahrungen hat.verwechsel die kinderschnipseljagt nicht mit sperrbezirken und es gibt gar keinen unterschied warum man (du schreibst,erschossen wird).sperrbereich ist sperrbereich.jeder soldat darf davon ausgehen das verletzer dieses bereiches nicht blumen bringen wollen,sondern alle hindernisse inklusive soldaten auf ihrem weg vernichten werden.ok,die zeit ist vorbei,nun gibt es ja immer noch eine grenze an der im jahr ca.500 menschen sterben,verwende deine energie nun besser gegen die usa grenze zu mexico.da haste neue arbeit,ach entschuldige,ich vergas das man usa ja nicht behelligen darf.naja habe mal mut,ein mal in deinem leben um eine heutige todesgrenze zu beenden.
ich gehe nicht davon aus das du andere ansichten verstehst,dazu gehört wissen und kein blinder hass.

gruß EK 82/2



....................................................................................................................................................................................

Hallo EK82/2!
Nun laß das mal wieder mit dem Mythos dert "Freiwilligkeit" bei der NVA und speziell bei den Grenztruppen. Neben dieser gab es auch noch eine "zwangsweise" Freiwilligkeit und nicht jeder der zu der Truppe gezogen wurde hatte den "Ar..h" in der Hose, mutig zu sein und auf die geforderte Bereitschaft auf Flüchtlinge zu schießen, mit NEIN zu antworten. Über die Beweggründe einer Fahnenflucht zu urteilen steht weder Dir noch mir zu, sie sind ganz alleine die Angelegenheit der betroffenen Person, Du kannst darüber denken wie Du möchtest, aber den "lieben Gott" spielen solltest Du Dir verkneifen. Ein Unrechtsstaat muß es sich gefallen lassen, daß ihm auch seine "Prätorianer" davonlaufen wenn sie sich am Unrecht nicht mitschuldig machen wollen!
Ich mag ja nie gedient haben, aber wie man mir "freiwillig" meine Verpflichtung zur NVA "abgepreßt" hatte, die ursächlich der Grund für meine Flucht war, habe ich auch nach 50 Jahren nicht vergessen, daran wird auch Dein Vorwurf des "Blinden Hasses" nichts ändern, der immer dann ins Feld geführt wird wenn man nicht weiter weiß und nur diffamieren möchte.
Dein Hinweis auf die Grenze "Mexico-USA" ist sowas von OT, denn wir reden in diesem Forum und in diesem Thread über Vergangenes aus Zeiten des Bestehens der DDR, außerdem gehen dort die Bewegungen der Grenzgänger in eine ganz andere Richtung, sie sind damit mit den Fluchten aus der DDR überhaupt nicht zu vergleichen denn in der BRD waren die Flüchtlinge aus dem anderen Teil Deutschlands IMMER willkommen.
"Sperrbereich" ist "Sperrbereich", das kann ich so nicht stehen lassen, es ist schon ein Unterschied ob man einen Sperrbereich erichtet um völkerrechtswidrig Menschen am Verlassen eines Landes hindern , oder ob man sich vor unerwünschtem Besuch (zB:.:von Einbrechern) schützen well!!
Ich bin froh, daß ich nicht so ein Verständnis habe wie Du, damit kann ich sehr gut leben!
Schönen Gruß aus Kassel.


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#79

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.05.2011 12:22
von Pit 59 | 10.153 Beiträge

das niemand gezwungen wurde an der grenze dienst zu tun.@EK82/2

Stimmt so nicht ganz.Ich war Mot-Schütze gemustert,und bis zum Tag der Einberufung bin ich auch davon ausgegangen.Nix wars mit Mot-Schütze,Aufpassen das meine Landsleute nicht abhauen.


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#80

RE: Fahnenflucht Grenzsoldaten

in Flucht und Fluchtversuche an der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer 02.05.2011 13:28
von wosch (gelöscht)
avatar

Zitat von EK 82/2

warum sollte ein grenzsoldat absichtlich daneben schießen wenn er zwar genau wußte dafür nach schwedt zu gehen?...........................................................solchen blödsinn können nur ungediente denken......................
gruß EK 82/2



...........................................................................................................................................................................

Ich versuch es mal so einfach zu erklären, daß es auch ein 10jähriger verstehen sollte: Er schoß daneben, weil er den Flüchtenden nicht verletzen bzw. töten wollte, er wollte damit nicht "Herr über Leben und Tod" spielen. Ob er dabei an Schwedt gedacht hatte? Ich glaube nicht. In dem Moment siegte das "Gute" in ihm und er wird sich auch im Nachhinein keine Vorwürfe machen brauchen. Ich habe mir mal sagen lassen, daß es nicht so einfach ist mit so einer "negativen" Hypothek, wie einen Todesschuß, zu leben.
Vielleicht äußert sich mal ein "Betroffener"? Wenn nicht, wird Der auch seinen "Gründe" haben.
Schönen Gruß aus Kassel.


zuletzt bearbeitet 02.05.2011 13:46 | nach oben springen


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